Unser Gehirn - Aufbau und Funktion einfach erklärt — Transcript
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- 0:00Das Gehirn ist eines der kompliziertesten Konstrukte des bekannten Universums und
- 0:03trotzdem - oder vielleicht auch gerade deswegen - ist es auch (noch) das einzige
- 0:07was über sich selbst nachdenken kann und zumindest versuchen kann sich selbst zu
- 0:10verstehen. In diesem Video geht es genau um die Neuroanatomie - also aus welchen
- 0:14Abschnitten das Gehirn aufgebaut ist und welche Funktion diese haben.
- 0:20Moin, ich bin Janis und hier auf dem Kanal geht's immer um unser Gehirn und deswegen ist es auch
- 0:24nicht schwer zu erraten dass ich absolut fasziniert bin von unserem Gehirn, so sehr
- 0:28dass ich sogar Medizin studiert habe, die letzten zwei Jahre in der Neurologie gearbeitet habe,
- 0:32und sogar meine Doktorarbeit in der Neuro-Anatomie geschrieben habe. Und trotzdem würde es absolut
- 0:38nicht stimmen zu behaupten, dass ich das Gehirn wirklich verstehe. Aber die Grundlagen vom Gehirn
- 0:42die müssen nicht kompliziert sein und die sind trotzdem spannend und genau die kommen jetzt.
- 0:46Also, wenn wir einmal richtig rauszoomen, dann ist ja unser ganzer Körper komplett durchzogen
- 0:51von unserem Nervensystem. Und da können wir unterscheiden einmal das zentrale Nervensystem
- 0:55mit Gehirn und Rückenmark von dem peripheren Nervensystem mit den Spinalnerven und den
- 1:00Hirnnerven. Die verkabeln quasi das zentrale Nervensystem mit den Muskeln
- 1:03und den anderen peripheren Organen. Und wenn wir die jetzt aber einmal alle weglassen und dann dem
- 1:07Rückenmark von unten nach oben folgen, dann kommen wir beim Gehirn an. Das fängt definitionsgemäß
- 1:12an der Stelle an, direkt über dem obersten Spinalnerven, da wo der austritt. Da drunter:
- 1:17Rückenmark, darüber ist Gehirn. Und auch beim Gehirn macht das Sinn, wenn wir uns das einmal
- 1:21von unten nach oben schrittweise angucken. Denn so ist es entwicklungsgeschichtlich mehr
- 1:25oder weniger entstanden und so lassen sich dann auch die Abschnitte und die Funktionen ganz gut
- 1:29zuordnen. Und als allererstes kommt da der Hirnstamm. Der ist ganz sinnvoll benannt,
- 1:34denn der ist quasi wie ein kleiner Stamm der oben dann seine Baumkrone hat, das ist das Großhirn,
- 1:39und hinten noch so eine kleine seitliche Baumkrone dran, das ist das Kleinhirn. Und die verbindet er
- 1:44zum einen miteinander und zum anderen auch nach unten mit dem Rückenmark und dann quasi indirekt
- 1:48mit den Spinalnerven, also letztendlich wie ein Baumstamm auch die Äste, die Baumkrone
- 1:53und die Wurzeln miteinander verbindet. Und auch wenn die überragenden und spannenden Leistungen
- 1:57des menschlichen Gehirns zwar hauptsächlich an anderen Stellen erbracht werden, ist der Hirnstamm
- 2:01trotzdem essentiell, denn ohne ihn wäre kein Überleben möglich. Also zum einen, weil er die
- 2:05ganzen Bahn durchleitet, aber vor allen Dingen auch weil die meisten unserer unbewussten aber
- 2:09lebensnotwendigen Funktionen dort lokalisiert sind. Also ist er letztendlich die Steuerzentrale
- 2:13von vielen wichtigen Vitalfunktionen und von vielen lebensnotwendigen Reflexen,
- 2:17also zum Beispiel von unserer Kreislauffunktion, steuert mit dem Blutdruck und die Herzfrequenz
- 2:22und die Atmung. Und an Reflexen zum Beispiel Husten, Schlucken, oder Brechen. Das heißt,
- 2:26jede wirklich größere Schädigung vom Hirnstamm ist absolut lebensbedrohlich,
- 2:29während bei einer größeren Schädigung vom Großhirn Überleben durchaus noch möglich sein kann. Selbst
- 2:34wenn quasi das ganze Großhirn kaputt ist, kann es im Wachkoma manchmal noch sein,
- 2:38dass durch den Hirnstamm das Überleben trotzdem weiter aufrechterhalten wird. Aber dann ist halt
- 2:42kein Bewusstsein mehr möglich. Also um wirklich ein Leben führen zu können, wie wir das wollen,
- 2:46brauchen wir auf jeden Fall beides - Hirnstamm und Großhirn. Und was eigentlich ganz beeindruckend
- 2:50ist zum Hirnstamm, ist dass er tatsächlich nur ungefähr so groß ist wie unser Daumen. Und weil
- 2:54er der entwicklungsgeschichtlich älteste Teil ist, fallen auch die Unterschiede zwischen Tier
- 2:58und Mensch hier relativ gering aus. Man kann den Hirnstamm noch unterteilen in drei verschiedene
