Strafrecht AT Teil 21 (Fahrlässigkeitsdelikte) — Transcript
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- 0:00und da ich jetzt schon so viel von den
- 0:02fahrlässigkeit verlegten gesprochen habe
- 0:03und wir auch in einigen bereichen schon
- 0:06gesehen haben dass man fahrlässigkeit
- 0:08zulegte prüfen muss sei es bei der
- 0:11apparatschik tus vor wir gesehen haben
- 0:13da kombinieren wir dann statt der
- 0:15vorsätzlichen tatbegehung nie vollendet
- 0:17wurde
- 0:18ein versuch mit der fahrlässigen
- 0:20begehung werden wir uns jetzt die
- 0:22fahrlässigkeit delikte anschauen
- 0:23das bedeutet wir sehen uns an was
- 0:26passiert wenn das vorsatzdelikt nicht
- 0:28zum tragen kommt nehmen wir § 16 absatz
- 0:311 satz 1 an
- 0:32dann aber § 16 absatz 1 satz 2 zu
- 0:36beachten ist
- 0:37da heißt es die strafbarkeit wegen
- 0:40fahrlässiger begehung bleibt unberührt
- 0:42insofern möchte ich auf die beiden auf
- 0:46sätze die sie hier zitiert finden noch
- 0:48verweisen wenn sie sich einen
- 0:49allgemeinen überblick noch einmal
- 0:50verschaffen wollen
- 0:51eva lässigkeit delikte spielen in den ex
- 0:54klausuren häufig eine rand rolle
- 0:57das heißt sie brauchen im normalfall da
- 1:00kein detailliertes wissen aber achten
- 1:03sie darauf bei den fahrlässigkeit
- 1:05delikten kann man alle probleme einbauen
- 1:07die im objektiven tatbestand bei den
- 1:09anderen delikten auch denkbar sind also
- 1:12insbesondere bei fahrlässigkeit delikten
- 1:14kommt es häufig zu problemen mit der
- 1:16objektiven zu rechnen
- 1:17denn die lehren der objektiven
- 1:20zurechnungen ist im ergebnis für die
- 1:22fahrlässigkeit delikte fast noch
- 1:24wichtiger als für die vorsatz zulegte
- 1:26denn wenn sie einen fall haben in dem
- 1:28die entwicklung der kausal verlauf
- 1:31überhaupt nicht vorhersehbar war oder
- 1:34sich eine gefahr realisiert hat völlig
- 1:36anders als der täter sich das gedacht
- 1:38hat dann können sie das beim vorsitzende
- 1:42legt problemlos rauswerfen indem sie
- 1:44sagen hier auch bezog sich der vorsatz
- 1:46gar nicht und das ist beim
- 1:49fahrlässigkeit delikt eben anders das
- 1:51fahrlässigkeit delikt hat nach der
- 1:52allgemeinen anschauung zum aufbau es
- 1:55gibt auch dagegen stimmen nur einen
- 1:58objektiven tatbestand es gibt keinen
- 2:00subjektiven tatbestand das heißt sie
- 2:03können im fahrlässigkeit liegt einfach
- 2:05prüfen erster tatbestand nicht zu
- 2:08trennen zwischen objektiv und subjektiv
- 2:11es gibt anschauung die sagen auch beim
- 2:13fahrlässigkeit tatbestand haben wir
- 2:15einen subjektiven tatbestand da müssen
- 2:18wir diskutieren ob der konkrete täter
- 2:21eine pflichtverletzung nach seinen
- 2:24konkreten maßstäben begangen hat ob ihr
- 2:27persönlich mit seinen fähigkeiten den
- 2:29erfolg vorhersehen konnte das gehört aus
- 2:32meiner sicht eher in die schuld und
- 2:33nicht in den tatbestand und deswegen
- 2:35würde ich ihn empfehlen im tatbestand
- 2:38objektive fragt zu diskutieren
- 2:43wichtig ist dass fahrlässigkeit staaten
- 2:46nur dann strafbar sind wenn das gesetz
- 2:48das ausdrücklich anordnet
- 2:50das heißt eine fahrlässig begangene tat
- 2:53kann nur bestraft werden wenn dies
- 2:55ausdrücklich in einem strafgesetz
- 2:56festgelegt ist das steht im paragrafen
- 2:5815 häufig wird der para 15 auch in
- 3:02klausuren zitiert um deutlich zu machen
- 3:04dass vorsatz vorliegen muss das müssen
- 3:07sie nicht zitieren wir müssen in
- 3:08paragraf 15 ich dazu schreiben wenn sie
- 3:10eine vorsatz tat vor augen haben dann
- 3:12prüfen sie einfach den vorsatz aber
- 3:14trotzdem sollten sie den paragrafen 15
- 3:17vor augen haben denn er macht deutlich
- 3:21dass auch hier der grundsatz gilt das
- 3:24strafrecht ultima ratio ist und dass
- 3:27nicht jedes fahrlässige verhalten was zu
- 3:30schäden führt auch strafbar sein kann
- 3:32stellen sie sich vor die fahrlässige
- 3:34sachbeschädigung mehr strafbar sind
- 3:36irgendwo bei freunden verhalten sich
- 3:38etwas ungeschickt ein glas fällt auf den
- 3:39boden dass zersplittert dann wären wir
- 3:41schon im strafrecht es wäre natürlich
- 3:43völlig irrsinnig
- 3:45und deswegen gibt es nur wenige delikte
- 3:48verhältnismäßig wenige delikte die auch
- 3:51bei fahrlässigkeit strafbar sind
- 3:53für uns ist am relevantesten sicherlich
- 3:55der paragraf 229 stgb bzw § 222 stgb
- 4:00also die fahrlässige tötung und
- 4:04fahrlässige körperverletzung 222 die
- 4:06tötung 229 die fahrlässige
- 4:08körperverletzung in ekstase und spielt
- 4:11auch noch die fahrlässige brandstiftung
- 4:12gelegentlich eine rolle
- 4:15auch der fahrlässige falsche kann schon
- 4:20mal vorkommen also wenn jemand vor
- 4:22gericht falsch aussagt und dabei
- 4:24sorgfalts los handelt das heißt er sagt
- 4:28irgendwas obwohl er sich gar nicht
- 4:29sicher ist ob das stimmt sagt ich könnte
- 4:31also ich glaube das könnte stimmen aber
- 4:34sicher bin ich mir nicht
- 4:35in einem solchen fall wenn sie vor
- 4:36gericht sind und es nicht genau wissen
- 4:38ja dann ist es halt sagen das ist nicht
- 4:40genau wissen das heißt also dass wir nur
- 4:44ganz schmale bereiche eigentlich der
- 4:45fahrlässigkeit strafbarkeit im stgb
- 4:47haben
- 4:49wir haben es in den gemeingefährlichen
- 4:50delikten
- 4:51[Musik]
- 4:53es gibt allerdings ein sehr praktisches
- 4:55delikt was auch fahrlässig begangen
- 4:57werden kann und zwar haben sie im
- 4:59bereich der trunkenheitsfahrten die
- 5:01fahrlässige begehung also § 316
- 5:10da heißt es nämlich im absatz 2 nach
- 5:12absatz 1 wird auch bestraft wer die tat
- 5:13fahrlässig begeht also wenn sie
- 5:16betrunken auto fahren dann können sie
- 5:18sich nicht darauf berufen ja ich wusste
- 5:20ja nicht ist schon 1,1 promille hatte
- 5:22ich dachte ich hätte nur 0,9 und war
- 5:24auch fest von überzeugt das hilft ihnen
- 5:26nicht weiter und das interessante ist
- 5:28beim 316 ist auch die strafe für die
- 5:31fahrlässigkeit genauso hoch
- 5:33grundsätzlich wie für den vorsatz und
- 5:36das auch ganz insofern ganz interessant
- 5:38bei den ordnungswidrigkeiten wenn sie
- 5:39das überschreiten der geschwindigkeit
- 5:41wenn die abstands über unterschreitungen
- 5:43und sowas nehmen die werden fast immer
- 5:45wegen fahrlässigkeit sanktioniert also
- 5:47wenn sie dann
- 5:48ein brief mit einem foto bekommen da
- 5:51wird meistens von fahrlässigkeit
- 5:52ausgegangen
- 5:54und da ist eben der grundsätzlich dass
- 5:58man den vorsatz kaum nachweisen kann und
- 6:00deswegen geht man da auf fahrlässigkeit
- 6:01ob das systematisch und
- 6:02verfassungsrechtlich in ordnung ist
- 6:04darüber können wir streiten dann haben
- 6:06wir einige delikte
- 6:07die hatte ich schon genannt wo wir
- 6:09vorsatz und fahrlässigkeit kombinationen
- 6:11haben
- 6:12ein völliges oder ein einheitliches
- 6:16fahrlässigkeit delikt haben wir noch in
- 6:17paragraf 315 c gefährdung des
- 6:19straßenverkehrs gerade kurz mal
- 6:21reinschauen
- 6:21wir haben straßenverkehr ein fahrzeug
- 6:24führt obwohl er infolge des genusses
- 6:26alkoholischer getränke oder anderer
- 6:28berauschender mittel oder in folge
- 6:30geistiger oder körperlicher mängel zu
- 6:33den geistigen körperlichen mängeln
- 6:34gehört auch schlaf also schlafentzug
- 6:37sozusagen wenn sich also völlig
- 6:38übermüdet sind und dann einen unfall
- 6:40bauen können sie auch in den paragraphen
- 6:41315 c rutschen dann nummer zwei da haben
- 6:46wir dann die todsünden des
- 6:48straßenverkehrs also grob verkehrswidrig
- 6:51und rücksichtslos die folgenden dinge
- 6:53tut und dadurch leib oder leben eines
- 6:56anderen menschen oder fremde sachen von
- 6:57bedeutendem wert gefährdet
- 6:59das ist ganz wichtig dass schon mal
- 7:01vorab wenn sie betrunken auto fahren und
- 7:05es geht alles gut es wird niemand
- 7:06gefährdet sind die sind sie im
- 7:07paragrafen 316 wenn sie erwischt werden
- 7:10wären sie dafür bestraft wenn sie
- 7:13betrunken auto fahren in schlangenlinien
- 7:15fahren um dabei einen fußgänger dann
- 7:17gefährden der gerade noch zur seite
- 7:18springen kann dann sind 7 315 c stgb
- 7:21das heißt da haben wir dann einen
- 7:23anderen strafräumen dann haben wir
- 7:24nämlich den strafen von bis zu fünf
- 7:27jahren bei 316 haben wir bis zu einem
- 7:29jahr
- 7:30und hier in 316 da sehen sie im absatz 3
- 7:34ist es so wie in den fällen des absatzes
- 7:371 die gefahr fahrlässig verursacht das
- 7:41ist der häufigste fall also den jemand
- 7:44betrunken auto fährt in den wenigsten
- 7:46fällen hat er den vorsatz fußgänger zu
- 7:48gefährden
- 7:49das geschieht meistens fahrlässig und
- 7:52dann haben wir den absatz absatz 3
- 7:54nummer zwei fahrlässig handelt also ich
- 7:57fahr lässt sich betrunken weil ich eben
- 7:59nicht aufgepasst habe wie viel ich
- 8:01getrunken habe und gefährde dann
- 8:02fahrlässig noch fußgängern das heißt da
- 8:04haben sie dann fahrlässigkeit
- 8:06fahrlässigkeit kombinationen wir haben
- 8:08also im fahrlässigkeit bereich erstens
- 8:11die ganz einfachen fahrlässigen erfolgs
- 8:13delikte 222 2 29
- 8:16wir haben dann
- 8:18delikte
- 8:20fahrlässig begangen werden in dem zum
- 8:24vorsatzdelikt ein fahrlässiger erfolg
- 8:26hinzukommt das sind diese hier 315 c
- 8:29absatz 3 aber auch die erfolgs
- 8:33qualifizierten delikte 227 251 und dann
- 8:38haben wir die fahrlässigkeit
- 8:39fahrlässigkeit kombination also fälle in
- 8:42denen jemand fahrlässig eine tat begeht
- 8:44und fahrlässig dabei eine gefahr
- 8:46verursacht
- 8:52grundsätzlich handelt sich bei der
- 8:54fahrlässigen begehung um die weniger
- 8:56schwerwiegende form der tatbegehung es
- 8:58ist aber streitig in welchem verhältnis
- 9:00vorsatz und fahrlässigkeit stehen zum
- 9:03teil wird behauptet wer vorsätzlich
- 9:06handle handelt nicht fahrlässig ich
- 9:10halte es aber für naheliegen dazu sagen
- 9:12in jedem vorsätzlichen handelns liegt
- 9:15auch eine fahrlässigkeit denn die
- 9:17fahrlässigkeit besteht aus der
- 9:19pflichtwidrigkeit der vorhersehbarkeit
- 9:21des erfolgs das heißt ihr handeln
- 9:24pflichtwidrig im hinblick auf einen
- 9:26bestimmten erfolg und dieser erfolg ist
- 9:28auch vorhersehbar und das macht die
- 9:31fahrlässigkeit aus und wenn ich
- 9:32vorsätzliche im hinblick auf einen
- 9:34bestimmten erfolg handle
- 9:35ist das auch pflichtwidrig deswegen
- 9:37liegt es für mich näher zu sagen
- 9:40zwischen vorsatz und fahrlässigkeit
- 9:41besteht kein ausschluss verhältnis
- 9:44sondern der vorsatz ist die schwerere
- 9:46stufe der fahrlässigkeit
- 9:47spielt aber den klausuren eigentlich
- 9:49keine rolle diese fragen § 16 absatz 1
- 9:54satz 2 das hatte ich schon gesagt
- 9:55schließt die fahrlässigkeit ausdrücklich
- 9:58nicht aus die frage ist was
- 10:01fahrlässigkeit bedeutet
- 10:02und hier als eselsbrücke bitte nur in
- 10:06276 absatz 2 bgb fahrlässig handelt wer
- 10:11die im verkehr erforderliche sorgfalt
- 10:12außer acht lässt das können sie in der
- 10:15klausur auch erst mal feststellen wenn
