SURE 100 AL 'ADIYAT DAS LAUFEN mit Marcel Krass — Transcript
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- 0:07Geschwister herzlich herzlich willkommen
- 0:13heute. Wenn man sich heute ein bisschen
- 0:16Unterhaltung verschaffen möchte, dann
- 0:18kann man alles mögliche tun. Man kann
- 0:19ein gutes Buch lesen, man kann spazieren
- 0:21gehen, man trifft sich mit Freunden.
- 0:22Ähm, so war das zumindest früher so. äh
- 0:25hat Fußball gespielt oder solche Dinge
- 0:26gemacht, aber mehr und mehr äh
- 0:30verschiebt sich das in Richtung Netflix,
- 0:32Amazon Prime, Kinos etc. Das sind heute
- 0:35gängige Formen der Unterhaltung und sie
- 0:37können auch tatsächlich Emotionen in
- 0:39einen Menschen hervorrufen. Also, wenn
- 0:41wenn ich mich daran mal zurückerinnere,
- 0:43wenn ich im Kino war und
- 0:44äh also man hat einen bombastischen Film
- 0:47gesehen, allen voran heute mit diesen
- 0:49Computer generierten Effekten. Man kann
- 0:51vollkommen verrückte Welten erschaffen
- 0:53und wenn man das alles sieht, dann es
- 0:56beeindruckt einen wirklich sehr, also es
- 0:57nimmt eine mit. Manchmal kommen Leute
- 0:59raus, die sehen irgendwas, die brechen
- 1:00in Tränen aus oder sind emotional
- 1:02aufgewühlt, äh einfach nur, weil sie
- 1:04diese Bilder auf der Leinband sehen.
- 1:07Ähm, jetzt gibt es das ja erst seit 100
- 1:10oder 150
- 1:11Jahren, aber dieselben
- 1:14Möglichkeiten, diese Bilder lebendig
- 1:16werden zu lassen und vor allen Dingen
- 1:17diese Emotionen zu
- 1:19transportieren, dieselben Emotionen, die
- 1:21wir heute empfinden, wenn wir ins Kino
- 1:23gehen und wir sehen da irgendwas
- 1:24vollkommen verrücktes, einen
- 1:25Sternzerstörer, der auf einen Mond
- 1:27zufliegt und das ganze Dingen
- 1:28explodiert. Dieselben Emotionen, die
- 1:31konnte man auch schon erzeugen, bevor es
- 1:33das Kino gab.
- 1:36Allen voran konnten das damals die
- 1:39Araber. Dasselbe, was wir heute im Kino
- 1:42sehen, das konnten die damals auch in
- 1:44den Menschen hervorrufen. Allerdings
- 1:45nicht durch Kinos. Kinos gab's vor 1000
- 1:47Jahren noch nicht. Sie konnten das
- 1:49allein durch
- 1:50Sprache, allein mit deren sprachlichen
- 1:53Möglichkeiten konnten sie das dasselbe
- 1:55erzeugen. Das heißt, sie waren in der
- 1:57Lage, eine Geschichte so plastisch
- 2:00darzustellen, dir so Bilder im Kopf zu
- 2:02schildern. mit wenigen Worten manchmal
- 2:05dieses selben Emotionen
- 2:07hervorrufen wie wir, wenn wir heute ins
- 2:09Kino
- 2:10gehen. Damals gab's auch nichts anderes.
- 2:12Das war tatsächlich auch ein Segen, dass
- 2:14dieser
- 2:15Koran in diese Wüste herabgesandt wurde.
- 2:19Diese arabische Sprache hat sich im
- 2:20Laufe von 1000 Jahren so herangebildet,
- 2:22weil sie unberührt war. Umberührt.
- 2:25Niemand hatte ein Interesse daran,
- 2:27Saudi-Arabien zu besetzen. Heute ist
- 2:28anders, heute gibt's Öl, aber vor 1400
- 2:30Jahren gab es kein Öl da. Und deswegen
- 2:32haben die Römer und Perser die ganzen
- 2:33Araber immer in Ruhe gelassen. Warum
- 2:34soll man diese arabische Halbinsel
- 2:36besetzen? Also es macht da überhaupt
- 2:37keinen Sinn. Und die waren unter sich
- 2:39und dadurch ist im Laufe der Zeit eine
- 2:41Sprache entstanden, die so wunderschön
- 2:42und blumig und poetisch ist und man kann
- 2:45einfach sehr sehr schöne Dinge damit
- 2:46ausdrücken, auch mit sehr, sehr, sehr
- 2:48wenigen Wörtern. Also ist fantastisch
- 2:50und das war quasi ihr Kino, ihr
- 2:52Entertainment damals und sie haben eine
- 2:55Sprache herangebildet, die auch nur
- 2:56heute ihres gleichen sucht. Wenn ihr mal
- 2:58so typische europäische Sprachen
- 3:00vergleicht, dann haben die insgesamt
- 3:02einen Wortschatz. Insgesamt. Du zählst
- 3:04alle Wörter durch von 300 oder 400.000,
- 3:08vielleicht 500.000 maximum, eine normale
- 3:11europäische Sprache, 500.000 Wörter,
- 3:13dann ist auch
- 3:14Schluss. Die arabische Sprache hat über
- 3:1712 Millionen
- 3:18Wörter. Über 12 Millionen
- 3:21Wörter. Das war ihr Entertainment. Das
- 3:24war quasi ihre
- 3:26Kinoeintrittskante. So haben sie sich
- 3:27damals
- 3:28unterhalten. Und dieses Stilmittel,
- 3:31diese Bilder
- 3:32hervorzurufen und damit Emotionen zu
- 3:34verknüpfen, das haben nicht nur die
- 3:36arabischen Poeten damals gemacht. Dieses
- 3:38Selmittel verwendet man auch im Koran.
- 3:40Man findet es auch im Koran.
- 3:43Allen voran findet man das zu Beginn von
- 3:46einigen
- 3:47Suchen, wo Allah versucht eine eine
- 3:49Szene zu erzeugen, ein Bild lebendig
- 3:51werden zu lassen in den Köpfen der
- 3:52Zuschauer, bevor er vielleicht zu einem
- 3:54ganz anderen Punkt kommt, der einen
- 3:55überraschen mag. Und sehr oft findet man
- 3:58das zu Beginn einer Sura in Verbindung
- 4:01mit einem
- 4:03Schwur, dass Allah bei einer Sache
- 4:07schwört. Er schwört bei etwas und er
- 4:10erzeugt mit diesem Schwur, was dort in
- 4:12diesem Schwur geschildert wird, eine
- 4:14bestimmte Szene, ein Bild, eine
- 4:16Emotion, um nachher damit auf einen
- 4:18Punkt
- 4:19hinauszugen. Und dieser Schwur im Koran,
- 4:22er deutet immer auf das hin, was danach
- 4:24kommt. Er hängt damit irgendwie zusammen
- 4:26und gleichzeitig dient auch ein Schwur
- 4:29immer dazu, Aufmerksamkeit zu erregen.
- 4:31Das was danach kommt, das ist nicht
- 4:32einfach so eine Sache. Ihr kennt das,
- 4:34wenn ihr zu einem Autohändler geht und
- 4:35er will euch überzeugen, dass das beste
- 4:37Auto und hat nie ein Kratzer dran und
- 4:39der Kilometerstand ist tatsächlich der
- 4:41Kilometerstand, der angezeigt wird, dann
- 4:42sagt euch: "Wallahi, das ist der R und"
- 4:44und so weiter. Warum sagt er
- 4:46Wallahi, das ist wichtig, was jetzt
- 4:48kommt. Das ist die eine
- 4:51Sache und es wird auch so im Koran
- 4:53verwendet und eine der schönsten Suchen,
- 4:56wo das wirklich deutlich wird zu Beginn
- 4:57eine der
- 4:59Soden, das ist die
- 5:01Stechen die Soda Nummer
- 5:04100 und diese Soda heißt Aladiat
- 5:07Aladiat. Adiad heißt sie, weil dieses
- 5:10Wort auch schon in den ersten Vers
- 5:11vorkommt. Die ersten fünf Verse, sie
- 5:14machen nichts anderes als eine Szene
- 5:16aufbauen. Sie erzeugen ein Bild in den
- 5:18Köpfen der Zuschauer und wir schauen ein
- 5:20mal, welches Bild das ist. Das ist nicht
- 5:21einfach so. Allah macht damit oder will
- 5:24damit auf einen bestimmten Punkt hinaus
- 5:25und der kommt im Vers danach. Die ersten
- 5:28fünf Verse bauen nur eine Szene. Sie
- 5:30schreiben eine Szene, aber nicht einfach
- 5:31so. Allah schwört bei dem, was er hier
- 5:33sagt. Schauen uns einfach mal an, was
- 5:35das ist, wie diese Sur
- 5:44beginnt. Das ist der erste Vers, nur
- 5:46diese drei
- 5:50Wörter. Wenn man das auf Deutsch jetzt
- 5:52übersetzt, dann steht in der Übersetzung
- 5:53bei den schnaubenden Rennern.
- 5:57Als ich das das erste Mal gelesen habe,
- 5:58hat mir das nichts gesagt und das ist
- 6:01ganz oft so allen voran, weil weil wenn
- 6:02es um ein Schwur geht, dann wird das oft
- 6:05sehr wörtlich übersetzt. Man kann
- 6:06erstmal nichts damit anfangen. Aber was
- 6:07heißt
- 6:10das? Das erste Wort
- 6:13hierat, es kommt von Adu. Adu ist das
- 6:16gängige Wort im Arabischen für Feind.
