Therapie und Praxis | Liebesfilme 2026 | Wenn Liebe zur Therapie wird, wird es gefährlich. — Transcript
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- 0:02Schlafen Sie noch mit Ihrer Frau? Öfter.
- 0:05Ja. Wann das letzte Mal?
- 0:08Ostern. Am Ostermontag.
- 0:12Es ist vier Monate her.
- 0:15Doch schon.
- 0:18Im letzten Jahr, da hatte ich fünf
- 0:19Frauen. Ich meine Frauen, mit denen ich
- 0:21geschlafen habe. Im Jahr davor, da waren
- 0:23es sieben und dieses Jahr schon vier.
- 0:25Aber sie bedeuten mir nichts, diese
- 0:26anderen Frauen. Gut.
- 0:30Auf jeden Fall sind wirem eigentlichen
- 0:32Problem, dass sie ihre Frau betrügen auf
- 0:34der Spur, denke ich.
- 0:35Ja, das denke ich auch. Ich spüre etwas,
- 0:38wie Sie gesagt haben. Ich bin kurz davor
- 0:41etwas ganz entscheidendes.
- 0:42Wir müssen leider Schluss machen.
- 0:44Warten Sie. Meine Mutter war also so
- 0:47eine Art Heilige für mich, eine Ikone.
- 0:50Denken Sie darüber nach. Okay.
- 0:54Ja,
- 0:56was mache ich? Hausaufgaben.
- 0:59Hausaufgaben. Bis nächstes Mal.
- 1:03Ich bin Therapeut geworden, weil es für
- 1:05mich [musik] nichts spannenderes gibt
- 1:06als Menschen und ihre Psyche.
- 1:10Aber mein [musik] Beruf kostet auch viel
- 1:11Kraft und diese Kraft gibt mir ein
- 1:14Mensch, den ich blind vertraue. Ein
- 1:16Mensch, [musik] der mich besser kennt
- 1:17als ich mich selbst. Chris.
- 1:21Seit 6 Jahren ist Chris Derheit in
- 1:23meinem [musik] Leben. Sie ist auch
- 1:24Therapeutin. Vielleicht verstehen wir
- 1:26uns deshalb so gut.
- 1:34Hallo Schatz,
- 1:36wir sprechen die gleiche Sprache. Es
- 1:38gibt keine Geheimnisse zwischen uns.
- 1:41Sollte es so etwas wie die ideale
- 1:43Beziehung geben, [musik] Chris und ich,
- 1:45wir führen sie.
- 1:48Ich
- 1:52denke, es ist das Beste, wenn wir etwas
- 1:54Abstand voneinander hätten.
- 1:56Eine Beziehungspause oder so.
- 1:59Wie bitte? Was meinst du mit
- 2:02Beziehungspause?
- 2:04Eine Trennung auf Zeit oder? Ach, du
- 2:07weißt doch, was eine Beziehungspause
- 2:08ist.
- 2:09Ja, aber ich meine, warum?
- 2:12Roland, es muss dir doch aufgefallen
- 2:14sein, dass unsere Beziehung seit einiger
- 2:16Zeit,
- 2:17dass die Luft raus ist.
- 2:20Wir leben nebeneinander her. Du
- 2:21beachtest mich gar nicht mehr.
- 2:23Es tut mir leid, ich habe gerade eine
- 2:25Praxis eröffnet. Ich habe alle Hände
- 2:27voll zu tun.
- 2:28Erst war es dauernd irgendeine
- 2:29Weiterbildung, dann das Ganze mit der
- 2:31Praxis. Ich bin gespannt, was als
- 2:33nächstes kommt.
- 2:35Das du weißt doch, wie sehr mich die
- 2:36finanzielle Situation belastet.
- 2:40Wann hast du dich eigentlich das letzte
- 2:41Mal gefragt, wie es mir geht?
- 2:42Wen sie so nett?
- 2:46Na
- 2:46ja, ich bin davon ausgegangen, dass dir
- 2:48gut geht. Sonst hätte du doch was
- 2:50gesagt,
- 2:52denke ich mal.
- 2:55Roland, genau das ist unser Problem. Ich
- 2:57bin für dich völlig selbstverständlich.
- 3:00Solange ich nicht laut schreie, ist für
- 3:01dich alles in Ordnung. Du hast seit
- 3:03einem Jahr absolut nichts mehr für
- 3:05unsere Beziehung getan. Seit zwei Jahren
- 3:06waren wir nicht mehr zusammen im Urlaub.
- 3:09Willst du damit sagen, dass unsere
- 3:10Beziehung am Ende ist?
- 3:12Was heißt am Ende?
- 3:16Ja, irgendwo schon.
- 3:19Hör mal, das kann doch nicht sein, dass
- 3:21ihr plötzlich einfällt. Das ist eine
- 3:23Kurzschlusshandlung. Wir sollten in Ruhe
- 3:25darüber reden.
- 3:26Ja, vielleicht später.
- 3:30Ich brauche jetzt erstmal Abstand.
- 3:40Du hast einen anderen,
- 3:43Roland. Wir sind das Problem, nicht
- 3:45irgendjemand anderer.
- 3:48Anderen Worten, es gibt einen anderen.
- 3:51Roland, bitte.
- 3:52Ach so, darüber reden wir jetzt nicht.
- 3:55Es gibt jemanden, aber das ist völlig
- 3:56unwichtig.
- 3:58Wie unwichtig? Habt ihr miteinander
- 4:00geschlafen?
- 4:02Ist es immer der einzige Maß? Habt ihr
- 4:04miteinander geschlafen?
- 4:08Es ist nicht sehr konstruktiv, wenn du
- 4:09mich anschreist.
- 4:13Ja, einmal.
- 4:16Aber das hat nichts zu bedeuten.
- 4:21Nein, natürlich nicht.
- 4:24Du steigst mit dem tremmen Kerl ins
- 4:26Bett, aber das hat natürlich nichts zu
- 4:27bedeuten. Wie komme ich nur darauf, dass
- 4:29es im geringsten auch nur was mit
- 4:31unserer Beziehung zu tun haben könnte?
- 4:34Roland, ist es nicht die Ursache,
- 4:36sondern ein Symptom.
- 4:45Soll ich dir mal was sagen?
- 4:47Komm mir doch nicht mit dieser Scheiße.
- 4:49Ich hätte nichts für unsere Beziehung
- 4:50getan. Das ist do nur ein billiger
- 4:52Vorwand, damit du mit diesem Kerl
- 4:53rumvögeln kannst.
- 4:54Roland, bitte.
- 4:57Du willst eine Beziehungspause? Bitte,
- 4:59kannst du haben für die nächsten 100
- 5:01Jahre. Ich bin nämlich fertig mit dir.
- 5:08Es ist besser, wenn er es rauslässt.
- 5:11Er ist sonst sehr sanft.
- 6:09Chris, schade, dass du jetzt nicht da
- 6:10bist. Ich äh tut mir leid, was vor allem
- 6:13passiert ist.
- 6:15Ich bin noch in der Stadt unterwegs und
- 6:18na ja, es
- 6:18ist nicht so wichtig. Ich wollte noch
- 6:20nicht nach Hause, weil
- 6:23fehl's mir natürlich.
- 6:25Na gut,
- 6:27mach's gut.
- 6:37[musik]
- 6:40Nein. Oh Gott, Hilfe.
- 6:45[musik]
- 6:59Warum machen Sie sowas? Es gibt
- 7:01überhaupt gar keinen Grund. Ich wollte
- 7:03mich doch nicht umbringen. Wie sie
- 7:05vielleicht sehen, kann man hier nicht
- 7:07ertrinken.
- 7:08Na, sie haben ja so eine ganz eigene Art
- 7:09zu sagen. Danke, dass Sie sich von der
- 7:12Brücke stürzen, um mir das Leben zu
- 7:13retten. Danke für so viel
- 7:15Hilfsbereitschaft.
- 7:16Hilfsbereit? Wobei denn? Dass ihr Hund
- 7:18mich so erschreckt hat, dass ich von der
- 7:20Brücke gefallen bin.
- 7:21Sie waren ja gar nicht auf der Brücke.
- 7:23Sie standen ja daneben. Aber gut, okay,
- 7:26vergessen Sie es. Ich mache sowas
- 7:27jedenfalls nie mehr wieder.
- 7:32irgendwo hinfahren.
- 7:35Na, das wäre dann doch zu viel verlangt.
- 7:37Erst rette ich ihn das Leben und dann
- 7:38mache ich ihn noch die Polster nass.
- 7:40Komm, Elvis, der Herr braucht keine
- 7:42Hilfe.
- 7:55Super Tag.
- 8:06Hallo Schatz, wie war dein Abend?
- 8:08Feucht.
- 8:11Du, deine Frau Neubert vom Verlag hat
- 8:12angerufen. Du musst unbedingt das
- 8:14Vorwort für diesen neuen Roman
- 8:15freigeben.
- 8:16Mhm. Danke. Weiß Bescheid.
- 8:23Wie siehst du denn aus? Bist du ganz
- 8:24nass aus den Wasser?
- 8:34Mach nicht so ein Lärm. Deine Mutter
- 8:36schläft schon.
- 8:39Wie siehst du denn aus?
- 8:41Du hast do noch einen Schlüssel von mir.
- 8:44Aber warum bist du so nass?
- 8:46Ich will nicht darüber reden. Okay.
- 8:51Chris hat einen anderen.
- 8:52Ach.
- 8:53Und hat sie dir das erzählt?
- 8:55Ja.
- 8:56Kinder, Kinder, nimmst dir nicht so sehr
- 8:59zu Herzen. Wenn irgendwo eine Tür
- 9:00zugeht, geht woanders eine auf.
- 9:03Ich hätte es aber gerne etwas weniger
- 9:05zug.
- 9:06Bei euch ist das doch normal.
- 9:08Alle paar Wochen eine andere Beziehung.
- 9:10Ihr könnt doch Krisen gar nicht mehr
- 9:11durchstehen.
- 9:12Es waren immerhin 6 Jahre.
- 9:17Aber du trinkst den Bordeaux wie Wasser.
- 9:19Weißt du eigentlich, was der kostet?
- 9:22Ich befinde mich in der schwersten Krise
- 9:25meines Lebens und du redest von
- 9:26Getränkepreisen.