- 3:02Abschnitte und die gucken uns jetzt noch einmal einzeln an. Also los geht's wie wir ja gesagt
- 3:06hatten über dem ersten Spinalnerven. Darüber kommt dann die Medulla oblongata, das heißt zu
- 3:11Deutsch das "verlängerte Mark" - also auch eine sinnvolle Bezeichnung weil das Rückenmark sich
- 3:16da quasi nach oben verlängert. Und außer dieser Definition wo es los geht, die Abgrenzung von
- 3:20den beiden voneinander gar nicht so leicht ist. Als nächstes kommt darüber dann die Brücke. Auf
- 3:24Lateinisch ist das der Pons und so kann man sich übrigens ganz gut als Kenner outen wenn man sagt
- 3:29der Pons obwohl es die Brücke auf Deutsch heißt, weil auf Lateinisch ist "der" dann korrekt auch
- 3:34wenn ich Latein hatte, aber so wurde es mir gesagt und das sagen immer alle falsch - also
- 3:38Geheimtipp... Und die Brücke die ist zum einen gut erkennbar, weil es einfach diese Querwulst
- 3:43ist. Der Name macht auch irgendwie wieder Sinn, weil es aussieht wie so eine Brücke die da drüber
- 3:46zieht über den restlichen Hirnstamm. Und wenn wir einmal von hinten auf den Hirnstamm gucken,
- 3:51dann sehen wir, dass die Brücke da ziemlich dick verbunden ist mit dem Kleinhirn, was hier
- 3:55dem Hirnstamm quasi so von hinten aufliegt. Diese Verbindung das sind die Kleinhirnstiele
- 3:59und die geben uns eigentlich auch schon die Hauptfunktion von der Brücke: nämlich dass sie
- 4:03eine Umschaltstation ist von Informationen die z.B. vom Großhirn oder auch vom Rückenmark zum
- 4:08Kleinhirn hin müssen und dann vom Kleinhirn auch wieder zurück und wieder an irgendwelche anderen
- 4:12Ziele müssen. Diese Verbindungen sind ja ganz schön dick, was sind das also für Informationen
- 4:15die da alle ins Kleinhirn hinein müssen? Letztendlich mehr oder weniger alles was mit
- 4:20unserer Motorik und unserer Bewegung zu tun hat. Also das Kleinhirn ist vor allem zuständig für
- 4:24die Koordination und für die Feinabstimmung von unseren Bewegungen. Auch wenn viel von
- 4:28der Bewegungsplanung auch in unserem Großhirn funktioniert, aber ohne das Kleinhirn klappt
- 4:32das alles nicht so richtig. Ihr habt vielleicht schon mal freiwillig oder auch weniger freiwillig
- 4:36die Funktion vom Kleinhirn an eurem eigenen Körper quasi getestet - nämlich wenn man wirklich stark
- 4:41betrunken ist. Die ganzen Koordinationsstörungen die dann auftreten, die sind größtenteils dadurch
- 4:46bedingt, dass das Kleinhirn nicht mehr so richtig funktioniert. Das ist nämlich ziemlich anfällig
- 4:50für Alkohol. Und das ist letztendlich auch der Grund warum die Untersuchung von Polizisten in
- 4:54der Verkehrskontrolle oder von Neurologen in der Notaufnahme also z.B. dieses auf einem Strich
- 4:59laufen, oder mit dem Finger gucken wie gut man die Nase treffen kann, ziemlich ähnlich sind. Beide
- 5:03wollen eigentlich herausfinden ob das Kleinhirn richtig funktioniert. Der Neurologe aber um zu
- 5:08gucken, ob irgendeine neurologische Erkrankung dahinter steckt, und der Polizist wahrscheinlich
- 5:12eher weil er nach dem Alkohol gucken will. Jetzt hoffen wir aber mal, euer Kleinhirn hat
- 5:15die Polizei-Kontrolle überstanden. Dann gibt's noch ein super spannenden Fakt zum Kleinhirn.
- 5:20Dazu müssen wir aber erst noch einmal ein bisschen rausgehen, oder eigentlich reingehen,
- 5:24in das Ganze. Nämlich generell ist das Ganze Nervensystem ja aus ganz ganz vielen kleinen
- 5:28Nervenzellen aufgebaut. Man schätzt, dass das menschliche Gehirn aus so etwas 86 Milliarden
- 5:33Nervenzellen besteht, also über 10 Mal so viel wie wir Menschen auf der Erde haben. Und was denkt
- 5:39ihr, wie viel von diesen Nervenzellen eigentlich im Kleinhirn lokalisiert sind? Tatsächlich über
- 5:4450%. Das wirkt irgendwie komisch - weil das ist ja relativ klein im Vergleich zum Großhirn. Aber das
- 5:49funktioniert letztendlich durch zwei Tricks: zum einen ist einfach die Population von den
- 5:53ganzen Nervenzellen ziemlich divers. Also da gibt's ganz viele verschiedene und vor allen
- 5:57Dingen ganz große und ganz kleine und im Kleinhirn gibt's ganz viele von diesen Körnerzellen. Und die
- 6:02sind einfach ziemlich klein im Vergleich. Das heißt, davon passen viele ins Kleinhirn rein.