- 6:19Adu ist ein Feind.
- 6:23Damit wir werden Leute bezeichnet oder
- 6:25jemand bezeichnet, der auf einen Feind
- 6:27zustürmt,
- 6:29losrennt. Er macht das ohne nach links
- 6:31und rechts zu gucken. Er sieht nur
- 6:32seinen Feind, hat den im Visier und er
- 6:34stürmt darauf zu.
- 6:37Und man verwendet das Wort nicht einfach
- 6:39so allgemein für irgendjemand, der auf
- 6:40einen Feind zustimmt, sondern ganz
- 6:42speziell für Pferde, Kriegspferde. Die
- 6:46machen das nämlich genauso. Du sitzt
- 6:48oben auf dem Pferd und du rennst auf
- 6:49einen Feind zu und das Pferd macht nur
- 6:51das, was du sagst. Es guckt nicht links
- 6:53und nicht rechts. Es interessiert sich
- 6:54nicht für das Panorama. Es läuft einfach
- 6:56nur geradeaus. Und Alad sind Kriegspe.
- 7:00Genauer gesagt, es sind Stuten, die
- 7:02weiblichen Pferde, die waren tatsächlich
- 7:05beliebter bei den Arabern als die
- 7:06Hängste. Man hat die meistes für den
- 7:08Krieg verwendet, die weiblichen Pferde,
- 7:10die Stuten, Kriegspe. Und Adiad
- 7:13bezeichnet eine kleine Gruppe von
- 7:15Pferden. Adiat, das ist eine Gruppe, das
- 7:17sind keine zehn Pferde, höchstens zehn
- 7:19Verse, nicht mehr. Also eine kleine
- 7:21Gruppe von Pferden, die auf einen Feind
- 7:27zurennt. Bedeutet so, wenn du schnaubst,
- 7:30so, wenn du sehr aggressiv
- 7:32bist, das Pferd macht keine Pause, es
- 7:35hält nicht an, es hat keine Zeit zu
- 7:36verlieren, es rennt so schnell es kann
- 7:38und dann schnauben die Pferde, sie atmen
- 7:40sehr, sehr schwer, so wie auch wenn wir
- 7:42joggen
- 7:43gehen. Das heißt, es wird hier ein Pferd
- 7:45beschrieben. nicht einfach das Pferd an
- 7:46sich, was irgendwo auf der Wiese steht,
- 7:48sondern das Pferd ist gerade im Einsatz,
- 7:50das herrscht Krieg und das Pferd, das
- 7:52stürmt auf einen Feind zu. Es ist mitt
- 7:55gerade dabei zu laufen. Also, wenn du
- 7:57das heute übertragen willst, heute würd
- 7:58man vielleicht kein Pferd nehmen, man
- 7:59würde ein Lamborghini nehmen, aber nicht
- 8:02ein Lamborghini, der in der Garage
- 8:03steht, sondern ein Lamborghini, der
- 8:04fährt mit 350 über die Autobahn. H sowas
- 8:07ist voll speed. Der Motor heultelbe
- 8:09jetzt vor 1400 Jahren, aber mit Pferden.
- 8:12Das Pferd wird hier beschrieben. Das ist
- 8:15der erste Pfersnummer. Es wird
- 8:16beschrieben eine kleine Gruppe von
- 8:19Kriegspferden, die auf ein Ziel
- 8:21zustimmen. Auf Fokus so fokussiert auf
- 8:24ein Ziel.
- 8:26Das Wort daben, was hier für schnaubend,
- 8:28wenn die so schwer atmend verwendet
- 8:29wird, das verwendet man im Arabischen
- 8:31eigentlich nur für
- 8:32Wölfe. Eigentlich nicht für Pferde. Für
- 8:35Pferde gibt's andere Wörter, aber
- 8:36eigentlich ist das ein Wort für Wölfe.
- 8:38Ein Wolf ist ein Tier, was nur auf die
- 8:40Jagd geht, wenn er weiß, dass er seine
- 8:43Beute sicher erlegen
- 8:45kann. Das ist der Wolf. Er jagt nichts,
- 8:48von dem er nicht genau weiß. Er wird den
- 8:50Kampf gewinnen. Es wird ja auch für
- 8:52diese Pferde verwendet. Das heißt, sie
- 8:53laufen los, fokussiert auf ihren Gegner
- 8:56und sie wissen, sie gewinnen den Kampf.
- 8:58So wird
- 8:59beschrieben. Der erste Vers, es geht
- 9:02weiter. Zweite Vers, die Szene wird
- 9:03weiter
- 9:10beschrieben. Die dann Feuerfunken
- 9:13schlagen. So geht's weiter. Wir sind
- 9:15noch bei den Pferden, sie laufen los,
- 9:17die dann Feuerfunken
- 9:19schlagen. Iran ist, wenn man Funken
- 9:22erzeugt, weil zwei Materialien
- 9:23aufeinander schlagen. Das heißt, du
- 9:25nimmst zwei Steine, schlägst sie
- 9:27gegeneinander und es gibt bestimmte
- 9:28Steine, die erzeugen dann Funken. Das
- 9:30ist das bezeichnet man mit Iran und
- 9:32Kadahan ist einfach nur, wenn man das
- 9:33sehr sehr heftig macht.
- 9:36Auf die Pferde bezogen bedeutet das, die
- 9:38Pferde stürmen auf ihren Feind zu und
- 9:41ihre
- 9:42Metallhufe die schlagen so gegen den
- 9:44Felsen und das erzeugt Funken. Die sind
- 9:47so schnell unterwegs, dass sie quasi die
- 9:49Pferde, die durch die Wüste reiten, die
- 9:51erzeugen so eine Funkenspur wie so ein
- 9:53ein Feuer, was hinter den herläuft. Das
- 9:56ist so das Bild, was erzeugt wird. Diese
- 9:58Kriegspürmen auf ihren Feind zu und
- 10:00hinter denen würdest du halt so eine
- 10:02Feuerspur aus Funken
- 10:08sehen.
- 10:11Firatiha, die frühmorgens
- 10:14anstürmen. Murirat ist, wenn du jemanden
- 10:17angreifst und du besiegst ihn oder du
- 10:19wirst ihn überlegen, weil du von oben
- 10:20kommst.
- 10:22Das heißt, du sitzt oben auf deinem
- 10:23Pferd, die Pferde stürmen los und ihr
- 10:25Feind ist quasi, deswegen wird auch
- 10:27morgens gesagt, Subhan, der schläft
- 10:29quasi noch oder ist gerade erst
- 10:30aufgewacht. Der sitzt noch um sein
- 10:32Lagerfeuer herum, der rechnet überhaupt
- 10:33nicht mit dem Angriff. Man hat
- 10:35tatsächlich früher am beliebtesten
- 10:36Morgens angegriffen. Man hat die Nacht
- 10:39also geschlafen, war ausgeruht und früh
- 10:40morgens dann, wenn die Sonne gerade
- 10:42aufgegangen war, das war ein beliebter
- 10:43Zeitpunkt, um ein gegnerisches Lager zu
- 10:45überfallen. Wenn auf dein Feind, wenn du
- 10:47ihn überraschen willst, hat man das früh
- 10:48morgens gemacht.
- 10:52Und das ist sehr unerwartet. Dein Feind,
- 10:54der erschreckt sich, er rechnet
- 10:56überhaupt nicht damit und plötzlich
- 10:57sieht er einfach nur die Pferde über
- 10:59sich. Keine große Armee von Pferden,
- 11:02sind nur eine kleine Gruppe 8 Pferde
- 11:05vielleicht mehr sind es nicht.
- 11:10Also die Pferde stürmen durch die Wüste.
- 11:12Es gibt so eine Funkenspur und sie
- 11:13stürmen frühmorgens auf ein gegnerisches
- 11:20Lager und die damit Staub aufwürbeln.
- 11:25Die Pferde laufen so durch die
- 11:28Wüste und ihre Hufen schlagen so auf den
- 11:31Felsen, auf dem Boden und überall in der
- 11:33Wüste gibt es Staub und sie ziehen diese
- 11:35funk hinter sich und gleichzeitig wird
- 11:37Staub aufgewibelt. Und ihr müsst das
- 11:40einfach mal bildlich vorstellen. Das
- 11:41Problem, was wir heute haben, wir sind
- 11:43halt Kino gewohnt, wir sind Netflix
- 11:44gewohnt. Das ist beeindruckend, wenn man
- 11:46das sieht, wenn man das schildert, dann
- 11:49ja, es packt uns nicht mehr so. Aber für
- 11:52die Leute damals, die haben das so
- 11:54empfunden wie als wenn wir das jetzt auf
- 11:56einer Kinoleinwand sehen würden, also
- 11:58wenn da so Pferde mit dieser Staubwolke
- 12:00und die ganzen Funken kommen daraus. Es
- 12:02war sehr beeindruckend für die Leute
- 12:06damals. Vers ziehen eine Staubwolke
- 12:09hinter sich
- 12:13her und so in die Mitte
- 12:18vordringen. Die Mitte ist hier die Mitte
- 12:20des
- 12:21Feindes. Wenn du in die Mitte
- 12:23vordringst, das ist quasi der
- 12:24gefährlichste Ort. Du hast ein
- 12:26gegnerisches Lager. Die Leute sind
- 12:27überrascht, sitzt noch am Lagerfeuer,
- 12:29einige schlafen noch und die Pferde
- 12:31rennen los und plötzlich stehen sie
- 12:33mittendrin. Mittendrin und man sieht
- 12:35noch die Staubwolke, man sieht noch die
- 12:37Funken, die von dem, wo sie losgelaufen
- 12:39sind und plötzlich stehen die Pferde
- 12:41mitten in dem
- 12:43Lager. Der Feind ist überrascht, er
- 12:45schreckt auf. Es ist früh morgens,
- 12:47einige werden jetzt gerade wach, die
- 12:49sehen einfach nur, es gibt noch diese
- 12:51Staubwolke, Riesen Theater und die
- 12:52Pferde stehen jetzt mittendrin. Das ist
- 12:54die Szene, die bisher beschrieben wird.
