Wenn Ärzte dich nicht ernst nehmen – das steckt wirklich dahinter — Transcript
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- 0:00Wie kann es sein, dass man als junger
- 0:02Mensch von Ärzten zu 0,0%
- 0:05ernst genommen wird?
- 0:06Wie ignorant kann man bitte sein?
- 0:10Dass Ärzte sich drüber aufregen, dass
- 0:12man Symptome googelt und selbst eine
- 0:14Diagnose bei sich stellen möchte, ist
- 0:15eine Frechheit, weil ich mir denke, wenn
- 0:17ich selber nicht versuche rauszufinden,
- 0:19woran das liegen kann, tust du es ja
- 0:21sowieso nicht. Schon als Assistenzarzt
- 0:23musste ich feststellen, dass ich in
- 0:24einem System gearbeitet habe, wo ich
- 0:27mich selber einerseits krank gemacht
- 0:29habe und auf der anderen Seite aber die
- 0:31Patienten nicht gesund gemacht habe.
- 0:32Ich war jetzt dreimal in Folge beim Arzt
- 0:34und ich fühle mich einfach nicht ernst
- 0:35genommen.
- 0:36Ich komme zur Arbeit und weiß, ich werde
- 0:37eine 12 Tage Woche vor mir haben. 12
- 0:40Tage arbeiten, zwei Tage frei. 12 Tage
- 0:42arbeiten, zwei Tage frei. Das macht
- 0:45einfach krank. mich sowas von überhaupt
- 0:46nicht ernst genommen gefühlt. Ich habe
- 0:48Angst gehabt, ich habe Schmerzen gehabt
- 0:50und es sind so krasse Bedürfnisse, wenn
- 0:53jemand die abspricht in dem
- 0:55Machtverhältnis auch irgendwo, ne?
- 0:57Stell dir vor, du gehst zum Arzt, weil
- 0:58du Schmerzen hast, aber der spielt
- 0:59einfach deine Symptome runter. Lara aus
- 1:01Berlin berichtet von Medical Gas
- 1:03Lightning und sie ist eine von vielen
- 1:04betroffen.
- 1:06Okay, ich glaube sehr viele Menschen
- 1:07kennen genau diese Situation. Du gehst
- 1:10zum Arzt, erklärst deine ganzen
- 1:12Beschwerden und gehst dann nicht nur mit
- 1:14dem Gefühl raus, nicht wirklich schlauer
- 1:17zu sein, sondern du fühlst dich sogar
- 1:19ein bisschen schlecht, dass du überhaupt
- 1:20zum Arzt gegangen bist. Ich weiß noch,
- 1:22ich bin vor einiger Zeit mal zu meinem
- 1:23Hausarzt gegangen, weil ich im unteren
- 1:25Bauch wirklich so ein krasses Stechen
- 1:27hatte und ich hatte das Gefühl, das
- 1:28kommt so aus dem Darmbereich. Also
- 1:30zumindest hat sich das so für mich
- 1:31angefühlt. Jedenfalls war ich dann beim
- 1:33Arzt, habe ihm alles erklärt und der
- 1:35schaut mich dann einfach nur so an und
- 1:37fragt mich und warum genau sind Sie
- 1:39jetzt hier? Und dieses Gefühl, dass ich
- 1:41hatte, nachdem er diesen Satz gedroppt
- 1:43hat, war einfach nur ganz ganz schlimm.
- 1:45Ich bin dann wieder gegangen. Das wurde
- 1:46dann auch teilweise auf meinen Zyklus,
- 1:48auf meine Periode geschoben. Ich habe
- 1:50Schmerztabletten bekommen und zum Glück
- 1:52war es am Ende auch nichts Ernsteres.
- 1:54Aber das Ding ist, genau solche
- 1:55Erfahrungen machen inzwischen unfassbar
- 1:58viele Menschen. Man hat einfach das
- 1:59Gefühl, nicht wirklich ernst genommen zu
- 2:01werden, bekommt vielleicht gesagt, dass
- 2:02das einfach nur der Stress ist oder die
- 2:04Hormone oder dass das alles psychisch
- 2:06bedingt ist. Und oft bleibt dann dieses
- 2:08komische Gefühl zurück, dass man anfängt
- 2:10sich selbst nicht mehr so richtig zu
- 2:11trauen und sich selbst vielleicht auch
- 2:13fragt, ob man vielleicht wirklich
- 2:14übertreibt oder das alles wirklich nur
- 2:16Einbildung ist oder die Schmerzen oder
- 2:18Beschwerden gar nicht so schlimm sind,
- 2:20wie man denkt. oder auch kurz zu einer
- 2:21Erfahrung, die gerade vor kurzem eine
- 2:23Freundin von mir machen musste. Und zwar
- 2:24war es so, dass sie ganz ganz plötzlich
- 2:26angefangen hat extreme Magenschmerzen zu
- 2:28bekommen. Sie hatte einfach starke
- 2:29Schmerzen, war irgendwie 247 schlapp und
- 2:32konnte auch gefühlt nichts essen, ohne
- 2:34dass ihr sofort übel wurde, dass sie
- 2:36Magenkrämpfe bekommen hat. Hat sich
- 2:37sogar kaum aus dem Haus getraut, weil
- 2:39sie wirklich immer Angst hatte, dass die
- 2:41Schmerzen jeden Moment losgehen könnten.
- 2:43Sie war in der Zwischenzeit natürlich
- 2:44auch regelmäßig irgendwie beim Arzt und
- 2:47der hat dann gesagt: "Okay, das ist
- 2:48Reizdarm." Dann hat sie Tabletten
- 2:50bekommen. Dann wurde auf einmal gesagt,
- 2:51okay, das ist Gluten Unverträglichkeit
- 2:53und sie soll einfach so ein bisschen mal
- 2:54auf ihre Ernährung achten. Ja, guess
- 2:56what? Es wurde nicht besser, bis sie
- 2:58irgendwann auch in die Notaufnahme
- 2:59gefahren ist, weil die Schmerzen einfach
- 3:01nicht mehr auszuhalten waren. Und dann
- 3:02kam irgendwann die Klassiker Diagnose.
- 3:04Okay, es muss psychisch bedingt sein.
- 3:06Und irgendwann später, als sie einfach
- 3:08nicht locker gelassen hat und noch mehr
- 3:10Untersuchung gemacht wurden, hat sich
- 3:11dann herausgestellt, dass sie Adenemiose
- 3:14hat. Das ist eine Art der Endometriose
- 3:16und genau das hat ihr diese höllischen
- 3:18Schmerzen verursacht. Genau das ist der
- 3:20Punkt. Ich habe in den letzten Monaten
- 3:22immer wieder solche Gespräche mit
- 3:24Menschen in meinem Umfeld geführt, mir
- 3:26aber auch ganz viele Erfahrungsberichte
- 3:28dazu durchgelesen und angesehen und
- 3:30irgendwann fällt einem einfach auf, wie
- 3:32ähnlich diese ganzen Erfahrungen sind,
- 3:33besonders häufig bei uns Frauen. Und
- 3:35dann merkt man auch, dass das nicht
- 3:36irgendwie einzelne zufällige Situation
- 3:38sein können, sondern dass da irgendwie
- 3:41ein System dahinter stecken muss, das
- 3:43scheinbar in vielen Bereichen an seine
- 3:46Grenzen kommt. Das zeigen übrigens auch
- 3:47die Zahlen. Laut einer Umfrage von Jugov
- 3:50vom letzten Jahr sagt ein Drittel aller
- 3:52Frauen, dass sie im Gesundheitssystem
- 3:54schon negative Erfahrungen gemacht haben
- 3:56und ihre Schmerzen selten ernst genommen
- 3:59werden. Und fast die Hälfte aller
- 4:00Frauen, 44% sagt, dass ihre Beschwerden
- 4:03schon mal als psychisch oder
- 4:05psychosomatisch abgestempelt wurden.
