🚨 „Positive Botschaft“: Wie Merz der Halloween-Randale etwas Gutes abgewinnt I NIUS Live, 03.11.2026 — Transcript
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- 0:00[musik]
- 0:09Guten Morgen Deutschland, hier ist News
- 0:12Live, die meist gestreamte
- 0:13Nachrichtensendung am Morgen. Schon über
- 0:165 Millionen Zuschauer sind dabei. Live
- 0:19aus dem Herzen der Hauptstadt,
- 0:20Deutschlands geliebteste Morning Show.
- 0:25[musik]
- 0:30[musik]
- 0:39Einen wunderschönen guten Morgen und
- 0:41herzlich willkommen bei News Live am
- 0:43Dienstag, dem 3. November 2026.
- 0:47Morgens um 6 Uhr schon wissen, was einem
- 0:49abends um 8 verschwiegen wird. Der Tag
- 0:51beginnt mit News und darüber spricht
- 0:53Deutschland heute. Wir beginnen heute
- 0:55mit Tag der Entscheidung für Sven
- 0:57Schulze in der Affäre um die
- 0:58eidesstattlichen Versicherungen im
- 1:00Landtag von Sachsen-Anhalt [musik]
- 1:02könnte es heute um die Zukunft des
- 1:04Ministerpräsidenten Schulze gehen. Und
- 1:08nach 7 Uhr geht es weiter mit die
- 1:10Horrornacht von Halloween, doch Kanzler
- 1:12März spricht von einer positiven
- 1:14Botschaft, die aus den Stunden der
- 1:16Angriffe und Plünderungen herauszieht.
- 1:18Tja, und danach setzen wir folgenden
- 1:20Schwerpunkt, das Staatsversagen von
- 1:22Frankfurt [musik] am Main. News belegt
- 1:24mit Videos, wie die Polizei Randalierer
- 1:26und Plünderer gewähren ließ, anstatt mit
- 1:29aller Macht durchzugreifen und den
- 1:31Rechtsstaat durchzusetzen. Darüber
- 1:34sprechen wir heute in dieser ganz
- 1:35fabelhaften Besetzung. [musik]
- 1:36Ich begrüße unsere stellvertretende
- 1:38News-Chefredakteurin Pauline Foss. Guten
- 1:40Morgen.
- 1:41Schönen guten Morgen.
- 1:42Und ich begrüße unseren Chefredakteur
- 1:44Julian Reichelt. Schönen guten Morgen.
- 1:45Ich bin Alexander Kissler, wir sind alle
- 1:47da, die Zahlen von Apple sind auch da,
- 1:49die Tech-Branche atmet etwas auf, aber
- 1:51wir [musik] sind besser heute, wir sind
- 1:53bei News Live. Schön, dass Sie bei uns
- 1:56sind und wir starten gleich in den Tag
- 1:58hinein mit diesem brandheißen Thema.
- 2:01Heute ist der vielleicht wichtigste Tag
- 2:02im politischen Leben des Sven Schulze.
- 2:05Nach dem Skandal um eine eidesstattliche
- 2:07Versicherung geht es in der heutigen CDU
- 2:10Fraktionssitzung ab 15 Uhr um die
- 2:13politische Zukunft des amtierenden
- 2:15Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt.
- 2:17[musik]
- 2:19Eine exklusive Nius Recherche sorgte für
- 2:22ein politisches Beben. Am 13. Oktober
- 2:26sollten CDU Abgeordnete in
- 2:28Sachsen-Anhalt eine eidesstattliche
- 2:30Versicherung abgeben. Darin sollten sie
- 2:33versichern, keine AfD Politiker gewählt
- 2:36oder Absprachen mit ihnen getroffen zu
- 2:38haben. Bei einer nachgewiesenen
- 2:40Falschaussage sollten sie ihr Mandat
- 2:42unverzüglich zur Verfügung stellen. Nius
- 2:46konfrontierte Sven Schulze mit den
- 2:48Vorwürfen. Es folgte ein Abwehrkampf aus
- 2:50dem Lager des Ministerpräsidenten.
- 2:53Bis heute bestreitet Sven Schulze für
- 2:55das Papier verantwortlich zu sein. Doch
- 2:57mehrere CDU Abgeordnete berichten,
- 3:00Schulze hat das Papier sofort
- 3:02unterschrieben. Heute tagt die CDU
- 3:04Fraktion in Sachsen-Anhalt. Für ihren
- 3:07Vorsitzenden könnte es um alles gehen.
- 3:10Der Tag der Entscheidung für Sven
- 3:12Schulze. Darüber sprechen wir jetzt bei
- 3:15Nius live.
- 3:20Ja, und uns zugeschaltet an diesem
- 3:22Morgen ist Gerd Gies, der ehemalige
- 3:24Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt,
- 3:26genau gesagt der erste Ministerpräsident
- 3:28von Sachsen-Anhalt nach der Wende, eine
- 3:30historische Figur. Schönen guten Morgen,
- 3:32Herr Gies. Ich grüße Sie.
- 3:34Ja, schönen guten Morgen.
- 3:35Wir gehen ja gleich in die Details der
- 3:37Vorkommnisse in Sachsen-Anhalt und auch
- 3:39speziell um Ihre Partei. Vielleicht
- 3:41vorab kurze Frage, wie blicken Sie denn
- 3:43momentan auf die Geschehnisse in
- 3:44Sachsen-Anhalt? Welchen Eindruck
- 3:46vermittelt momentan dort Ihre Partei,
- 3:47die CDU in Sachsen-Anhalt?
- 3:50Ja, die Situation ist einfach
- 3:52katastrophal.
- 3:54Und äh ich sehe nur noch ganz wenige
- 3:57Möglichkeiten, einen Ausweg aus dieser
- 3:59Situation zu finden. Ganz wichtig wäre
- 4:02allerdings, dass Herr Schulze jetzt in
- 4:07den Hintergrund rückt nach dieser
- 4:09krachend verlorenen Wahl. Hätte er
- 4:14geschäftsführend sein Amt als
- 4:16Ministerpräsident zu Ende führen sollen
- 4:18und muss dann in den Hintergrund treten.
- 4:20So ging es mir ja seinerzeit auch und
- 4:21ich habe das auch getan.
- 4:24Er hat durch seine Kandidatur zum
- 4:28Fraktionsvorsitz
- 4:30die Fraktion und die Partei meines
- 4:33Erachtens massiv gespalten und äh
- 4:37ist eigentlich nur noch eine Belastung
- 4:39für die Partei.
- 4:40Vielen Dank für Ihre erste Einschätzung.
- 4:42Das war Gerd Gies, der erste
- 4:43Ministerpräsident Sachsen-Anhalts nach
- 4:45der Wende, Mitglied der CDU. Gehen wir
- 4:48vielleicht mal die Ereignisse durch,
- 4:49über die wir hier sprechen müssen, weil
- 4:51sie heute kumulieren könnten in der
- 4:53Fraktionssitzung der CDU in Magdeburg.
- 4:55Am 6. Oktober also wird der
- 4:57AfD-Politiker Tobias Rausch zum
- 4:59Landtagspräsidenten gewählt. Eine Woche
- 5:01später wird eine eidesstattliche
- 5:03Versicherung in der CDU-Fraktion
- 5:05vorgelegt. Nach Kritik aus der Fraktion
- 5:07wird das Papier schließlich
- 5:09zurückgezogen und von den Unterzeichnern
- 5:11zerrissen. Nach übereinstimmenden
- 5:12Berichten mehrerer CDU-Abgeordneter
- 5:15hat Sven Schulze allerdings das Papier
- 5:17bereits selbst unterschrieben. Das
- 5:19Papier, in dem Mitgliedern der
- 5:21Ausschluss aus der Fraktion angedroht
- 5:24wurde, sollte sich erweisen, dass sie
- 5:26mit [schnauben] AfD-Politikern
- 5:27Absprachen getroffen haben oder gar für
- 5:28diese gestimmt haben. Am 27. Oktober
- 5:31konfrontiert unser Politikchef Sven Ralf
- 5:34Schuler Sven Schulze mit den Vorwürfen
- 5:36und was dann per WhatsApp geschah, das
- 5:38zeigen wir Ihnen kurz. Also 20:52 Uhr
- 5:40schreibt Ralf Schuler Sven Schulze, er
- 5:42konfrontiert ihn mit folgenden Worten:
- 5:44"Lieber Herr Schulze, stimmt es, dass
- 5:46Sie in der Fraktionssitzung am 13.
- 5:47Oktober den Abgeordneten eine
- 5:50eidesstattliche Versicherung zur
- 5:51Unterschrift vorgelegt haben, in der Sie
- 5:53bestätigen sollten, Rausch nicht gewählt
- 5:56zu haben?" 45 Minuten später die Antwort
- 5:58von Sven Schulze: "Eindeutig nein, das
- 6:00stimmt nicht. Wer sagt das?" Ralf
- 6:02Schuler verweist auf Teilnehmer der
- 6:04Sitzung. Schulzes Reaktion, tolle
- 6:06Quellen haben sie da wirklich. Ralf
- 6:08Schuler stellt klar, dass er sich die
- 6:10Vorwürfe ja nicht ausdenke. Sven Schulze
- 6:12antwortet eine Gegenfrage, na ja, aber
- 6:15trauen Sie mir das tatsächlich zu. Ja,
- 6:18das also der WhatsApp-Verlauf. Sven
- 6:20Schulze weiß also den Vorwurf
- 6:22kategorisch zurück und am nächsten Tag
- 6:24bestätigt er, dass es die
- 6:25eidesstattliche Versicherung aber
- 6:27tatsächlich gegeben habe. Vorgelegt und
- 6:29vorgelesen habe sie allerdings der
- 6:31CDU-Abgeordnete Ulrich Thomas. Was wir
- 6:34uns hier fragen, Herr Gies, und die
- 6:35Frage möchte ich, bevor wir hier drüber
- 6:37diskutieren, mal gleich in Ihre Richtung
- 6:39werfen, wie realistisch ist es
- 6:41eigentlich, dass Sven Schulze von dieser
- 6:42eidesstattlichen Versicherung nichts
- 6:44wusste? Noch einmal, er ist
- 6:46Landesvorsitzender,
- 6:46Fraktionsvorsitzender und amtierender
- 6:48Ministerpräsident.
- 6:52Also,
- 6:53ein Fraktionsvorsitzender
- 6:55äh weiß immer, was in seiner Fraktion
- 6:58beraten wird, und es ist ja schon sehr
- 7:00ein offizieller Tagesordnungspunkt
- 7:02gewesen. Also, insofern äh
- 7:04das Nichtwissen ist ist völlig absurd.
- 7:08Und äh
- 7:09ich hatte das schon mal gesagt, wenn ein
- 7:12Fraktionsvorsitzender zulässt, dass ein
- 7:15solches Papier überhaupt diskutiert wird
- 7:18in einer Fraktion, dann
- 7:21kommt er schon hart äh in die Richtung
- 7:24Nötigung von äh Abgeordneten. Das heißt
- 7:28Nötigung eines Verfassungsorgans und äh
- 7:32das äh führt nach meinem Wissen
- 7:34eigentlich als Offizialdelikt
- 7:37zu Ermittlung des Generalbundesanwalts
- 7:40von Amtswegen. Und ich äh wundere mich,
- 7:43dass da bisher noch nichts passiert ist,
- 7:45denn es reicht nach meiner eigenen
- 7:47Erfahrung, dass irgendwo in einem Medium
- 7:52ein entsprechender Verdacht geäußert
- 7:54wird und dann hat der
- 7:56Generalbundesanwalt
- 7:58zu ermitteln. Und äh ich denke, bei
- 8:00diesem ganzen Hin und Her, gewusst und
- 8:03nicht gewusst und eingebracht und nicht
- 8:05eingebracht und nur vorgelesen und was
- 8:07da alles so kommt. Gibt es da, denke
- 8:10ich, schon genügend genügend
- 8:11Anhaltspunkte, um eine Ermittlung zu
- 8:15veranlassen.
- 8:16Herr Gieschen, guten Morgen auch von
- 8:17meiner Seite. Hier ist Julian Reichelt.
- 8:19Was mich noch einmal von Ihnen
- 8:22interessieren würde, ist zweierlei.
- 8:24Erstens gab es ja diese Anfrage von Ralf
- 8:27Schüler an Sven Schulze am Vorabend
- 8:30unserer Berichterstattung. Und wir haben
- 8:32das ja eben noch einmal transparent hier
- 8:33vorgetragen. Wenn man das liest, wenn
- 8:36man das hört, dann ist das ja
- 8:38eigentlich, wenn auch nicht ganz
- 8:40explizit ausgesprochen, ein komplett
- 8:43Dementi des Vorgangs. Also, Sven Schulze
- 8:46erweckt ja hier sehr bewusst den
- 8:48Eindruck, als gäbe es diesen ganzen
- 8:50Vorgang gar nicht. Da würde mich
- 8:52natürlich Ihre Einschätzung
- 8:53interessieren und natürlich auch Ihre
- 8:56Einschätzung zu dieser eidesstattlichen
- 8:58Versicherung insgesamt. Es geht da ja
- 9:00immerhin um eine geheime Wahl und
- 9:02plötzlich liegt da ein Zettel, wo man
- 9:04bekennen soll, was man gewählt hat, was
- 9:06man nicht gewählt hat, mit wem man nicht
- 9:07gesprochen hat. Und auf dem Blatt Papier
- 9:10steht dann ja auch noch gleich die
- 9:11mögliche Sanktionsmaßnahme,
- 9:13also Verlust des Mandats, nicht mal der
- 9:16Ausschluss aus der Fraktion. Das wäre
- 9:18noch eine parteipolitische Maßnahme,
- 9:20könnte man argumentieren, sondern der
- 9:22Abgeordnete soll dann sein Mandat
- 9:24verlieren, sein Mandat niederlegen, was
- 9:26ihm ja am Ende der Bürger erteilt hat
- 9:29und nicht die CDU. Also, was sagt diese
- 9:32erste Aussage von Sven Schulze für Sie,
- 9:34wo er also tut, als gäbe es den Vorgang
- 9:36gar nicht, und wie ordnen Sie diese
- 9:38eidesstattliche Versicherung historisch
- 9:40insgesamt ein?
- 9:42Also, zu der
- 9:43ersten Frage, was sagt mir diese
- 9:46Aussage, den
- 9:48Vorgang gäbe es gar nicht. Ich denke,
- 9:51das ist durch
- 9:52eine Vielzahl von Interviews, von
- 9:56Veröffentlichungen,
- 9:57auch von Gesprächen mit Abgeordneten,
- 10:00auch von Gesprächen, die mir persönlich
- 10:04bekannte mit Abgeordneten geführt haben,
- 10:07ist dieser Vorgang einfach nicht mehr
- 10:09aus der Welt zu reden. Er hat
- 10:10stattgefunden. Soviel ist denke ich
- 10:13eindeutig klar. Was dieses Schreiben,
- 10:16diesen Zettel, der alles überschrieben
- 10:20ist mit eidesstattliche
- 10:21Erklärung. Was den anbetrifft. So ist es
- 10:26ein einfach skandalöser und meines
- 10:29Erachtens strafrechtlicher
- 10:31Vorgang.
- 10:32Ein Abgeordneter wird von den Bürgern
- 10:36gewählt.
- 10:37Und hat den Auftrag, ihre Interessen zu
- 10:40vertreten. Und
- 10:42ich muss da nicht auf das Grundgesetz
- 10:43verweisen. Das dürfte jeder wissen
- 10:45mittlerweile. Dass der Abgeordnete nur
- 10:48seinem Gewissen verpflichtet ist und
- 10:52auf keinerlei andere Anweisungen,
- 10:55Hinweise und so weiter zu hören hat.
- 10:58Und wenn ich dann versuche. Einem
- 11:01Abgeordneten erstens das Ergebnis einer
- 11:04geheimen Wahl abzupressen.
- 11:07Könnte man das ja bezeichnen.
- 11:10Und dann auch noch erkläre und wenn er
- 11:13anders gewählt hat, als es mir als
- 11:15Fraktionsvorsitzenden oder.
- 11:18Fraktionsfraktion insgesamt. Recht ist.
- 11:22Dann hat er sein Mandat verloren. Das
- 11:25ist einfach.
- 11:27Unbegreiflich,
- 11:29wie man überhaupt auf solche Idee kommen
- 11:31kann. Und
- 11:33das ist ein ganz massiver Eingriff in
- 11:36die Grundrechte des Grundgesetzes.
- 11:38Der Abgeordnete ist nur seinem Gewissen
- 11:40verpflichtet, sagt ihr völlig zu Recht
- 11:42einen wichtigen, einen fundamentalen
- 11:44Satz. Gert Gies, das ist unser Thema
- 11:46hier. Tag der Entscheidung heute für
- 11:47Sven Schulze. Wir sprechen mit einem
- 11:49seiner Vorgänger
- 11:51im Amt des Ministerpräsidenten. Gert
- 11:52Gies war der erste Ministerpräsident von
- 11:54Sachsen Anhalt nach der Wende und er
- 11:56gehört ebenfalls der CDU an, wie Sven
- 11:59Schulze. Ja, und diese Affäre um eine
- 12:01eidesstattliche Versicherung erschüttert
- 12:03die CDU in Sachsen Anhalt. Für Sven
- 12:05Schulze geht es jetzt spätestens jetzt
- 12:07um seine politische Zukunft. Er hat Hat
- 12:10ja gegenüber der Volksstimme erstmals
- 12:12ausführlicher zu den Vorwürfen geäußert,
- 12:15bestreitet dort, das war am 31. Oktober,
- 12:18das fragliche Papier eingereicht oder
- 12:20initiiert zu haben, eingereicht oder
- 12:23initiiert zu haben. Gleichzeitig
- 12:25erklärte er hätte, er hätte ein
- 12:26unterschriebenes Papier abgegeben, wenn
- 12:28die Fraktion sich dafür entschieden
- 12:30hätte. Ich darf ihn zitieren, also Sven
- 12:32Schulze in der Volksstimme, wenn sich
- 12:33die Fraktion dafür entschieden hätte,
- 12:35hätte ich ein unterschriebenes Papier
- 12:37abgegeben. Ich habe dieses Papier weder
- 12:39eingereicht noch wurde es von mir
- 12:41initiiert und weiter, ich, Sven Schulze,
- 12:45habe mich bei der gesamten Debatte
- 12:47neutral verhalten. Ja, diese Darstellung
- 12:50steht natürlich im Widerspruch zu den
- 12:52Schilderungen mehrerer, wirklich
- 12:53mehrerer CDU-Abgeordneter, die bei der
- 12:55Sitzung dabei waren und darüber
- 12:57berichtet die Volksstimme folgendes.
- 13:00Schulze nahm, kaum lag das Papier vor
- 13:02ihm auf dem Tisch, den Kugelschreiber in
- 13:04die Hand und unterzeichnete ohne zu
- 13:05zögern den Text.
- 13:07Schulze erklärt also, er habe, er hätte,
- 13:09pardon, er hätte unterschriebenes Papier
- 13:11abgegeben, wenn die Fraktion sich dafür
- 13:12entschieden hätten. Mehrere Abgeordnete
- 13:15berichten dagegen, dass er das Papier
- 13:17bereits unterschrab, unterschrieben habe
- 13:20und nicht nur er, auch fünf weitere
- 13:22Abgeordnete aus seinem Lager sollen
- 13:24unterschrieben haben. Schulze nahm, kaum
- 13:27lag das Papier vor ihm auf dem Tisch,
- 13:29den Kugelschreiber in die Hand und
- 13:30unterzeichnete ohne zu zögern den Text.