- 12:58Das sind die ersten fünf Verse der
- 13:01S. Und jetzt denkt man, was passiert
- 13:03jetzt? Das ist wie so eine Art
- 13:06Cliffhänger. Wir haben diese Gruppe von
- 13:08Pferden. Sie stürmen durch die Wüste
- 13:11mitten in das gegnerische Lager. Funken,
- 13:13Staubwolke. Sie stehen jetzt da in der
- 13:14Mitte früh morgens der Feind erschreckt
- 13:16sich. Was
- 13:21passiert? Und jetzt kommt was vollkommen
- 13:23anderes. Wenn man das damals so gehört
- 13:25hat, man rechnet jetzt damit, der Feind
- 13:27wehrt sich jetzt und greift
- 13:28Gegenangriff. Es gibt ein Gemetzel. Das
- 13:30ist das, was man eigentlich erwarten
- 13:31würde jetzt in der Story, aber das ganze
- 13:32Bild ist jetzt ein anderes. Jetzt kommt
- 13:34was ganz anderes. Jetzt kommt der Punkt,
- 13:36auf den Allah hinaus will. Warum schwört
- 13:40er bei den überhaupt? Worauf soll das
- 13:41Ganze hinausführen? Der nächste
- 13:49Vers ohne jeden
- 13:52Zweifel ist der Mensch besonders
- 13:54gegenüber seinem
- 13:56Herrn undankbar.
- 14:02Ohne
- 14:03Zweifel ist der Mensch ganz besonders,
- 14:06besonders gegenüber seinem
- 14:08Herrn
- 14:10undbar. Das Wort für undampbar hier, das
- 14:13wird nur an dieser Stelle im Koran
- 14:15verwendet für undankbar.
- 14:17Kanude. Es gibt ein anderes klassisches
- 14:19Wort, was eigentlich für undankbar
- 14:21verwendet wird. Das ist Kafur. Kafura
- 14:23wird oftmals so in die Richtung von
- 14:25ungläubig übersetzt, aber das bedeutet
- 14:26es nicht nur. Kforde ist auch jemand,
- 14:28der undankbar ist. Das steckt mit da
- 14:31drin in der Bedeutung von diesem Wort
- 14:32Kodeur. Und das wird an sehr vielen
- 14:34Stellen im Koran verwendet. An sehr
- 14:36vielen Stellen. Das ist die einzige
- 14:38Stelle, wo Allah das Wort Kanut
- 14:40verwendet. Kanut für undankbar. Warum
- 14:42hier? Das ist ja nicht einfach so. Warum
- 14:44ausgerechnet das Wort? Was heißt es
- 14:46genau? Kut bedeutet undankbar, aber
- 14:48undankbar in einem bestimmten Sinne.
- 14:51Also, es ist undankbar, aber undankbar.
- 14:54Was was gehört noch dazu? In welchem
- 14:55Sinne undankbar? Wie erklärt man Kan?
- 14:58Ich erkläre mal das Gegenteil von Kanut.
- 15:01Dann wird es deutlich, was Kanut
- 15:03ist. Ihr kennt die die Geschichte von
- 15:05Jusuf im Koran. Sehr sehr bekannte
- 15:07Geschichte von Jusuf im Koran. Wenn man
- 15:09die mal in drei Sätzen erzählen wird,
- 15:12Jusuf hat einen Traum und der Traum
- 15:14verheißt ihn Gutes. Er erwartet etwas
- 15:16Gutes. Aber was danach kommt, ist nicht
- 15:18was Gutes für Jusuf. Erst einmal es ist
- 15:20ein Albtraum. Seine Brüder planen ihn
- 15:23umzubringen. Sie machen okay, sagen dann
- 15:25machen wir doch lieber nicht. Sie
- 15:26schmeißen ihn in einen Brunnen. Er wird
- 15:27als Klage als Sklave verkauft. Dann
- 15:30landet er im Gefängnis wegen einer
- 15:31falschen Anklage. Dann wird er drin
- 15:33gelassen. Er wird vergessen im Gefängnis
- 15:35für viele, viele Jahre, bis er dann
- 15:37irgendwann aus dem Gefängnis rauskommt
- 15:39und der Minister von Ägypten wird. Es
- 15:42bricht eine Hungersnot aus. Die Familie
- 15:44von Jusuf muss nach Ägypten, um sich
- 15:46Vorräte zu holen und dadurch wird die
- 15:47Familie wieder zusammengeführt. Ganz
- 15:49ganz grob die
- 15:50Geschichte. Die Geschichte beginnt
- 15:52tatsächlich mit einer mit vielen
- 15:53Katastrophen. Ganz am Anfang hat er eine
- 15:55sehr sehr schwere Zeit durchgemacht.
- 16:01Aber das Interessante ist, das ist das
- 16:02der hat mich tatsächlich
- 16:04geflasht, das Ende der
- 16:06Geschichte. Jusuf ist Minister von
- 16:08Ägypten und seine Familie kommt und sie
- 16:10werden wieder
- 16:12vereint. Und das Ende der Geschichte, da
- 16:14sagt Jusuf, er gibt so ein Statement und
- 16:16das hat mich tatsächlich geflasht. Jusuf
- 16:18sagt, ich lese das mal auf Deutsch jetzt
- 16:19vor, das wird sonst zu lang werden.
- 16:21Jusuf sagt: "Mein lieber Vater, schau
- 16:24mal, das ist die Bedeutung von dem
- 16:26Traum, den ich gesehen
- 16:28habe. Und mein Herr hat diesen Traum
- 16:31wahr gemacht und er hat mir Gutes
- 16:34erwiesen, als er mich aus dem Gefängnis
- 16:36herauskommen ließ und als er euch, seine
- 16:39Familie aus der Wüste nach hierhen
- 16:41gebracht hat, nachdem der Sheitan
- 16:43zwischen mir und meinen Brüdern Streit
- 16:44angezettelt hat. Und gewiss mein Herr
- 16:47ist
- 16:48feinfühlig in der Durchführung von dem
- 16:50was er will. Er ist der Allwissene, der
- 16:53Allweise. Das ist das Tment. Jusuf sagt:
- 16:56"Schau mal, mein Vater, Allah hat diesen
- 16:58Traum wahr gemacht und er hat mir Gutes
- 17:01getan, weil er mich aus dem Gefängnis
- 17:02rausgeholt hat und euch hier zu mir nach
- 17:04Ägypten gebracht hat. Und mein Herr ist
- 17:05feinfühlig, ein so schönes Wort. So
- 17:08schönes Wort, feinfühlig in dem, was er
- 17:10tut. Er ist der Allweise, der
- 17:12Allwissende." Wisst ihr, warum mich das
- 17:13geflascht hat?
- 17:15Das ist am Ende der
- 17:17Geschichte. Am Ende der Geschichte von
- 17:19Jusuf hat Jusuf Jahre von Katastrophen
- 17:23hinter sich.
- 17:24Jahre, wie die Brüder in Veraden haben,
- 17:27wie sie ih in der Wüste in den Brunnen
- 17:28schmeißen. Er wird als Sklave verkauft.
- 17:30Er landet im Gefängnis. Katastrophen
- 17:32nach
- 17:33Katastrophen. Aber am Ende erinnert sich
- 17:36Jusuf an nichts außer Gutes über Allah.
- 17:40Er hat nichts außer Gutes über Allah zu
- 17:42sagen. Er sagt nicht darüber: "Ja, mein
- 17:44Herr hat mich im Gefängnis gelassen oder
- 17:45nichts von all diese Sachen." Nach all
- 17:47diesen ganzen Katastrophen sagt er nur
- 17:49Gutes über Allah. Mein Herr hat diesen
- 17:52Traum wahr werden
- 17:53lassen. Ja, aber wie hat er das gemacht?
- 17:56Durch all diese Katastrophen? Er erwähnt
- 17:58das nicht. Und er hat mir Gutes getan,
- 18:00indem er mich aus dem Gefängnis
- 18:01rausgeholt hat. Jusuf sagt nicht: "Mein
- 18:03Herr hat mich im Gefängnis gelassen für
- 18:05viele Jahre. Er hat mich nicht davor
- 18:06geschützt, dass ich da reinkomme. Er
- 18:07sagt nur: "Mein Herr hat mir Gutes
- 18:09getan, weil ich rausgekommen bin." Und
- 18:11er hat mir noch Gutes getan, weil er
- 18:12euch aus der Wüste nach hier gebracht
- 18:14hat. Das vorher der Streit zwischen ihm
- 18:16und den Brüdern waren. Er sagt, das war
- 18:17Sheitan. Sheitan hat zwischen uns Streit
- 18:19gemacht, aber Allah hat mir Gutes getan,
- 18:21weil er euch zurückgebracht hat. Und er
- 18:23sagt, Allah ist
- 18:24feinfühlig, sehr feinfühlig, indem wie
- 18:26er mit seinen Dienern umgeht. Das heißt,
- 18:28er weiß genau, was er tut.