- 9:30Hast du jetzt meinen Schlüssel
- 9:35da? Lass gleich morgen einen neuen
- 9:37machen. Ich habe dir doch gesagt, wie
- 9:39wichtig diese Übungen für meine
- 9:40Bandscheiben sind. Deine Wohnung liegt
- 9:43gleich neben meinem Büro.
- 9:47Mach's gut, Junge.
- 10:35Ja, hallo.
- 10:37Entschuldigen Sie, Herr Hber, aber ich
- 10:38konnte Sie in Ihrer Praxis nicht
- 10:39erreichen. Ich habe noch mal über meine
- 10:40Mutter nachgedacht und die Sache mit den
- 10:41heiligen Bildchen und ich weiß jetzt,
- 10:43was das zu bedeuten hat. Herr Meer, ich
- 10:46finde das wirklich sehr schön, dass Sie
- 10:47daran arbeiten, aber ich muss Sie
- 10:49bitten, bis zur nächsten Sitzung zu
- 10:50warten.
- 10:51Ja, und wenn das weg ist, wenn ich das
- 10:52bis dahin verliere.
- 10:53Nein, nein, da geht ganz sicher nichts
- 10:55verloren. Ja, schönen Tag noch. Ja, aber
- 10:59meine Mutter her, Entschuldigen Sie, wir
- 11:02müssen bitte weitermachen.
- 11:04Ja, das verstehen
- 11:18Maja, ich habe sie doch.
- 11:20Ich bin's. [musik]
- 11:22Oh, Chris,
- 11:24du warst halt gar nicht in der Praxis.
- 11:26Ja, ich brauchte mal einen Tag, um
- 11:29[musik] in Ruhe ein paar Gutachten zu
- 11:31schreiben.
- 11:32Hast du vielleicht heute Abend Zeit?
- 11:34Heute Abend? Natürlich, natürlich
- 11:35[musik] habe ich Zeit, wann immer du
- 11:36willst.
- 11:37Schön.
- 11:39Ich wollte ein paar Sachen von mir
- 11:40abholen.
- 11:41Ach so, die Sachen. Ja, ich suche sie
- 11:45dir raus. Okay, tschüss.
- 11:53So.
- 11:56Soll ich dich hinfahren?
- 11:59Ist lieb, aber lass mal.
- 12:01Hey, das macht mir doch überhaupt nichts
- 12:02aus.
- 12:37Komm rein.
- 12:46hier. Ich habe dir alles
- 12:48zusammengepackt.
- 12:56Danke.
- 12:58Hast du noch einen Moment? Ich habe was
- 13:00gekocht.
- 13:02Du hast gekocht?
- 13:05Ja.
- 13:07Du hast dir ja richtig Mühe gegeben.
- 13:10Nicht der Rede Wert. Schade.
- 13:14Aber nicht so viel. Ich muss noch
- 13:15fahren.
- 13:32So,
- 13:37Ach, guck mal, was ich gefunden habe.
- 13:40Erinnerst du dich noch?
- 13:42Ja, klar.
- 13:44Okay, der Schäfer, was der wohl gerade
- 13:46macht.
- 13:47Scharfe Hüten, schätze ich mal.
- 13:50Weißt du noch, [musik] wie wir uns
- 13:51verlaufen haben, weil wir keinen Kompass
- 13:53hatten.
- 13:57Lass uns jetzt nicht über Island reden.
- 13:59[musik]
- 14:02Chris, kannst du dir wirklich
- 14:04vorstellen, dass wir nie wieder zusammen
- 14:05auf der Couch liegen werden, Wein
- 14:07trinken [musik] und uns erzählen, was
- 14:08wir am Tags überlebt haben?
- 14:10Willst du wirklich, dass das alles auf
- 14:12einen Schlag vorbei ist?
- 14:14Das ist doch genau der Punkt. Auf
- 14:16welcher Couch stehen? [musik] Auf deiner
- 14:17oder auf meiner? Wir haben es doch nicht
- 14:19mal zu einer gemeinsamen Wohnung
- 14:20gebracht.
- 14:25Wir können ja noch mal von vorne
- 14:26anfangen.
- 14:30Ich habe dich [musik] wirklich geliebt,
- 14:33aber ich habe keine Kraft mehr.
- 14:36Ich brauche jetzt jemand, der mir was
- 14:37gibt, der für mich da ist.
- 14:41Verstehe. [musik]
- 14:42Und dieser, ich weiß noch nicht mal, wie
- 14:44der Typ heißt.
- 14:46Martin.
- 14:46Dieser Martin, das ist so einer, der
- 14:50gibt
- 14:51er ist nicht der Grund, glaubst mir.
- 15:01Ich gehe jetzt.
- 15:08Ich hab's gebügelt. Du kannst die Sachen
- 15:09gleich anziehen.
- 15:12Seit wann kannst du bügeln?
- 15:14Schon immer.
- 15:17bin nur in den letzten Jahren nicht dazu
- 15:18gekommen.
- 15:33Ähm, pass auf, das ist wirklich
- 15:36wahnsinnig nett, dass du vorbeikommst,
- 15:37aber ich brauche im Moment wirklich
- 15:38keinen Zuspruch. Mir geht's
- 15:39hervorragend.
- 15:41Ich verstehe.
- 15:43Ja, ich wollte eigentlich nur einen
- 15:45Schlüssel holen. Ja, klar.
- 15:50Hier
- 15:53kann ich sonst noch irgendwas?
- 15:55Nein.
- 15:58Ach, ich habe da noch was für dich. Das
- 16:01bringt dich vielleicht auf andere
- 16:02Gedanken. Das Konzert ist am Samstag.
- 16:04Ich kann leider nicht gehen. Spiel per
- 16:06Günt. Ach super. Danke. [schnauben]
- 16:11Gleich zwei.
- 16:16Es war mir [musik] bis dahin noch nie
- 16:17aufgefallen, aber die Leute gehen
- 16:19offenbar nur paarweise ins Konzert. Ich
- 16:22kam mir ein wenig verloren vor. Dazu die
- 16:26Per Gin Suet. Vielleicht einen Tick zu
- 16:28emotional für meinen labilen Zustand.
- 16:31[applaus]
- 16:36[applaus]
- 16:45[applaus]
- 16:50[applaus]
- 17:39[schnauben]
- 18:25morgen mit dem reden, ne? Aber jetzt
- 18:27habe ich noch eine ganz andere Sache.
- 18:28Ich wollte Oh Gott, Schuldigung. Moment
- 18:31mal,
- 18:31nichts passiert. Ich liebe noch.
- 18:33Ja. Ich weiß,
- 18:36wir kennen uns doch.
- 18:38Ja.
- 18:39Helfen Sie mir. Ich äh
- 18:41ich glaube nicht, dass wir diese
- 18:42Erinnerung auffrischen sollten.
- 18:46Oh,
- 18:49gut nach Hause gekommen.
- 18:51Na ja, ich bin jedenfalls nicht mehr
- 18:53geschwommen.
- 18:55Tja, also dann schönes Konzert noch. Ja,
- 18:59danke. Ebenfalls. เฮ
- 19:45[musik]
- 20:06Was darf sein?
- 20:08Ein mein Herren, bitte.
- 20:09Okay.
- 20:17Oh, Entschuldigung, ich wusste nicht,
- 20:19dass Sie
- 20:19bleiben Sie sitzen. Wir laufen uns ja
- 20:21doch dauernd über den Weg.
- 20:22Ja, tut mir leid wegen neulich. Ich
- 20:26war nicht ganz zurechnungsfähig.
- 20:29Den Eindruck hatte ich auch,
- 20:30aber ich ich wollte ich wollte mich
- 20:33wirklich nicht
- 20:35umren. Mein Gott, jetzt geben sie es
- 20:39doch endlich zu. Natürlich wollten sie
- 20:41sich umbringen. Na und?
- 20:43Geht's vielleicht noch lauter?
- 20:47Wie können Sie sowas sagen? Sie kennen
- 20:49mich doch überhaupt nicht.
- 20:51Sie sind ein völlig sentimentaler
- 20:52[musik] Mensch.
- 20:54Ich wette, ihre Freundin hat sich von
- 20:55ihnen getrennt. Das war der Grund.
- 20:58Was wissen [musik] Sie nach zwei Minuten
- 20:59noch über mich, dass ich dreimal
- 21:01nachsehe, ob die Kaffeemaschine auch
- 21:02wirklich aus ist?
- 21:04Entschuldigung, aber wer bei Krieg holdt
- 21:06wie ein Schlosshund ist sentimental.
- 21:08Ich habe geweint.
- 21:10Geweint? Gewein ist überhaupt kein
- 21:12Ausdruck. Ich habe mir schon meinen
- 21:14Tauchanzug zurecht gelegt.
- 21:17Ich heiße Regine.
- 21:19Nächsten Donnerstag ist wieder Konzert.
- 21:32In diesem Kaffee hatte ich mal
- 21:33Quarktaschen [musik] für Chris gekauft,
- 21:34jeden Tag, wenn ich in der Mittagspause
- 21:36hier vorbeikam.
- 21:38Ich beschloss nicht [musik] in das
- 21:39Kaffee zu gehen und nicht irgendwelchen
- 21:41sentimentalen Erinnerungen nachzuhängen.
- 21:44Danke. Wiedersehen.
- 21:45Wiedersehen.
- 21:48Roland.
- 21:50Chris,
- 21:52wie geht's [musik] dir?
- 21:54Gut, sehr gut.
- 21:56Sicher.
- 21:57Ja, ehrlich. Na ja,
- 22:01es ist ja auch ein [musik] Neuanfang.
- 22:04Freut mich, dass es dir gut geht.
- 22:07Und was machst du so?
- 22:10Ach, nichts besonderes.
- 22:12Ich war gestern im Konzert per Gind
- 22:15allein.
- 22:17Wir können auch mal zusammen ins Konzert
- 22:18gehen.
- 22:20Ja, mal sehen. Wir machen das einfach
- 22:23spontan.
- 22:25Auch wenn wir getrennt sind, können wir
- 22:27uns sehen, verstehst du?
- 22:29Das ist wirklich sehr nett von dir, aber
- 22:32ich glaube, ich werde in nächster Zeit
- 22:33besser für mich allein sein, Dinge
- 22:36verarbeiten.
- 22:38Natürlich.
- 22:43Das ist Martin und das ist Roland.
- 22:48Ah, hallo.
- 22:51Hallo.
- 22:53Tja, gut. Ich werde da mal.
- 22:56Pass auf dich auf.
