PPG-Managerin Juliane Hefel: Jobwechsel, Auslandserfahrung, Executive Excellence — Transcript
Full transcript
- 0:00Sie hat in Düsseldorf, Shanghai und den
- 0:02USA für den Chemiriesen Henkel
- 0:04gearbeitet. Heute steuert die gebürtige
- 0:06Frau Adelbergerin Juliane Hefel beim
- 0:09Konzern PPG über 1300 Mitarbeitende an
- 0:1250 Standorten. Es ist ein
- 0:14Milliardengeschäft. Ihre Produkte
- 0:16stecken überall in Brillengläsern, in
- 0:19fälschungssicheren Pässen oder im
- 0:21Display deines Handys. Sie fordert
- 0:24Tempo, radikale Transparenz. Wir reden
- 0:27über den Aufstieg in Großkonzernen und
- 0:29darüber, wie man sich in einer
- 0:31Männerindustrie den Platz am Tisch
- 0:33erarbeitet. Mein Name ist Gerold
- 0:35Riedmann und das ist das CEO Podcast der
- 0:37Standard.
- 0:44Frau Hefel, herzlich willkommen.
- 0:46Vielen Dank.
- 0:47Möbelbau, Übersetzerstudium,
- 0:49som
- 0:51äh heute globale Geschäftsverantwortung.
- 0:55Wie wie geht das zusammen? War das immer
- 0:56mehr Neugier oder das Suchen nach dem
- 0:58richtigen Moment in ihrer Karriere?
- 1:00Ich würde eh sagen, das erstere immer
- 1:02mehr Neugier und auch einfach mal ins
- 1:04kalte Wasser zu springen, was ich gern
- 1:06mache, wie man sieht. Ja,
- 1:08aber um den Ausbildungsweg konkret
- 1:09nachzuverfolgen, sie sind in Vor
- 1:11Adelberg auf die Welt gekommen, sind
- 1:12heute in Detroit tätig, ähm weltweit
- 1:15tätig, fliegen herum, organisieren
- 1:17Dinge, dazu kommen wir alles noch, aber
- 1:19begonnen hat es ja eigentlich mit einer
- 1:20Matura am Gymnasium in Fälkch, so man
- 1:22das im Vorberger Oberland macht und dann
- 1:25sind einige ungewöhnliche Schritte
- 1:27passiert.
- 1:28Richtig. Ja. Das war getrieben von
- 1:30meiner Neugier. Ich habe über ich habe
- 1:32Klassenkollegen gehabt, die ganz klar
- 1:33gewusst haben, ich werde
- 1:34Rechtsanwaltend, das ist mein Lebensziel
- 1:36und Lebenstraum und die den Weg auch
- 1:38zielstrebig verfolgt haben und sehr
- 1:40erfolgreich darin sind. Das hat mir
- 1:42immer gefehlt. Ich war interessiert an
- 1:44vielen Dingen, ähm Einserchülerin
- 1:47und das hat mir dann irgendwie so die
- 1:48Auswahl bisschen schwer gemacht auch,
- 1:50ja, weil ich interessiert war von
- 1:51Mathematik über gestalterisches bis hin
- 1:53zu den ähm Sprachen. Ähm ich habe dann
- 1:56einfach verschiedenste Dinge
- 1:58ausprobiert, um meinen Weg zu finden und
- 2:00das ist über einer Zeit Im Genau.
- 2:04Das in Inter gegangen. Genau. Ähm, habe
- 2:07dort Ausbildung zum technischen Zeichner
- 2:09und
- 2:10Möbelbau gemacht. Was ganz spannende
- 2:14Zeit war für zwei Jahre auch wirklich
- 2:15handwerklich mit dem Holz tätig zu sein,
- 2:18was immer noch so liebe von mir ist
- 2:20heute irgendwie Dinge handwerklich zu
- 2:21tun und dann hat sich die Frage
- 2:24gestellt, wo geht's danach hin? Ich
- 2:25hätte entweder anfangen können zu
- 2:27arbeiten, was viele meiner Kollegen ähm
- 2:29aus der Zeit damals gemacht haben, oder
- 2:31nach Wien zu gehen, um zu studieren. Ich
- 2:33habe mir dann mal die Angewandte
- 2:34angeschaut
- 2:35und ein eine Klasse von Polo PA
- 2:38mitbegleiten dürfen. Haben wir dann
- 2:39gedacht, h, das ist schon relativ
- 2:41sportlich, was die dort dann machen im
- 2:43Innenausbau. und bin so dann zurück zu
- 2:46meiner Liebe zu Sprachen, ein kurzen
- 2:48Aufenthalt in London gemacht, um
- 2:50Cambridge Certificate zu machen und also
- 2:52beiner Film Familie zu arbeiten und dann
- 2:54zurück nach Wien
- 2:55wo es ein Dolmage Studium geworden ist.
- 2:57Genau. Wo es in Dolmage Studium geworden
- 2:58ist für Englisch und Spanisch mit einer
- 3:00Fäherkbination mit BL. Also mir war dann
- 3:02nach dem ersten Studienabschnitt schon
- 3:03klar übersetzen alleine wird's nicht
- 3:06sein für mich und wollte dann da das
- 3:08wirtschaftliche mit dazu kombinieren was
- 3:10und
- 3:10trotzdem saßen sie dann einer
- 3:11Patentanwaltskanzlei
- 3:13als Übersetzer
- 3:14richtig. Ja, das war ja ganz spannend.
- 3:15Also als Übersetzer viele sind
- 3:17freiberuflich tätig. Das heißt ähm
- 3:19relativ hartes Brot zu verdienen und vor
- 3:21allem jetzt mit KI natürlich ein Job,
- 3:23der glaube ich irgendwann verloren gehen
- 3:25wird. Ich habe dann Anzeige im Standard
- 3:28gelesen, dass die Waldkanzlei
- 3:31Mitarbeiter sucht und dachte mir, da
- 3:33muss ich mich bewerben, wenn wann geht
- 3:34schon mal der Fixanstellung und das war
- 3:36dann wirklich so das für mich
- 3:38festzustellen, das wird's nicht auf
- 3:40Dauer. Ich habe das war wie
- 3:41Übersetzungsmaschine
- 3:43zu sein. Man sitzt in seinem Büro, das
- 3:45war das Zeitalter, als das Europapatent
- 3:47eingeführt worden ist. Das heißt, alles
- 3:49was patentiert werden wollte in der
- 3:51Europäischen Union, musste in Englisch,
- 3:53Französisch, Spanisch übersetzt werden.
- 3:55Ähm, heißt, wir haben Patente rausgehaut
- 3:57Ende nie war aber anderserseits auch
- 3:59ganz spannend, weil ich technische
- 4:00Patente gemacht habe, also mit was
- 4:02Leuten was Leute so sich überlegen, ist
- 4:04schon ja ganz faszinierend. Ähm und habe
- 4:08dann festgestellt, ja, das ist mal zu
- 4:10eintönig, zu wenig Interaktion mit
- 4:12Menschen auch. Ähm
- 4:14und wie hat dann der Wechsel zu Do und
- 4:15Co. funktioniert? Zufall und dann
- 4:18einfach zu sagen, ja, das mache ich. Ich
- 4:19habe mich beworben für Stelle im HR
- 4:22Bereich für die Crew Control. Also, das
- 4:24war die Stelle, die dann die Teams für
- 4:26die in die Events, die Dono erstellt,
- 4:28zusammenstellt. Und ä da hatte ich ein
- 4:31Interview mit der Personalchefin, die
- 4:34hat dann gemeint, ja, für den Job sind
- 4:35Sie überqualifiziert, aber wie wäre es
- 4:36mit Einkauf? Sie Einkauf, geben s mal
- 4:40die Kreditkarte und ich gehe. Ja, und so
- 4:42bin ich in die kommerzielle Schiene
- 4:44gegangen und habe da wirklich was
- 4:45gefunden, was mir sehr viel Spaß gemacht
- 4:47hat. Wir bei Don C relativ kleines Team
- 4:49im Einkauf. Wir hatten von Bestellungen
- 4:51selber schreiben und damals noch Faxen
- 4:53bis hin zu strategische
- 4:55Lieferantenbeziehungen aufbauen, war
- 4:57alles in meinem Bereich. Ich war für
- 4:59indirekte Materialien zuständig. Also
- 5:01das heißt von der Serviette, dem Besteck
- 5:04ähm der Uniform der Mitarbeiter bis hin
- 5:07zu mein letztes Projekt war das T Cootel
- 5:09Mhm.
- 5:10im Haus äh wo ich für die Amenities in
- 5:13den Zimmern zuständig war. Al was sie
- 5:14dort an schönen Dingen finden, war
- 5:16damals noch aus meiner Feder. Ja.
- 5:18Sind Sie jetzt wo Sie in Wien sind, im
- 5:19Donko Hotel? Nein, das war ein bisschen
- 5:21zu weit weg von hier zum Laufen,
- 5:25aber kann ich nur empfehlen.
- 5:26Okay, dann dann kann aber um bei ihrer
- 5:28Laufbahn zu bleiben äh der der
- 5:31typischste Sprung sozusagen, nämlich
- 5:33danenkel und Düsseldorf oder
- 5:35richtig. Ja, ich habe dann wieder wollte
- 5:38ich bisschen zurück zu was
- 5:39internationalerem. T war doch sehr weit
- 5:42deutschsprachiger Europaraum
- 5:44konzentriert und Henkel hat damals
- 5:47Einkäufer gesucht, ich habe mich
- 5:48beworben und hatte dann die tolle
- 5:50Möglichkeit zu einem Assessment Center
- 5:52eingeladen zu werden, sas damals noch so
- 5:54wirklich Standard mit Postkopf Übungen
- 5:57etc. eineinhalb Tage gegangen ist und es
- 6:01bin dann ich und ähm eine Kollegin von
- 6:03der anderen Seite vom Bodensee äh
- 6:05ausgewählt worden, um dort anzufangen
- 6:07und so bin ich nach Düsseldorf kommen,
- 6:08ne?
- 6:09Mhm. Und das war dann so wirklich mein,
- 6:11was soll ich sagen, wo da von dort aus
- 6:12ist die Karriere dann nach oben
- 6:13gegangen.