- 10:16sie sich die frage stellen was bedeutet
- 10:18denn fahrlässigkeit überhaupt ich
- 10:21vergesse dass man dürfen sie sich zahlen
- 10:22an den rand schreiben im gesetzestext
- 10:25dann lohnt es sich sicherlich an 200
- 10:2922 229 den 226 276 absatz 2 zu notieren
- 10:36das heißt nur wer die im verkehr
- 10:39erforderliche sorgfalt außer acht lässt
- 10:41und dadurch einen schaden verursacht der
- 10:44macht sich strafbar
- 10:45dh wir haben es nicht mit einer reinen
- 10:48erfolgs haftung zu tun
- 10:49eine erfolgs haftungen kennen wir aus
- 10:52dem straßenverkehrsgesetz beispielsweise
- 10:54dass sie für einen unfall für die
- 10:56schäden durch einen unfall haften wenn
- 10:58sie ein fahrzeug betrieben haben § 7
- 11:00stvg es ist glaube ich das richtig im
- 11:02kopf habe das gibt es im strafrecht
- 11:04nicht das würde auch dem schuldprinzip
- 11:06widersprechen
- 11:08es ist also unzulässig eine kriminal
- 11:11strafe das schärfste und letzte mittel
- 11:14dass der rechtsstaat kennt an eine reine
- 11:17handlung ohne irgendeine verschuldens
- 11:21form und technisch vorsatz oder
- 11:23fahrlässigkeit zu knüpfen
- 11:26aber auch innerhalb der fahrlässigkeit
- 11:28gibt es unterschiedliche stufen wir
- 11:30unterscheiden zwischen bewusster und
- 11:32unbewusster fahrlässigkeit einerseits
- 11:34und der leichten fahrlässigkeit bis zur
- 11:39leichtfertigkeit bitte verwechseln sie
- 11:41also bewusste fahrlässigkeit nicht mit
- 11:43grober fahrlässigkeit
- 11:44es kann ja sein dass jemand weiß ich
- 11:48handle hier nicht ganz pflichtgemäß das
- 11:52risiko erkenne ich auch ich halte das
- 11:53risiko für sehr klein und tatsächlich
- 11:55ist es auch sehr klein und trotzdem geht
- 11:57schief dann hätten wir ein fall
- 12:00indem wir vielleicht nur eine leichte
- 12:02pflichtverletzung haben mit einem
- 12:03geringen risiko und wie der teufel will
- 12:06ist dann trotzdem der schaden da dann
- 12:09haben wir es mit bewusster
- 12:10fahrlässigkeit und trotzdem leichter
- 12:12fahrlässigkeit zu tun und es gibt fälle
- 12:16der unbewussten fahrlässigkeit die
- 12:17völlig leichtfertig sind
- 12:20wenn sie also jemanden haben der einfach
- 12:23die risiken des straßenverkehrs nicht
- 12:25einschätzen kann und trotzdem auf einer
- 12:28landstraße auf dritter spur also
- 12:31sozusagen schon auf der standspur der
- 12:32gegenseite bei nebel und eisglätte
- 12:35überholt weil er denkt dass dort
- 12:38überhaupt gar kein risiko alles easy
- 12:40hier kommt sowieso niemand dann ist das
- 12:43eben unbewusste fahrlässigkeit
- 12:45oder macht sich gar keine gedanken dann
- 12:47haben wir auf jeden fall unbewusste
- 12:48fahrlässigkeit
- 12:49und trotzdem ist das gröbste
- 12:50leichtfertigkeit leichtfertigkeit liegt
- 12:53dann vor wenn der täter eine grobe
- 12:56pflichtverletzung begeht und der drohnen
- 13:00der erfolg auch auf der hand lag also
- 13:02ohne weiteres vorhersehbar war also
- 13:06leichtfertig wäre es beispielsweise wenn
- 13:09sie meinen dass klassische
- 13:12glashaus sitzen mit steinen werfen das
- 13:13wäre so leicht wäre eine klassische
- 13:15leichtfertigkeit sie machen ein
- 13:16lagerfeuer an
- 13:19unmittelbarer nähe einer tankstelle sie
- 13:23rauchen an einer tankstelle oder sie
- 13:30machen ein feuer mit einem in der gegend
- 13:34herum liegenden häuser auf und denken
- 13:35sich da kann ja nicht viel passieren
- 13:37also alle fälle in denen sie denken das
- 13:40kann ja wohl nicht ernst gemeint sein
- 13:44eine definition der fahrlässigkeit haben
- 13:46wir im gesetz nicht
- 13:47es gab ihn entwürfen zum
- 13:51stgb definitionen also man sollte die
- 13:54fahrlässigkeit zunächst in venlo von 62
- 13:56definieren in paragraf 18
- 13:58da hieß es fahrlässig handelt wenn die
- 14:00sorgfalt außer acht lässt zu der nach
- 14:03den umständen und seinen persönlichen
- 14:04verhältnissen verpflichtet und fähig ist
- 14:06und deshalb nicht erkennt dass er den
- 14:07gesetzlichen tatbestand verwirklicht das
- 14:10wäre so eine definition die man sich
- 14:11durchaus was die merkmale angeht für die
- 14:13klausur merken könnte also sorgfalt
- 14:16außer acht lässt zu in denen er nach den
- 14:18umständen und seinen persönlichen
- 14:20verhältnissen verpflichtet und fähig ist
- 14:22und deswegen nicht erkennen dass hier
- 14:26gab es dann auch noch einen zweiten
- 14:28absatz der lautete fahrlässig handelt
- 14:30auch wer es für möglich hält dass er den
- 14:32gesetzlichen tatbestand verwirklicht
- 14:33jedoch pflichtwidrig und vorwerfbar im
- 14:35vertrauen darauf handelt das eben nicht
- 14:37verwirklichen wäre also absatz 1
- 14:40unbewusste absatz 2 bewusste
- 14:42fahrlässigkeit dass das was der
- 14:43gesetzgeber mal rein schreiben wollte
- 14:45ins gesetz er hat sich allerdings dann
- 14:48davon distanziert und nichts
- 14:49reingeschrieben wir mit dem hinweis dass
- 14:51sollen rechtsprechung und lehre klären
- 14:53warum ist mir völlig unklar man hätte es
- 14:56gut da rein schreiben können
- 14:58letztlich gibt es aber über die
- 15:00kriterien die hier anzuwenden sind die
- 15:03ganz groben kriterien auch keine
- 15:04diskussion das ist relativ klar dass das
- 15:07der ausgangspunkt ist worüber diskutiert
- 15:09wird ist wie subjektiv die
- 15:12fahrlässigkeit zu verstehen ist also
- 15:14muss ich bei der beiden frage ob jemand
- 15:18fahrlässig handelt schon seine konkreten
- 15:20subjektiven defizite vielleicht mit mit
- 15:23einbeziehen also wenn jemand nicht gut
- 15:25genug sieht und deswegen einen
- 15:29bestimmten umstand gar nicht erkennen
- 15:31konnte im wahrsten wortsinn nicht
- 15:32erkennen konnte aber dann nicht
- 15:36fahrlässig handelt die fragen die ich
- 15:37dann natürlich immer noch stellt wenn
- 15:39jemand sich eine aufgabe zumutet die er
- 15:41nicht erfüllen kann
- 15:42dann haben wir die fahrlässigkeit auf
- 15:43einer anderen stufe dazu gleich auch
- 15:46noch mehr das aufbau schema was
- 15:49typischerweise verwendet wird hier
- 15:50finden sie es
- 15:52entnommen aus dem kühl aus dem lehrbuch
- 15:54von von christian kühl
- 15:56sie prüfen zunächst den tatbestandlichen
- 15:59erfolg das kennen sie ja dann eine
- 16:02objektive sorgfaltspflichtverletzung
- 16:04also wie hätte sich derjenige verhalten
- 16:06müssen und hatte sich so verhalten dass
- 16:08gibt stellen letztlich fest wie muss
- 16:10sich eine person in dieser situation
- 16:12verhalten und dann inwiefern weicht das
- 16:15verhalten was wir hier vorliegen haben
- 16:17davon ab also es macht jemand in einem
- 16:21trockenen sommer irgendwo im wald ein
- 16:22feuer ist kommt dann zu einem brand der
- 16:24dann auch den 306 beispielsweise erfüllt
- 16:26fahrlässige brandstiftung da fragen sie
- 16:29sich
- 16:29naja würde ein sorgfältiger
- 16:32gewissenhafter mensch in der konkreten
- 16:34situation und der sozialen rolle unseres
- 16:38kempers hier ein feuer mitten im
- 16:40trockenen wald machen natürlich nicht
- 16:43dann fragen sie sich nach der objektiven
- 16:45vorhersehbarkeit naja musste er denn
- 16:48erkennen dass ein solches feuer zu ein
- 16:51lagerfeuer zu einem großen feuer führen
- 16:53kann
- 16:54klar muss man das erkennen logisch die
- 16:57objektive zu rechnen das kennen sie ja
- 16:59also da fragen sie sich wurde hier eine
- 17:02rechtlich missbilligte gefahr geschaffen
- 17:04die sich im tatbestandlichen erfolg
- 17:07verwirklicht genaugenommen können sie
- 17:11und das wird zum teil in der literatur
- 17:12auch so gemacht können sie das sogar
- 17:14weglassen
- 17:15diese beiden aspekte und nur auf die
- 17:17objektive zurechenbarkeit eingehen denn
- 17:19wenn sie fragen hat jemand eine
- 17:22rechtlich missbilligte gefahr geschaffen
- 17:24dann ist diese rechtliche missbilligung
- 17:26schon die pflichtverletzung die
- 17:28sorgfaltspflichtverletzung denn wenn
- 17:30jemand eine gefahr schafft die rechtlich
- 17:32nicht missbilligt ist dann beginnt ja
- 17:34auch keine sorgfaltspflichtverletzung
- 17:35umgekehrt sie können nur dann eine
- 17:38rechtlich missbilligt eine rechtlich
- 17:40verbotene gefahr schaffen wenn sie eine
- 17:42sorgfaltspflicht verletzt und die
- 17:46objektive vorhersehbarkeit ist
- 17:47eigentlich nichts anderes als das was
- 17:49wir uns auch fragen wenn wir die frage
- 17:52stellen hat sich denn diese gefahr die
- 17:54hier geschaffen wurde
- 17:55im erfolg verwirklicht dann fragen wir
- 17:58nämlich genau danach
- 17:59naja soll das soll diese gefahr
- 18:02verhindert werden weil nämlich diese
- 18:05erfolge die jetzt eingetreten sind
- 18:06drohen
- 18:07im ergebnis haben sie also wenn sie
- 18:09diesen aufbau wählen aus der objektiven
- 18:12zurechenbarkeit das element der
- 18:16missbilligten gefahr schaffung
- 18:17rausgenommen und das element der
- 18:20vorhersehbarkeit so dass sie dann bei
- 18:22der objektiven zurechnung letztlich nur
- 18:23noch prüfen ist auch der schutzzweck der
- 18:26norm erfüllt oder verletzt je nachdem
- 18:28was die frage bei unserem brandfall
- 18:31warum darf man denn im wald bei
- 18:35trockenheit kein feuer machen naja weil
- 18:37genau das passieren kann weil es eben zu
- 18:39einem großbrand kommen kann
- 18:40das wäre also der schutzzweck der norm
- 18:43der hier die rolle spielt und der
- 18:45pflichtwidrigkeit zusammenhang das wäre
- 18:47die frage hat sich denn tatsächlich auch
- 18:50genau dieses risiko realisiert genau das
- 18:53risiko dass verhindert werden sollte und
- 18:56da erinnern sich sie sich vielleicht an
- 18:58die fälle des rechtmäßigen alternativ
- 19:00verhaltens also der fall in dem jemand
- 19:04sagen kann naja wäre ich so schnell
- 19:06gefahren wie vor gegeben ist dann wäre
- 19:08doch genau dieser unfall auch passiert
- 19:10sie erinnern sich an die
- 19:11fallgestaltungen unseres betrunkenen
- 19:13fahrers der nachher sagen kann
- 19:15naja aber wäre ich so schnell gefahren
- 19:18wie man fahren durfte dann hätte selbst
- 19:21ein nüchterner fahrer diesen unfall
- 19:23nicht verhindern können und das in einem
- 19:26fall konstellationen in denen wir dann
- 19:27eben sagen können die pflichtwidrigkeit
- 19:28würde dann fehlen also da kann ich
- 19:31nochmal auf das verweisen was wir im
- 19:33rahmen der objektiven zurechnung
- 19:34diskutierte rechtsfähigkeit ist kein
- 19:37problem da gilt das gleiche was auch
- 19:39ansonsten gilt das heißt auch bei
- 19:40fahrlässigkeit sie legten ist
- 19:42grundsätzlich notwehr denkbar
- 19:45nehmen sie einen täter der sich in
- 19:47notwehr wert dabei aber eigentlich den
- 19:52angreifer gar nicht verletzen will der
- 19:53rechnet auch nicht mit einer verletzung
- 19:55und verletzten greifen jetzt trotzdem
- 19:57dann können sie ganz normal die notwehr
- 20:00prüfen auch im rahmen eines
- 20:01fahrlässigkeit
- 20:02besonders relevant ist das natürlich bei
- 20:05den bei der körperverletzung mit
- 20:06todesfolge der angegriffene wehrt sich
- 20:09mit körperlicher gewalt weiß dass er den