- 23:02Ich denke, das Problem mit meiner Frau
- 23:04und meiner Mutter, die haben etwas
- 23:05miteinander zu tun und das haben sie.
- 23:08das letzte Mal schon gewusst.
- 23:11Aber was haben Sie miteinander zu tun?
- 23:13Das können nur Sie beantworten.
- 23:19Seit wann haben Sie Probleme mit Ihrer
- 23:20Frau zu schlafen?
- 23:22Seit knapp 3 Jahren.
- 23:27Und war etwas vor 3 Jahren in
- 23:29Zusammenhang mit ihrer Mutter?
- 23:33Ach ja, natürlich.
- 23:40Vor knapp 3 Jahren ist meine Mutter
- 23:42gestorben.
- 23:44Aber was bedeutet das?
- 23:47Was glauben Sie?
- 23:48Ja, vielleicht.
- 23:51Ich weiß nicht.
- 23:53Hat meine Frau die Stelle meiner Mutter
- 23:55eingenommen?
- 23:58Hat sie?
- 23:59Ja. Ja, irgendwie schon.
- 24:02Wahrscheinlich kann ich deshalb nicht
- 24:03mehr mit dir schlafen. Das wäre ja
- 24:07mit meiner Mutter.
- 24:12Sind ihre Frau und ihre Mutter sich in
- 24:13bestimmten Bereichen ähnlich?
- 24:16Aber ja, natürlich, absolut. Ja, genau
- 24:21das ist es.
- 24:23Meine Mutter, die war sehr musisch und
- 24:26sehr geschickt mit ihren Händen. Und
- 24:28meine Frau, die habe ich in einem
- 24:29Origamikurs kennengelernt, wo sie so
- 24:31Sachen aus Papier machen.
- 24:35Was gefällt Ihnen an Origami?
- 24:38Gar nichts. Aber in diesen Kursen, da
- 24:40sind ja meistens nur Frauen. Sie
- 24:43verstehen?
- 24:44Ja. Und ihre Mutter hat auch Papier
- 24:47gefightet?
- 24:48Nein, das war ja nur ein Beispiel. Meine
- 24:51Mutter hat Weihnachtsschmuck gebastelt
- 24:53und ist in klassische Konzerte gegangen.
- 24:56Aber das macht Regine auch. [schnauben]
- 24:58Ihre Frau heißt Regine.
- 25:00Ja, wieso?
- 25:03Interessanter Name.
- 25:06Und sie gehen nie mit?
- 25:08Na, ich arbeite da meistens noch. Mir
- 25:10fehlt ehrlich gesagt der Sinn dafür.
- 25:13Aber meine Frau ist ja richtig
- 25:14fanatisch. W Jaikowski, da könnt ihr
- 25:16sterben. Das sagt sie immer.
- 25:20Sie nicht. Na
- 25:21Gott, nein. Für ein guten Whisky, ja,
- 25:23aber doch nicht für dieses Gefel.
- 25:27[musik]
- 25:35[musik]
- 25:43[musik]
- 25:49[musik]
- 25:52Für Jaikowski könnte ich sterben.
- 26:06Aber
- 26:08meine Idee war eben einfach
- 26:11klein Was darf für Sie sein?
- 26:13Entschuldigung, was darf für Sie sein?
- 26:16Ähm, zwei Champagner.
- 26:23Du hast gesagt, du könntest für
- 26:24Chikowski sterben.
- 26:26Das war doch nur so dahinesagt.
- 26:27Ach, das hier spontan eingefallen.
- 26:31[gelächter]
- 26:32Oder sagst du das öfter?
- 26:35Ich habe das bestimmt schon öfter
- 26:36gesagt. Ich liebe Chikowski.
- 26:40Wieso? Eifersüchtig.
- 26:42Was macht dein Mann eigentlich so, also
- 26:44beruflich?
- 26:46Müssen wir über meinen Mann reden?
- 26:49Also gut, [musik]
- 26:50er ist Bestattungsunternehmer.
- 26:53Enttäuscht?
- 26:55Nein, überhaupt nicht. Also ganz im
- 26:57Gegenteil. Ich finde
- 26:59Bestattungsunternehmer ist ein ganz
- 27:01ausgezeichneter Beruf.
- 27:03Das war ein Witz. Er ist natürlich nicht
- 27:05Bestattungsunternehmer,
- 27:06sondern
- 27:08Anwalt.
- 27:11Na ja, ich geb's ja zu, ist nichts
- 27:12Besonderes.
- 27:14So, und jetzt will ich auch nicht mehr
- 27:17über meinen Mann reden.
- 27:19Natürlich.
- 27:23Wo habt ihr euch denn kennengelernt?
- 27:26Okay,
- 27:28du kommst nicht drauf.
- 27:36Origami
- 27:41um ein Haar hätte ich was mit der Frau
- 27:42eines Patienten angefangen. Eine
- 27:45Katastrophe [musik] für jeden
- 27:46Therapeuten.
- 27:48Es war klar, dass ich die Sache beenden
- 27:49musste. Während der Fahrt hatte ich mir
- 27:51auch schon die passenden Worte zurecht
- 27:53gelegt.
- 27:56Hier kannst du mich rauslassen,
- 28:05Regina.
- 28:10[musik]
- 28:21[musik]
- 28:31Ananas mit orangen Ragu.
- 28:32Ich kann nicht mehr.
- 28:34Oh, ist ein altes Rezept vom Freund von
- 28:35mir. Dein wunderbares Restaurant.
- 28:39Das klingt verlockend.
- 28:42Das sieht wirklich köstlich aus.
- 28:48M das ist köstlich.
- 28:52Ja, das mache ich nur zu ganz besonderen
- 28:54Anlässen.
- 28:57Und heute ist so ein Anlass?
- 28:59jeder Tag mit dir.
- 29:05Es könnte ein Patient sein. Warum 23
- 29:07Uhr? Dann soll er bitte die
- 29:08Telefonseelsorge anrufen.
- 29:12Schuster.
- 29:13Oh, du bist's.
- 29:16Nein, nein, schon. Okay, du störst mich
- 29:18nicht.
- 29:20In ein halben Stunde.
- 29:23Na ja.
- 29:25Na ja, wenn du meinst.
- 29:28Bis gleich.
- 29:30Das war Roland. Das geht ihm sehr
- 29:31schlecht.
- 29:33Er wollte am Telefon nicht sagen, warum.
- 29:36Sag mal, wenn mich nicht alles täuscht,
- 29:37dann habt ihr euch doch getrennt, oder?
- 29:39Du bist nicht mehr zuständig. Warum holt
- 29:41er sich nicht bei einem seiner Kollegen
- 29:42aus?
- 29:43Ich kann ihn doch nicht so hängen
- 29:44lassen.
- 29:48Aber vorher essen wir noch in aller Ruhe
- 29:50diesen herrlichen Pfannkuchen. Hm.
- 29:55Hallo Maja, wie siehst du denn aus? Was?
- 29:57Wieso?
- 29:58Geht's dir nicht so gut?
- 29:59Doch.
- 30:01Ach, wann treffen wir uns denn mal? Ich
- 30:02bin hier so einsam.
- 30:06Hallo Schatz.
- 30:07Hallo.
- 30:08Ich bin noch am Arbeiten.
- 30:13Kein Problem.
- 30:30[musik]
- 30:32Was ist denn los?
- 30:34Ich dachte, es geht dir gut.
- 30:37Ging es mir auch bis heute Abend.
- 30:40Roland, ich komme mir vor wie ein
- 30:41Schwein.
- 30:42Jetzt macht ihr keine Vorwürfe.
- 30:44Doch, das tue ich. Ich habe einfach
- 30:46Schluss gemacht. Ich habe dir doch
- 30:47überhaupt keine Chance mehr gegeben.
- 30:50Das stimmt. Darüber sollten wir noch mal
- 30:52reden.
- 30:54Okay,
- 30:56ich höre.
- 30:58Äh nicht jetzt. Ich habe gerade kein
- 31:01wirklich unangenehmes Problem an der
- 31:02Backe.
- 31:04Was soll das heißen?
- 31:06Ist unsere Trennung kein wirklich
- 31:08unangenehmes Problem?
- 31:10Doch, natürlich. Es ist jetzt wird nicht
- 31:14kompliziert.
- 31:17Also, du hast ein wirklich unangenehmes
- 31:19Problem.
- 31:21Äh ja, ich habe eine Frau kennengelernt.
- 31:27Das freut mich für dich.
- 31:28Leider ist sie die Frau eines meiner
- 31:31Patienten.
- 31:34Bist du wahnsinnig?
- 31:36Du kannst doch nicht mit der Frau eines
- 31:37Patienten.
- 31:38Mein Gott, das wusste ich doch nicht.
- 31:39Ich habe sie zufällig kennengelernt und
- 31:41heute hat sich das auch mehr oder
- 31:43weniger zufällig rausgestellt.
- 31:46Was heißt kennengelernt?
- 31:48Na ja, wir sind was trinken gegangen
- 31:52und weiter?
- 31:53Wie und weiter? Wir hatten mehrere
- 31:57Drinks.
- 31:58Gott sei Dank. Stell dir mal vor, du
- 32:00wärst mit dir ins Bett gegangen.
- 32:02Ja. Ja, das wäre unsagbar peinlich
- 32:05eben.
- 32:07Du musst die Sache sofort [musik]
- 32:08beenden.
- 32:10Das kann nicht deine Zulassung kosten,
- 32:12wenn das rauskommt.
- 32:17Na ja,
- 32:19[musik]
- 32:20ich hatte offen gesagt einen kreativeren
- 32:22Vorschlag erwartet.
- 32:25[musik]
- 32:25Aber es gibt keine andere Lösung.
- 32:28Du musst den Kontakt sofort abbrechen.
- 32:35Hast du dich [musik] eigentlich richtig
- 32:38in sie verliebt?
- 32:41Nein, nein, es ist natürlich nichts
- 32:44Fees.
- 32:51Wissen Sie, ich breche eine Therapie nur
- 32:54ungerne ab, aber also ich hatte meine
- 32:57Mitarbeitem Forschungsprojekt schon seit
- 32:59längerem zugesagt und tja, jetzt wird es
- 33:02zeitlich sehr knapp bei mir, aber sie
- 33:03sind bei meinem Kollegen in den besten
- 33:05Händen. Er ist wirklich eine Korifä.