- 6:14Machen wir vielleicht da ganz kurz eine
- 6:15Klammer oder einen Exkurs, wenn Sie die
- 6:17Bewerbungsprozesse, die Sie heute im
- 6:18Unternehmen haben, vergleichen mit dem,
- 6:20wie dieses Assessment Center damals war,
- 6:22weil Sie gerade auch eben gesagt haben,
- 6:23ganz klassisch damals noch mit einige
- 6:24Tage arbeiten oder die Aufgaben erfüllen
- 6:26etc. Wie funktionieren moderne
- 6:29Bewerbungspressprozesse bei euch heute?
- 6:31viel unkomplizierter würde ich sagen.
- 6:33Also, wir machen kaum mehr so
- 6:35umfangreiche Gruppenassessments auch ähm
- 6:38für Positionen im Führungsbereich werden
- 6:40Assessments herangezogen. Da geht's aber
- 6:42dann eher über online und über
- 6:45Personalberater, die die machen.
- 6:46Aber wer bei amerikanischen Konzernen
- 6:48landen will, hat teilweise bis zu 12
- 6:49Videocalls, die dann auch absolviert
- 6:51werden müssen.
- 6:52Richtig, das kann gut sein. Also, wir
- 6:53versuchen uns schon abzusichern, dass
- 6:54auch verschiedenste Perspektiven auf den
- 6:56Kandidaten kommen. Ähm, aber es passiert
- 6:59eben sehr viel über Video.
- 7:00Mhm. in der Welt hat.
- 7:02So eine so eine Konzernkarriere ist ja
- 7:05eine Herausforderung, was man vorahnen
- 7:07kann, dass alle dre Jahre irgendjemand
- 7:09mit irgendwas Neuem bei einem steht,
- 7:10dass alle dre Jahre irgendwas Neues
- 7:12passiert. Warum ist das in großen
- 7:14Konzernen eigentlich so, dass alle dre
- 7:16Jahre mehr oder weniger die Karten neu
- 7:17gemischt werden? Es ist einerseits ist
- 7:19es Mitarbeiterentwicklung, also ganz
- 7:22gewusst und bewusst auch ähm neue
- 7:24Herausforderung für Mitarbeiter, die
- 7:26sich weiterentwickeln wollen und die
- 7:28auch das Potenzial zeigen ähm zu suchen.
- 7:31Ich würde sagen, andersseits auch in in
- 7:33vielen Konzernen Veränderung ist die
- 7:35einzige Konstante. Das heißt, es tut
- 7:37sich ständig was. Es werden ständig neue
- 7:38Positionen off geöffnet auch, wo man
- 7:41dann einfach das beste Talent hinsetzen
- 7:43will. Also bisschen Kombination von
- 7:44beiden.
- 7:45Wie funktioniert so ein großer Konzern?
- 7:47HKLIS global tätig, äh Chemiekonzern,
- 7:50ein Chemieriese äh sozusagen und man
- 7:53muss sich ja dann auch zurecht finden
- 7:55und Leute finden, die einen fördern, die
- 7:57einen die Entscheidungen treffen. Wer
- 7:58kommt dann her und sagt, sie sollten
- 8:00nach Shanghai gehen?
- 8:02Also das war einerseits, ich habe meine
- 8:04Hand gehoben, wenn es was
- 8:06internationales gibt, wäre ich dafür
- 8:07offen. Ähm und dann anderserseits hatte
- 8:10ich das Glück, ähm einer der Beobachter
- 8:12bei dem Assessment Center war dann mein
- 8:14Chefchef ähm und der hat mich über die
- 8:17Jahre begleitet und war ganz klaren
- 8:19Förderer, der es mir auch viele äh Dinge
- 8:22ermöglicht hat.
- 8:22War das auch der, den sie als Coach
- 8:25angefragt haben?
- 8:26Das war ein zweiter Chef von mir, der an
- 8:28den Chefchef berichtet hat. Ja. Ähm, man
- 8:31muss einfach auch offen sein und sich
- 8:33trauen Leute anzusprechen. Ja.
- 8:35Welche Erfahrungen haben Sie mit z
- 8:36Coaching äh Systemen oder mit mit
- 8:39Coaching generell gemacht?
- 8:40Also, ich find's bereichernd für beide
- 8:41Seiten. Ähm ich selber bin auch Coach
- 8:44für für Mitarbeiter in unserem
- 8:45Unternehmen. Man lernt aus beiden
- 8:48Perspektiven immer was und es ist
- 8:50einfach sehr wertschätzend auch seine
- 8:52Geschichte und seine Erfahrungen
- 8:53weitergeben zu können, um jemanden
- 8:55weiterzuhelfen in der Karriere. Wer
- 8:57vielleicht gerade an dem Punkt ist, sich
- 8:58zu überlegen, äh wird's mir helfen,
- 9:00einen Coach zu haben? Wird es mir
- 9:02helfen, wie fühlt sich das an in so
- 9:04einer Coachingbeziehung zu sein? Ähm
- 9:06können Sie uns da bisschen Farbe geben?
- 9:09Es kann unangenehm sein, weil man
- 9:11natürlich versucht
- 9:13Dinge hochzuarbeiten, je nachdem mit was
- 9:15der Mitarbeiter kommt und ist aber eine
- 9:18externe Perspektive, die es dann
- 9:20vielleicht auch einfach macht, gewisse
- 9:21Dinge durchzuarbeiten und zu akzeptieren
- 9:23und vielleicht einen neuen Weg zu
- 9:24suchen. Ja, ich hat z.B. eine
- 9:25Mitarbeiterin, die ist mit ihrer neuen
- 9:27Chefin einfach nicht klar kommommen. Ja,
- 9:29und wir hatten versucht gewisse
- 9:31Strategien uns zu überlegen, wie wie
- 9:32kann sie herangehen, wie kann sie
- 9:34Feedback offen gestalten, auch was nicht
- 9:36funktioniert und was sie von ihrem Team
- 9:37auch hört und wann ist einfach der
- 9:39Zeitpunkt, wo man sagt, okay, ich werde
- 9:41die Beziehung nicht so ins Laufen
- 9:43bringen können, wie ich es gerne hätte,
- 9:45dann ist es Zeit für mich vielleicht
- 9:46auch was Neues zu suchen und so. Das war
- 9:47dann der der Weg, den sie eingeschlagen
- 9:49hat nach mehreren Versuchen, die die
- 9:51nicht funktioniert haben
- 9:53im Unternehmen in grö in einem größeren
- 9:55möglich auch mal zur Seite zu treten, um
- 9:57dann zu überholen sozusagen.
- 9:59Drei Jahre Shanghai. Ähm was war das für
- 10:01eine Zeit in China?
- 10:03Ganz eine spannende Zeit. Es war 2012
- 10:05bis 2014. ähm Seesing Ping zum ersten
- 10:08Mal an die Macht gekommen. Also, ich
- 10:09würde sagen, es war wahrscheinlich noch
- 10:10ein offenes ähm westlicher orientiertes
- 10:14China als was heute erleben. Ähm große
- 10:17Expect Community in Shanghai auch. Ich
- 10:19habe dort Freunde kennengelernt, die
- 10:21heute noch sehr enge Freunde von mir
- 10:22sind. Es war sehr bereichernde Zeit.
- 10:24Aber wie war das, als sie ankamen? Kommt
- 10:25man da alleine an und muss man alles,
- 10:28man muss sich ja neu erfinden?
- 10:29Also große Unternehmen haben normal eine
- 10:32Relocation Agency, Gott sei Dank. Die
- 10:34nimm die nimmt dich dann schon an der
- 10:35Hand, weil du kannst die Sprache nicht,
- 10:38du könntest keine Behördengänge ernehmen
- 10:40erledigen, du weißt nicht, wie das Leben
- 10:42funktioniert. Vor dem war das schon ganz
- 10:44praktisch auch interkulturelles Training
- 10:46durch die Agentur zu bekommen.
- 10:47Und die nette Wohnung ist vom
- 10:48Unternehmen schon irgendwie vor
- 10:49muss man selber suchen. Ja, da muss man
- 10:52sich erstmal man 25 Millionen
- 10:54Einwohnerstatt ja riesige Dimensionen.
- 10:57Wo wo will ich überhaupt hin? Ich bin
- 11:00alleine nach Shanghai und wollte dann
- 11:02unbedingt in der in dem alten
- 11:03Stadtbereich auf der Push Seite, wie es
- 11:05so heißt, ähm leben, um einfach
- 11:07mitzukriegen, wie funktioniert das Leben
- 11:09so und nicht in dem Finanzdistrikt, wo
- 11:10unser Büro war.
- 11:13Und ich habe es unglaublich spannend
- 11:15gefunden. Es war beruflich eine extreme
- 11:17Bereicherung, einfach in einem ganz
- 11:19anderen Kulturtext Kontext versuchen,
- 11:21sich zurechtzufinden, zu verstehen, wie
- 11:23wie Geschäft gemacht wird und dann aber
- 11:25auch persönlich ä ganz enorme
- 11:27Bereicherung. Ich würde jedem empfehlen,
- 11:29wenn es die Möglichkeit gibt, machen.
- 11:31Mhm. Nicht war ihre konkreten Aufgaben
- 11:33dort.
- 11:33So, ich bin rüber und habe ähm den
- 11:36indirekten Materialieneinkauf
- 11:38übernommen, was Einkaufsvolumen von ca.
- 11:40500 Millionen Euro war.
- 11:42habe ein Team übernommen mit drei
- 11:44Leuten, von denen einer gewechselt ist,
- 11:47als ich kommen bin. Und was wir
- 11:49festgestellt haben, China hat für Henkel
- 11:50damals den Milliarden Euro Umsatzbereich
- 11:53geknackt. Wir haben die Strukturen
- 11:55nicht, um so das riesige Wachstum, das
- 11:58wir gesehen haben, zu unterstützen. Es
- 12:00wirklich darum gangen, wie stellen wir
- 12:01uns strategisch auf, was brauchen wir,
- 12:04um 2 Milliarden Euro, 3 Milliarden Euro
- 12:06zu erreichen im im Sinne vom Umsatz und
- 12:08das war meine Aufgabe so wirklich. Wir
- 12:10hatten aus Shanghai 14 Länder gesteuert,
- 12:12also den gesamten asiatischen Bereich
- 12:14von Indien bis hoch nach Taiwan und
- 12:18versuchen da ein strategisches
- 12:19Einkaufsteam aufzubauen, dass die
- 12:22Diversität der Region auch reflektiert,
- 12:24weil es es gibt ja auch viele
- 12:26interkulturelle
- 12:28Spannungen dort, die man einfach
- 12:29berücksichtigen muss, auf die man die
- 12:30man wertschätzen muss, um dann
- 12:33erfolgreich als Unternehmen auch in der
- 12:34Region agieren zu können. Ja. und nicht
- 12:36den Leuten das Gefühl gibt, China
- 12:37übernimmt jetzt alles. Ja.
