So gefährlich sind Fertiggerichte für unsere Gesundheit | NANO Doku — Transcript
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- 0:03Alltag in Großküchen. Tüten, Eimer und
- 0:06Dosen enthalten Lebensmittel [musik] in
- 0:09unterschiedlichen Verarbeitungsstufen.
- 0:12Convenience Food.
- 0:14Es wird immer viel gesprochen,
- 0:15Convenience ist schlecht, aber
- 0:17Convenience gibt einal gute Convenience
- 0:19und auch schlechte Convenience.
- 0:21Immer weniger Menschen, immer weniger
- 0:23Handarbeit. Diese Tiefkühllasagne ist
- 0:26komplett fertig geliefert worden.
- 0:28Jetzt können wir hier qualitativ nicht
- 0:29mehr eingreifen. Wir können es höchstens
- 0:32versemmeln, wenn wir den Ofen vergessen
- 0:34aufzumachen. Ist ein sehr gefragtes
- 0:36Gericht. Hier verkaufen wir vorne, ich
- 0:39sag mal zwischen 500, 600 Gerichte und
- 0:43die selber zu machen wäre ein sehr hoher
- 0:45Zeitaufwand.
- 0:58Die Ruhuniversität in Bochum. In der
- 1:00Mensa herrscht morgens noch Ruhe. Hinter
- 1:03den Kulissen werden ab 6 Uhr täglich
- 1:06rund 4000 Mahlzeiten [musik]
- 1:08zubereitet.
- 1:12Lorenz Droster [musik] leitet die Küche
- 1:14mit 10 Köchinnen und Köchen und über 40
- 1:17Hilfskräften.
- 1:20Der Conveniencegad liegt bei 100%. Das
- 1:23bedeutet, es gibt Fertiggerichte oder
- 1:26die Speisen werden aus verschiedenen
- 1:27Tiefkühlkomponenten zusammengesetzt und
- 1:30aufgewärmt.
- 1:33Hier z.B.
- 1:36Kochen mal die Rinderbollo.
- 1:39Wir haben Nudeltheke. Ist eins der
- 1:41gefragtesten Gerichte bei uns. Kaufen am
- 1:44Tag locker 1000 Gerichte an der
- 1:47Nudelhäe, Rinder Bollo. Hier arbeiten
- 1:50wir auch mit Convenience. Ja, das
- 1:51Hackfleisch, das kaufen wir nicht roh
- 1:53ein, braten an, sondern ist quasi tief
- 1:55gekühlt und hier setzen wir quasi nur
- 1:57die Zutaten alle zusammen.
- 2:00Der Heringsdip mit Soße ist fix und
- 2:03fertig. Auch zu Hause essen viele
- 2:05Menschen das Fertigprodukt aus dem
- 2:07Supermarkt. Frisch kochen, dafür fehlt
- 2:10oft die Zeit oder das Personal.
- 2:13Der Convenencegrad hat sich schon massiv
- 2:15gewandelt. Früher hat man viele
- 2:17Vorstufen auch selber gemacht. Früher
- 2:18hat man Kartoffeln geschält, Salat
- 2:20geputzt. Ja, das ist heute komplett
- 2:22entfallen und man muss auch sagen,
- 2:23früher vom vom Personal war man auch
- 2:26viel mehr, ne? Also das das gibt's gar
- 2:28nicht mehr. Früher war die äh die
- 2:31Anfrage von unseren von Gästen auch gar
- 2:33nicht so hoch. Früher gab es zwei
- 2:35Gerichte, heute gibt es schon neun.
- 2:385° unterscheidet der Markt. Rohes,
- 2:41ungewürztes Fleisch etwa ist
- 2:43Küchenfertig. Produkte wie getrocknete
- 2:45Nudeln oder Reis nennt man gar fertig.
- 2:48Stufe 3 Aufbereitungsfertig.
- 2:51Muss meist nur noch in Wasser oder Milch
- 2:53gerührt werden, z.B. Puddingpulver.
- 2:56Fertiggerichte für Backofen oder
- 2:58Mikrowelle sind regenerierfertig
- 3:01und Stufe 5 verzehrfertig muss nicht mal
- 3:05mehr erwärmt werden. [musik] Etwa
- 3:07Süßspeisen oder fertig Salate.
- 3:10Convenience bedeutet Bequemlichkeit.
- 3:16Gido Ritter ist
- 3:16Ernährungswissenschaftler.
- 3:18Er zeigt uns in einem Großmarkt, wie
- 3:20Küchen [musik] und Kantinen heute
- 3:22arbeiten. Nicht nur mit Soßen und
- 3:24Süßspeisen, [musik] sondern mit einer
- 3:26ungeheuren Vielfalt an Gerichten, die
- 3:28nur noch aufgewärmt werden müssen, aber
- 3:31so aussehen wie [musik] frisch gekocht.
- 3:35Das sind Produkte, wo es wo man es nicht
- 3:37mehr merken soll. Also tatsächlich ist
- 3:39das äh so ähnlich gemacht zu dem, wie es
- 3:44handwerklich auch im Restaurant gemacht
- 3:46werden würde, dass ich da keinen
- 3:48Unterschied mehr sehe und äh ja, ich
- 3:50kann es einkaufen, muss also gar kein
- 3:52Koch sein, keine Köchchen und kann
- 3:54trotzdem so etwas auf dem Teller zaubern
- 3:56und sagen, schauen Sie mal, wie lecker
- 3:57ist mein Restaurant.
- 4:01Auch Socen und Süßspeisen gibt es fix
- 4:03und fertig. Viele Hersteller verwenden
- 4:06Zusatzstoffe wie Geschmacksverstärker,
- 4:09Farbstoffe und Aromen.
- 4:11Am liebsten solche, die nicht auf der
- 4:13Speisekarte deklariert [musik] werden
- 4:15müssen. Bei diesen Fertigpuddings steht
- 4:18extra drauf, dass die verwendeten
- 4:20Verdickungsmittel nicht [musik] auf der
- 4:21Speisekarte ausgewiesen werden müssen.
- 4:24Die Tischgäste wünschen sich das
- 4:26sogenannte Clean Labeling. Das heißt
- 4:28also kennzeichnungsfreie
- 4:30äh Produkte, kennzeichnungsfreie Speisen
- 4:33gehen davon aus, dass es doch irgendwie
- 4:35hausgemacht ist. Und mit äh den
- 4:38E-Nummern und der der Kennzeichnung von
- 4:40Zusatzstoffen verbindet äh man doch
- 4:42etwas industriell hergestelltes und äh
- 4:45um den Eindruck gar nicht erwecken zu
- 4:47wollen, versuchen die Hersteller
- 4:50Zusatzstoffe in ihren Listen zu
- 4:51vermeiden.
- 4:53Viele Industrieprodukte enthalten jedoch
- 4:55chemische Zusatzstoffe,
- 4:58der Preis der Bequemlichkeit. Auf der
- 5:01einen Seite unterstützt ist das, dass
- 5:02wir überhaupt diese äh Angebote
- 5:04aufrechterhalten können. Auf der anderen
- 5:06Seite verladen dann aber auch Köche äh
- 5:08das Kochen dabei. Und äh der
- 5:11Ausbildungsberuf wird auch nicht
- 5:12unbedingt attraktiver dadurch, wenn ich
- 5:15äh statt, dass ich mal eine richtige
- 5:17Brühe herstelle, das Ganze mit einem
- 5:19Pulver irgendwie zusammenmische.