- 33:10Wissen Sie, ich hatte gerade in der
- 33:12letzten Sitzung das Gefühl, ich hätte
- 33:13etwas Wichtiges erkannt und sie haben
- 33:16mir doch dabei unheimlich geholfen. Na
- 33:18ja, das ist mein Job, aber das hätte
- 33:21jeder andere Therapeut auch getan,
- 33:23verstehen Sie?
- 33:25Da bin ich mir nicht so sicher. Ich
- 33:27meine, ich weiß, dass ich Ihnen absolut
- 33:28vertrauen kann, dass alles, was ich über
- 33:31mich und über meine Frau sage, dass das
- 33:33doch bei Ihnen in den besten [gelächter]
- 33:35Händen ist.
- 33:36Glauben Sie mir, diese Dinge sind bei
- 33:38Herrn Escherer genauso gut aufgehoben,
- 33:40wenn ich sogar besser.
- 33:44Da kann man nichts machen. Also nein,
- 33:50dann danke ich Ihnen, dass Sie das mit
- 33:51ihrem Kollegen arrangiert haben. Aber
- 33:53ich bitte Sie, das ist doch
- 33:55selbstverständlich.
- 33:59Machen Sie es gut, Herr Meer.
- 34:05Wiedersehen.
- 34:12Frau Leitner, sagen Sie für heute alle
- 34:14Termine ab. Ich bin den Rest des Tages
- 34:16nicht da.
- 34:17Alle Termine?
- 34:22Die Sache hätte schlimm ausgehen [musik]
- 34:24können.
- 34:25Patienten wie Meer, die das erste Mal in
- 34:28Therapie sind, bauen oft eine ungesunde
- 34:30Abhängigkeit zu ihrem [musik]
- 34:31Therapeuten auf.
- 34:33Tja, ich konnte es kaum glauben. Meer
- 34:36war nicht mehr mein Patient und [musik]
- 34:37es lag eine wunderbare Zeit mit Reg.
- 34:42Ich fühlte mich einfach unheimlich gut.
- 34:55Was ist das denn?
- 34:58Wie
- 34:58Wald
- 35:01vier Jahreszeiten der Frühling.
- 35:04[musik]
- 35:10Was machen wir jetzt? Ich überlege ja
- 35:12gerade
- 35:20[glocke]
- 35:20[musik]
- 35:25kann ich reinkommen?
- 35:26Was? Aber
- 35:33ich habe mir das noch mal überlegt und
- 35:34ich denke, es ist keine gute Idee, wenn
- 35:36ich da zu ihrem Kollegen gehe.
- 35:38Meer wir doch nur wirklich
- 35:39Nein, nein, jetzt hören Sie mir mal zu.
- 35:40Ich habe Ihnen mehr anvertraut als
- 35:42jemals eine Menschen zuvor. Ich bin das
- 35:44erste Mal in meinem Leben bin ich doch
- 35:45davor meine wirklichen Probleme zu
- 35:47erkennen. Sie [gelächter] können mich
- 35:48doch nicht einfach so im Stich lassen.
- 35:51Sie müden. Ja, ich hole ihn eine Tüte,
- 35:54aber aber sie müssen mich loslassen.
- 35:56[gelächter]
- 35:59Jetzt sein sie doch vernünftig. Ich
- 36:01möchte Gott hören
- 36:04Meer. Meer ruhig atmen.
- 36:08Ruhig atmen. Ganz ruhig atmen. Keine
- 36:11Panik.
- 36:14Besser.
- 36:19Alles klar. Besser. Gut. Jetzt hören Sie
- 36:22mir mal zu. Sie sind bei meinem Kollegen
- 36:25in den besten Händen. Der macht das viel
- 36:27besser also.
- 36:28Warum? Ich meine ja ruhig bleiben. Okay.
- 36:36Wir setzen die Therapie fort.
- 36:40Ja,
- 36:43danke.
- 36:45Schon gut.
- 36:52Shit.
- 36:54Mama und du, ihr wart immer der Fels in
- 36:56der Brandung. Ich habe so viele
- 36:58Beziehungen gesehen, privat und als
- 37:00Therapeut und sie waren alle kaputt.
- 37:02Aber ihr, ich dachte wirklich,
- 37:05ich dachte wirklich, ihr seid anders.
- 37:08Tut mir leid, dass du mit 37 erfahren
- 37:10musst, dass deine Eltern auch nur
- 37:11Menschen sind.
- 37:12Oh ho, welch abgeklärter Zynismus.
- 37:16Weißt du eigentlich, was du getan hast?
- 37:19Du hast mir den letzten Glauben an das
- 37:20Funktionieren einer Partnerschaft
- 37:22geraubt.
- 37:23Also jetzt hör mal zu, mein Junge. Es
- 37:24geht nicht immer und ausschließlich nur
- 37:26um dich. Bemleide lieber deine Mutter.
- 37:28Sie hat nach 37 Jahren einen Ehemann,
- 37:30dem sie nichts mehr bedeutet. Ich kann
- 37:32es leider nicht ändern.
- 37:34Danke.
- 37:41Wissen Sie, dass ich vorgestern meine
- 37:43Frau zum ersten Mal wieder für so einen
- 37:45kurzen Augenblick begehrenswert fand?
- 37:49Ah ja.
- 37:50Ja. Sie kam spät nachts nach Hause und
- 37:52sie hatte eine Ausstrahlung. Also, ich
- 37:54kann das mit keinem anderen Wort
- 37:55beschreiben. Das war Geilheit.
- 38:00Ist nicht interessant, wie sich diese
- 38:02Dinge ausschließlich in unserem Kopf
- 38:04abspielen?
- 38:05Ja, da haben Sie recht.
- 38:23[musik]
- 38:31[musik]
- 39:04Hallo.
- 39:07Hier schau mal.
- 39:10Das habe ich fürs Badezimmer gekauft.
- 39:12Jetzt hängen wir an die Wand und dann
- 39:14kann ich da mein Rasierzeug reintun. Du
- 39:16kannst natürlich auch was reintun.
- 39:21Ich muss erstmal duschen gehen.
- 39:24So.
- 39:25Ah ja, aber vielleicht will ich das Teil
- 39:29gar nicht an die Wand hängen.
- 39:36Schuster,
- 39:37ich hatte einfach Lust dich anzurufen.
- 39:39Störe ich
- 39:41überhaupt nicht. Wie geht's dir?
- 39:45Gut.
- 39:47Ja.
- 39:49Na ja, ehrlich gesagt geht's mir
- 39:51beschissen. Mein Vater betrügt meine
- 39:53Mutter und ich bin der Arsch. Weil ich
- 39:54mich drüber aufrege. [musik]
- 39:56Echt? Die beiden waren doch immer das
- 39:57perfekte Paar.
- 39:59Tja,
- 40:01das tut mir jetzt richtig leid.
- 40:07Was ist mit deinem Problemen?
- 40:09Welches meiner [musik] vielen Probleme
- 40:10meinst du?
- 40:12Na, dieser Patient und seine Frau.
- 40:14Oh, das
- 40:16Ja, [musik] das hast du es gelöst.
- 40:18Ja, ja, irgendwie schon.
- 40:20Das heißt, du siehst [musik] die Frau
- 40:22nicht mehr.
- 40:23Ja, wie geht's dir?
- 40:25Ja, ganz gut.
- 40:27Wirklich alles okay? Du klingst so
- 40:28[musik] traurig?
- 40:29Nein, überhaupt nicht. Ich bin nur ein
- 40:32bisschen überarbeitet.
- 40:34Na gut, ich wollte nur wissen, wie es
- 40:35dir geht. [schnauben] Mach's gut.
- 40:38Okay.
- 40:40Ein Moment noch. Wollen wir uns
- 40:42vielleicht mal [musik] wiedersehen?
- 40:45Ja, gern.
- 40:46Okay, ich rufe dich [musik] einfach an.
- 40:49Gute Nacht.
- 40:54Hast du mit jemand gesprochen?
- 40:55Was? Ja, mit meiner Mutter. Ich soll
- 40:59dich unbekannterweise grüßen.
- 41:01Ach, das ist schön. Grüße unbedingt von
- 41:03mir zurück. Ja, und da müssen wir ganz
- 41:05bald mal hinfahren.
- 41:07Durch diese Therapie, da fange ich an,
- 41:09meine Frau mit völlig anderen Augen zu
- 41:11sehen. Früher, da war unsere Ehe ja, nah
- 41:14so geprägt von Sex. Wissen Sie, wann ich
- 41:17mit Regärfsten Sex hatte?
- 41:19Nein, das weiß ich nicht. Und das geht
- 41:21mich auch nichts an, denke ich.
- 41:23Sie sind mein Therapeut?
- 41:26Natürlich, natürlich. Nur, wenn es ihnen
- 41:29schwer fällt, darüber zu reden.
- 41:31Aber
- 41:33die Beziehung mit meiner Frau ist doch
- 41:35mein Problem. Und sie meinen, ich könnte
- 41:37das lösen, ohne über meine Frau zu
- 41:40reden?
- 41:43Nein,
- 41:45eigentlich nicht.
- 41:46Also wie gesagt, wir hatten immer guten
- 41:48Sex, aber eines Tages da habe ich etwas
- 41:50herausbekommen, was unser Sexleben in
- 41:52ungeahnte Höhen katapultiert hat. Ich
- 41:53habe herausgefunden, dass Regine
- 41:55unglaublich, wie soll ich sagen,
- 41:57intensiv reagiert, wenn sie Kurassauo
- 41:59getrunken hat.
- 42:01Kurassau?
- 42:02Ja, dieses blaue Zeugs. Zwei Gläser
- 42:05davon und sie ist nicht mehr zu halten.
- 42:07Wir hatten uns gleich am ersten Abend.
- 42:09Wenn es ihnen schwer fällt, dann
- 42:11Nein, nein, wir hatten wir hatten sechs
- 42:13in einem Hinterhof. Ach, soll ich sagen?
- 42:15Das war kein Sex mehr. Das das war
- 42:18Ja,
- 42:20was ist dein Mann so für eine? Hat er
- 42:22Probleme?
- 42:23Sag mal, warum willst denn du ständig
- 42:24über meinen Mann reden?
- 42:25Ein berufliche Neugier. Beziehungen sind
- 42:28mein Job.
- 42:28Da macht ihr keine Hoffnung. Bernhard
- 42:31würde nie zu einem Therapeuten gehen.
- 42:33Verstehe.
- 42:35Und wenn, dann würde er dir sicher davon
- 42:38erzählen, oder?
- 42:40Weiß ich nicht.