- 20:10angreifer auch verletzten wird rechnet
- 20:12aber nicht mit einem tödlichen ausgang
- 20:14es kommt es zu diesen tödlichen ausgang
- 20:16das heißt auch bei diesem erfolgs
- 20:18qualifizierten delikten kann es
- 20:19natürlich zu einer notwehr
- 20:21rechtfertigung kommen sehen wird die
- 20:27schuld an
- 20:28da können wir kurz darauf eingehen index
- 20:32erfuhren gibt es nur sehr sehr wenige
- 20:34fälle in denen das meine rolle spielt
- 20:36und es wird trotzdem ein ex amtspersonen
- 20:37immer wieder falsch gemacht was bedeutet
- 20:40subjektive sorgfaltspflichtverletzung
- 20:42das bedeutet wir schauen uns den
- 20:45konkreten täter an und fragen uns konnte
- 20:48er den objektiven anforderungen die die
- 20:51gesellschaft an ihnen stellten überhaupt
- 20:53gerecht werden der zweite schritt ist
- 20:56dann konnte dieser konkrete täter denn
- 20:58überhaupt voraussehen dass der erfolg
- 21:01eintreten wird wir haben einen bekannt
- 21:04gewordenen fall zu diesem thema wo die
- 21:07bgh lösungen menschlich absolut
- 21:09verständlich ist aber trotzdem
- 21:11strafrechts dogmatisch ein bisschen
- 21:12schwierig es gab einen fall
- 21:15den das landgericht kaiserslautern zu
- 21:17entscheiden hatte das ist der pudding
- 21:20fall gewesen
- 21:21da hatte ein eine 45 jährige die hatte
- 21:26sich auf ihren schokoladenpudding so
- 21:29dachte sie zumindest zucker darauf
- 21:31gestreut
- 21:31löffelweise
- 21:33und dann merkte sie dass ist ja salz und
- 21:38die mutter sie wollte sich das halt aus
- 21:41gründen der erziehung nicht gefallen
- 21:43lassen dass das kind dann den den
- 21:44pudding wegschmeißen hat das kind
- 21:45gezwungen den pudding aufzuessen das
- 21:48führte letztlich zum tod des kindes den
- 21:50gewissen eine gewisse menge an salz die
- 21:52ist eben tödlich
- 21:53im altertum haben manche kulturen
- 21:56angeblich das verzehren von kiloweise
- 21:58salz als selbstmord methode verwendet ob
- 22:01das wirklich stimmt das weiß ich nicht
- 22:02aber es ist glaube ich allgemein bekannt
- 22:04dass zu viel salz und nicht nur über die
- 22:06dauer genommen sondern akut massive
- 22:09schäden hervorrufen kann
- 22:10und jetzt ging es in diesem fall um zwei
- 22:12fragen erstens um die frage ob die
- 22:16mutter an ihrer tochter eine
- 22:19körperverletzung mit todesfolge begangen
- 22:21hat und zweitens um die frage was eine
- 22:23gefährliche körperverletzung war
- 22:26allen beteiligten war klar dass man
- 22:28diese mutter nicht mehr mit strafrecht
- 22:30sanktionieren muss das war da ineffektiv
- 22:34in dem fall und die bg hat sich
- 22:37letztlich danach auch entschieden keine
- 22:39körperverletzung mit todesfolge
- 22:41anzunehmen beziehungsweise die die
- 22:43rechtsprechung hat das abgelehnt
- 22:44hier wurde gesagt grundsätzlich ist das
- 22:48natürlich erkennbar dass eine zu hohe
- 22:52menge an salz bei einem kleinkind
- 22:55ich glaube mehr als 0,5 gramm salz pro
- 22:58kilo körpergewicht war tödlich und eine
- 23:01vierjährige weiß nicht was die gewogen
- 23:03hat aber dann können sie ausrechnen wie
- 23:04viel salz das gelesen haben muss
- 23:07das ist grundsätzlich eine
- 23:09sorgfaltspflichtverletzung ein kind zu
- 23:10zwingen so viel salz zu essen
- 23:12und es war auch vorhersehbar weil das
- 23:14eben zum zum medizinischen
- 23:16allgemeinwissen gehört und dann hat man
- 23:19gesagt naja konnte sie das auch ihre
- 23:21konkreten situation hat sie da eine
- 23:23sorgfaltspflichtverletzung begangen und
- 23:25konnte sie das vorhersehen und da das
- 23:27gericht
- 23:29wohl unter würdigung der persönlichkeit
- 23:31der mutter sagt nein das konnte sie im
- 23:34konkreten fall nicht vorhersehen und das
- 23:36interessante ist in dem fall natürlich
- 23:39dass in diese würdigung ob eine
- 23:41bestimmte personen das hätte vorhersehen
- 23:44können der bgh auch kaum eingreifen kann
- 23:46das muss das tat gericht entscheiden
- 23:48und wenn jedes tat gericht sich einen
- 23:50ruck gegeben hat dann gesagt hat wir
- 23:52gehen davon aus sie konnte das nicht
- 23:53vorhersehen deswegen bestrafen wir sie
- 23:55nicht mindestfreiheitsstrafe drei jahre
- 23:57wäre das gewesen
- 23:58in dieser weise harz sondern wir lassen
- 24:01es dabei bewenden dann ist das
- 24:03sicherlich nachvollziehbar ab
- 24:05strafrechts dogmatisch richtig ist
- 24:07darüber können wir streiten denn aus
- 24:09welchem grund war dass für diese mutter
- 24:11nicht vorhersehbar obwohl es zum
- 24:13allgemeinen medizinischen
- 24:14allgemeinwissen gehört also sie merken
- 24:18das scheint zumindest mir scheint es
- 24:20eher eine humane in der sache und auch
- 24:22richtige entscheidungen zu sein als eine
- 24:23straftat ish nachvollziehbar was heißt
- 24:27das für sie in der klausur das heißt für
- 24:28sie in der klausur dass sie bei den
- 24:30fahrlässigkeit zulegten bitte sauber den
- 24:32tatbestand prüfen dann die
- 24:33rechtswidrigkeit und dann in der schuld
- 24:36kurz feststellen
- 24:38dass diese handlung auch subjektiv
- 24:41sorgfaltswidrig war uns subjektiv
- 24:43vorhersehbar der erfolg eingetreten ist
- 24:45es sei denn sie haben klare angaben dazu
- 24:48das ist hier sich um eine situation
- 24:51handelt wo wir von einer solchen
- 24:53strafbarkeit eben nicht ausgehen können
- 24:55ja also die frage ist jetzt was mache
- 24:57ich wenn wir in solchen konstellationen
- 24:59sonderwissen haben die diskussion über
- 25:02das sonderwissen die findet hier statt
- 25:05und da sagt man wir bestimmen dann die
- 25:07objektive sorgfaltspflichtverletzung
- 25:09anders wir werden es gleich sehen
- 25:12daran können sie es dann auch erkennen
- 25:13eine handlungen geschieht nicht unter
- 25:16verletzung objektiven sorgfaltspflicht
- 25:18wenn der gewissenhafte und besondere
- 25:19angehörigen der des betreffenden
- 25:20verkehrs kreises in der sozialen rolle
- 25:22und konkreten lage des täters genauso
- 25:23gehandelt hätte nehmen wir also die
- 25:27mutter die ärztin ist oder
- 25:32pharmakologin oder jedenfalls kennt sich
- 25:34da aus in dem moment hat es aber nicht
- 25:38auf dem schirm gehabt hätte es aber auf
- 25:40jeden fall wissen müssen dann würden wir
- 25:42hier eben daran die anforderungen
- 25:44knüpfen wenn eine gewissenhafte und
- 25:47besondere pharmakologin wenn sie genauso
- 25:51gehandelt hätte und da würden wir sagen
- 25:52ja gut das wusste sie wissen da sind wir
- 25:54dann auf jeden fall drin und bei der
- 25:57schuld würden wir das dann noch mal
- 25:58überprüfen da stellen sie oft das
- 26:00sonderwissen also ab aber auf
- 26:02objektivierbare sonderwissen
- 26:04problematisch wird's natürlich und dann
- 26:06wird's interessant was ist wenn sie die
- 26:09pharmakologin ist sondern kurz vorher
- 26:11ein bericht über die tödliche wirkung
- 26:14von salz gelesen hat das ist ja nicht
- 26:17irgendwie objektivierbar und trotzdem
- 26:19würde man in der situation dann wohl
- 26:21sagen das gehört dann zur konkreten lage
- 26:24des täters wenn der täter das eben weiß
- 26:26und dass daran sicher auch hätte
- 26:28erinnern müssen aber da liegt eines der
- 26:30großen probleme das ist nämlich ein
- 26:31grund warum ein teil der literatur sagt
- 26:33wir müssen hier die komplette täter
- 26:35persönlichkeit schon im objektiven
- 26:36tatbestand und nicht erst in subjektiven
- 26:38werden
- 26:40den verkehrs kreis den müssen sie
- 26:43bestimmen nach längerfristigen täter
- 26:45merkmalen die beruf stellung oder
- 26:47längerfristig oder wiederholt ausgeübter
- 26:48tätigkeit und damit wären dann eben auch
- 26:51standardisierte sonder fähigkeiten
- 26:53erfasst problematisch ist natürlich wie
- 26:56bestimme ich den verkehrs kreis in der
- 26:59klausur sollten sie aber zunächst
- 27:00folgendes tun überlegen sie sich wenn es
- 27:03um solche bestimmung von sorgfalts
- 27:05maßstäben geht wo finde ich
- 27:08möglicherweise vorschriften einen großen
- 27:11bereich von vorschriften wenn es um
- 27:13fahrlässige begehung geht können sie
- 27:15sich vorstellen dass das verkehrsrecht
- 27:17straßenverkehrsordnung
- 27:18straßenverkehrsgesetz diese regelungen
- 27:20wieder drin stehen wie man zu überholen
- 27:22hat dass man zurück setzt nach hinten
- 27:24schauen muss dass man nicht zu schnell
- 27:27fahren darf dass man den abstand
- 27:28einhalten muss das sind alles
- 27:30vorschriften die hier an dieser stelle
- 27:31bestimmen wie sich der gewissenhaft und
- 27:34besondere angehörige des betreffenden
- 27:36verkehrskreisels dir also beispielsweise
- 27:38der besondere und gewissenhafte
- 27:40autofahrer zu verhalten hat er hat sich
- 27:42an alle verkehrsregeln zu halten
- 27:44das ist ein bisschen utopisch weil jeder
- 27:46schon mal zu schnell fährt aber das ist
- 27:48die vorgabe die wir hier haben
- 27:50wenn sie einen verkehrs kreis haben der
- 27:52anders bestimmt wird wenn sie einen arzt
- 27:54haben dann müssen sie ihn fragen was ist
- 27:56der ärztliche standard das können sie in
- 27:59der klausur nur sich selber
- 28:00zusammenreimen und dann muss man in der
- 28:02klausur auch fast alles zu lassen oder
- 28:04sie haben eben eine angabe in der
- 28:06klausur in einer examensfeier suhr vor
- 28:10gar nicht allzu langer zeit da ging es
- 28:13darum dass der vater beim zurücksetzen
- 28:16mit seinem kfz das eigene kind
- 28:18überfahren hat und dann ging es dann um
- 28:21die fahrlässigkeit strafbarkeit und
- 28:22anstand unten unter der klausur unter
- 28:25dem arbeiter- vermerk § 5 stvo war es
- 28:28glaube ich abgedruckt also die
- 28:30vorschrift über das zurücksetzen und da
- 28:33sollten sie dann schon so klug sein und
- 28:35sich das mal anschauen und das eben als
- 28:37grundlage nehmen das hat mich sehr
- 28:38überrascht dass circa die hälfte der
- 28:40klausur bearbeitet diesen paragrafen 5
- 28:42stvo überhaupt nicht in ihrer
- 28:44argumentation eingebaut haben er stand
- 28:46ausdrücklich darin wie man zurück zu
- 28:47setzen hat dass man rücksicht nehmen
- 28:49muss dass man sich zur not heraus winken
- 28:50lassen muss und so weiter also stand
- 28:52details drin die man da brauchen konnte
- 28:54das heißt also schauen sie sich den
- 28:56jeweiligen
- 28:57verkehrs kreis ist das schon fast
- 28:59wörtlich zu nehmen schauen sie sich die
- 29:02jeweiligen regelungen an und wenn sie
- 29:03bei rechtliche regelungen haben die dann
- 29:05aber abgedruckt sein müssen wenn sie
- 29:08bestimmte vorgaben haben ich erinnere
- 29:09mich an ein verfahren das habe ich
- 29:11damals als praktikant beim amtsgericht
- 29:13erlebt da hatte jemand eine eine
- 29:17ausflugsgaststätte
- 29:19und hinter der ausflugsgaststätte im
- 29:20garten war in die jauchegrube
- 29:23und da war ein kind auf den deckel der
- 29:25jauchegrube gefallen durchgebrochen und
- 29:27gestorben war in der trunkenen und da
- 29:30ging es letztlich um die frage wie der
- 29:31deckel einer solchen jauchegrube der war
- 29:33völlig verrostet sonst wäre auch nicht
- 29:35bei einem betreten des kindes da der