- 13:33Ja, Julian, ein ungeheuerlicher Vorgang.
- 13:35Ungeheuerlicher, atemberaubender und
- 13:37unglaublicher, einmaliger Vorgang. Mich
- 13:39würde da natürlich von Herrn Gies die
- 13:42politische Einschätzung und von Pauline
- 13:44die journalistische Einschätzung
- 13:46interessieren. Fassen wir also noch
- 13:48einmal zusammen, was hier angeblich
- 13:49passiert sein soll. Sven Schulze wurde
- 13:53nach eigener Aussage, die er in den
- 13:54letzten Tagen immer wieder wiederholt
- 13:56hat, vollkommen überrascht von diesem
- 13:59Zettel überschrieben mit
- 14:00eidesstattlicher Erklärung, das ist ja
- 14:02ein massiver Vorgang. Sven Schulze ist
- 14:04anders als viele andere Politiker kein
- 14:05Jurist, sondern Ingenieur, höchst
- 14:08ehrenwerter Beruf, aber bei
- 14:09eidesstattlicher Erklärung weiß man als
- 14:11Politiker dann schon, okay, jetzt wird's
- 14:13ernst, jetzt bewege ich mich auf jeden
- 14:15Fall in den Bereich der Strafbarkeit,
- 14:17denn nur [schnauben] diesen Sinn und
- 14:19Zweck hat ja eine eidesstattliche
- 14:20Erklärung, auch wenn man sie streng
- 14:21genommen gegenüber einem Gericht abgeben
- 14:23muss, aber sie soll ja eine mögliche
- 14:25Strafbarkeit bei Falschaussage
- 14:27herbeiführen. Also, Sven Schulze sitzt
- 14:30an diesem U-förmigen Tisch, lieber Herr
- 14:32Gies, als Fraktionsvorsitzender, als
- 14:34Landesvorsitzender der Partei und immer
- 14:36noch als Ministerpräsident. Man kann
- 14:38sagen, stand heute, mächtigster Mann in
- 14:40Sachsen-Anhalt und in der CDU bröckelt
- 14:42die Macht aber aber ich glaube auch da
- 14:44kann man ihn immer noch als den
- 14:45mächtigsten Mann in der Partei in
- 14:47Sachsen-Anhalt bezeichnen. Der sitzt
- 14:48dort an diesem Tisch und schwuppdiwupp
- 14:51liegt auf einmal dieser Zettel vor ihm.
- 14:54Da steht eidesstattliche Erklärung drauf
- 14:56und ohne den gesehen zu haben, ohne mit
- 14:58der Sache irgendwas zu tun zu haben,
- 15:00offenkundig sogar ohne ihn wirklich
- 15:02durchzulesen und ich sage jetzt mal, zu
- 15:04prozessieren innerlich, zückt er den
- 15:07Kugelschreiber und unterschreibt diesen
- 15:10Text. Das ist die Aussage von Sven
- 15:12Schulze. Für wie glaubwürdig halten Sie
- 15:15diese Aussage?
- 15:19Also,
- 15:20ich könnte mir durchaus vorstellen, dass
- 15:22dieser Vorgang so abgelaufen ist.
- 15:25Und äh
- 15:27ich meine, wir sollten das Ermittlungen
- 15:30der Staatsanwaltschaft überlassen, wie
- 15:32es denn wirklich aus, wie
- 15:34es denn wirklich stattgefunden hat. Für
- 15:36mich steht aber fest, dass dieser
- 15:38Vorgang insgesamt, also politisch
- 15:40einfach ein Desaster ist.
- 15:42[schnauben]
- 15:42Ich kann als Fraktionsvorsitzender,
- 15:46ob ich es nun selbst initiiert habe oder
- 15:49nicht, kann ich nicht meine
- 15:51Abgeordneten, meine Fraktionskollegen
- 15:55in derartiger Weise unter Druck setzen,
- 15:58die alle nur ihrem Gewissen verpflichtet
- 16:01sind. Und wenn so etwas passiert, dann
- 16:06stellt das letztlich die
- 16:09demokratische Orientierung der
- 16:11Gesamtpartei in Frage. Also, es
- 16:13ist es ist ein Schaden entstanden durch
- 16:16dieses Verhalten, der einfach in seiner
- 16:19Größe noch gar nicht übersehbar ist.
- 16:22Ja, du hast ja auch Julian nach der
- 16:24journalistischen Einschätzung gefragt.
- 16:26[schnauben]
- 16:26Ich finde es eben auch einen Skandal,
- 16:28dass man das Sven Schulze einfach medial
- 16:31so abkauft, wenn er sagt, ich hatte dann
- 16:33nicht damit nichts zu tun, ist aber
- 16:35gleichzeitig ja von mehreren
- 16:37Abgeordneten bestätigt ist, dass er das
- 16:39bereits unterschrieben hat, dann liegt
- 16:41es ja auf der Hand, dass es in seinem
- 16:43Sinne war und in seinem Interesse und
- 16:45auf seinen Wunsch hin eingebracht wurde.
- 16:48Also diese Naivität, mit der man sich
- 16:50von einem mächtigen Mann quasi diktieren
- 16:54lässt, wie es gewesen sein soll, eine
- 16:56Gesamtaktion, die er ja am ersten Abend
- 16:59offensichtlich abgestritten hat
- 17:01gegenüber unserem Ralf Schüler, die er
- 17:03dann zugeben musste und jetzt so tut,
- 17:06als sei das A einerseits vollkommen
- 17:08normal und B habe mit ihm überhaupt
- 17:10nichts zu tun und dann die Naivität
- 17:13eines eines weiten Medienfeldes, das
- 17:15dann einfach sagt, ja klar, also, wenn
- 17:17er sagt, er hat nichts damit zu tun,
- 17:18dann war es auch nicht so, das ist schon
- 17:20bemerkenswert. Und das zeigt ja einfach,
- 17:23wie sehr es ihm auch darum geht, einfach
- 17:25seinen Spin in die Öffentlichkeit zu
- 17:27bringen und
- 17:30diesen diesen Vorfall, der ja eigentlich
- 17:31eine Ungeheuerlichkeit ist, eben als
- 17:34Normalität darzustellen. Also, da würde
- 17:36mich auch noch mal die Einschätzung von
- 17:38Herrn Gies eben interessieren. Ich weiß
- 17:40nicht, wie Sie das sehen, aber dieser
- 17:41Versuch, so einen ungeheuerlichen
- 17:44Vorgang eben als etwas ganz Normales,
- 17:47als übliches üblichen Teil einer eines
- 17:50demokratischen Prozesses darzustellen.
- 17:52Wie haben Sie das beobachtet und wie
- 17:54schätzen Sie das ein?
- 17:56Also, ich habe nur äh
- 18:00Informationen
- 18:01über
- 18:02Gesprächspartner bekommen aus dieser
- 18:05Fraktionssitzung
- 18:06ähm
- 18:08und hatte den Eindruck, dass zumindest
- 18:11ein Teil der Abgeordneten
- 18:14die Tragweite dieses Prozesses und
- 18:16dieses Vorgangs überhaupt nicht klar
- 18:18war.
- 18:19Also, ich weiß von einer Abgeordneten,
- 18:22die war ganz stolz darauf, dass sie
- 18:24jetzt eine Lösung gefunden haben, um
- 18:26diesen Verdacht,
- 18:29der Wahl des AFD Landtagspräsidenten
- 18:34auf diese Weise von sich abzuwenden
- 18:37und sie war also
- 18:39völlig bestürzt, als man ihr dann
- 18:41erklärte,
- 18:43welche Ungeheuerlichkeit hinter einem
- 18:45solchen Vorgang steht, dass das also
- 18:48gegen demokratische Grundprinzipien,
- 18:52gegen die Freiheit des Abgeordneten etc.
- 18:55verstößt. Also,
- 18:57es gab da zumindest, ich kenne habe
- 19:00nicht mit allen Kontakt gehabt, es gab
- 19:02da aber zumindest einen Teil der
- 19:03Fraktion,
- 19:05der die Tragweite Weise dieser Aktion
- 19:08zunächst nicht verstanden hat. Als dann
- 19:13die Sache ins Rollen kam,
- 19:15da ging dann wohl doch einigen die
- 19:18die Augen auf und man hat jetzt versucht
- 19:20sicherlich den Schaden irgendwie zu
- 19:22begrenzen, aber ich glaube, da wäre es
- 19:23mal von einem Fettnäpfchen das nächste
- 19:25eben getreten.
- 19:27Das ist ja interessant, was Sie da
- 19:28erzählen, dass das denen gar nicht so
- 19:30bewusst teilweise offenbar war. Sie
- 19:32haben das Wort Verdacht verwendet. Also,
- 19:34der Verdacht gemeinsam mit der AFD oder
- 19:37für die AFD gestimmt zu haben. Und da
- 19:39würde mich schon noch mal interessieren,
- 19:41wie nehmen Sie das dann wahr in dieser
- 19:43Fraktion? Herrscht da auch ein Klima der
- 19:45Angst vielleicht das Falsche zu wählen?
- 19:48Das ist ja auch genau das, was diese
- 19:49eidesstattliche Erklärung aufdecken und
- 19:52quasi kriminalistisch ermitteln soll.
- 19:54Also, wer hat wie gewählt? Dabei gilt ja
- 19:56eigentlich das freie Mandat. Fühlt man
- 19:58sich da noch wirklich frei in der
- 20:00Ausübung seines Mandats oder herrscht da
- 20:01ein Klima der Angst in dieser CDU
- 20:03Fraktion?
- 20:05Also, ich weiß nicht, ob man von einem
- 20:07Klima der Angst sprechen kann. Ich habe
- 20:09auch nicht den unmittelbaren Kontakt
- 20:11ständig zu den Fraktionsmitgliedern.
- 20:15Aber zumindest hat man sich bedrängt
- 20:18gefühlt durch den Verdacht für die AFD
- 20:22gestimmt zu haben,
- 20:25das könnte man natürlich durchaus auch
- 20:27als ein Anzeichen von Angst deuten und
- 20:31ich meine, wenn man den die gesamte
- 20:35Politik der Union
- 20:38in den vergangenen Monaten und Jahren
- 20:40betrachtet, dann ist natürlich
- 20:43mit dieser AFD ich nenne es mal ein
- 20:45Popanz aufgebaut worden und es
- 20:49ist das Gefühl. Verbreitet worden, also
- 20:53um Gottes Willen mit denen geht ja gar
- 20:55nichts und wer das tut,
- 20:57der hat die CDU verraten und was weiß
- 21:00ich, also es kann durchaus dort ein auch
- 21:04eine [räuspern] Angst vorhanden sein,
- 21:06aber mindestens ist ein psychischer
- 21:07Druck über die Zeit aufgebaut worden und
- 21:12insofern.
- 21:14Verstehe ich schon, dass einige das
- 21:16zunächst gar nicht übersehen haben und
- 21:18dachten auf diese Weise können wir uns
- 21:20dieses Verdachts entledigen, was an sich
- 21:22schon absurd ist.
- 21:25Niemand darf als Abgeordneter
- 21:27verdächtigt werden, eine Entscheidung
- 21:29getroffen zu haben, die anderen nicht
- 21:31passt.
- 21:32Lieber Gies, wir sehen es hier gerade
- 21:34eingeblendet heute 3. November auch ein
- 21:37Tag der Entscheidung für Sven Schulze,
- 21:39denn heute findet ja diese
- 21:40Fraktionssitzung statt, bei der Sven
- 21:42Schulze sehr energisch aufgefordert
- 21:44worden ist aufzuklären, wie war das
- 21:45jetzt wirklich mit dieser
- 21:46eidesstattlichen Versicherung natürlich
- 21:48auch seine Partei intern Widersacher,
- 21:51wie sehr Müller, der
- 21:51Bundestagsabgeordnete, der den
- 21:53Parteivorsitz in Sachsen-Anhalt
- 21:55übernehmen will, macht da massiven Druck
- 21:58und es geht ja tatsächlich immer noch um
- 21:59die Frage, wie war es denn wirklich? Was
- 22:01ist denn da genau passiert? Was sagt
- 22:03Sven Schulze und die ganz zentrale Frage
- 22:05stimmt denn das, was Sven Schulze sagt,
- 22:07denn man kann ja durchaus argumentieren,
- 22:09dass man ja, also mindestens mal im Amt
- 22:11des Ministerpräsidenten durchaus noch
- 22:13den Fakten und der Wahrhaftigkeit
- 22:15verpflichtet ist. Er es gibt noch eine
- 22:17interessante Aussage, lieber Herr Gies,
- 22:19von Sven Schulze und die lautet der
- 22:22Ministerpräsident, Fraktionschef und
- 22:24Parteivorsitzende Sachsen-Anhalt, er
- 22:26habe sich in der ganzen Debatte über
- 22:29diese eidesstattliche Erklärung neutral
- 22:31verhalten. Meine Beobachtung kollidiert
- 22:34damit ein bisschen, denn wenn ich mir
- 22:36anschaue, was dort berichtet wird, was
- 22:38die Volksstimme berichtet, was Sven
- 22:40Schulze inzwischen auch selber sagt,
- 22:41dann ist die Aussage, der Zettel wurde
- 22:44vorgelegt und Sven Schulze hat, wie
- 22:46gesagt, sofort den Kuli gezückt und
- 22:48unterschrieben. Wenn jetzt der
- 22:50Vorsitzende
- 22:51vor Beginn einer Debatte eine ein ein
- 22:54angebliches Vorschlagspapier sofort
- 22:56unterschreibt, sichtbar für alle, also,
- 22:58das ist ja auch die Aussage aller
- 23:00Fraktionsmitglieder, dass man gesehen
- 23:01hat, wie er unterschreibt, dass das
- 23:03Papier unterschrieben vor ihm lag, ist
- 23:05das dann noch eine neutrale
- 23:07Debattenführung?
- 23:09Ja, sicherlich nicht.
- 23:11Das ist ja der ein die eindeutige
- 23:13Aufforderung, ich als
- 23:14Fraktionsvorsitzender erwarte jetzt von
- 23:16euch als Fraktionsmitgliedern,
- 23:19dass ihr mir nachfolgt und jetzt
- 23:21ruckzuck dieses Papier hier
- 23:22unterschreibt, wahrscheinlich sogar
- 23:24möglichst ohne Debatte, denn
- 23:27sonst hätte er nicht so schnell
- 23:28unterschrieben.
- 23:29[schnauben]
- 23:30Wir sprechen hier mit Gert Gies, dem
- 23:32ersten Ministerpräsidenten
- 23:33Sachsen-Anhalts nach der Wende. Er
- 23:35gehört der CDU an und heute am 3.
- 23:37November kommt es eben zu einer
- 23:38entscheidenden Fraktionssitzung der CDU
- 23:41im Landtag von Sachsen-Anhalt. Herr
- 23:42Gieseke kennt natürlich
- 23:44die CDU aus dem Inneren auch. Sie haben
- 23:46gesagt, einigen Abgeordneten sei
- 23:48womöglich die Tragweite dieser
- 23:49Entscheidung, dieser Debatte, die
- 23:51Weiterungen dieser eidesstattlichen
- 23:53Versicherung gar nicht bewusst gewesen.
- 23:55Davon kann nun ja keine Rede mehr sein.
- 23:58Sie denn sagen, wie wird denn heute
- 23:59diese Debatte verlaufen? Kann Sven
- 24:01Schulze das irgendwie politisch
- 24:04überleben? Wie mutig ist denn da die
- 24:07Fraktion zu sagen, Sven Schulze, du hast
- 24:09uns, wie Sie es vorhin gesagt hatten, in
- 24:10ein Debakel geritten. Nun mach du bitte
- 24:13den Weg frei.
- 24:15Ich habe Sie jetzt akustisch schlecht
- 24:16verstanden. Ähm
- 24:18Die Frage ist einfach, wie stark wird
- 24:20mittlerweile bei der CDU Fraktion das
- 24:22Bewusstsein vorgedrungen sein, welch
- 24:24Irrweg es war, diese eidesstattliche
- 24:26Versicherung zu verlangen und wie sehr
- 24:28wie sehr doch Sven Schulze dafür
- 24:30verantwortlich ist, so dass es dort
- 24:31heute einen Aufstand geben wird oder
- 24:33zumindest eine Mehrheit, die sagen wird,
- 24:35also Sven Schulze, du bist
- 24:37Hauptverantwortlich für dieses Debakel,
- 24:39bitte trete zur Seite.
- 24:41Ja, also, das wäre an sich ja zu
- 24:44erwarten. Was auf jeden Fall feststeht
- 24:48ist, dass die Fraktion massiv
- 24:50zerstritten ist, dass sie dass sie
- 24:53sehr aufgeregt ist. Und es ist ja nicht
- 24:57nur es geht ja nicht nur um die
- 24:58Fraktion. Ich weiß, dass in der gesamten
- 25:00Landespartei
- 25:02es fürchterlich rumort und eigentlich
- 25:06eine [räuspern] breite Unzufriedenheit
- 25:09mit Herrn Schulze zu verzeichnen ist und
- 25:11ich kann es dann noch mal sagen, was ich
- 25:13auch am Anfang sagte, es wäre jetzt
- 25:15höchste Zeit, dass er geräuschlos
- 25:17beiseite tritt, sein Amt bis zum bis zur
- 25:20Wahl eines neuen Ministerpräsidenten
- 25:22ebenso geräuschlos
- 25:24zu Ende führt und
- 25:27die Fraktion sich neu aufstellt.
- 25:30Breite Unzufriedenheit in der gesamten
- 25:32Partei der CDU Sachsen-Anhalt mit Sven
- 25:35Schulze, das sagt Gert Gies.
- 25:36Die Frage ist eben, was passiert da
- 25:38heute in dieser Fraktionssitzung und da
- 25:40gibt es natürlich unterschiedliche
- 25:41Tendenzen. Also einerseits würde ich
- 25:43sagen, es gibt gerade nach dieser
- 25:44eidesstattlichen Erklärung und der
- 25:47Tatsache, dass es in die Öffentlichkeit
- 25:48gelangt ist, ein ein entschiedenes Lager
- 25:51und das man hat dadurch natürlich auch
- 25:53eine gewisse mediale Berechtigung
- 25:55bekommen oder medialen Zuspruch dafür,
- 25:57dass man quasi das Ende der Fraktion des
- 26:01Fraktionschefs Sven Schulze fordert.
- 26:03Andererseits muss man sich bewusst sein,
- 26:05dass wenn es dann zur
- 26:07Ministerpräsidentenwahl kommt und einige
- 26:09CDU-Abgeordnete für die AfD stimmen,
- 26:12dass das dann quasi mit dem neuen
- 26:13Fraktionschef nach Hause gehen würde.
- 26:15Das heißt, diese Zersplitterung würde ja
- 26:18beibehalten werden. Das heißt, man
- 26:20bekommt als neuer Fraktionsvorsitzender
- 26:22eine komplett zersplitterte, gespaltene
- 26:25Fraktion und da ist die Frage, wer macht
- 26:27das, wer nimmt das auf sich oder sagt
- 26:29man, das lässt man jetzt erstmal bei
- 26:30Schulze, weil nach der
- 26:32Ministerpräsidentenwahl könnte sich
- 26:33vielleicht ohnehin alles neu regeln. Es
- 26:35ist ohnehin noch komplett offen.