- 4:07Gerade Frauen zwischen 18 und 34 sollen
- 4:09besonders häufig davon berichten, dass
- 4:11ihre Beschwerden angezweifelt werden,
- 4:13dass Diagnosen zu spät kommen und das
- 4:15Schmerzen einfach abgetan werden. Und
- 4:17versteht mich nicht falsch, natürlich
- 4:18können Beschwerden auch psychisch
- 4:20bedingt sein, aber leider ist das oft
- 4:22einfach eine einfache Standarderklärung,
- 4:24wenn man keine klare Diagnose finden
- 4:26kann. Deshalb hat sich mir einfach die
- 4:27Frage gestellt, warum machen so viele
- 4:30Menschen so ähnliche Erfahrungen? Was
- 4:32steckt strukturellinter? Wie hat sich
- 4:34unser Gesundheitssystem eigentlich
- 4:35dorthinentwickelt? wo es gerade ist und
- 4:38leiden am Ende nicht auch die Menschen
- 4:40darunter, die in diesem System arbeiten.
- 4:42Genau das schauen wir uns hier mal
- 4:44genauer an und werfen auch ein Blick auf
- 4:46Perspektiven von Ärzten, die sich auch
- 4:48kritisch dazu äußern und teilweise sogar
- 4:51bewusst das klassische Gesundheitssystem
- 4:53verlassen haben. Bevor wir da aber
- 4:55tiefer reingehen, ganz kurz noch ein
- 4:56paar Worte zum Sponsor des heutigen
- 4:58Videos, der für mich persönlich im
- 5:00Alltag auch mit dem Thema Gesundheit
- 5:02zusammenhängt. Neben den Basics wie
- 5:04Schlafernährung, Bewegung habe ich mir
- 5:06über die Zeit auch so meine kleine Basic
- 5:08Supplement Routine mit den Produkten von
- 5:11Sunday Natural erstellt, die dieses
- 5:12Video hier und damit natürlich auch
- 5:14meine Arbeit wieder unterstützen.
- 5:15Deswegen Shoutout an der Stelle. Ich
- 5:17habe euch Sunday Natural ja schon vor
- 5:18einiger Zeit mal gezeigt und sie sind
- 5:20einfach so lange schon fester
- 5:22Bestandteil meines Alltags. Vor allem
- 5:24hier das All-in-O. Es ist wirklich
- 5:26perfekt für mich, weil es lässt sich
- 5:28super easy in meinen Alltag integrieren.
- 5:30Ich muss einfach nicht viel nachdenken,
- 5:31weil hier in einem einzigen Produkt die
- 5:33wichtigsten Nährstoffe gebündelt sind.
- 5:35Also es enthält unter anderem sowas wie
- 5:37Zink, Selen, Eisen, Vitamin C und den
- 5:39vollständigen Vitamin B-Komplex. Und je
- 5:41nach Situation ergänze ich das Ganze
- 5:43dann noch mit Omega3, Vitamin D3 und
- 5:45Magnesium. Was mir bei dem Thema einfach
- 5:47generell wichtig ist, ist zum einen
- 5:49natürlich erstmal meinen Bedarf zu
- 5:51kennen und nicht einfach irgendwas zu
- 5:52nehmen, weil kurzer Reminder, wir alle
- 5:54haben natürlich einen sehr individuellen
- 5:56Bedarf und dann möchte ich auch
- 5:57nachvollziehen können, was ich zu mir
- 5:59nehme, welche Inhaltsstoffe, was für
- 6:00eine Qualität und genau das findet man
- 6:03alles sehr übersichtlich und
- 6:04nachvollziehbar deklariert auf der Seite
- 6:06von Sunay Natural. Neben Supplementen
- 6:08findet ihr dort aber auch sowas wie
- 6:09Darmkulturen, Vital Talpilze. Dazu
- 6:11wollte ich mich jetzt übrigens auch ein
- 6:12bisschen mehr belesen, aber auch sowas
- 6:14wie Snacks, Superfoods oder Matcha.
- 6:16Deswegen stöbert euch da gerne ganz in
- 6:17Ruhe durch und spart mit dem Code
- 6:20Cutakin 10 noch mal 10% auf alle
- 6:23Produkte. Den Link dazu findet ihr
- 6:24natürlich auch noch mal unten in der
- 6:25Beschreibung.
- 6:27So, jetzt aber wieder zurück zum Thema
- 6:29und zu der Frage, warum so viele
- 6:31Menschen so ähnliche Erfahrungen im
- 6:33Gesundheitssystem machen, sich nicht
- 6:35gesehen abgefertigt oder sogar
- 6:37abgewertet fühlen. Dafür gibt es
- 6:39übrigens sogar einen eigenen Begriff,
- 6:40nämlich das sogenannte Medical Gas
- 6:42Lighting. Es beschreibt eben genau die
- 6:45Situation, in der Patienten das Gefühl
- 6:47haben, dass ihre Beschwerden von
- 6:49medizinischem Fachpersonal
- 6:50heruntergespielt, angezweifelt oder
- 6:53falsch eingeordnet werden. Typisch ist
- 6:55z.B. das körperliche Beschwerden schnell
- 6:57als Stress oder psychisch oder das sind
- 7:00einfach nur die Hormone abgetan werden
- 7:02ohne wirklich genauer hinzuschauen.
- 7:05Schon vor der Geburt kämpfte Pia mit
- 7:07starken Hüft und Rückenschmerzen, was
- 7:09zunächst auf die Schwangerschaft
- 7:11geschoben wurde.
- 7:12Nach der Geburt hat sich das drastisch
- 7:13verschlimmert. Also ich musste auch noch
- 7:15ein paar Tage länger im Krankenhaus
- 7:16bleiben, weil ich mich gar nicht bewegen
- 7:18konnte. Und ja, letztendlich bin ich
- 7:21dann mit dem Rollstuhl aus dem
- 7:22Krankenhaus raus und äh nach Hause. Und
- 7:27es hat so sechs bis 8 Wochen gedauert,
- 7:29bis ich wieder einigermaßen laufen
- 7:31konnte. Es kam schon immer mal so die
- 7:33Rückmeldung, ich würde mich ganz schön
- 7:34anstellen oder wenn ich laufen sollte
- 7:36und das so gar nicht ging. Ähm ja, mal
- 7:39so ein bisschen die Zähne
- 7:40zusammenbeißen.
- 7:41Genau.
- 7:42Wie kommt man aus so einer Situation
- 7:44raus? Nun ja, man geht aus der
- 7:46Arztpraxis und denkt, bilde ich mir das
- 7:49alles nur ein,
- 7:51stelle ich mich an, haben andere Mütter
- 7:53das genauso wie ich und nehmen das so
- 7:55hin?
- 7:56Genau das ist auch das Problem, dass
- 7:57sich hier bei Pia in der Doku zeigt. Mit
- 7:59der Zeit beginnen dann einfach viele an
- 8:01ihrer eigenen Wahrnehmung zu zweifeln.