- 12:38Und als ich gegangen bin, waren mal 17
- 12:40Leute.
- 12:41Mhm.
- 12:41Was was super war, einfach zu sehen, wie
- 12:43das Team gewachsen ist und erfolgreich
- 12:45war. Ich meine Rolle ist nicht direkt
- 12:47nachbesetzt worden. Das Team hat aber
- 12:49wir hatten so ein Rhythmus drin, wie wir
- 12:51unsere Strategie vorantreiben, wie wir
- 12:53die Einsparungen liefern. Die haben dann
- 12:56einfach rotiert und sind für halbes Jahr
- 12:58einfach selber weitergerannt und haben
- 12:59ein ganz erfolgreiches Jliefert. Also
- 13:01darauf bin ich noch unglaublich stolz.
- 13:03Mhm.
- 13:04Dann waren gut, ich will mich jetzt
- 13:06nicht festhängen, aber die berühmten
- 13:07drei Jahre dann auch wieder mal um. Und
- 13:09wie kam dann der Ruf nach Detroit?
- 13:12So, ich bin dann zurück nach Düsseldorf
- 13:14zuerst
- 13:15und hat dann nach 8 Jahren im Einkauf
- 13:18und wie gesagt alle zi d Jahre was
- 13:20Neues. Ja, fühlt K. Ich habe jetzt
- 13:22gesehen, was der Einkauf macht. Ich
- 13:23weiß, wo man wo die Stellschrauben sind.
- 13:25Ich habe alle spannende Bereiche
- 13:26abgedeckt. Ich möchte wissen, wie wir
- 13:29das Geld verdienen. Ich möchte wirklich
- 13:30näher am Kunden sein.
- 13:32Show me the money. Show
- 13:33me the money. Genau. Ähm und hatte dann
- 13:35eben Glück, dass mein Sponsor von
- 13:37damals, deren Einkaufsleiter wart, ist
- 13:40in den äh Klebstoffbereich gewechselt
- 13:42und hat dort Automobilklebstoffe
- 13:43geleitet. Und ich habe angeklopft und
- 13:46gesagt, ich würde gerne ins Geschäft
- 13:47wechseln, ja? Ähm hast du irgendeine
- 13:49Möglichkeit? Und so hat sich dann die
- 13:51Möglichkeit ergeben, in den
- 13:52Automobilklebstoffbereich zu wechseln
- 13:54und dort global Marketing Sales
- 13:57Excellence und Marketing Kommunikation
- 13:59zu übernehmen, um einfach mal das
- 14:00Geschäft zu verstehen und zu lernen, wie
- 14:02wir wie wir dort erhen, wie wir mit den
- 14:04Kunden arbeiten, wo wir Wert schaffen.
- 14:07Und das war dann der Schritt ins
- 14:09Geschäft. Und danach ähm hat dann der
- 14:12mein äh einer meiner tollsten Bosse
- 14:15würde ich sagen, ja, den ich gefragt
- 14:16habe, ob er mein Mentor sein will in der
- 14:18Zeit, als ich in in den Klebstoff
- 14:20Automobilklebstoffberei heimingestiegen
- 14:22bin, hat angeklopft und gesagt, der hat
- 14:23der Stelle in den USA, ob ich kommen
- 14:25will. Und für mich war es so, wenn ich
- 14:27ich habe den Schritt einmal gemacht ins
- 14:29außer zweimal, wenn man so sagen kann
- 14:30zwischen Österreich und Deutschland, ja,
- 14:31denke mal zwei ist dasselbe ist aber
- 14:33auch nicht ganz. Und dann nach Hasien
- 14:35und wieder zurück das Gefühl so, was
- 14:37kommt als nächstes? Ja, also bisschen
- 14:38Hummeln im Popo. Mm.
- 14:40Und war dann ohne Zögern bereit in die
- 14:43USA zu gehen, um wieder ganz was Neues
- 14:45zu lernen und zu sehen.
- 14:46Was vielleicht für viele, die nicht den
- 14:48großen Konzernen tätig ist, auch
- 14:49interessant ist, welche Bezugspersonen
- 14:51sind den Konzernen wichtig? Sie haben es
- 14:52vorher das Wort Sponsor erwähnt. Was ist
- 14:54ein Sponsor und was sind andere
- 14:56Bezugspersonen, die den Konzernen
- 14:58wichtig für einen sind?
- 14:59Also Mentor und Sponsors ganz zwei
- 15:01wichtige Funktionen, ne? Einmal jemanden
- 15:03zu haben und da würde ich bewusst drauf
- 15:05schauen, dass es jemand außerhalb des
- 15:06eigenen Bereiches ist,
- 15:08mit dem einfach mal Dinge durchreden
- 15:09kann, ja, der einen hilft auch im
- 15:10Unternehmen sich äh zu orientieren und
- 15:12zu navigieren. Sponsor ist jemand, der
- 15:14für dich spricht, wenn du nicht im Raum
- 15:16bist.
- 15:16Mhm.
- 15:17Und das sind ganz wichtige Leute dann,
- 15:19um deine Stimme, wohin du w gehen
- 15:21möchtest. Ja, die das Potenzial in dir
- 15:23sehen, auch in in den Gremien bekannt zu
- 15:25machen, in denen du eben es persönlich
- 15:27nicht vertreten bist. Ja, Netzwerken
- 15:29extrem wichtig in so einem Riesen
- 15:30Konzern. Ja, Henkel und PBG sind so ca.
- 15:33die gleiche Größe an Mitarbeitern über
- 15:3640.000.
- 15:37Das heißt, ähm verstehen, wie Dinge in
- 15:40Entscheidungen getroffen werden, wer
- 15:44influen wer beeinflusst im Unternehmen
- 15:47und einfach auch um zu verstehen, wie
- 15:49das Unternehmen als Ganzes funktioniert.
- 15:51Ist es ganz ganz wichtig.
- 15:52Was gehört zum Netzwerken heute dazu?
- 15:54Früher ist man ja gerne im Neusiedler
- 15:55irgendwie war nicht segeln gegangen oder
- 15:56sonst irgendwas. Was was LinkedIn sind
- 15:59Sie sehr aktiv? Was was gehört zum
- 16:00Netzwerken heute dazu?
- 16:03Also in den USA ist es Golf spielen. Ja.
- 16:05Ja. Ganz spannend. Ich bin ja keine
- 16:07Golferin, habe jetzt auch angefangen.
- 16:09Ähm das gehört dort nach wie vor dazu.
- 16:12Ähm Netzwerk äh Events würde ich auf
- 16:15jeden Fall auch empfehlen.
- 16:16Wie lös man das, wenn man nicht Golf
- 16:17spielt und auf dem Golfplatz sein muss?
- 16:19Ja, da muss man sich durchbeißen. Ja,
- 16:23also ich bin ganz lustige Geschichte.
- 16:25Meine erste ich wir haben Kunden, die
- 16:27auch ähm so Wohltätigkeitsgolftniere
- 16:29veranstalten und dann eben ihre
- 16:31Lieferanten gerne damit beitragen haben.
- 16:35Mein erstes mein erster Auftritt am
- 16:36Golfplatz war eben ein soles
- 16:37Volltätigkeitssevent,
- 16:39wo ich dann davor eine Stunde mit dem
- 16:41Coach gehabt habe und dann auf dem Platz
- 16:44gestanden bin. Und ich habe Gott sei
- 16:45Dank ein Team dabei gehabt, ja, die mir
- 16:46gesagt haben, okay, welchen Schläger
- 16:48nimmst du jetzt? Ja, und wohin muss ich
- 16:50überhaupt schießen und eigentlich ganz
- 16:52gut gangen, also ich war ganz zufrieden
- 16:54mit meiner Leistung.
- 16:54Ja. So so kann das gehen. Würde jetzt
- 16:56auch in Ihrer alten Heimat genügend
- 16:58Golfplätze geben wahrscheinlich. Also,
- 16:59wenn ich so rund um Feldkirch denke,
- 17:01sind Sie eigentlich noch oft in vor
- 17:03Adelberg oder wie ist dieser Österreich
- 17:04Bezug nach wie vor, wie hat sich der
- 17:05erhalten? Ja, also meine Mama und meine
- 17:07Schwester sind nach wie vor ein Vorberg
- 17:09mit Familie. Das heißt, ich bin dort auf
- 17:11jeden Fall würde ich sagen dreimal im
- 17:12Jahr.
- 17:13Und Weihnachten ist er muss aufgrund der
- 17:15Traditionen einfach, das gibt's in den
- 17:17USA so nicht, würde ich sagen.
- 17:19Ich versuche immer, wenn ich
- 17:20Europareisen habe, irgendwie übers
- 17:22Wochenende daheim vorbeizuschauen.
- 17:24Wie war das Ankommen in den USA? Das
- 17:26Netzwerken wichtig, äh den Konzern
- 17:28kannten Sie, aber natürlich auch die
- 17:30maßgeblich und handelnden Personen. Wie
- 17:32war das Ankommen in den USA für Sie? Ich
- 17:34hatte ganz tolles Team dort, die sehr
- 17:38die Amerikaner sind generell sehr
- 17:39offenes Volk. Also vor allem im
- 17:41mittleren Westen, wo die Detroit ist
- 17:43auch und Pittsburg ebenso ist es eine
- 17:45Kultur, die sehr offen ist. Da redet
- 17:47jeder mit dir. Du gehst in den
- 17:49Supermarkt und die Frau an der Kasse
- 17:52fragt dich, woher du kommst, weil sie
- 17:54ein Akzent hört. Ja, also da ist schnell
- 17:56mal das das kleine Gespräch kommt ähm in
- 17:58zustande und dadurch fühlt man sich
- 18:00einfach sehr schnell willkommen
- 18:01geheißen. Dann versucht das Team auch
- 18:04ähm um mich aktiv zu integrieren in
- 18:06indem man zu Baseball Events gehen. So,
- 18:09Sportveranstaltungen sind ja ganz großes
- 18:11Netzwerking Event ebenfalls in den USA
- 18:14und so habe ich eigentlich schnell
- 18:16Kontakte gefunden und dann auf der
- 18:18persönlichen Seite auch Internations war
- 18:21eine für mich ein wichtiger
- 18:24Anknüpfungspunkt in Shanghai. Ich habe
- 18:25dadurch meine meine engsten Freunde
- 18:27kennenglernt. Das ist ein Expet
- 18:29Netzwerk, das es eigentlich in großen
- 18:30Städten überall auf der Welt gibt.