- 6:05Aber es gibt noch einen weiteren Trick damit das auch wirklich passt. Und dafür müssen wir uns so
- 6:09eine Nervenzelle noch mal angucken. Die besteht ja letztendlich aus drei entscheidenden Dingen:
- 6:13also einmal dem Zellkörper und dann zwei Fortsätzen. Auf der einen Seite des Axon. Das ist
- 6:18letztendlich der Fortsatz, wo die Informationen elektrisch weitergeleitet wird. Das zweigt sich
- 6:22dann auf und dann bindet es an andere Nervenzellen und sendet die Informationen dann chemisch an
- 6:27diese weiter über die Synapsen. Und am anderen Ende hat die Nervenzelle diesen anderen Fortsatz,
- 6:31den Dendritenbaum. Das ist genau das, wo dann diese Synapsen von anderen Nervenzellen wieder
- 6:34ankommen. Und mit diesen Nervenzellen da hat die Evolution anscheinend herausgefunden,
- 6:39dass es nicht so wahnsinnig gut funktioniert wenn man die einfach so chaotisch zusammenklumpt und
- 6:43alle ins Gehirn reinsteckt. Sondern die sind tatsächlich fein säuberlich sortiert. Und so
- 6:47ist es, dass diese ganzen Zellkerne sich an einer Stelle immer sammeln. Und dass dann die Axone,
- 6:52die teilweise sehr weit laufen müssen bis sie bei ihrer Zielzelle ankommen, relativ
- 6:56geordnet und getrennt davon verlaufen. Und diese Stellen wo sich diese Nervenzellkörper sammeln,
- 7:01die sehen auch tatsächlich anders aus. Die sind etwas dunkler, das sind also wirklich eure grauen
- 7:05Zellen also die graue Substanz. Auch wenn das tatsächlich beim lebenden Menschen meistens
- 7:09eher etwas rosa aussieht und nicht so grau. Und die Bereiche wo dann nur die Axone durchlaufen,
- 7:13das ist dann die weiße Substanz. Wenn man jetzt ganz viele von diesen Nervenzellkörpern an
- 7:17einer Stelle versammeln will, dann kann man das natürlich entweder in so einem Klumpen machen,
- 7:20das gibt es auch, ne das sind zum Beispiel dann die Hirnnervenkerne im Hirnstamm, oder
- 7:24die Basalgangien im Großhirn und auch im Kleinhirn gibt es ein paar kleine davon. Aber eine weitere
- 7:29Möglichkeit ist es die ganzen Nervenzellkerne in so einer Schicht anzuordnen. Und das ist
- 7:33ganz entscheidend sowohl im Kleinhirn als auch im Großhirn. Also wenn wir uns dieses Kleinhirn
- 7:36mal so angucken, dann hat das ja ganz ganz viele ganz feine Furchen und feine Erhebungen. Und wenn
- 7:41wir das einmal schräg durchschneiden, dann sieht man, das wirklich oben an der Oberfläche dieses
- 7:45gräuliche Band ist. Das ist die graue Substanz, das ist die Hirnrinde vom Kleinhirn. Und genau
- 7:49da sammeln sich auch diese ganzen unzähligen Körnerzellen. Und das ist der zweite Trick,
- 7:53dass das Kleinhirn einfach so wahnsinnig gefaltet ist, weil es halt gerne das so organisiert, dass
- 7:57die ganzen Zellkörper an der Oberfläche in diesem Band, in diesem Krotex, drin stecken. Und wenn das
- 8:01Kleinhirn einfach eine Kugel wäre, dann wäre ja ziemlich wenig Oberfläche da, aber durch diese
- 8:04starke Fältelung hat es sehr viel mehr Oberfläche und dadurch passen diese ganzen Zellen dann auch
- 8:08geordnet und wunderschön sortiert da rein. Aber damit genug zum Kleinhirn. Jetzt gehen wir noch
- 8:13mal zurück zum Hirnstamm, da fehlt noch der dritte und letzte Teil. Das ist das Mittelhirn,
- 8:17oder das Mesencephalon. Und das sieht eigentlich auch ganz interessant aus. Also von vorne sehen
- 8:22wir einmal hier diese Hirnschenkel, so heißen die tatsächlich. Und wenn wir von hinten draufgucken,
- 8:26das Kleinhirn einmal ausblenden, dann sehen wir die Vierhügelplatte mit wirklich diesen
- 8:31vier Erhebungen. Und bei Vögeln und Reptilien ist das Mittelhirn super wichtig. Da enden ganz viele
- 8:36Bahnen von Sinnesorganen: also die Sehbahn, die Hörbahn und auch die von der Sensibilität
- 8:40und werden dann da wirklich endgültig weiter verarbeitet. Dafür hat bei uns bei uns Menschen
- 8:45der Platz im Mittelhirn nicht ausgereicht, das wurde größtenteils an den Cortex vom Großhirn
- 8:49ausgelagert. Aber auch wenn das arme Mittelhirn diese ganzen Funktionen bei uns abgeben musste,
- 8:53bleibt das trotzdem immer noch wichtig, wie eigentlich alles im Gehirn, da wird kein Platz
- 8:57verschwendet. Was jetzt z.B. noch übrig bleibt, ist die Steuerung von unseren Augenmuskeln. Und
- 9:01wenn man einmal quer durchschneidet, dann sieht man hier auf beiden Seiten so'n Bereich der etwas
- 9:04schwärzer ist, das liegt daran, dass das eine Ansammlung von Nervenzellen ist, die
