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Smartphones, Tablets und Co. - So gefährlich sind sie für unsere Kinder | frontal — Transcript

by ZDFheute Nachrichten · 1,041 words · 197 segments · language en · Watch on YouTube

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  1. 0:00[Musik]
  2. 0:03Gute,
  3. 0:05gute Laune im Familienalltag und immer
  4. 0:07dabei das Handy.
  5. 0:10Sarah und Stefan sind beide
  6. 0:11Elterninfluencer verdienen ihr Geld mit
  7. 0:14Posts über sich und ihr Leben mit drei
  8. 0:16Kindern.
  9. 0:18Hier nehmen sie gerade den neuen TikTok
  10. 0:20Tanztrend für ihre Follower auf. immer
  11. 0:23dabei auch ihre Kinder.
  12. 0:28Ja, selbstverständlich, wenn wir wir
  13. 0:30nehmen ja die Leute mit durch unseren
  14. 0:32Tag, ne? Ob ich jetzt mit ihm zum
  15. 0:33Friseur fahre, ob ich jetzt mit ihr
  16. 0:35morgens irgendwo shoppen gehe oder jetzt
  17. 0:37mit Emilia in den Ferien, war ich auch
  18. 0:39eben in der in der Galerie da, so dann
  19. 0:41ist ja immer
  20. 0:41und es ist halt unser Job. Ja,
  21. 0:43also es ist ja unser Job, deswegen ist
  22. 0:45das halt für uns Erwachsene der
  23. 0:47alltägliche Begleiter.
  24. 0:50In ihren Posts machen sie die Gesichter
  25. 0:52der Kinder immer unkenntlich. Darius ist
  26. 0:555, Amalia 2, Emilia 7 Jahre alt. Sie
  27. 0:59haben keine eigenen Geräte bis auf eine
  28. 1:02Smartwatch, die die Älteste gerade
  29. 1:03bekommen hat. Aber Handys, Tablets und
  30. 1:06der Fernseher der Eltern dürfen benutzt
  31. 1:08werden mit Regeln und trotzdem.
  32. 1:14Wenn ich z.B. mit Darius rede, wenn er
  33. 1:16was guckt, der ist nicht ansprechbar und
  34. 1:18dann ich sag drei, vier mal sein Namen
  35. 1:20ist nicht ansprechbar und dann merke ich
  36. 1:21so, okay, jetzt genug. Ich habe Angst,
  37. 1:23dass die ähm umso mehr Handy, umso mehr
  38. 1:27Social Media, umso mehr Fernsehen, dass
  39. 1:30irgendwann die Kommunikation nachlässt,
  40. 1:31dass irgendwann die Kinder sich in ihrem
  41. 1:33Zimmer verkriechen, so wie ich es auch
  42. 1:35gemacht habe mit 16. Und dann nur noch
  43. 1:37so.
  44. 1:39Videos, die Sie im Netz sehen, befeuern
  45. 1:42diese Sorgen.
  46. 1:44Unter dem Stichwort iPad Kids werden
  47. 1:46Kinder gezeigt, die ausrasten,
  48. 1:54wenn ihnen der Bildschirm weggenommen
  49. 1:56wird.
  50. 2:04Orange.
  51. 2:05Ja,
  52. 2:06orange.
  53. 2:07Die deutsche Sinnesneurologin Annik Tide
  54. 2:10behandelt in einer Spezialklinik in
  55. 2:12Österreich Kinder mit
  56. 2:14Entwicklungsstörungen. Immer häufiger
  57. 2:16kommen kleine Patienten mit Motorik und
  58. 2:19Sprachproblemen zu ihr,
  59. 2:24weil man von einem Bildschirms Sprache
  60. 2:26keine Sprache erlernen kann, zumindest
  61. 2:29nicht im kleinen Kindesalter. Im kleinen
  62. 2:31Kindesalter lerne ich Sprache durch die
  63. 2:33Interaktion miteinander. Ich brauche ein
  64. 2:34direktes Gegenüber. Die Eltern machen
  65. 2:36was vor oder die Bezugsperson macht
  66. 2:38etwas vor und die Kinder machen das
  67. 2:40nach. Ja. Und das das Tablet oder der
  68. 2:45Fernseher oder auch das Handy, das
  69. 2:47sendet immer nur, das macht keine
  70. 2:48Reaktion. Das heißt, diese Kinder lernen
  71. 2:50nicht das dieses Rede und Antwortspiel,
  72. 2:52dieses Miteinander.