- 8:03Pier ist verzweifelt und wechselt den
- 8:05Arzt aber erst nach einem halben Jahr.
- 8:08Endlich, dieser Orthopäde nimmt ihre
- 8:10Symptome ernst und veranlasst sofort ein
- 8:13MRT.
- 8:14Was ist denn für eine Diagnose bei
- 8:16rausgekommen?
- 8:17Schwangerschaftsosteoporose.
- 8:19Also, erstmal kam tatsächlich ähm bei
- 8:22dem MRT raus, dass es sich um mehrere
- 8:25Frakturen handelt, also frische
- 8:27Frakturen, Frakturen, die schon ein
- 8:29bisschen zurückliegen mehrere Wochen.
- 8:32Genau. Und dann wurde noch eine
- 8:33knochendichte Messung hinten dran
- 8:35gehängt und dann war klar, dass es eine
- 8:37Osteoporose ist und so sind mir nach der
- 8:40Geburt mehrere Wirbel nacheinander
- 8:43gebrochen. Boah, das klingt einfach so
- 8:45unfassbar schlimm und es macht mich
- 8:46einfach nur sauer, weil Imagine, die
- 8:48brechen einfach mehrere Wirbel und der
- 8:50Arzt sagt einfach nur: "Ja, komm,
- 8:52stellen sie sich nicht so an." Oder auch
- 8:53dieser Fall hier von Lara, die während
- 8:55ihrer Zahnwurzelbehandlung extreme
- 8:57Schmerzen hatte und der Arzt meinte:
- 8:59"Nee, kann eigentlich gar nicht sein,
- 9:01dass du Schmerzen hast. Das ganze ist
- 9:02betäubt."
- 9:03Lara hatte eigentlich nur Karias an zwei
- 9:05Zähnen und geht zum Arzt. Doch bei der
- 9:08Behandlung läuft etwas schief. Der Nerv
- 9:10eines Zahnes wird beschädigt. Es folgen
- 9:13mehrere Zahnwurzelbehandlungen.
- 9:16Das war nicht nur einmal, das war nicht
- 9:18zweimal, es waren bei ihm, glaube ich,
- 9:20sieben bis acht mal,
- 9:22wo wir das gemacht haben. Ähm, teilweise
- 9:25die letzten Male sogar ohne Betäubung,
- 9:27weil ich halt immer wieder gekommen bin.
- 9:29Ich habe auch mich immer so dazwischen
- 9:31geschoben gefühlt und er meinte so: "Ja,
- 9:34ähm, sie können eigentlich gar nichts
- 9:36mehr merken, sie können gar keine
- 9:37Schmerzen haben. Der Zahn ist eigentlich
- 9:40tot und ich habe halt vor ihm gestanden,
- 9:43meine so, das kann nicht sein. Also ich
- 9:45ich habe wirklich Schmerzen. Ich bin ja
- 9:47angewiesen da drauf, was er denkt der
- 9:50beste Weg sei. Und irgendwann saß ich da
- 9:53halt auch und dachte so, ja, vielleicht
- 9:54simuliere ich echt Schmerzen, vielleicht
- 9:56habe ich wirklich keine Schmerzen,
- 9:57vielleicht stelle ich mich wirklich an,
- 10:00vielleicht bin ich wirklich krass
- 10:01empfindlich. Nach rund einem halben Jahr
- 10:03und mehreren erfolglosen Behandlungen
- 10:06wechselt Lara endlich den Zahnarzt und
- 10:09der findet sofort die Ursache für ihre
- 10:11Schmerzen. Eine Zahnwurzel war übersehen
- 10:14worden.
- 10:15Ich krieg einfach nur Gänsehaut. Ich
- 10:16hatte jetzt vor ein paar Wochen auch
- 10:18eine Zahnwurzelbehandlung gehabt, weil
- 10:20meine Zahnwurzel davor eben entzündet
- 10:21war. Deswegen hatte ich dann nachher
- 10:23auch die Behandlung. Und es sind
- 10:25Schmerzen, wenn die Zahnwurzel entzündet
- 10:27ist. Das sind Schmerzen, die wünsche ich
- 10:28nicht mal meinem schlimmsten Feind
- 10:30wirklich. Dass gerade Frauen genau diese
- 10:31Erfahrungen machen, ist aber auch kein
- 10:33Zufall. Diese Studie hier zeigt z.B.,
- 10:35dass Schmerzen von Frauen häufiger
- 10:37psychologisiert, unterschätzt oder
- 10:39einfach anders interpretiert werden.
- 10:41Also dieselben Symptome werden je nach
- 10:43Geschlecht unterschiedlich bewertet. Das
- 10:45kann unter anderem auch damit
- 10:46zusammenhängen, das habe ich gelesen,
- 10:48dass Frauen einfach emotionaler sind,
- 10:50wenn sie in ein Gespräch mit einem Arzt
- 10:52gehen und sich einfach mehr öffnen und
- 10:54deswegen der Arzt das mehr
- 10:56psychologisiert. Und auch neuere
- 10:58Untersuchung kommt zu einem ähnlichen
- 10:59Ergebnis. Weibliche Patienten erhalten
- 11:02wohl bei vergleichbaren Beschwerden
- 11:04seltener Schmerzmittel.
- 11:06Und er wollte mir immer wieder erzählen,
- 11:07ich kann die Schmerzen so gar nicht
- 11:08haben und ich brauche auch gar keine
- 11:10Betäubung, weil da ist nichts mehr, was
- 11:12weh tun kann. Ja, und irgendwie kommt
- 11:14mir das Ganze doch bekannt vor. Frauen,
- 11:16die scheinbar zu emotional sind, zu
- 11:19sensibel oder einfach nur übertreiben.
- 11:21Ach ja, da gab's ja früher sogar einen
- 11:23offiziellen medizinischen Begriff dafür,
- 11:25nämlich Hysterie, eine Diagnose, die
- 11:28jahrzehntelang genutzt wurde, um alles
- 11:30einfach zu erklären, was man bei Frauen
- 11:32nicht verstanden hat. Aber gut, ist
- 11:34bestimmt nur Zufall, dass sich genau
- 11:36diese Denkweise in abgeschwächter Form
- 11:38heute immer noch hält. Da berichten mehr
- 11:40Frauen davon, sich beim Arzt nicht ernst
- 11:42genommen zu fühlen, aber natürlich sind
- 11:44nicht nur Frauen davon betroffen. Ich
- 11:46bin auf einen relativ aktuellen Fall
- 11:47gestoßen, über den RTL berichtet hat und
- 11:49dabei geht es um den 24-jährigen Tychos,
- 11:52der an Darmkrebs verstorben ist, weil
- 11:54dieser zu spät diagnostiziert wurde.
- 11:56Sie hat ihr Kind verloren. Dabei war
- 11:59Tycho erst 24 Jahre alt, doch er hatte
- 12:02keinen tragischen Unfall, sondern
- 12:04Darmkrebs, der zu spät erkannt wurde.
- 12:07Also, er war öfters beim Hausarzt, hat
- 12:09hal selber gefragt, können Sie mich
- 12:11bitte untersuchen auch auf Darmkrebs,
- 12:13weil ich habe hal Blut im Stuhl, ich
- 12:14habe ständig diese Bauchschmerzen und
- 12:17ich möchte halt sicher sein, dass halt
- 12:18nichts, also dass da nichts los ist, ne?