- 9:08etwas mehr Eisen haben als die sonstigen Zellen. Dadurch sieht das so dunkel aus. Und das ist die
- 9:12Substantia nigra, die kann man schon mit zu den Basalganglien zählen, die auch wieder wichtig für
- 9:16die Bewegung sind. Und wenn die Substantia nigra nicht mehr richtig funktioniert, dann führt das
- 9:19zur Parkinson-Krankheit. Über dem Mittelhirn endet dann der Hirnstamm, der ist jetzt also abgehakt.
- 9:23Aber es kommt noch nicht direkt das Großhirn was man hier sieht, sondern es gibt noch einen
- 9:27Bereich dazwischen. Das ist passenderweise das Zwischenhirn, oder auf griechisch der Fachbegriff
- 9:31ist das Diencephalon. Und da wird es schon richtig spannend. Also das Zwischenhirn, das besteht aus
- 9:36mehreren Ebenen, die alle irgendwie Thalamus mit im Namen haben. Das ist einmal der Thalamus
- 9:40wirklich selbst, dann z.B. noch der Hypothalamus und der Epithalamus und noch einige weitere. Aber
- 9:45das sind eigentlich die Spannendsten. Fangen wir mal mit dem Hypothalamus an. Der sitzt hier vorne
- 9:49über der Hypophyse und der ist eigentlich die wichtigste Schnittstelle zwischen unserem Gehirn
- 9:54und unserem weiteren Körper. Also er ist die Steuerzentrale von dem vegetativen Nervensystem
- 9:59und der steuert auch die Hypophyse, wo dann ganz viele Hormone ausgeschüttet werden. Und so steuert
- 10:05der Hypothalamus ganz wichtige Verhaltensweisen, wie z.B. Hunger, Durst, Schlafen und Wachsein und
- 10:11auch unsere Sexualverhalten. Und gucken wir aber einmal von der Hypophyse die hier dran hängt,
- 10:15der vorderen Drüse, nach hinten an das Zwischenhirn, dann gibt es da auch noch
- 10:19eine Drüse und das ist die Epiphyse, oder zu Deutsch die Zirbeldrüse. Die heißt Zirbeldrüse,
- 10:23weil sie wohl so ähnlich aussieht wie so ein Zapfen von der Zirbelkiefer. Und die Zirbeldrüse,
- 10:29das ist wahrscheinlich so mit die Region vom Gehirn, um die sich die meisten Mythen ranken.
- 10:33Das liegt wahrscheinlich daran, dass es die eine Struktur vom Gehirn ist, die ziemlich in der Mitte
- 10:37liegt und die es als eine von den ganz wenigen Strukturen nicht doppelt gibt. Ne, das meiste
- 10:42ist im Gehirn ist eigentlich gespiegelt, auf der linken und auf der rechten Seite. Und weil die
- 10:45Zirbeldrüse aber genau in der Mitte liegt, gibt's die halt nur einmal. Und das hat unter anderem
- 10:49schon den französischen Philosophen René Descartes dazu gebracht, dass er vermutet hat, dass das der
- 10:53Sitz der Seele ist. Diese ganzen Mythen, viele von denen halten sich auch heutzutage noch ziemlich
- 10:58stark, da ist nicht so viel dran, aber was die Epiphyse wirklich macht und was auch wichtig ist,
- 11:02ist dass sie Melatonin ausschüttet und dadurch unseren Schlaf- und Wach-Rhythmus steuert. Und
- 11:07das letzte große Element vom Diencephalon, vom Zwischenhirn, ist der Thalamus. Der liegt hier
- 11:12quasi mehr in der Mitte, auf beiden Seiten, ne - nicht wie die Epiphyse,
- 11:15gibt es den nicht nur einmal, sondern gleich zweimal. Und der Thalamus, das ist quasi so der
- 11:19der Türsteher von unserem Gehirn. Also alles, was wir irgendwie sehen, hören, schmecken oder fühlen,
- 11:24das will ja irgendwie zu unserer Großhirnrinde, damit uns das ganze bewusst werden kann und damit
- 11:30wir bewusst damit etwas anfangen können. Aber weil das wahnsinnig viele Informationen sind,
- 11:34müssen die alle erstmal durch den Thalamus durch und der sortiert dann ordentlich aus was ins
- 11:38Großhirn rein kann und was nicht rein kann. Und ohne den Thalamus kommt da nichts durch. Wenn der
- 11:42Thalamus aber gut gelaunt ist und die Information durchlässt, dann geht's ins Großhirn und das ist
- 11:47das was ja uns Menschen auch wirklich besonders ausmacht. Also, im Unterschied zum Hirnstamm, ist
- 11:52hier der Unterschied zur Maus auch ganz deutlich, allein schon von der Größe. Und bei Menschen macht
- 11:57das Großhirn tatsächlich so 80 bis 85 % von der gesamten Masse von unserem Gehirn aus. Und es
- 12:02ist auch der am weitesten differenzierte, also der am weitesten und am neuesten entwickelte,
- 12:06Teil unseres Gehirns. Und besonders spannend davon ist die Großhirnrinde, der Cortex. Die Tatsache,
- 12:11dass ihr mich gerade sehen könnt und mich hören könnt und hoffentlich sogar versteht was ich
- 12:15sage - und euch vielleicht sogar etwas davon merken könnt - für alles davon ist der Cortex
- 12:20essentiell. Und der ist erstmal riesig. Ne, der überzieht hier wirklich hier das gesamte Großhirn.