- 18:31Das ist das Gegenteil von
- 18:34Kanut. Kan bedeutet, du zählst die
- 18:38Katastrophen, die dir passieren und du
- 18:41vergisst das Gute. Das ist Kanut. Das
- 18:43ist undankbar in diesem Sinne. Du zählst
- 18:46die ganzen Katastrophen, aber du
- 18:48vergisst das Gute. Und deswegen sagte
- 18:50ich, Jusuf war das komplette
- 18:52Gegentan. Wenn es jemanden gibt, der so
- 18:54viele Katastrophen durchgemacht, dann
- 18:55war er das. Die ganze Geschichte bricht
- 18:57einem das Herz, wenn man es liest. Aber
- 19:00am Ende er hat nur Gutes zu sagen über
- 19:02Allah. Keine einzige Katastrophe w nicht
- 19:05mit einem einzigen Wort. Kann du machst
- 19:09es
- 19:10umgekehrt. Und im Vers wird gesagt, das
- 19:13ist an einer bestimmten Stelle
- 19:14eingefügt. Normalerweise würde man das
- 19:16nicht so
- 19:18formulieren. Das wäre das erwartete.
- 19:21Normalerweise würde man Rabbi am Ende
- 19:23setzen, aber es stinkt. Man hat nach
- 19:25vorne gezogen. Was bedeutet? Besonders
- 19:27gegenüber Allah sind die Menschen
- 19:29undankbar. Ganz besonders gegenüber
- 19:31Allah machen sie das. Besonders wenn es
- 19:34zu Allah kommt, fangen sie an, die
- 19:36Katastrophen zu zählen und sie vergessen
- 19:37alles Gute. Und genau das seht ihr bei
- 19:39den
- 19:40Menschen. Ein Mensch kann sein ganzes
- 19:42Leben lang gut leben, aber es kommt eine
- 19:44Katastrophe. Seine Frau stirbt, seine
- 19:47Großmutter hat eine schlimme Krankheit,
- 19:49seine Katze wird überfahren, irgendeine
- 19:51Katastrophe. Im selben Augenblick
- 19:52beklagt er sich, warum hat Allah mir das
- 19:54angetan? Ich habe mit so vielen Leuten
- 19:56da draußen diskutiert, die Atheisten
- 19:58sind. Er vergisst 30 oder 50 Jahre gutes
- 20:01Leben wegen einer Katastrophe. Eine
- 20:03einzige Katastrophe. Und die Menschen
- 20:05sind nur so schlimm gegenüber Allah. Nur
- 20:07gegenüber ihm sind sie so. Untereinander
- 20:09sind sie nicht so schlimm. Das ist eine
- 20:11Undankbarkeit steckt ein bisschen im
- 20:13Menschen drin. Aber so schlimm. Ehepaare
- 20:17untereinander sind nicht so schlimm,
- 20:18dass sie wegen einer Katastrophe alles
- 20:20Gute vergessen. 10 Jahre Ehe das ist
- 20:22nicht so schlimm. Aber gegenüber Allah
- 20:23machen die Menschen das immer. sehr sehr
- 20:25schnell. Es kommt eine gewaltige
- 20:27Katastrophe und er hat alles Gute
- 20:31vergessen. Besonders gegenüber Allah,
- 20:34besonders gegenüber seinem Herrn, ist
- 20:36der Mensch undankbar, sehr undankbar auf
- 20:38diese Art und Weise. Allah ist der
- 20:40Sündenblock für jede Sündenblock, für
- 20:42jede Katastrophe. Jetzt kommen wir zu
- 20:44dem Schur
- 20:46zurück. Allah sagt nicht einfach nur,
- 20:48der Mensch ist undankbar. Was könnte man
- 20:49ja machen? Aber er schwört bei dieser
- 20:51Szene, die ich gerade beschrieben habe.
- 20:53Diese Pferde, die alles vergessen. Sie
- 20:56stürmen auf den Feind zu. Sie haben nur
- 20:57den Feind im Blick. Sie stehen
- 20:58mittendrin funken, schlagen Staubwolken
- 21:01und jetzt sind sie bereit für den
- 21:03Angriff. Warum schwört Allah dabei?
- 21:07Die Araber, die haben Pferde allgemein
- 21:10geliebt. Besonders die Pferde, sie
- 21:13mochten sie sehr und allem voran
- 21:15Kriegspe. Nicht einfach nur Pferde zum
- 21:17Reiten, von A nach B zu kommen, sondern
- 21:19diese Kriegspe. Sie waren besonders
- 21:21dafür gezüchtet und erzogen für den
- 21:23Krieg und allen voran die weiblichen.
- 21:25Diese Pferde, die hier beschrieben
- 21:26wurden, die Araber mochten sie sehr und
- 21:29sie mochten sie nicht einfach nur so.
- 21:31Sie mochten sie, weil sie erzogen waren,
- 21:33dass sie immer loyal sind. Sie stehen
- 21:35immer auf der Seite von ihrem Reiter,
- 21:36von ihrem Herrn. Egal, ob Gutes oder
- 21:39schlechtes passiert, die Pferde machen
- 21:41das, was der Herr von ihnen will. Und
- 21:42sie tun alles für ihren Herrn,
- 21:45alles. Sie fragen nicht ein einziges
- 21:47Mal, warum dies, warum das? Und sie
- 21:49zögern keine Sekunde. Diese Kriegspe.
- 21:52Wenn jemand sie nimmt und er reitet in
- 21:53den Krieg, sie machen das und sie sind
- 21:55fokussiert nur auf das, was der Herr von
- 21:57ihnen will. Sie machen, sie sind gerade
- 22:00am Fressen. Der Herr kommt, nimmt sie
- 22:01mit und reitet zum Feind. Dann lassen
- 22:03die ihr fressen, auch wenn sie Hunger
- 22:04haben und sie reiten zum Feind. Sie
- 22:06vergessen das einfach. Für sie zählt
- 22:07nur, was der Herr von ihnen will. Und
- 22:09sie haben kein anderes Ziel. Nur das,
- 22:11was der Herr von ihnen will, auch wenn
- 22:13sie die Hintergründe nicht verstehen.
- 22:15Das Pferd weiß nicht, warum es in den
- 22:16Krieg reiten soll. Es fragt aber auch
- 22:19gar nicht, es macht einfach mit. Es
- 22:20macht sogar dann mit, wenn das eigene
- 22:22Leben auf dem Spiel steht. Das sind die
- 22:25Pferde, die hier beschrieben wurden mit
- 22:26dieser ganzen Szene. Sie stürmen auf dem
- 22:28Feind zu und sie vergessen alles. Warum
- 22:30schwört also Allah bei dieser Szene, bei
- 22:33dem, was da beschrieben würde?
- 22:35Die Araber, sie waren die Herren von
- 22:37diesen Pferden, die sie gezüchtet haben
- 22:39und sie liebten sie wegen all diesen
- 22:41Eigenschaften. Und die Aussage dahinter
- 22:43ist, schaut mal, ihr selber, ihr liebt
- 22:46diese Pferde, weil sie treu und loyal
- 22:48euch gegenüber sind und ihr liebt sie,
- 22:51weil sie alles tun, was ihr wollt. Unter
- 22:53Einsatz ihres Lebens. Sie vergessen
- 22:55alles. Ihr habt auch einen Herrn und das
- 22:58wisst ihr. Ihr habt einen Herrn über
- 23:01euch.
- 23:02meinte, er würde es nicht genauso
- 23:04lieben, dass ihr genauso seid wie diese
- 23:06Pferde, dass ihr genauso loyal seid wie
- 23:08die Pferde, dass ihr genauso alles tut
- 23:11für euren Herrn, dass ihr keine Sekunde
- 23:13dabei zögert, dass ihr fokussiert seid
- 23:14nur auf das, was diese genau wie die
- 23:16Pferde, würde euer Herr das nicht auch
- 23:17lieben? Ihr seid doch selber auch Herren
- 23:19von diesen Pferden. Ihr liebt es bei
- 23:21ihnen. Ihr müsst doch darauf kommen,
- 23:23dass euer Herr dasselbe von euch möchte.
- 23:26Das ist die Idee von diesem Schmur.
- 23:29Allah gibt den Aral mein Beispiel.
- 23:30Schaut mal hier eure Pferde, warum ihr
- 23:31sie liebt. Ihr habt einen Herrn und er
- 23:35erwartet exakt dasselbe von euch. Und
- 23:38was wäre jetzt, wenn die Pferde das
- 23:39nicht
- 23:40machen? Die Araber haben jetzt ihre
- 23:42Pferde rangezüchtet über Jahre, sind
- 23:44jetzt groß geworden. Jetzt wollen sie
- 23:45den Krieg leiten reiten und das Pferd
- 23:48sagt: "Nö, ich bin gerade am Fressen und
- 23:51sowieso dieses Jahr, ich war schon dre
- 23:52Monate unterwegs, ich habe jetzt keine
- 23:53Lust mehr, ich mache jetzt Pause." Was w
- 23:56Pferde so machen, könnten sie ja machen.