- 5:23Wie weit fortgeschritten der [musik]
- 5:24Siegeszug der Fertiggerichte ist, zeigt
- 5:27sich in der Mensa Küche der Uni in
- 5:29Bochum. Der Nachtisch Convenience Grad 5
- 5:33komplett verzehrfertig,
- 5:35wird aber aufwendig mit Vanillesoße,
- 5:37Sahne, Schokolade und Früchten verziert.
- 5:40Wir versuchen quasi die guten Conveniens
- 5:43quasi mit unserer eigenen Handschrift
- 5:45noch zu ja zu bearbeiten und so, dass
- 5:48der der Gast auch nicht sagt so: "Ja,
- 5:50alles klar, ich esse jetzt von Firma
- 5:51ABC, ja?" sondern der Gast soll zu uns
- 5:54kommen und sagen: "Ja, alles klar, das
- 5:55Essen war richtig lecker."
- 5:58Für die Erstellung der [musik]
- 5:59Speisekarten und Rezepturen nutzt Lorenz
- 6:02Droster Software. Der Küchenchef und
- 6:05sein Team müssen nur noch eintragen, wie
- 6:07viele Portionen sie von jedem Gericht
- 6:09anbieten wollen.
- 6:11Die Bestellmengen an Tiefkühlgemüse und
- 6:14Fertiggerichten errechnet das Programm.
- 6:19Der Wunsch nach Vielfalt ist heute groß
- 6:22mit Fleisch und Fisch oder vegetarisch,
- 6:25exotisch oder regional.
- 6:27Nudeln oder Lowcarb, Gluten oder
- 6:30laktosefrei.
- 6:31Frisch und lecker zubereitet sowieso.
- 6:36Ab 11:30 Uhr kommen die Gäste.
- 6:39Was glauben Sie, woher kommt das Essen
- 6:42und was ist hier noch selbst gekocht?
- 6:44Ich denke, davon ist alles oder fast
- 6:49alles selbst gemacht und frisch gemacht.
- 6:50Ja, und das ist mir eigentlich schon
- 6:52wichtig. Bei der Lasagne würde ich jetzt
- 6:55sagen, die schmeckt eigentlich frisch.
- 6:56Also da habe ich jetzt das Gefühl, dass
- 6:58die ja frisch zubereitet worden ist.
- 7:01Können wir frisch oder fertig [musik]
- 7:04nicht mehr auseinanderhalten?
- 7:06An der Fachhochschule Münster führt das
- 7:08Team der Ernährungswissenschaften ein
- 7:10Experiment für uns durch. Zwei
- 7:12Fertiggerichte sollen mit frisch
- 7:14gekochten Mahlzeiten aus gleichen
- 7:16Zutaten verglichen werden. [musik]
- 7:18Eine vegane Gemüsepfanne aus dem
- 7:20Supermarkt und ein Tiefkühl Fischgericht
- 7:23für Kantinen. Bernhard Ties ist Koch in
- 7:26der Eventgastronomie.
- 7:27Also das ist für für ein Fertiggericht
- 7:29kommt aus dem Bild schon relativ nah.
- 7:34Er verwendet normalerweise und auch
- 7:36heute keine Conveniencepukte.
- 7:39Wenn man sich die Zutatenliste anschaut,
- 7:41ist das ähm Kinoa Kürbisgericht ähm nur
- 7:44mit Zutaten ohne Zusatzstoffe.
- 7:47Äh also ein sauberes Produkt in
- 7:49Anführungsstrichen und das was auch im
- 7:51Moment Verbraucher wirklich erwarten. Äh
- 7:54bei dem äh Seelachsfilet ist tatsächlich
- 7:58noch modifizierte Stärke auch mit drin.
- 8:00Ähm, das hilft so ein bisschen diese
- 8:02Soße abzubinden und gegen Einfrieren und
- 8:06auftauern
- 8:08zu stabilisieren, dass da am Ende keine
- 8:10Entmischung mehr stattfindet. Äh, geht
- 8:12aber auch besser. Also von der Seite her
- 8:15ist es auch eher altbackend, wie es äh
- 8:18gemacht ist von der Zutatenliste
- 8:21und der Produktentwicklung. Also, da
- 8:23kann man tatsächlich mittlerweile auch
- 8:25ohne Zusatzstoff auskommen.
- 8:30Die Gemüsepfanne aus dem Supermarkt
- 8:32[musik] soll laut Packungshinweis nur
- 8:34mit etwas Fett lang erhitzt werden.
- 8:36[musik]
- 8:38Um das Gericht frisch nachzukochen,
- 8:41braucht Bernhartis jede Menge Gemüse und
- 8:43Gewürze. Für das Fischgericht benötigt
- 8:46ihr zum frischen Fisch noch Kartoffeln,
- 8:48Spinat, [musik] Mehl und Sahne für die
- 8:51Soße.
- 8:55Und der Zeitaufwand
- 8:57bei dem vegetarischen Gericht Quinoa
- 9:00Kürbis würde ich sagen, laut Anweisung
- 9:02auf der Packung brauche ich ca. 10
- 9:05Minuten, um das zuzubereiten.
- 9:07Wenn ich das selber nachkochen müsste
- 9:09und die Gemüse schneiden müsste,
- 9:10bräuchte ich sicherlich 45 Minuten bis
- 9:11eine Stunde, um das vorzubereiten und
- 9:13mir so zuzubereiten, dass es auch gut
- 9:15schmeckt. Bei dem Fischgericht äh ist
- 9:18die Zubereitungszeit nicht bei 45
- 9:20Minuten. Das wäre ungefähr ähnlich mit
- 9:22der Zubereitungszeit, wenn ich es frisch
- 9:23zubereiten würde.
- 9:24Der Unterschied beim Tiefkühlconvenience
- 9:26[musik]
- 9:27Produkt ist nichts zu tun, außer
- 9:29Backofen anstellen und 45 Minuten
- 9:32warten. 42 Testesser Männer und Frauen
- 9:35zwischen 18 und 75 Jahren kommen ins
- 9:38Sensoriklabor der Fachhochschule. Frisch
- 9:41oder Fertiggericht, was kommt besser an?
- 9:43Sie probieren beide Gerichte jeweils
- 9:45frisch, zubereitet und als
- 9:47Convenienceprukt.
- 9:49Eine sensorische Verkostung, die wir
- 9:51möglichst objektiv gestalten, läuft so
- 9:54ab, dass wir Einzelkabinen haben, in
- 9:56denen sich die Testerinnen und Tester
- 9:59setzen, wo sie in Ruhe dann ohne gestört
- 10:02zu werden und ohne sich gegenseitig zu
- 10:04beeinflussen äh den Test dann
- 10:06durchführen können. Die Gerichte werden
- 10:08in unterschiedlicher Reihenfolge
- 10:09gereicht, sodass wir keinen Effekt haben
- 10:13aufgrund der Reihenfolge in wie die
- 10:15Dinge verkostet werden. Sie werden
- 10:17codiert. Das heißt, wir haben eine
- 10:19Zufallszahl sass also auch nicht
- 10:22erkennbar ist, um was für ein Gericht es
- 10:24sich handelt.
- 10:26Die Gemüsepfanne kostet als
- 10:28Fertigprodukt 1,75 [musik] € pro
- 10:30Portion. Frisch gekocht ist es für die
- 10:33Zutaten weniger als die Hälfte, 79 Cent.