- 12:24Aber verschiedene Bereiche haben verschiedene Aufgaben. Und dank seiner Windungen und den
- 12:29Furchen von denen zumindest die ganz großen auch eigentlich bei allen Menschen ziemlich ähnlich
- 12:33sind, kann man diese verschiedenen Bereiche auch ziemlich gut, eigentlich auch schon makroskopisch,
- 12:37unterscheiden. Die Fachbegriffe sind dafür vielleicht auch noch ganz nützlich. So eine
- 12:40Furche nennt man beim Großhirn Sulcus und so eine Windung nennt man Gyrus. Nicht Gyros,
- 12:45sondern Gyrus mit U. Und so lässt sich das Großhirn dann erstmal aufteilen in vier große
- 12:50Lappen. Das ist einmal der Frontallappen, dann der Parietallappen, der Occipitallappen und der
- 12:55Temporallappen. Und dann gibt's das Ganze doppelt wie ja die meisten Dinge im Gehirn. Das heißt,
- 12:59es gibt eine linke Hemisphäre und eine rechte Hemisphäre. Und die sind verrückter Weise
- 13:03weitgehend voneinander getrennt. Aber es gibt eine wirklich große Verbindung, das ist der Balken in
- 13:07der Mitte. durch den laufen etwa 200 Millionen Nervenfasern. Und bei Menschen die eine schwere
- 13:14Epilepsie hatten, wurde das früher manchmal gemacht, dass dieser Balken durchtrennt wurde.
- 13:17Das verrückte dabei ist, dass diese Menschen im Alltag kaum Auffälligkeiten gezeigt haben. Also
- 13:21tatsächlich konnten die ziemlich gut auch ohne diese Verbindung, ohne diesen Balken,
- 13:25leben. Aber bei genaueren Untersuchungen hat man dann doch herausgefunden, dass die Verbindung
- 13:28natürlich wichtig ist und nicht umsonst da ist. Es gibt da ganz verrückte Dinge, weil die Funktion
- 13:35der beiden Hirnhälften teilweise unterschiedlich aufgeteilt ist. Also vieles machen sie auch
- 13:39jeweils identisch und verrückter Weise jeweils für die andere Körperhälfte meistens. Aber eine
- 13:44Sache die z.B. nicht mehr funktioniert hat, ist wenn diese Menschen in ihrem linken Gesichtsfeld
- 13:49irgendetwas gesehen haben, z.B. einen Apfel, dann wurde diese Information so weitergeleitet,
- 13:55dass die letztendlich rechts im Gehirn angekommen ist im Occipitallappen, auch unabhängig von dieser
- 14:00Durchtrennung von dem Balken. Dort wurde der Apfel dann quasi erkannt als Bild. Aber die
- 14:04Benennung, die erfolgt in der Regel in der linken Hirnhälfte und das hat dann nicht mehr geklappt,
- 14:08dass diese Information von dem Bild dann nach links zu dem Sprachzentrum rüber kam.