- 23:57Sagen einfach, die Pferde sagen, wir
- 23:58haben keine Lust.
- 24:01Im selben Augenblick hätte der Herr für
- 24:04diese Pferde keine Verwendung mehr. Was
- 24:07willst du mit den
- 24:08anfangen? Und das macht er hier den
- 24:10Leuten
- 24:12klar. Das ist der Punkt, der rüber
- 24:14kommen
- 24:15soll. Es ist eine Sache, die Allah von
- 24:17euch erwartet. Seid wie diese Pferde.
- 24:20Ihr habt ein Ziel vor Augen. Das ist
- 24:21das, was euer Herr möchte. macht
- 24:23genauso. Vergesst alles links und
- 24:24rechts. Vergesst alles links und
- 24:29rechts. Aber der Mensch macht das nicht.
- 24:32Er ist gerade gegenüber seinem Herrn
- 24:35besonders
- 24:42undankbar. Und er
- 24:45selbst, der Mensch selbst, der so
- 24:47undankbar ist, der macht das nicht
- 24:49einfach so.
- 24:51Er ist mitten dabei und weiß
- 24:54das und er ist Zeuge
- 24:58davon. Er ist davon Zeuge. Im Arabisch
- 25:01gibt's mehrere Wörter für Zeuge. Es gibt
- 25:03Schahid und Schahid. Schahid ist jemand,
- 25:06der etwas einmal sieht. Wenn du z.B.
- 25:08Zeuge bei einem Verkehrsunfall bist. Das
- 25:10ist einmal passiert. Du stehst daneben,
- 25:12du hast es gesehen, du sagst der
- 25:13Polizei, ich habe so und so, das Auto,
- 25:15gelbe Auto gegen das blaue Auto. Das ist
- 25:16Schahid. Schahid ist jemand, der die
- 25:19ganze Zeit eine Sache beobachtet. Etwas
- 25:21passiert und er ist die ganze Zeit
- 25:22dabei. Das ist
- 25:25Schagt hier, der Mensch ist mitten
- 25:27dabei. Er weiß das, er ist nicht einfach
- 25:29so undankbar und kriegt das irgendwie
- 25:31nicht mit, sondern der Mensch ist sich
- 25:32dessen selber bewusst. Das passiert
- 25:34nicht einfach so. Der Mensch ist gegen
- 25:36sich selber Zeuge, seine eigenen
- 25:38undankbar. Zeugen gegen sich selber sind
- 25:40im Koran einige. Allah selber ist der
- 25:42Zeuge gegen die Menschheit. Die Engel,
- 25:44die aufschreiben, sind das in der
- 25:46Survor.
- 25:48Alsel mit dem Erdbeben haben wir davon
- 25:50gesprochen, wie die Erde sogar Zeuge ist
- 25:53gegen den
- 25:54Menschen. Die Erde selber wird darüber
- 25:56berichten, was auf ihr an Fassad an an
- 25:59an Verderbung gestiftet wurde und sie
- 26:01wird Zeuge sein gegen den Menschen.
- 26:03Allah, die Engel, die Erde selber mit
- 26:05allem, was auf ihr passiert ist und der
- 26:06Mensch selbst. Der Mensch selber wird
- 26:09Zeuge sein gegen sich selbst. Hier auf
- 26:11der Welt haben wir unseren eigenen
- 26:12Körper unter Kontrolle. Er unterliegt
- 26:14unseren Willen. Wir können alles damit
- 26:16machen. Wir sagen, geh hier lang, geh da
- 26:17lang, geh essen. Das ist unsere
- 26:20Wahl. In dem Moment, wo wir vor Allah
- 26:22stehen, hört das alles
- 26:24auf. Dieser freie Wille wird weggenommen
- 26:27sein. Und der Körper, den wir jetzt hier
- 26:29besitzen, er wird Zeuge sein gegen uns
- 26:31selbst. Er wird darüber berichten, was
- 26:33wir getan haben über das Gute, wie auch
- 26:36das schlechte.
- 26:41Der Mensch ist wahrlich darüber Zeug,
- 26:43seine eigene Undankbarkeit und er wird
- 26:45Zeuge sein, wenn er irgendwann vor Allah
- 26:49steht. Und die Menschen tatsächlich
- 26:51haben ein Gespür dafür, dass sie selber
- 26:53dabei sind. Spielt nicht mal eine Rolle,
- 26:56ob er Muslim ist oder kein Muslim. Wisst
- 26:58ihr, woran er das
- 26:59merkt? Das ist der Moment, wenn der
- 27:01Mensch zum Arzt geht und er erfährt,
- 27:03dass er nur noch eine Woche zu leben
- 27:05hat.
- 27:08Wenn ein Mensch gar nicht glauben würde,
- 27:09es gibt einen Gott und da passiert
- 27:11nichts nach dem Tod, dann würde er jetzt
- 27:13einfach entspannt
- 27:14sein. Dann hörst du halt auf zu
- 27:16existieren. Ist ja nicht
- 27:17schlimm. Vor 200 Jahren hast du auch
- 27:19nicht existiert und du warst deswegen
- 27:21auch nicht traurig. War einer von euch
- 27:22vor 200 Jahren traurig, weil er nicht
- 27:24gelebt hat? Wahrscheinlich nicht. Ja,
- 27:25dann passiert das gleich noch
- 27:28mal. Aber er weiß in sich drin, dass das
- 27:31nicht so ist.
- 27:33Er weiß in sich drin, dass er zu seinem
- 27:36Herrn zurückkehrt. Das ist die eine
- 27:38Sache. Und die zweite Sache, er weiß,
- 27:40dass er es vermasselt
- 27:42hat. Und das sind auch die Menschen,
- 27:44wenn du jetzt mit ihnen diskutierst, die
- 27:45sagen die: "Wieso? Ich bin doch ein
- 27:46guter Mensch. Was soll mir passieren?
- 27:48Ich bin doch ein guter Mensch." Warte
- 27:50auf diesen Augenblick. Warte auf diesen
- 27:52eigenen Augenblick. Wenn du so überzeugt
- 27:54davon bist, brauchst du dir keine Sorgen
- 27:55machen. Aber sie haben das in sich
- 27:58drin. Er weiß das.
- 28:01Der Mensch selber ist ein eigener Zeuge.
- 28:03Er ist mitten
- 28:05dabei, während er gegenüber seinem Herrn
- 28:07so undankbar
- 28:11ist. Ohne Zweifel, er ist Zeuge darüber.
- 28:15Aber warum macht ein Mensch so etwas
- 28:17wissentlich? Eigentlich macht doch kein
- 28:18Mensch sowas. Man ist ja nicht
- 28:20wissentlich undankbar. Man hat doch
- 28:22irgendwo in sich drin immer so ein
- 28:23Gespür. Wenn ein jemand etwas Gutes
- 28:25getan hat, dann sollte man dankbar sein.
- 28:28Machen auch viele Menschen. Wenn ich zu
- 28:30meinem Nachbarn gehe und ich, was weiß
- 28:31ich, ich bemähe für ihn den Rasen, dann
- 28:34sagt er normalerweise danke, er ist mir
- 28:35dankbar. Vielleicht bezahlt er mir sogar
- 28:36was dafür. Das steckt in der Natur eines
- 28:38Menschen drin. Aber warum macht er das
- 28:40besonders gegenüber seinem Herrn nicht?
- 28:42Warum nicht gegenüber seinem Herrn? Und
- 28:44die Antwort kommt im nächsten Vers. Die
- 28:46Antwort kommt im nächsten Vers.
- 28:54Und seine
- 28:55Liebe, seine Liebe zum eigenen Vorteil,
- 28:58wenn man es mal zum eigenen
- 29:00Besten ist übertrieben
- 29:03heftig. Die Liebe des Menschen zum
- 29:07eigenen Vorteil ist übertrieben heftig.
- 29:10So ungefähr konnte man es
- 29:11übersetzen. Liebe, das arabische Wort
- 29:14ist hub. Hub ist, wenn du etwas schönes
- 29:15siehst, etwas Gutes und du möchtest das
- 29:18haben und du verfolgst immer wieder das
- 29:20Ziel, um das zu bekommen. Du arbeitest
- 29:23daran. Das ist Hub im Arabisch. Du
- 29:25siehst, was schön ist und du möchtest es
- 29:26haben. Du versuchst immer, also du
- 29:29arbeitest immer darauf hin, es zu
- 29:30bekommen. Das ist Hub. Dann spricht man
- 29:31im Arabisch von Hub. Jetzt habe ich hier
- 29:34gesagt, ich hab es mal so sinngemäß
- 29:35übersetzt, die Liebe zum eigenen
- 29:37Vorteil, zum eigenen Besten ist
- 29:39übertrieben heftig.
- 29:41Das Interessante an diesem Vers ist, das
- 29:43was ich so übersetzt habe mit zum
- 29:44eigenen Vorteil, zum eigenen Besten ist
- 29:46das arabische Wort
- 29:50in
- 29:51Alir ist allgemein das Gute. Heir ist
- 29:55etwas Gutes, was du nicht näher erklären
- 29:57musst. Jeder weiß, dass es gut ist. Du
- 29:58musst niemanden begründen, dass es gut.