- 26:37Interessant ist auch, dass ein zentraler
- 26:39Akteur heute wohl nicht dabei sein wird,
- 26:41Guido Heuer, der
- 26:44ja vorher Fraktionsvorsitzender war, der
- 26:47wiederum dadurch aufgefallen ist, dass
- 26:48er bei Reif Schüler in der Sendung
- 26:51Schüler fragen, was ist, erklärt hatte,
- 26:53dass er eben den Saal nicht verlassen
- 26:56möchte, also sich dieser Regelung, die
- 26:58man eigentlich für alle gefunden hat,
- 27:00die die Abstimmung den Abstimmungssaal
- 27:01zu verlassen, wenn der Ministerpräsident
- 27:03gewählt wird, der sich dem eben nicht
- 27:06fügen und beugen möchte. Er ist heute
- 27:08nicht dabei. Was heißt das? Das können
- 27:10wir noch nicht klar sagen. Es könnte
- 27:12natürlich einfach ein reiner Zufall
- 27:13sein. Es könnte aber auch sein, dass er
- 27:14sagt, klärt das mal ohne mich. Ich will
- 27:17jetzt nicht der Königsmörder sein. Und
- 27:20da sollen sich jetzt quasi einfach die
- 27:22Mehrheiten ohne mich bilden und dann am
- 27:24Ende gucken wir, was dabei rauskommt.
- 27:26Auf jeden Fall ist es hochspannend, was
- 27:28da heute passiert. Und heute ist so ein
- 27:30bisschen, muss man sagen, Crunchtime
- 27:31einfach für Sven Schulze.
- 27:33Crunchtime eins, du hast das
- 27:34entscheidende Wort aber auch schon
- 27:35gesagt, Pauline. Crunchtime zwei kommt
- 27:38ja erst noch, nämlich die Wahl zum
- 27:40Ministerpräsidenten. Und diese Wahl ist
- 27:42es ja vermutlich, was die Menschen in
- 27:44Sachsen-Anhalt viel, viel mehr
- 27:46interessiert und viel mehr bewegt als
- 27:49die
- 27:50Parteiinternen Querelen bei der CDU.
- 27:52Deswegen würde mich als abschließende
- 27:54Frage an Herrn Gies noch mal eine
- 27:56Prognose zu dieser
- 27:57Ministerpräsidentenwahl
- 27:58interessieren, denn da gab es ja schon
- 28:00eine vorausgegangene Unsäglichkeit, so
- 28:03nehme ich das zumindest wahr, nämlich
- 28:04diesen Boykott, diesen Walkout, der dort
- 28:07geplant worden war, nicht an der Wahl
- 28:10teilzunehmen. Da stand es eigentlich 14
- 28:12zu eins. Guido Heuer war der einzige,
- 28:14der gesagt hat, das möchte ich mir
- 28:15rechtlich lieber noch mal anschauen.
- 28:17Fühlte sich offenbar auch schon da unter
- 28:18Druck gesetzt. Inzwischen wissen wir ja,
- 28:21dass die eidesstattliche Versicherung
- 28:23und der Plan zum Boykott zusammenhingen.
- 28:26Also, dass auch dort mit dieser
- 28:28Versicherung der Druck aufgebaut wurde.
- 28:31Na ja, Ja wenn wir das nicht
- 28:32unterschreiben, dann nehmen wir aber
- 28:33wenigstens nicht an der Wahl teil, liebe
- 28:35Freundinnen und Freunde. Ähm,
- 28:38was glauben Sie, Herr Gies, verlässt die
- 28:40CDU den Saal oder bricht diese Front
- 28:43noch zusammen?
- 28:45Also, ich vermute stark, dass diese
- 28:47sogenannte Front zusammenbricht.
- 28:49Ähm, es es wird vielleicht einzelne
- 28:52geben, die den Saal verlassen, aber es
- 28:54wird sicherlich mehr, werden sicherlich
- 28:57mehr als Herr Hoyer sein, die im Saal
- 29:00bleiben und äh
- 29:02ihr Stimmrecht wahrnehmen werden. Und
- 29:05ähm
- 29:06wie das heute ausgeht und welche
- 29:08Motivation Herr Hoyer hat, weiß ich
- 29:10nicht. Ich weiß, der war in der
- 29:12vergangenen Woche im Urlaub, aber jetzt
- 29:13müsste er eigentlich wieder zu Hause
- 29:15sein. Ich könnte mir aber durchaus
- 29:17vorstellen, dass er sich sagt, das soll
- 29:19die Fraktion ohne meine Teilnahme
- 29:22klären, ich will mich dabei nicht
- 29:24exponieren und nicht verbrennen. Und äh
- 29:28zu der künftigen
- 29:29Ministerpräsidentenwahl, wann auch immer
- 29:31sie stattfindet,
- 29:32ähm
- 29:34halte ich die Position, die Herr Hoyer
- 29:36ja öffentlich vertreten hat, im Umgang
- 29:39mit der AfD für äußerst vernünftig,
- 29:42indem er ja sagte,
- 29:44wir sollten zu einer Politik der roten
- 29:46Linien kommen. Hier, bis zu dieser
- 29:48Stelle, können wir als CDU mitgehen und
- 29:51an der anderen Stelle äh können wir
- 29:53nicht mitgehen. Das wäre vernünftige
- 29:56Politik für die Menschen in
- 29:57Sachsen-Anhalt.
- 29:58Sagt Gert Gies, der ehemalige
- 30:00Ministerpräsident Sachsen-Anhalts,
- 30:03Mitglied der CDU. Vielen herzlichen
- 30:05Dank, dass Sie mit uns heute an diesem
- 30:07frühen Morgen so spannend gesprochen
- 30:09haben und uns Einblicke gewährt haben in
- 30:11das Innere der CDU Sachsen-Anhalts.
- 30:14Vielen, vielen herzlichen Dank. Ihnen
- 30:16noch einen schönen Tag. Auf Wiedersehen.
- 30:18Bitte.
- 30:19Danke sehr.
- 30:20Ja, das war also unser Thema heute, Tag
- 30:22der Entscheidung. Ab 15 Uhr trifft sich
- 30:24die CDU-Fraktion im Landtag von
- 30:26Sachsen-Anhalt und nicht nur Gert Gies
- 30:28sagt, es ist nun Zeit für Herrn Schulze,
- 30:31den Weg frei zu machen und die
- 30:33Konsequenzen zu ziehen aus seiner
- 30:35Verantwortung für dieses Debakel, in das
- 30:38er die CDU Sachsen-Anhalt geführt hat.
- 30:41Ob es dazu kommen wird, wir werden
- 30:42darüber berichten. Bleiben Sie bei uns,
- 30:44bei uns sind Sie immer am besten
- 30:46informiert. Bei uns gibt es auch oft
- 30:48exklusive Nachrichten, wie etwa die
- 30:50Stellungnahme von Guido Hoyer im
- 30:51Gespräch mit dem Kollegen Ralf Schüler,
- 30:53die wirklich bundesweit Wellen
- 30:55geschlagen hat. Darüber haben wir eben
- 30:57gesprochen und viele Menschen wissen zu
- 30:59schätzen, was wir hier leisten, was wir
- 31:01leisten für Freien, für Frechen, für
- 31:04Vermutigen, für Unabhängigen
- 31:05Journalismus. Ein News-Fan schreibt uns
- 31:07Folgendes, ich darf zitieren: Auch ich
- 31:10möchte einen kleinen Beitrag dazu
- 31:12leisten, um News dabei zu helfen, noch
- 31:14größer zu werden. Ich bin seit der
- 31:16ersten Stunde ein großer Fan von euch
- 31:18und lasse mir an keinem Morgen ab 6 Uhr
- 31:20die beliebteste Morning Show und abends
- 31:22um 18 Uhr die Sendung mit Andreas
- 31:25Dorfmann entgehen. Auch wenn ich nur
- 31:27eine kleine Erwerbsunfähigkeitsrente
- 31:29bekomme, möchte ich etwas dazu beitragen
- 31:32und euch unterstützen. Ihr seid so
- 31:34wichtig wie der Kaffee am Morgen. Bitte
- 31:37macht weiter so. Viele liebe Grüße aus
- 31:39Bielefeld. Ganz, ganz fabelhaft. Ja,
- 31:41bleiben Sie uns gewogen. Vielen Dank
- 31:43diesem treuen Fan aus Bielefeld. Morgens
- 31:453 Stunden mit uns, abends noch Dorfmann,
- 31:47dazwischen haben wir unsere App, wir
- 31:49haben unsere Homepage, wir haben viele
- 31:50verschiedene Formate. Alles machen wir
- 31:52aus Liebe zum Journalismus und das ist
- 31:54auch unser Motto, mit dem Sie uns
- 31:56unterstützen können. Schauen Sie vorbei
- 31:58bei news.de,
- 32:00n i u s.de /ausliebe.
- 32:04Unterstützen Sie uns, werden Sie
- 32:05offizieller Unterstützer von News. Mit 5
- 32:08Euro im Monat sind Sie schon dabei. Wir
- 32:11freuen uns sehr auf Sie. Wir sagen
- 32:13danke, schön, dass es Sie gibt.
- 32:16Und ab 7:30 Uhr beschäftigen wir uns mit
- 32:19der Halloween-Randale und dem
- 32:21Staatsversagen von Frankfurt. News
- 32:23belegt mit Videos, wie die Polizei
- 32:24Randalierer und Plünderer gewähren ließ,
- 32:27anstatt mit aller Macht durchzugreifen
- 32:29und den Rechtsstaat durchzusetzen. Jetzt
- 32:32ist es 6:32
- 32:34Uhr. Hier sind die Schlagzeilen des
- 32:35Tages.
- 32:38[musik]
- 32:40Es wird mal wieder teurer, darauf kann
- 32:42man sich verlassen. Deutschlands
- 32:43Autofahrer müssen sich zum Jahreswechsel
- 32:46offenbar auf einen kräftigen Preissprung
- 32:48einstellen. Laut Bild-Zeitung warnt
- 32:50Tankstellenverbandschef Carsten Müller
- 32:52von bis zu 40 Cent mehr pro Liter
- 32:55Benzin. Grund dafür sind das mögliche
- 32:57Auslaufen der staatlichen
- 32:58Spritpreisbremse und eine höhere
- 33:00Klimasteuer,
- 33:02die ab Januar greifen soll. Unterdessen
- 33:04gibt es aus dem Wirtschaftsministerium
- 33:06einen ersten Entwurf zum
- 33:07Spritpreisdeckel.
- 33:09Dieser sieht allerdings hohe Hürden vor.
- 33:13Ja, meine Güte, Benzin zum Jahreswechsel
- 33:15bis zu 40 Cent teurer. Also, man kann
- 33:17sagen, eine Zusage hält Friedrich Merz
- 33:21wirklich ein. Da hängt er dran wie nix.
- 33:23Es wird teurer, teurer, teurer.
- 33:25ich ergänzen darf, weil wir das ja
- 33:27wollen, hat er gesagt. Es wird teurer,
- 33:30weil wir das ja wollen. Und auf dieses
- 33:33Versprechen von Friedrich Merz kann man
- 33:34sich tatsächlich verlassen. Das ist das
- 33:36einzige Versprechen bisher, auf das man
- 33:37sich verlassen kann, aber das dafür umso
- 33:40konsequenter. Sind tatsächlich
- 33:41dramatische Nachrichten von den
- 33:43Zapfsäulen dieses Landes, als wären die
- 33:45Preise da nicht hoch genug. Also, ich
- 33:47sehe da gerade hinter dir 2,19 Euro,
- 33:492,07 Euro, 2,13 Euro. Da kann man sich
- 33:51noch glücklich schätzen bei den Preisen.
- 33:53Neulich lief übrigens ein Tatort letzte
- 33:56Woche Sonntag, glaube ich, und da sah
- 33:58man eine Tankstelle und da waren die
- 34:01Preise bei 1,83 Euro oder sowas im
- 34:04Hintergrund. Ich dachte, mein Gott, wann
- 34:05habt ihr den Tatort aufgemessen? Fast
- 34:07historisch. Also, was passiert hier
- 34:09gerade? Nächstes Jahr wird's teurer und
- 34:11zwar nicht wegen der Ölmultis, sondern
- 34:14politisch gewollt. Denn im Januar zündet
- 34:17die nächste Stufe der CO2-Bepreisung,
- 34:20dieses sogenannte marktwirtschaftliche
- 34:21Instrument, was nichts anderes ist als
- 34:23eine Fantasiesteuer auf die Luft, um die
- 34:25Menschen umzuerziehen und ihr Leben
- 34:27unerträglich teuer zu machen, genauso
- 34:28wie Friedrich Merz das ja
- 34:29dankenswerterweise gesagt hat. Da kommt
- 34:31die nächste Stufe. Da sagt jetzt der
- 34:33Tankstellenverband, das könnte bis zu 40
- 34:35Cent nach oben bedeuten. Da kommen
- 34:37nämlich mehrere Effekte zusammen.
- 34:39Erstens die neue Luftsteuer, die nächste
- 34:41Stufe der Luftsteuer und zweitens die
- 34:44bisherige
- 34:46Deckelung oder Absenkung, Deckelung ist
- 34:48es ja noch nicht, Absenkung der
- 34:50Benzinpreise durch einen gewissen
- 34:52Steuerverzicht, die läuft aus. So kommen
- 34:54eben zwei Preiseffekte zusammen, das
- 34:55heißt, der 1. Januar 2027 könnte mit
- 34:59plus 40 Cent, 40 Cent an der Tankstelle
- 35:02beginnen. Katharina Reiche ist jetzt
- 35:04beauftragt und das ist auch
- 35:05hochspannend,
- 35:06einen Spritpreisdeckel gegen die
- 35:09Ölmultis gesetzlich zu schaffen.
- 35:12Das ist ein Herzensanliegen der SPD, das
- 35:14war sozusagen die Vereinbarung zwischen
- 35:15CDU und SPD. Einerseits gibt es jetzt
- 35:18sozusagen den Tankrabatt, aber dann gibt
- 35:20es auch den Spritpreisdeckel und da hat
- 35:22Katharina Reiche jetzt ein Gesetz
- 35:24vorgelegt, was ehrlicherweise nichts
- 35:26anderes ist, als ein gewaltiger
- 35:27Mittelfinger an die an die SPD. Muss man
- 35:30so ganz klar sagen und ich finde es gut,
- 35:32weil Preiskontrolle ist am Ende
- 35:33Planwirtschaft und Sozialismus. Was
- 35:35sieht dieses Gesetz vor?
- 35:37Erst, wenn die Benzinpreise in
- 35:39Deutschland drei aufeinanderfolgende
- 35:41Wochen 5 Prozentpunkte mehr steigen als
- 35:45im europäischen Durchschnitt, dann setzt
- 35:48dieser Spritpreisdeckel ein. Was
- 35:50natürlich niemals passieren wird, weil
- 35:53die Ölmultis,
- 35:55die
- 35:57Konzerne, die Tankstellenkonzerne
- 35:59spätestens in der dritten Woche sagen
- 36:01werden, na ja, lass uns mal bei 4,8
- 36:03bleiben, bevor
- 36:05die bevor am Ende unsere Erlöse und
- 36:07unsere Gewinne gedeckelt werden. SPD
- 36:09schon wieder auf der Zinne, sollte bis
- 36:11Ende des Jahres stehen, wird nicht bis
- 36:12Ende des Jahres stehen. Also, es wird
- 36:14zum 1. Januar meiner Meinung nach keinen
- 36:16Spritpreisdeckel geben, dafür mal wieder
- 36:18jede Menge Streit.
- 36:20Und das ist ja, finde ich, auch gut so,
- 36:22denn dieser Spritpreisdeckel würde ja am
- 36:24Ende womöglich noch zu größerer
- 36:26Knappheit führen, weil dann die
- 36:27Raffinerien
- 36:28lieber ins Ausland verkaufen. Also, die
- 36:31Idee, Preise zu deckeln, ist einfach nie
- 36:34eine gute Idee. Der Staat hat da nichts
- 36:36zu suchen. Es könnte halt eben auch zu
- 36:38zu großen Ungerechtigkeiten führen, weil
- 36:40je nach Region das dann eben
- 36:42unterschiedlich äh wäre und dann
- 36:44unterschiedlich gedeckelt wäre. Das
- 36:46heißt, äh es fallen dann einfach
- 36:48unterschiedliche Kosten an und der Chef,
- 36:51der ähm
- 36:53des Tankstellenverbands, Karsten Müller,
- 36:56hat in der Süddeutschen Zeitung sogar
- 36:57gewarnt, wenn es jetzt zum Jahreswechsel
- 36:59teurer wird der Sprit, dann könnte es
- 37:01wieder zu Hamsterkäufen kommen. Dann
- 37:02füllen die Leute wieder Sprit in ihre
- 37:04Colaflaschen ab, weil sie wissen, nach
- 37:06dem Jahreswechsel, ja, hat er so
- 37:07beschrieben, passiert an den
- 37:08Tankstellen. Leute kommen
- 37:10Billiger als die Cola dann mit dem
- 37:11in Colaflaschen, weil dieser
- 37:14Jahreswechsel den Sprit dann eben noch
- 37:15mal teurer macht. Also, da sieht man
- 37:17doch, dass diese gesamte Regulierung äh
- 37:20einen vollkommenen Irrsinnzustand
- 37:22schafft, wo die Leute äh hamstermäßig
- 37:25den Sprit äh abfüllen müssen. Man würde
- 37:27sich einfach wünschen, dass der Staat
- 37:29sich aus diesem ganzen Bereich ein
- 37:30bisschen zurückzieht, sagt, wir
- 37:32besteuern jetzt mal nicht den
- 37:33CO2-Ausstoß, wir äh wir lassen den Preis
- 37:36einfach mal den Preis sein, wir deckeln
- 37:38ihn auch nicht, wir lassen ihn sich
- 37:40einfach mal entwickeln und dann könnte
- 37:42man ja äh schauen, ob es dann am Ende
- 37:44teurer wäre oder ob es nicht vielleicht,
- 37:45wenn man diese ganzen Steuern wegnehmen
- 37:46würde, so entscheidend preiswert werden
- 37:48würde, dass es den Leuten auch nützt.
- 37:50man Benzin vergünstigen will, könnte man
- 37:52eben einfach auf diese wahnwitzige
- 37:54CO2-Bepreisung, auf diese Luftsteuer
- 37:56verzichten, wo es ja ausschließlich
- 37:58darum geht, die Deutschen zu erziehen,
- 38:01ohne, ich wiederhole, ohne jeglichen
- 38:03Effekt aufs Klima. Also, das Benzin, was
- 38:06möglicherweise hier weniger verbraucht
- 38:08wird, wird hier irgendwo anders
- 38:09verbrannt. Das Öl, was wir nicht
- 38:11abnehmen wird, wird irgendwo anders
- 38:12abgenommen. Also, es hat exakt null
- 38:14Auswirkung, außer dass es die Menschen
- 38:15in Deutschland ärmer macht, nicht nur an
- 38:17der Tankstelle, sondern durch die
- 38:19Gesamtinflation, die ja ganz massiv von
- 38:20der Energieinflation, also z.B. von
- 38:23Transportkosten äh getrieben wird. Eine
- 38:25gute Nachricht, eine gute Nachricht gibt
- 38:27es trotzdem in diesem ganzen
- 38:29Spritirrsinn. Bei den sogenannten
- 38:31Cornelsen-Aufständen, wie ich sie nenne,
- 38:33den Dirkeweltatlas-Aufständen
- 38:35der jungen Schüler in diesem Land, ja,
- 38:37die nichts mehr wollen als neue
- 38:39Schulbücher und dafür dann marodierend
- 38:41durch die Straßen ziehen, die
- 38:43Molotowcocktails werden teurer.