- 10:36Für die Fischmahlzeit als Fertiggericht
- 10:39zahlt man im Einkauf 7,99 € pro Portion.
- 10:42Frisch ist auch dieses [musik] Gericht
- 10:44mit 2,95 € deutlich billiger. Ist hier
- 10:47billiger, vielleicht sogar besser.
- 10:51Mittags in Deutschland, wo wird
- 10:54überhaupt noch selbst gekocht?
- 10:57Nicole Schulter Barenbrücke ist
- 10:59Lehrerin. Direkt nach dem Unterricht
- 11:01muss sie heute Kinder und Ehemann
- 11:03versorgen. Es ist schon 12:30 Uhr.
- 11:05Deshalb greift sie auf Vorräte zurück,
- 11:07die sie einmal in der Woche einkauft. Am
- 11:10Wochenende kocht sie gern aufwendiger.
- 11:12Heute gibt es Spaghetti Bolognese.
- 11:15Die Kinder kommen jetzt gleich von der
- 11:16Schule und ich komme bin gerade von der
- 11:18Arbeit wieder gekommen und jetzt brate
- 11:20ich das Hackfleisch an und bereite die
- 11:23Nudeln zu.
- 11:25Die meisten von uns würden dies als
- 11:27frisch kochen bezeichnen. Doch
- 11:29tatsächlich verwendet die berufstätige
- 11:31Mutter ausschließlich Conveniencepukte
- 11:33vom küchenfertigen Hackfleisch bis zur
- 11:36aufbereitungsfertigen Tütensoße, damit
- 11:38es schneller geht.
- 11:40Vorher schon vorgeplant, was es zu essen
- 11:42gibt. Dementsprechend schon die Tage
- 11:44eingekauft, sodass ich hier alles schon
- 11:46parat stehen habe und ich mittags dann
- 11:48nur noch die Sachen zubereiten muss und
- 11:50um 1 Uhr das warme Essen auf dem Tisch
- 11:52steht.
- 11:53Sollen wir das Schwein selbst zerlegen,
- 11:56bevor es in die Pfanne kommt? Wer hat
- 11:58die Zeit, Nudeln frisch zuzubereiten?
- 12:00Und in der Tüte sind doch bloß Gewürze.
- 12:03Was soll falsch sein an solchen
- 12:05Convenience Produkten?
- 12:07Der Koch Bernhard besucht die Familie.
- 12:10Hallo zusammen.
- 12:11Hallo.
- 12:12Hallo.
- 12:13Was gab's ein Schönes heute bei euch zu
- 12:14essen?
- 12:14Spaghetti Bolognese.
- 12:16Spaghetti Bolognese. Und habt ihr die
- 12:18selbst gemacht?
- 12:20Und hab Nudeln in den
- 12:21selbst gemacht? Ja, klar. Doch Bernhard
- 12:25Ties bewertet diese Soße aus der Tüte
- 12:27extrem kritisch.
- 12:32Darin sind Geschmacksverstärker in Form
- 12:34von Hefeextrakt [musik]
- 12:35enthalten. Sie verändern unseren
- 12:38Geschmackssinn, meint er.
- 12:41Und man kann mit Geschmacksverstärkern
- 12:43ähm ein minderwertiges Produkt, ich sag
- 12:45mal, aufpimpen, so dass es äh gut
- 12:47schmeckt. Geschmacksverstärker ähm
- 12:50suggerieren einen Geschmack, der einfach
- 12:52tatsächlich gar nicht äh in den
- 12:54Produkten drin ist. Also man sprckt die
- 12:56natürlichen den natürlichen Geschmack
- 12:57der Produkte wird damit überdeckt und es
- 13:00hat so einen Einheitsgeschmack, der
- 13:01überall wieder in allen möglichen
- 13:03Fertigkrichten wiederkommt.
- 13:06Und das, was Geschmack, Vitamine,
- 13:08Mineral und Ballaststoffe hätte, nämlich
- 13:10Gemüse, [musik] ist nur in Spuren
- 13:12vorhanden. wird mal sagen, selber kochen
- 13:15mit äh mit Convenience Produkten ist
- 13:17sicherlich auch eine Art des Kochens,
- 13:18aber ähm ist in meinen Augen, sagen mal
- 13:20als Profikoch ähm ja so ein so ein
- 13:23Halbkochen würde ich sagen.
- 13:26Der Umsatz an Fertigprodukten für zu
- 13:28Hause ist in den vergangenen Jahren
- 13:30stetig gestiegen.
- 13:32Lag er vor knapp 10 Jahren noch bei 6
- 13:35Milliarden Euro, ist er zuletzt auf über
- 13:379 Milliarden Euro gestiegen. Ein Zuwachs
- 13:40von 50%.
- 13:44In Bonn gibt es seit 2017 das
- 13:47Bundeszentrum für Ernährung. Eine
- 13:49Behörde, die kaum jemand kennt. Das BZFE
- 13:53soll zu allen Fragen der Ernährung
- 13:55neutral und wissenschaftlich fundiert
- 13:57[musik] informieren. So will es das
- 13:59Bundesministerium für Ernährung und
- 14:01Landwirtschaft, dem das BZFE
- 14:03untergeordnet ist. Was bewirken die
- 14:06hunderttausende von Euro, die hier in
- 14:08Aufklärung investiert werden? In der
- 14:11Ernährungskommunikation,
- 14:12äh in der Ernährungsinformation habe ich
- 14:14bei weitem nicht die Budgets, die die
- 14:15Wirtschaft hat, um ihre Produkte ähm
- 14:18dann entsprechend zu bewerben. Und man
- 14:20sieht ja, dass gerade hochverarbeitete
- 14:22Convenience Produkte auch entsprechend
- 14:24mit Werbeaussagen und mit Werbung
- 14:26hinterlegt werden, weil sie eben auch
- 14:27profitmäßig ähm attraktiv sind.
- 14:32Jedes Jahr gibt das
- 14:33Landwirtschaftsministerium
- 14:34einen Ernährungsrepport heraus, der den
- 14:37Trend zur Bequemlichkeit belegt. Von
- 14:401000 Befragten gaben 2022 71% an, dass
- 14:44sie Spaß am Kochen haben. Im Vorjahr
- 14:47waren es noch 77%.
- 14:53Immer weniger Menschen kochen täglich
- 14:55selbst. Die Zahl derjenigen, die wenig
- 14:57kochen, steigt wieder an. Ich will nicht
- 15:00ausschließen, dass Menschen, die in
- 15:02Coronazeiten angefangen haben mehr zu
- 15:03kochen, sich sehr mehr selber
- 15:05zuzubereiten, dass die auch dabei
- 15:06geblieben sind. Aber wenn dann der
- 15:08normale Alltag wieder in Kraft tritt,
- 15:10wenn ich zur Arbeit fahre, wenn ich
- 15:11wenig Zeit habe zuzubereiten, dann kann
- 15:14das vielleicht auch wieder
- 15:15zurückgegangen sein.
- 15:18Welche Nährstoffe enthalten? Fertig
- 15:21essen. An der Fachhochschule Münster
- 15:23beschäftigt sich der
- 15:23Lebensmittelchemiker und
- 15:25Ernährungswissenschaftler Gido Ritter
- 15:27mit diesen Fragen. Gibt es
- 15:29Qualitätsunterschiede zwischen frischen
- 15:31Nahrungsmitteln, Konserven oder
- 15:33Tütenprodukten?