- 30:00Das ist heil im
- 30:02Arabischen. Aber Allah verwendet das
- 30:04hier in einem Vers auf eine Art und
- 30:05Weise, wo du erstmal sagen würdest,
- 30:06wieso? Wenn der Mensch das Gute liebt,
- 30:09das ist doch was Schönes. Der Mensch
- 30:10soll doch immer das Gute lieben. Aber
- 30:13wenn du im Tafsir schaust, jeder sagt
- 30:15das. In diesem Vers ist
- 30:17Heil
- 30:19Vermögen, Geld. Allgemein könnte man
- 30:22sagen, der eigene Vorteil ohne Ausnahme.
- 30:25Manchmal wird es auch so an einigen
- 30:26Stellen im Koran so verwendet.
- 30:29Warum verwendet Allah das Wort Heir hier
- 30:32in diesem Vers, um auszudrücken, dass
- 30:34der Mensch nach Vermögen strebt oder
- 30:36allgemein zum eigenen Vorteil. Es muss
- 30:38nicht Geld sein, das war einfach der
- 30:39Klassiker. Schönes Haus, ein schickes
- 30:41Auto, einfach ein bequemes schönes
- 30:43Leben. Warum verwendet Allah dieses Wort
- 30:46Heire
- 30:47dafür? Der Grund dafür ist, er übersetzt
- 30:50die Psyche, die Sichtweise des
- 30:54Menschen. Was sieht der Mensch als Alir?
- 30:58Er sieht als Alheide nicht einfach das
- 31:01Gute, wofür man keine Erklärung braucht,
- 31:03dass es gut ist. Das ist eigentlich
- 31:04damit gemeint. Der Mensch, er sieht als
- 31:07Heide das, was ihm einen Vorteil
- 31:11bringt, was ihm ein besseres Leben
- 31:13bringt. Das glaubt er ist für sich heil.
- 31:16Wenn du Menschen fragst, was glaubst du,
- 31:17ist für dich gut, macht er dir eine
- 31:19lange Liste und das ist all die Dinge,
- 31:20die ihm ein schönes Leben machen. Geld,
- 31:22Auto, keine Ahnung was, aber Dinge, die
- 31:24ihm einen Vorteil in dieser Welt
- 31:25bringen. Das ist für ihn die Definition
- 31:27von Heir. So sieht der
- 31:30Alir und umgekehrt etwas, was ihm in
- 31:33dieser Welt einen Nachteil
- 31:35bringt. Er verliert dadurch Geld, er
- 31:37verliert Ansehen bei den Leuten, er
- 31:38verliert sein Auto, egal was es
- 31:40ist, das ist für ihn schlecht.
- 31:43So definiert der Mensch gut und
- 31:46schlecht und
- 31:48Asar. Und diese Psyche bringt Allah in
- 31:50diesem Vers unter. Der Mensch sieht nur
- 31:54seinen eigenen Vorteil, was ihm nützt
- 31:56als etwas Gutes. Und das sorgt dafür,
- 31:59dass er undankbar wird gegenüber seinem
- 32:00Herrn.
- 32:02Es sorgt auch zu genau den Katastrophen,
- 32:03die wir am Anfang angesprochen haben,
- 32:04die in diesem Wort Kanu
- 32:07stecken. Kan ist ja, du zählst die
- 32:11Katastrophen. Was sind für den Menschen
- 32:13die Katastrophen, wenn er keine Reihe
- 32:14bekommt? Was ist für den Menschen nicht
- 32:16reie bekommen, wenn er etwas hier in
- 32:18dieser Welt verliert? Das ist eine
- 32:20Sichtweise. Und darum sieht er das alles
- 32:22als Katastrophe. In Wahrheit ist das
- 32:24aber nicht immer so. Ich habe schon
- 32:25einmal einem Vortrag hier ein Beispiel
- 32:27erwähnt. Das ist das, was es am
- 32:28deutlichsten macht von allem. ist am
- 32:30Ende von Surat KF die Sur die wir ist
- 32:34eine Sun das am Freitag zu lesen. Am
- 32:36Ende dieser Surd eine Geschichte erzählt
- 32:39von Musa, wie einen anderen Wissen im
- 32:42Menschen betrifft namens
- 32:45Hidt. Hidder ist jemand, der von Allah
- 32:47Offenbarung bekommt. Das heißt, er kann
- 32:49manchmal hinter die Kulissen schauen,
- 32:50was passiert.
- 32:52Musa geht zu Hidr und möchte von ihm
- 32:53lernen und Khidder sagt zu ihm: "Mach
- 32:55das nicht, du wirst keine Geduld mit mir
- 32:57haben in Klammern, ich mag manchmal
- 32:59schräge
- 33:00Sachen." Mus keine Sorge, ich gehe
- 33:02einfach mit dir. Und Ridder macht
- 33:04tatsächlich Dinge, wenn man sie sieht,
- 33:05würde man sie als schräg betrachten.
- 33:07Eine Sache von den drei Dingen, die er
- 33:08macht, die hier berichtet werden in der
- 33:09Sura, eine davon ist, dass er mit Mose
- 33:13an einem Jungen vorbeikommt und er nimmt
- 33:16diesem Jungen das Leben. Der Junge hat
- 33:18nichts gemacht. ist einfach ein Junge.
- 33:20Sie gehen durch die Straße irgendjemand
- 33:21und der nimmt ihm das
- 33:22Leben. Musa sagt zu ihm: "Was hast du
- 33:25gemacht? Hast du gerade eine
- 33:26Unschuldigen umgebracht? Das geht doch
- 33:28nicht. Das verstößt gegen alle
- 33:30moralischen Maßstäbe. Am Ende der
- 33:31Geschichte kommt die
- 33:33Auflösung. Hiddel sagt zu Musa, du hast
- 33:35mich dafür hier kritisiert wegen dem
- 33:36Jungen und so weiter. Der Grund dafür
- 33:38war Allah wusste, dass dieser Junge
- 33:43seinen Eltern elendig das Herz brechen
- 33:46wird.
- 33:47Dieser Junge wird der Grund dafür sein,
- 33:48dass den Eltern das Herz gebrochen wird.
- 33:50Sie werden unendlich traurig sein. Und
- 33:53Allah hat beschlossen, diesen Jungen
- 33:54durch einen besseren zu
- 33:56ersetzen, der für ihre Eltern eine
- 33:58Freude ist. Das war der Hintergrund von
- 34:01der Geschichte. Jetzt versetzt euch in
- 34:03die Lage der Mutter, die einfach nur
- 34:05hört, dass er Junge gestorben
- 34:08ist. Sie wird denken, oh mein Gott, was
- 34:10ist mir passiert? Und sie wird
- 34:12vielleicht in Versuchung kommen, dass
- 34:14sie sagen würde, warum hat Allah mir das
- 34:16angetan? Warum nur? Das ist schlimm, es
- 34:19macht eine traurig, aber es steckte
- 34:21etwas Gutes darin für sie. Und Allah hat
- 34:24das, was sie erstmal als Katastrophe
- 34:26wahrnimmt, nur
- 34:28gemacht, weil er der Mutter und dem
- 34:30Vater etwas Gutes tun wollte. Er wollte
- 34:33ihn nur etwas Gutes tun.
- 34:36Und jetzt denkt man mal an sein eigenes
- 34:37Leben, wie viele Katastrophen da sind,
- 34:38wie oft man sich beschwert, weil dies
- 34:39und das und jenes
- 34:41passiert. Und vielleicht sind diese
- 34:43Dinge nicht so. Hier in dieser
- 34:45Geschichte hat Allah einmal diesen
- 34:46Schleier weggenommen, dass er uns
- 34:48gestattet hat, hinter die Kulissen zu
- 34:50schauen, dass wir sehen können, was
- 34:52waren die Hintergründe davon, warum ist
- 34:54das Ganze passiert. Aber Allah macht das
- 34:55normalerweise nicht. Wenn wir rausgehen
- 34:58und uns passiert eine Katastrophe, macht
- 34:59er das nicht. Er erzählt uns sich die
- 35:02Hintergründe. Er muss das auch gar
- 35:04nicht. Er ist nicht verpflichtet dazu.
- 35:05Er muss das nie machen. Er vertraut oder
- 35:08er hofft, dass wir selber darauf kommen,
- 35:11dass wir selber erkennen, wenn jetzt
- 35:12eine Katastrophe passiert, es ist
- 35:14vielleicht nicht, vielleicht steckt
- 35:15daran heide drin für uns. Vielleicht
- 35:17steht darin für uns Heide und wir würden
- 35:21es erst in dem Moment erkennen, wo er
- 35:23uns zeigt, was dahinter alles passiert.
- 35:25Ibnim hat einmal etwas sehr schönes
- 35:28geschrieben. Er sagte, wenn Allah den
- 35:30Schleier für seinen Diener lüften würde
- 35:32und ihm zeigt, wie er die
- 35:34Angelegenheiten für ihn
- 35:36regelt und dass er eifriger darin den
- 35:40Nutzen für seinen Diener
- 35:42sucht als der Diener für sich
- 35:44selbst. Allah ist mehr bemüht die Nutzen
- 35:47für dich zu suchen als du für dich und
- 35:49dass er barmherziger zu ihm ist als
- 35:51seine eigene Mutter.