- 38:45[gelächter]
- 38:46Die Molotowcocktails sind quasi
- 38:48unbezahlbar geworden. Du gehst also als
- 38:50als aufstrebender bildungshungriger
- 38:53Schüler an die Tanke und sagst, boah,
- 38:55ich muss jetzt endlich mal drei, vier
- 38:57Mollys auf die Polizei werfen, damit ich
- 38:59endlich meinen neuen Dirk Gewelt Atlas
- 39:00kriege, ja. In meinem Dirk Gewelt Atlas
- 39:02ist immer noch die innerdeutsche Grenze
- 39:05eingezeichnet und ich möchte endlich
- 39:07nicht mehr den von 1987, sondern ich
- 39:09möchte die neueste Auflage. So und
- 39:10deswegen muss ich jetzt drei, vier
- 39:11Molotowcocktails auf die Polizei
- 39:13schleudern und vielleicht in Frankfurt
- 39:15noch die ein oder andere Scheibe
- 39:16einschlagen. Und du gehst zur Tankstelle
- 39:18und siehst auf einmal, was? 2 Euro, da
- 39:20steht da 19, 2 Euro
- 39:2259 den Liter, da kann ich mir keinen
- 39:25Molotowcocktail mehr leisten. Ja, also
- 39:27ist vielleicht eine gute Nachricht für
- 39:28viele Berliner Polizisten, für viele
- 39:30Frankfurter Polizisten,
- 39:32die sich jetzt nicht mehr mit
- 39:34Brandsetzern auseinandersetzen müssen,
- 39:35weil sie einfach zu teuer geworden sind.
- 39:37Das war die erste Schlagzeile des Tages.
- 39:39Benzin könnte zum 1. Januar 40 Cent pro
- 39:42Liter teurer werden. Und damit kommen
- 39:44wir zu einem neuen Kapitel unserer
- 39:46beliebten Endlos-Saga Friedrich und die
- 39:48Frauen. Tja, Bundeskanzler Friedrich
- 39:51Merz hat sich nämlich bei der Suche nach
- 39:53einem Nachfolger für Bundespräsident
- 39:55Frank-Walter Steinmeier laut Zeit
- 39:56festgelegt. Er, Friedrich Merz, will
- 39:59erstmals eine Frau an der Spitze des
- 40:01Staates sehen. Der Kanzler möchte eine
- 40:03gemeinsame Kandidatin aus der, wie es
- 40:05heißt, politischen Mitte vorschlagen.
- 40:08CSU-Chef Markus Söder hatte bereits
- 40:11Bayerns Landtagspräsidentin Ilse Aigner
- 40:13ins Gespräch gebracht. Auch Frau Ines
- 40:15Klaws aus Hessen ist im Gespräch, galt
- 40:18bisher als eine der Favoritinnen von
- 40:21Friedrich Merz, aber nun scheint das
- 40:22Rennen, zumindest was den
- 40:24Chromosomensatz anbelangt, gelaufen.
- 40:26[gelächter]
- 40:26Friedrich Merz will eine Frau als
- 40:28Staatsoberhaupt vorschlagen. Ja,
- 40:30Pauline, was sagt uns das über Friedrich
- 40:33Merz und über diese Debatte, vielleicht
- 40:35aber auch über dieses Amt?
- 40:36Mir sagt es erstens, dass diese Debatte
- 40:38auf einem vollkommen antiquierten Level
- 40:40geführt wird. Also, wenn wir ernsthaft
- 40:42in diesem Jahr 2026 noch sagen, wir
- 40:45wollen jetzt eine Frau, ich muss sagen,
- 40:48also, das finde ich so altmodisch, das
- 40:52am Geschlecht festzumachen und dann als
- 40:55CDU zu glauben, das wäre jetzt ein
- 40:57moderner Move, wenn man sagt, "Ha, wir
- 41:00haben jetzt auch mal eine Frau dafür im
- 41:02Rennen." Da bin ich ehrlich gesagt auch
- 41:04als Frau, empfinde ich das als
- 41:05beleidigend, weil ich finde, wir sind in
- 41:07einer Zeit angekommen, wo man sich als
- 41:09Frau einfach genauso bewähren kann wie
- 41:11als Mann, wo man durch Leistung sich
- 41:13durchsetzen muss und nicht durch sein
- 41:14Geschlecht. Und wenn man da immer noch
- 41:16die Frauen so auf ihr Geschlecht
- 41:17reduziert, finde ich das eben gar nicht
- 41:19modern, sondern es streicht noch mal
- 41:21hervor, was für eine altmodische Partei
- 41:24die CDU geworden ist. Für mich. Das ist
- 41:26das erste. Das zweite ist natürlich die
- 41:28Frage, was bedeutet es politisch?
- 41:31Und mit Frau hält er sich natürlich
- 41:34Friedrich Merz offen, dass es auch Ilse
- 41:36Aigner werden kann, aber ich würde doch
- 41:38stark vermuten, dass er versucht,
- 41:40jemanden von der CDU dort nach vorne zu
- 41:42platzieren. Wir haben ja hier bei News
- 41:45berichtet, dass er Karin Prien
- 41:47favorisiert, was ich fatal fände, wenn
- 41:50man sich anschaut, wie sehr Karin Prien
- 41:52die Antifa finanziert hat, wie sehr sie
- 41:54den linken Kulturkampf finanziert hat.
- 41:56Also, da würde man eine der obersten
- 41:58Kämpferinnen gegen Rechts zur
- 42:00Bundespräsidentin machen. Es wäre dann
- 42:02immerhin eine gute Tradition nach
- 42:04Frank-Walter Steinmeier, dass der Kampf
- 42:06gegen die Opposition von höchster Stelle
- 42:08vermutlich fortgeführt werden würde. Für
- 42:10das Kontinuität des Amtes.
- 42:12Ja,
- 42:13[gelächter]
- 42:13für das Amt, wie es ursprünglich
- 42:15irgendwann mal als überparteiliche
- 42:17Instanz gedacht war, wäre es suboptimal,
- 42:20aber ich glaube, dass man sich in den
- 42:22sogenannten Zeiten wie diesen, die ja
- 42:24gern beschworen werden, wahrscheinlich
- 42:26Überparteilichkeit überhaupt nicht mehr
- 42:27leisten kann.
- 42:29Also, da stecken so viele interessante
- 42:31Dinge drin. Erstens muss ich, wenn
- 42:32Friedrich Merz über Frauen spricht,
- 42:34immer an diese legendäre, ich glaube, es
- 42:35war Parteitagsrede, wo er auch schon mal
- 42:38Vorsitzender werden wollte,
- 42:39zurückdenken. Als Friedrich Merz
- 42:41nachgesagt wurde, er hat ein
- 42:42Frauenproblem. Und damit wollte er,
- 42:44damit wollte er aufräumen, ja? Und dann
- 42:46hat er
- 42:47diese Rede gehalten und hat über die
- 42:50Sozialschwachen gesprochen, ja? wie sich
- 42:52die Gesellschaft um die sozialschwachen
- 42:54kümmern soll und sagt dann meine Damen
- 42:57und Herren, lassen Sie mich in dem
- 42:59Zusammenhang noch ein Wort zu den Frauen
- 43:01sagen, ich habe selber welche zu Hause.
- 43:04[gelächter]
- 43:05Die zeigen mir schon mal die gelbe
- 43:07Karte. War dann glaube ich die
- 43:08Formulierung. Also, das ist natürlich
- 43:10irgendwie bedenklich, dass sozusagen die
- 43:12Auswahl der Nummer eins im Staat dieses
- 43:15dieses höchsten und wenn man es richtig
- 43:17lebt und ausübt, ja auch schönsten Amtes
- 43:19im Staate jetzt den sozusagen Klischees
- 43:23des Bundeskanzlers unterliegt. Wo hat
- 43:25der Kanzler ein Problem? Okay,
- 43:26Frauenproblem. Ja, gut, dann sollte es
- 43:28halt eine Frau sein. Darf es ein
- 43:30bisschen Frau sein, ja. Es ist ja hier
- 43:31erkennbar, die einzige politische
- 43:33Debatte ohne, das muss man ja auch
- 43:35sagen, bisher eine beeindruckende Frau
- 43:37aufgetaucht wäre. Also, ja, Ilse Aigner
- 43:40ist eine brave Parteisoldatin, die man
- 43:42da auf das Amt der des des
- 43:45Landtagspräsidenten gesetzt ist, führt
- 43:46sie auch ordentlich. Da gibt es jetzt
- 43:48gar keine
- 43:49Lala, würde ich sagen. Würde auch schon
- 43:50der AFD einfach das Mikro abgeschaltet
- 43:52werden, wenn die was gesagt haben, was
- 43:53ihr nicht gepasst hat.
- 43:54Entschuldigung, ich korrigiere mich auf
- 43:57sanftes Einwirken einer Frau, sie führt
- 43:59es so lala, vollkommen richtig. Ähm, nur
- 44:02das jetzt von Ilse Aigner, die, ich sage
- 44:05jetzt mal, bewegenden intellektuellen
- 44:07Schriften
- 44:09erkennbar wären, ja, dass man sagt,
- 44:10boah, wenn die Ilse da erstmal ins
- 44:13Schloss Berchtesgaden zieht, da weht
- 44:14auch so ein neuer intellektueller
- 44:16Spargel durchs Land, ja, da funkelt es
- 44:18auf einmal. Wenn Ilse spricht, dann dann
- 44:21lauscht das Land, dann hören die Leute
- 44:22zu, dann hängen die an ihren Lippen. Das
- 44:24muss man sagen, hat die letzten 40 Jahre
- 44:26über Ilse Aigner einfach niemand gesagt.
- 44:28Also, ich finde, es wäre eigentlich ganz
- 44:29schön, wenn für das das Amt, das
- 44:32ausschließlich das Wort als Machtmittel
- 44:34hat, jemand in Frage käme, der bei dem
- 44:37nicht das Geschlecht im Vordergrund
- 44:38steht, sondern das Wort. Das wäre keine
- 44:41schlechte keine schlechte Nachricht. Von
- 44:43der anderen, Ines Klaus aus der CDU, ist
- 44:46er also, bei Ilse Aigner wusste man
- 44:48wenigstens, dass sie schon mal was
- 44:48gesagt hat. nicht, ob sie was
- 44:50intelligentes oder beeindruckendes
- 44:51gesagt hat, aber es ist allgemein
- 44:53bekannt, dass sie schon mal gesprochen
- 44:54hat und dass sie existiert. Bei der
- 44:56anderen wusste man einfach bis vorletzte
- 44:58Woche gar nicht, dass es sie gibt. Ist
- 44:59sicher eine tolle Frau. Ich habe, aber
- 45:01man hat einfach noch nie von ihr gehört
- 45:02und es gibt ja so viele kluge Menschen
- 45:04in diesem Land und es steht auch
- 45:06eigentlich nirgendwo, dass das wieder
- 45:07der nächste Apparat schick sein muss,
- 45:09der auf diesem Posten sitzt. Also, warum
- 45:10besetzen wir überhaupt Ämter?
- 45:13Für die es gar keinen Politiker braucht,
- 45:14sondern
- 45:16eine Figur, eine Gestalt, jemand, der
- 45:19Richtung vorgeben kann, jemand, der
- 45:20inspirieren kann oder jemanden, wenn die
- 45:23Linken das alles durch ändern wollen.
- 45:25[gelächter]
- 45:26Warum besetzen wir das nicht mit einer
- 45:28beeindruckenden intellektuellen Figur?
- 45:30Ich bin halt für Harald Schmidt. Harald
- 45:32Schmidt hat das 40, 50 Jahre durch
- 45:34Showbusiness geschafft, ohne dass man
- 45:36den Hauch einer Ahnung hat, wen er
- 45:37wählt. Und er hat sich auch nie gegen
- 45:40irgendeine Gruppe im Land positioniert,
- 45:42sondern er hat einfach. Beim Thema Humor
- 45:44immer gegen alle ausgeteilt. Humor ist
- 45:46ja eine Bestätigung des Geistes. Das ist
- 45:48einfach ein sehr, sehr intelligenter
- 45:49Mann. Ich glaube, alle könnten sich
- 45:51darauf einigen. Warum brauchen wir
- 45:52überhaupt den nächsten Politiker? Was
- 45:53ist das für eine Logik? Ja, wenn die
- 45:55CSU, dann nehmen wir da eine Frau und
- 45:56dann kommt da einer aus Hessen und dann
- 45:57haben wir noch mal Proporz aus
- 45:58Baden-Württemberg. Kein Mensch versteht
- 46:00das mehr. Kein Mensch versteht das mehr.
- 46:02Und allerletzter Punkt noch mal zu
- 46:04dieser.
- 46:05Wie Friedrich Merz sagen würde, lassen
- 46:06Sie mir noch mal ein Wort zu den Frauen
- 46:08sagen. Ich [schnauben] muss ehrlich
- 46:11sagen, dass ich dieses Argument, jetzt
- 46:13wird es mal Zeit für eine Frau, nach 16
- 46:16Jahren Angela Merkel einfach auch
- 46:18inhaltlich nicht verstehe und nicht
- 46:20mitgehen kann. Wir haben das Experiment
- 46:23gemacht. Sind Frauen im Amt irgendwie
- 46:25besser, weil sie Frauen sind? Und wir
- 46:27haben an Angela Merkel gesehen, das hat
- 46:29erkennbar nicht geholfen. Sie hat in
- 46:31allen historischen Entscheidungen
- 46:32verheerend falsch gelegen. Wir haben
- 46:34nachher einen Satz von ihr, wo sie Syrer
- 46:37und Ostdeutsche gleichsetzt, sagt, sind
- 46:39alles nur Eingebürgerte. Eine
- 46:41verheerende Marxistin im Amt, mit allem
- 46:43falsch gelegen. Atomausstieg, bei Corona
- 46:46die das Volk gespalten wie keine andere
- 46:48Kanzlerin zuvor. Einfach wirklich
- 46:50einfach bei jedem einzelnen Thema
- 46:52Migration gar nicht von zu sprechen.
- 46:55Und um es noch ein bisschen äh
- 46:57kontrovers abzubinden, nicht zu
- 46:59versöhnlich zu werden so früh am Morgen.
- 47:01Ich persönlich habe das Gefühl,
- 47:03dass ähm
- 47:04polit- politdemografisch
- 47:07äh
- 47:08junge Frauen Anfang 30 mit ihren äh
- 47:12liberalen äh verirrten Ansichten eines
- 47:14der größten politischen Probleme im Land
- 47:16sind. Und das allergrößte Problem ist,
- 47:18wie sie ihre Weichei-Boyfriends dann mit
- 47:20in ihren linksradikalen Abgrund reißen
- 47:23und sich um irgendwelche Orchideen-
- 47:24Themenkreise, um diese ganze Opferrolle,
- 47:26die ganze Gesellschaft nur noch als
- 47:28Opfer, Männer nur noch als Täter. Die
- 47:30Männer laufen eingeschüchtert nebenher,
- 47:32äh wissen nicht mal mehr, ob sie jetzt
- 47:33noch Club-Mate bestellen dürfen, äh äh
- 47:36welche Milch sie trinken dürfen. Darf
- 47:37ich noch eine Kuhmilch oder Mandel? Um
- 47:39Gottes Willen, aber es sind Mandeln
- 47:40nicht zu viel Wasser. Und das ist
- 47:42tatsächlich ein ein gesellschaftlich
- 47:43frauengesteuertes äh ein ein
- 47:45frauengesteuertes Phänomen, ja? Äh die
- 47:48die totale politische Verirrung unserer
- 47:50Gesellschaft ist auch inspiriert von
- 47:52Angela Merkel, mit Figuren wie äh Luisa
- 47:54Neubauer. Ist ja auch ein
- 47:56frauengesteuertes Phänomen. Das ist kein
- 47:58Argument gegen Frauen, aber ist auch
- 47:59ganz sicher kein Argument für Frauen,
- 48:01meiner Meinung nach.
- 48:02Einen Satz noch zu der ganzen Frage, was
- 48:04bedeutet das eigentlich äh
- 48:06verfassungsmäßig, weil auch das finde
- 48:08ich interessant, weil dieses Amt
- 48:10des Bundespräsidenten ist ja auch eine
- 48:13Kontrollfunktion. Also eine
- 48:15Kontrollfunktion, die quasi keine äh
- 48:18exekutive Macht hat, aber eben, wie du
- 48:20sagst, die Macht des Wortes und damit
- 48:22schon auch hinterfragen kann, was zu der
- 48:24Regierung. Und genau diese Rolle
- 48:27versucht man natürlich seit Jahren
- 48:29auszuhöhlen, indem man immer die eigenen
- 48:31Parteisoldaten dorthin setzt. Also, wenn
- 48:33man sagt, diejenigen Leute, die eben
- 48:35besonders treu waren gegenüber den
- 48:37Kanzlern, die vielleicht die Mischung
- 48:39aus Parteisoldat und dann noch besonders
- 48:41betulich, das ist auch immer, glaube
- 48:42ich, gut für dieses Amt, diese beiden
- 48:44Faktoren mitbringen, die werden dann da
- 48:46rein gehievt und äh dass dann am Ende
- 48:49eben keine Kontrolle rauskommt und nicht
- 48:51diese dieses Inspirierende, dieses
- 48:53Debattenanstoßende, was wir ja auch mal
- 48:55hatten. Also, wir hatten ja
- 48:56Bundespräsidenten, die wirklich wichtige
- 48:58gesellschaftliche Debatten angestoßen
- 49:00haben, auch kontroverse Debatten, die
- 49:03eben nicht versucht haben, über alles
- 49:04nur so ein Deckel zu drauf zu machen,
- 49:07die Kritiker ruhigzustellen, sondern die
- 49:09eben gerade diesen Funken der
- 49:10Inspiration in die Bevölkerung gebracht
- 49:12haben. Genau diese Funktion versucht man
- 49:14ja auszuschalten, indem man immer nur
- 49:16die eigenen Leute da reinbringt, von
- 49:17denen man weiß, sie werden die
- 49:19Bevölkerung nicht inspirieren, sie
- 49:21werden die Bevölkerung nicht vertreten,
- 49:22sondern sie werden die Bevölkerung
- 49:23belehren im Sinne der Regierung. Und
- 49:25genau das ist es, was man versucht mit
- 49:27diesen Parteisoldaten auszulösen.
- 49:30Also das Beste noch zu dem Punkt. Das
- 49:32Beste, was wir machen könnten, wäre das
- 49:33einfach in der Verfassungsordnung anders
- 49:35zu regeln und dieses Amt meiner Meinung
- 49:37nach abzuschaffen, weil es gab diese
- 49:39inspirierenden Reden und ich glaube
- 49:41auch, dass diese integrative Gestalt
- 49:43vielleicht auch vor der
- 49:44Wiedervereinigung, vor dem Mauerfall
- 49:47wichtig war, sozusagen so als Leuchtturm
- 49:49der des Westens, ja, als auch die Figur,
- 49:52die rüber rübergeblickt hat über den
- 49:53Eisernen Vorhang, gewissermaßen das
- 49:56Licht des Westens war, auch so eine
- 49:58Hoffnung symbolisiert hat. Wenn ich mir
- 50:00die letzten Jahre und Jahrzehnte, selbst
- 50:01wenn ich zu Roman Herzog gehe und seiner
- 50:03legendären Rückrede. Wann immer es um
- 50:05die inspirierenden Worte des
- 50:06Bundespräsidenten geht, geht es um die
- 50:08Rückrede von Roman Herzog. Kein Mensch
- 50:09kann sagen, was er da drin gesagt hat,
- 50:11außer das Wort Ruck. Niemand weiß es,
- 50:13niemand im Land, außer vielleicht
- 50:15wirklich die ultimativen
- 50:16Polit-Connaisseure in, weiß ich nicht,
- 50:18der Konrad-Adenauer-Stiftung oder sowas
- 50:20oder jemand, der eine Doktorarbeit
- 50:21darüber geschrieben hat, die wiederum
- 50:23keiner gelesen hat. In der Rückrede ging
- 50:24es um Bildung. Es ging um die Bildung
- 50:27dieses Landes. Es war die Vor-Pisa-Rede.