- 15:35Der Vitamingehalt ist in rohen
- 15:37unverarbeiteten Produkten und
- 15:38Tiefkühlgemüse am höchsten. Etwas
- 15:41weniger steckt in Konserven, hier auch
- 15:44im Wasser.
- 15:46Am wenigsten Vitamine enthalten
- 15:48Fertiggerichte auf Pulverbasis.
- 15:50wissenschaftlich untersucht wurde, wie
- 15:52sich die Verarbeitung auf den
- 15:54Vitamingehalt auswirkt.
- 15:56Vitamin C ist besonders äh sensibel
- 15:59gegenüber der Erwärmung und Erhitzung.
- 16:01Am Beispiel Erbsen. Da gibt es eine
- 16:03Studie, die gezeigt hat, dass äh in dem
- 16:07in der frischen Erbste, logisch, wenn
- 16:09ich so einkaufe, vom Markt 100% Vitamine
- 16:11enthalten sind. Äh in der tiefgekühlten
- 16:15Variante noch 70% des Vitamin CS zu
- 16:18finden ist. In der Konserve noch 60% und
- 16:22im Trockenprodukt noch 40%.
- 16:26Frisch geerntete Erbsen sind mit 100%
- 16:29Vitamin C der Referenzwert. Davon
- 16:32bleiben nach längerem Erhitzen nur noch
- 16:3435% übrig.
- 16:38Tiefkühlerbsen haben nach dem
- 16:40industriellen Schockfrosten immerhin
- 16:42noch 70% Vitamin C gehalt. [musik]
- 16:46Auch bei ihnen reduziert er sich durch
- 16:48das Garen auf 35%.
- 16:53Das gilt auch für Dosenerbsen, die ja
- 16:56bereits eingekocht sind.
- 16:58Da niveliert sich es ungefähr dann
- 16:59wieder. Ähm, das ist das, was ich
- 17:02nachher noch an Vitamin C habe, selbst
- 17:04bei dem frischen Produkt, das am Anfang
- 17:06100% hatte.
- 17:09Die beliebtesten Fertigprodukte sind,
- 17:12wenig überraschend diejenigen, [musik]
- 17:14die bei geringstmöglichem Aufwand die
- 17:16größte Zufriedenheit beim Essen
- 17:18garantieren. Pommes, [musik] Fisch,
- 17:20Pizza.
- 17:24[musik]
- 17:27Der Marktanteil von verzehrfertigen
- 17:29Salaten wächst stetig. Was frisch
- 17:31aussieht und Vakuum verpackt wird, ist
- 17:33nicht immer empfehlenswert.
- 17:35Stichproben des niedersächsischen
- 17:37[musik] Landesamts für
- 17:38Lebensmittelsicherheit haben gezeigt, so
- 17:40appetitlich, wie sie aussehen, sind die
- 17:43Salade nicht immer. Besonders Mais
- 17:46enthält oft zu viele Bakterien.
- 17:50Untersuchung zum mikrobiologischen
- 17:52Status. Das heißt, welche
- 17:54Verderbniserreger sind in den Salaten,
- 17:56auch wenn ich sie so einkaufe, zeigen,
- 17:58dass ein Großteil der eingekauften,
- 18:01untersuchten Produkte äh tatsächlich
- 18:04auch schon hygienische Mängel
- 18:05aufgewiesen hat.
- 18:0762% [musik]
- 18:08der Stichproben hatten hygienische
- 18:10Mengel. Sie enthielten z.B.
- 18:12Schimmelpilze oder den Erreger Bazillus
- 18:15Cereus, [musik] der Darmerkrankungen
- 18:17auslösen kann.
- 18:19Hier haben wir also leichtverderbliche
- 18:21Ware. Manche haben ein Verbrauchsdatum.
- 18:24Das heißt, ich darf und sollte auch nur
- 18:26bis dahin die Produkte überhaupt
- 18:29verzehren.
- 18:31In Meerbusch befindet sich eine
- 18:32Produktionsstätte der Firma Klü. 40.000
- 18:36Essen verkauft der Convenience
- 18:38Hersteller täglich [musik] an über 200
- 18:40Kantinen und Krankenhäuser.
- 18:43Gearbeitet wird im Cook and Chill
- 18:45Verfahren. Das fertig gekochte Essen
- 18:47wird in 3 l Portionen abgefüllt,
- 18:50vakuumisiert, gekühlt und später in der
- 18:53Kantinenküche nur noch schonend erhitzt.
- 18:56So ist es ohne Konservierungsmittel oder
- 18:58Tiefkühlung haltbar.
- 19:02Wir produzieren, erhitzen und füllen
- 19:05dann ab. Es wird noch ein bisschen Dampf
- 19:08eingeschossen, um den letzten Rest Luft
- 19:10in dieser Verpackung zu verdrängen und
- 19:13dann erreichen wir eine Haltbarkeit von
- 19:15ca. 21 Tagen im HD und das ist völlig
- 19:18ausreichend und ergibt ein wunderbares
- 19:20frisches Highconvenien Produkt ohne
- 19:23Zusatzstoff.
- 19:25Teilweise portionieren die Angestellten
- 19:28die Mahlzeiten für Krankenhäuser direkt
- 19:30auf Teller und Tabletts.
- 19:33Maschinen und Technik sorgen für
- 19:35unterbrechungsfreie Kühlketten.
- 19:39Später im Krankenhaus erwärmen
- 19:41Induktionsschleifen im Servierwagen,
- 19:43schonend nur das, was warm gegessen
- 19:46werden soll.
- 19:49Es gibt ganz viele Krankenhäuser, die
- 19:51jetzt schon 100% Highconvenience
- 19:52einsetzen, dementsprechend nur noch
- 19:54Personal brauchen, die in der Lage sind,
- 19:57Lebensmittel zu erwärmen und die dann
- 19:59auch zu portionieren, also nicht mehr
- 20:01frisch vor Ort zu kochen.
- 20:03Und wie schmeckt das Essen?
- 20:06Versuchsweise setzt der
- 20:07Großküchenlieferant in acht Kantinen,
- 20:10wie hier bei den Stadtwerken in
- 20:11Düsseldorf künstliche Intelligenz ein.
- 20:15Das Ziel Müll vermeiden, schlecht
- 20:17schmeckende [musik] Gerichte erkennen.
- 20:20Ein Scanner erfasst, was an Resten übrig
- 20:23bleibt. Jeder zurückgegebene [musik]
- 20:25Teller wird fotografiert.
- 20:28Die Software erkennt nicht nur die
- 20:29Speise, [musik] sondern errechnet auch
- 20:32gramm genau, wie viel davon übrig
- 20:34geblieben ist.
- 20:37ist ein relativ simples System, um
- 20:39diesen Nassmüll zu erfassen und später
- 20:41mit den Daten dann auch weitere
- 20:43Entscheidung zu treffen, wie man den
- 20:44Speiseplan gestaltet, wie ein Einkaufs,
- 20:47wie sich das Einkaufsverhälten dadurch
- 20:48verändert. Äh und es ist auch eine super
- 20:51Grundlage mit unseren Kundinnen zusammen
- 20:53dann über diese Ergebnisse zu sprechen
- 20:55und zu überlegen, ja, was hat es
- 20:57möglicherweise auch hier für ein
- 20:58Einfluss auf den Speiseplan.