- 29:38deckel zerbrochen wie ein solcher deckel
- 29:40aussehen muss und er hat der
- 29:42sachverständige ausgesagt der muss
- 29:44bestimmten din normen entsprechen und
- 29:45muss einen druck von 18 tonnen oder so
- 29:48war es aushalten und dem entsprach der
- 29:51deckel natürlich nicht und da atmen dann
- 29:53gesagt gut wir haben hier eine vorgabe
- 29:55für den betreffenden verkehrt verkehrs
- 29:57kreist hauseigentümer die eine solche
- 29:59auch in ober haben und die abzudecken
- 30:01haben und daneben die entsprechende din
- 30:03norm
- 30:03es ist klar dass sie keinen koffer
- 30:06voller din-normen dabei haben da muss
- 30:08man die eben auch mit auf den weg geben
- 30:10das ist natürlich dann im echten leben
- 30:12des juristen etwas schwierig dann müssen
- 30:14sie diese norm erst mal finden im
- 30:18zweifel
- 30:19gilt der grundsatz dass vermeidbare
- 30:21gefahren für rechtsgüter anderer
- 30:23vermieden werden müssen so sagt es
- 30:26zumindest moment in seinem grundkurs
- 30:27strafrecht da muss man natürlich sehr
- 30:29vorsichtig sein wie weit muss man im
- 30:31zweifel gefahren vermeiden
- 30:33das würde ich dann abwägen und wenn sie
- 30:35gar nicht weiter wissen
- 30:36dann entscheiden sie sich nach ihrem
- 30:38bauchgefühl häufig ist es eben so dass
- 30:40sie das kaum sagen können
- 30:42was jetzt eine sorgfaltswidrig gehandelt
- 30:44ist wenn sie eben keine klaren regeln
- 30:46haben und es gibt ja viele bereiche in
- 30:48denen es keine klaren regeln dann gibt
- 30:50wohl manchmal sehr verwundert ist für
- 30:53wie viele bereiche ist dann doch wieder
- 30:54regeln gibt
- 30:55und da in dem bereich kann
- 30:57beispielsweise auch eine fußball regeln
- 31:01des deutschen fußball bundes oder die
- 31:03handball regeln oder die regeln was weiß
- 31:06ich auch beim badminton gibt schon mal
- 31:08verletzung wenn ich mich richtig
- 31:09erinnere mich gut dass ich mit meiner
- 31:12schwester doppel gespielt habe und dann
- 31:14hat sie nicht so richtig getroffen dann
- 31:16gab es ein blaues auge
- 31:18das könnte natürlich mit regel nicht
- 31:20verhindern gut ist also wie bereits
- 31:25gesagt sind die normen der stvo des stvg
- 31:29oder anderen schutz gesetzen die müssen
- 31:31sich anschauen wenn es keine regeln gibt
- 31:33dann greifen sie auf diesen allgemeinen
- 31:35satz zurück den sie hier haben also der
- 31:38gewissenhaften und besonnene angehörigen
- 31:40des betreffenden verkehrs kreis auf
- 31:41denen stellen sie dann ab zusätzliches
- 31:44zu achten dass auch der grundsatz des
- 31:46vertrauens und des erlaubten risikos
- 31:48gilt was bedeutet dass das bedeutet dass
- 31:51sie nicht fahrlässig handeln können
- 31:54wenn sie sich an alle regeln halten das
- 31:57hört sich jetzt sehr einleuchtend und
- 32:00profan an aber das kann durchaus schon
- 32:03mal relevant werden stellen sie sich vor
- 32:04sie fahren einfach mit ihrem auto
- 32:09entsprechend den verkehrsregeln 57 in
- 32:12der in der stadt
- 32:14es gibt auch keinen grund sie sehen
- 32:16keine spielenden kinder am rand oder es
- 32:18ist kein warnschild dass irgendeine
- 32:20schule ist was auch immer und jetzt
- 32:24rennt ihnen jemand ins auto und sie
- 32:27sagen ja das konnte ich ja nicht
- 32:28verhindern ich habe mich an die
- 32:29verkehrsregeln gehalten derjenige nicht
- 32:31was soll ich machen
- 32:33mit diesem argument werden sie dann auch
- 32:34gehört der vertrauensgrundsatz bedeutet
- 32:37das wer sich selbst sorgfalt gerecht
- 32:39verhält der darf das auch von anderen
- 32:42verlangen darf das auch von anderen
- 32:44erwarten solange keine anhaltspunkte
- 32:46dafür vorliegen dass dieser andere die
- 32:49sorgfalt nicht walten lassen wird das
- 32:52heißt wenn sie schon sehen
- 32:54dass die kinder am rand mit dem ball
- 32:55spielen dass er die typischen bilder die
- 32:57sie vielleicht aus der fahrprüfung
- 32:58kennen
- 32:59der ball rollt schon auf die straße dann
- 33:01können sie nicht sagen ja ich möchte ja
- 33:03nicht dass da jetzt ein kind hinterher
- 33:04springen und fahren weiter 50 also in
- 33:08solchen situationen wenn sie sehen dass
- 33:10jemand betrunken am straßenrand entlang
- 33:12taumelt dann müssen sie eben bremsbereit
- 33:15sein
- 33:16in kinder am straßenrand spielen müssen
- 33:18sie bremsbereit sein wenn sie aus
- 33:19irgendwelchen anderen gründen erkennen
- 33:20dass menschen sich wohl nicht an die
- 33:22regeln halten werden
- 33:23dann müssen sie eben dürfen sich nicht
- 33:26auf den vertrauensgrundsatz berufen aber
- 33:28stellen sie sich mal vor wir würden alle
- 33:30im straßenverkehr immer so langsam
- 33:32fahren das wäre jederzeit bremsbereit
- 33:34sind dass er jederzeit jeden unfall
- 33:36vermeiden können und dann hätten wir
- 33:38schritttempo überall
- 33:40und da sagt eben das deutsche
- 33:43verkehrs rechnung an dann auch das
- 33:45strafrecht das ist ein risiko natürlich
- 33:47wenn sie schneller als schritttempo
- 33:49fahren dann sind sie im risiko aber das
- 33:51ist ein erlaubtes risiko und da gilt
- 33:52dann eben der vertrauensgrundsatz
- 33:57die pflichtverletzung die müssen sie
- 33:59objektiv würdigen vieles davon haben wir
- 34:01im rahmen des objektiven tatbestand es
- 34:03bei den vorsatz delikten auch schon
- 34:04gemacht
- 34:05und hier sind häufig sozial üblichkeit
- 34:09regeln eine spielen eine rolle aber
- 34:11nicht alles was sozial üblich ist es
- 34:13auch erlaubt denn es ist sozial üblich
- 34:1510 km h schneller zu fahren als die
- 34:18verkehrsschilder das angeben das ist
- 34:20durchaus üblich vielleicht auch 20 km h
- 34:23viele sagen ja dann kriege ich nur ein
- 34:25knöllchen von bis zu 50 euro oder so
- 34:26dass nämlich hin
- 34:28das ist dann sozial üblich aber noch
- 34:30lange nicht erlaubt es dann immer noch
- 34:31eine die schaffung eines rechtlich
- 34:33relevanten risiken oft sind auch ist
- 34:38auch der grundrechtliche schutz
- 34:39bestimmten verhaltens noch mit
- 34:41einzubeziehen das heißt also wenn
- 34:43bestimmte handlungen zwar eine gefahr
- 34:44schaffen aber teil der berufsausübung
- 34:46sind dann kann artikel 12 dazu führen
- 34:49dass auch diese gefahren von der
- 34:51allgemeinheit hinzunehmen sind und zur
- 34:53konkretisierung dieser abstrakten
- 34:55abwägungs risiken haben sich daneben
- 34:57der abwägungs kriterien haben sich
- 34:59daneben erlaubnis normen entwickelt also
- 35:02regelungen die bestimmte risiken
- 35:04erlauben aber auch eingrenzen der
- 35:07vertrauensgrundsatz ist zu
- 35:08berücksichtigen selbst gefährdungen sind
- 35:10zu berücksichtigen also wenn sich jemand
- 35:12selbst gefährdet dann sind sie auch als
- 35:14fahrlässigkeit täter nicht
- 35:16verantwortlich oder auch die ein
- 35:18verständliche fremdgefährdung kann hier
- 35:20eine rolle spielen und die
- 35:21fahrlässigkeit schon beseitigen
- 35:26ich hatte vorhin schon gesagt dass an
- 35:27dem hinter meinung hier die subjektive
- 35:29sorgfaltspflichtverletzung schon im
- 35:30tatbestand prüfen will also schon die
- 35:32frage stellen will
- 35:33ob der konkrete täter hier
- 35:37sorgfaltswidrig gehandelt hat nicht weil
- 35:39er gegen diese regeln die für alle
- 35:41gelten verstoßen hat sondern weil er
- 35:43möglicherweise aus persönlichen aus
- 35:46subjektiven defiziten heraus bestimmte
- 35:48anforderungen gar nicht erfüllen kann
- 35:52und da sagt die herrscher meinung eben
- 35:55nein das ist eine frage der schuld
- 35:57also nehmen sie den arzt der eine
- 35:59operation übernimmt obwohl er zu dieser
- 36:03operation gar nicht gar nicht
- 36:05qualifiziert ist das wäre ein fall
- 36:07niemand sagen würde als er verstößt
- 36:10dagegen aber er konnte diese operation
- 36:14auch gar nicht durchführen weil er die
- 36:16fähigkeiten gar nicht hatte
- 36:17das heißt ja nicht dass ein solcher art
- 36:19der kooperation übernimmt hier nicht
- 36:20durchführen kann nicht strafbar wäre er
- 36:22würde dann nur nicht für die fehlerhafte
- 36:24operationen bestraft sondern für die
- 36:26übernahme dieser operation würde er dann
- 36:28bestraft da spricht man dann von
- 36:29übernahme verschulden das heißt also
- 36:32wenn ich in der konkreten situation bin
- 36:34und kann die anforderungen nicht
- 36:35erfüllen
- 36:36dann handle ich unverschuldet aber dann
- 36:40muss ich mir vorhalten lassen du hättest
- 36:42diese operation gar nicht übernehmen
- 36:43dürfen und dann kann der fahrlässigkeit
- 36:45vorwurf sich darauf beziehen
- 36:46die frage ist wie eng kann ich den
- 36:49verkehrs kreis gestalten da gibt es eine
- 36:51diskussion was mache ich denn wenn ich
- 36:54einen herausragenden spezialisten haben
- 36:56und der ist seinen kollegen aus dem arzt
- 36:59beispielsweise ist einen kollegen
- 37:00haushoch überlegen ist der einzige der
- 37:02eine bestimmte operation auf dem level
- 37:04durchführen kann
- 37:05und jetzt verhält er sich wie ein
- 37:07stinknormaler spitzen chirurg und im
- 37:11spitzen chirurg wäre das dem wäre der
- 37:13fehler passiert der da wäre der patient
- 37:16verletzt worden aber eigentlich bei
- 37:17diesem giro der absolute ausnahmekönner
- 37:19es nicht dann wäre ja die frage wird er
- 37:22dann bestraft weil er für seine
- 37:25verhältnisse schlecht gearbeitet hat für
- 37:27alle anderen werde das immer noch ein
- 37:28spitzenleistung gewesen das wird
- 37:31diskutiert ein teil der literatur sagt
- 37:32ja jeder muss auf seinem level arbeiten
- 37:35und wenn ich da mir
- 37:37auf meine aller höchsten level fehler
- 37:40erlauben dann werde ich für die viel
- 37:41auch bestraft andere sagen man muss es
- 37:44war seine fähigkeiten einsetzen
- 37:46aber dann würde ich ja den den absoluten
- 37:48ausnahme könner würde ich bin
- 37:50nachteiligen weil an ihnen höhere
- 37:51anforderung auch strafrechtlich höhere
- 37:53anforderungen gestellt werden
- 37:54da ist beides gut vertretbar
- 37:57also ich wäre auch unsicher was ich da
- 37:59vertreten würde es spricht vieles dafür
- 38:02zu sagen jeder muss alle seine
- 38:03fähigkeiten einsetzen um schaden zu
- 38:04verhindern
- 38:05aber auf der anderen seite würde man
- 38:07sagen müssen nur weil er besonders
- 38:10begabt ist daher eigentlich nicht
- 38:12strafrechtlich schlechter gestellt haben
- 38:14sein
- 38:14sehen wir uns die vorhersehbarkeit an
- 38:17also das erste was wir uns angeschaut
- 38:19haben war die pflichtverletzung das
- 38:21zweite ist die frage der
- 38:22vorhersehbarkeit
- 38:23hier müssen wir also die frage stellen
- 38:25ob es hier nach der erfahrung zu einem
- 38:30erfolg gekommen ist der in dem in der
- 38:34pflicht verletzung der
- 38:35sorgfaltspflichten verletzung angelegt
- 38:37war
- 38:37also war es vorhersehbar dass dieser
- 38:40konkrete tödliche oder verletzungs
- 38:42erfolg eintreten würde
- 38:45auch hier
- 38:47ist die sorgfaltspflichtverletzung ist
- 38:51er die vorhersehbarkeit eigentlich
- 38:53objektiv zu bestimmen
- 38:54aber aus der individuellen perspektive
- 38:57des handelnden unter berücksichtigung