- 50:30Es war die Mahnung, dass da eine
- 50:31Katastrophe auf uns zuläuft. War eine
- 50:33ganz tolle Rede. Was hat sie gebracht?
- 50:35Nüschte. Rein gar nichts. Alle haben
- 50:38gesagt, oh, was für eine schöne
- 50:39Rückrede. Gut, dass das Wort Ruck
- 50:41reingeschrieben hat und diesen Einsatz,
- 50:43denn sonst würde ehrlicherweise niemand
- 50:44sie erinnern, weil den Inhalt kennt gar
- 50:46keiner mehr. Konsequenzen draus gezogen
- 50:48hat auch gar niemand. Danach hatten wir
- 50:50dann was alles? Christian Wulff mit
- 50:53irgendeinem geschenkten Bobby-Car, der
- 50:54in Schimpf und Schande zurücktreten
- 50:56muss. Jetzt mit Bettina Wulff, die
- 50:58vermutlich immer noch, keine Ahnung, es
- 51:00ist jetzt reine Spekulation, im Rahmen
- 51:01von acht Scheidungen, glaube ich, mit
- 51:03Christian Wulff, dann noch den
- 51:04Unterhalt, den wir über den Ehrensold
- 51:06bezahlen und so weiter, auf auf Süd
- 51:08verpulvert mit wechselnden Barkeepern.
- 51:10Ja, es ist ja alles, also muss man schon
- 51:13sagen. Dann haben wir dann Gauck, den
- 51:15ich persönlich enorm mag. Ich glaube,
- 51:17also ich halte ihn auf einem der ganz
- 51:18großen Intellektuellen in diesem Land.
- 51:20Ich persönlich, äh ich glaube, dass er
- 51:22sich inzwischen bei der
- 51:24Debatte um die AfD verrannt hat, ja, und
- 51:26dass er da zu mainstreamig geworden ist.
- 51:29Äh aber aber dass er wirkliche äh
- 51:31Sternstunden, besonders äh
- 51:33intellektuelle Sternstunden hatte, äh
- 51:36das hat aber am Ende auch nichts
- 51:37gebracht hat, ja. Jetzt haben wir
- 51:39Frank-Spalter-Steinmeier
- 51:41da im Schloss Bellevue rumtorkeln, äh äh
- 51:43mit mit äh erkennbar drei Beaujolais,
- 51:46diese betulichen, pastoralen Reden
- 51:48halten. Der Spaziergang hat seine
- 51:50Unschuld verloren. Allein für den Satz
- 51:52gehört das Amt abgeschafft, ja. Wir
- 51:54wissen, was zu tun ist, als Rede gegen
- 51:56die Opposition für ein Mafiensatz.
- 51:58Allein dafür gehört das. Die Wahrheit
- 51:59ist, kein Mensch braucht dieses Amt. Es
- 52:02ist teuer. Der fliegt um die Welt,
- 52:03spielt dann in China Tischtennis. Ich
- 52:05selber war mit Horst Köhler, auch ein
- 52:07feiner Kerl. Da war die Schlagzeile
- 52:09damals bei Bild "Horst wer?", weil
- 52:10niemand wusste, wer der Mann ist, ja. Äh
- 52:13ich war mit ihm in Afrika unterwegs,
- 52:15weil er Afrika geliebt hat, als
- 52:16ehemaliger Weltbankchef. Dann waren wir
- 52:18in Kenia, dann waren wir in Ruanda. Dann
- 52:20hat er gesagt, wir müssen hier
- 52:21zueinanderfinden. Alles
- 52:24ohne jeglichen Effekt, ja. Immer 350.000
- 52:27Euro im Jahr, zack. Äh äh dann die
- 52:29Sicherheits- Leute, dann die
- 52:30Flugbereitschaft und am Ende, also
- 52:33wir müssen ja irgendwas davon haben als
- 52:35Volk. Und ich möchte dieses Amt
- 52:36eigentlich nur noch haben, wenn ich das
- 52:37Gefühl habe, boah, da kommt einer
- 52:39eingesegelt und da sagen die Leute dann
- 52:41in China oder in Korea oder wo auch
- 52:43immer oder in Ruanda, wo auch immer
- 52:44rumläuft, "Also dieses Deutschland muss
- 52:46ja ein muss ja ein beeindruckendes Land
- 52:48sein." Wenn das, wenn das die Nummer
- 52:50eins im Land ist, ja. Aber man muss ja
- 52:52sagen, äh Spalter-Steinmeier hat diese
- 52:54dieses Land ja bla einfach über Jahre
- 52:56blamiert, einfach mit allem falsch
- 52:58gelegen in seinem Leben und am Ende
- 52:59kriegt er diesen Apparatschik-Posten,
- 53:01sitzt da einsam, lässt sich dann noch
- 53:02ein neues Schloss bauen, in das er gar
- 53:03nicht mehr einsieht. Hunderte Millionen
- 53:05Euro. Tut mir leid, also objektiv kann
- 53:07man das eigentlich alles keinem mehr
- 53:08vermitteln.
- 53:09Aber es steht noch in der Verfassung.
- 53:10Ich fürchte, wir werden einen nächsten
- 53:12Bundespräsidenten bekommen oder
- 53:13Bundespräsidentin, wenn es um Funken der
- 53:15Inspiration geht, was du gesagt hast,
- 53:17Pauline, könnte ich mir vorstellen, Moni
- 53:19Kamaron, Juli C oder auch Thea Dorn
- 53:22beispielsweise. Wir kommen zum nächsten
- 53:24Thema und das ein Thema, das uns heute
- 53:28in der Nacht und auch morgen früh
- 53:29beschäftigen wird. Es geht um die
- 53:30US-Kongresswahlen.
- 53:32Ja, das schien ja eine gemähte Wiese
- 53:34sozusagen für die Demokraten zu sein.
- 53:37Nun allerdings schrumpft der Vorsprung
- 53:39der oppositionellen Demokraten. Laut
- 53:41einer Reuters-Ipsos-Umfrage wollten 46%
- 53:44für sie stimmen, 38% für die
- 53:46Republikaner. Immer noch ein Vorsprung,
- 53:48aber es war schon deutlich mehr. Mit
- 53:50Donald Trump sind 36% der US-Amerikaner
- 53:52zufrieden. Da kann man sagen, nur.
- 53:55Andererseits kann man sagen, tja, das
- 53:56ist mehr als dreimal so viel
- 53:58Beliebtheit, wie Friedrich Merz momentan
- 53:59auf die Waage bringt. Also insofern ist
- 54:01noch nicht alles verloren.
- 54:02Für Donald Trump. Wir sind sehr
- 54:03gespannt. Donald Trump, wurden schon
- 54:06wieder ja Nachrufe gewissermaßen auf
- 54:08sein politisches Dasein gesungen. Er
- 54:09hat, habe ich jetzt gelesen, 30
- 54:11Wahlkampfauftritte in den letzten Tagen
- 54:13absolviert als 80-Jähriger. Er hat sich
- 54:15also völlig reingehauen. Ähm, die Mütter
- 54:17ins bleiben auch für uns als Beobachter
- 54:19natürlich spannend, weil gleiches normal
- 54:21ist, dass der amtierende Präsident zur
- 54:23Mitte seiner Amtszeit, zumal seiner
- 54:25letzten Amtszeit, eher abgestraft wird.
- 54:27Das ist durchaus üblich und es stellt
- 54:29sich dann damit natürlich immer für den
- 54:31Präsidenten die Frage, wie sehr kann er
- 54:33noch durchregieren, wie viel Macht hat
- 54:35er noch, um seine Wahlversprechen
- 54:37umzusetzen. Donald Trump hat das ja von
- 54:39Anfang an zu einer Abstimmung auch über
- 54:41seine Person gemacht, hat gesagt, stellt
- 54:44euch noch einmal vor, ich stünde zur
- 54:46Abstimmung, hat den Wählern sogar, ich
- 54:49glaube, 5000 Dollar versprochen, wenn
- 54:51sie für ihn wählen. Also,
- 54:54Wahlversprechen, die ich fast so ein
- 54:56bisschen
- 54:57am Rande des der Bestechung finde.
- 55:00Aber
- 55:01Wobei man sie auch bekommt, wenn man ihn
- 55:02nicht gewählt hat.
- 55:03Oh, muss man dazu sagen.
- 55:04Ja,
- 55:05das ist doch schön zu hören, aber es ist
- 55:08natürlich total spannend. Es ist vor
- 55:10allem empfinde ich spannend zu schauen,
- 55:12wohin entwickeln sich diese beiden
- 55:13großen Parteien, weil in beiden großen
- 55:15Parteien würde ich sagen, da ein
- 55:17massiver Richtungsstreit ist. Also beim
- 55:20bei den Republikanern ist eben die
- 55:22Frage, kann sich dieses Maga Lager auf
- 55:25Dauer durchsetzen?
- 55:27Geht es eher bei der nächsten
- 55:28Präsidentschaft in Richtung Vance oder
- 55:30geht es eher in Richtung Rubio? Ich
- 55:32glaube, ganz zentral für die
- 55:34Republikaner ist auch die Frage, wie
- 55:36wird sich am Ende die Beurteilung des
- 55:38Irankriegs
- 55:40durchsetzen innerhalb der Bevölkerung
- 55:41und die diese hohen Kosten, diese hohen
- 55:43Lebenshaltungskosten sind ja etwas, was
- 55:46Trump einfach massiv Beliebtheit
- 55:48gekostet hat. Und ich glaube, wenn er
- 55:50jetzt tatsächlich ähm womöglich mit
- 55:53Netanyahu da vielleicht noch
- 55:54entscheidende Schläge machen würde im
- 55:56Iran, um dieses Regime zu entmachten, äh
- 55:59dann könnte es ja am Ende auch so sein,
- 56:01dass das vielleicht wieder in der US
- 56:03Bewertung positiv äh enden würde. Wenn
- 56:06aber die Amerikaner das Gefühl haben,
- 56:08dieser Krieg ist ein komplettes Debakel
- 56:11und es ist eigentlich hat es nur
- 56:13Schlechtes für Amerika gebracht, dann
- 56:15glaube ich, wäre das auch auf Dauer ein
- 56:17echter Rückschlag für die Republikaner.
- 56:20Bei den Demokraten wiederum stellt sich
- 56:21die Frage, wie stark ist dieses linke
- 56:24Lager, dort bekannt unter DSA, also der
- 56:28Democratic Socialists of America. Das
- 56:30ist eben dieses äh sehr, sehr linke,
- 56:33sozialistische Lager, was dort eben auch
- 56:36immer mächtiger ist, was sich auch
- 56:37verbündet quasi mit einem mit einem mit
- 56:40einem muslimischen Lager, Sohrab Mamdani
- 56:42z.B.
- 56:44in New York. Also auch dort ist der
- 56:46Richtungsstreit um sozialistische
- 56:48Demokraten gegen die gemäßigten
- 56:50Demokraten und auch da könnte diese Wahl
- 56:53eben entscheidend sein in der Frage,
- 56:54welche welche Strömung setzt sich durch,
- 56:56welche Strömung ist beliebter und wofür
- 56:59wird das Amerika hinführen?
- 57:00Und viele Demokraten wissen auch
- 57:01mittlerweile, dass sie punkten können
- 57:03mit scharfer Israelkritik.
- 57:05auch eine Debatte in Michigan jetzt. Ist
- 57:07eine Unterstützerin des Kandidaten der
- 57:09Demokraten, da die Seiten gewechselt auf
- 57:12die Seite des Republikaners, weil sie
- 57:13gesagt hat, mein Kandidat für den
- 57:15Senatorposten in Michigan von den
- 57:17Demokraten, ja, der macht irgendwie
- 57:19ungute Sachen.
- 57:20ist einfach ein Islamist.
- 57:21Das ist auch einfach ein Linker.
- 57:23Er ist einfach ein linker Islamist, der
- 57:24da in Michigan bis gerade eben quasi
- 57:26noch als Sieger aussah, jetzt nicht
- 57:29mehr, weil sich
- 57:30Repräsentanten der eigenen Partei gegen
- 57:32ihn wenden, auf die Seite der
- 57:34Republikaner schlagen. Ich möchte noch
- 57:36einmal daran erinnern, das ist mein
- 57:37Claim to Fame, deswegen muss ich es auch
- 57:38immer wieder erzählen, dass ich bei der
- 57:40Präsidentenwahl
- 57:42vor zwei Jahren mit allen Bundesstaaten
- 57:45richtig lag. Meine Prognose war zu 100 %
- 57:48richtig. Ich habe jeden einzelnen
- 57:50Bundesstaat richtig gecalled. Ich habe
- 57:52keine Ahnung, was heute Nacht passiert.
- 57:54Es sind sieben Staaten, um die es geht,
- 57:56für den Senat, Repräsentantenhaus kann
- 57:58man ehrlicherweise weglassen. Wenn Trump
- 58:00den Senat verliert, ist seine
- 58:02Präsidentschaft de facto zumindest
- 58:04gesetzgeberisch vorbei, dann kann es
- 58:06auch sein, dass es
- 58:06Amtsenthebungsverfahren gibt. Er muss
- 58:08den Senat halten, um seine
- 58:10Präsidentschaft tatsächlich fortführen
- 58:12zu können. Da geht es um sieben Staaten,
- 58:15die
- 58:16nicht prognostizierbar sind. Die
- 58:18spannendsten Staaten für alle, die heute
- 58:20Nacht gucken, sind Maine, Ohio und
- 58:22Michigan. Wenn Trump davon zwei holt,
- 58:25die anderen vier wird er meiner Meinung
- 58:28nach holen. Holt er davon zwei, dann
- 58:31behält er den Senat. Wenn nicht, ist
- 58:33seine Präsidentschaft, wie gesagt, de
- 58:34facto am Ende und es wäre eben nicht nur
- 58:36seine Präsidentschaft, sondern es wäre
- 58:38tatsächlich nach auch den vergangenen
- 58:41Wochen, ob das jetzt Wucic war oder ob
- 58:43es Lula da Silva in
- 58:45in Brasilien war,
- 58:47würde von einem Verlust beider Häuser in
- 58:50den USA, ich sag mal, für das ganze
- 58:52Lager rechts der Mitte mit all den
- 58:54unterschiedlichen Ausprägungen schon ein
- 58:56enormer Rückschlag ausgehen. Ja, also
- 58:57das wären das wäre ehrlicherweise
- 58:59einfach ein Schlag in die Magengrube und
- 59:01dieser Vibe Shift, der da vor zwei
- 59:02Jahren ja eingesetzt hat mit der ganzen
- 59:04politischen, aber auch popkulturellen
- 59:06Macht Amerikas, der würde tatsächlich in
- 59:09eine lame duck Phase übergehen und in
- 59:11eine enorme sozialistische
- 59:13Mobilisierung. Ja, also, wir leben ja
- 59:15gerade in der deutschen Hauptstadt
- 59:16Berlin, wir leben es aber auch in
- 59:17Deutschland rot-rot-grün, die
- 59:19Sozialisten marschieren. Wenn die jetzt
- 59:20einen verlierenden Trump auch noch
- 59:22sozusagen haben, der von Sozialisten
- 59:24geschlagen ist, das wird die komplett
- 59:26neu energizen, wie man in den USA sagen
- 59:29würde und wir werden in ganz Europa auch
- 59:32hochmotivierte,
- 59:34auch teilweise hochaggressive
- 59:35sozialistische Bewegungen gesehen. Also,
- 59:37es geht da schon um viel heute Nacht.
- 59:39Was ich mir wünsche, konnte man
- 59:41vielleicht zwischen den Zeilen so ganz
- 59:43ganz
- 59:44ganz milde heraus hören, aber es wird
- 59:47auf jeden Fall eine spannende Nacht und
- 59:48es wird ein spannender Morgen hier bei
- 59:50News Live. Andreas Röder wird da sein,
- 59:53der in den USA lehrt, also ein absoluter
- 59:55Kenner, mit dem besprechen wir das
- 59:56alles. Wird spannend, wird großartig. Es
- 59:58gibt einfach nichts Schöneres als
- 59:59Demokratie.
- 1:00:00Absolut und Demokratie heißt, man hat
- 1:00:02eine Wahl und das ist das Schöne. Sie
- 1:00:03haben ja auch eine Wahl. Ich empfehle
- 1:00:05Ihnen, bleiben Sie bei uns, denn nach 7
- 1:00:07Uhr geht es weiter mit die Horrornacht
- 1:00:09von Halloween.
- 1:00:10Doch Kanzler Friedrich Merz bricht zu
- 1:00:12einer positiven Botschaft, die er aus
- 1:00:14den Stunden mit Angriffen und
- 1:00:15Plünderungen herausziehe. Was ist da
- 1:00:18los, Herr Merz? Und ab 7:30 Uhr das
- 1:00:20Staatsversagen von Frankfurt am Main.
- 1:00:22News belegt mit Videos, wie die Polizei
- 1:00:24Randalierer und Plünderer gewähren ließ,
- 1:00:27statt durchzugreifen. Nun ist es 7 Uhr.
- 1:00:29Hier sind die Nachrichten mit Robert
- 1:00:31Nork.
- 1:00:35Nach den Gewaltexzessen am vergangenen
- 1:00:37Wochenende gibt es Kritik an
- 1:00:39Bundesinnenminister Dobrindt. Grund, der
- 1:00:43CSU-Politiker hatte dafür vor allem
- 1:00:45Migranten verantwortlich gemacht. Die
- 1:00:47türkische Gemeinde in Deutschland nimmt
- 1:00:49nun genau diese Tätergruppe in Schutz.
- 1:00:52Ein Sprecher sagte, junge Menschen seien
- 1:00:54unabhängig von ihrer Herkunft
- 1:00:56unzufrieden mit der Politik.
- 1:00:58Migrantische Jugendliche seien aber noch
- 1:01:00einmal stärker betroffen, weil sie im
- 1:01:02Alltag diskriminiert würden, so die
- 1:01:05Behauptung.
- 1:01:06Linken-Chef Partisanu sprach von einem
- 1:01:08billigen Versuch der Hetze. Grünen-Chef
- 1:01:11Banner warf Dobrindt vor, er wolle einen
- 1:01:14Teil der Bevölkerung als nicht richtig
- 1:01:16zugehörig markieren.
- 1:01:19Bundeskanzler Merz hat sich nun
- 1:01:21offiziell auf eine Frau als nächste
- 1:01:23Staatsoberhaupt festgelegt. Laut
- 1:01:25übereinstimmenden Berichten äußerte sich
- 1:01:27der CDU-Chef entsprechend auf einer
- 1:01:29Konferenz in der Berliner
- 1:01:31Parteizentrale.
- 1:01:32Allerdings nannte Merz noch keinen
- 1:01:34Namen. Die CSU hatte bereits die
- 1:01:37bayerische Landtagspräsidentin Ilse
- 1:01:39Aigner für die Nachfolge von
- 1:01:40Bundespräsident Steinmeier
- 1:01:42vorgeschlagen. Aigner genießt
- 1:01:44Unterstützung auch bei CDU, SPD und
- 1:01:47Grünen.