- 21:01Künstliche [musik] Intelligenz berechnet
- 21:03dann auch, wie viel von welchem Gericht
- 21:05in Zukunft benötigt [musik] wird.
- 21:08Die Software nutzt Wettervorhersagen,
- 21:11Veranstaltungskalender und
- 21:13Vorjahreswerte, um dann die Mengen für
- 21:15jedes Gericht exakt zu bestellen.
- 21:19Das bedeutet also, wie viel Schnitzel
- 21:21werde ich beispielsweise jetzt Schnitzel
- 21:23werde ich nächsten Dienstag ähm
- 21:25benötigen? Da gibt's natürlich ähm die
- 21:28ähm Leute, die das bestellen, die haben
- 21:30eine gewisse Erfahrung natürlich, weil
- 21:31sie ihre Gäste ja äh gut kennen. Ähm wir
- 21:34haben aber herausgefunden, dass die
- 21:35künstliche Intelligenz das noch
- 21:37treffsicherer hinbekommt.
- 21:39Wichtig ist für den Convenience
- 21:41Hersteller Trends zu erkennen. Hier in
- 21:44der Testküche in Meerbusch soll heute
- 21:46die Rezeptur für ein neues Gericht
- 21:48ausprobiert und verfeinert werden. Eine
- 21:50vegane Gemüsepfanne soll es werden. Was
- 21:53jetzt schön frisch ist, muss auch im
- 21:55Vakuumbeutel nach 21 Tagen in der
- 21:57Kühlung möglichst noch genauso knackig
- 22:00sein. Nach Ellen Maris Geschmack braucht
- 22:03es noch mehr Soße, damit jedes
- 22:05Gemüsestück im Portionsbeutel damit
- 22:07benetzt wird.
- 22:09Salz reduzieren wir. In Kombination mit
- 22:11der Sojasoße ist das zu viel, ne?
- 22:13Aber ansonsten konsisten
- 22:16Farbe ist auch ist ein super schönes
- 22:18Gericht, finde ich.
- 22:19Der Hersteller kann heute mehr
- 22:21experimentieren, mehr Geld in
- 22:23Entwicklung und gute Rohware stecken.
- 22:26Vor noch ein paar Jahren war es nicht
- 22:27allzu viel. Da lag die Preisschwelle bei
- 22:30ca. 5 €. Heute ist es anders. Es hat
- 22:34sich schon verändert, dass ähm wir
- 22:37Produkte anbieten können, die vor ein
- 22:39paar Jahren noch nicht gut gekauft
- 22:41wurden. Ähm heute sind das die
- 22:43Aktionsgerichte beispielsweise und dann
- 22:45kann so ein Gericht auch schon mal ja
- 22:48über die 10 € Marke gehen.
- 22:51Wer besondere Ansprüche ans Essen hat,
- 22:53muss also nicht mehr immer selbst
- 22:55kochen. Heute stellt sich die
- 22:57Gastronomie auch in Großküchen auf diese
- 22:59Wünsche ein. Doch oft können und wollen
- 23:02Menschen nicht viel Geld für Essen
- 23:04ausgeben.
- 23:06In Spanien haben Medizinerinnen und
- 23:09Mediziner untersucht, welche
- 23:11Auswirkungen der regelmäßige Verzehr von
- 23:13Fertigprodukten auf die Gesundheit
- 23:15[musik] hat.
- 23:17Maira Bes Troyo von der Universität
- 23:20Navara leitet [musik] die großelegte
- 23:23Studie. Die Ergebnisse sind für sie so
- 23:25schockierend, dass sie frisch kocht,
- 23:27wann immer es [musik] geht. Für sie ist
- 23:30erwiesen, Menschen, die viele
- 23:31Fertiggerichte essen und viele
- 23:33zuckerhaltige [musik] Getränke trinken,
- 23:36sterben früher.
- 23:44Der Hauptrisikofaktor für eine
- 23:46vorzeitige Sterblichkeit ist ungesunde
- 23:49Ernährung.
- 23:55Im Jahr 2017
- 23:57hat dies schätzungsweise 11 Millionen
- 24:00Menschen weltweit das Leben gekostet.
- 24:03Die Gründe waren vor allem durch
- 24:05ungesunde Ernährung ausgelöste Herz,
- 24:08Kreislauferkrankungen,
- 24:09aber auch Krebs und Diabetes.
- 24:16Diese Beobachtungsstudie aus Spanien
- 24:18gilt als eine der größten weltweit. Seit
- 24:2222 Jahren beantworten tausende von
- 24:24Menschen in Spanien alle zwei Jahre
- 24:26Fragen zu ihrer Ernährung und ihrem
- 24:28Gesundheitszustand.
- 24:30Entstanden ist eine Datenbank mit
- 24:32Millionen differenzierter Informationen.
- 24:39Das Ergebnis der Befragung von 21 000
- 24:42Probanden bei den Teilnehmenden, die
- 24:45mehr als fünf Portionen am Tag
- 24:47hochverarbeitete Produkte wie
- 24:49Softdrinks, Snacks, Fleisch und
- 24:51Fertiggerichte oder Süßwaren verzehren,
- 24:54ist das Risiko an Bluthochdruck [musik]
- 24:56zu erkranken doppelt so hoch.
- 25:00Auch die Sterblichkeit ist doppelt so
- 25:02hoch
- 25:04nach Abzug aller anderen Risiken.
- 25:12[räuspern] Meist enthalten diese
- 25:13hochverarbeiteten Lebensmittel viel
- 25:16Fett, Zucker und Salz.
- 25:20Natrium im Salz ist Hauptrisikofaktor
- 25:23für die Entwicklung von Bluthochdruck.
- 25:28Es kann also einerseits ein Zusammenhang
- 25:31mit den Nährstoffen bestehen, die diese
- 25:33Produkte oder Lebensmittel enthalten.
- 25:40Andererseits sind es aber nicht nur die
- 25:42Inhaltsstoffe, sondern auch die
- 25:44Verarbeitung, die sie bei der Produktion
- 25:46durchlaufen.
- 25:51noch ihre gesunden Nährstoffe verloren.
- 25:58Nicht nur die Daten aus Spanien, sondern
- 26:00viele, viele Studien weltweit legen nahe
- 26:03bei der Ernährung auf frische Zutaten,
- 26:05gesunde Inhaltsstoffe und eine schonende
- 26:08Zubereitung zu setzen, egal ob selbst
- 26:10gekocht oder fertig gekauft.
- 26:15Bremerhafen. An der dortigen Hochschule
- 26:17werden Studierende in
- 26:18Lebensmitteltechnologie ausgebildet.
- 26:20[musik]
- 26:21Hauge Hilz kennt alle Tricks der
- 26:23Industrie und erklärt uns, wie viel
- 26:25Lebensmittel und wie viel Technologie in
- 26:28Convenience Produkten steckt.
- 26:35Es sind Fertiggerichte, die man mit
- 26:37wenig Aufwand zu Hause warm macht,
- 26:39kocht. Bei einigen hat man das Gefühl,
- 26:41dass man auch selber gekocht hat. Also
- 26:43die, die in der Dose sind, da geht's im
- 26:44wesentlichen ums Aufwärmen. Andere sind
- 26:46so 5 Minuten Produkte, wo man heißes
- 26:48Wasser drauf kippt, einmal umrührt und
- 26:50dann sind die fertig. Die sind dann mit
- 26:51Instant Nudeln. Das sind viele
- 26:53asiatische Produkte. Dann äh da hat man
- 26:55vielleicht auch nicht mehr das Gefühl,
- 26:56dass man selber gekocht hat, aber man
- 26:58hat in kürzester Zeit was zu essen.