- 14:11Das heißt die Menschen konnten diesen Apfel, den Sie im linken Gesichtsfeld gesehen haben,
- 14:14dann nicht mehr benennen. Das war jetzt schon ein bisschen ein Vorausgriff darauf,
- 14:17welche Funktionen an welchen Stellen so verteilt sind im Gehirn. Gucken uns noch mal die spannenden
- 14:22Dinge genauer an. Wir fangen mal ganz hinten an beim Occipitallappen, oder zu Deutsch,
- 14:26wenn man so will, der Hinterkopflappen. Und die Aufgabe von dem ist ganz simpel, ganz eindeutig,
- 14:30der ist für's Sehen zuständig. Das ist ein bisschen komisch konstruiert -± die Augen
- 14:34sind vorne und die Gehirnregion die für's Sehen zuständig ist, ist ganz hinten. Warum das so ist,
- 14:39ist schwer zu sagen, aber es funktioniert. Und die Informationen, die wir dann mit unseren Augen
- 14:43aufnehme,n die werden gesteuert erstmal durch den Thalamus, durch den Türsteher, natürlich
- 14:47und kommen dann hinten im Occipitallappen an. Und da sehen wir schon ein spannendes Prinzip. Denn,
- 14:53damit wir dann tatsächlich etwas erkennen und einen Sinn daraus machen können, was wir sehen,
- 14:57ist das ein mehrstufiger Prozess der ablaufen muss. Erstmal landet diese Information im primären
- 15:01visuellen Kontext wo sie weiter verarbeitet wird. Aber das reicht noch nicht aus, sondern
- 15:05dann gibt es weitere Cortex-Areale, auch erstmal noch im Occipitallappen, die sich dann sekundäre
- 15:10und auch weitere Assoziationskortizes nennen. Und erst durch diese mehrstufige Verarbeitung
- 15:14in denen - und dann sogar noch Weiterleitung in den Parietal- und in den Temporallappen,
- 15:18können wir letztendlich wirklich etwas damit anfangen was wir sehen. Gucken wir doch direkt
- 15:21mal weiter zum Parietallappen. Der liegt davor und geht nach vorne bis hin zur Zentralfurche,
- 15:26bis zum Sulcus centralis. Und der Parietallappen, der ist zuständig für unsere ganze Sensibilität.
- 15:32Und wir kennen ja inzwischen die Logik. Auch hier gibt es wieder einen Bereich an dem die
- 15:35Information als erstes ankommt. Also die sensible Information, zum Beispiel von unserer Haut vom
- 15:39ganzen Körper, die kommt hier ganz vorne an, in dem Gyrus postcentralis. Für die weitere
- 15:44Verarbeitung der sensiblen Information braucht der dann auch wieder Unterstützung. Und so der
- 15:48hintere Bereich vom Parietallappen, der fasst die verschiedenen Wahrnehmungen zusammen - nicht nur
- 15:52die Sensibilität, sondern auch das visuelle und auch das auditive von unseren Ohren,
- 15:56und baut uns daraus so ein 3D-Bild, eine Gesamtwahrnehmung von uns und von unserer
- 16:01Umgebung. Wenn diese Region nicht mehr funktioniert, z.B. nach einem Schlaganfall,
- 16:05dann kommt es zu einem ganz verrückten Phänomen, insbesondere wenn die rechte Seite betroffen ist,
- 16:09nämlich zu einem sogenannten Neglect. Und das heißt, dass Dinge die man wahrnimmt - es kreuzt
- 16:15ja quasi wieder alles im Gehirn - das heißt Dinge von der Gegenseite, die man da sieht,
- 16:18hört, oder fühlt, obwohl man die eigentlich noch wahrnehmen könnte, werden die nicht mehr richtig
- 16:23in dieses 3D-Bild eingebaut und werden deswegen nicht mehr richtig erkannt. Das heißt, wenn zum
- 16:28Beispiel jemand sich mit einem Betroffenen unterhält und auf der linken Seite steht,
- 16:32dann kann es sein, dass sie den überhaupt nicht wahrnehmen - nicht hören, nicht sehen - obwohl das
- 16:36eigentlich vom restlichen Gehirn her funktionieren würde. Es kann sogar soweit gehen, dass man seine
- 16:40eigenen Körperteile, also zum Beispiel seinen Arm, selbst wenn man ihn spüren kann, nicht mehr als
- 16:44sich selbst zugehörig empfindet. Das ist also die Sensibilität und die Wahrnehmung. Gehen wir mal
- 16:49noch einen Schritt weiter nach vorne, dann kommen wir zum Frontallappen, oder zum Stirnlappen,
- 16:53der hinter dieser Zentralfurche beginnt. Und der ist für zwei verschiedene Dinge eigentlich
- 16:58zuständig. Erstmal vor allen Dingen für die Motorik, die fehlt uns ja noch. Beziehungsweise
- 17:02macht das Kleinhirn schon vieles davon, aber die eigentliche Planung der Motorik, die findet
- 17:06tatsächlich im Großhirn statt im Frontallappen. Und dann die Feinabstimmung und Koordination im
- 17:09Kleinhirn. Der primäre motorische Cortex hat noch eine spannende Gemeinsamkeit mit dem primären
- 17:14sensiblen Cortex den wir gerade hatten. Nämlich sind die beide somatotop aufgebaut. Somatotop, was
- 17:19heißt das? Gucken wir uns noch mal das Beispiel von dem primären sensiblen Cortex an. Da kann man,