- 38:58aller umstände des einzelfalls das heißt
- 39:00wir versetzen uns in den täter seine
- 39:04individuelle perspektive sie können ja
- 39:06nicht irgendeine perspektive eines
- 39:09dritten an nehmen und fragen uns aus
- 39:11seiner sicht schauen also aus seinen
- 39:13augen wie wäre hier die vorhersehbarkeit
- 39:17zu beurteilen wenn wir alle umstände des
- 39:20einzelfalls berücksichtigen wir
- 39:22berücksichtigen also wie sind seine
- 39:24informationsquelle
- 39:26welche zeit hat er um die informationen
- 39:30überhaupt einzuschätzen und zu würdigen
- 39:33und da ist auch wichtig wir können
- 39:36eigentlich nicht mehr verlangen als dass
- 39:39unser täter den 1
- 39:42hinsichtlich des eintritts des erfolges
- 39:45naja die kenntnis in der konkreten
- 39:48situation hätte erlangen können was
- 39:51bedeutet das wenn wir jemanden haben der
- 39:54den erfolg zwar theoretisch hätte
- 39:58vorhersehen können
- 39:59aber wenn er alle seine pflichten
- 40:01verletzt alle seine pflichten erfüllt
- 40:03hätte und dann trotzdem nicht den erfolg
- 40:05gesehen hätte als mögliche folge
- 40:07dann können wir nicht von anna
- 40:09vorhersehbarkeit ausgehen das heißt bei
- 40:11der vorhersehbarkeit müssen wir uns
- 40:14letztlich daran orientieren was
- 40:16erfahrungsgemäß möglich ist da liegen
- 40:20aber in etwa so in den wenigsten fällen
- 40:21die probleme meistens ist bei der
- 40:24fahrlässigkeit einfach nur wichtig das
- 40:25ist sauber runter so summieren dass sie
- 40:27die objektive zurechnung sich anschauen
- 40:31in einer faustformel wird die
- 40:33erkennbarkeit bejaht wenn ein besonderer
- 40:35anlass für den handel bestanden haben
- 40:37die möglichkeit der tatbestand
- 40:38verwirklichung zu bedenken
- 40:39was bedeutet das das bedeutet dass ein
- 40:44erfolg dann erkennbar war
- 40:46wenn unser täter die handlung
- 40:49vorgenommen hat und jeder andere
- 40:51eigentlich darüber hätte nachdenken
- 40:52müssen dass genau dieser erfolg ein
- 40:55treten wird das heißt auch hier haben
- 40:57wir ein gewisses fahrlässigkeit element
- 41:00ein gewisses pflichtverletzung element
- 41:01wir sagen ihm also naja hättest du mal
- 41:04anständig nachgedacht dann hättest du
- 41:06auch sofort erkannt dass dieser erfolg
- 41:07eintreten wird
- 41:10hier haben sie auch noch mal den
- 41:13kochsalz fall den ich vorhin als pudding
- 41:17fall bezeichnet habe es war vierjährige
- 41:19tochter niveau 15 kilo
- 41:23und 0,5 bis 1 gramm kochsalz pro
- 41:25kilogramm körpergewicht führen nach der
- 41:28feststellung des bgh in aller regel zum
- 41:30tod
- 41:31den fall haben wir dann besprochen und
- 41:34hier haben sie auch noch die auszüge aus
- 41:36der entscheidung und da sagt eben sagt
- 41:40das landgericht sagt dass der bgh dass
- 41:44das landgericht nachvollziehbar
- 41:45dargelegt habe dass die angeklagte und
- 41:46zwar nicht vorwerfbar keine kenntnis
- 41:48besagt dass bereits geringe mengen an
- 41:50kochsalz bei einem kind lebensgefährlich
- 41:51vergiftungserscheinungen hervorzurufen
- 41:53vermögen
- 41:54darüber hatte ich vorhin ja einiges
- 41:57gesagt
- 41:58die vorhersehbarkeit das sehen sie schon
- 42:01an der anzahl der folien ist nicht das
- 42:04maßgebliche problem mit dem
- 42:06pflichtwidrigkeit zusammenhang haben wir
- 42:07uns im rahmen der vorwärts delikte ja
- 42:10schon auseinandergesetzt
- 42:11hier nochmal einige aspekte die
- 42:14besonders bei den fahrlässigkeit legten
- 42:16eine rolle spielen
- 42:17auch hier müssen sie natürlich prüfen ob
- 42:20die pflichtwidrigkeit begangen worden
- 42:22ist zu dem erfolg in der weise geführt
- 42:25hat dass die pflichtwidrigkeit eine
- 42:30nicht hinweg denkbare bedingung ist das
- 42:33bedeutet also sie müssen sich fragen was
- 42:36wäre gewesen wenn unser täter rechtmäßig
- 42:39gehandelt hätte wenn er also die
- 42:40vorgeschriebene geschwindigkeit
- 42:41eingehalten hätte beispielsweise wenn er
- 42:44nicht betrunken auto gefahren wäre
- 42:47sondern eben nüchtern gefahren
- 42:48und dann treten häufig diese probleme
- 42:50auf die dann entstehen wenn ein
- 42:56sachverständiger dann im strafprozess
- 42:58feststellt naja wäre unser täter nur die
- 43:01vorgeschriebenen 50 km/h gefahren dann
- 43:03wäre der unfall trotzdem passiert oder
- 43:06wenn der sachverständige feststellt der
- 43:10beschuldigte war zwar alkoholisiert und
- 43:15auch so alkoholisiert dass er das
- 43:17fahrzeug nicht mehr sicher im
- 43:18straßenverkehr führen konnte aber unter
- 43:21den vorgegebenen bedingungen hätte auch
- 43:24ein nicht alkoholisierter autofahrer
- 43:26diesen unfall gar nicht verhindern
- 43:28können weil ein solcher unfall auch für
- 43:30den sorgfältigen und autofahrer nicht
- 43:32vermeidbar
- 43:34und in diesen fällen
- 43:36sagt dann die rechtsprechung beim
- 43:39alkoholisierten fahrer hatten wir schon
- 43:41gesagt da macht die rechtsprechung ein
- 43:42bisschen anders weil sie da dann auf die
- 43:44idee kommen ein alkoholisierter
- 43:46autofahrer müsse besonders sorgfältig
- 43:48sein und dann die figur des sorgfältigen
- 43:50betrunkenen autofahrers entwickelt haben
- 43:52aber im grundsatz sagt die
- 43:55rechtsprechung nach der sogenannten
- 43:57vermeidbarkeit theorie dass eine
- 43:59sorgfaltspflichtverletzung für einen
- 44:01erfolg nicht kausal ist im sinne von die
- 44:05pflichtwidrigkeit ist nicht kausal
- 44:07sodass der pflichtwidrigkeit
- 44:08zusammenhang nicht besteht also bitte
- 44:11das nicht verwechseln mit qualität der
- 44:13handlung sondern hier geht es um die
- 44:15kausalität pflichtwidrigkeit sie ist
- 44:18also dann nicht kausal wenn nicht mit an
- 44:21sicherheit grenzender wahrscheinlichkeit
- 44:22fest steht dass der erfolg auch ohne die
- 44:24pflichtwidrigkeit eingetreten wäre
- 44:26das heißt sie müssen dann im
- 44:28gerichtlichen prozess möglich auch als
- 44:31auch schon im vorverfahren durch die
- 44:32staatsanwaltschaft feststellen ob diese
- 44:36pflichtverletzung mit an sicherheit
- 44:38grenzender wahrscheinlichkeit die
- 44:40ursache der auslöser für diesen
- 44:44riesenerfolg war
- 44:45und wenn sie das nicht feststellen
- 44:48können dann fehlt es eben am
- 44:50pflichtwidrigkeit zusammen machen das
- 44:52heißt der pflichtwidrigkeit zusammenhang
- 44:54den wir hier prüfen
- 44:56der ergibt sich letztlich durch die
- 44:59frage ob die pflichtwidrigkeit wenn man
- 45:02sie ihn weg denkt oder wenn man die
- 45:04pflichtwidrigkeit entdeckt hängt ob der
- 45:06erfolg dann immer noch eingetreten wäre
- 45:08und wenn sie die pflichtwidrigkeit zu
- 45:10schnelles fahren oder betrunkenes fahren
- 45:12weg denken und sie und das ist ganz
- 45:15wichtig ersetzen durch die pflichtgemäß
- 45:17haid wenn der erfolg hat immer noch
- 45:19eingetreten wäre dann haben wir es nicht
- 45:21mit objektiv zurechenbaren erfahrung zu
- 45:24tun
- 45:24es heißt also hier ist ganz entscheidend
- 45:28dass sie die pflichtwidrigkeit gar nicht
- 45:31wegdenken können im sinne von dann ist
- 45:33da gar nichts mehr
- 45:35sondern es ist eine logische folge dass
- 45:38beim entdeckt denken der
- 45:39pflichtwidrigkeit das rechtmäßiges
- 45:41pflichtgemäß verhalten an dieser stelle
- 45:43tritt sie prüfen also hier wenn sie
- 45:46einen solchen fall haben in dem der
- 45:48sachverständige sagt dass bei
- 45:49pflichtgemäßem verhalten der erfolg
- 45:52wahrscheinlich auch eingetreten wäre
- 45:54dann prüfen sie
- 45:56den pflichtwidrigkeit zusammenhang
- 45:57stellen fest wenn er ordnungsgemäß
- 46:00gefahren wäre wäre der erfolg
- 46:01wahrscheinlich auch eingetreten und dann
- 46:03fehlt es an pflichtwidrigkeit
- 46:04zusammenhang die risikoerhöhung lehre
- 46:06die von einem teil in der natur
- 46:08vertreten wird die sieht das ein
- 46:09bisschen anders und die sagt es kommt
- 46:12letztlich auf die risikoerhöhung an die
- 46:14pflichtwidrigkeit ist schon dann kausal
- 46:17es gibt also bereits dann den
- 46:19pflichtwidrigkeit zusammenhang so diese
- 46:21ansicht wenn der täter das risiko der
- 46:24rechtsfuß beeinträchtigungen für das
- 46:25opfer erhöht hat das heißt also wenn der
- 46:28sachverständige sagt ich kann nicht
- 46:32ausschließen dass der unfall auch dann
- 46:35eingetreten wäre wenn der täter 50
- 46:38erlaubt statt 60 verboten gefahren wäre
- 46:42aber es ist relativ sicher dass mit an
- 46:46sicherheit grenzender wahrscheinlichkeit
- 46:47steht es fest dass das opfer in diesem
- 46:50fall eine bessere chance gehabt hätte
- 46:52dem unfall zu entkommen
- 46:55dann sagt diese auffassung
- 46:58den opfer interessen wird besser
- 47:00rechnung getragen wenn wir sagen es
- 47:04reicht hier schon aus dass das risiko
- 47:06des erfolgs eintritts erhöht worden ist
- 47:08es muss nicht mit an sicherheit
- 47:09grenzender wahrscheinlichkeit fest
- 47:10stehen dass der erfolg dann ausgeblieben
- 47:13wäre es reicht aus dass dieses zu
- 47:16schnelle fahren oder es andere sonstige
- 47:18sorgues widrige verhalten das risiko des
- 47:21erfolgs eintritts einfach erhöht hat und
- 47:24die begründung dafür sind letztlich
- 47:26opfer interessen gegen diese auffassung
- 47:29wird ins feld geführt eine solche lösung
- 47:32widerspreche dem grundsatz in dubio pro
- 47:34reo
- 47:34denn sie geht davon aus dass ein erfolg
- 47:38zugerechnet wird obwohl die kausalität
- 47:40gar nicht bewiesen werden kann ob das
- 47:43wirklich ein verstoß gegen den grundsatz
- 47:45in dubio pro reo ist darüber kann man
- 47:47sich sicherlich streiten
- 47:49denn der grundsatz des zweifels im
- 47:52zweifel für den angeklagten ist dann
- 47:54verletzt wenn ich die tatsachen die
- 47:58einer rechtlichen entscheidung zum
- 47:59zuungunsten des angeklagten
- 48:04wenn ich die nicht feststellen kann und
- 48:06dann trotzdem verurteilen
- 48:08das ist der fall in der bei dem in dubio
- 48:10pro reo verletzt wäre hier haben ja aber
- 48:13es mit einem anderen fall zu tun
- 48:14wir sagen ja nicht die tat oder diese
- 48:18risikoerhöhung lehre sagt nicht die
- 48:19tatsachen sind nicht feststellbar
- 48:21sondern diese ansicht sagt eigentlich na
- 48:24ja wir haben die tatsache risiko liegt
- 48:27vor festgestellt wir ändern nur die
- 48:29kriterien an dem wir die tatsachen
- 48:30lassen
- 48:31das heißt also diese auffassung sagt
- 48:35kausalität ist nicht erfolgsspur sondern
- 48:39kausalität ist hier risikoerhöhung und
- 48:43deswegen wird man kaum sagen können dass
- 48:44der grundsatz in dubio pro reo verletzt
- 48:46ist aber man wird sicherlich sagen
- 48:48können warum stellen wir jetzt hier auf
- 48:50die risikoerhöhung ab damit wird dann
- 48:54letztlich nämlich das erfolgte liegt das
- 48:57verletzungs delikt zu einem gefährdungs
- 49:00delikt was heißt das
- 49:02wenn wir sagen das risiko dass das
- 49:05erhöht worden es reicht aus wenn
- 49:07bestrafen wir unseren täter nämlich
- 49:08nicht für die erfolgs herbeiführung
- 49:10sondern für die risikoerhöhung und für
- 49:13eine risikoerhöhung werden sie