- 27:04Dieses Nudelgericht enthält Beef Flavor,
- 27:07also Rindergeschmack. Tatsächlich sind
- 27:090,0 g Rindfleisch drin, nur jede Menge
- 27:13Aromen und chemische Zusatzstoffe.
- 27:19Wenn man ganz viele davon hat, dann ist
- 27:20das schon immer äh verdächtig, dass es
- 27:23vielleicht ähm sehr hoch verarbeitet
- 27:25ist. Es sind immer Phosphat dabei, es
- 27:27sind immer Geschmacksverstärker dabei,
- 27:28es sind auch viele Verdickungsmittel
- 27:30dabei, die eben die Konsistenz äh dann
- 27:33äh ermöglichen, die man sonst über
- 27:35Stärke, über eine vernünftige
- 27:36Mehlschwitze etc.
- 27:38äh hinbekommt.
- 27:39Wie viel von dem, was werbewirksam
- 27:41[musik]
- 27:42auf der Packung abgebildet ist, steckt
- 27:44überhaupt im Produkt drin. Hauge Hilz
- 27:47sucht, [musik]
- 27:48wiegt und zählt. In diesem
- 27:50Fertigkartoffelbrei wird Speck als
- 27:53besondere Zutat ausgelobt. Tatsächlich
- 27:56sind in einer Portion gerade mal 2,5 g
- 27:59vom teuren Speck drin.
- 28:03Der Fleischgeschmack kommt auch von
- 28:05zugesetzten Aromen. Auch beim
- 28:07Bauernfrühstück wiegt Hauke [musik]
- 28:09Hills die einzelnen Komponenten aus.
- 28:12Auch hier muss er den Speck suchen.
- 28:16Gerade diese Produkte, die wir haben,
- 28:18das sind ja so, ich sag mal so,
- 28:19Hausmannskost Bodeneintopf und
- 28:22Bauernfrühstück. Das sind schon welche,
- 28:24wo es auf den Speck ankommt.
- 28:28Die Herstellung von Fleisch ist teuer,
- 28:31deshalb wird es häufig mit Wasser
- 28:33gestreckt. Das gelingt mit Hilfe der
- 28:36Chemikalie Phosphat.
- 28:39Der Apparat nennt sich Einspritzpökeler.
- 28:41Da kann man also Flüssigwürze in Fleisch
- 28:44mit einspritzen. Auch Pökellake kann man
- 28:47damit einspritzen. Und das machen wir
- 28:49jetzt mit diesem Stück Schweinefleisch.
- 28:51Zusatz nutzen. Das Fleisch wird zarter
- 28:54und es [musik] behält seine appetitliche
- 28:56rosafarbe. In wenigen Sekunden haben die
- 29:00auf und abfahrenden Nadeln Wasser und
- 29:02Phosphat in den Braten gespritzt,
- 29:05fertig. Und es fließt dank der
- 29:07Chemikalie nicht wieder raus.
- 29:10Vorher woggt das Fleisch 1000 g. Nach
- 29:13der Bearbeitung wiegt es 21% mehr.
- 29:20Das ist ein etwas komplexer Prozess. Äh
- 29:22hängt mit dem Muskelfleisch, mit den
- 29:24Muskeleiweiß zusammen, wo das Phosphat
- 29:27so eine Rolle spielt und dadurch eben
- 29:29das leicht verändert, sodass es das
- 29:32Wasser besser binden kann. Also es ist
- 29:34Muskeleiweiß wird das Wasser gebunden.
- 29:36In großen Mengen kann Phosphat beim
- 29:38Menschen zu Nierenschäden führen. Viele
- 29:41Fertigprodukte enthalten Zusatzstoffe.
- 29:44Einzeln ist jeder zugelassen und laut
- 29:46Stand der Forschung dann unbedenklich.
- 29:48Aber wie verschiedene Chemikalien über
- 29:51lange Zeit im Körper zusammenwirken, ist
- 29:53noch weitestgehend unerforscht.
- 29:56Und hier ist der Knaller tatsächlich äh
- 29:59wir haben hier nur 60% Fisch in den Fils
- 30:03drin äh und äh 38% Wasser. Das Ganze
- 30:07wird mit Phosphat stabilisiert. Das
- 30:09heißt auch hier
- 30:11haben wir Zusatzstoffe, die Phosphat, um
- 30:14das Wasser besser in dem Fisch halten zu
- 30:16können. Und ich kaufe im Prinzip äh
- 30:19bisschen mehr als die Hälfte Fisch und
- 30:21der Rest ist Wasser, was ich hier kaufe.
- 30:24Hier geht's vor allem aus meiner Sicht
- 30:25um Verbrauchertäuschung.
- 30:27Das müsste es alles deklariert werden.
- 30:29Das ist hier, also wenn ich das auf dem
- 30:31Teller habe als Tischgast, dass ich hier
- 30:33Fisch mit Wasser auf dem Teller habe. So
- 30:36müss es deklariert werden.
- 30:39Bei vielen Fisch und Fleischprodukten
- 30:41erhöht die Industrie so ihre
- 30:42Gewinnspanne. Deklariert wird der
- 30:45Cocktail an Zusatzstoffen ganz harmlos
- 30:47als Flüssigwürze.
- 30:53Die Lebensmittelbranche ist einer der
- 30:54[musik] größten Arbeitgeber in
- 30:56Deutschland.
- 30:58Der Lebensmittelverband Deutschland mit
- 31:00Sitze in Berlin ist die
- 31:01Lobbyorganisation [musik] großer
- 31:03industrieller Hersteller.
- 31:08Hier betont man, dass alle Zusatzstoffe
- 31:11in Lebensmitteln getestet und zugelassen
- 31:13sind.
- 31:16Die Motivation ist ja immer die
- 31:18technologische Notwendigkeit. Wenn sie
- 31:19die nicht hätten, dürften sie es nicht
- 31:21verwenden und die Fleischhersteller
- 31:24brauchen es eben, um das
- 31:25Wasserbindungsvermögen
- 31:27zu erhöhen. Zum Thema ähm Kritik ist es
- 31:30so, alle Zusatzstoffe müssen geprüft
- 31:33werden und man hat dann natürlich bei
- 31:35dieser Prüfung schaut man sich auch an,
- 31:37wie hoch die Aufnahmemenge wäre, die man
- 31:41ein Leben lang zu sich nehmen würde. Bei
- 31:43Phosphaten weiß man, dass wir ungefähr,
- 31:46ich glaube 6 bis 10 % sind es überm
- 31:50über diese Zusatzstoffe vielleicht zu
- 31:52uns nehmen und Phosphat sind ja auch
- 31:55natürlicherweise in Lebensmitteln
- 31:57enthalten. Das heißt, wir nehmen sie
- 31:58eigentlich über diese natürliche Form äh
- 32:01zu uns. [musik]
- 32:03Am natürlichsten erhalten wir
- 32:05Nahrungsmittel, wenn wir sie selbst
- 32:07zubereiten.