- 12:21Wurde halt immer wieder nach Hause
- 12:23geschickt, wurde immer wieder gesagt, äh
- 12:25machen wir nicht, du bist zu jung, es
- 12:27ist ein Reizdarm. Darmkrebs in deinem
- 12:29Alter, das gibt's eigentlich gar nicht.
- 12:30Es bleibt also nicht nur bei der
- 12:32Kommunikation oder dass man ganz schnell
- 12:34abgefertigt wird, sondern das Ganze hat
- 12:36offensichtlich reale Konsequenzen. Ich
- 12:38wollte mir also anschauen, nachdem ich
- 12:39mich mit diesen ganzen Erfahrungen
- 12:41beschäftigt habe, woher kommt das
- 12:42eigentlich? Was sind die konkreten
- 12:44Ursachen dafür? Dabei habe ich drei
- 12:46große wesentliche Bereiche
- 12:47ausgearbeitet. Vorher möchte ich aber
- 12:49noch mal ganz kurzen Schritt zurückgehen
- 12:50und darüber sprechen, wie sind wir
- 12:53eigentlich hergekommen? Ganz
- 12:54ursprünglich ist Medizin natürlich aus
- 12:56dem Bedürfnis heraus entstanden,
- 12:58Überleben zu sichern, Schmerz zu
- 13:00lindern, Erklärungen zu finden und auch
- 13:02Gemeinschaften zu schützen. In
- 13:03Deutschland haben auch schon relativ
- 13:05früh gewisse Form der Absicherung
- 13:07existiert. Im Mittelalter haben sich
- 13:09z.B. Handwerker zusammengeschlossen und
- 13:11in gemeinsame Kassen eingezahlt, aus
- 13:13denen dann Mitglieder im Notfall
- 13:15unterstützt werden konnten. Und später
- 13:17mit der Industrialisierung wurde
- 13:18Gesundheit dann plötzlich auch immer
- 13:21mehr zu einer wirtschaftlichen und
- 13:23politischen Frage. Wer krank war, konnte
- 13:24nicht arbeiten, hat Einkommen verloren
- 13:26und ist schnell in existenzielle Not
- 13:29geraten. So sind dann auch erste
- 13:30Fabrikarbeiter Krankenkassen entstanden,
- 13:33was auch im Interesse des Staates
- 13:35entstanden ist, weil ein Land natürlich
- 13:37auch Interesse daran hat, dass seine
- 13:39Bevölkerung arbeitsfähig bleibt. Ein
- 13:41entscheidender Wendepunkt und auch der
- 13:42Ursprung unseres heutigen Systems war
- 13:45die Einführung der gesetzlichen
- 13:46Krankenversicherung unter Bismark. Das
- 13:48war 1883. Sie war übrigens auch die
- 13:51erste dieser Art weltweit und das war
- 13:53erstmal natürlich etwas extrem
- 13:55fortschrittliches, aber anfangs hat sie
- 13:57sich vor allem an Arbeiter in Industrie
- 13:59und Handwerk gerichtet und nur etwa 10 %
- 14:02der Bevölkerung waren abgesichert. Im
- 14:04Laufe der Zeit wurde das System dann
- 14:06immer weiter ausgebaut und heute sind
- 14:08rund 90% der Bevölkerung gesetzlich
- 14:11krankenversichert mit mehr als 70
- 14:13Millionen Menschen und nur etwa 10 % der
- 14:15Bevölkerung und dazu zählen z.B. Beamte,
- 14:18selbständige oder Angestellte mit sehr
- 14:20hohem Einkommen sind privat versichert.
- 14:23Hier hängt der Beitrag dann ab von
- 14:25Alter, Gesundheitszustand oder auch den
- 14:27gewählten Leistungen. Man wählt also
- 14:29selbst seinen Tarif sozusagen. Bei der
- 14:31gesetzlichen Krankenversicherung
- 14:33hingegen sind die Leistungen festgelegt
- 14:35und das Ganze basiert auf dem
- 14:36Solidaritätsprinzip. Heißt einfach, wer
- 14:39mehr verdient, zahlt in der Regel mehr
- 14:41ein. Und wer krank wird, hat Anspruch
- 14:43auf medizinische Versorgung, unabhängig
- 14:45von dem eigenen Einkommen, was meiner
- 14:47Meinung nach auch ein sehr starkes
- 14:48Modell ist. Vor allem im internationalen
- 14:50Vergleich sorgt das System für eine
- 14:52breite Absicherung und beruht zumindest
- 14:54auf dem Gedanken, dass nicht einzelne
- 14:56für Krankheit aufkommen sollten, sondern
- 14:59die Gemeinschaft. Aber der Punkt ist
- 15:00auch, je größer dieses ganze System
- 15:02wurde, desto mehr musste es auch
- 15:04natürlich organisiert werden. Ganz
- 15:05frühjahr war nicht unbedingt alles
- 15:07besser, also ganz im Gegenteil, danke an
- 15:09medizinischen Fortschritt, dass sowas
- 15:11wie z.B. Pocken, die übrigens eine der
- 15:13tödlichsten Krankheiten der
- 15:14Menschheitsgeschichte waren, durch
- 15:17Impfung weltweit komplett ausgerottet
- 15:19werden konnten. Aber die Art, wie
- 15:20Medizin früher organisiert war, war
- 15:22einfach eine andere. Sie war weniger
- 15:24standardisiert und durchgetaktet und
- 15:26viel mehr noch an diese Arzt
- 15:28Patientenbeziehung gebunden. Deswegen
- 15:29höre ich von meinen Eltern auch immer
- 15:31wieder diesen Satz, dass Ärzte früher
- 15:32noch ordentlich behandelt haben und auch
- 15:35ganzheitlich geholfen haben. Im Laufe
- 15:37der Zeit hat sich Medizin natürlich
- 15:38immer weiter spezialisiert und
- 15:40technisiert und es sind ganz viele
- 15:42einzelne Fachrichtungen entstanden, neue
- 15:44Technologien, neue Diagnoseverfahren,
- 15:47was zwar Fortschritte gebracht hat, aber
- 15:50auch dazu geführt hat, dass Medizin
- 15:52immer stärker in einzelne Bereiche
- 15:54aufgeteilt wurde und immer mehr wie ein
- 15:56System funktioniert, das organisiert und
- 15:58auch effizient gesteuert werden muss.
- 16:00Und apropos Effizienz, ein anderer
- 16:02wesentlicher Punkt, der im
- 16:03Medizinbereich sehr, sehr viel verändert
- 16:05hat, ist der Wirtschaftsaspekt. Sobald
- 16:08Millionen Menschen versorgt werden
- 16:09müssen, geht es nicht mehr nur um
- 16:11Medizin, sondern auch darum, wie diese
- 16:14Versorgung organisiert und bezahlt wird.
- 16:17Also wie verteilt man begrenzte
- 16:18Ressourcen wie Zeit, Geld, Personal auf
- 16:21unendlich viele Bedürfnisse und das
- 16:23bedeutet, dass ständig entschieden
- 16:24werden muss, wer bekommt welche
- 16:26Behandlung, wie viel Zeit steht zur
- 16:28Verfügung und was ist notwendig und was
- 16:31nicht unbedingt. Deshalb gilt in
- 16:32Deutschland auch das sogenannte
- 16:34Wirtschaftlichkeitsgebot. Behandlungen
- 16:36müssen ausreichend, zweckmäßig und
- 16:38wirtschaftlich sein. So das
- 16:40Sozialgesetzbuch. Seitdem drehen sich
- 16:42eben viele Gesundheitsreformen um ein
- 16:43bestimmtes Ziel, nämlich Kosten
- 16:46kontrollieren und Kosten begrenzen. Und
- 16:48das ist eigentlich auch schon der erste
- 16:49große Bereich. Die erste große Ursache
- 16:51für dieses Medical Gas Lighting ist also
- 16:53vor allem struktureller Druck und die
- 16:56Ökonomisierung des Gesundheitssystems.