- 42:42Was soll denn der Unsinn?
- 42:45nichts. Vergiss es.
- 42:47Hallo, was darf sein?
- 42:51Ein Kuh
- 42:57für mich. Kurassau.
- 42:59[musik]
- 43:04Und hier gibt's ein Taxist.
- 43:06Nein, ich wollte dir doch zeigen, wo ich
- 43:08früher gewohnt habe. Da schau
- 43:12hier.
- 43:13Ja. Ah,
- 43:15und wo war deine Wohnung?
- 43:18Die ging zum Hinterhof raus.
- 43:22Oh,
- 43:23es ist schon spät und ich muss morgen
- 43:25früh raus.
- 43:27Ach komm, es dauert doch nicht lang.
- 43:39Siehst du, da oben habe ich gewonnen.
- 43:43Ah ja,
- 43:46war das, was du mir zeigen wolltest?
- 43:49Ja.
- 44:24[musik]
- 44:46Süß.
- 44:56Hallo Schatz. Bernard, du bist noch
- 44:59wach. [seufzt][japst]
- 45:02Fast eins.
- 45:03Na ja, ich musste nach dem Konzert noch
- 45:05mal in den Verlag.
- 45:07Willst noch ein Glas Wein?
- 45:09Nein, ich muss wirklich ins Bett. Nacht.
- 45:12Nacht.
- 45:17Bin müde.
- 45:25Wie konnte ich das Regene nur all die
- 45:26Zeit antun? Diese ständigen Affären.
- 45:31Es jetzt wird mir klar, wie sie gelitten
- 45:33haben muss.
- 45:35Wie oft hat sie sich gewünscht, dass ich
- 45:36nur einfach für sie da bin? Aber ich
- 45:39habe ja nicht mal mehr mit ihr
- 45:40geschlafen.
- 45:42Wahrscheinlich hasst sie mich.
- 45:46Glauben Sie, dass Regine mich noch
- 45:47liebt?
- 45:52Schwer zu sagen, [räuspern]
- 45:55nach allem, was sie getan haben, würde
- 45:56es mich nicht wundern, wenn sie sich
- 45:59ein Stück weit von ihnen entfernt hat.
- 46:02Vielleicht sogar sehr weit.
- 46:06Ja, das fürchte ich auch.
- 46:10Es würde mich nicht wundern, wenn
- 46:13wenn
- 46:14sie einen anderen hat.
- 46:19Das ist mir offen gesagt peinlich
- 46:21darüber zu reden.
- 46:24Es ist so, dass
- 46:27Meer, was immer es ist, sie sollten
- 46:29darüber reden. Es könnte wichtig sein.
- 46:32Da haben Sie recht. Wenn ich es nicht
- 46:34meinem Therapeuten sage, wem denn dann?
- 46:37Ich will sie zu nichts drängen, aber
- 46:40nein, nein. Ja, ich will darüber reden.
- 46:44Also,
- 46:46seit mir dieser Verdacht gekommen ist,
- 46:48dass Regina einen anderen haben könnte,
- 46:52beschatte ich sie.
- 46:56Also Herr Meer, ich bitte Sie,
- 46:59ich muss schon sagen, also wenn es so
- 47:02weit gekommen ist, ich meine Vertrauen,
- 47:06das ist doch das allerwichtigste in
- 47:07einer Ehe, einer Beziehung, einer
- 47:09Partnerschaft. Ich weiß ja, also dann
- 47:12lassen Sie es um Himmels Willen.
- 47:14Versprechen Sie mir das.
- 47:16Ja, versprochen.
- 47:22Hallo Roland, ich habe Sehnsucht nach
- 47:24dir. Ich weiß, heute ist kein Konzert,
- 47:26aber ich würde dich trotzdem gerne
- 47:27sehen. Ich bin um 8 Uhr im
- 47:29Kaffeezentral. Ciao.
- 48:00Ja.
- 48:01Hsberg
- 48:03Meer,
- 48:05ich habe Ihnen doch gesagt, sie sahen
- 48:06mich zwischen den Sitzungen nicht. Sie
- 48:09machen was? Sie beschatten ihr.
- 48:13Wo sind Sie gerade?
- 48:16Kaffeezentral.
- 48:26Sie sollen sich nicht bei mir
- 48:27entschuldigen. Sie sollen das bleiben
- 48:29lassen. Gehen Sie nach Hause. Hören Sie
- 48:30mich?
- 48:32Ja, gut.
- 48:36Mist.
- 48:52[musik]
- 49:14Guten Tag, wir sind verbund mit der
- 49:16Schalt doch dein Handy ein.
- 49:25Hallo.
- 49:28Hallo.
- 49:28Ich hätte mein Martini gern gerührt und
- 49:30nicht geschüttelt.
- 49:34Bitte,
- 49:36sind Sie nicht Jürgen?
- 49:38Nein.
- 49:39Oh, schade.
- 49:41Das tut mir leid. Ich bin hier
- 49:42verabredet mit einem Jürgen. Wenn Sie
- 49:43jemanden sehen, der aussieht, als könnte
- 49:45ein Jürgen sein, bitte sagen Sie ihm,
- 49:46ich komme gleich wieder.
- 49:47Mhm.
- 49:47Ich bin Betina.
- 49:48Okay. Ah,
- 49:50ein Moment noch. Sehen Sie die Frau
- 49:52dahin?
- 49:52Ja.
- 49:54[musik]
- 50:02Darf ich Ihnen einen heißen Tipp geben?
- 50:05Schalten Sie mal Ihr Handy ein.
- 50:15Endlich.
- 50:20Regine
- 50:21Roland, wo bist du denn?
- 50:24Ich wurde aufgehalten.
- 50:26Wie aufgehalten? Du warst doch schon
- 50:28hier.
- 50:29Ja, genau. Ich erklärre es dir nachher.
- 50:32Bleib einfach da, wo du bist. Ich melde
- 50:34mich gleich wieder.
- 50:36Ja, aber Roland.
- 50:40Und
- 50:42und was?
- 50:44Ja, irgendein Jürgen.
- 50:45Jürgen? Nein, tut mir leid.
- 50:49Was denn mit dem da?
- 50:52Der
- 50:53Ja,
- 50:54stimmt. Der steht schon die ganze Zeit
- 50:56hier. Der scheint auf jemanden zu
- 50:58warten.
- 50:59Okay, dann tschüss.
- 51:06Na ja, ich befürchte, es war dein Mann.
- 51:09Mein Mann beschattet mich? Wie kommst
- 51:11denn da drauf? Du kennst doch gar nicht.
- 51:13Ah,
- 51:14das stimmt allerdings. Aber der Kerl
- 51:17lungerte vor dem Kaffee herum und ich
- 51:18glaube, er hat dich beobachtet. Könnte
- 51:20doch dein Mann gewesen sein.
- 51:21Na ja, wie sah denn aus?
- 51:23Ungefähr so groß wie ich. Hey, braunes
- 51:25Haar. Hohe Stirnbrille
- 51:29French Kalb.
- 51:30Mhm. Tja, das könnte ja gewesen sein.
- 51:34Glaubst hat uns gesehen?
- 51:35Nein, das glaube ich nicht.
- 51:38Wird ja richtig abenteuerlich.
- 51:41Komm, lass uns von der Straße wegen.
- 51:48Ich war mir offen gesagt ziemlich
- 51:50sicher, dass nach dieser Aufregung
- 51:51nichts mehr laufen würde. Ja.
- 52:31Ah.
- 52:38[musik]
- 52:51Danke.
- 52:52Du hast sie wieder getroffen. Ich
- 52:54dachte, das sei vorbei. Du hast doch
- 52:55gesagt.
- 52:56Ja, da habe ich gelogen. Du hast
- 53:00Okay.
- 53:02Warum hast du sie wieder getroffen?
- 53:06Na ja, ich ich habe mit dir geschlafen
- 53:11und gleichzeitig therapierst du ihren
- 53:12Mann.
- 53:13Ja, es ist da von seiner Seite eine
- 53:15starke Abhängigkeit entstanden. Ich
- 53:17konnte ihn nicht einfach wegschicken.
- 53:18Ich habe das einfach unterschätzt.
- 53:22Das ist unverantwortlich. Wieso erzählst
- 53:24du mir diesen ganzen Mist eigentlich? Du
- 53:26kannst doch nicht ernsthaft annehmen,
- 53:27dass ich dafür auch nur so viel
- 53:28Verständnis aufbringe.
- 53:30Du reagierst sehr emotional.
- 53:32Bist du sicher, dass das nur sachlich
- 53:34begründet ist? Verstehe mich bitte nicht
- 53:36falsch. Ich möchte nur nicht noch eine
- 53:38ungeklärte Situation. [musik]
- 53:39Ich reagiere völlig normal.
- 53:41Tust du nicht?
- 53:44Gut, gut. Ich reg mich auf, weil dein
- 53:47Verhalten einfach unanständig ist. Ein
- 53:49Therapeut, der darf sowas nicht tun. Und
- 53:51und außerdem
- 53:53außerdem
- 53:54außerdem
- 53:58tut es mir weh.
- 54:00Ich weiß, das ist lächerlich und es geht
- 54:02mich auch nichts an, aber
- 54:04das ist do ganz normal.
- 54:08Der Gedanke, dass du eine andere Frau
- 54:09liebst. Ich muss mich erst dran
- 54:11gewöhnen.
- 54:12Schlimm
- 54:14bisschen.
- 54:20Es wäre auch schlimm, wenn es anders
- 54:21wäre.
- 54:24Ja.
- 54:25Ja. Da müsste ich mich nämlich fragen,
- 54:27ob die ganzen 6 Jahre verlorene [musik]
- 54:29Zeit waren.
- 54:32Nein, das waren sie nicht. Wir hatten
- 54:35eine wunderschöne Zeit.
- 54:37Ja, das hatten wir.
- 54:40[musik] auch wenn es jetzt vorbei ist,
- 54:41ich möchte keine Sekunde wissen.
- 54:44Ich auch nicht.
- 54:48Na ja, fast keine Sekunde.
- 54:53Trotzdem ist das [musik] total
- 54:54unprofessionell mit dieser Frau.
- 55:08Ja. Hallo.
- 55:10Was? Ich bin gerade auf dem Weg zur
- 55:11Arbeit. Wie bitte? Es geht nicht. Ich
- 55:15habe Patienten, die
- 55:17Ach du Scheiße.
- 55:21Na gut, ich komme.