- 17:24wie auch beim motorischen, quasi so einen Homunculus drüberlegen,
- 17:28also so ein kleines Männchen. Und dieses Männchen, wenn man das hier einmal drauf malt,
- 17:31dann zeigt uns das an welcher Stelle hier von dem Cortex welche Stelle des Körpers wahrgenommen wird
- 17:36von der Oberflächensensibilität. Also das heißt, auch hier ist nicht wieder alles irgendwie wild
- 17:40durcheinander, sondern alles fein geordnet. Und zum Beispiel das Knie, das liegt hier an der
- 17:44Mantelkante, während die Wahrnehmung von der Hand weiter außen ist und die Wahrnehmung vom
- 17:48Gesicht noch weiter unten. Und man sieht, dass die Maße ja nicht mit dem zusammenpassen wie
- 17:52groß unsere Körperteile wirklich sind. Also wenn man dieses Männchen einmal so umsetzt, dann würde
- 17:56das so aussehen. Und hier sieht man jetzt quasi wie fein die Wahrnehmung in den verschiedenen
- 18:03Körperregionen ist. Ne, am Rücken z.B. nehmen wir ziemlich wenig war, während unsere Hände, die sind
- 18:08super fein, die brauchen wir sehr genau, oder auch unser Gesicht, da liegen viel mehr Sinneszellen
- 18:11und dementsprechend ist dann auch im Gehirn das viel größer abgebildet. Das gleiche Prinzip gilt
- 18:16auch für den primären motorischen Cortex. Und wenn es jetzt eine ganz kleine Schädigung, zum Beispiel
- 18:20einen kleinen Schlaganfall an einer Stelle gibt, dann ist das tatsächlich auch dazu passend. Also
- 18:24wenn hier zum Beispiel an der Stelle wo die Hand gesteuert wird dann ein mini-Schlaganfall ist,
- 18:28dann kann auch einfach nur die Hand (wieder auf der Gegenseite) gelähmt sein. Aber ich
- 18:32hatte ja gesagt, der Frontalappen hat neben der Motorik noch eine zweite Aufgabe. Und - das habe
- 18:38ich jetzt mehrfach gesagt... - aber da wird es wirklich spannend! Also, der vorderste Bereich,
- 18:42der präfrontale Cortex, den braucht man wirklich für Aufmerksamkeit, zum Nachdenken, zum Planen,
- 18:48zum Entscheidungen Treffen, und man sagt auch dass hier quasi der Sitz der Persönlichkeit
- 18:52ist. Es gibt eine richtig berühmte Geschichte, wie man das erste Mal darauf gekommen ist, dass
- 18:55diese Funktionen dort lokalisiert sein könnten. Das ist die Geschichte von Phineas Gage. Der war
- 19:00Arbeiter bei einer Eisenbahngesellschaft und bei einem Unfall bei einer Sprengung,
- 19:04da ist ganz unglücklich eine Eisenstange durch sein Schädel hindurch geschossen, unten unter
- 19:10das linke Auge rein und dann oben aus dem Kopf wieder raus und hat dabei seinen präfrontal Cortex
- 19:14zerstört oder zumindest teilweise kaputt gemacht. Und das verrückte war, das Phineas Gage diesen
- 19:20Unfall überlebt hat und sogar die ganze Zeit dabei bei Bewusstsein war und darüber berichten konnte.
- 19:24Und hinterher, noch verrückter quasi, eigentlich keine erkennbaren Schädigung erstmal hatte. Ne,
- 19:30wir wissen ja jetzt, dass quasi die Motorik und die Sensorik und auch das Sehen weiter hinten
- 19:35angesiedelt sind. Und diese Bereiche hat es nicht verletzt. Das heißt, er konnte alles ganz normal
- 19:38spüren und bewegen. Aber, was dann relativ schnell doch seine Freunde und Verwandten und
- 19:43Mitarbeiter festgestellt haben, war, dass er von der Persönlichkeit einfach verändert war,
- 19:48dass er nicht mehr der gleiche Phineas Gage war, wie sie ihn kannten. Früher war er wohl sehr
- 19:52ruhig und zuverlässig und dann sei er sehr viel impulsiver und unzuverlässiger geworden. Also,
- 19:57wirklich eine total verrückte Geschichte. Aber die illustriert auch sehr gut wie man früher Dinge
- 20:01übers Gehirn hat hauptsächlich herausgefunden hat, nämlich einfach zufällig dadurch, dass es
- 20:05irgendwelche Unfälle gab und man dann feststellen konnte wo das Gehirn geschädigt war und was dann
- 20:10nicht mehr funktioniert hat. So funktioniert das heute auch noch teilweise, also z.B konnte
- 20:15ich auf der Schlaganfallstation eindrücklich sehen, wenn man das CT oder das MRT vom Kopf
- 20:19des Patienten sieht, da sehr genau sehen kann, an welcher Stelle die Schädigung ist und dann die
- 20:24Patienten auch selber sieht und untersuchen kann und feststellt an welcher Stelle sie zum Beispiel
- 20:28etwas nicht mehr bewegen können oder nicht mehr spüren können. Aber zum Glück gibt es auch heute
- 20:31in der Hirnforschung andere Möglichkeiten, nämlich das funktionelle MRT (fMRT) wo man ganz ohne
- 20:36Schädigung quasi live mitverfolgen kann welche Regionen des Gehirns mehr Energie verbrauchen,
- 20:40also gerade stärker arbeiten, während man den untersuchten Leuten irgendwelche Aufgaben gibt.