- 16:58Ein Bereich, an dem sich die
- 17:00Veränderungen im Gesundheitssystem
- 17:01besonders deutlich zeigen, ist der
- 17:03Krankenhausbereich. Hier wurde in den
- 17:05frühen 2000ern ein System eingeführt,
- 17:07das medizinische Versorgung stärker als
- 17:09zuvor nach wirtschaftlichen Prinzipien
- 17:11organisiert, nämlich das sogenannte DRGs
- 17:14System, also die Abrechnung über
- 17:17Fallpauschalen. Heißt, alle
- 17:18Krankenhäuser in Deutschland, egal ob
- 17:20jetzt öffentlich, privat oder
- 17:21gemeinnützig, sie alle bekommen nicht
- 17:24Geld pro Zeit, also pro Tag z.B.,
- 17:27sondern einen festen Betrag pro Fall.
- 17:29Fälle mit ähnlichen Diagnosen oder
- 17:31Behandlungen werden in Gruppen
- 17:32zusammengefasst und innerhalb dieser
- 17:34Gruppen gibt es dann einen festen Betrag
- 17:36und das unabhängig davon, wie lange ein
- 17:38Patient bleibt oder wie aufwendig
- 17:40einzelne Behandlungen sein können. So
- 17:42und wo genau liegt jetzt das Problem?
- 17:44Krankenhäuser verdienen einfach mehr,
- 17:46wenn sie mehr Patienten behandeln und
- 17:48Patienten schneller behandeln und
- 17:50verlieren gleichzeitig Geld, wenn
- 17:52Patienten lange bleiben oder
- 17:53Behandlungen aufwendig sind. hinzukommt,
- 17:55dass Deutschland extrem viel Geld für
- 17:57Gesundheit ausgibt, über 500 Milliarden
- 18:00Euro im Jahr. Das sind etwa 12,4% des
- 18:03Bruttoinlandsprodukts. Und das zeigt ihr
- 18:05erstmal vielleicht, dass Gesundheit in
- 18:06unserer Gesellschaft einen relativ hohen
- 18:09Stellenwert hat. Gleichzeitig bedeutet
- 18:10es aber auch, dass ein System dieser
- 18:12Größe ständig unter Beobachtung stehen
- 18:15muss. Je mehr Geld im Umlauf ist, desto
- 18:16größer ist der Druck, diese Ausgaben zu
- 18:18kontrollieren und auch möglichst
- 18:20effizient zu gestalten. Das heißt
- 18:22konkret, dass genau geregelt wird,
- 18:23welche Leistungen bezahlt werden, wie
- 18:25lange Behandlung dauern dürfen und wo
- 18:27Kosten eingespart werden sollten. Und
- 18:29dieser Druck wirkt sich natürlich ganz
- 18:31konkret auf den Alltag aus. Er zeigt
- 18:33sich in Zeitmangel, in standardisierten
- 18:35Abläufen und in der Notwendigkeit
- 18:37Entscheidungen oft sehr schnell zu
- 18:39treffen. Und das natürlich auch auf
- 18:41ambulanter Ebene. Da sieht's eigentlich
- 18:42auch ziemlich ähnlich aus. In Arztpraxen
- 18:44läuft das bei gesetzlich Versicherten
- 18:46oft so ab, dass die Praxis pro Patient
- 18:49einen festen Betrag bekommt und zwar pro
- 18:52Quartal. Dieser Betrag liegt je nach
- 18:53Fachrichtung häufig nur irgendwo
- 18:55zwischen 30 und 50 € und das unabhängig
- 18:58davon, wie oft jemand kommt oder wie
- 19:01aufwendig die Behandlung ist. Das
- 19:03bedeutet, ob du nur einmal kurz da bist
- 19:05oder fünfm innerhalb eines Quartals
- 19:07kommst, für die Praxis macht das
- 19:09finanziell meistens kaum einen
- 19:11Unterschied. Da gibt so ein paar
- 19:12Sonderregelungen oder Sonderfälle mit
- 19:15irgendwelchen Zusatzleistungen, glaube
- 19:16ich, 25 € pro gesetzlichen Patient, pro
- 19:20Quartal.
- 19:22Das heißt, wenn du jetzt gesetzlich
- 19:23versichert bist ja
- 19:24und dann kommst du in 3 Monaten so oft
- 19:27wie du willst, bekomme ich nur einmal 25
- 19:30€.
- 19:30H, das ist doch crazy.
- 19:32Was ist das denn? Das ist wirklich
- 19:33krass. Ja. Ja, deswegen w gibt's ja
- 19:35immer mehr Privatpraxen,
- 19:36weil bei einem Privatpatient rechnest du
- 19:38jedes Mal ab und auch deutlich mehr so
- 19:40der schwarz. Aber bei gesetzlichen,
- 19:42deswegen bekommt ihr keine Termine, weil
- 19:45es lohnt sich einfach nicht, aber nicht
- 19:46aus Bothaftigkeit, es tut mir wirklich
- 19:48leid, aber sondern wirklich halt, weil
- 19:51es was will man machen
- 19:52und genau da liegt ja auch ein riesiges
- 19:54Problem, denn mehr Zeit pro Patient
- 19:56bedeutet für den Arzt zwar mehr Arbeit,
- 19:58aber nicht automatisch auch mehr Geld
- 20:00und gleichzeitig ist Zeit natürlich
- 20:01begrenzt. Deshalb entsteht auch hier
- 20:03automatisch der Druck, möglichst viele
- 20:05Patienten in möglichst kurzer Zeit zu
- 20:07behandeln. Die durchschnittliche
- 20:09Gesprächsdauer in deutschen Arztpraxen
- 20:11liegt laut internationalen Vergleichen
- 20:13oft nur bei etwa 5 bis 8 Minuten. In
- 20:15dieser Zeit müssen dann Beschwerden
- 20:17geschildert, Fragen gestellt, Diagnosen
- 20:19eingeordnet und Entscheidungen getroffen
- 20:21werden, was in der Realität ja
- 20:23eigentlich so gut wie gar nicht
- 20:24umsetzbar ist, gerade wenn über 50
- 20:26Patienten an einem Tag in die Praxis
- 20:28kommen. 45 46 47 48 49 50 51 52 53
- 20:35Wenn ich Glück habe.
- 20:3853 bis 17 Uhr.
- 20:39Ja. Und heute ist verkürzte
- 20:41Sprechstunde, gell?
- 20:44Das kann man ja gar nicht schaffen
- 20:45eigentlich so richtig
- 20:46noch lebe ich.
- 20:51Haben Sie ihren Zeit zum Mittagessen?
- 20:53Nein,
- 20:54auch nicht Zeit, um auf Toilette zu
- 20:56gehen.
- 20:56Bei Privatversicherten sieht das Ganze
- 20:58übrigens ein bisschen anders aus. Da
- 21:00wird jede einzelne Leistung abgerechnet,
- 21:02also sowas wie Gespräche,
- 21:04Untersuchungen, Diagnostik und damit
- 21:06bringt ein privatversicherter Patient
- 21:08natürlich deutlich mehr Geld für eine
- 21:10Arztpraxis und auch das führt ganz
- 21:12automatisch zu einem Ungleichgewicht,
- 21:13das auch immer wieder heißt diskutiert
- 21:15wird. Ich muss ihr sehen.