- 49:15typischerweise dann bestraft wenn wir es
- 49:17mit einem gefährdungs gelegt zu tun hat
- 49:19gefährdungs delikte noch mal als
- 49:21beispiel 315 c
- 49:25das ist ein gefährdungs delikt dasteht
- 49:27ist drin im gesetz es fordert im absatz
- 49:291 und dadurch leib oder leben eines
- 49:32anderen menschen oder fremde sachen von
- 49:34bedeutendem wert gefährdet und im
- 49:37paragrafen 222 dasteht einen anderen
- 49:40menschen tötet oder im 229 einen anderen
- 49:43menschen verletzt
- 49:46insofern die risikoerhöhung lehre wird
- 49:49in der literatur prominent vertreten
- 49:52man wird er wohl auch nicht
- 49:54entgegenhalten können dass der grundsatz
- 49:57in dubio pro reo verletzt ist das tut
- 49:59aber die herrschende auffassung also ja
- 50:01schon auffassung sagt das sind verstoß
- 50:02gegen in dubio pro reo
- 50:03da muss man vorsichtig sein mit dieser
- 50:05kritik richtig ist aber sicherlich
- 50:09dass diese risikoerhöhung lehrer aus
- 50:12einem verletzungs delikt es wird jemand
- 50:14verletzt und stirbt jemand ein
- 50:16gefährdungs gelegt macht wenn man für
- 50:18die strafbarkeit auf die erhöhung eines
- 50:19risikos auf die gefährdungen abstellen
- 50:21und nicht mehr auf die verletzt ich bin
- 50:25mir jetzt etwas unsicher haben wir den
- 50:27fall dass das
- 50:29sorgfältigen betrunkenen autofahrers
- 50:31noch gar nicht im ersten teil gemacht
- 50:32noch gar nicht bei der pflichtwidrigkeit
- 50:34gemacht gut okay dann machen wir es
- 50:36jetzt nochmal im detail das ist nämlich
- 50:40ein problem was in der literatur und in
- 50:42der rechtsprechung aufgetreten ist die
- 50:44situation ist die 1 die täter führt
- 50:46einen kfz obwohl er alkoholisiert ist
- 50:48ein feld sich dabei so wie ein
- 50:49gewissenhafter und sorgfältiger
- 50:50autofahrer sich zu verhalten hat was
- 50:53bedeutet das natürlich verhält er sich
- 50:54nicht dadurch dass er betrunken auto
- 50:56fährt sowie ein sorgfältiger und
- 50:57gewissenhafter autofahrer sich zu
- 50:59verhalten sondern nehmen sie an es fehlt
- 51:02jemand mit 1,8 promille
- 51:04aber er fährt 50er ist bremsbereit
- 51:08erfährt keine schlangenlinien es gibt
- 51:11eben leute die auch mit 1,8 promille
- 51:12wohl erst richtig auto fahren können
- 51:14keine ahnung
- 51:15immer wenn sie hören dass das leute mit
- 51:17mit 5,5 promille von der straße
- 51:19gesammelt werden und nur in routine
- 51:22kontrollen aufgefallen sind dann können
- 51:24sich vorstellen
- 51:25worum es hier geht also
- 51:27wir haben sie in einem autofahrer zu tun
- 51:29der die 1,1 promille überschreitet aber
- 51:31ansonsten völlig ordnungsgemäß gefahren
- 51:34ist es 50 nur gefahren und jetzt sagt
- 51:38der bgh dass in diesen fällen
- 51:43nicht die frage zu stellen ist wie wäre
- 51:46denn der sorgfältige autofahrer
- 51:48ansonsten gefahren also die frage wäre
- 51:52nicht der sorgfältige autofahrer der
- 51:54nicht betrunken ist auch nur 50 gefahren
- 51:56wäre auch bremsbereit gewesen hätte sich
- 51:59in der situation genauso verhalten
- 52:01sondern der bgh fragt jetzt wie hätte
- 52:05sich der der
- 52:08sorgfältige angetrunkene autofahrer
- 52:10verhalten oder betrunkene autofahrer
- 52:12verhalten der bgh sagt also wir müssen
- 52:15jetzt nicht das rechtmäßige alternativ
- 52:17erhalten daneben stellen sondern wir
- 52:19müssen uns die frage stellen wie hätte
- 52:22sich der betrunkene autofahrer verhalten
- 52:24müssen damit seien bremsweg dergleichen
- 52:25ist und da wird dann dem autofahrer
- 52:28vorgehalten
- 52:29wenn du betrunken bist und dann fährst
- 52:30dann darfst eben keine 50 fahrer nur 30
- 52:33und wenn ihr nur 30 gefahren wären wir
- 52:36der bremsweg kürzer gewesen und dann
- 52:37wäre der unfall vermieden worden
- 52:39und da die literatur gesetzt gesagt na
- 52:42das ist natürlich spannend und das ist
- 52:44fast einheitlich
- 52:46ich will sagen einheitliche auffassung
- 52:47der literatur die sagt der bgh und
- 52:51vorher auch schon das bayerische oberste
- 52:52landesgericht er setzt jetzt also eine
- 52:55rechtswidrige handlung fahren unter
- 52:58alkoholeinfluss mit 50 km/h durch eine
- 53:01andere nämlich fahren unter
- 53:04alkoholeinfluss eben aber etwas
- 53:05langsamer
- 53:06es bleibt natürlich rechtswidrig anstatt
- 53:09die rechtswidrige variante durch die
- 53:11rechtmäßige variante zu ersetzen
- 53:14und deswegen sagt die herrschende
- 53:16meinung es ist nicht nach dem
- 53:17sorgfältigen angetrunkenen oder
- 53:19betrunkenen fahrer zu fragen sondern
- 53:21danach auch der erfolg auch eingetreten
- 53:24wäre wenn der täter sich wie ein nicht
- 53:27alkoholisierter aber sonst sorgfalts
- 53:30mäßig handelnder autofahrer verhalten
- 53:33hätte
- 53:33und da kann es eben auf die
- 53:35entscheidende hypothesen bildung an der
- 53:37fall ist im übrigen in einer extra so
- 53:39vor kurzem jetzt auch noch mal
- 53:40aufgetaucht deswegen ist die
- 53:42wahrscheinlichkeit also sobald wieder
- 53:43auftaucht gering aber es kann durchaus
- 53:45in den konstellationen nochmal vorkommen
- 53:47ich hätte ihnen das eben gesagt da ist
- 53:50entscheiden welche hypothesen man bildet
- 53:52man man darf nur eine alternative einbau
- 53:55und die auch rechtmäßig wäre sonst hätte
- 53:58man ja nicht mit rechtmäßigen alternativ
- 53:59verhalten zu tun und deswegen ist der
- 54:01ansatz des bgh verfehlt hier zu sagen na
- 54:04ja ich stelle jetzt auf den sorgfältigen
- 54:07betrunkenen autofahrer ab ich muss in
- 54:09diesen situationen auf den rechtmäßig
- 54:11handeln abstellen und deswegen ist das
- 54:14richtigerweise mit dem titel oder mit
- 54:19dem schlagwort zu bezeichnen
- 54:21rechtmäßigen alternativ verhalten und
- 54:24nicht anderes rechtsgüter schonen des
- 54:27alternativ erhalten sondern es muss
- 54:28rechtmäßig sein
- 54:30also sollte ihnen der fall in der
- 54:32klausur begegnen dass der täter oder der
- 54:39der beschuldigte muss ich ja dann sagen
- 54:41die handelnde figuren weil täter wird er
- 54:44dann letztlich nicht einen erfolg
- 54:46verursacht aber auch der rechtmäßig
- 54:48handelnde diesen erfolg verursacht hat
- 54:50dann müssen sie sich genau anschauen
- 54:51welche alternative bilde ich also mit
- 54:54vergleiche ich das und diese hypothese
- 54:57muss eine hypothese des anderen
- 54:59rechtmäßigen verhaltens seien sie darf
- 55:01nicht einfach wieder bghs gemacht hat
- 55:03die alternative eines anderen irgendwie
- 55:07rechtsgüter schonenderen feinden sein
- 55:13wichtig hier noch die alternativ
- 55:15ursachen das hatten wir aber auch schon
- 55:16besprochen das sind die karambolage
- 55:19fälle also wenn ich als beschuldigter
- 55:23sagen kann ja wäre ich da nicht so
- 55:25schnell gefahren hat wäre ja der andere
- 55:27der hinter mir kam auch auf gefahren
- 55:29das ist keine konstellation die ihre
- 55:31relevant ist es geht hier nicht um
- 55:33alternativ ursachen in diesen
- 55:36konstellationen also die rechtmäßigkeit
- 55:39der setzung eines handeln durch
- 55:41rechtmäßiges handeln
- 55:42das ist keine frage der alternativ
- 55:45ursachen sondern das ist eine frage der
- 55:47hypothese eines rechtmäßigen alternativ
- 55:49verhaltens die frage der schutzzweck der
- 55:54norm hatten wir auch schon gesprochen
- 55:55hier deswegen kurz noch mal wiederholt
- 55:57nur dann können wir jemanden
- 56:00sanktionieren wenn der bewirkte erfolg
- 56:02auch unmittelbar die von der norm zu
- 56:03verhindernde gefahr bewirkt hat und
- 56:05diese in den schaden umgeschlagen ist
- 56:08das heißt sie müssen insbesondere die
- 56:12frage stellen haben wir es hier
- 56:13überhaupt mit dem räumlichen und
- 56:15sachlichen schutzbereich der norm zu tun
- 56:18sie kennen den fall alle der täter fährt
- 56:21hier in mannheim über eine rote ampel
- 56:23kommt deswegen sechs sekunden früher in
- 56:27ludwigshafen an und weiler da an dieser
- 56:30stelle ankommt fährt er jemanden über
- 56:32den haufen der gerade auf die straße
- 56:33gerannt ist dort fällt dass ich völlig
- 56:35völlig verkehrs gemäss völlig sorglos
- 56:37gemäss aber hier in mannheim eben nicht
- 56:40und da haben wir dann eine konstellation
- 56:43so wir sagen können natürlich ist das
- 56:46einfahren in die kreuzung trotz
- 56:48rotlichts zeichen eine pflichtverletzung
- 56:49überhaupt keine frage
- 56:51nur dieses dieses rote lichtzeichen soll
- 56:55ja nur den kreuzungsbereich vor gefahren
- 56:57schützen und soll nicht verhindern dass
- 56:59sie sechs sekunden irgendwo anders
- 57:00früher ankommen und deswegen ist das
- 57:02kein fall in dem der schutzbereich der
- 57:05norm betroffen ist einen anderen fall
- 57:07hatten wir uns angeschaut sie erinnern
- 57:09sich vielleicht wie sieht das aus wenn
- 57:12irgendwo auf der autobahn steht 100
- 57:14wegen lärmschutz zwischen 22 und 6 uhr
- 57:16und jetzt fährt jemand nachts um 3
- 57:20da mit 180 herum und es kommt zu einem
- 57:23unfall
- 57:24dann können sie nach wohl richtiger
- 57:26auffassungen nicht sagen die
- 57:27pflichtverletzung liegt allein darin
- 57:29dass er hier den lärmschutz verletzt hat
- 57:31denn die pflichtverletzung die muss ja
- 57:33auf den schutz der personen der personen
- 57:36der der körperlichen unversehrtheit von
- 57:38anderer personen von anderen personen
- 57:39gerichtet sein
- 57:40und das ist beim lärmschutz eben nicht
- 57:42dann können sie natürlich argumentieren
- 57:43es gibt eine richtgeschwindigkeit auf
- 57:45autobahnen und wer die stark
- 57:47überschreitet der kann durchaus eine
- 57:49pflichtverletzung begehen allerdings
- 57:51sehr streitig
- 57:52sehen wir uns die rechtfertigung
- 57:54merkmale die rechtswidrigkeit merkmale
- 57:57der fahrlässigkeit delikte an
- 58:02bei den rechtfertigungsgründe haben wir
- 58:05natürlich ein erhebliches problem mit
- 58:07den mit der subjektiven rechtfertigung
- 58:12oder können wir ein erhebliches problem
- 58:14mit dem subjektiven rechtfertigung
- 58:16element haben denn wenn sie gar nicht
- 58:18wissen dass sie sich strafrechtlich
- 58:20relevant verhalten weil sie empfahl es
- 58:23sich handeln dann ist ja auch schwierig
- 58:26dass ihr bewusstsein haben dass sie
- 58:28gerechtfertigt sind
- 58:29also man kann dann kaum verlangen dass
- 58:31sie sagen ja ich begehe diese handlungen
- 58:33uhr
- 58:34weil ich weiß dass ich mich auf einen
- 58:36rechtfertigungsgrund schützen kann
- 58:38dass es gibt durchaus fälle in denen das
- 58:40möglich ist denn es kann ja sein dass
- 58:42die die handlung in bewusster
- 58:44fahrlässigkeit begehe und wissen dass
- 58:46jemand verletzen könnten sie schließen
- 58:48das eigentlich aus aber sie kennen das
- 58:49risiko wir sind aber auch dass sie in
- 58:52dem konkreten fall ebenso handeln dürfen
- 58:54weil sie gerechtfertigt sind als bei
- 58:56vista fahrlässigkeit entsteht das
- 58:58problem grundsätzlich nicht bei
- 58:59unbewusster fahrlässigkeit wenn jemand
- 59:01gar nicht weiß dass er sich
- 59:03pflichtwidrig verhält dass er einen
- 59:05erfolg herbeiführen kann wird er in den