- 18:32priert auch in Detroit und bin durch so
- 18:35durch das Netzwerk dann eben auch zu
- 18:37unter anderem meinem Ehemekommen,
- 18:40der sie sozusagen jetzt in Detroit hat
- 18:43sesshaft werden lassen, so nach dem
- 18:44Motto.
- 18:45Ja, wobei gebürtiger Franzose. Er ist
- 18:48seit 17 Jahren jetzt in den USA, aber
- 18:50wir haben uns auf einem internations
- 18:52Networking Event kennengelernt und das
- 18:54ist Geschichte jetzt mittlerweile. Ja.
- 18:56Ja. Ist auch immer oft Dinge, die der
- 18:58Liebewegen passieren, nicht? Aber im
- 18:59konkreten Fall äh hat sie hat sie der
- 19:02der Lauf des Lebens sozusagen
- 19:04zusammengebracht. Ähm gut, das diese
- 19:08Offenheit der Amerikaner und dieses äh
- 19:10wo kommst du her und was ist deine
- 19:12Story? Ähm das wird ja von Europäern
- 19:15auch mal schnell als oberflächlich
- 19:16empfunden und dann irgendwie auch so äh
- 19:18verbucht. Wie haben Sie diese Offenheit
- 19:20dann auch tatsächlich äh dann erlebt,
- 19:22wenn es drauf ankommt oder wo sind die
- 19:24Grenzen dieser Offenheit? Gibt's Themen,
- 19:26die ausgespart werden, wenn ich an
- 19:27Politik denke, als Journalist? Richtig.
- 19:29Also Themen, die ausgespart werden, ist
- 19:30auf jeden Fall Politik. Ähm es ist
- 19:33Religion ebenso gibt's ein paar Dinge,
- 19:36über die man einfach nicht spricht und
- 19:37das ist auch gut so. Ähm klar, es bleibt
- 19:40in gewissen Fällen an der Oberfläche.
- 19:42Man muss halt die Zeit dann investieren,
- 19:44die Beziehung aufzubauen. Das ist
- 19:45ähnlich wie bei uns hier auch. Ja, würde
- 19:47ich sagen, da ist nicht viel anderes,
- 19:48aber der erste Schritt macht's
- 19:50einfacher, weil die Leute einfach
- 19:51offener sind.
- 19:52Mm. Aber ist nicht der beste Freund, nur
- 19:54weil man einmal zum Barbecue eingeladen
- 19:55ist.
- 19:56So schnell geht's nicht.
- 19:57Ja.
- 19:58Ähm irgendwann ist dann auch Henkel zu
- 20:01eng geworden und jetzt kommt PPG ins
- 20:04Spiel. PPG großer Konzern, aber wenn wir
- 20:06hier jetzt rausgehen wie Mitte und die
- 20:08Leute fragen, was PPG ist, dann werden
- 20:11die vielleicht einen Pass haben, in dem
- 20:13Materialien von PPG sind. Die werden
- 20:15vielleicht ein Auto fahren, in dem Lacke
- 20:18äh oder auf dem Lacke Beschichtungen von
- 20:20Bipg sind, aber keiner kennt die Marke.
- 20:22Wie wie ist äh das Spektrum von PBG am
- 20:26besten zu erfassen? Welche
- 20:27Geschäftsbereiche spielen die größten
- 20:28Rollen?
- 20:29So, ich würde sagen, PBG ist überall.
- 20:31Immer wenn man so kurz zusammenfassen
- 20:33will, im Telefon, das vor Ihnen liegt,
- 20:35ähm im Auto, dass Sie fahren, in der
- 20:38S-Bahn, die Sie zur Arbeit nehmen, im
- 20:40Flugzeug, mit dem sie durch die
- 20:43Weltgeschichte fahren bis hin zur
- 20:45Pfanne, die sie daheim verwenden.
- 20:46Und in den allermeisten Fällen Coatings,
- 20:48also Beschichtungen, Lacke.
- 20:51Genau. Es sind
- 20:52Oberflächenbeschichtungen, die
- 20:54Schutzfunktionen haben, die funktionale
- 20:57Aspekte reinbingen, wie z.B. Antiscratch
- 21:01oder Hitze und
- 21:02Antiscratch hätte ich gerne noch mehr
- 21:03bei meinem Telefon. Ja,
- 21:05da sind wir dran.
- 21:07Oder eben auch und dann natürlich
- 21:09ästhetische Aspekte bringen. Also es die
- 21:11Farbe, es ist die Textur an an großen
- 21:14Gebäuden. Wir sind z.B. unsere Coating
- 21:16sind oder Beschichtungen sind am Louvre
- 21:18drauf, am Empire State Building,
- 21:21Shanghai Towers überall überall auf der
- 21:23Welt, wo Gebäude z.B. extremen
- 21:25Bedingungen ausgesetzt werden, um wir UV
- 21:27beschicht Beständigkeit bringen müssen,
- 21:29Korrosionsbeständigkeit.
- 21:31Mhm.
- 21:31Und es ist normalerweise ist äh mehrere
- 21:34Lagen an Beschichtungen, die dann den
- 21:35Schutz und den die ästhetische Funktion
- 21:38bringen.
- 21:39Ist es ja nicht das Zufall, dass sowohl
- 21:42für Ihren früheren Arbeitgeber als auch
- 21:44für BBG Detroit eine wichtige Stadt ist
- 21:47äh das Autozentrum der USA. Äh, wie groß
- 21:51ist die Abhängigkeit der zur
- 21:53Automotivindustrie oder zur
- 21:54Automobilindustrie und wie sehr äh
- 21:57leiden Sie mit diesem doch sehr unter
- 21:58Druckstehenden Industriezeug mit?
- 22:02So, also die Detroit ist natürlich
- 22:04Motown for a reason, würde ich sagen.
- 22:06Ja, das sind die die großen drei
- 22:07Automobilhersteller aus den USA haben
- 22:09alle dort ihr Hauptquartier. Es ist Ford
- 22:12Stelantis für Fiat Chrysler und General
- 22:15Motors.
- 22:17Die die Stadt hat mit der Industrie
- 22:18gelitten und hat aber auch den mit der
- 22:20mit der Industrie den Aufschwung, wie
- 22:21ihr da gesehen nach Bankrottzeiten
- 22:24gerade 2009 2008 2009 mit der
- 22:27Finanzkrise auch hat Detroiter eine
- 22:30erstaunliche Wiedergeburt erlebt, würde
- 22:33ich sagen. Ähm vor allem getrieben durch
- 22:35industrielle, die aus Detroit kommen und
- 22:36die auch billig waren, Geld in die in
- 22:38die Stadt zu investieren, um zu
- 22:40renovieren, wieder aufzubauen. Ich bin
- 22:432017, also Mitte zu 2017 von Düsseldorf
- 22:45hingezogen. Ich habe in der Stadt im
- 22:47Zentrum gewohnt. Mein Team hat gemeint,
- 22:49ich bin nicht ob alles okay ist mit mir,
- 22:52das ist viel zu gefährlich. Ja, da
- 22:53kannst du nicht wohnen.
- 22:55Ich bin mit dem Fahrrad gefahren, ich
- 22:56bin zu Fuß unterwegs gewesen. Mit
- 22:58Fahrrad in Detroit.
- 22:59Ja. Ja. Sie versuchen ein bisschen
- 23:03Fahrradfreundlicher zu werden. Da ist
- 23:04noch ein langer Weg, bis wir so weit
- 23:06sind wie Österreich. Ähm, aber es also
- 23:09und ich habe das total spannend
- 23:10gefunden, einfach mitzusehen, mit
- 23:12zuerleben, wie Leben wieder in der Stadt
- 23:14kommt, die einfach leer war. Mm.
- 23:16Das heißt, es ist jetzt super spannend
- 23:18zu sehen, was es an Restaurants gibt,
- 23:19neuen Bars, ähm Geschäften in der Stadt
- 23:23wieder. Also, das ist wirklich ein Hub,
- 23:24wo Leute auch hingehen übers Wochenende.
- 23:27Ähm und Covid hat dem ganzen Gott sei
- 23:29Dank keinen Abschnitt getan. Wenn man
- 23:31jetzt den die Perspektive wechseln und
- 23:33wieder auf die Industrie sieht, Detroit
- 23:35hat auch aktiv versucht neben dem
- 23:38Automobil Zulieferernetzwerk, das
- 23:39natürlich auch ganz stark in den USA ver
- 23:42in Detroit vertreten ist, wie auch
- 23:43Henkel, neue Industrien anzuziehen. Also
- 23:45Google hat z.B. Headquarter dort weil
- 23:47sie wissen, die Automobilindustrie als
- 23:50solches wird's nicht im äh auf Dauer
- 23:53sein und die wird nicht die notwendigen
- 23:55Wachstum in die Region zu bringen. Und
- 23:58das funktioniert eigentlich so ganz gut.
- 24:00Ja,
- 24:00die ähm Geschäftsbereiche oder bzw.
- 24:04lassen Sie uns noch mal PBG ges Gesamt
- 24:05ansehen. Das sind äh 15,9 Milliarden
- 24:08Dollar Umsatzwand das zuletzt gemeldet,
- 24:11fast 50.000 Mitarbeitende global
- 24:14farbenlacke Beschichtungen, das haben
- 24:16wir gehört, Spezialbeschichtungen. Was
- 24:17macht ein Senior Vice President
- 24:19Industrial Coatings and Speciality
- 24:21Products?
- 24:21Ja, so nehmen wir vielleicht Schritt
- 24:23zurück. So, Pipi, weil wir wir berichten
- 24:25in drei Unternehmenssegmenten. Das ist
- 24:27einmal unser
- 24:28Architekturbeschichtungsgeschäft.
- 24:30Also, es heißt, die Farbe an ihrer Wand
- 24:32innen, außen ähm kommt aus dem Bereich,
- 24:35wo wir sehr stark in Europa sind. Auch
- 24:38dann zweiter Bereich ist, was wir
- 24:40Performance Coatings nennen. Also, das
- 24:41ist alles, was im Feld angewandt wird.