- 21:18Okay, beruhigen Sie sich mal. Haben Sie
- 21:19eine versicherten Karte? Bitte sehr.
- 21:21Gesetzlich versichert. Dann kann ich
- 21:22Ihnen heute hier nicht weiterhelfen.
- 21:24Okay. Am nächsten Tag Ich hab ganz tolle
- 21:26Schmerzen.
- 21:26Okay. Und was kann ich jetzt dafür? Dann
- 21:28hätten Sie vor einer Woche einen Termin
- 21:29buchen müssen. Ich könnte Ihnen einen
- 21:30Termin anbieten in 7 Jahren. So lange
- 21:32lebe ich noch gar immer fordernder.
- 21:34Wissen Sie was? Da hinten ja ist eine
- 21:35Besenkammer. Genau neben dem rostigen
- 21:36Beuler. Da können Sie sich reinsetzen.
- 21:38Vielleicht haben Sie ja Glück und ein
- 21:39Patient kommt nicht. Dann schieben wir
- 21:40sie dazwischen und Sie können einen Satz
- 21:41mit dem Doktor sprechen.
- 21:42Hallo, ich habe ein bisschen Husten.
- 21:44Haben Sie Schmerzen?
- 21:45Nö. Bisschen trockenheiz.
- 21:47Versichertenkarte bitte. Oh, Sie sind ja
- 21:49privat versichert. Herzlich willkommen
- 21:50in unserer Praxis. Setzen Sie sich doch
- 21:52bitte da hinten auf den Ledersessel, wo
- 21:53die Jazz Musik spielt. Der Doktor kommt
- 21:55dann zu Ihnen ins Wartezimmer und ich
- 21:56bringe ihn auch gleich einen
- 21:57Pfefferminz.
- 21:58Heißt natürlich nicht, dass Ärzte jetzt
- 21:59böswillig zwischen Menschen
- 22:01unterscheiden, aber ein System, das
- 22:03Patienten einfach unterschiedlich
- 22:04vergütet, setzt natürlich auch
- 22:06unterschiedliche Anreize. Eine weitere
- 22:07Sache hier ist auch die zunehmende
- 22:09Bürokratisierung im Gesundheitssystem
- 22:11und die Frage, wie viel der eigentlichen
- 22:14Arbeitszeit überhaupt noch am Patienten
- 22:16stattfindet. Ein erheblicher Teil der
- 22:17ärztlichen Arbeitszeit findet inzwischen
- 22:19nicht mehr im direkten Patientenkontakt
- 22:21statt, sondern am Computer. Somit fehlt
- 22:24Zeit, die z.B. für Dokumentation
- 22:26aufgewendet wird im Gespräch mit dem
- 22:28Patienten.
- 22:29Als ich angefangen habe mit dem
- 22:30Medizinstudium, habe ich mir das so
- 22:31vorgestellt, dass man tatsächlich die
- 22:33Hauptzeit als Arzt am Patienten
- 22:36verbringt oder mit der
- 22:37Patientenversorgung. Und wenn man dann
- 22:39irgendwann fertig wird mit dem Studium
- 22:40und wirklich anfängt und ins Berufsleben
- 22:42startet, dann merkt man halt leider sehr
- 22:45schnell, dass das nicht hundertprozentig
- 22:47so zutreffend ist. Und ich muss sagen,
- 22:48mich hat es schon ernüchtert und ich
- 22:50bekomme das auch von vielen Kollegen
- 22:52mit, die sich eigentlich wünschen, wir
- 22:53würden gerne mehr unserer Zeit mit dem
- 22:56Patienten verbringen, mit dem sprechen,
- 22:57mit dem den Aufklären, Untersuchungen
- 23:00machen etc. Aber wir erleben oder ich
- 23:03erlebe in meinem Alltag, dass man
- 23:04einfach überflutet wird mit Aufgaben,
- 23:06die bürokratisch sind, die administrativ
- 23:08sind. Dann kommt natürlich der
- 23:10Personalmangel verschärfend dazu und da
- 23:12muss ich sagen, dass viele auch in
- 23:13meiner Generation schon sehr frustriert
- 23:16sind.
- 23:17Dann der zweite große Ursachenbereich
- 23:19liegt im medizinischen Wissen selbst und
- 23:21das erklärt auch, warum gerade Frauen
- 23:24diese Medical Gaslighting Erfahrungen
- 23:26machen. Medizin wirkt nach außen hin oft
- 23:28objektiv und neutral. Tatsächlich ist
- 23:30aber auch medizinisches Wissen
- 23:32offensichtlich historisch gewachsen und
- 23:34damit auch nicht unbedingt frei von
- 23:36blinden Flecken. Über viele Jahrzehnte
- 23:38wurden Frauen z.B. in klinischen Studien
- 23:40deutlich seltener eingeschlossen und
- 23:42geschlechtsspezifische Unterschiede
- 23:44einfach nicht sauber ausgewertet.
- 23:46Also, sie haben schon sie haben völlig
- 23:48recht. Urs ganz ganz lange wurden
- 23:51sämtliche Medikamentenstudien
- 23:53hauptsächlich ähm an gesunden Männern
- 23:56zwischen 20 und 60 gemacht. Das hat sich
- 23:59jetzt zum Glück etwas geändert, aber es
- 24:01ist immer noch nicht ausreichend genug.
- 24:03Und das hat natürlich folgen, denn wenn
- 24:05diagnostische Standards, Referenzwerte
- 24:07und Symptomverläufe an männlich
- 24:09dominierten Datensätzen entwickelt
- 24:11werden, dann entsteht natürlich ein
- 24:12Wissenssystem, in dem weibliche Symptome
- 24:15und Verläufe einfach schwerer
- 24:16einzuordnen sind. Übrigens auch ein
- 24:18kurzer Fun Fact, der eigentlich auch gar
- 24:19nicht so funny ist. Erst vor kurzem
- 24:21haben Wissenschaftler zum ersten Mal die
- 24:23gesamte Nervenstruktur der Klitoris
- 24:26vollständig und detailliert erfasst, die
- 24:28übrigens sehr, sehr lange als weniger
- 24:30relevant galt und in Lehrbüchern auch
- 24:32immer nicht ausreichend dargestellt und
- 24:33teilweise sogar komplett ignoriert
- 24:35wurde. Gleichzeitig gab es genauso eine
- 24:37Erfassung der Nervenstruktur am
- 24:39männlichen Geschlechtsorgan schon vor
- 24:41fast 30 Jahren. Heißt, wir haben
- 24:43Jahrzehnte gebraucht, um ein Organ, das
- 24:45für die Hälfte der Bevölkerung relevant
- 24:47ist, auf dem gleichen wissenschaftlichen
- 24:49Stand zu verstehen. Und diese
- 24:50Wissenslücken prägen natürlich auch die
- 24:52Realität. Gerade bei dem Thema Schmerz
- 24:54wird es deutlich, das habe ich vorhin ja
- 24:56auch schon kurz angeschnitten. Schmerzen
- 24:57von Frauen werden nachweislich häufiger
- 24:59psychologisiert und anders
- 25:01interpretiert. Also nicht nur die
- 25:03Symptome selbst werden anders bewertet,
- 25:05sondern auch die Glaubwürdigkeit der
- 25:06Person, die sie schildert.