- 1:01:49Zum geplanten sogenannten
- 1:01:50Spritpreisdeckel gibt es bereits erste
- 1:01:53Details. Wirtschaftsministerin Reiche
- 1:01:56hat einen Entwurf vorgelegt. Demnach
- 1:01:58soll er höchstens drei Monate lang
- 1:02:00gelten und nicht dauerhaft. Außerdem
- 1:02:03soll der Deckel nur greifen, wenn Benzin
- 1:02:05und Diesel in drei aufeinanderfolgenden
- 1:02:07Wochen mehr als 5 % über dem
- 1:02:09EU-Durchschnitt liegen. Auch soll der
- 1:02:12Preisdeckel ausgesetzt werden können,
- 1:02:14wenn Versorgungsprobleme drohen. Der
- 1:02:16Entwurf muss noch mit den anderen
- 1:02:18Ministerien abgestimmt werden. Die SPD
- 1:02:21forderte bereits Nachbesserungen.
- 1:02:24Wenige Wochen vor der Öffnung der
- 1:02:26Weihnachtsmärkte warnt der Städte- und
- 1:02:28Gemeindebund vor einer wachsenden Gefahr
- 1:02:30durch Drohnen. Hauptgeschäftsführer
- 1:02:32Berghegger sagt in einem Interview, die
- 1:02:35Behörden und Veranstalter täten alles,
- 1:02:37um größtmögliche Sicherheit auf den
- 1:02:39Märkten zu erreichen. Klar sei aber
- 1:02:41auch, dass das Auftauchen von Drohnen
- 1:02:44die in der letzten Jahren bereits sehr
- 1:02:46angespannte Sicherheitslage noch einmal
- 1:02:47verschärfen werde.
- 1:02:50In den USA wird heute über die
- 1:02:51Zusammensetzung des Kongresses
- 1:02:53abgestimmt. Bei den Zwischenwahlen
- 1:02:55stehen alle Sitze im Repräsentantenhaus
- 1:02:58und gut ein Drittel der Sitze im Senat
- 1:03:00zur Wahl. Für US-Präsident Trump ist die
- 1:03:02Wahl ein wichtiger Stimmungstest. Seine
- 1:03:05Republikaner haben derzeit in beiden
- 1:03:07Kammern nur eine knappe Mehrheit. Laut
- 1:03:10Umfragen rechnen die Demokraten mit
- 1:03:12Zugewinnen. Verlieren die Republikaner
- 1:03:15ihre Mehrheit, wird es für Trump
- 1:03:17schwieriger, seine Politik
- 1:03:18durchzusetzen.
- 1:03:20Erste Ergebnisse der Zwischenwahlen
- 1:03:22werden in der kommenden Nacht erwartet.
- 1:03:25Das Wetter in Deutschland am Tage viele
- 1:03:27Wolken im Norden etwas Sprühregen im
- 1:03:30Westen und Südwesten bis in die Mitte
- 1:03:32freundlich bei Temperaturen zwischen 4
- 1:03:35und 11 Grad.
- 1:03:42[musik]
- 1:03:48Einen wunderschönen guten Morgen und
- 1:03:50herzlich willkommen bei News Live am
- 1:03:51Dienstag, dem 3. November 2026.
- 1:03:55Morgens um 6 Uhr schon wissen, was am
- 1:03:57Abend um 8 Uhr verschwiegen wird. Der
- 1:04:00Tag [musik] beginnt mit News und dafür
- 1:04:02sorgen heute diese wunderbaren Gäste,
- 1:04:04unsere stellvertretende
- 1:04:05News-Chefredakteurin,
- 1:04:07Pauline Foss. Schönen guten Morgen.
- 1:04:08Schönen guten Morgen.
- 1:04:09Und unser News-Chefredakteur, Julian
- 1:04:11Reichelt. [musik] Ich grüße dich.
- 1:04:13Ich bin Alexander Kissler. Schön, dass
- 1:04:15Sie bei uns sind. Schön, dass Sie bei
- 1:04:16uns bleiben. Der Tag kann nicht besser
- 1:04:18beginnen als mit Ihnen und uns.
- 1:04:21Das Thema, über das wir nun sprechen
- 1:04:23müssen, sorgt für Schlagzeilen in ganz
- 1:04:25Deutschland, aber oft sind es seltsame
- 1:04:27Schlagzeilen und auch ganz seltsame
- 1:04:29politische Reaktionen darauf, bis hoch
- 1:04:31zum Bundeskanzler. Es war eine Nacht der
- 1:04:33Gewalt, wie sie Deutschland selten
- 1:04:35erlebt hat. Das ganze Land blickt auf
- 1:04:37Eskalation, Plünderungen und schwere
- 1:04:39Ausschreitungen zurück in der Nacht vor
- 1:04:42Allerheiligen. Nur einer scheint mit dem
- 1:04:44Verlauf so ziemlich zufrieden zu sein,
- 1:04:47Bundeskanzler Friedrich Merz. Er spricht
- 1:04:50von einer positiven Botschaft, die von
- 1:04:52diesem Wochenende ausgehe.
- 1:04:54Szenen wie aus einem Kriegsgebiet. Am
- 1:04:57Samstag kam es zu schweren
- 1:04:58Ausschreitungen. In Berlin flogen
- 1:05:00Flaschen und Böller. In Hamburg brannten
- 1:05:02Barrikaden. In Köln griffen Randalierer
- 1:05:05Polizisten an. Vor allem in Frankfurt am
- 1:05:07Main war die Lage dramatisch.
- 1:05:09Randalierer plünderten Geschäfte und
- 1:05:11warfen Molotowcocktails auf Beamte. Das
- 1:05:14SEK patrouillierte mit Sturmgewehren
- 1:05:16durch die Straßen. Wasserwerfer rückten
- 1:05:18an. Migrantische Gewalt verwandelte die
- 1:05:21Innenstadt in ein Schlachtfeld. Ganz
- 1:05:23Deutschland blickt auf eine Halloween
- 1:05:25Horrornacht zurück. Nur einer scheint
- 1:05:27zufrieden. Bundeskanzler Friedrich Merz
- 1:05:30spricht von einer positiven Botschaft
- 1:05:32des Wochenendes. Wie Merz die
- 1:05:34Horrornacht von Halloween normalisiert
- 1:05:36und Migrantengewalt, Plünderungen und
- 1:05:38Ausschreitungen verharmlost. Darüber
- 1:05:41sprechen wir jetzt
- 1:05:42[musik]
- 1:05:42bei News Live.
- 1:05:48Ja, Sie haben, sofern Sie uns zuschauen,
- 1:05:50eben Belege gesehen. Es gab brennende
- 1:05:52Barrikaden, Angriffe auf Polizisten,
- 1:05:55Molotowcocktails wurden geworfen. Am
- 1:05:56Samstag verwandelten Randalierer auch
- 1:05:59aus dem migrantischen Milieu, aber auch
- 1:06:01aus dem linksextremen Milieu mehrere
- 1:06:02Städte in ein Schlachtfeld. Besonders
- 1:06:04dramatisch war die Lage in Frankfurt am
- 1:06:06Main. Polizisten sahen dort tatenlos zu,
- 1:06:08während Migranten Geschäfte plünderten.
- 1:06:10Jetzt äußerte sich auch Bundeskanzler
- 1:06:12Friedrich Merz zu den Ausschreitungen
- 1:06:15und zwar wie folgt. Ich zitiere
- 1:06:16Friedrich Merz wörtlich. Lassen Sie mich
- 1:06:19ein Wort zu den Protesten vom Wochenende
- 1:06:21und der Gewalt sagen, die wir auch
- 1:06:23gesehen haben. Was die Gewalt angeht,
- 1:06:25der Großteil der jungen Leute hat
- 1:06:27friedlich demonstriert. Da sollten wir
- 1:06:29die Kirche im Dorf lassen. Mit Einbruch
- 1:06:31der Dunkelheit aber kamen die
- 1:06:32Gewalttäter und die Randalierer. Die
- 1:06:35Polizei hat vorbildlich reagiert und
- 1:06:38dafür danke ich ihr ausdrücklich. So
- 1:06:41Bundeskanzler Friedrich Merz. Er sagt
- 1:06:43also, unser Kanzler, der Großteil der
- 1:06:46jungen Leute habe friedlich demon-
- 1:06:48striert, die Polizei habe vorbildlich
- 1:06:50reagiert, man solle die Kirche im Dorf
- 1:06:53lassen. Jetzt bin ich als Katholik immer
- 1:06:54dafür, dass man die Kirche im Dorf
- 1:06:56lässt, am liebsten in jedem Dorf.
- 1:06:58Trotzdem ist es ja eine bemerkenswerte
- 1:07:00Aussage, ähm, Pauline, er sagt hier, die
- 1:07:03Polizei habe vorbildlich reagiert. Ja,
- 1:07:06und was meint er damit, die Kirche im
- 1:07:07Dorf lassen? Also bitte nicht so schön
- 1:07:09aufregen.
- 1:07:10man kann die Kirche im Dorf lassen, weil
- 1:07:12in der Stadt regiert die Moschee. Und
- 1:07:14das haben wir auf den Straßen gesehen,
- 1:07:16vor allem in Frankfurt, wo es zu diesen
- 1:07:20extremen Ausschreitungen kam, wo es zu
- 1:07:21den Plünderungen kam, wo einfach eine
- 1:07:24gesamte Innenstadt in ein Schlachtfeld
- 1:07:26verwandelt wurde und dass der Kanzler
- 1:07:28sich dann hinstellt und den linken Spin
- 1:07:32von friedlichen Demonstrationen erzählt,
- 1:07:34das ist wirklich kommunikativ
- 1:07:36bemerkenswert. Also, wir haben diesen
- 1:07:38diese Aussage Kirche im Dorf lassen. Er
- 1:07:40hat er außerdem von einem, ich glaube,
- 1:07:42positiven Signal
- 1:07:45gesprochen, dass er mitnimmt und da
- 1:07:48fragt man sich schon
- 1:07:50in was für einer Welt lebt dieser
- 1:07:52Kanzler und warum nimmt er eben immer
- 1:07:55diese linken Erzählung? Also, das ist ja
- 1:07:57wirklich eine zentrale linke Erzählung,
- 1:08:00dass man diese Proteste, diese
- 1:08:01Ausschreitungen komplett verharmlost und
- 1:08:03so tut, als sei es dort um Bildung
- 1:08:05gegangen und das ist ja das, was er hier
- 1:08:07auch suggeriert, dass es da eben
- 1:08:10vielleicht zwei, drei gewaltbereite
- 1:08:12Randalierer gab, aber sonst eine große
- 1:08:14Masse an jungen Leuten, die sich
- 1:08:15eigentlich nur für Bildung interessieren
- 1:08:17und das ist ja genau das Gegenteil, was
- 1:08:18überall in Deutschland der Fall war.
- 1:08:20Also, überall waren die Innenstädte
- 1:08:22verrammelt, die Geschäfte alle mit
- 1:08:25großen Platten zugedeckt, damit dort
- 1:08:27nicht die Scheiben eingeschlagen werden.
- 1:08:29Das sind einfach Szenen, wie wir sie so
- 1:08:30vor 10, 20 Jahren in Deutschland nie
- 1:08:32hatten, dass wenn man sagt, jetzt
- 1:08:34protestiert die Jugend für Bildung, dass
- 1:08:36dann
- 1:08:37die die Innenstädte verriegelt werden
- 1:08:39müssen, weil weil man sonst komplettes
- 1:08:41Chaos hat und in Frankfurt kam es dann
- 1:08:43ja eben zu diesen Ausschreitungen, zu
- 1:08:45diesen Plünderungen. Also, da muss man
- 1:08:47doch als Bundeskanzler
- 1:08:50sich entweder entsetzt zeigen oder im
- 1:08:52Vorhinein dafür sorgen, dass das nicht
- 1:08:53passiert und wenn das nicht passiert,
- 1:08:55kann man nicht sagen, das war ja im
- 1:08:56Endergebnis eigentlich gut und die
- 1:08:58jungen Leute sind ja so politisiert, das
- 1:09:00ist doch eine schöne Sache.
- 1:09:01Wir haben also eine doppelte Aussage.
- 1:09:03Eben haben wir gehört, er sagt, die
- 1:09:04Polizei habe sich vorbildlich verhalten.
- 1:09:07Darüber müssen wir sprechen und die
- 1:09:08zweite Aussage, sie klang eben bei dir
- 1:09:10schon an, Pauline, die haben wir auch
- 1:09:11vorbereitet. Er nehme eine positive
- 1:09:13Botschaft mit, eine positive Botschaft
- 1:09:15mit aus dieser Nacht des Schreckens bei
- 1:09:18der Halloween-Horror-Nacht und wir sind
- 1:09:20natürlich nicht
- 1:09:238 stellen wollten, aber dass die Polizei
- 1:09:25vorbildlich reagiert habe, das ist schon
- 1:09:28eine besondere Art der der selektiven
- 1:09:30Wahrnehmung angesichts dieser Bilder aus
- 1:09:32Frankfurt am Main.
- 1:09:34Es geht hier ja nicht um die einzelnen
- 1:09:35Polizeibeamten, in deren Haut will man
- 1:09:37wirklich nicht stecken. Man muss nur
- 1:09:39einfach eben gerade beim Fall Frankfurt
- 1:09:42am Main festhalten, die Polizei hat
- 1:09:44diese Plünderung einfach sehenden Auges
- 1:09:45geschehen lassen. Warum das so war,
- 1:09:47warum das so ist, ist mir unerklärlich.
- 1:09:49Wir kommen später noch zu allen
- 1:09:50Beweisen, allen Belegen. Ich muss aber
- 1:09:52noch einmal zu diesen Worten von
- 1:09:53Friedrich Merz sagen, ich war einfach
- 1:09:55vollkommen fassungslos, fassungslos,
- 1:09:58wie sehr sich der Bundeskanzler von der
- 1:10:00Realität des Landes und von der
- 1:10:02Emotionalität des Landes entkoppelt hat.
- 1:10:05Ich nehme in den letzten Tagen wahr,
- 1:10:07dass es Friedrich Merz psychisch ein
- 1:10:10wenig besser geht als in den vergangenen
- 1:10:12Wochen. Ich glaube, das Programm, was er
- 1:10:14sich selbst verordnet hat, dieser
- 1:10:16Investitionsgipfel,
- 1:10:18wo er viel Englisch sprechen konnte, in
- 1:10:20seinem eigenen Milieu, im
- 1:10:21Blackrock-Milieu, Private Equity, dann
- 1:10:24die Asienreise.
- 1:10:26Ich das hat ihm gut getan, das merkt man
- 1:10:28richtig. Er er er ist ein er ist ein ein
- 1:10:30neues, erfolgreicheres Stadium der
- 1:10:33Realitätsverdrängung eingetreten. Seine
- 1:10:36Stimme ist wieder kraftvoller, sein
- 1:10:37Blick ist klarer, sein ganzes Auftreten
- 1:10:39ist markiger, fast etwas schnippischer.
- 1:10:42Ja, man merkt ihm richtig an, jetzt ist
- 1:10:45das Wachstum da. Meine Damen und Herren,
- 1:10:47ich habe es euch ja immer gesagt. Ja,
- 1:10:49also, man merkt ihm an, dass er einen
- 1:10:51neuen Modus gefunden hat, im Umgang mit
- 1:10:53der Realität, der ihm gut tut, aber
- 1:10:55leider nicht dem Land. Die Worte, die er
- 1:10:58sagt, jetzt lasst mal die Kirche im
- 1:10:59Dorf, wenn da ganze Innenstädte brennen,
- 1:11:02ja, wenn da marodierende Horden durch
- 1:11:04ganze Innenstädte ziehen, ist natürlich
- 1:11:06politisch-kommunikativ absolut
- 1:11:08verheerend. Dieser Spin, na ja, es waren
- 1:11:11ja vor allem friedliche
- 1:11:12Bildungsproteste, bricht schon daran
- 1:11:14zusammen, dass es gar keine relevanten
- 1:11:16Bildungsproteste gab. Es war in 23
- 1:11:19Städten eine so geringfügige Zahl von
- 1:11:21jungen Leuten, dass es 0,6, 0,7 % der
- 1:11:24Menschen in diesem Land, zur Schule
- 1:11:26gehen oder studieren gewesen sein. Es
- 1:11:28gab de facto nicht mal wirklich
- 1:11:29Bildungsproteste mit irgendwelchen
- 1:11:31beeindruckenden gesellschaftlich
- 1:11:33relevanten Forderungen, über die jetzt
- 1:11:35wirklich zu sprechen. Es gab es gab
- 1:11:38leider, muss man sagen, es tut mir in
- 1:11:40der Seele weh, ein Aufmarsch von
- 1:11:44erkennbaren psychischen Erkrankungen,
- 1:11:46die in dieser Generation vorherrschen,
- 1:11:48ja, ist auch kein Wunder nach zehn
- 1:11:50Jahren des Angstterrors von Corona über
- 1:11:54Klimawandel. Ihr werdet alle an dem
- 1:11:55Virus verrecken. Ihr werdet alle
- 1:11:57verbrennen, wenn die Welt sich erhitzt.
- 1:11:59Das Ganze mit Social Media, mit diesem
- 1:12:01linken Angstmilieu, mit dieser
- 1:12:03Angstpropaganda und da hat man einfach
- 1:12:04die Konsequenzen von auf der Straße
- 1:12:06gesehen. Gestörte ohne Ende, die und das
- 1:12:09ist eine legitime Forderung, mehr
- 1:12:11Therapieplätze in diesem Land bräuchten,
- 1:12:12weil wir es wirklich mit einer ganz
- 1:12:14dramatisch fragilen
- 1:12:17und teilweise kranken Generation zu tun
- 1:12:20haben. Einer Generation, den man als
- 1:12:22Kinder und Jugendliche Angst, Angst,
- 1:12:23Angst, Angst, Angst eingeflößt hat. Das
- 1:12:26waren keine Bildungsproteste, das war in
- 1:12:27gewisser Weise ein Hilferuf. Bei diesem
- 1:12:29Hilferuf wird aber nichts passieren.
- 1:12:30Dominant in dieser Nacht, dominant in
- 1:12:32dieser Nacht war die Gewalt von
- 1:12:35Migranten im Achtung Stadtbild. Das ist
- 1:12:37nämlich so interessant, was Friedrich
- 1:12:38Merz nicht sagt. Eigentlich ist ja hier
- 1:12:41das passiert, was er mit seiner
- 1:12:42legendären Stadtbild Aussage angetuscht,
- 1:12:46intoniert hat, ja, und das war quasi der
- 1:12:49Höhepunkt, der exzesshafte, brutale,
- 1:12:52gewalttätige Mob-Höhepunkt des der
- 1:12:54Stadtbild der deutschen
- 1:12:56Stadtbild-Realität. Und Friedrich Merz
- 1:12:57sagt jetzt ausgerechnet dazu, wo er
- 1:12:59sagen könnte, das wäre auch schlüssig.
- 1:13:01Na ja, ich habe es euch ja gesagt, wir
- 1:13:03haben da ein Problem. Sagt er, wir
- 1:13:05sollen die Kirche im Dorf lassen. Und
- 1:13:07ich glaube, dieses Kirche im Dorf lassen
- 1:13:09empfinden natürlich Menschen, die in
- 1:13:11dieser Stadtbild-Realitäten leben,
- 1:13:13schlichtweg nur noch als Verhöhnung
- 1:13:15durch den Bundeskanzler.