- 59:07wenigsten fällen sich darüber gedanken
- 59:08machen ob er eben gerechtfertigt sein
- 59:10könnte und deswegen lässt man in diesen
- 59:13fällen das subjektive element beiseite
- 59:17es ist nicht erforderlich dass dann ein
- 59:19subjektives element gegeben ist also
- 59:22wenn jemand fahrlässig einen anderen
- 59:24verletzt und dabei in notwehr handelt
- 59:25das aber gar nicht weiß dann sind wir in
- 59:27der straflosigkeit ist allerdings auch
- 59:29eine konstellation die mir in ekstase
- 59:31und bisher noch nicht begegnet ist
- 59:34zur selbstgefährdung wie sieht das aus
- 59:39im fall gestaltungen in denen jemand
- 59:41einen anderen verletzt und dabei eine
- 59:45eine selbstgefährdung fördert also ab
- 59:47seiner selbstgefährdung beiträgt eine
- 59:51einwilligung verletzt in die gefahr der
- 59:52handlung rechtfertigt die verletzungen
- 59:54der rechtsträger die besondere gefahr
- 59:56kannte die der täter durch sein
- 59:57verhalten schuf was bedeutet das
- 59:59das bedeutet dass bei fahrlässigkeit
- 1:00:02delikten durchaus eine einwilligung auch
- 1:00:05ausreichend sein kann
- 1:00:07das sind natürlich konstellationen in
- 1:00:09denen beispielsweise jemand eingelegt in
- 1:00:11die körperliche verletzung aber auch die
- 1:00:14gefahr der tötung im raum steht nehmen
- 1:00:17sie den einfachen fall einer operation
- 1:00:22eine operation die ein risiko hat von
- 1:00:25fünf prozent dass sie tödlich endet der
- 1:00:28patient willigt ein weil die folgen
- 1:00:30in der abwägung noch viel schwerer
- 1:00:32wiegen und deswegen sagte ja ich nehme
- 1:00:34diese fünf prozent risiko auf mich dass
- 1:00:36ich hier versterben könnte bei der bei
- 1:00:39der operation und da
- 1:00:44geht man davon aus dass eine
- 1:00:45strafbarkeit nicht in betracht kommt
- 1:00:48wenn unser späteres opfer in die
- 1:00:52handlung eingewilligt hat die mit dieser
- 1:00:55gefahr einhergeht also sie können in
- 1:00:57verletzungen einwilligen aber auch die
- 1:01:01einwilligung in eine bestimmte gefahr
- 1:01:03kann dazu führen dass eben die die
- 1:01:05strafbarkeit wegen der gefährdung
- 1:01:07ausschaltet das ist im übrigen der grund
- 1:01:10warum sie in eine lebensgefährtin
- 1:01:12wirksam einwilligen können so dass der
- 1:01:14täter nicht bestraft wird in eine
- 1:01:16tödliche verletzung aber nach paragraf
- 1:01:18216 stgb eben nicht einlegen können es
- 1:01:23heißt die rechtfertigung ergibt sich aus
- 1:01:27der einen verständlichen gefährdung und
- 1:01:32hier ist eben sind die allgemeinen
- 1:01:34grenzen zu beachten das heißt also nur
- 1:01:37derjenige der dem das rechtsgut selber
- 1:01:40zu steht der kann disponieren es muss
- 1:01:43ein rechtsgut sein was überhaupt zur
- 1:01:44disposition steht der einwilligen muss
- 1:01:46einwilligungs fähig sein er muss also
- 1:01:48die gefahren erkennen er muss die die
- 1:01:50risiken einschätzen können und er muss
- 1:01:53ausdrücklich und vor der tat frei von 1
- 1:01:56von willens mängeln eingewilligt haben
- 1:01:58und der täter muss dann in kenntnissen
- 1:02:01aufgrund der einwilligung handel
- 1:02:03hier ist die frage ob man überhaupt von
- 1:02:06selbstgefährdung sprechen darf
- 1:02:08richtigerweise müsste man eigentlich von
- 1:02:09einer ein verständlichen fremdgefährdung
- 1:02:12sprechen die grenzen zwischen
- 1:02:15fremdgefährdung und selbstgefährdung
- 1:02:17sind aber häufig fließend
- 1:02:20nehmen sie beispielsweise den fall des
- 1:02:22autors surfing ist das jetzt eine
- 1:02:26fremdgefährdung eine selbstgefährdung
- 1:02:28wenn sie sich da oben aufs dach legen
- 1:02:30und warten bis der andere losfährt und
- 1:02:32dann irgendwelche über irgendwelche
- 1:02:34feldwege mit 50 oder 60 sachen kauft und
- 1:02:36sie halten sich oben auf dem dach fest
- 1:02:38oder versuchen das zumindest ja das sind
- 1:02:40fallgestaltungen in denen das relevant
- 1:02:42wird ist das eine selbstgefährdung
- 1:02:44wahrscheinlich ist dass er eine
- 1:02:45fremdgefährdung so dass man hier die
- 1:02:47überschrift wahrscheinlich eher unter
- 1:02:49fremdgefährdung fassen müsste diese
- 1:02:53wettrennen fälle sind immer wieder
- 1:02:55spielt immer wieder eine rolle
- 1:02:57hier ging es darum dass jemand einen
- 1:03:00anderen zu einem wettrennen aufgefordert
- 1:03:02hat und dann ging es eben darum wenn
- 1:03:04eine der beiden die bei dem wettrennen
- 1:03:06beteiligt waren stirbt ist dann eine
- 1:03:09selbstgefährdung eine fremdgefährdung
- 1:03:10wenn es zu einem unfall zwischen den
- 1:03:12beteiligten kommt nach der
- 1:03:14rechtsprechung des bundesgerichtshofs
- 1:03:15macht sich sofern er nicht kraft
- 1:03:17überlegen den sachwissen das risiko
- 1:03:19besser erfasst als er sich selbst töten
- 1:03:20de oder verletzende grundsätzlich nicht
- 1:03:22strafbar wer das zu einer selbsttötung
- 1:03:24oder selbstverletzung führende
- 1:03:26eigenverantwortliche handeln des
- 1:03:27selbstständiges vorsätzlich oder
- 1:03:28fahrlässig veranlasst ermöglicht oder
- 1:03:31fördert also nehmen sie den fall dass
- 1:03:33der eine den anderen zum rennen
- 1:03:34auffordert mittlerweile haben wir der
- 1:03:37strafvorschriften gegen das ist 315 de
- 1:03:41ist es
- 1:03:44nehmen sie also den fall ist wird eine
- 1:03:46aufgefordert und der veranstaltet jetzt
- 1:03:49ein rennen mit einem anderen und
- 1:03:50aufgrund dieses rennens kommt es zum tod
- 1:03:53und da ist natürlich die frage habe ich
- 1:03:55es jetzt mit einer eigenverantwortlichen
- 1:03:57selbstgefährdung zu tun und da werden
- 1:04:01wir letztlich diese kriterien anlegen
- 1:04:02müssen also da kann man wieder von der
- 1:04:05selbstgefährdung sprechen hat derjenige
- 1:04:08der sich jetzt in das rennen gegeben hat
- 1:04:10die dispositions freiheit über das
- 1:04:13rechtsgut weil er seine körperliche
- 1:04:15unversehrtheit darf er gefährden auch
- 1:04:17sein leben sagen darf er sogar gefährden
- 1:04:19er darf ich also rechtlich darf er sich
- 1:04:22auch umbringen aber für die einwilligung
- 1:04:24ist natürlich hier
- 1:04:25der paragraf 216 stgb doch relevant ist
- 1:04:29der einwilligung muss fähig also weiß er
- 1:04:30welche risiken mit diesem rennen
- 1:04:32einhergehen
- 1:04:33und na ja auch der ausdrücklichen vor
- 1:04:36der tat frei von willens mängel das
- 1:04:38erklärt das fällt natürlich bei der
- 1:04:40eigenverantwortlichen selbstgefährdung
- 1:04:41weg wenn sie hier einen solchen fall
- 1:04:44haben
- 1:04:44da ist es so dass in diesem fall
- 1:04:47gestaltungen das tun das handeln allein
- 1:04:51schon die erklärung letztlich ersetzt
- 1:04:55das heißt also dass hier eine
- 1:04:58eigenverantwortliche selbstgefährdung
- 1:04:59zur straffreiheit führen kann selbst
- 1:05:01wenn sie also als andere rennen
- 1:05:04beteiligt er darauf hingewirkt haben das
- 1:05:06ist zu diesem rennen kommt und alle
- 1:05:07beteiligten auch wissen dass das
- 1:05:08gefährlich sein kann
- 1:05:10etwas anderes ist das natürlich wenn sie
- 1:05:13vor dem rennen dem anderen die
- 1:05:14bremsschläuche durch geknipst haben und
- 1:05:16dann ihn zu dem rennen auffordern dann
- 1:05:18haben wir es eben nicht mit einem wissen
- 1:05:22auf gleicher ebene zu tun dann haben wir
- 1:05:24hier überlegen das sagt wissen
- 1:05:26zusätzlich ist solches handeln straffrei
- 1:05:29wenn es sich nicht auf die selbsttötung
- 1:05:32oder auf die selbstverletzung richtet
- 1:05:34sich ein entsprechendes vom opfer
- 1:05:36bewusst eingegangenes risiko realisiert
- 1:05:39hat das wäre also in diesem fall auch
- 1:05:43der maßgebliche punkt wir haben sie noch
- 1:05:45die entsprechenden ausführungen aus dem
- 1:05:47aus der entscheidung des
- 1:05:49bundesgerichtshofs hierzu
- 1:05:52wenn wir die einige noch mal genauer
- 1:05:54anschauen da noch ein hinweis den ich
- 1:05:55vorhin schon gegeben hatte auf 216 stgb
- 1:05:59der 216 stgb der die fremd tötung in
- 1:06:03jedem fall verbietet dann ist
- 1:06:06grundsätzlich in jedem fall verbietet
- 1:06:08ausnahmen diskutieren wir gerade bei der
- 1:06:10palliativmedizin dann ist es so dass
- 1:06:12diese schranken wirkung eben nur bei der
- 1:06:14einwilligung in die tötung nicht aber
- 1:06:17nach herrschender meinung zumindest
- 1:06:18nicht aber in die lebensgefahr
- 1:06:21relevant wird das heißt § 316 stgb ist
- 1:06:26als hinweis darauf dass eine gefährdung
- 1:06:29einer anderen person unzulässig sein
- 1:06:30auch wenn diese person zugestimmt hat
- 1:06:33nicht tauglich und deswegen gilt
- 1:06:38paragraf 216 4 § 222 systematischen und
- 1:06:42theologischen gründen nicht der 216 soll
- 1:06:45ausschließlich die vorsätzliche tötung
- 1:06:47eines anderen menschen verhindern
- 1:06:49nicht aber dass ein anderer gefährdet
- 1:06:52wird denn ansonsten hätten wir gerade im
- 1:06:54bereich der ärztlichen handlungen
- 1:06:56massive probleme denn dann könnte
- 1:06:57niemand mehr strafbefreiend in einer
- 1:06:59operation einwilligen
- 1:07:01die auch ein gewisses risiko eines
- 1:07:03tödlichen ausgangs mit sich bringt bei
- 1:07:06der schuld darauf finden hatte schon
- 1:07:08hingewiesen müssen sie eben beachten
- 1:07:10dass die subjektiven
- 1:07:11sorgfaltspflichtverletzungen
- 1:07:12festgestellt werden also die frage ob
- 1:07:15die konkrete individuelle personen nach
- 1:07:17ihren persönlichen fähigkeiten die
- 1:07:19sorgfaltsanforderungen einhalten konnte
- 1:07:23also ob jemand vielleicht aus
- 1:07:25persönlichen gründen defizite aufweist
- 1:07:27die ihn unfähig machen hier den
- 1:07:30allgemeinen sorgfaltsstandards gerecht
- 1:07:32zu werden und die subjektive
- 1:07:35vorhersehbarkeit konnte unser konkreter
- 1:07:37täter die personen die wir uns gerade
- 1:07:40anschauen diesen erfolg vorhersehen oder
- 1:07:43gab es irgendeinen grund aus dem er das
- 1:07:45nicht konnte weil ihm irgendein wissen
- 1:07:47fehlte was jeder andere hat was zum
- 1:07:48allgemeinen standard gehört ihm fehlte
- 1:07:50das aber gerade das hatten wir schon uns
- 1:07:53angeschaut
- 1:07:54kochsalz fall auf das übernahme
- 1:07:58verschulden möchte ich noch mal kurz
- 1:07:59eingehen ich hatte das schon angedeutet
- 1:08:01das ist der fall in dem der arzt
- 1:08:03es kann aber auch jeder andere fall sein
- 1:08:06in dem jemand eine gefahr übernimmt
- 1:08:08einen
- 1:08:10eine handlung vornimmt die grundsätzlich
- 1:08:14pflichtwidrig ist aber er ist in der
- 1:08:16konkreten situation nicht in der lage
- 1:08:18diese diese handlung erfolgreich zum
- 1:08:21abschluss zu bringen also ein arzt der
- 1:08:24noch in einem frühen ausbildungs stadium
- 1:08:26ist übernimmt eine operation die
- 1:08:28eigentlich nur ein facharzt mit dem
- 1:08:30entsprechenden wissen ordnungsgemäß und
- 1:08:32lege artis durchführen kann
- 1:08:34er schafft es dementsprechend auch nicht
- 1:08:36es kommt zu einer tödlichen oder
- 1:08:38schweren verletzungen dann würde man an
- 1:08:40der stelle entweder sagen wir setzen den
- 1:08:45standard etwas anders an dass sie zum