- 24:45Das von äh Protective and Marine
- 24:46Coatings, also die an die großen
- 24:48Ozeanschiffe haben wir Beschichtungen,
- 24:51die draußen rangehen, um einfach ähm
- 24:54Fioleffizienz
- 24:56ähm herzustellen, Brennstoffeffizienz
- 24:57herzustellen. Z.B. Der Flugzeugbereich
- 25:01ist gehört damit dazu. Ähm Automotive
- 25:04Refinish, wie es bei uns schön heißt.
- 25:06Das heißt, ähm alle die
- 25:07Automobilwerkstätten, die Reparaturen
- 25:09machen, ist es ein anderer Teilbereich
- 25:11und dann haben wir Lösungen auch für
- 25:14Verkehrsbeschichtung, also alles, was
- 25:15auf der Straße, der Zebrastreifen, der
- 25:17Mittelstreifen, haben wir spezielle
- 25:19Farben und Beschichtungen, die die wir
- 25:21die wir aus dem Performance
- 25:23Coatingsbereich ähm liefern. Und dann
- 25:26kommt der kommt das Industriesegment, da
- 25:28gehört Industrie Coatings dazu. Ähm
- 25:30Spezialbeschichtungen, Automobil und
- 25:33auch unser Verpackungsbereich, Mm. wo
- 25:35die die Dosen innen und außen
- 25:37beschichten. Mm.
- 25:38Also und dann jetzt im
- 25:39Industriebeschichtungsbereich ganz
- 25:41konkret ähm in meinen Einkaufszeiten
- 25:43hätte ich gesagt, das ist so die Other
- 25:45Category. Ja, das heißt vom Golfball bis
- 25:48hin zum
- 25:48s beim Golf. Ja. Ja. Ja. Also haben wir
- 25:53großen Marktanteil. Ja.
- 25:54Vom Golfball bis hin zum Caterpillar
- 25:57Excavator und alles was dazwischen ist.
- 25:59Also vermutlich ihre Waschmaschine zu
- 26:01Hause kann unsere Beschichtung drauf
- 26:03haben. Das iPhone, wie ich wie ich
- 26:04gesagt habe, die Teflon Pfanne
- 26:07haben wir haben machen ähm Teeflonfreie
- 26:10nicht äh Antirutschbeschichtungen
- 26:13für für Pfandern auch. ähm dann eben die
- 26:16die Gebäude, die ich genannt habe, haben
- 26:18unsere Beschichtung mit drin. Also ist
- 26:19wirklich sehr diverses
- 26:22Portfolio in dem Bereich, was ganz
- 26:24spannend ist, weil man mit sehr vielen
- 26:26Endindustrien in Kontakt kommt, die alle
- 26:29anders ticken, die alle ähm auf andere
- 26:32Dinge Wert legen.
- 26:33Wie sieht eine wie sieht eine
- 26:35Vertriebsorganisation
- 26:36für ein so vielschichtiges und in so
- 26:38vielen Industrien eine wichtige Rolle
- 26:40spielendes Produkt aus? Also wir, ich
- 26:42habe für jede meine Regionen, das heißt
- 26:44einmal Americas Asia Pacific, Europe
- 26:47Middle East Africa, einen
- 26:48Regionalleiter, der dann drunter
- 26:51entsprechende m Verkaufsmannschaften
- 26:54hat, die nach unseren Endsegmenten
- 26:57ausgerichtet sind. So, das heißt, wir
- 26:59haben einmal einen Bereich, der sich
- 27:00Virklus Equipment nennt. Also alles, was
- 27:02wirklich an an John Dirken, Caterpillar,
- 27:05Liebher etc. geht, kommt in dem kommt
- 27:08aus dem Team heraus. Dann haben wir ähm
- 27:11Building and Construction, alles was an
- 27:14die Bauindustrie geliefert wird. Das
- 27:17kann vom Fenst von der
- 27:18Fensterrahmenbeschichtung
- 27:20über Spiegelbeschichtungen
- 27:23an Gebäuden etc. alles mögliche sein und
- 27:25dann noch ein Consumergutsbereich, also
- 27:27wo wir eben so die Elektronik Giganten
- 27:30der Welt bedienen und wir sind eben nach
- 27:32H Segmenten ausgerichtet, weil die
- 27:34anders ticken, die brauchen andere
- 27:36Dinge, ähm andere Innovationszyklern.
- 27:40wie man Wertschä schöpft ist anders. Äh
- 27:42und deswegen ist es ganz wichtig, dass
- 27:44wir dort sehr eng am Kunden sind und
- 27:45verstehen, wo wir denen helfen können,
- 27:48erfolgreich zu sein.
- 27:49Was sind da technische Neuerungen, die
- 27:50momentan, weil früher hät man gesagt,
- 27:52ein Hochsehschiff soll nicht rosten.
- 27:55Zwischenzeitlich ist die Beschichtung
- 27:56natürlich auch so, dass sie in Sachen
- 27:58Widerstand und und vielen anderen Effekt
- 28:00Effekte mitbringt, die man früher gar
- 28:01nicht für möglich gehalten hätte. Was
- 28:03sind jetzt Themen, die ich kenne aus dem
- 28:06äh Consumersegment nur die
- 28:08Nanobeschichtung, aber damit werde ich
- 28:09sie jetzt nicht überraschen, nicht? Aber
- 28:10was was sind Neuungen?
- 28:12Also, es geht sehr viel um, wie können
- 28:14wir Energie sparen und produktiver und
- 28:16effizienter zu werden. Das heißt einmal
- 28:18viele Beschichtungen werden über ein an
- 28:20ein Ofen ausgehärtet, das heißt, sie
- 28:23müssen Hitze ausgesetzt werden. Ja, und
- 28:24da sprechen wir aktuell von 180°
- 28:28teilweise über Stunde oder mehr, um
- 28:31gewisse Teile auszuhärten. Ja. Das W
- 28:33interessant das Niedrige,
- 28:34richtig. Ja, weil da geht natürlich sehr
- 28:35viel an Gas oder Elektrizität, was auch
- 28:38immer der Energie äh Zulieferer ist, ja,
- 28:42rein und dementsprechend hoch ist auch
- 28:44der CO2 Footprint. Das heißt, wir
- 28:47versuchen sehr viel daran zu arbeiten,
- 28:49wie können wir Hitze runterfahren im
- 28:51Aushärtungsprozess,
- 28:54um dadurch Energie zu sparen, CO2
- 28:56Ausstoß ähm einzudämmen und gleichzeitig
- 28:58aber auch versuchen, wie können wir das
- 29:00schneller machen. Ähm ganz interessantes
- 29:03Beispiel aus unserem ähm
- 29:04Reparaturbereich ist äh ein eine
- 29:08Oberflächenbeschichtung, die wir jetzt
- 29:10über KI auch entwickelt haben, die ist
- 29:13da die uns hilft, den Aushärtungsprozess
- 29:16von einer halben Stunde auf 5 Minuten
- 29:17Mhm.
- 29:18bei Umgebungstemperatur
- 29:19Mhm.
- 29:20ähm zurückzubringen. Ja. Das heißt, für
- 29:23den für die Autowerkstätte ums Eck heißt
- 29:25es viel mehr an Arbeit, die sie die sie
- 29:29über den Tag abwickeln können. Das heißt
- 29:31viel weniger Energie und dadurch
- 29:33natürlich Heinsparungen in allen
- 29:34Bereichen.
- 29:35Und welche Rolle spielt KI dabei
- 29:36abgesehen von den Verkaufsunterlagen?
- 29:38So KI ist ganz spannendes Thema für uns
- 29:41auch. Wir sehen es ähm sehr aktiv
- 29:44angewandt in unserem Formulierungs und
- 29:46Entwicklungsbereich, weil es einfach die
- 29:48Zeithorizonte kondensiert. Ja, KI kann
- 29:51in unendlich vielen Dimensionen denken,
- 29:52die ein Mensch nicht abdecken kann. Wir
- 29:55versuchen dadurch einfach schneller zum
- 29:58Ziel zu kommen. Also Ziel ist eine
- 30:00gewisse Spezifikation zu treffen, die
- 30:03für bestimmte Kriterien abwickelt oder
- 30:07abbildet, was was muss der was muss die
- 30:10Beschichtung im Endeffekt leisten
- 30:11können, ja, und hilft uns dabei auch an
- 30:15die Grenzen der Chemie zu gehen. Ä und
- 30:18äh und das hat bis datu ganz tolle
- 30:20Erfolge gezeigt. Wir wir schaffen es ca.
- 30:2220% an Zeit einzusparen im
- 30:24Entwicklungsprozess, was in Zeiten wie
- 30:26diesen, wo sich alles ständig ändert,
- 30:28enorm wichtig ist, weil man durch
- 30:29Geschwindigkeit einfach auch schneller
- 30:31dem Kunden helfen kann und damit auch
- 30:33Geschäft gewinnt.
- 30:34Welche Rolle kann ähm Nachhaltigkeit
- 30:37Umweltschutz in einem Chemiekonzern
- 30:38tatsächlich spielen, abgesehen jetzt von
- 30:40ESG Projekten oder dem, dass es eben die
- 30:42Investoren auch wünschen. Welche Rolle
- 30:44spielt es tatsächlich? Wie haben Sie da
- 30:45die Innenicht? Ganz wichtiges Thema,
- 30:48aber nicht nur um der Nachhaltigkeit zu
- 30:50Liebe, sondern wir sehen Nachhaltigkeit
- 30:52als ein Katalysator, um Produktivität
- 30:55bei unseren Kunden zu schaffen. Also
- 30:56gerade das das Ofenbeispiel als als
- 30:58eines. Ja. Ähm, ich bin auch sehr stolz
- 31:01drauf, dass PPG einer der ersten
- 31:03Beschichtungskonzerne war, die nach dem
- 31:07äh Science Based Target Initiativ ihre
- 31:10Klima, also CO2 Reduktionsziele
- 31:14bestätigt bekommen haben. Wir haben uns
- 31:15dazu verpflichtet, 50% an Scope One and
- 31:19two Emissionen bis 2030 einzusparen und
- 31:22sind da ganz gut auf dem Weg. Also 2025
- 31:24haben es geschafft 25% gegenüber 2019 zu
- 31:27erreichen
- 31:28und auch entsprechende Reden im Scope 3
- 31:31Bereich. Ähm es spielt da riesen Thema
- 31:33für uns, weil wir wir fest Europa ist
- 31:36eine riesen Region für uns. Das heißt,
- 31:38wir sind nicht nur ein US-Unternehmen,
- 31:39wo man wo es manchmal vielleicht nicht
- 31:41ganz so offensichtlich ist, wie wie die
- 31:44Position zu Nachhaltigkeit ist. Ja, aber
- 31:46wir haben großes Geschäft in Europa, wo
- 31:48es einfach ein Muss ist und wir können
- 31:52uns nicht leisten unterschiedliche
- 31:53Portfolien in den unterschiedlichen
- 31:54Regionen zu verkaufen. Das heißt, es ist
- 31:57für uns Teil der Art und Weise, wie wir
- 31:59Geschäft machen.