- 35:54Dann würde das Herz des Dieners vor
- 35:57Liebe zu Allah dahin schmelzen und aus
- 36:00Dankbarkeit ihm gegenüber in Stücke
- 36:03zerspringen. Wenn Allah den Schleier
- 36:05wegnimmt und der würde uns zeigen, wie
- 36:07er immer Alir für uns
- 36:11sucht. Das ist Aufgabe des Menschen das
- 36:13zu erkennen. Und derjenige, der Kanut
- 36:17ist erzählt nur die Unglücke, die
- 36:19vielleicht für ihn heide sind. die
- 36:22vielleicht für ihre
- 36:26sind. Seine Liebe zum eigenen Vorteil
- 36:29ist übertrieben
- 36:37heftig. Weiß er denn
- 36:39nicht, was passiert, wenn durchwühlt
- 36:42wird, was in den Gräbern
- 36:46ist? Oder nicht.
- 36:49Das Wort hier für durchwühlen ist
- 36:51tatsächlich ein sehr schönes Wort. Baara
- 36:53ist, wenn du in einer stell dir vor, du
- 36:55hast eine Kiste wie meine Jungs, die
- 36:57spielen noch mit Lego. Warum was mit
- 36:59Lego zusammen? Und wer Lego zu Hause
- 37:00hat, da hast du oft so eine ganze Kiste
- 37:02mit allen möglichen Bausteinen drin und
- 37:05dann brauchst du einen bestimmten. Das
- 37:07kann dich rasend machen. Du musst die
- 37:08ganze Kiste durchwühlen für ein kleines
- 37:11Teil, was du finden musst. Ein ein es
- 37:12gibt das nur einmal in der Kiste riesen
- 37:14tausend viele Sachen drin und du suchst
- 37:15und du suchst und du suchst. Irgendwann
- 37:16kippst du die Kiste aus und räumst alles
- 37:19beiseite nur weil du ein Teil suchst.
- 37:21Das ist Barfaher. Das ist so wühlen nach
- 37:23einer Sache. Diese ganze wertlose Zeugs,
- 37:26was du nicht brauchst, das packst du
- 37:27alles weg. Das brauchst du nicht. Aber
- 37:29es gibt eine Sache, die suchst du
- 37:30einfach ganz spezielles. Nur diese eine
- 37:32Sache und du ziehst sie
- 37:34heraus. Das
- 37:39ist so beschreibt Allah das, was mit den
- 37:41Gräbern passiert.
- 37:43Diese eine Sache, nach der er sucht,
- 37:45diese eine Sache, was ist das, was er in
- 37:47den Gräbern sucht und was er findet,
- 37:49wonach die Gräber durchwühlt werden? Das
- 37:51sind
- 37:52wir. Wir, die diesem Grab
- 37:54liegen. Dieser Aufritt soll tatsächlich
- 37:56den Menschen an Angst machen. Weiß er
- 37:59nicht, wenn das passiert. Er liegt ihm
- 38:00in seinem Grab. Er glaubt, er hat seine
- 38:01Ruhe. Alles ist vorbei. Nein, es ist
- 38:03nicht vorbei. Es jemand kommt und wird
- 38:05durchwühlen, wird das Grab durchsuchen
- 38:07und er wird die eine Sache sehen, die er
- 38:09herauszieht, die wertvoll ist, die
- 38:11wichtig ist, nicht wertvoll, unbedingt
- 38:12wichtig. Und das bist du, Mensch. Du
- 38:14wirst da herausgezogen aus diesem Gram.
- 38:18In der letzten Surah Surat Zilsal, da
- 38:22wurde ganz allgemein gesagt über die
- 38:25Erde, wenn die Erde ihre Lasten
- 38:28herausbringt. Wir haben gesagt, es ist
- 38:30allgemein etwas, was in den Gräbern ist.
- 38:32Diese Dinge werden herausgebracht und
- 38:35ebenso werden die Taten, die auf der
- 38:36Erde stattgefunden haben, werden auch
- 38:38alle
- 38:41vorgeführt. Hier ist es etwas
- 38:43spezieller. Es wird sehr genau, es
- 38:45werden die Gräber beschrieben, nicht die
- 38:47Erde, die etwas herausbringt, sondern
- 38:48die Gräber an Kubur und es wird
- 38:51durchwült, durchsucht nach einer Sache
- 38:54und die
- 38:58herausgezogen. Weiß er nicht, wenn
- 38:59durchwült wird, was in den Gräbern
- 39:05ist und es wird herausgeholt, was in den
- 39:08Brüsten ist, was du hier hast.
- 39:12Es wird
- 39:13herausgeholt. Hostela ist, wenn Hosida
- 39:16bedeutet, wenn du wenn du etwas
- 39:17herausschälst, wenn du z.B. eine Banane
- 39:19hast, innen drin gibt es diese Banane,
- 39:21das was wir essen, aber draußen drum ist
- 39:23eine Schale. Das machst so nimmst du die
- 39:25Schale weg. Eine Schicht nach der
- 39:27anderen machst du weg. Jetzt hast du die
- 39:29Banane zum Essen oder auch wenn du ein
- 39:31Apfel oder Orange hast und du schälst
- 39:33die Schale weg, die äußere Schale wird
- 39:36weggenommen und dann kommt man zu der
- 39:38Kern der ganzen Sache. Das ist das Wort
- 39:39Hossila. Und es wird herausgewühlt,
- 39:42herausgeholt oder man könnte sagen
- 39:43herausgeschält, was in den Brüst deine
- 39:46Brust, es wird geschält, bis man innen
- 39:48drin etwas findet. Was findet man in der
- 39:50Brust? In der Brust findet man das Herz
- 39:53und das Herz ist der Ort von deinen
- 39:55Absichten. Das was du beabsichtigst. Die
- 39:58Brust allgemein war in der arabischen
- 40:00Vorstellung der Ort der Emotionen. Die
- 40:03ganze Brust, das Herz ist mittend drin
- 40:05und um das Herz herum hat man sich
- 40:07vorgestellt, sind deine Emotionen, deine
- 40:09Gefühle.
- 40:11Deswegen hat man das Herz. Es gibt zwei
- 40:12Wörter für Herz im Koran. Das eine ist
- 40:14Kalb und das andere ist
- 40:17Fuad. Kalb ist es kommt von Takallub von
- 40:20hin und her
- 40:21wenden mal so mal so. Jetzt hast du die
- 40:24Absicht, dann hast du eine andere
- 40:26Absicht. Das Herz geht immer hin und
- 40:27her. Und Fuad ist auch ein Wort für
- 40:29Herz. Fuat bedeutet wörtlich eigentlich
- 40:31ein ein Stück Fleisch, was über dem
- 40:33Feuer gebraten wird. Das bezeichnet man
- 40:35als Fuad.
- 40:37Und man hat das Herz zu bezeichnen, weil
- 40:38es auch ein Stück Fleisch ist in der
- 40:39Brust eines Menschen. Und die Emotionen
- 40:42allen voran so Emotionen wie Wut oder
- 40:44Aggressionen, sie hat man sich wie Feuer
- 40:46vorgestellt, die das Herz anfangen, na
- 40:48ja, zu rösten, könnte man sagen, es
- 40:52beeinflussen. So haben die Araber sich
- 40:53das vorgestellt. Diese ganzen so Ärger,
- 40:56Trauer auch Freude sind alles Emotionen,
- 40:58die um das Herz quasi herum liegen und
- 41:01sie steuern das Herz in die eine oder
- 41:03andere Richtung. Das Herz ist so mittend
- 41:05drin und das Herz ist der Ort der
- 41:08Absichten. Alles was du beabsichtigst
- 41:10ist eine Sache des Herzens. Ob es was
- 41:12Gut ist oder ob es etwas schlechtes ist.
- 41:15Und das wird offen gelegt. Das Herz ist
- 41:17mittendrin. Seine Absichten sind tief
- 41:19darin versteckt, aber an diesem Tag wird
- 41:21es herausgeschellt. Tatsächlich diese
- 41:23beiden Verse, die sind also wenn man sie
- 41:25erklärt in der Übersetzung, dann hat man
- 41:28so lange Erklärungen. Aber wenn man das
- 41:30damals so gehört hat, das waren also
- 41:31sehr erschreckende Szenari. Das was ich
- 41:33gerade so langwierig erklärt habe, das
- 41:35hat der Ach aber damals sofort
- 41:36verstanden. Das Grab, wo die Leute drin
- 41:38sind, es wird gewühlt. Du holst eine
- 41:40Sache raus, das wird alles vor ihm so
- 41:41bildlich vorstellbar in seiner in seinem
- 41:43Kopf. Und dann wird angefangen zu
- 41:45schälle. Man nimmt die Brust des
- 41:46Menschen, man schält etwas heraus, bis
- 41:48man zum Kern von der ganzen Sache kommt.
- 41:50Das ist dieses Herz mit ihren Absicht
- 41:52mit den Absichten. Und wir haben in der
- 41:54letzten
- 41:55Sur, die hört ja auf mit
- 42:03Sur. Wer etwas Gutes tut, er wird es
- 42:08sehen. Wer ein bisschen schlechtes tut,
- 42:10er wird es auch sehen. Und ich habe im
- 42:12letzten Vortrag erwähnt, was macht den
- 42:13Unterschied, wann eine Sache gut ist?
- 42:15wann sie schwer ist oder weniger schwer.
- 42:18Wann ist eine gute Tat schwer bei Allah
- 42:20und wann ist sie leicht? Und wann ist
- 42:21eine schlechte Tat schwer bei Allah und
- 42:23wann ist sie leicht? Ich hatte
- 42:24gesagt, was eine gute Tat schwer macht
- 42:27bei Allah ist die Aufrichtigkeit, dein
- 42:30Ikhlas. Je aufrichtiger deine Sache ist,
- 42:32desto schwerer ist die Tat bei Allah.