- 55:32Hallo. Das ist aber schön, dass ich dich
- 55:34noch sehe. H.
- 55:35Hallo Mama.
- 55:37Du musst die aufhalten. Die will mich
- 55:39verlassen.
- 55:42Dein Vater hat wieder mal eine Affäre.
- 55:43Er denkt, ich bin blöd. Ich merk das
- 55:45nicht.
- 55:45Wenn du gehst, springe ich.
- 55:48Gib mir noch eine Chance, bitte.
- 55:50Ha, da ist es ja.
- 55:53Hilfst du mir mit dem Gepäck?
- 55:55Ja. Und?
- 55:58Das springt nicht. Der will mich nur
- 55:59erpressen.
- 56:00Ich warne dich, ich tu es.
- 56:02Kümmer dich ein bisschen um ihn. Ja.
- 56:05Bist du sicher? Seit 20 Jahren will ich
- 56:07gehen. Es reicht.
- 56:11Tut mir leid, ich melde mich dann auch.
- 56:16Du kommst wieder.
- 56:20Willst du nicht bald mal wieder da? Wie
- 56:22bist denn überhaupt darauf gekommen?
- 56:24Ja, mit der Leiter da hinten. Die ist
- 56:26umgefallen.
- 56:27Geh mal lieber von der Dachkante weg und
- 56:29pass auf das Laub auf.
- 56:36Geh lieber von der Dachkante weg.
- 56:38Hör auf zu meckern. Sei froh, dass du
- 56:40noch lebst. Meinst du kommt wieder?
- 56:47Ich dachte, sie bedeutet ihr nichts
- 56:49mehr.
- 56:49Ach, da wusste ich doch nicht, dass sie
- 56:50mich verlassen will.
- 56:53Wie soll ich nur ohne sie leben?
- 56:56Das wird schon wieder.
- 56:58Weißt du, dass wir 39 Jahre zusammen
- 57:00waren?
- 57:0339 Jahre und davon habe ich sie 3 Jahre
- 57:05betrogen. 3 Jahre von 39.
- 57:09[schnauben] Es tut mir so leid.
- 57:17Was Zeit
- 57:20eigentlich nicht mal 3 Jahre.
- 57:32Soll das weitergehen mit uns?
- 57:36Tja, wenn Bernhard nicht wäre.
- 57:40Liebst du ihn denn noch?
- 57:44Vielleicht, vielleicht auch nicht, aber
- 57:47ich kann mich nicht von ihm trennen. Das
- 57:48kann ich ihm nicht antun.
- 57:51Vielleicht befügt er dich ja auch.
- 57:54Du kennst Bernhard nicht. Das ist ein
- 57:56durch und durch anständiger Kerl. Der
- 57:59würde sowas nicht machen.
- 58:02Auf die Idee käm der gar nicht.
- 58:07Verstehe.
- 58:21Hey, das ist eine Überraschung.
- 58:24Hallo Chris.
- 58:30Hi.
- 58:31Hi.
- 58:32Ja, also Chris, Regine,
- 58:36Martin,
- 58:38Roland hat schon viel von Ihnen erzählt.
- 58:41Ja. Und woher kennt ihr euch?
- 58:45Chris und Roland, die waren mal zusammen
- 58:46bis vor drei Wochen, um genau zu sein.
- 58:50Ja, wir sind sozusagen frisch getrennt.
- 58:54Also, mir kommt es vor wie eine
- 58:55Ewigkeit.
- 58:58Ja, so eine Beziehungspause wirkt oft
- 59:00Wunder.
- 59:02Sagtest du, ihr macht eine
- 59:04Beziehungspause?
- 59:06Nein, ich ich sagte das zu Roland bei
- 59:08unserer Trennung. Ich sagte, ich denke,
- 59:10wir brauchen eine Beziehungspause.
- 59:12Genau. Und ich sagte, bitte, kannst du
- 59:14haben für die nächsten 100 Jahre.
- 59:19Also dann viel Spaß noch. Euch auch.
- 59:34Morgen.
- 59:35Guten Morgen, Herr Arsberg.
- 59:39Ach übrigens, Herr Meer ist schon da.
- 59:42Wie jetzt schon?
- 59:43Ja, er scheint sehr aufgeregt zu sein.
- 59:47Er kann es kaum erwarten, sie zu sehen.
- 1:00:01Morgen, Herr Meer. Sie sind früh dran.
- 1:00:04Es tut mir so leid, dass ich sie belogen
- 1:00:06habe.
- 1:00:07Ein Ausrutscher, kein Problem, aber wird
- 1:00:10nicht wieder vorkommen. Stimmt? Nein,
- 1:00:12also ganz bestimmt nicht. Ich
- 1:00:16ich habe vorgestern eine Frau getroffen.
- 1:00:19Na, eigentlich war es ein
- 1:00:19Missverständnis. Sie hielt mich na ja,
- 1:00:23egal. Der Witz war, ich kannte sie.
- 1:00:26Wir hatten uns mal im Internet
- 1:00:27kennengelernt.
- 1:00:29Eine ihrer Affären.
- 1:00:31Äh ja.
- 1:00:33Na, jedenfalls
- 1:00:35haben wir wieder miteinander geschlafen.
- 1:00:40So. So,
- 1:00:45also doch, ich habe geglaubt, ich hätte
- 1:00:48den Verlust meiner Mutter endgültig
- 1:00:50überwunden und zu Regine zurückgefunden.
- 1:00:53Aber das war ja wohl ein Irrtum. Warum
- 1:00:56gehe ich sonst mit der erstbesten Frau
- 1:00:57gleich ins Bett? Ich fürchte, die
- 1:01:01Therapie, die hat bei mir total versagt.
- 1:01:08So dürfen Sie das nicht sehen. Sie haben
- 1:01:10eine Entscheidung getroffen. Gut, eine
- 1:01:13Entscheidung gegen ihre Ehe, aber
- 1:01:15immerhin eine Entscheidung.
- 1:01:18Sie müssen nur noch die Situation mit
- 1:01:20Ihrer Frau klären.
- 1:01:22Das kann ich nicht.
- 1:01:24Ich
- 1:01:26kann dir das doch nicht sagen. Das kann
- 1:01:28ich ihr nicht antun.
- 1:01:30Sie werden sich wundern, wie gelassen
- 1:01:31sie das aufnimmt. Sie kennen sie nicht.
- 1:01:34Ich kenne sie gut genug.
- 1:01:36Aus ihren Schäderungen. Die Frau ist
- 1:01:39vernünftig, jede Garantie.
- 1:01:42Also, was ist?
- 1:01:44Reden Sie mit ihr?
- 1:01:47Ja. Wollen sie etwa den Rest ihres
- 1:01:49Lebens Theater spielen? Sie werden
- 1:01:50gefälligst mit dir reden.
- 1:01:53Was heißt das? Reden Sie mit ihr.
- 1:01:57Ja, gut.
- 1:02:05Proaktive Intervention habe ich außer
- 1:02:07ein Countertherapie übernommen.
- 1:02:10So, wir haben noch 32 Minuten. Welch
- 1:02:14wundersame Wendung. Die Zukunft mit
- 1:02:17Regine sah glänzend aus. Ich beschloss
- 1:02:19Sie mit einem Geschenk zu überraschen.
- 1:02:21Doch bei meiner Suche stieß ich ständig
- 1:02:23auf Geschenke für Chris. [musik] Aber
- 1:02:25was könnte Regina gefallen?
- 1:02:27Guten Tag. Suchen Sie was bestimmtes? Äh
- 1:02:30nein, ich wollte mich nur umgucken.
- 1:02:34Ich wusste [musik] es einfach nicht.
- 1:02:40Ein Kompass. Mein Gott,
- 1:02:43den hätte ich gern. Ein schönes Stück.
- 1:02:45Ich pack hinein. Danke.
- 1:02:47In Island, als [musik] Chris und ich uns
- 1:02:49verlaufen hatten, was hätten wir da für
- 1:02:50einen Kompass gegeben?
- 1:02:58Ja. Hallo.
- 1:03:01Oh,
- 1:03:04[schnauben]
- 1:03:05es ist so furchtbar.
- 1:03:08Was ist denn los?
- 1:03:10Martin hat eine andere.
- 1:03:14Vielleicht hat er ja gar nichts mit
- 1:03:16dieser Frau.
- 1:03:17Sie lagen sich in den Armen. Ich meine,
- 1:03:19es hätte nicht viel gefehlt und sie
- 1:03:20hätten auf offener Straße miteinander
- 1:03:21geschlafen.
- 1:03:22Hast du ihn drauf angesprochen?
- 1:03:24Nein, ich will ihn nie wiedersehen.
- 1:03:25Verstehst du?
- 1:03:28Es ist so niederträchtig.
- 1:03:31Martin hat sich um mich gekümmert, hat
- 1:03:33für mich gekocht. Er hat mir zugehört.
- 1:03:35Er hat Verständnis für mich gehabt, aber
- 1:03:37er hat das alles nur gemacht, um mich zu
- 1:03:39täuschen.
- 1:03:40Worüber denn? darüber, dass ein ganz
- 1:03:42mieser Aufreiser ist, der mich nur ins
- 1:03:43Bett kriegen wollte.
- 1:03:47Ich fühle mich so benutzt.
- 1:03:49Hey, hey, hey, komm schon. Der Karl ist
- 1:03:54nicht wert.
- 1:03:55Du hast mich wenigstens nicht benutzt.
- 1:03:58Na ja, wenn ich ganz ehrlich bin,
- 1:04:02eigentlich wollte ich dich auch nur ins
- 1:04:03Bett kriegen und dann bin ich die sech
- 1:04:04Jahre nicht mehr losgeworden. Blöd Mann,
- 1:04:07du sollst mir was aufmunterndes sagen
- 1:04:09und nicht so eine Scheiße.
- 1:04:11Was vergiss den Karl, du wirst den Mann
- 1:04:14schon [musik] finden, der dich glücklich
- 1:04:15macht,
- 1:04:17glaubst du?
- 1:04:21Warte mal.
- 1:04:32Zu einen hast du dir doch immer
- 1:04:33gewünscht.
- 1:04:39Ach Roland.
- 1:04:52[musik]
- 1:04:53Nicht.
- 1:04:54Wir sollten das nicht tun.
- 1:04:57Natürlich nicht.
- 1:05:03Danke für den Kompass.
- 1:05:15[musik]
- 1:05:20Und haben Sie es ihrer Frau gesagt?