- 32:00Ist es eine Neuerfahrung in Europa
- 32:02manchmal auch zu hören, hm,
- 32:04amerikanischer Konzern hat eine andere
- 32:06Konnotation als vor 7 Jahren oder so.
- 32:08Korrekt. Ja. Ähm, das ja, das wird sich
- 32:12wahrscheinlich auch auf die naif
- 32:14richtige Zukunft nicht unbedingt ändern.
- 32:16Ich würde aber sagen, wir sind
- 32:18sehr regional für regionales
- 32:21Unternehmen. Was ich damit meine, wir
- 32:22haben über 50 Länder, in dem wir tätig
- 32:25sind, 150 Produktionsstätten in der
- 32:28ganzen Welt. Das heißt, wir schaffen es
- 32:30eigentlich lokal zu produzieren, wo der
- 32:32Bedarf auch ist. Ähm, ich bin demnächst
- 32:35also heute Nachmittag dann irgendwann
- 32:36auf dem Weg nach Polen, wo eine unser
- 32:38größten Produktionsstätten für den
- 32:39Industriebeschichtungsbereich ist, z.B.
- 32:41Mhm. Das heißt auch lokale Produktion an
- 32:45wie viel sie überblicken ja eigentlich
- 32:4650 verschiedene sei es
- 32:48Produktionsstätten oder eben auch
- 32:50Niederlassungen, die sind verstreut.
- 32:52Gibt's da irgendwelche äh Hotspots oder
- 32:54Bereiche, wo mehr sind spielt Amerika
- 32:56eine andere Rolle als der Rest der Welt?
- 32:58Ich würde sagen, das Hauptquartier ist
- 32:59immer das Hauptquartier, egal ob das
- 33:01jetzt bei Henkel Düsseldorf war oder für
- 33:03PBGIN in Pittsburg ist natürlich
- 33:06Zentrum, wo viel an Entscheidungen
- 33:08getroffen wird, wo auch viele der
- 33:10Funktionen ansässig sind.
- 33:11Nichtsdestotrotz Detroit ist für die
- 33:13Automobilbereich sehr wichtig. Wir haben
- 33:15unser europäisches Hauptquartier ist in
- 33:18in der Schweiz in Roll. Ähm Mailand ist
- 33:21ein Riesenzentrum für uns hier, wo wir
- 33:22auch sehr viel an Farbexpertise haben
- 33:25und viel an Forschung und Entwicklung
- 33:27machen. Ähm Shanghai ist das regionale
- 33:29Headquarter in Asien. Also wir sind
- 33:31wirklich ein globales Unternehmen.
- 33:33Haben euch die Zölle aus amerikanischer
- 33:35Perspektive sozusagen auch durcheinander
- 33:37gewirbelt und diese unvorh Unvorherseit,
- 33:40das Unternehmen ist ja auf
- 33:42Globalisierung ausgerichtet. Es
- 33:43funktioniert global und wir sehen ja
- 33:46Tendenzen auch politisch, dass eben mehr
- 33:48wieder Made in Amerika und bei uns eben
- 33:50Made in Austria oder Made in Europa ist.
- 33:53Wie wie wie nehmen Sie das wahr? Was hat
- 33:55das im Unternehmen verändert? Es solche
- 33:58geopolitischen und makroökonomischen
- 34:02Entwicklungen hat's immer schon geben in
- 34:04der Geschichte. Ich würde sagen, es ist
- 34:05nichts außergewöhnliches. Das Ausmaß ist
- 34:07vielleicht ähm neu. Hat für uns gerade
- 34:10unter Geräuschlevel in Amerika. Ja.
- 34:13Ähm hat für uns natürlich dadurch, dass
- 34:15wir sehr regional aufgestellt sind,
- 34:17einen gewissen Einfluss gehabt, weil
- 34:19doch manche Rohstoffe einfach nicht
- 34:20global verfügbar sind. Ähm, ich würde
- 34:22aber sagen, dass es nicht also auf
- 34:24keines Falls unsere
- 34:27ähm die die Lieferkette an unsere Kunden
- 34:31nicht unbedingt ähm
- 34:33stark angegriffen hatte.
- 34:35Ich beundere Sie übrigens, wir reden
- 34:37jetzt seit äh einiger Zeit und Sie haben
- 34:40für jedes Business Wort, dass Sie
- 34:42wahrscheinlich nur auf Englisch
- 34:43verwenden, deutsche Wörterapparat. Wie
- 34:45geht's Ihnen denn mit der Sprache
- 34:46eigentlich? Ja,
- 34:47ist nicht ganz so einfach. Meine meine
- 34:49Geschäftssprache ist seit mehreren
- 34:50Jahren nur Englisch. Ja.
- 34:52Hei, ich habe mich echt vorbereiten
- 34:53müssen auf heute. Ähm, weil es ja
- 34:55natürlich mal da kommt dann denklch
- 34:57raus, ne, ein bisschen.
- 34:58Und das haben wir bisschen nicht gehört.
- 35:00Dann machen wir doch zur Auflockerung
- 35:01dazwischen kurze schnellerfragen, die
- 35:03Sie auch schon gehört haben, äh weil sie
- 35:05die Podcast sich angehört haben. Aber
- 35:08fangen wir mit dem Sport an. Sport vor
- 35:09oder nach der Arbeit?
- 35:10Auf jeden Fall vor der Arbeit. Setzt die
- 35:12Basis.
- 35:12Yoga, wenn es geht.
- 35:13Wenn es geht. Yoga am allerliebsten. Ja,
- 35:15setzt die Basis für den Tag.
- 35:16Der Terminkalender ist der entspringt
- 35:18der ihrem eigenen ihrer eigenen Feder
- 35:20oder wird der gemanaged? Teamsport
- 35:21Teamsport. Auf welchen Eigenschaften auf
- 35:24welche Eigenschaften achten Sie
- 35:25besonders bei Bewerberinnen und
- 35:26Bewerbern? Wir waren ja schon beim
- 35:27Bewerberprozess, aber was ist für Sie
- 35:29dann ausschlaggebend?
- 35:30Die Neugier Lernbereitschaft
- 35:33und Eigeninitiative.
- 35:34Gibt's etwas, was Sie ihrem jüngeren Ich
- 35:37mitgeben würden aus heutiger
- 35:38Perspektive?
- 35:39Ja, trau dir zu.
- 35:41Ist das Ist das was Sie äh immer wieder
- 35:44sehen? Auch bei jungen Leuten ist das
- 35:45ein Thema, das äh Sie immer wieder äh
- 35:48einholt?
- 35:50Ja, sehe ich auf jeden Fall. Ich würde
- 35:51gerade auch sagen, sehe ich vermehrt
- 35:53vermutlich bei bei weiblichen
- 35:54Kandidaten. Ähm,
- 35:56weil man sich doch dann schnell mal
- 35:57anzweifelt, ja, aber ich habe ja die
- 35:59Erfahrung nicht und
- 36:00und Männer sind einfach overfident und
- 36:02können nach einer Stunde Golf spielen
- 36:03oder? Ja.
- 36:05Gibt's eine gute Art zu kündigen?
- 36:07Persönlich und wertschätzen.
- 36:10Wie werd wie wird denn in Amerika jetzt
- 36:12gekündigt? Wir sehen auf Social Media
- 36:13immer nur wieder diese Videocall
- 36:15Kündigungen oder per E-Mail. Du erhältst
- 36:17im Laufe des Tages ein E-Mail, ob du
- 36:19betroffen bist oder nicht. Wie wie
- 36:21funktioniert denn heute Corporate
- 36:22Kündigung?
- 36:23Es gibt natürlich unschöne Beispiele
- 36:24auch, würde ich sagen, ja, die
- 36:25wahrscheinlich aus gewissen Dingen so
- 36:27gemacht worden, gewissen Gründen so
- 36:28gemacht worden sind. Bei uns ist es
- 36:30persönlich.
- 36:31Mhm. Was ist ihr wichtigster Softskill?
- 36:35Ich glaub der der Mut einfach ins kalte
- 36:37Wasser zu springen.
- 36:38Und wenn wir schon beim Englisch sind,
- 36:40dann möchte ich jetzt vorlegen, welches
- 36:41Networking Event ist für Sie das
- 36:43Wichtigste?
- 36:44Das Unverhoffte.
- 36:46Alright,
- 36:48im Sinne von Begegnungen, die man nicht
- 36:50unbedingt als jetzt auf ein Netzwerk
- 36:52nicht als ein Netwerking Event ä
- 36:54bezeichnen würde, sondern wo man einfach
- 36:56im Flug im Flugzeug neben einer sehr
- 36:58interessanten Person sitzt. Zu per
- 37:00Zufall bin ich neben am Rechtsanwal
- 37:02gesessen, der in Pittzburg auch arbeitet
- 37:04und zum Skifahren nach Colorado
- 37:06unterwegs war und ich war nach Saltlake
- 37:08City unterwegs für das heiß sind Flieger
- 37:10für Gespräche empfänglich und haben
- 37:11nicht die die AirPods drin und
- 37:13abgeschottet. Also ich ich versuche ih
- 37:14der Flieger ist so die Zeit, wo man
- 37:16abschalten kann. Ja, genau. Von dem her
- 37:18bin ich auf Rhel einfach ein Buch zu
- 37:20lesen.
- 37:20Ja.
- 37:21Äh Office, Homeoffice oder Hybrid?
- 37:25Weder noch am allerliebsten beim Kunden
- 37:26oder bei unseren Produktions und
- 37:28Forschungsstätden.
- 37:28Ja, das ist draußen sein, oder welche
- 37:30Eigenschaft hat sie selbst an die Spitze
- 37:32gebracht?
- 37:33würde sagen, eine gewisse Hartnächigkeit
- 37:35und Mut zum Unerfahrenen.