- 1:13:16Und auch dieses Wort von der positiven
- 1:13:18Botschaft, denn man muss ja noch mal
- 1:13:19sagen, was sind das für Leute, die da
- 1:13:22wir das Zitat mal anschauen mit der
- 1:13:23positiven Botschaft. Da haben wir die
- 1:13:25die Fußnote dazu zu unserem Reden. Wir
- 1:13:27wollen uns ja immer das genaue Zitat zu
- 1:13:30Gemüte führen. es lautet wie folgt Zitat
- 1:13:32Friedrich Merz. Ich nehme vor allem vor
- 1:13:34allem eine positive Botschaft vom
- 1:13:37Wochenende mit, die junge Generation ist
- 1:13:39politisch und sie sorgt sich um ihre
- 1:13:41Zukunft. Das deckt sich mit meiner
- 1:13:43Botschaft seit Monaten. Wir wollen den
- 1:13:45jungen Leuten eine gute Zukunft
- 1:13:47ermöglichen, wir wollen ihnen ein
- 1:13:49ordentlich geführtes Land übergeben.
- 1:13:52Also der Kanzler sieht sich ermutigt
- 1:13:54durch diese Proteste. Er hat dort eine
- 1:13:56positive Botschaft entdeckt, weil die
- 1:13:58jungen Leute politisch sind. Also das
- 1:14:00finde ich schon ja sehr bezeichnend.
- 1:14:01Nach dem Motto, das war es war
- 1:14:02gewissermaßen die Merz Generation, die
- 1:14:04da auf der Straße war.
- 1:14:05Leute sind politisch und das was dort
- 1:14:08zugeschlagen hat, ist der politische
- 1:14:10Islam gemeinsam mit dem
- 1:14:11Linksextremismus. Das ist hochpolitisch,
- 1:14:13da hat er schon recht, aber ich würde
- 1:14:15jetzt nicht sagen, dass das eine
- 1:14:16positive Botschaft ist, denn die
- 1:14:17Botschaft, die von diesen
- 1:14:19Ausschreitungen ausgeht, ist ja ganz
- 1:14:20klar, wir hassen den deutschen Staat und
- 1:14:23wir hassen den Westen. Wir hassen alles,
- 1:14:25wofür ihr steht, wir hassen eure
- 1:14:27Ordnung. Deswegen hieß das ganze Jahr
- 1:14:29auch Generation Z regelt. In diesem
- 1:14:32regelt schwingt ja das schon mit, wir
- 1:14:34machen die Regeln und das ist nicht wie
- 1:14:36früher, wo man es gab ja früher wirklich
- 1:14:38auch schon Bildungsproteste, wo man
- 1:14:40gesagt hat, wir brauchen ein besseres
- 1:14:41Schulsystem, wir brauchen ein anderes
- 1:14:43Schulsystem, wir möchten die Regeln neu
- 1:14:44machen. Nein, nein, wir regeln heißt in
- 1:14:48dem Fall, bei uns herrscht die Sprache
- 1:14:50der Gewalt und das Gesetz der Gewalt und
- 1:14:52das ist das, was man dort auf die Straße
- 1:14:54getragen hat.
- 1:14:55Ich finde diese Verbindung, aber noch
- 1:14:57mal ganz interessant. Und auf die müssen
- 1:14:59wir schauen von diesen Protesten von den
- 1:15:02friedlichen Protesten, die vorher
- 1:15:03stattfanden und den gewalttätigen
- 1:15:05hinterher, denn das geht ja Hand in
- 1:15:06Hand. Äh, die einen setzen quasi auf die
- 1:15:10anderen. Also dieses gewalttätige Milieu
- 1:15:12hat sich seit Wochen drauf gefreut, dort
- 1:15:15mal ein bisschen Spaß haben zu können,
- 1:15:16dort mal ein bisschen plündern zu
- 1:15:17können, Scheiben einschlagen und ein
- 1:15:19paar Mollys auf die Polizisten werfen zu
- 1:15:21können. Das ist für die eine schöne
- 1:15:22Wochenendbeschäftigung. Dafür hat man
- 1:15:24diese Proteste gezielt genutzt und quasi
- 1:15:28das als Aufhänger genommen und
- 1:15:30gleichzeitig hat dieses friedliche
- 1:15:31Milieu setzt natürlich auch auf die
- 1:15:34Gewalt. Also, da setzt man wirklich Hand
- 1:15:36in Hand darauf, dass diese Gewalt die
- 1:15:39eigenen Forderungen und den eigenen Hass
- 1:15:41auf den Westen, den diese ähm den die
- 1:15:44dieses akademische Milieu, was dann
- 1:15:46vielleicht demonstrieren war, ja auch in
- 1:15:48sich trägt, dass sie den eben gewaltvoll
- 1:15:50auf die Straße tragen. Also, vereint
- 1:15:52sind diese beiden Gruppen, sowohl
- 1:15:53diejenigen, die jetzt Friedrich Merz als
- 1:15:56so toll und politisch empfindet, ähm
- 1:15:58[schnauben] als auch die, die dann eben
- 1:16:00zuschlagen und Gewalt vereint sind sie
- 1:16:02in ihrem Hass auf den Westen. Und ich
- 1:16:05finde auch ähm diese diese Hinwendung zu
- 1:16:07diesem ganzen Thema äh Israel-Palästina
- 1:16:10so interessant, weil ich glaube, dass da
- 1:16:12diese ganze anti-westliche Ideologie
- 1:16:15jetzt noch mal 'ne neue Form gefunden
- 1:16:18hat. Also, die Schüler und auch die
- 1:16:21jungen Muslime, die lernen ja seit
- 1:16:23Jahren auf unterschiedliche Weise, wir
- 1:16:25müssen den Westen hassen. Und gerade im
- 1:16:27akademischen Milieu bedeutet das, wir
- 1:16:28müssen uns selbst hassen. Also, dieser
- 1:16:31tiefe westliche Selbsthass, der wird ja
- 1:16:33überall eingetrichtert. Und ich habe das
- 1:16:35Gefühl, dass das jetzt wieder so ein
- 1:16:36bisschen umschlägt, dass man jetzt mit
- 1:16:38Recht nicht mehr sagen muss, wir sind
- 1:16:40die allerschlimmsten, wir sind die
- 1:16:41Kolonialisten, sondern dass man jetzt
- 1:16:42wieder diesen schönen
- 1:16:43Selbstentlastungsmechanismus
- 1:16:44gefunden hat und sagen kann, ach, es
- 1:16:46sind doch die Juden. Also, ich glaube,
- 1:16:47deswegen ist diese ganze Palästina-Frage
- 1:16:50so entscheidend geworden, weil man eben
- 1:16:52weg von diesem westlichen Selbsthass
- 1:16:53gekommen ist, hin zu diesem vereinenden
- 1:16:56äh Stereotyp, der Jude ist am Ende
- 1:16:59schuld an allem. Das ist das quasi das
- 1:17:01Verbindende. Und diese Ideologie,
- 1:17:04gepaart mit dem Hass auf unsere
- 1:17:05Gesellschaften, ist das, was dort äh auf
- 1:17:07den Straßen gewütet hat und was Merz 'ne
- 1:17:09positive Botschaft findet.
- 1:17:11Dieser Satz positive Botschaft, der ist
- 1:17:14aus meiner Sicht historisch, denn
- 1:17:16Friedrich Merz sagt ja wörtlich, dass er
- 1:17:18die Botschaft dieses Wochenendes, das
- 1:17:21nun einmal dominiert war von zwei
- 1:17:23Faktoren, erstens überwältigend äh seit
- 1:17:27äh dem Wochenende alle Fernsehsender
- 1:17:29dieses Landes voll mit diesen Bildern,
- 1:17:31dominiert von Gewalt und zwar illegal
- 1:17:34eingewanderter Gewalt. Also, da ist
- 1:17:37einmal das Thema am Werke, mit dem
- 1:17:38Friedrich Merz die Wahl gewonnen hat,
- 1:17:40illegal eingewanderte Gewalt, eine
- 1:17:43Invasionsarmee
- 1:17:44marodiert durch die deutschen
- 1:17:46Innenstädte. Das war der eine Faktor.
- 1:17:48Der zweite Faktor ist das, was Pauline
- 1:17:50gesagt hat, auch die vorgelagerten
- 1:17:52Bildungsproteste, die davon ja nicht
- 1:17:54entkoppelt waren, die der Vorwand für
- 1:17:56diese Gewalt waren, die auch genau
- 1:17:57deswegen angemeldet worden waren, als
- 1:17:59Vorwand für dann Gewaltausschreitungen
- 1:18:02nach Dunkelheit. Auch die waren ja
- 1:18:04komplett geprägt vom Linksextremismus.
- 1:18:07Ja, also, wenn Friedrich Merz da sagt,
- 1:18:08oh, was für beeindruckende Schüler, die
- 1:18:10haben aber legitime Anliegen. Klar, es
- 1:18:12wird immer irgendwo irgendwen mit einem
- 1:18:14legitimen Anliegen geben, gar keine
- 1:18:15Frage. Und es darf auch jeder ein Schild
- 1:18:16hochhalten in Deutschland. Ändert aber
- 1:18:18nichts daran, dass das einfach ein
- 1:18:20linksextremes Palästinenser-Milieu war,
- 1:18:22was da auf die Straße gegangen ist,
- 1:18:24unter dem Vorwand Bildung, ohne eine
- 1:18:26einzige erkennbare zentrale Forderung.
- 1:18:30Also, was jetzt Pisa wird besser, wenn
- 1:18:33die Schulklos ein bisschen weniger
- 1:18:35stinken. Also, das muss man sagen, da
- 1:18:37gibt es ja nichts irgendwie
- 1:18:38Nachvollziehbares. Da war auch keiner
- 1:18:40von der JU auf der Straße. Es war
- 1:18:41einfach ein linksextremes Milieu und es
- 1:18:43gab sozusagen die friedliche Vorhut und
- 1:18:46dann gab es die Migrantifa, die integral
- 1:18:49verbunden ist damit, als gewalttätigen
- 1:18:52Mob, der hinterhergerauscht ist. So. Und
- 1:18:54Friedrich Merz sagt jetzt, er nimmt
- 1:18:56davon eine positive Botschaft mit, die
- 1:18:58in Einklang steht, das sagt er wörtlich,
- 1:19:01mit seiner Botschaft. Also, die
- 1:19:03Botschaft, die dort an diesem
- 1:19:04Gewaltwochenende
- 1:19:06verbreitet wurde, ist in Einklang mit
- 1:19:09seiner Botschaft, nämlich, dass man den
- 1:19:11jungen Menschen ein besseres Land
- 1:19:13übergeben wolle. Die Botschaft dieses
- 1:19:15Wochenendes ist nicht, dass man da ein
- 1:19:17besseres Land wolle, sondern es war Hass
- 1:19:19auf das Land. Das war Krieg gegen das
- 1:19:21Land. Und dass Friedrich Merz da nicht
- 1:19:24mehr die Kraft hat,
- 1:19:26dafür überhaupt klare Worte zu finden.
- 1:19:27Er hat ja nicht mal beschrieben, wer das
- 1:19:30denn war, wer denn die Täter waren. Er
- 1:19:32hat auch nicht von Migration, von nichts
- 1:19:34gesprochen. Er hat nur über seinen
- 1:19:37Sprecher verkünden lassen, er schließe
- 1:19:39sich der Deutung des Innenministers an.
- 1:19:41Das war alles, was er gesagt hat. Der
- 1:19:43wiederum hat gesagt, ja, migrantische
- 1:19:45Gruppen, aber Friedrich Merz hat nicht
- 1:19:47mal mehr das Wort im Mund gesagt,
- 1:19:48sondern tatsächlich von einer positiven
- 1:19:50Botschaft gesprochen. Und ich glaube,
- 1:19:52wenn man mal auf die Kanzlerschaft
- 1:19:53Friedrich Merz zurückblicken wird, auf
- 1:19:55eine Geschichte der Entkopplung,
- 1:19:58dann wird das als der Punkt in den
- 1:20:01Geschichtsbüchern stehen, an dem
- 1:20:03Friedrich Merz umgeschlagen ist in den
- 1:20:06Zynismus. Also im Angesicht der
- 1:20:09brennenden Stadt, dem Volk zu sagen, für
- 1:20:11mich war das alles eine positive
- 1:20:12Botschaft, ich fühle mich in allem
- 1:20:14bestätigt, da schlägt es dann
- 1:20:16tatsächlich um in den blanken,
- 1:20:18gnadenlosen Zynismus gegen die Bürger.
- 1:20:20bei Kistler kompakt mal gesagt, die CDU
- 1:20:22hat sich zu einem nihilistischen Projekt
- 1:20:24entwickelt. Ich finde, das passt ja auch
- 1:20:25rein, wenn man sagt, Hauptsache die
- 1:20:27junge Generation ist politisch und man
- 1:20:29fragt überhaupt nicht, welche Art von
- 1:20:30Politik es ist. Es waren natürlich
- 1:20:32Anti-Merz-Proteste, es war linksradikal
- 1:20:34und islamistisch auch.
- 1:20:36Auch der Regierungssprecher Cornelius,
- 1:20:38hast du ihn eben schon kurz erwähnt,
- 1:20:39Julian hat sich geäußert gestern bei der
- 1:20:41Bundespressekonferenz. Bitte sehr.
- 1:20:44Die Hauptbotschaft ist, dass der
- 1:20:46Großteil der Demonstrationen friedfertig
- 1:20:49verlief. Viele 10.000 junge Menschen
- 1:20:51haben friedlich demonstriert und nur
- 1:20:53wenn einige Hundert anschließend nicht
- 1:20:55friedlich demonstrieren, sollten wir
- 1:20:56hier die Proportionalität nicht
- 1:20:58verschwimmen lassen, sondern das
- 1:20:59würdigen. Die Großteil der
- 1:21:01Demonstration, der Großteil der
- 1:21:03Demonstration war friedlich und deswegen
- 1:21:05gibt es jetzt keinen Grund, auf wenige
- 1:21:07Chaoten mit dieser großen Aufmerksamkeit
- 1:21:11zu reagieren.
- 1:21:12Ja, das war gewissermaßen die Kirche im
- 1:21:14Dorf-These, etwas differenzierter
- 1:21:16ausformuliert, aber meinte das Gleiche.
- 1:21:18Die Proportionalität muss gewahrt sein,
- 1:21:20also schaut doch bitte jetzt nicht nur
- 1:21:22auf diese Chaoten.
- 1:21:23Eben, es geht noch weiter, weil er ja
- 1:21:24sagt, die mediale Berichterstattung
- 1:21:27eigentlich ist falsch darüber. Sie ist
- 1:21:30unproportional und wir sollten nicht so
- 1:21:33sehr auf das schauen, was da passiert
- 1:21:34ist. Also er sagt quasi den Medien, hört
- 1:21:36doch mal auf zu skandalisieren, was da
- 1:21:38passiert ist. Und da muss man sagen, da
- 1:21:40wird nichts skandalisiert, sondern es
- 1:21:42ist einfach ein Skandal, dass diese
- 1:21:45Gruppen von, du hast es gesagt,
- 1:21:47Migrantifa, also Mischung aus
- 1:21:49Migrationsmilieu und eben linksextremer
- 1:21:52Antifa, solche Schrecken verbreiten
- 1:21:55können in unseren Innenstädten, dass die
- 1:21:57einfach Geschäfte plündern, dass sie
- 1:21:59dort marodierend rumlaufen, dass sie
- 1:22:00Polizisten wirklich deren Leib und Leben
- 1:22:02gefährden, wenn sie wenn sie
- 1:22:05Brandsätze auf die werfen. Das heißt,
- 1:22:07all das all überall das will der
- 1:22:10Regierungssprecher weniger
- 1:22:11Berichterstattung. Da muss ich sagen, da
- 1:22:13bin ich nahezu sprachlos, weil ich das
- 1:22:16so also wieder realitätsfern finde, aber
- 1:22:18auch so zynisch eben gegenüber den
- 1:22:20eigenen Leuten. Also, wenn ich eine
- 1:22:22Bundesregierung bin, dann muss ich mich
- 1:22:24doch als allererstes schützend vor die
- 1:22:26Leute stellen, die meinen Staat und
- 1:22:29unsere Werte verteidigen sollen. Und das
- 1:22:31sind die Poliza Polizisten, die
- 1:22:33verteidigen ja unsere Gesellschaft,
- 1:22:35alles, wofür wir stehen, unseren
- 1:22:36Rechtsstaat
- 1:22:38vor diesen Gruppen, vor diesen
- 1:22:40Gewalttätern und Extremisten. Und wenn
- 1:22:42ich dann sage, bitte sprechen wir nicht
- 1:22:44so viel über die Gewalttäter und
- 1:22:45Extremisten als Regierung, dann ist das
- 1:22:47wirklich skandalös.
- 1:22:49bizarr ist ja auch jener Gedankengang,
- 1:22:51jene rhetorische Operation, die eben
- 1:22:52hier schon
- 1:22:53angeklungen ist. Er sagt, eigentlich
- 1:22:55decken sich die Anliegen dieser
- 1:22:56protestierenden Jugendlichen mit meinen.
- 1:22:58Und deshalb sprach Friedrich Merz nun
- 1:23:00anlässlich dieser Ausschreitungen über
- 1:23:02seine politischen Pläne. Er sieht sich
- 1:23:04nun in die Pflicht genommen, die junge
- 1:23:05Generation tüchtig zu entlasten und
- 1:23:07Deutschland fit für die digitale Zukunft
- 1:23:10zu machen. Er sagte wörtlich Friedrich
- 1:23:12Merz, "Deswegen machen wir eine
- 1:23:14Rentenreform für die Jungen. Wir sorgen
- 1:23:17uns um unsere Sicherheit und wir
- 1:23:20bereiten unsere Wirtschaft auf die
- 1:23:22digitale Zukunft vor." Zitat Ende. Also
- 1:23:24Gewalt auf Deutschlands Straßen
- 1:23:26dokumentiert durch Bilder, durch
- 1:23:27Nachrichten, durch Augenzeugenberichte.
- 1:23:29Und der Kanzler sagt, ja, ich fühle mich
- 1:23:31in meinem Kurs bestätigt durch diese
- 1:23:33protestierenden, randalierenden
- 1:23:35Jugendlichen. Und ich werde nun die
- 1:23:36Rentenreform vorantreiben und
- 1:23:39Digitalisierung wird nun auch wirklich
- 1:23:41klappen. Das ist schon eine sehr, sehr
- 1:23:43seltsame Bedeutung.
- 1:23:44Es ist so haarsträubend und so
- 1:23:46unglaublich, dass man unserem Publikum
- 1:23:49vielleicht noch einmal sagen muss, dass
- 1:23:50Friedrich Merz diese Zitate tatsächlich
- 1:23:53in Bezug auf diese Halloween Horrornacht
- 1:23:57gesagt hat. Also, das ist keine
- 1:23:59losgelöste Rede, das haben wir nicht
- 1:24:01irgendwie hier unlauter zusammengerührt,
- 1:24:03das ist tatsächlich die direkte Reaktion
- 1:24:06von Friedrich Merz.
- 1:24:07deswegen macht macht meint er wegen
- 1:24:09dieser Proteste.
- 1:24:10und er hat diese Zitate auch noch ganz
- 1:24:11bewusst an die Kollegen von Bild gegeben
- 1:24:14als Reaktion auf diesen Halloween
- 1:24:16Horror. Deswegen machen wir eine
- 1:24:18Rentenreform für die Jungen. Also, er
- 1:24:20fühlt sich durch dieses migrantische Mob
- 1:24:23Grauen, was da durch die Städte getobt
- 1:24:26ist, bestätigt in seiner Rentenpolitik.