- 1:05:24gewissermaßen.
- 1:05:26Was heißt gewissermaßen?
- 1:05:29Ich habe ihr gesagt, dass ich in
- 1:05:30Therapie bin und sie fand das gut.
- 1:05:33Sie sollten ihr sagen, dass sie sich
- 1:05:34trennen wollen.
- 1:05:37Genau darüber wollte ich mit ihnen
- 1:05:39reden. Ich bin doch einfach nicht so
- 1:05:41geschickt in diesen privaten Dingen. Ich
- 1:05:43dachte, sie können mir helfen.
- 1:05:45Ich? Nein, ich auf gar keinen Fall. Da
- 1:05:48muss jeder selber durch. Aber sie sind
- 1:05:51doch der Profi. Sie haben doch all diese
- 1:05:54Psychotricks drauf.
- 1:05:56Ich
- 1:05:56fürchte, ich verstehe nicht ganz.
- 1:05:58Sie müssen mit ihr reden.
- 1:06:00Nein, nein, ich äh es ist enorm wichtig,
- 1:06:03dass das Tennungsgespräch zwischen den
- 1:06:05Partnern geführt wird. Das ist, wenn Sie
- 1:06:07so wollen, die Grundlage jeder
- 1:06:09erfolgreichen Trennung.
- 1:06:11Aber sie können doch wenigstens dabei
- 1:06:12sein, wenn ich mit dir rede. Auf gar
- 1:06:15keinen Fall. Ich als ihr Therapeut
- 1:06:17sollte, wie soll ich sagen, unsichtbar
- 1:06:19für Ihre Frau bleiben. Wir machen hier
- 1:06:21ja schließlich keine Partie.
- 1:06:22Stellen Sie sich doch nicht so an. Sie
- 1:06:24müsste eh gleich hier sein. Wie bitte?
- 1:06:25Ich habe Sie gebeten herzukommen. Ich
- 1:06:27hatte ja keine Ahnung, dass das so ein
- 1:06:28Problem für sie ist.
- 1:06:29Problem wäre zu viel gesagt. Schöne
- 1:06:31Krawatte. Oh mein Gott, ich bin gleich
- 1:06:33wieder da. Das ist doch wieder einer
- 1:06:34ihrer Psychotricks.
- 1:06:39Frau Leitner, da kommt gleich eine Dame.
- 1:06:42Eine Frau Meer. Die darf mich hier auf
- 1:06:43gar keinen Fall sehen.
- 1:06:44Warum? Sie dürfen hier sein. Das ist
- 1:06:47ihre Praxis.
- 1:06:48Ja, aber sie sollen nicht wissen, dass
- 1:06:49das meine Praxis ist.
- 1:06:51Das steht doch sowieso unten am Schild.
- 1:06:53Gott, ich habe keine Lust mit ihm
- 1:06:54darüber zu diskutieren.
- 1:06:56Es ist sinnlos. Die Dame hat vor einer
- 1:06:59Minute geklingelt. Sie wird gleich
- 1:07:01reinkommen.
- 1:07:19Ersberg, ich hab das Behandlungszimmer
- 1:07:22gleich nebenan.
- 1:07:25[gelächter]
- 1:07:31Mein Mann ist hier in Behandlung und ich
- 1:07:33bin heute bestellt für ein gemeinsamen
- 1:07:35Termin.
- 1:07:35Ja. Ähm, gehen Sie schon mal rein da.
- 1:07:40Hier links. Ja,
- 1:07:40ja, ja.
- 1:07:48Also, ich gehe da nicht rein. Wir sehen
- 1:07:50uns morgen wieder.
- 1:07:51Ja, aber was soll ich jetzt denn Meers
- 1:07:53erzählen?
- 1:07:54Ich musste dringend weg. äh Hausbesuch.
- 1:07:57Ih wird schon was ein
- 1:07:58Hausbesuche.
- 1:08:18Die zwei Jacken, die habe ich jetzt für
- 1:08:20eine bekommen. Ja, für einigen. Ich
- 1:08:22[musik] weiß mehr gerade ich habe die
- 1:08:24versucht. Ich habe ein bisschen
- 1:08:26abgesprochen zweit. Nee, nee, nee, nee,
- 1:08:28nee. Ohne Flecken wir nehmen die beide
- 1:08:30und dann
- 1:08:33warte mal
- 1:08:33da sind sie ja. Ihre Sekretärin meinte,
- 1:08:36sie sein gegangen. Das ist meine Frau.
- 1:08:40Das ist meine Frau Regine. Und das ist
- 1:08:42mein unschätzbarer Lebenshelferberg.
- 1:08:46Tja,
- 1:08:48ich habe sie mir ganz anders
- 1:08:49vorgestellt.
- 1:08:59Wir bleiben doch hier.
- 1:09:04Ja, aber
- 1:09:11nehmen Sie doch Platz.
- 1:09:20Tja,
- 1:09:24dann schießen wir mal los.
- 1:09:28Also, mir sind da einige Dinge in
- 1:09:30unserer Beziehung aufgegangen, die ich
- 1:09:32dir gerne sagen möchte, aber ich finde
- 1:09:35nicht die richtigen Worte dafür.
- 1:09:37Herrsberg hat da mehr Übung und deshalb
- 1:09:40dachten wir, ihr Mann möchte sich von
- 1:09:42ihnen trennen.
- 1:09:44Wie bitte?
- 1:09:45Tja, womöglich ist das ja eine Lösung,
- 1:09:48an die Sie auch schon gedacht haben. Es
- 1:09:51ist jedenfalls so, dass ihr Mann sie
- 1:09:52seit fast 3 Jahren Also, ich bitte Sie,
- 1:09:55Herr Meer, wenn ich das schon für Sie
- 1:09:56erledigen sollte, dann auf meine Weise.
- 1:09:58Dann spielen wir mit offenen Karten.
- 1:10:01Also, ihr Mann betrügt sie seit Jahren,
- 1:10:04hat ständig wechselnde Affären. Ja. Das
- 1:10:07mag sie überraschen, aber am besten ist
- 1:10:09dieses Verhalten [räuspern] durch den
- 1:10:11traumatischen
- 1:10:12Bernhard.
- 1:10:15Das hört sich jetzt hart an
- 1:10:17seit Jahren. Du hast andere Frauen.
- 1:10:21Ich kann dir gar nicht sagen, Regene,
- 1:10:23wie leid mir das tut.
- 1:10:25Und ich hatte nicht die leiseste Ahnung.
- 1:10:28Ich ich komme mir so naiv vor.
- 1:10:32Regine,
- 1:10:33du kannst dir gar nicht vorstellen, wie
- 1:10:34sehr du mich damit verletzt. Sehen Sie
- 1:10:36es doch mal so, in jeder Trennung liegt
- 1:10:38doch auch eine Chance.
- 1:10:40Es kam doch eins zum anderen.
- 1:10:43Wir haben doch kaum noch miteinander
- 1:10:45geschlafen.
- 1:10:46Du, es würde mich nicht wundern, wenn
- 1:10:49wenn du auch.
- 1:10:51Ja,
- 1:10:52ich habe auch.
- 1:10:54Wie bitte?
- 1:10:55Ich habe dich auch betrogen.
- 1:10:58Du hast mich ja nicht mehr angesehen.
- 1:11:02Jetzt tu doch nicht so geschockt. Ich
- 1:11:03dachte, du hättest damit gerechnet. Ja,
- 1:11:07das heißt Nein, ich
- 1:11:10eigentlich nicht. Ich meine, Herr Meer,
- 1:11:12bleiben Sie ruhig.
- 1:11:14Wer ist der Kerl? Kenne ich den?
- 1:11:15Also, der spielt euch jetzt wirklich
- 1:11:16keine Rolle. Wer ist dieses Schwein? Ich
- 1:11:19will das wissen. Ich habe ein Recht
- 1:11:21darauf.
- 1:11:23Soll ich ihm sagen?
- 1:11:26Jetzt sagen sie ihr, dass sie es mir
- 1:11:27sagen soll.
- 1:11:31Sag sie.
- 1:11:36Moment,
- 1:11:38habe ich da eben gerade etwas
- 1:11:39missverstanden? Nein, sie haben richtig
- 1:11:42verstanden. Ihre Frau und ich haben seit
- 1:11:43längerem meine Affäre.
- 1:11:46Das ist ja nicht zu fassen.
- 1:11:49Du betrückst mich mit meinem
- 1:11:50Therapeuten.
- 1:11:51Ich wusste ja nicht.
- 1:11:51Regine kann nichts dafür. Sie halten
- 1:11:53sich daraus. Wir beide reden noch. Das
- 1:11:55ist ja mies.
- 1:11:57Mies, das sagt ja wohl der richtige.
- 1:12:00Bei mir ist es doch was ganz anderes.
- 1:12:01Ach natürlich. Bei Männern, das ist
- 1:12:03immer was anderes.
- 1:12:03Das hat doch was mit meiner Mutter zu
- 1:12:05tun.
- 1:12:05Mit deiner Mutter? Das wird ja immer
- 1:12:07besser.
- 1:12:08Du hast deine Mutter selber.
- 1:12:09Jetzt war es also raus. Gut, ich würde
- 1:12:12meine Zulassung verlieren, aber dafür
- 1:12:14stander Zukunft mit Regen nichts mehr im
- 1:12:17Weg. Unser Verhältnis war jetzt [musik]
- 1:12:18sozusagen offiziell,
- 1:12:21aber leider wurde mir in dem Moment auch
- 1:12:23klar, dass es gar nicht Regine war, mit
- 1:12:24der ich eine Zukunft wollte.
- 1:12:30auch das nicht mehr.
- 1:12:53Du bist so ein Arschloch. Warum hast du
- 1:12:55das gemacht? Nein, wenn ich es recht
- 1:12:57überdachte, [musik] wollte ich die ganze
- 1:12:58Zeit nur eins. Ich wollte Chris zurück.
- 1:13:32Hallo,
- 1:13:34warum meldest du dich nicht bei mir? Hat
- 1:13:36das ein bestimmten Grund?
- 1:13:38Allerdings.
- 1:13:41Oh Gott.
- 1:13:47Chris,
- 1:13:59Roland, was machst du denn hier? Ich
- 1:14:02habe den Krankenwagen von de Haus
- 1:14:04gesehen. Ich dachte, dir wäre was
- 1:14:05passiert. Nein,
- 1:14:07ich habe Martin die Hand gebrochen.