- 37:39Ich habe es immer bei amerikanischen
- 37:40Kolleginnen und Kollegen, dass die einen
- 37:41mehr oder weniger auslachten, wenn es um
- 37:43Termin im August geht so nach dem Motto,
- 37:44ihr Europäer, ihr seid ja alle
- 37:46abgemeldet von Mitte Juni bis September,
- 37:49was dann tatsächlich nicht so ist, aber
- 37:50die Amerikaner meinen das trotzdem.
- 37:51Welche Rolle spielt Work Life Balance äh
- 37:54in ihren Sphären? Äh
- 37:56sie würde sagen, wenn man Spaß daran hat
- 37:57an dem, was man macht, stellt sich die
- 37:59Frage nicht.
- 38:00Was ist für Sie ein gutes Unternehmen?
- 38:02ein Unternehmen, das ganz klare Vision
- 38:04hat, das erwerte Struktur hat, die
- 38:07dahinter steht und die den Mitarbeiter
- 38:08in den Mittelpunkt stellt.
- 38:09Ich dachte, wir sind jetzt schon People
- 38:11Driven und Vision Mission. Genau, da
- 38:13kommen wir gleich noch dazu und die ja
- 38:15der Hinweis an die jungen Menschen ist
- 38:16mal anders verpackt. Das lass man so
- 38:18sozusagen gelten. Ich möchte noch auf
- 38:20die Größe des Unternehmens und auf ihren
- 38:22Drang ja auch Dinge zu verändern kommen,
- 38:24Change Management, Sachen anders zu
- 38:25machen, Sachen neu zu denken und dann
- 38:27bist du Einführungs Mitglied in einem
- 38:30Leadership Team. Die Strategie muss
- 38:32abgestimmt werden. Man braucht Sponsoren
- 38:34für die Entscheidungen, die getroffen
- 38:35werden, in denen man jetzt nicht selber
- 38:37im Raum ist. Wie verändert man überhaupt
- 38:40was in einem so riesen Danke.
- 38:42Also, was ganz spannend war für mich zu
- 38:43sehen, Wechsel von einem deutschen
- 38:46Konzern, globalen Konzern zum
- 38:48amerikanisch gesteuerten globalen
- 38:49Konzern. Die Strukturen sind viel
- 38:51flacher. Mhm.
- 38:52Und am
- 38:53beim amerikanischen Konzern.
- 38:55Der deutsche ist besser sortiert
- 38:56hierarchischer auch. Ja. was es
- 38:58teilweise verlangsamt, würde ich sagen.
- 39:00Ähm und hier viel mir
- 39:01Entscheidungsfreiheit auch. Also ich
- 39:03leite meinen Bereich, wie ich denke, er
- 39:05muss geführt werden. Ich mache Dinge,
- 39:07treffe Entscheidungen, solange ich meine
- 39:09Zahlen liefer.
- 39:10Und die Entscheidungen sind wie in
- 39:12Leitblanken gefasst. Wie gibt's da sind
- 39:15die vom Geld her in in eingepackt oder
- 39:19aber aber so viel wie möglich dezentral,
- 39:20richtig? Ja. Es gibt natürlich
- 39:22budgettechnische Grenzen, was darf ich
- 39:23freigeben und wann muss ich unseren CFO
- 39:26und CEO mit ins Boot holen? Ich halte
- 39:29ihm, ich berichte direkt an den CEO. Ich
- 39:31halte behalte halte ihn natürlich immer
- 39:33am laufenden bei gewissen kritischen
- 39:35Themen, aber im Sinne, er vertraut, was
- 39:37auch ein Grundprinzip ist, wie ich
- 39:39führe. Ich vertraue Prinzip
- 39:41und das gibt natürlich viele
- 39:42Entscheidungsfreiraum. D mit Vertrauen
- 39:43kommt aber auch
- 39:45Verantwortungsbewusstsein.
- 39:47Ja.
- 39:48Und was auch in großen Organisationen,
- 39:51meistens auch in kleinen, ja, die
- 39:52Haupthätigkeit ist, ist warten. Warten
- 39:54auf andere Abteilungen, warten, dass
- 39:55irgendwas im der nächste Schritt im
- 39:57Prozess getan ist. Wie kriegt man
- 39:59Geschwindigkeit äh umgesetzt?
- 40:02Ja, ein riesen Thema. Da haben wir noch
- 40:04wir auch bei PPG noch ein Aufhohlbedarf.
- 40:07Ähm wichtig ist es Entscheidungen so
- 40:09weit nach unten in die Organisation zu
- 40:11delogieren, wo das größte Wissen
- 40:14vorhanden ist. Ja, und das ist ein
- 40:17kultureller Wandel äh den wir aktiv
- 40:19unternehmen, weil wenn alles über mich
- 40:21entschieden werden muss, dann sind wir
- 40:23heute noch nicht, wo wir hin müssen. Ja,
- 40:25und auch ein Thema, dass Sie immer
- 40:28wieder in Gesprächen äh angeäh
- 40:31geben, angeregt, angesprochen haben, ist
- 40:34die operative Exzellenz. Dann würde mich
- 40:36interessieren, wie lässt sich das in KPI
- 40:38packen? Welche äh Messgrößen sind da für
- 40:41Sie relevant? Wie wie was sind für sie
- 40:43vielleicht insgesamt die wichtigsten
- 40:44KPIs?
- 40:45Ja, also wenn wenn man jetzt die
- 40:46operationale Exzellenz anschaut, das das
- 40:49wird als Brot und Butter mittlerweile
- 40:51verstanden. Unsere Kunden gehen davon
- 40:53aus, dass wir unsere Produkte innerhalb
- 40:55der Spezifikation zu dem Zeitpunkt, zu
- 40:57dem sie sie bestellt haben, liefern und
- 41:00nicht der halbe Lieferung liefern,
- 41:01sondern die Gesamtlieferung liefern.
- 41:03Also alles, wir nennen es onim in full
- 41:06ist ein wichtiger KPI in dem Sinne viele
- 41:09unsere Kunden ja
- 41:10in Falb wird das Curg heißen.
- 41:11Genau.
- 41:14Ähm viele unsere Kunden bewerten uns
- 41:16auch, wie wir liefern, wie oft man
- 41:18Qualitätsprobleme haben, wie unser Team
- 41:21dann vor Ort unterstützt, diese zu
- 41:22lösen. Wir kriegen diese Kunden
- 41:24Bewertungen auch zugespielt dann, was
- 41:26ein sehr wichtiger Inputfaktor für uns
- 41:29auch ist, um zu wissen, wo müssen wir
- 41:30und die auch Zahlen, also sind es dann
- 41:31so eine Art NPS oder Netpromotor Score,
- 41:34richtig, das passiert dann in Zahlen
- 41:36sind dann je nachdem je nach Unternehmen
- 41:37werden die unterschiedlich kalkuliert.
- 41:39Ja, aber fin so onim Fol ist ja
- 41:40wichtiger für uns dann wie viele Kunden
- 41:44Beschwerden haben wir bekommen schauen
- 41:46wir natürlich auch ganz aktiv an.
- 41:48Ähm und ähm wie wie zufrieden sind die
- 41:52Kunden mit uns
- 41:54und wie gehen sie mit den Zahlen selber
- 41:55um? Sind Sie ist morgen nach dem Yoga,
- 41:58wann es klappt? Ä sind Dashboards das
- 42:01Wichtigste ist sind die sind die eh alle
- 42:03bei Ihnen Handy in einer App oder wie
- 42:05wie arbeiten sie?
- 42:08Arbeitet viel über Dashpots. Ja,
- 42:09natürlich. Und wir haben zu viele ERP
- 42:13Systeme noch leider im Hintergrund. Das
- 42:15heißt, wir müssen sehr viel über über
- 42:16Zwischenschnittstellen arbeiten. Ähm
- 42:19ganz wichtiges Thema ist auch, wie sieht
- 42:22unsere
- 42:23Projektpipeline aus? Also, was haben wir
- 42:25an neuen Projekten, die wir mit Kunden
- 42:26aktiv dran arbeiten, die die um diese zu
- 42:28gewinnen? Das ist eine Handy App
- 42:30mittlerweile äh wo wir bei Sales force
- 42:32auch sind, was das Leben einfach viel
- 42:34einfacher macht. Ja, ich kann relativ
- 42:36viel über mein Handy erledigen, weil ich
- 42:38doch 50% meiner Zeit mindestens
- 42:40unterwegs bin, wenn ich mehr und da
- 42:43bleibt ein wenig Zeit einfach noch vor
- 42:44dem Computer zu sitzen, was mir jetzt
- 42:45auch nicht fehlt.
- 42:46Nehmen wir an, Sie würden einmal pro
- 42:48Woche eine von den von Ihnen
- 42:50beaufsichtigten Produktionsarbeitstten
- 42:52besuchen, dann wären sie jede Woche
- 42:54irgendwo anders und wä nur einmal im
- 42:56Jahr dort gewesen sozusagen. Jetzt haben
- 42:58sie einen dichteren Reise Plan
- 43:00natürlich, aber trotzdem ist man
- 43:01irgendwo, ist dann wieder weg und das
- 43:03nächste ist dann ein Videocall, wo man
- 43:05auch nicht genau weiß, wie nachhaltig
- 43:07der dann verhalt. Wie wie wie oft müssen
- 43:09sie Dinge wiederholen?
- 43:11Ständig, also ich glaube, man kann das
- 43:13man darf es nicht unterschätzen, wie oft
- 43:15Dinge wiederholt werden müssen, bis sie
- 43:17wirklich sitzen bleiben in in der
- 43:19Organisation. Ja, und ich denke gerade
- 43:21zu Zeiten wie diesen, wo Veränderung die
- 43:23einzige Konstante ist, kann man nicht
- 43:25genug kommunizieren. Ich versuche ganz
- 43:27aktiv ähm verschiedenste Kanäle zu
- 43:30bespielen mit meinem ganzen Team, so
- 43:33dass wir jeden ständig am laufenden
- 43:35halten, wie steht's mit unserem
- 43:36Geschäft, ähm was haben wir geliefert,
- 43:38wo müssen wir noch stärker rein und wo
- 43:41geht's weiter, um wirklich die ganze
- 43:43Organisation zu mobilisieren, im
- 43:44Endeffekt die Strategie auszu
- 43:47exekutieren. Das heißt, aber auch
- 43:48möglichst ihrem Team dieselben Zahlen,
- 43:50die sie auch haben. Also Transparenz
- 43:51darin.
- 43:52Absolute Transparenz. Ich bin ein großer
- 43:54Verfechter der radikalen Transparenz.