- 32:09[musik] Im Haushalt von Familie Schulte
- 32:11Barenbrücke muss an Arbeitstagen das
- 32:14Mittagessen schnell auf den Tisch, gerne
- 32:16auch mit Fertigprodukten aus der Tüte.
- 32:19Koch Bernhard Ties will demonstrieren,
- 32:21dass es genauso schnell auch ohne
- 32:24Convenience und Geschmacksverstärker
- 32:26geht.
- 32:27Ich
- 32:29denke, man braucht kein Fertigprodukt.
- 32:30Man kann das ohne weiteres mit frischen
- 32:33Produkten hinbekommen. Das kriegt man
- 32:35alles zusammen in 15 bis 20 Minuten hin.
- 32:39Tatsächlich dauert es so nicht viel
- 32:41länger, das Gemüse mit dem Fleisch
- 32:43anzubraten. Diese Bolognese ist frei von
- 32:46Zusatzstoffen, dafür reich an Vitaminen,
- 32:49Mineral und Ballaststoffen.
- 32:51Normal
- 32:56ist sau lecker.
- 32:58Die selbstgemachte Soße schmeckt nach
- 33:00Karotten, Zwiebeln, Sellerie und
- 33:02Tomaten, nicht bloß nach
- 33:04Geschmacksverstärkern.
- 33:05Ein Unterschied wie Tag und Nacht.
- 33:08Gedacht hätte ich es nicht, gehört
- 33:09bestimmt ein bisschen Übung dazu für uns
- 33:11auch, um der Abläufe selbst mal einzu zu
- 33:13studieren. Und der Geschmack
- 33:17kann man gar nicht vergleichen. Kann man
- 33:19nur empfehlen selber auch wirklich
- 33:20auszuprobieren.
- 33:22Die frisch gekochte Bolognese kostet 3 €
- 33:25pro Portion. und dauert ca. 35 Minuten.
- 33:29Sie macht länger satt, weil sie frisches
- 33:31Gemüse enthält.
- 33:34Die Hackfleischsoße mit Tütenwürze
- 33:37kostet 2 € pro Portion, geht 15 Minuten
- 33:40schneller.
- 33:46Im Fertigprodukt sind 2,5% getrocknete
- 33:50Karotten enthalten. In der
- 33:52selbstgemachten Bolognese rechts 30%
- 33:55frisches Gemüse.
- 33:57Hier schmeckt man auf jeden Fall viel
- 33:58mehr raus als aus dieser
- 34:03und das hier sieht auch ganz aus. viel
- 34:06ist richtig hell nur Tomaten
- 34:09Karottenstückchen und da sieht man viel
- 34:11mehr sieht man auch Gewürze
- 34:16und deshalb finde ich die geiler.
- 34:20Mama gekocht am besten.
- 34:23Unentschieden. Für Bernardes der Beweis,
- 34:26dass viele Kinder sich früh an den
- 34:28Geschmack von Aromen und
- 34:29Geschmacksverstärkern gewöhnen.
- 34:32Kann unser wissenschaftlicher
- 34:34Sensoriktest dies belegen?
- 34:38An der Fachhochschule Münster haben wir
- 34:40zur Verkostung eingeladen.
- 34:44Dafür hat Koch Bernard Ties zwei
- 34:46Fertiggerichte frisch nachgekocht.
- 34:49Ein Tellergericht mit Fisch, Kartoffeln
- 34:52und Spinat für Kantinen und [musik] eine
- 34:55Tiefkühlgemüsepfanne aus dem Supermarkt.
- 34:59Im Sensoriklabor sind 42 ganz
- 35:01unterschiedliche Testerinnen und Tester.
- 35:05Pizza schmeckt mir einfach am besten.
- 35:07Also ich versuche jeden Tag frisch zu
- 35:09kochen, benutze auch frisches Gemüse
- 35:11immer.
- 35:14Die Testpersonen sollen nach der
- 35:16Blindverkostung beurteilen, welches
- 35:18Fischgericht sie bevorzugen.
- 35:22[musik]
- 35:25Diejenigen, die zuvor angegeben hatten,
- 35:27häufig Fertiggerichte zu essen, fanden
- 35:30die frisch gekochte Mahlzeit besser als
- 35:32das Conveniencegericht.
- 35:35[musik]
- 35:37Diejenigen, die selten Fertigprodukte
- 35:39essen, erkannten zwar überwiegend,
- 35:41welches frisch gekocht war und welches
- 35:43nicht. Von Geschmack und Aussehen
- 35:45beurteilten sie aber beide Mahlzeiten
- 35:47gleich gut.
- 35:48Die Industrie kann äh wenn die
- 35:51Rohwarenstimmen, vielleicht gleich gut
- 35:53kochen, ähm wenn äh drauf geachtet wird,
- 35:58dass gute Rohwaren eingesetzt werden,
- 36:00dass die Technologie äh stimmt, äh das
- 36:03Produkt ähm gerade bei den tiefgeforren
- 36:07Convenienceprukten direkt eingeforen
- 36:08wird, die Frische sozusagen konserviert
- 36:10wird. Äh, dann kann beim Aufwärmen ein
- 36:13Produkt entstehen, das äh von äh dem
- 36:16Frisch gekochten nur wenig zu
- 36:18unterscheiden ist. Häufig würden aber
- 36:21bei den Convenience Produkten gerade was
- 36:23den Gehalt an Zucker, Fett, Salz angeht,
- 36:27ähm etwas mehr nachgelegt. Das heißt, da
- 36:29finden wir etwas höhere Gehalte, die das
- 36:32Ganze dann beliebter machen.
- 36:37Auch bei der Gemüsepfanne erkannten die
- 36:39meisten Personen zwar, welche frisch
- 36:41gekocht war und welche nicht.
- 36:43[musik]
- 36:44Diejenigen, die angaben, häufig
- 36:46Convenience Food zu essen, fanden aber
- 36:48beide Essen gleich gut.
- 36:51Das war überraschend gewesen, äh weil
- 36:54wir als Hypothese hatten, frische
- 36:56Produkte werden auch mehr gemocht. Hier
- 36:59ging es also darum, dass zwar das
- 37:00Frische erkannt worden ist, aber nicht
- 37:02unbedingt besser gemocht wurde. Ähm, das
- 37:05lässt sich zurückschließen, entweder,
- 37:07dass der Koch zwar sehr frisch gekocht
- 37:10hat, es aber nicht so lecker geschmeckt
- 37:12hat, was wir auch in internationalen
- 37:14Studien sehen, ist es aber
- 37:16der Einfluss, dass Menschen sich an den
- 37:19Conveniencegeschmack schon gewöhnen.
- 37:22Diejenigen, die selten Convenience Food
- 37:25essen, fanden das frische Kürbisgericht
- 37:27deutlich besser als das Tiefkühlprodukt.
- 37:30Es gibt tatsächlich einen Zusammenhang,
- 37:32ähm dass Menschen, die häufiger selbst
- 37:35kochen, auch äh frische Produkte äh eher
- 37:39erkennen äh und äh diese Qualität
- 37:43sozusagen auch ähm
- 37:46wahrnehmen. Menschen, die eher
- 37:49Convenience Produkte essen, haben, da
- 37:52sind weniger sensibel auf frisch und
- 37:54gewöhnen sich an den
- 37:55Conveniencegeschmack und finden den am
- 37:56Ende auch noch besser.