  73. 2:54Anfangs hielt die Ärztin die Symptome
  74. 2:57für Anzeichen von Autismus und
  75. 2:59Entwicklungsstörungen.
  76. 3:00Dann stellte sie fest, sie kommen
  77. 3:02vermutlich von zu viel Bildschirmzeit.
  78. 3:06Inzwischen liegen Langzeituntersuchungen
  79. 3:09wie die aktuelle neurowissenschaftliche
  80. 3:11Studie aus den USA über die Folgen für
  81. 3:13Kinder vor. Ergebnis:
  82. 3:16Geistige Gesundheit und Wohlbefinden
  83. 3:18verschlechtern sich, je früher sie ein
  84. 3:20eigenes Smartphone haben.
  85. 3:23Symptome, die in der Folge am häufigsten
  86. 3:25auftreten, Suizidgedanken, Aggressionen
  87. 3:28und Halluzinationen.
  88. 3:32Auch die zuständige
  89. 3:34Bundesbildungsministerin nimmt das
  90. 3:36Problem ernst.
  91. 3:38Ja, wir müssen leider feststellen, dass
  92. 3:41die zu frühe zu lange Bildschirmzeit,
  93. 3:44die zu frühe Nutzung von sozialen
  94. 3:46Medien, massive Auswirkungen auf die
  95. 3:49mentale und körperliche Gesundheit, auf
  96. 3:51die Konzentrationsfähigkeit, auf die
  97. 3:53Leistungsfähigkeit von Kindern und
  98. 3:56Jugendlichen hat. Ähm, das ist ein
  99. 3:58Thema, dass wir viel zu lange in
  100. 3:59Deutschland gar nicht so richtig
  101. 4:01ernsthaft diskutiert haben. Jetzt ist
  102. 4:03die Diskussion da und ich hoffe mir
  103. 4:05davon, dass Kinder eben wieder besser
  104. 4:07lernen können.
  105. 4:08Die Ministerin hat eine
  106. 4:10Expertenkommission einberufen, die
  107. 4:12nächstes Jahr Ergebnisse vorlegen soll.
  108. 4:15Bis dahin setzt sie vor allem auf
  109. 4:17Handyverbote und Medienbildung an
  110. 4:19Schulen. Dabei entsteht das Problem viel
  111. 4:22früher. Also wir sehen jetzt doch schon
  112. 4:24immer 50% der Kinder, die in die Schule
  113. 4:26kommen sollen. Bei der
  114. 4:27Schulreifeuntersuchung, können sie nicht
  115. 4:28alleine an und ausziehen, weil sie es
  116. 4:29nie gelernt haben. Ja, und das s
  117. 4:32natürlich Dinge, wo wir sagen, das geht
  118. 4:33nicht und das ist vor allen Dingen in
  119. 4:35den ersten drei Jahren, wenn die sehr
  120. 4:36viel digitale Medien haben.
  121. 4:39Wie will die Bildungsministerin die
  122. 4:41Kleinsten schützen? Frontal gegenüber
  123. 4:43erklärt das Ministerium, Zitat: "Der
  124. 4:47Schutz und die Förderung von
  125. 4:48Vorschulkindern ist bereits Teil unserer
  126. 4:51laufenden Arbeit.
  127. 4:52und empfiehlt, dass Kinder im Alter von
  128. 4:550 bis 3 Jahren am besten keine
  129. 4:57Bildschirmzeit haben sollten. Zudem
  130. 5:00gelte, je jünger die Kinder, desto
  131. 5:03stärker die Verantwortung der Eltern.