- 25:08Besonders bei seltenen oder neuigen
- 25:11Erkrankungen berichten Frauen häufiger
- 25:13darüber, dass Mediziner den Beschwerden
- 25:15nicht wirklich auf den Grund gehen.
- 25:17Woran liegt das?
- 25:20In dem Sinne, wo ich sage, das ist ja
- 25:21nur eingebildet, das hat ja eigentlich
- 25:23keine körperliche Ursache, werde ich
- 25:25diese körperliche Ursache auch
- 25:27vielleicht nicht untersuchen und es wird
- 25:28keine Forschung dazu geben.
- 25:29Hinzukommt, dass viele Erkrankungen bei
- 25:31Frauen einfach anders verlaufen oder
- 25:33sich anders äußern als in den
- 25:34klassischen Lehrbuchbeschreibungen,
- 25:36welche Folgen diese blinden Flecken
- 25:38haben. Zeigt sich aber auch besonders an
- 25:39Endometriose.
- 25:40Ey, stell dir mal vor, du bist eine von
- 25:42190 Millionen Betroffenen von
- 25:44Endometriose. Das heißt, du hast so eine
- 25:46unheilbare Krankheit, die einfach
- 25:48wahnsinnig untererforscht ist übrigens.
- 25:50Und Gewebe, was eigentlich der
- 25:51Gebärmutters Schleimhaut ähnelt und dann
- 25:53im besten Fall auch in der Gebärmutter
- 25:55bleiben sollte, wandert einfach durch
- 25:56dein Körper, siedelt sich keine Ahnung
- 25:58an der Blase an, am Darm, also an lauter
- 26:00Stellen, wo es einfach nicht hingehört.
- 26:02Das hat dann zur Folge, dass du
- 26:03unsagbare Schmerzen hast. Ey, vielleicht
- 26:05wirst du auch niemals ein Kind bekommen,
- 26:06auch wenn du es willst. Und noch so als
- 26:08kleines Sahnehäubchen hast du auch ein
- 26:10höheres Risiko an z.B. Eierstockkrebs zu
- 26:12erkranken. Das wiederum hat zur Folge,
- 26:14dass du eine 31% höhere
- 26:16Wahrscheinlichkeit hast, frühzeitig zu
- 26:18sterben. Aber das ist ja eine richtig
- 26:20schlimme Krankheit, die total viele
- 26:21Menschen betrifft. Also nimmt die
- 26:22Wissenschaft das ja bestimmt ernst,
- 26:25oder? So soll es hier durchschnittliche
- 26:27Diagnoseverzögerung von rund 6,8 Jahren
- 26:30geben. Andere sprechen sogar von
- 26:31Verzögerung bis zu 10 Jahren. Da hatte
- 26:34meine Freundin, die monatelang Schmerzen
- 26:35hatte, bis sie die Diagnose Adonomiose
- 26:38bekommen hat, ja sogar noch Glück
- 26:39gehabt. Und auch viele Kommentare, die
- 26:40ich dazu gelesen habe, teilen einfach
- 26:42sehr, sehr ähnliche Erfahrungen. So
- 26:44heißt es hier z.B.: "Meine Frauenärztin
- 26:46meinte nur: "Ja, ihre Symptome klingen
- 26:48sehr nach Endometriose. Dagen hilft nur
- 26:50die Pille." Oder so viele Frauen haben
- 26:52es und man bekommt keine richtige
- 26:54Behandlung. Ich wurde schon zweimal
- 26:55operiert. Ärzte haben keine Ahnung und
- 26:57verschreiben einem nur Schmerzmittel.
- 26:59Habe so viel durch und letztendlich
- 27:01fühle ich mich alleinelassen. Trotz
- 27:02Ultraschall und MRT, wo man was gesehen
- 27:04hat, wurde mir gesagt, dass es weiterhin
- 27:06nur eine Verdachtsdiagnose ist. Es ist
- 27:09so anstrengend neben den Schmerzen und
- 27:10anderen Symptomen auch noch bei
- 27:12Gynäkologen und in Kliniken sich zu
- 27:14rechtfertigen und nicht ernst genommen
- 27:16zu werden. Zwar gibt es mittlerweile an
- 27:17vielen Unis eigene Module im
- 27:19Medizinstudium zu Gendermedizin, was
- 27:21eigentlich im Umkehrschluss auch
- 27:23bedeutet, dass das vorher nicht Teil der
- 27:26klassischen Standardausbildung war. Aber
- 27:27obwohl es immer mehr
- 27:28geschlechtersensible Lehre im
- 27:30Medizinstudium gibt, ist es immer noch
- 27:32unzureichend und hängt oft davon ab, an
- 27:34welcher Uni man studiert. Und in vielen
- 27:36Fällen ist es kein verpflichtendes
- 27:38Kernfach. Was ich aber auch interessant
- 27:40fand, war hier in der Doku eine Aussage
- 27:42einer Professorin.
- 27:43Wird denn der Grundstock für Medical Gas
- 27:46Lighting schon im Medizinstudium gelegt?
- 27:48Ich würde mal sagen, der Grundstock für
- 27:50Medical Gas Lighting wird eigentlich
- 27:52schon vor dem Medizinstudium gelegt,
- 27:54weil grundsätzlich können wir sagen, das
- 27:57Medical Gas Lighting ist ja eigentlich
- 28:00eine Abbildung von
- 28:01Geschlechterstereotypen, von
- 28:02Genderstereotypen,
- 28:04die im Grunde genommen in der
- 28:05Gesellschaft präsent sind und sich dann
- 28:07auch in der Medizin niederspiegeln. Also
- 28:10das heißt, klar, im Studium kann für das
- 28:12ganze Thema sensibilisiert werden, aber
- 28:14am Ende spielt unsere gesellschaftliche
- 28:16Prägung und welche Eigenschaften wir
- 28:18welchen Geschlechtern zuordnen, eine
- 28:19wesentliche Rolle dabei, wie Ärzte ihre
- 28:22Patienten behandeln. Und damit komme ich
- 28:24auch schon zum dritten großen Bereich.
- 28:25Und zwar ist es Machtgefälle,
- 28:27Kommunikation und Wahrnehmung. Dass ich
- 28:29viele im medizinischen Kontext nicht
- 28:31ernst genommen fühlen, liegt auch in der
- 28:33Art, wie die Beziehung zwischen Arzt und
- 28:36Patient aufgebaut ist. Sie ist von
- 28:37Anfang an asymmetrisch organisiert und
- 28:39nicht unbedingt auf Augenhöhe. Also
- 28:41Ärzte haben einfach eine gewisse
- 28:43Autorität und Fachwissen und
- 28:45diagnostische Macht und die Möglichkeit
- 28:47zu entscheiden, welche Beschwerde sie
- 28:49als relevant einstufen und welche nicht.
- 28:51Der Patient hingegen kommt meistens aus
- 28:53einer Situation von Unsicherheit und
- 28:55Verletzlichkeit und ist einfach darauf
- 28:57angewiesen, dass man ihm glaubt. Dadurch
- 29:00entsteht automatisch ein Machtgefälle.
- 29:02mich sowas von überhaupt nicht ernst
- 29:04genommen gefühlt. Ich habe Angst gehabt,
- 29:06ich habe Schmerzen gehabt und es sind so
- 29:08krasse Bedürfnisse, wenn jemand die
- 29:10abspricht in dem Machtverhältnis. Auch
- 29:13dieses Machtgefälle zeigt sich auch
- 29:14besonders deutlich in der Kommunikation.