- 37:58Fazit: Bei beiden Mahlzeiten konnten die
- 38:0142 Testpersonen frisch von fertiggericht
- 38:04recht gut unterscheiden, aber das frisch
- 38:06gekochte war nicht immer
- 38:07Geschmackssieger. Unser Test zeigt, dass
- 38:10äh es äh keine Ausfälle jetzt gegeben
- 38:13hat, die dramatisch waren äh bei den
- 38:16Convenience Produkten, was ja auch ein
- 38:18bisschen beruhigt.
- 38:20Im Universitätsklinikum Münster versorgt
- 38:22eine Großküche täglich rund 2700
- 38:26Patientinnen [musik]
- 38:26und Patienten und Mitarbeitende.
- 38:28[räuspern]
- 38:29Auch hier werden viele Convenience
- 38:31Produkte eingesetzt. Doch zumindest bei
- 38:34Suppen und Soßen, darauf legt der
- 38:36stellvertretende Gastronomiechef
- 38:37Frederik Schön Wert, wird hier noch
- 38:40alles selbst gemacht.
- 38:43Der Einsatz von Fertigprodukten an
- 38:45anderer Stelle macht dies möglich, meint
- 38:48der Koch, der täglich für die
- 38:49Zubereitung von über 80 verschiedenen
- 38:51Speisen verantwortlich ist.
- 38:55Vegetarische und vegane Gerichte wie
- 38:58diese Kuskusbälchen kommen deshalb
- 39:00komplett aus der Tüte. werden nur noch
- 39:02ausgepackt vom Küchenteam.
- 39:05Für mich persönlich als Koch ist das äh
- 39:08ist das Thema Convenience eigentlich
- 39:09eins, wo ich ähm früher da eher eine
- 39:12ablehnende Haltung zu hatte und
- 39:13das als als Nogo gesehen habe, weil ich
- 39:16hab einfach das Kochen auch von der
- 39:17Picke aufgelernt. Ähm heutzutage sage
- 39:20ich, in der Größe, in der wir da
- 39:21arbeiten, in der Vielfalt, die wir die
- 39:23wir haben, die wir täglich anbieten, ähm
- 39:25ist es fast nicht möglich, da komplett
- 39:28drauf zu verzichten. Wichtig ist da
- 39:30tatsächlich die Auswahl und die Qualität
- 39:32der Produkte, die eingesetzt werden. Das
- 39:34frische Gemüse wird geputzt und
- 39:36vorgeschnitten eingekauft. Das können
- 39:39Maschinen besser und schneller als
- 39:41Menschen.
- 39:42Wir probieren nach Möglichkeit unsere
- 39:44geschmacksgebenden Komponenten selbst
- 39:45herzustellen und wir haben eine
- 39:46festgelegte Rezeptur ähm die auf
- 39:49Rinderknochen basiert und ähm da werden
- 39:52dann Gemüse zugesetzt und Gewürze und
- 39:55das ganze kocht dann bis morgen früh und
- 39:58ist die Basis für eine Hochzeitsuppe.
- 40:03Die selbsthergestellte Brühe wird
- 40:05ergänzt durch fertige Mark Klöschen und
- 40:08Eierstich.
- 40:09So portioniert wird die Suppe
- 40:11eingefroren und erst Tage oder Wochen
- 40:14später serviert. Der Grund, es muss
- 40:17nicht alles täglich auf einen bestimmten
- 40:19Zeitpunkt hinproduziert werden.
- 40:22In diesem Tiefkühllager sind derzeit
- 40:24250.000 Essensportionen eingefroren.
- 40:28Jeden Tag werden nur die exakt
- 40:29benötigten Mengen abgerufen und erst auf
- 40:32den Stationen im Servierwagen aufgetaut.
- 40:40Kontinuierlich sichten die Küchenchefs
- 40:43den deutschen Convenience Markt,
- 40:45entfernen Produkte aus dem Sortiment und
- 40:47kaufen andere neu hinzu.
- 40:49Ja, vielleicht machen wir da gleich noch
- 40:51ein paar Aufnahmen von.
- 40:52Alle Komponenten aber egal ob
- 40:54fertiggericht oder selbst gekocht werden
- 40:57täglich verkostet und stehen ständig auf
- 41:00dem Prüfstand.
- 41:05Das wurde ja in der Verkostung schon mal
- 41:06im Gremium getestet und das sollte so
- 41:08sein, wie wir es damals gesehen haben.
- 41:09Wenn das abweicht, müssen natürlich den
- 41:11Hersteller gehen. Das weiß auch nicht
- 41:12immer jeder, was das Kombinent ist oder
- 41:13nicht.
- 41:15Selbst für Profis verschwimmen die
- 41:17Grenzen. Da ist es für uns Verbraucher
- 41:20und Verbraucherinnen sehr schwer
- 41:22einzuschätzen, womit kann ich mir guten
- 41:24Gewissens die Arbeit des Kochens
- 41:26erleichtern und was kaufe ich besser
- 41:28nicht ein. Genau hinschauen ist wichtig,
- 41:31denn wir konsumieren immer mehr
- 41:32Fertigprodukte zu Hause, in Kantinen, im
- 41:35Restaurant. Diesen Markt gab es schon
- 41:38immer, aber er wächst und wächst, weil
- 41:40wir immer weniger Zeit haben zum Kochen.
- 41:43Selbst gekocht nutzt nur dann die
- 41:45Vorteile von frischen Produkten wirklich
- 41:47aus, wenn der Koch oder die Köchin zu
- 41:50Hause auch ihr Handwerk verstehen.
- 41:53umgedreht haben auch die Unternehmen für
- 41:56ihren Convenience Food. Äh wenn sie ähm
- 42:00drauf achten und tatsächlich bewusst ähm
- 42:04äh Standards versuchen einzuhalten,
- 42:06können sie eine richtig gute Qualität
- 42:08auch mittlerweile abliefern, Gott sei
- 42:10Dank. Ähm weil wir sind auch drauf
- 42:13angewiesen, dass wir zwischendrin auch
- 42:15mal schnell was zu essen bekommen und
- 42:17dann sollte es eigentlich passen. Die
- 42:20Medizinerin Meira Besrastro fordert
- 42:22dringend auf mehr frisch und selbst gut
- 42:25zu kochen. Für sie ist der wachsende
- 42:27Konsum von hochverarbeiteten
- 42:29Fertiggerichten mit viel Salz, Zucker
- 42:31und Zusatzstoffen ein Alarmsignal. Zu
- 42:34eindeutig sind die Ergebnisse ihrer
- 42:36Langzeitforschungen.
- 42:40Das Problem der schlechten Ernährung ist
- 42:42ein ernstes Problem.
- 42:44Sie ist ein ernstes Problem, da sie
- 42:47nachweislich ein wichtiger Risikofaktor
- 42:49für chronische Erkrankungen und
- 42:51vorzeitige Sterblichkeit ist.
- 42:54Wenn Sie sich ausschließlich von diesen
- 42:55Produkten ernähren, dann nehmen Sie zu
- 42:57wenig Ballastoffe zu sich. Äh dann
- 43:00nehmen sie auch zu wenig Vitamine etc.
- 43:02zu sich. Also für dauerhaft ist das mit
- 43:04Sicherheit äh nichts. Wenn man das mal
- 43:07einmal im Monat mal zwischendurch ist,
- 43:08dann ist das also völlig unbedenklich
- 43:10natürlich.
- 43:17[musik]
- 43:19เฮ
- 43:26[musik]
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