- 1:08:47teil nämlich dann auch gemacht dann wird
- 1:08:49gesagt konnte er den seinen standards
- 1:08:53der an ihn zu setzen ist erfüllen hat er
- 1:08:56ihn erfüllt und würde dann vielleicht
- 1:08:58sagen na ja also der standard eines
- 1:09:01arztes der eine solche operation
- 1:09:04durchführt den hat er gar nicht erfüllt
- 1:09:06objektiv nicht erfüllt damit haben wir
- 1:09:07schon mit einer mit einer
- 1:09:10pflichtverletzung zu tun also wir würden
- 1:09:12dann einfach sagen der arzt ist
- 1:09:15vielleicht ein arzt nach drei jahren der
- 1:09:19noch keinen entsprechenden facharzt hat
- 1:09:20keine entsprechende erfahrung wir müssen
- 1:09:22ihn trotzdem an den hohen standards und
- 1:09:26dann müssen wir eben die frage beim
- 1:09:28subjektiven subjektiven merkmal erörtern
- 1:09:30oder was man natürlich trotzdem machen
- 1:09:33kann man kann sagen wir haben es hier
- 1:09:35mit einem noch nicht voll ausgebildeten
- 1:09:38arzt zu tun an dem es dann als messen
- 1:09:40wir ihnen die hatte zwar erfüllt aber
- 1:09:43wir haben uns trotzdem einer einer
- 1:09:45verletzung zu tun
- 1:09:46die sinnvollere lösung wäre in den
- 1:09:49fällen allerdings zu sagen er erfüllt
- 1:09:52die standards nicht
- 1:09:53er konnte sie subjektiv auch nicht
- 1:09:55erfüllen aber was sie was ich ihm
- 1:09:56eigentlich vorwerfen muss ist die
- 1:09:58annahme des patienten beziehungsweise
- 1:10:00übernahme der operation und dann können
- 1:10:02sie mich auch sauber trennen was sie ihm
- 1:10:04vorwerfen wollen wollen sie ihm
- 1:10:06vorwerfen dass er die operation nicht
- 1:10:07richtig ausgeführt hat oder wollen sie
- 1:10:09ihm vorwerfen das sind die operation
- 1:10:11übernommen hat obwohl er wusste dass er
- 1:10:13sie nicht richtig ausführen konnte oder
- 1:10:14ob vorletzter minute hätte wissen müssen
- 1:10:16dass er sie nicht richtig aus sehen
- 1:10:18konnte
- 1:10:18das heißt also dieses übernahme
- 1:10:20verschulden darstellt
- 1:10:22und dass da ganz darstellt auf einen
- 1:10:24anderen zeitpunkt ab es übernahme
- 1:10:26verschulden stellt auf eine
- 1:10:27pflichtwidrigkeit in der im zeitpunkt
- 1:10:29der übernahme ab und nicht auf den
- 1:10:32zeitpunkt der operation
- 1:10:33das ist in vielen anderen bereichen
- 1:10:35natürlich auch denkbar wenn sich jemand
- 1:10:37mit aufgaben übernimmt die er nicht
- 1:10:39erfüllen kann und das muss nicht um den
- 1:10:41körperverletzung sein das können auch
- 1:10:42auf vermögensdelikte science übernimmt
- 1:10:45sich jemand in dem die geschäftsführung
- 1:10:46für ein unternehmen übernimmt und ihm
- 1:10:49ist klar dass das zu einem schaden des
- 1:10:51unternehmens führt dann kann das
- 1:10:52durchaus auch eine eine untreue
- 1:10:54beispielsweise sein
- 1:10:57dann haben wir noch abzuarbeiten die
- 1:11:00aktion libera in causa im rahmen der
- 1:11:02fahrlässigkeit delikte also
- 1:11:04fallgestaltung in denen der täter
- 1:11:07weil er zu betrunken ist oder zu sehr
- 1:11:12beeinträchtigt ist durch andere
- 1:11:14berauschende mittel nicht in der lage
- 1:11:16ist einzusehen dass er eine straftat
- 1:11:18begeht also wir haben ein problem
- 1:11:20barbara von 20 stgb wir haben uns das ja
- 1:11:22genau angeschaut und da sagt der bgh
- 1:11:25bei fahrlässigkeit zulegten brauchen wir
- 1:11:27eigentlich die aktion liebe rein causa
- 1:11:29nicht denn bei fahrlässigkeit sie legten
- 1:11:31machen wir es ohnehin so dass wir jede
- 1:11:35handlung die irgendwie zum erfolg
- 1:11:36geführt hat ausreichen lassen also
- 1:11:38nehmen wir an
- 1:11:40unser täter beläuft sich so dass er im
- 1:11:43zeitpunkt in dem er mit einem auto in
- 1:11:45der gegend herum rast und jemanden
- 1:11:47verletzt nicht mehr schuldfähig ist
- 1:11:49da können wir ohnehin sagen na ja also
- 1:11:52dass sich betrinken das so sehr
- 1:11:54betrinken in dem wissen es könnte
- 1:11:55durchaus sein dass ich noch autofahrer
- 1:11:57also ich weiß nie was ich dann mache
- 1:12:00wenn ich betrunken bin ich fahre dann
- 1:12:01vielleicht möglicherweise nach auto in
- 1:12:03einer solchen situation würde man sagen
- 1:12:05allein dass sich betrinken ist schon die
- 1:12:08fahrlässigkeit handlung und das reicht
- 1:12:10problemlos aus das heißt also in diesem
- 1:12:12fall gestaltung wo wir sonst eben mit
- 1:12:14der vorverlegung arbeiten haben wir bei
- 1:12:16den fahrlässigkeit delikten ohnehin
- 1:12:18keine probleme weil wir da sagen bei
- 1:12:20diesen reinen fahrlässigkeit zulegten
- 1:12:22so gibt es viele fälle in denen wir den
- 1:12:25erfolg vor verlagern und auch erfolge
- 1:12:27mit einbeziehen die weit außerhalb des
- 1:12:29eigentlichen gefahren kreises liegen
- 1:12:33also fahrlässigkeit delikte können sie
- 1:12:35ja bereits dann haben wenn
- 1:12:36beispielsweise der täter die
- 1:12:37gebrauchsanweisung für ein elektrisches
- 1:12:40gerät nicht so schreibt dass fehler
- 1:12:43vermieden werden und dann kommt es zum
- 1:12:44tod kann durchaus das schreiben der
- 1:12:45gebrauchsanweisung schon eine
- 1:12:47fahrlässige tötung sein je nachdem das
- 1:12:49formulieren
- 1:12:51das heißt hier ist die aktion liebe rein
- 1:12:53causa eigentlich nicht erforderlich
- 1:12:55in der klausur können sie sie donner
- 1:12:57dennoch bejahen dann müssen sie ihm
- 1:12:59feststellen dass unser täter fahrlässig
- 1:13:02im hinblick auf die alkoholisierung
- 1:13:04gehandelt hat und fahrlässig darauf hin
- 1:13:06dass er später dann im zustand der
- 1:13:08schuldunfähigkeit eine solche tat
- 1:13:10begehen wird sehen uns die
- 1:13:13leichtfertigkeit an die durchaus
- 1:13:15relevant wird weniger im bereich der
- 1:13:19einfachen fahrlässigkeit delikte als
- 1:13:21vielmehr im bereich des paragrafen 251
- 1:13:25insbesondere
- 1:13:29demba ba von 251 heißt es verursacht der
- 1:13:35täter durch den raum wenigstens
- 1:13:37leichtfertig den tod eines anderen
- 1:13:39menschen soll steve strafe lebenslange
- 1:13:41freiheitsstrafe oder freiheitsstrafe
- 1:13:42nicht unter zehn jahren
- 1:13:45das bedeutet also wenn sie es mit einem
- 1:13:49räuber zu tun haben darf das opfer ein
- 1:13:52schlägt um in sachen weg nehmen zu
- 1:13:55können
- 1:13:55und dann kommt zum tod des opfers dann
- 1:13:58sind wir in dem bereich in dem
- 1:13:59möglicherweise diese schwere strafen als
- 1:14:02die lebenslange freiheitsstrafe oder
- 1:14:03freiheitsstrafe nicht unter zehn jahren
- 1:14:05in betracht kommt und die
- 1:14:08leichtfertigkeit die müssen wir es eben
- 1:14:10anschauen das ist eine besondere form
- 1:14:12der fahrlässigkeit allgemein wird es
- 1:14:15übersetzt mit grober fahrlässigkeit das
- 1:14:17finden wir auch durchaus ein recht
- 1:14:18sprechen und lehrern
- 1:14:21die definition die man ins gesetz
- 1:14:23wandern sollte war ein handel aus
- 1:14:25besonderem leichtsinn oder besonderer
- 1:14:27gleichgültigkeit als eine form der
- 1:14:29groben fahrlässigkeit
- 1:14:31das andere gleichgültigkeit das erweckt
- 1:14:35den eindruck als müsse es sich um
- 1:14:37bewusste fahrlässigkeit handeln
- 1:14:39leichtfertig kann aber auch handeln
- 1:14:42wer das risiko des erfolgs gar nicht
- 1:14:46erkannt hat aber ansonsten eine schwere
- 1:14:49pflichtverletzung begeht und einen
- 1:14:51erfolg den er zwar nicht erkennt der
- 1:14:53aber völlig offen auf der hand liegt
- 1:14:54daneben herbeiführt und sie sehen es
- 1:14:59hier dass die rechtsprechung in vielen
- 1:15:02bereichen sich eng an die
- 1:15:03zivilrechtliche rechtsprechung knüpft
- 1:15:06das heißt also letztlich grobe
- 1:15:08fahrlässigkeit annimmt das wird in der
- 1:15:11literatur zum teil kritisiert weil das
- 1:15:13ungenau ist sie finden hier die
- 1:15:15definition des bgh die ich eigentlich
- 1:15:16ganz nachvollziehbar finde und auch ganz
- 1:15:19griffig auch für die klausur zum merken
- 1:15:21mit leichtfertigkeit und schreibt das
- 1:15:23gesetz entfalten das einen hohen grad
- 1:15:25von fahrlässigkeit aufweist also in
- 1:15:26grobem maße fahrlässig ist das ist
- 1:15:29eigentlich eine doppelung aber um es
- 1:15:31noch einmal deutlich zu machen
- 1:15:33damit deckt sich der auch vom
- 1:15:36landgericht zu grunde gelegte begriff
- 1:15:37der groben achtlosigkeit leichtfertig
- 1:15:39handelt hier nach wer die sich ihm
- 1:15:41aufdrängen die möglichkeit aus
- 1:15:43besonderem leichtsinn oder aus
- 1:15:45besonderer gleichgültigkeit außer acht
- 1:15:47lässt besonderen leicht sind das würde
- 1:15:50ich unterschreiben gleichgültigkeit hat
- 1:15:52immer so was von ich habe mir gedanken
- 1:15:55darüber gemacht aber mir ist es egal
- 1:15:56dass es nicht gemeint also entscheidend
- 1:15:59ist dass wir hier mit einer sich
- 1:16:02aufdrängenden möglichkeit zu tun haben
- 1:16:04und dass der täter besonders
- 1:16:06leichtsinnig handelt das sind also die
- 1:16:08zwei aspekte man könnte leichtfertigkeit
- 1:16:11auch mit leichtsinn übersetzen aber
- 1:16:13wichtig ist dass sie diese zwei aspekte
- 1:16:15haben zum einen eine schwere
- 1:16:17pflichtverletzung und zum anderen eine
- 1:16:19offenkundige vorhersehbarkeit
- 1:16:23hier sehen sie es auch nochmal deutlich
- 1:16:24also die sich aufdrängende möglichkeit
- 1:16:27und die grobe pflichtverletzungen sieht
- 1:16:30das jetzt in der klausur prüfen darauf
- 1:16:32kommt es nicht an
- 1:16:32vieles spricht dafür dass sie sich
- 1:16:34zunächst mit der groben
- 1:16:36pflichtverletzung auseinandersetzen und
- 1:16:37dann auf die im hinblick auf die grobe
- 1:16:40pflichtverletzung offenkundige
- 1:16:42möglichkeit des erfolgs eintritt
- 1:16:44außerdem darauf einging
- 1:16:48zu betonen ist an der stelle noch dass
- 1:16:51es auf die motive nicht ankommt also es
- 1:16:54ist nicht rücksichtslosigkeit
- 1:16:55erforderlich ist es nicht eigentlich
- 1:16:57erforderlich das heißt nicht über 315 c
- 1:17:00diese diese formulierung die sie da in
- 1:17:04der zweiten nummer haben
- 1:17:12wer im straßenverkehr grob
- 1:17:13verkehrswidrig und rücksichtslos handelt
- 1:17:16dieses rücksichtslose handeln brauchen
- 1:17:17wir nicht dieses grob verkehrswidrig das
- 1:17:20macht schon deutlich worum es bei der
- 1:17:21leichtfertigkeit geht obwohl die
- 1:17:23leichtfertigkeit hier keinen
- 1:17:24tatbestandsmerkmale 315 c es also bitte
- 1:17:28achten sie an der stelle darauf zwei
- 1:17:29elemente grobe pflichtverletzung
- 1:17:31offenkundige vorhersehbarkeit das
- 1:17:34zeichnet die leichtfertigkeit aus und
- 1:17:38damit wie sie sehen sind wir durch die
- 1:17:40fahrlässigkeit auch schon durch
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This page contains the full transcript of Strafrecht AT Teil 21 (Fahrlässigkeitsdelikte) by Lehrstuhl Wirtschaftstrafrecht, generated from the public captions YouTube serves with the video. The transcript has 11,281 words across 2,043 segments, with the original timestamps preserved so you can click any line to jump to that moment in the embedded player.
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