- 1:14:10Hey, stark. Das hat dich sicher befreit.
- 1:14:13Nein, es hat mir wahnsinnig leid getan.
- 1:14:15Ich meine, es waren drei
- 1:14:16Mittelhandknochen und der Daumen.
- 1:14:18Wow.
- 1:14:19Ja. Und im Krankenwagen hat er mir
- 1:14:21gesagt, dass er mich liebt.
- 1:14:22Ja.
- 1:14:23Was ich bitte?
- 1:14:24Diese andere Frau,
- 1:14:25das war seine Ex-Freundin.
- 1:14:28Er war ziemlich verzweifelt, weil er
- 1:14:30hatte das Gefühl, dass ich ihn ablehne
- 1:14:32und da hat er sich bei ihr ausgeheult.
- 1:14:35Verstehe.
- 1:14:38Hat er sich echt bei seiner Ex
- 1:14:40ausgeheut?
- 1:14:42Na, jedenfalls. Er liebt mich und wir
- 1:14:45ziehen zusammen.
- 1:14:46Tja,
- 1:14:48brich ihnen die Hand und [musik] sie
- 1:14:49werden dich lieben.
- 1:14:51Verrückte Welt. Was?
- 1:14:55Tja, das war's dann wohl. Danke. Super.
- 1:15:02[gelächter]
- 1:15:03Ja.
- 1:15:082 Minuten haben wir noch.
- 1:15:20Ja, alles wird wieder gut.
- 1:15:25In der nächsten Zeit war ein gewisser
- 1:15:27beruflicher [musik] Niedergang nicht zu
- 1:15:28übersehen.
- 1:15:31Mein Gott, das interessiert mich als Tom
- 1:15:33mich jetzt verlassen hat und gesagt hat,
- 1:15:34ich bin beziehungsunchuldigung.
- 1:15:38Wofür? Sie haben doch gar nichts gesagt.
- 1:15:45Dafür sah ich [musik] mein Vater jetzt
- 1:15:46öfter. Wir verbrachten so manchen Abend
- 1:15:49mit intensiven Gesprächen über unsere
- 1:15:51augenblickliche [musik] Situation.
- 1:15:58[musik]
- 1:16:00Weiber. Genau, Weiber. [musik]
- 1:16:10Shit.
- 1:16:13Die Nächte waren eher einsam. Kurze Zeit
- 1:16:16später fuhr mein Vater Mutter nach
- 1:16:17Mallorca hinterher. Sie ließ ihn zwar
- 1:16:19nicht [musik] in ihr Hotelzimmer, aber
- 1:16:21das kümmerte ihn nicht. Er wollte sie
- 1:16:23auf jeden Fall zurück haben.
- 1:16:37Ja.
- 1:16:43[musik]
- 1:16:45Ich
- 1:17:04brauchte mal Abstand von allem und so
- 1:17:06löste ich meine Praxis auf, [musik] um
- 1:17:08mindestens ein Jahr lang wegzufahren und
- 1:17:10zu mir selbst zu finden. Ich hatte
- 1:17:13ohnehin Zweifel, ob ich [musik] für
- 1:17:14diesen Beruf geeignet war.
- 1:17:19Ja. Ja,
- 1:17:21Frau Leid,
- 1:17:23Frauen dann noch mal für alles. F gern.
- 1:17:28Das ist nett. Tschüss.
- 1:17:30Tschüss.
- 1:17:37Eigentlich bin ich gekommen, um mich zu
- 1:17:39verabschieden.
- 1:17:40Du gehst weg? Ja, ich fahre für ein Jahr
- 1:17:42nach Island. Ich brauche einfach mal ein
- 1:17:44bisschen Abstand. Keine Leute, keine
- 1:17:46Patienten, kein Handy, einfach nichts.
- 1:17:49Und wann fliegst du?
- 1:17:51Heute.
- 1:17:52Heute schon?
- 1:17:52Mhm.
- 1:17:53Für ein Jahr.
- 1:17:56Und was sagt diese Regine dazu?
- 1:18:00Regina,
- 1:18:02die gibt's nicht mehr.
- 1:18:06Okay,
- 1:18:09so. Der zieht dir also zusammen.
- 1:18:13Soweit haben wir es nie gebracht.
- 1:18:16Du hast mich nie gefragt.
- 1:18:21Ich werde dich vermissen.
- 1:18:23Ich dich auch.
- 1:18:27Hier.
- 1:18:31Das wollte ich dir noch zurückgeben.
- 1:18:33Hast du es gefunden?
- 1:18:35Na ja, ich habe es absichtlich [musik]
- 1:18:37behalten als Andenken.
- 1:18:43Stimmt. Ich habe dich nie gefragt, ob
- 1:18:45wir zusammenziehen wollen.
- 1:18:47Hab so viele Dinge nicht gesagt, die ich
- 1:18:49dir eigentlich sagen wollte.
- 1:18:52Was denn?
- 1:18:54Nichts. Kleine [musik] Dinge eben.
- 1:18:56Sag ein paar
- 1:18:58jetzt.
- 1:19:01Na ja,
- 1:19:03sowas wie, dass ich [musik] es mag,
- 1:19:05morgens neben dir aufzuwachen, wenn du
- 1:19:07nachts vorher meine Seite gerobt bist.
- 1:19:09Oder dass du vor lauter Angst, das
- 1:19:11Fleisch könnte blutig sein, das Steak so
- 1:19:13lange breht, bis der Stein hart ist und
- 1:19:14dass ich dich dafür küssen könnte.
- 1:19:17Weißt du, dass ich mich nicht nur an
- 1:19:18deine Macken gewöhnt habe, sondern ohne
- 1:19:21sie gar nicht mehr leben möchte
- 1:19:25und vor allem,
- 1:19:27dass ich mich drauf [musik] gefreut habe
- 1:19:28mit dir alt zu werden, weil dann werde
- 1:19:31ich nämlich ziemlich kauzig sein und auß
- 1:19:33niemand glauben, dass die Kaffeemaschine
- 1:19:34auch wirklich aus ist. Na ja, nichts
- 1:19:38aufregendes.
- 1:19:42Vielleicht hätten [musik] wir ein
- 1:19:43bisschen besser auf uns acht gehen
- 1:19:44sollen.
- 1:19:45Tja.
- 1:19:48Jetzt ist es eben anders gekommen.
- 1:19:52Gehst du vor?
- 1:19:58Ich
- 1:20:04will dir auch noch was sagen.
- 1:20:07Ich habe mich auch mal darauf gefreut,
- 1:20:09mit dir alt zu werden.
- 1:20:18Mach's gut.
- 1:20:24Das hast du alles selbst aufgebaut
- 1:20:27mit einer Hand. Tja, mit link.
- 1:20:31Komm
- 1:20:37schau,
- 1:20:39ich habe die Hälfte leer geräumt. Kannst
- 1:20:41reintun, was immer du willst. Du kannst
- 1:20:43auch alles umräumen oder vielleicht
- 1:20:45kaufen wir einfach neue Möbel. Ganz wie
- 1:20:46du willst.
- 1:20:50Was ist denn?
- 1:20:52Du kennst die Wohnung doch.
- 1:20:54Ja,
- 1:20:56es ist nur
- 1:20:58es ist das erste Mal, dass ich bei
- 1:21:00jemandem einziehe.
- 1:21:02Klar,
- 1:21:03das verstehe ich.
- 1:21:06Moment.
- 1:21:13Soll ich dir helfen?
- 1:21:15Nein, ich war alles im Griff.
- 1:21:19[schnauben]
- 1:21:20So,
- 1:21:22lass uns anstoßen.
- 1:21:24Ja, heute fängt ein neues Leben für uns
- 1:21:25an.
- 1:21:27Tschüss.
- 1:21:31Was ist denn?
- 1:21:34Es tut mir so leid.
- 1:21:36Was denn?
- 1:21:39Dass ich dir die Hand gebrochen habe.
- 1:21:42Chris, hast du schon lang vergessen,
- 1:21:44solange du mir nicht das Herz brichst.
- 1:21:47Aber ich glaube,
- 1:21:50genau das werde ich jetzt tun.
- 1:21:55Zum Flughafen bitte.
- 1:22:02Oh Gott. Drehen Sie bitte noch mal um.
- 1:22:06[musik]
- 1:22:10Ich
- 1:22:30muss nach Island.
- 1:22:32Tut mir sehr leid, aber die Maschine ist
- 1:22:34voll.
- 1:22:37Guten Tag meine Damen und Herren. Ihr
- 1:22:38Luftans8
- 1:22:40nach Rew ist nun für Sie zum Einsteigen
- 1:22:42bereit am Ausgang wie wir wünschen ihn
- 1:22:44einen schönen Tag und ein
- 1:22:47[musik]
- 1:22:49bitte ich muss an Bord dieser Maschine.
- 1:22:51Ihre Bordkarte bitte. [hecheln]
- 1:22:53Ich habe keine, aber
- 1:22:55tut mir leid. Also ohne Bordkarte geht
- 1:22:57leider nichts.
- 1:23:07[schnauben]
- 1:23:48Tut mir leid, der Flug ist geschlossen.
- 1:23:50Keine Chance.
- 1:23:52Aber
- 1:23:53ich kann wirklich nichts machen.
- 1:24:23Так. Ich muss daunter.
- 1:24:25Das geht nicht. Selbst wenn sie kommen
- 1:24:27nicht mehr in die Maschine.
- 1:24:28Hören Sie, da unten in dem Bus ist die
- 1:24:29Frau, die
- 1:24:31die Frau, mit der ich den Rest meines
- 1:24:33Lebens verbringen will. Die die Frau,
- 1:24:35die ich mehr liebe als alles andere auf
- 1:24:36dieser Welt. [musik] Ich weiß nicht, ob
- 1:24:37sie verstehen, was das bedeutet, aber
- 1:24:41halt
- 1:24:4323
- 1:24:48[musik]
- 1:25:25Test, test.
- 1:25:35Chris, warte.
- 1:25:41Chris, Chris. Yes.
- 1:26:18[musik]
- 1:26:25[musik]
- 1:26:38А
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This page contains the full transcript of Therapie und Praxis | Liebesfilme 2026 | Wenn Liebe zur Therapie wird, wird es gefährlich. by Dj Mamun Raj, generated from the public captions YouTube serves with the video. The transcript has 7,733 words across 1,657 segments, with the original timestamps preserved so you can click any line to jump to that moment in the embedded player.
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