- 20:44Hier zum Beispiel ein Bild davon - die Person die da untersucht wurde, die musste mit den Fingern
- 20:48tippen, also die Finger bewegen. Und jetzt können wir unsere Kenntnisse noch mal testen.
- 20:51Die Region die hier so rot gelb aufleuchtet, die ist hauptsächlich im Gyrus praecentralis, also da
- 20:56wo die Motorik gesteuert wird. Und, wenn wir den Homunculus hier noch mal drüberlegen, dann passt
- 21:01es sogar ziemlich genau, dass die Stelle rot-gelb aufleuchtet an der die Hand gesteuert wird. Also,
- 21:06das ist ein wahnsinniger Fortschritt von der Forschung. Und hier funktioniert das auch super
- 21:11gut. Das Verrückte dabei ist, dass es selten so simpel ist wie an dieser Stelle sondern dass
- 21:16man meistens auch dabei eher herausfindet, dass die Dinge komplizierter sind als man
- 21:20sie früher dachte und an vielen Funktionen doch mehrere Gehirnregionen einfach in der
- 21:24Zusammenarbeit beteiligt sind. Aber diese großen Einteilungen die wir jetzt durchgegangen sind,
- 21:28die passen ziemlich gut. Es fehlt uns aber noch ein letzter Lappen und zwar der Temporallappen,
- 21:32der hier an der Seite liegt. Oder zu deutsch ist es der Schläfenlappen. Der hat zum Occipital- und
- 21:36zum Parietallappen hin keine so richtig scharfe Abgrenzung, aber zum Frontallappen ist er durch
- 21:40diese riesige Furche hier, den sogenannten Sulcus lateralis, abgetrennt. Und der Temporallappen,
- 21:45bei dem ist die Funktion ein bisschen weniger eindeutig. Ne, wir hatten ja vorher Sehen,
- 21:49Fühlen, Motorik und dann so Persönlichkeit und die ganzen ganz komplexen Sachen. Der Temporallappen,
- 21:54der ist eher multimodal. Also, der macht viele Sachen, unter anderem das Riechen, das Hören,
- 21:58auch noch viele Funktionen fürs Verstehen und für das visuelle Erkennen von Gegenständen.
- 22:03Und dann ganz entscheidend auch das Gedächtnis oder die Gedächtnisbildung. Dafür gucken wir
- 22:07das Gehirn noch einmal von unten an. Und dann sehen wir hier diesen kleinen Haken,
- 22:11der nennt sich Uncus. In diesem Uncus, da liegt oberflächlich die Riechrinde, und da drunter,
- 22:15da wird's noch spannender, da steckt die Amygdala. Die ist ja so für für die emotionale Einfärbung
- 22:21von unseren Wahrnehmungen und auch von unseren Erinnerungen zuständig. Allerdings ist sie eher
- 22:26diejenige, die die Dinge negativ einfärbt. Außerdem ist sie Teil vom limbischen System.
- 22:30Da gehören noch verschiedene andere Dinge zu. Eine ganz entscheidende Sache die dazu gehört
- 22:35ist der Hippocampus. Der versteckt sich direkt hier daneben im Gyrus parahippocampalis - ganz
- 22:40schöner Zungenbrecher... das habe ich jetzt heimlich zehn mal aufgenommen, aber schneide
- 22:43ich alles raus - aber da steckt der Hippocampus drin und der ist auch super spannend. Der ist ganz
- 22:48entscheidend für das Bilden und das Abrufen von Erinnerungen. Die Langzeiterinnerungen,
- 22:53die sind nicht im Hippocampus selber abgespeichert, sondern eher im Cortex. Aber
- 22:56ohne den Hippocampus kriegen wir die Dinge nicht gespeichert und kriegen sie auch nicht wieder
- 23:00abgerufen. Die Übertragung von Erinnerungen aus dem Kurzzeit- ins Langzeitgedächtnis,
- 23:04die findet vor allem im Schlaf statt. Das heißt, ich wünsche euch heute wirklich guten Schlaf,
- 23:08damit ihr euch möglichst viele von diesen Dingen über's Gehirn merken könnt. Wenn ihr
- 23:12bis zum Schlafen aber noch ein bisschen Zeit habt, dann habe ich eine Playlist für euch
- 23:15gebastelt mit weiteren Videos zu den einzelnen Hirnregionen, die findet ihr hier. Vielen
- 23:20Dank fürs Gucken auf jeden Fall, ich hoffe wir sehen uns in einem der nächsten Videos! Tschau.
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