  132. 5:07Wie folgenschwer das ständige Starren
  133. 5:09auf Bildschirme für die Entwicklung
  134. 5:11ihrer Kinder sein kann, scheint vielen
  135. 5:13Eltern nicht bewusst. Es gibt wenig
  136. 5:16Aufklärung.
  137. 5:20An der Uni Siegen untersuchen Sie, wie
  138. 5:22sich das Verhalten in den Familien durch
  139. 5:24die digitalen Medien verändert hat. Seit
  140. 5:282016 dokumentieren die
  141. 5:30Erziehungswissenschaftlerinnen den
  142. 5:31Bildschirmalltag von mehr als 30
  143. 5:34Familien. Sie halten nichts von strikten
  144. 5:37Verboten.
  145. 5:38Sicher ist es gut und wünschenswert,
  146. 5:41dass es medienfreie Räume gibt. Die
  147. 5:43sollte es geben auf jeden Fall. Aber
  148. 5:45trotzdem darf man auch nicht vergessen,
  149. 5:47dass es nicht unbedingt immer sinnvoll
  150. 5:49ist, alles zu verbieten, sondern dass es
  151. 5:51vielleicht komplizierter und schwieriger
  152. 5:53ist, sich damit zu beschäftigen, wie
  153. 5:55können wir es gut machen. Es geht halt
  154. 5:56eher darum, dass man gemeinsam mit den
  155. 5:58Kindern die Medien nutzt, dass man
  156. 6:00hinschaut, was die Kinder mit Medien
  157. 6:02machen und dass man sie eben auch dabei
  158. 6:04begleitet.
  159. 6:06Aus Sicht der Ärztin aber sollten Kinder
  160. 6:08in den ersten Lebensjahren ohne
  161. 6:10Bildschirm aufwachsen. Nur so können sie
  162. 6:12sich uneingeschränkt entwickeln. vor
  163. 6:14allem ihre Bindungsfähigkeit.
  164. 6:17Bindung ist das Urvertrauen zu den
  165. 6:18Eltern oder zu der zu der versorgenden
  166. 6:21Person. Und Kinder, die immer ein
  167. 6:23Bildschirm dazwischen haben, die haben
  168. 6:25diesen direkten Kontakt nicht zu ihrem
  169. 6:27ähm gegenüber. Was dann später zu sehen
  170. 6:29ist, dass diese Kinder, wenn die
  171. 6:30unsicher gebunden sind, große Probleme
  172. 6:32haben in alltäglichen Dingen, wie
  173. 6:35Freundschaften schließen. Und dieses
  174. 6:37Entwicklungsfenster Bindung, das geht
  175. 6:39nach zwei Jahren zu. Das heißt, das
  176. 6:40können wir nie wieder in unserem Leben
  177. 6:41öffnen.
  178. 6:42Doch in den meisten Familien ist ein
  179. 6:44Alltag ohne digitale Medien kaum
  180. 6:46vorstellbar. Die Influencer Sarah und
  181. 6:49Stefan leben von und mit dem Smartphone
  182. 6:53und müssen ständig entscheiden, bekommen
  183. 6:55die Kinder es in die Hand? Wie viel Zeit
  184. 6:58dürfen sie damit verbringen und wie
  185. 7:00sollen sie das als Eltern kontrollieren?
  186. 7:03Ich finde es schwierig halt da die
  187. 7:04Balance zu finden. So,
  188. 7:05es gibt keine Balance, das ist das
  189. 7:07Problem. Ja, aber ich wünschte, ich
  190. 7:08hätte gerne ein
  191. 7:09verbietest. Ja, richtig. Ja, und
  192. 7:10deswegen denkt man nach.
  193. 7:13Die digitale Balance finden fällt ihnen
  194. 7:15schwer wie vielen Eltern, aber der Blick
  195. 7:18auf den Bildschirm ist keine Nebensache
  196. 7:20und hat Nebenwirkungen, die mit darüber
  197. 7:23entscheiden, ob die Kinder gesund groß

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