- 43:56Ich glaube nur, wenn Leute verstehen, wo
- 43:58wir sind und warum wir gewisse Dinge
- 44:01machen, gewisse Dinge verändern,
- 44:03nein sagen zu anderen Sachen, ja, können
- 44:06sie die Veränderungen auch für sich so
- 44:09ähm integrieren und in ihren täglichen
- 44:11Arbeitszy Zyklus integrieren.
- 44:13Mhm. Lacke Chemie, auch der
- 44:16Industriesektor als solcher klassische
- 44:18Männerwelt hätte man früher
- 44:19wahrscheinlich noch stärker gesagt und
- 44:20trotzdem sie sind, ich glaube, wenn es
- 44:23nach wie vor so ist, eine von drei
- 44:24Frauen, die einen globalen
- 44:25Geschäftsbereich verantwortet, auch bei
- 44:27PPG. Wie sehr mussten Sie sich diesen
- 44:29Platz am Tisch erkämpfen?
- 44:32Also Wascher würde ich sagen, Leistung
- 44:35muss gezeigt werden, so dass man sich
- 44:37den Platz am Tisch auch verdient und
- 44:38dann kommt's natürlich zu, man muss den
- 44:40Platz auch ausfüllen. Ja, das heißt, ich
- 44:42sitze nicht nur am Tisch und sag nichts,
- 44:43sondern ich trage aktiv bei.
- 44:46Ich fordere heraus, ähm teile
- 44:49unterschiedliche Perspektiven auch mit,
- 44:51was gerade in einem globalen Konzern
- 44:53extrem wichtig ist, auch diverse
- 44:54Perspektiven zu hören. Hat sich da auch
- 44:56was verändert seit ihren Anfängen und
- 44:58wie es heute ist auch gerade für Frauen
- 45:00in der chemischen Industrie?
- 45:01Also wir sagen, wir s sind auf jeden
- 45:03Fall mehr, immer noch nicht genug aus
- 45:05meiner Perspektive. Ich war positiv
- 45:07überrascht, als ich zu BPG kommen bin,
- 45:09weil wir dort doch im obersten
- 45:10Führungsbereich sehr viele Frauen haben.
- 45:13Ähm was toll war zu sehen, wenn man sich
- 45:15es Global anschaut und auch den
- 45:18Frauenanteil in in Vorständen sich
- 45:21anschaut, ja, geht's ja eher nach hinten
- 45:22als nach vorne, was ähm
- 45:25erschreckend ist für mich.
- 45:26Mhm.
- 45:28Vielleicht auch eine letzte Möglichkeit
- 45:29noch einen Versuch zu starten über
- 45:30Politik in den USA zu reden. Wie geht's
- 45:32Ihnen denn selbst damit, wenn plötzlich
- 45:34alle fragen, wie ist es jetzt mit dem
- 45:35Trump und wo sind jetzt die Festnahmen
- 45:37und so weit weg? War das dann ja auch
- 45:38gar nicht äh kann man das wirklich alles
- 45:40ausblenden mit einem freundlichen
- 45:42corporate lächeln?
- 45:43Also Gott sei Dank bin ich im
- 45:44Beschichtungsgeschäft und nicht in der
- 45:45Politik. Ja, ich w's damit belassen. Ja,
- 45:48okay. Gut. Fair fair fair enough. Dann
- 45:51letzter Versuch gescheitert sozusagen.
- 45:53Na gut. Die Frage, die mir noch unter
- 45:56den Nägeln brennt, ist schon das Leute,
- 45:59die heute den Einstieg in verschiedene
- 46:01Jobs suchen, vielleicht in Situationen
- 46:02stehen, suchend sind wie Sie nach der
- 46:05Universität. Gibt's Bereiche, wo sie so
- 46:07einen KI Einfluss sehen? Wir haben
- 46:09vorher, Sie haben vorher angesprochen,
- 46:10dass eben der Bereich der Übersetzung
- 46:12vielleicht einer ist, der sehr stark von
- 46:14der KI ersetzt werden kann. Es gibt auch
- 46:16Bereiche, die von der KI verändert
- 46:18werden, neu gedacht werden. Was sind
- 46:20Bereiche, wo Sie heute große Chancen
- 46:22sehen, wo sie es heute hinziehen würde
- 46:25als junger Mensch, wenn Sie noch mal
- 46:26grüne Wiese hätten? Also ich würde
- 46:28glaube ich nach wie vor machen, was ich
- 46:29mache heute. Ja, ich habe so wirklich
- 46:32das gefunden, was mir extrem viel Spaß
- 46:34macht, was mich motiviert jeden Tag
- 46:36einfach versuchen
- 46:38nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit
- 46:40herzustellen und damit auch vielen
- 46:42Leuten, also in meinem Team sind es über
- 46:441000 Leute ähm die direkt in meinem Team
- 46:46sitzen, ja, besseres Leben damit
- 46:48ermöglichen zu können. So, wenn ich mir
- 46:50jetzt die Jobs in der Zukunft anschaue,
- 46:52es ist ja ganz interessant, wenn man
- 46:53zurückgeht in die Geschichte. 60% der
- 46:56Jobs, die es heute gibt, hat es 19140
- 46:59noch nicht gegeben. Das heißt, jede
- 47:00Technologie, die
- 47:03disruptiv war, ja, hat Jobs verändert
- 47:05und das wird mit der KI ebenfalls wieder
- 47:07passieren. Ich glaube, was anders ist
- 47:08und neu ist, ist die Geschwindigkeit.
- 47:11So, das heißt, man kann jetzt natürlich
- 47:12die Scheuklappen aufsetzen und sagen,
- 47:14ja, das geht alles irgendwie wird schon
- 47:16wird wird schon wieder. Ja, glaube ich
- 47:18aber nicht. Man muss sich aktiv damit
- 47:20beschäftigen, ähm um KI als
- 47:23Multiplikator für Produktivität
- 47:25einzusetzen im Unternehmen. Wenn ich mir
- 47:27jetzt Jobs anschaue, ähm in meinem Team,
- 47:30alles was mit digitalen
- 47:31Geschäftsmodellen,
- 47:33Datenanalysen etc. zu tun hat. Ja, wie
- 47:35man da mit KI arbeitet, ist glaube ich
- 47:37ein Bereich, wo man sich definitiv in
- 47:40der Zukunft auch sicher sein kann, dass
- 47:42da Forschung ähm und Gelder reinfließen
- 47:45werden und dass die Jobs auch bestehen
- 47:47werden. Ich glaube auch, dass die
- 47:48Forschung nicht ersetzt wird dadurch. Es
- 47:51wird sie wird exponentiell schneller und
- 47:55muss wahrscheinlich auch effektiver den
- 47:57Einsatz von KI, aber wir brauchen immer
- 47:59noch die Leute, die verstehen, wie
- 48:01Chemie funktioniert.
- 48:02Mhm. Wenn sie jetzt nach Österreich
- 48:04kommen, so wie es jetzt der Fall ist,
- 48:05gibt's Sachen, die Sie und ich will gar
- 48:06nicht aufs politisch schen,
- 48:10die es gibt auch politisch nicht so viel
- 48:12zu erzählen momentan in Österreich, aber
- 48:13wenn sie nach Österreich kommen, gibt's
- 48:14Dinge, die überraschen, Sachen, die
- 48:16langsamer gehen als anderswo.
- 48:18Also, ich gebe Ihnen ein Beispiel. Mein
- 48:20Mann hat ähm hat sich aus dem also aus
- 48:23dem Hamsterrad verabschiedet und sein
- 48:25eigenes Unternehmen gegründet und hat
- 48:28das in ein halben Stunde online gemacht
- 48:31in den USA und hat jetzt seine eigene Gm
- 48:33GmbH für Beratungstätigkeiten.
- 48:36Das funktioniert hier nicht. Also ich
- 48:38glaube, da kann sich Europa und auch
- 48:39Österreich schon was abschneiden davon
- 48:41in USA, wie unternehmerfreundlich
- 48:44dort Regulatorien getroffen werden und
- 48:46wie man do versucht
- 48:49die Wirtschaft wieder voranzutreiben
- 48:51durch möglichst wenig an Regulation und
- 48:54behördlichen Hindernissen,
- 48:56also auch wo der Staat sich zurücknehmen
- 48:58kann.
- 48:58Ja,
- 48:59Juliane Hefel, vielen Dank für das
- 49:00Gespräch.
- 49:01Vielen Dank.
- 49:02Danke.
- 49:02Spaß gemacht. Wenn euch diese Folge
- 49:04gefallen hat, dann freuen wir uns wie
- 49:06immer über Bewertungen und Kommentare.
- 49:08Um keine weiteren Folgen zu verpassen.
- 49:10Abonniert uns doch auf der Podcast
- 49:12Plattform eures Vertrauens oder neu auch
- 49:14auf YouTube, wo es alle diese Podcasts
- 49:17auch zum sehen gibt. Wenn ihr unsere
- 49:19journalistische Arbeit unterstützen
- 49:21wollt, abonniert uns am besten. Alle
- 49:23Infos dazu gibt es unter
- 49:25abo.standstandard.at.
- 49:28Diese Folge wird produziert von
- 49:29Christoph Neuwert und Tobias Holup.
- 49:31Scholt Wilhelm ist unser Chef vom
- 49:33Dienst. Die Musik kommt von Maximilian
- 49:35Bläs. Mein Name ist Gerold Riedmann.
- 49:38Vielen Dank fürs Zusehen und fürs
- 49:40Zuhören. Bis zum nächsten Mal.
About this transcript
This page contains the full transcript of PPG-Managerin Juliane Hefel: Jobwechsel, Auslandserfahrung, Executive Excellence by DER STANDARD, generated from the public captions YouTube serves with the video. The transcript has 8,493 words across 1,494 segments, with the original timestamps preserved so you can click any line to jump to that moment in the embedded player.
What you can do with it
Use the transcript to take notes, quote the speaker, build a study guide, generate a summary with ChatGPT or Claude via the YouTube Summary tool, or export it as a timed subtitle file with YouTube to SRT. You can also re-open it in the transcriber to translate the transcript into 100+ languages.
Free YouTube transcript tool
YouTube2Text is a free YouTube transcript generator — no signup, no daily limit. Paste any YouTube link and get the full transcript instantly, with timestamps, click-to-jump, translation to 100+ languages, AI prompts for ChatGPT, Claude, and Gemini, and exports to TXT, SRT, VTT, or Markdown.