- 29:17Gespräche in der Arztpraxis verlaufen
- 29:18oft so, dass der Arzt das Gespräch
- 29:21lenkt, die Fragen stellt und
- 29:22entscheidet, was relevant ist. Obwohl ja
- 29:24die betroffene Personen, die vielleicht
- 29:26Wochen, Monate oder sogar Jahre und das
- 29:29jeden einzelnen Tag mit bestimmten
- 29:31Beschwerden und Symptomen lebt.
- 29:33Sie sieht einen Grund für Medical Gas
- 29:35Lighting im oft sehr hierarchischem
- 29:37Arztpatientenverhältnis.
- 29:40In Deutschland wird das medizinische
- 29:43Wissen immer noch sehr stark nur bei
- 29:44Ärztinnen und Ärzten gesehen, was ja
- 29:46auch stimmt. Wir wissen sehr viel über
- 29:47Erkrankungen, aber die Wahrnehmung von
- 29:49Patientinnen und Patienten als
- 29:51Expertinnen ihrer eigenen Erkrankungen,
- 29:54die jeden Tag 24 Stunden am Tag, 7 Tage
- 29:57in der Woche, 365 Tage im Jahr mit ihrer
- 30:00chronischen Erkrankung leben und dass
- 30:01das auch eine Expertise ist, die
- 30:03eigentlich in eine gleichwertige
- 30:05Beziehung mit eingenommen werden müsste.
- 30:08was sozusagen die Hierarchie in der
- 30:09Beziehung verändert. Das ist eigentlich
- 30:11ein grundlegender und damit möchte ich,
- 30:13das möchte ich hier noch mal betonen,
- 30:14wirklich keinem Arzt irgendwie
- 30:16Boshaftigkeit unterstellen. Das ist ganz
- 30:18offensichtlich eine Folge von Zeitdruck.
- 30:21Was ich mich aber bei manchen Ärzten
- 30:22frage, ist wie sie sich dazu eigentlich
- 30:24entschieden haben, mit Menschen
- 30:25zusammenzuarbeiten, bzw. sogar an
- 30:27Menschen zu arbeiten, weil ja natürlich
- 30:29kann jemand eine krasse Expertise und
- 30:31extrem viel Ahnung von seinem Fach
- 30:33haben, aber auch wie kommuniziert wird
- 30:35und wie der Umgang mit Patienten ist,
- 30:37spielt meiner Meinung nach so eine
- 30:39riesige Rolle. Faktoren wie zuhören
- 30:41ernst genommen werden und ein
- 30:42empathischer Umgang haben einfach so
- 30:44einen großen Einfluss darauf, ob
- 30:46Patienten sich verstanden fühlen. Und
- 30:48wie im Part davor schon erwähnt, ist die
- 30:50Wahrnehmung von Medizinern natürlich
- 30:52auch nicht vollständig objektiv. Auch
- 30:54Ärzte so wie wir alle wahrscheinlich
- 30:56unterliegen kulturell und sozial
- 30:58geprägten Vorannahmen und Vorurteilen.
- 31:00Auch Rassismus oder Fettfeindlichkeit
- 31:02z.B. sind hier einfach riesige Probleme,
- 31:05über die man gefühlt ein eigenes Video
- 31:06machen könnte. Deswegen das würde jetzt
- 31:08hier den Rahmen sprengen, aber ich
- 31:10wollte es trotzdem noch mal kurz erwähnt
- 31:11haben. Diese Verzerrungen passieren
- 31:13natürlich meist unterschwellig, aber
- 31:14haben trotzdem reale Auswirkung darauf,
- 31:17wie Beschwerden eingeordnet und
- 31:19behandelt werden. Wenn man also diese
- 31:20ganzen Ursachen zusammennimmt, wird
- 31:22vielleicht so ein bisschen
- 31:23verständlicher, warum das Thema Medical
- 31:25Gas Lighting gerade für so viele so
- 31:27präsent ist. Für Patienten kann die
- 31:29Erfahrung nicht ernst genommen zu
- 31:31werden, bedeuten, dass sie z.B.
- 31:32anfangen, an ihrer eigenen Wahrnehmung
- 31:35zu zweifeln oder ihre Beschwerden zu
- 31:37relativieren. In der Folge werden
- 31:39Symptome später angesprochen oder
- 31:41Arztbesuche sogar ganz vermieden.
- 31:43Gleichzeitig leiden auf der anderen
- 31:44Seite natürlich auch die Ärzte und
- 31:46medizinisches Personal unter der
- 31:48Situation. Der hohe Arbeitsdruck,
- 31:49Zeitmangel und strukturelle Vorgaben
- 31:51führen einfach dazu, dass für
- 31:53ausführliche Gespräche und ausführliche
- 31:56Behandlungen oft wenig Raum bleibt. Das
- 31:58wofür eigentlich ganz ganz viele
- 32:00Menschen ursprünglich Medizin studiert
- 32:02haben und das kann emotional auch extrem
- 32:04belastend sein. Es ist also klar, dass
- 32:06Veränderungen auf ganz vielen
- 32:08verschiedenen Ebenen ansetzen müssen und
- 32:09auch aus Patientensicht gibt es da ein
- 32:11paar Möglichkeiten. Ich will damit jetzt
- 32:12natürlich nicht sagen, dass die
- 32:14Verantwortung alleine beim Patienten
- 32:15liegt, aber es gibt wie gesagt auch ein
- 32:18paar Dinge, die wir machen können. Okay,
- 32:20ich würde sagen, ich belasse das Video
- 32:21jetzt dabei. Danke wie immer, falls ihr
- 32:23es bis hier geschafft habt. Und wie
- 32:24immer freue ich mich natürlich, wenn ihr
- 32:26eure ganzen Gedanken und vielleicht auch
- 32:28eure persönlichen Erfahrungen zu dem
- 32:29Thema unten in den Kommentaren teilt.
- 32:31Gerade bei dem Thema ist es, glaube ich,
- 32:32einfach super wertvoll, wenn immer und
- 32:34immer wieder über diese ganzen
- 32:35Erfahrungen gesprochen wird, damit sich
- 32:37am Ende hoffentlich auch ein bisschen
- 32:39was verändert. Und ich hoffe auch, dass
- 32:40ich auch einen kleinen Beitrag mit dem
- 32:42Video dazu leisten konnte, dass einfach
- 32:44mehr Bewusstsein für das Thema da ist.
- 32:46Danke auch noch mal an Sunday Natural
- 32:47für das Sponsor des Videos. Vergesst,
- 32:49wie gesagt, nicht da mal vorbeizuschauen
- 32:51und euch bei eurem nächsten Einkauf die
- 32:5310 % zu sichern. Vergesst aber vor allem
- 32:55nicht noch diesem Video hier ein Like
- 32:56und ein Hype daz lassen und den Kanal zu
- 32:58abonnieren, damit wir uns hoffentlich
- 32:59ganz ganz bald wieder sehen zu einem
- 33:01neuen Video hier. Genau hier bei mir.
- 33:03Bye.
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This page contains the full transcript of Wenn Ärzte dich nicht ernst nehmen – das steckt wirklich dahinter by Katharina Kin, generated from the public captions YouTube serves with the video. The transcript has 5,742 words across 1,035 segments, with the original timestamps preserved so you can click any line to jump to that moment in the embedded player.
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