- 42:33Sie muss nicht von außen groß sein,
- 42:35darum geht's gar nicht so sehr. Aber
- 42:37wenn sie mit diesem aufrichtigem Herzen
- 42:39gemacht wurde, dann ist sie schwer bei
- 42:41Allah und sie ist sehr leicht, wenn es
- 42:43einfach nur so gemacht wurde, ohne eine
- 42:45aufrichtige Absicht. Und bei den
- 42:47schlechten Taten, bei den Sünden hatte
- 42:48ich gesagt, das was eine Sünde schwer
- 42:51macht, ist deine eigene Einstellung.
- 42:52Wenn du es locker nimmst in deinem
- 42:54Herzen, dann kann eine kleine Sünde bei
- 42:57Allah gewaltig werden, einfach weil du
- 42:59dir selber ach ist nicht so wichtig.
- 43:02Und eine große Sünde, sie kann klein
- 43:04werden, wenn du in deinem Herzen eine
- 43:05Reue verspürst, wenn du weinst darüber
- 43:07über diese eine Sünde. Selbst eine sehr
- 43:09große Sünde, sie kann klein werden, wenn
- 43:11sie wirklich aufrichtig bereut wird. Das
- 43:15ist das, was gute Taten und schlechte
- 43:16Taten schwer und leicht macht. Das war
- 43:19in der letzten Sure so allgemein
- 43:21erwähnt. In dieser
- 43:23Sur legt da, wie er das quasi
- 43:26herausholt. Er schellt deine Brust,
- 43:29deine schellt sie quasi, holt das Herz
- 43:31mit seinen Absichten
- 43:33heraus und der kann damit, was in der
- 43:35letzten Soda beschrieben wurde, dieses
- 43:37Gewicht von deinen, egal ob gute oder
- 43:40schlechten Taten, jede einzelne Tat kann
- 43:42er damit das Gewicht sehr genau
- 43:43einstellen. Die letzten drei Verse von
- 43:45dieser Soda, sie beziehen sich
- 43:46tatsächlich sehr, sehr, also sind eher
- 43:49eng verbunden mit dem, was in der
- 43:51letzten Soda davor als Silsal erwähnt
- 43:53wurde. Es wird herausgeholt, was in
- 43:55deinem Herzen ist und es wird dann
- 43:56bestimmt, ob eine Tat gut war oder
- 43:58schlecht. Ich habe den, wenn ich hier
- 44:00z.B. manchmal den Leuten etwas über den
- 44:02Islam erzähle, dann fragen sie manchmal:
- 44:04"Okay, du hast eine Sünde gemacht. Wie
- 44:06kann es sein, dass Allah diese Sünde
- 44:07vergibt?" Das fragen allen voran
- 44:09Christen oft und ich sag denen, wenn du
- 44:11wirklich aufrichtig in deinem Herz um
- 44:12Verzeihung bittest, wird Allah dir
- 44:15verzeihen. Und das ist tatsächlich so.
- 44:17Allah ist nicht wie die Menschen. Wenn
- 44:19ich dir ein Unrecht tue, dann kann es
- 44:21sein, dass du mir verzeihst oder nicht.
- 44:23Aber Allah ist jemand, wenn du
- 44:24aufrichtig ihn um Verzeihung bittest, es
- 44:26ist ganz egal
- 44:27was. Egal was, der wird dir verzeihen.
- 44:31Ist garantiert. Das ist ein ein
- 44:33Versprechen von ihm. Das wird er niemals
- 44:35brechen. Es ist sogar so, wenn du
- 44:37dieselbe Sünde noch einmal machst und du
- 44:39kommst wieder aufrichtig zu ihm, wieder
- 44:42mit aufrichtigem Herzen und weinst und
- 44:43breust, er wird dir das wieder
- 44:44verzeihen. Das hat kein Ende, keine
- 44:47keine Grenze nach oben gesetzt. Er wird
- 44:49dir das wieder
- 44:50verzeihen. Und dann sagen manchmal die
- 44:52Leute, ah, du kannst da jetzt anfangen
- 44:53zu spielen. Du begehst eine Sünde,
- 44:55bittest um Verzeihung, begehst eine
- 44:56Sünde, bittes um Verzeihung und das ist
- 44:58immer
- 44:59ausgeglichen. Das geht natürlich nicht,
- 45:02denn das Wort hier ist
- 45:04aufrichtig. Und das ist die Sache, die
- 45:06an diesem Tag herausgeschildt wird, wenn
- 45:09das aufrichtig war. Tatsächlich, du best
- 45:13100 mal die gleiche Sünde, wenn es jedes
- 45:15Mal aufrichtig bereut wurde und
- 45:17aufrichtig hast du um Verzeihung
- 45:18gebeten, dann ja, Allah verzeiht dir.
- 45:21Aber das wird an diesem Park
- 45:23herausgeholt. Es wird
- 45:25herausgestellt, wird herausgeholt, was
- 45:28in deinem Herzen
- 45:32ist. Es wird herausgeholt, was in den
- 45:34Rüsten ist.
- 45:40Ihr Herr ist an wird an diesem Tag ihrer
- 45:44wahrlich kundig sein. Okay, das ist die
- 45:46Übersetzung. Was bedeutet das im Her so
- 45:48im
- 45:52groben ist, wenn du es eigentlich, wenn
- 45:55man es übersetzen würde, dass da steckt
- 45:56das Wort hab drin Nachrichten. Es kam
- 45:59auch in der letzten
- 46:01Savorils wo die Erde erzählt, was die
- 46:03Menschen begangen haben und das was sie
- 46:05erzählt sind ihre Nachrichten. Achbar
- 46:08sind einfach
- 46:09Nachrichten. Aber die Erde kann nur das
- 46:11machen, sie kann quasi berichten, was
- 46:13passiert wurde, was sie mitbekommen hat.
- 46:15Allah wird hier nicht als jemand
- 46:17beschrieben, der berichtet, was
- 46:18passiert, sondern er ist. Kir ist noch
- 46:21stärker. Habir bedeutet, du kennst alles
- 46:24und jede
- 46:25Nachricht. Du bist unterrichtet und
- 46:27kennst Hintergründe, was passiert, warum
- 46:29es passiert ist. Das ist heißt du, du
- 46:32hast alles vor Augen ausgebreitet. Das
- 46:35ist an diesem
- 46:39Tag, an diesem Tag, besonders an diesem
- 46:42Tag ist ihr Herr, er weiß über alles
- 46:46bescheid bei ihnen bei den Menschen. Er
- 46:48weiß über alles bescheid. Das ist die
- 46:51die Aussage von diesem
- 46:52Versenachrichtigt
- 46:54sein. An diesem Tag ist im Arabischen
- 46:57immer ein Wort, was verwendet wird, wenn
- 46:58man jemanden bedroht.
- 47:00Es ist nicht einfach an jenem Tag,
- 47:01sondern an diesem Tag ist immer eine
- 47:03Warnung damit verbunden. Will man sagt
- 47:05das nicht einfach an diesem Tag morgen
- 47:07und übermorgen, sondern es kommt ein
- 47:09Tag, wo ihr aufpassen müsst. Warum muss
- 47:11man aufpassen? Weil dein Herr über alles
- 47:15Bescheid weiß.
- 47:19Und der letzte Vers, er bringt quasi so,
- 47:23er schließt den Zirkel mit dem, was
- 47:26angefangen wurde. Wer am Anfang von
- 47:28dieser Soda diesen diese diesen Schwur
- 47:30bei den Versen und bei den Pferden fünf
- 47:33Verse, die nur diese Szene von den
- 47:35Pferden beschreiben auf einen Punkt
- 47:39hinauszukommen. Der Mensch ist extrem
- 47:42unbankbar, besonders gegenüber seinem
- 47:44Herrn. Das ist die Aussage von Menschen.
- 47:47Der Mensch gegenüber Allah ist
- 47:48undankbar. Dann kommen vier Verse und
- 47:51jetzt kommt der
- 47:52Schluss. Und sein Herr wird an diesem
- 47:55Tag über alles Bescheid wissen, was er
- 47:58getan hat. Der Mensch wird beschrieben
- 48:01hier in dieser Welt. Er ist undankbar.
- 48:02Er ist Kanut. Das ist der Mensch hier in
- 48:04dieser Welt besonders gegenüber seinem
- 48:06Herrn. Und dann wendet sich das Blatt,
- 48:08es kommt ein anderer Tag, der
- 48:09beschrieben wird. Und an diesem Tag weiß
- 48:11ein Herr über alles Bescheid, was der
- 48:14Mensch getan hat. So hängt der Anfang
- 48:18quasi von diesen letzten sechs Versen,
- 48:20die das bericht, worum es geht, mit den
- 48:22letzten Vers zusammen. Möge Allah uns
- 48:24davor bewahren, zu diesen unsäglich
- 48:27undankbaren Menschen zu gehören, die
- 48:28Kanut sind gegenüber ihn.
- 48:32Das war's von meiner
- 48:37Seite. Vielen Dank fürs Zuhören.
- 48:57الصالحات
- 48:59وللمكارم والتقى
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This page contains the full transcript of SURE 100 AL 'ADIYAT DAS LAUFEN mit Marcel Krass by Der Glaube, generated from the public captions YouTube serves with the video. The transcript has 8,067 words across 1,346 segments, with the original timestamps preserved so you can click any line to jump to that moment in the embedded player.
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