- 1:24:29Er sagt, er vermutet ja offenbar, na ja,
- 1:24:32gut, wenn wir das mit der Halte Linie in
- 1:24:34Ordnung bringen, ja, dann werden die da
- 1:24:36nicht mehr drei linke Schuhe plündern.
- 1:24:38Also, das ist wirklich, das das ist Ein
- 1:24:42ein Ausmaß von Realitätsverleugnung,
- 1:24:45wie im Untergang von autoritären
- 1:24:48Regimen. Ja, das ist der mentale Bunker.
- 1:24:51Friedrich Merz blickt auf Frankfurt,
- 1:24:52sein Regierungssprecher sagt auch,
- 1:24:54dahinter ihm brennt die Stadt, der sagt
- 1:24:56ja de facto, gehen Sie weiter, es gibt
- 1:24:57hier nichts zu sehen und der sagt ja
- 1:24:58auch, die Botschaft hier ist, also, wir
- 1:25:01sollen auch gar nicht mehr selber sehen,
- 1:25:03was da passiert ist, sondern wir sollen
- 1:25:05auch nicht auf die Nachrichten Bilder
- 1:25:06oder gar auf Social Media gucken mit den
- 1:25:08ganzen Fake News, sondern wir sollen
- 1:25:09hören, was die Botschaft der Regierung
- 1:25:11ist. Und die Botschaft der Regierung
- 1:25:12ist, es ist alles prächtig gelaufen und
- 1:25:14am Ende war dieses Wochenende eine
- 1:25:16gewaltige Demonstration, quasi
- 1:25:17Massendemonstration für die Politik von
- 1:25:20Friedrich Merz. Da muss man halt wieder,
- 1:25:23bin ich wieder immer in meinem liebsten
- 1:25:24Punkt, Menschenbild, für wen halten die
- 1:25:26uns eigentlich, dass sie glauben, Uns
- 1:25:29das erzählen zu können. Allerdings muss
- 1:25:31man sagen, in den meisten Medien ist die
- 1:25:35Skandalosität dieser Aussagen noch gar
- 1:25:37nicht aufgegriffen worden und auch bei
- 1:25:39der CDU, wo es ja gestern diese
- 1:25:41Kreisvorsitzenden Konferenz gegeben hat,
- 1:25:44hat nach allem, was wir wissen, keiner
- 1:25:45gesagt, Entschuldigung, Herr
- 1:25:46Bundeskanzler, aber
- 1:25:48Sie können doch jetzt nicht die
- 1:25:49gewalttätigsten Ausschreitungen nahezu
- 1:25:52in der Geschichte der Bundesrepublik
- 1:25:53eine Nacht, wie es sie noch nie gegeben
- 1:25:55haben, als Bestätigung für Ihre Politik
- 1:25:57verkaufen. Geht's eigentlich noch?
- 1:26:00Solche Sätze kriegt Friedrich Merz aus
- 1:26:01seinem Umfeld nicht zu hören und
- 1:26:03deswegen fühlt er sich, wie es so oft
- 1:26:04ist bei Friedrich Merz, in allem
- 1:26:05bestätigt.
- 1:26:06Umso wichtiger, dass es News gibt. Uns
- 1:26:08entgeht nichts. Wir stellen auch die
- 1:26:09richtigen Verbindungen her zwischen dem
- 1:26:11Geschehen und den versuchen sie
- 1:26:12rhetorisch zu beenden.
- 1:26:14Aber seien wir ehrlich, am Ende seiner
- 1:26:16Stellungnahme hat Bundeskanzler
- 1:26:18Friedrich Merz auch noch kritische Worte
- 1:26:20gefunden. Die müssen wir jetzt auch mal
- 1:26:21anhören. Er sagte eben auch dies
- 1:26:23wörtlich: Gewalt hat auf unseren Straßen
- 1:26:26nichts zu suchen und meine Regierung
- 1:26:29wird hier keine Toleranz zeigen. Wer
- 1:26:31Polizisten und Einsatzkräfte angreift
- 1:26:34und Geschäfte plündert, greift unsere
- 1:26:36Freiheit an, verhöhnt die Gesellschaft
- 1:26:38und die berechtigten Interessen der
- 1:26:40jungen Leute. Die Straftäter werden die
- 1:26:42Härte des Gesetzes spüren. Zitat
- 1:26:44Ende. Ja, das hört man natürlich auch
- 1:26:46immer, immer wieder. Die Straftäter
- 1:26:47werden die volle Härte des Gesetzes
- 1:26:50spüren. Keine Toleranz für Gewalttäter.
- 1:26:54Ja, ich persönlich muss einfach sagen,
- 1:26:56ich kann es eigentlich kaum noch hören.
- 1:26:57Pauline, wie geht's dir?
- 1:26:58allem ein ein Missverständnis davon, wie
- 1:27:01Gewaltenteilung funktioniert. Denn
- 1:27:04Justiz ist nun mal ein Bereich, der
- 1:27:06nicht der Regierung untersteht. Das ist
- 1:27:08der gerade der Bereich, wo die Regierung
- 1:27:11eben sich nicht einzumischen hat,
- 1:27:13sondern sie macht die Gesetze, sie legt
- 1:27:16fest, welche Strafen gelten für welche
- 1:27:19Vergehen und vor allem, wie geht der
- 1:27:21Recht, also, wie geht der Staat vor, um
- 1:27:23sowas im Vorhinein zu stoppen. Aber
- 1:27:26nicht, welche Strafen werden gefällt.
- 1:27:28Also, die Urteile, die obliegen den
- 1:27:30Gerichten und es ist immer wieder so und
- 1:27:32das zeigt eben die Machtlosigkeit des
- 1:27:34Staates, dass Politiker sich in diese
- 1:27:36Floskeln reinfliehen, weil sie wissen,
- 1:27:39sie haben eigentlich gar keine
- 1:27:41Instrumente. Also, es ist ein Symbol der
- 1:27:43Machtlosigkeit von Regierungen, wenn sie
- 1:27:45sagen, die werden jetzt die Härte des
- 1:27:46Gesetzes spüren. Die werden sie dann
- 1:27:47spüren, wenn die wenn die Richter
- 1:27:49entsprechend entscheiden, aber die
- 1:27:51Politik entscheidet über die Regeln, die
- 1:27:53man macht. Die Politik entscheidet
- 1:27:55darüber, wie bereitet man sich auf so
- 1:27:57einen Einsatz vor und es stimmt eben
- 1:27:59nicht, was er sagt, dass der Staat
- 1:28:01darauf gut vorbereitet war, dass man
- 1:28:03dort gut vorgegangen sei, sondern man
- 1:28:06steht stand dem ja offensichtlich
- 1:28:07vollkommen machtlos gegenüber, sonst
- 1:28:09wäre es ja nicht zu den Plünderungen
- 1:28:10gekommen, sonst wäre es nicht zu den
- 1:28:11Ausschreitungen gekommen. Wir werden es
- 1:28:13uns nachher noch mal gleich noch mal
- 1:28:14genauer anschauen, wie die Polizei
- 1:28:16agiert hat, was da wirklich für ein
- 1:28:17Versagen auch teilweise war und dann
- 1:28:20sich hinzustellen und sagen, es ist
- 1:28:21alles gut gelaufen, das ist einfach
- 1:28:23verhöhnend.
- 1:28:25müssen wir, weil ich da nicht drüber
- 1:28:26wegkomme. Meine Regierung wird hier
- 1:28:28keine Toleranz zeigen. Was meint er
- 1:28:30denn?
- 1:28:31Bei Friedrich Merz, je markiger die
- 1:28:33Worte, desto hohler. Das ist die eine
- 1:28:35der vielen Friedrich Merz Regeln. Also
- 1:28:37erstens, keiner von diesen
- 1:28:39von diesem Mob, von diesem
- 1:28:41Straßenterroristen
- 1:28:43wird die Härte des Gesetzes spüren. Das
- 1:28:45wird überall nur Kuschel Strafen geben,
- 1:28:47da wird keiner ins Gefängnis gehen, da
- 1:28:48wird auch keiner abgeschoben werden, da
- 1:28:50wird auch keiner seine Sozialleistungen
- 1:28:51gestrichen bekommen. Die werden einfach
- 1:28:53ungehindert und um ein paar Turnschuhe
- 1:28:54reicher in Deutschland weiterleben. Das
- 1:28:56ist die Realität. Zweitens, man muss
- 1:28:58hier sagen, dass diese ganzen markigen
- 1:29:00Worte voll ins Hohle geworden sind.
- 1:29:02Also, Friedrich Merz sagt, Gewalt hat
- 1:29:04auf unseren Straßen nichts zu suchen.
- 1:29:07Ich füge noch einen zweiten beliebten
- 1:29:08Satz, den er auch schon oft gesagt hat,
- 1:29:10hinzu. In Deutschland ist kein Platz für
- 1:29:11Antisemitismus. Also, Gewalt hat auf den
- 1:29:13Straßen nichts zu suchen und in
- 1:29:15Deutschland hat ist kein Platz für
- 1:29:16Antisemitismus, bedeutet dann aber in
- 1:29:18der Lebensrealität, die Gewalt auf den
- 1:29:21Straßen wird immer mehr und der
- 1:29:22Antisemitismus explodiert und für beides
- 1:29:25ursächlich ist die illegale Migration
- 1:29:27und genau der Mob, den man da auf der
- 1:29:28Straße gesehen hat, den Friedrich Merz
- 1:29:30mit keinem einzigen Wort mehr erwähnt.
- 1:29:33Warum erwähnt er diesen Mob nicht mehr?
- 1:29:35Weil er in diese Migrationsdebatte,
- 1:29:37Friedrich Merz, das muss man auch sagen,
- 1:29:39ist mit seinen spitzen Fingern allein
- 1:29:41die Migrationsdebatte unappetitlich
- 1:29:44geworden. Sie war ihm recht genug, damit
- 1:29:46die Wahl zu gewinnen. Auch das ermordete
- 1:29:48Kind von Aschaffenburg war ihm recht
- 1:29:50genug, um damit die Wahl zu gewinnen,
- 1:29:52aber jetzt wo er in
- 1:29:53Regierungsverantwortung ist und sich
- 1:29:55darum kümmern sich
- 1:29:56diese Migration und dann beschweren sich
- 1:29:58diese Bürger, ja, meine Damen und
- 1:30:00Herren, diese sogenannten Bürger, die
- 1:30:02ganze Zeit über die Migration. Ich
- 1:30:04möchte damit eigentlich gar nichts mehr
- 1:30:06zu tun haben und selbst wenn sie
- 1:30:08marodierend
- 1:30:10mit Brandsätzen vor meinen Augen live im
- 1:30:13Fernsehen durch zahlreiche deutsche
- 1:30:16Städte ziehen, ich Friedrich sage nicht
- 1:30:18mal mehr, um wen es hier geht und sage
- 1:30:20am Ende war es ein klares Votum für
- 1:30:23meine Rentenpolitik. Das ist einfach der
- 1:30:26absolute Gipfel des Machtzynismus.
- 1:30:29Und es ist auch für mich
- 1:30:32so ein Gipfel des rückwärts gewandt.
- 1:30:33Also ich fühle mich in den letzten
- 1:30:35Tagen, als wäre ich in so einer 90er
- 1:30:36Jahre Retro Show gelandet. Ich habe
- 1:30:38heute morgen die
- 1:30:40Deutschlandfunk Presseschau gehört. Da
- 1:30:41ging es auch um dieses Thema und
- 1:30:43zahlreiche Medien kommentieren das
- 1:30:45ebenso. Ja, man darf das jetzt nicht den
- 1:30:48Migranten anlasten und dann wird ja
- 1:30:49diskutiert, was sind überhaupt
- 1:30:51Migrantengruppen? Das hat Pistorius ja
- 1:30:54auch im ZDF gefragt. Also er wüsste
- 1:30:55überhaupt nicht, was damit genau gemeint
- 1:30:57ist.
- 1:30:58es nicht.
- 1:30:58Das sind wirklich Diskussionen, wie wir
- 1:31:00sie in den 90ern geführt haben und
- 1:31:02Friedrich Merz hat natürlich auch mit
- 1:31:05diesem Nachgeben gegenüber dem linken
- 1:31:07Lager zugelassen, dass wir wieder
- 1:31:09dieselben Debatten führen wie in den
- 1:31:1090ern, wo wir erstmal fragen müssen, ja,
- 1:31:12gibt es überhaupt ein Problem mit
- 1:31:14Migration? Und wenn wir das wieder
- 1:31:15fragen, wenn das jetzt die
- 1:31:16gesellschaftliche Debatte ist, die wir
- 1:31:18aus dieser Horror Nacht von Halloween
- 1:31:20ziehen, da muss ich wirklich sagen, ist
- 1:31:22die öffentliche Debatte verloren.
- 1:31:23Aber wir hatten in den 90ern einen
- 1:31:25Kanzler, der hieß Helmut Kohl und der
- 1:31:26war von anderem Kaliber, wenn ich mir
- 1:31:28diese Bemerkung noch gestatten darf.
- 1:31:30Darüber haben wir bei News Live
- 1:31:32gesprochen. Migranten plündern
- 1:31:33Geschäfte, Frankfurt am Main versinkt im
- 1:31:35Chaos, aber Friedrich Merz sieht eine
- 1:31:38positive Botschaft. Ja, wir machen den
- 1:31:41Faktencheck hier, wir gleichen die
- 1:31:42Fakten ab mit den Aussagen, wir lassen
- 1:31:44die Politiker nicht davon kommen bei
- 1:31:46ihrem Versuch, uns ein X für ein U
- 1:31:49vorzumachen. Und wenn Sie unsere
- 1:31:50aufklärerische Arbeit schätzen und
- 1:31:52sagen, das möchte ich unterstützen, dann
- 1:31:55können Sie das tun mit schon 5 Euro im
- 1:31:57Monat sind Sie dabei und zwar
- 1:31:59freiwillig. Unsere Inhalte bleiben für
- 1:32:01alle frei zugänglich. Sie unterstützen
- 1:32:03unsere Reporter, unsere Redaktion,
- 1:32:05unsere Moderatoren, unsere Formate. Wir
- 1:32:08leben von Menschen, die einschalten, die
- 1:32:10zuschauen, von Menschen wie Ihnen, die
- 1:32:12sagen, gerne unterstütze ich Sie. Ein
- 1:32:15Leben ohne News ist zwar möglich, aber
- 1:32:17natürlich sinnlos. Insofern unterstützen
- 1:32:19Sie uns bei news.de/aus Liebe
- 1:32:22über n i u s.de/aus
- 1:32:25Liebe, aus Liebe zum Journalismus.
- 1:32:28Vielen herzlichen Dank.
- 1:32:30Und um kurz nach 8:30 Uhr haben wir für
- 1:32:32Sie den ultimativen Videobeweis. Angela
- 1:32:35Merkels Skandalsatz.
- 1:32:38Das Volk sind alle deutschen
- 1:32:39Staatsbürger, auch Syrer mit deutschem
- 1:32:42Pass oder Ostdeutsche. Sie wollten ja
- 1:32:43alle irgendwann eingebürgert. Tja, wir
- 1:32:46fragen uns, welche Agenda verfolgt die
- 1:32:48Altkanzlerin mit diesen Aussagen.
- 1:32:52Das wird nachher unser Thema sein.
- 1:32:54Darauf freue ich mich ganz besonders als
- 1:32:57jemand, der Angela Merkel ja jahrelang
- 1:32:59begleitet und erlitten hat. Nun geht es
- 1:33:01folgendermaßen weiter. Friedrich Merz
- 1:33:03lobt das Vorgehen der Polizei als
- 1:33:06vorbildlich. Wir hatten eben sein Zitat.
- 1:33:09Doch die Bilder der
- 1:33:10Halloween-Horrornacht, sie zeigen ein
- 1:33:12komplett anderes Bild. Polizisten
- 1:33:14kapitulieren vor dem Mob. Migranten
- 1:33:17plündern Geschäfte und eine Frau muss
- 1:33:20einen Laden selbst verteidigen.
- 1:33:23Bundeskanzler Friedrich Merz, Hessens
- 1:33:25Innenminister Roman Poseck und
- 1:33:27Bundesverteidigungsminister
- 1:33:28Boris Pistorius. Sie alle loben die
- 1:33:31Arbeit der Polizei bei den
- 1:33:32Gen-Z-Regelt-Krawallen am Samstag. Doch
- 1:33:35der Verdacht drängt sich auf, sie wollen
- 1:33:38ein gigantisches Staatsversagen
- 1:33:39vertuschen. Denn statt engagierter
- 1:33:42Einsatzkräfte zeigen die Videos [musik]
- 1:33:44der Halloween-Horrornacht vor allem
- 1:33:45eines. Polizisten, die regungslos
- 1:33:48dastehen, während die Gewalt eskaliert.
- 1:33:49[musik]
- 1:33:50Eine Polizistin, die vor Randalierern
- 1:33:52flüchtet und Wasserwerfer, die nicht
- 1:33:55[musik] eingesetzt wurden. Das
- 1:33:56Staatsversagen von Frankfurt. Wie der
- 1:33:59Staat bei der Migrantengewalt am Samstag
- 1:34:01einfach zuschaut, anstatt die
- 1:34:03gewalttätige Randale [musik] zu
- 1:34:04unterbinden. Darüber sprechen wir jetzt
- 1:34:07bei News live.
- 1:34:14Ja, die ganze Wirklichkeit bei uns und
- 1:34:16dazu gehört Bundeskanzler Friedrich
- 1:34:18Merz, Eisen Minister Roman Poseck und
- 1:34:22auch Verteidigungsminister Boris
- 1:34:23Pistorius lobten den Polizeieinsatz bei
- 1:34:25den Gen Z regelt Krawallen. Doch wollen
- 1:34:28Sie damit ein Staatsversagen vertuschen?
- 1:34:31Denn wir wissen, die Proteste waren
- 1:34:32alles andere als friedlich. Das zeigt
- 1:34:34nicht zuletzt ein Video aus der
- 1:34:36Krawallnacht vor einem Schuhhaus in der
- 1:34:39Frankfurter Innenstadt und wir sprechen
- 1:34:41und darüber, was ist dort denn wirklich
- 1:34:43passiert? Machen dazu einen Videobeweis
- 1:34:45und den führt unser Chefredakteur Julian
- 1:34:47Reichelt. Julian, bitte sehr.
- 1:34:49Wir müssen darüber sprechen, weil wir
- 1:34:50haben es eben ja schon gehört, der
- 1:34:52Bundeskanzler, der Bundesinnenminister,
- 1:34:54der Landesinnenminister, Herr Poseck,
- 1:34:56die ganze Spitze unseres Staates lobt
- 1:34:59den hervorragenden, vorbildlichen,
- 1:35:02erfolgreichen Polizeieinsatz in dieser
- 1:35:05Horrornacht von Halloween. Man muss dazu
- 1:35:07sagen, in einigen Städten, zum Beispiel
- 1:35:09hier in Berlin, blieb es auch deutlich
- 1:35:11friedlicher, als man angenommen hatte.
- 1:35:14Es mussten viele Fenster verrammelt und
- 1:35:16vernagelt werden, aber tatsächlich hat
- 1:35:18die Polizei, zum Beispiel hier in
- 1:35:20Berlin, einen sehr guten Job gemacht.
- 1:35:21Aber es gab eben auch komplett andere
- 1:35:24Bilder, die nichts anderes sind als eine
- 1:35:27Kapitulation des Staates. Und ganz
- 1:35:28wichtig, es geht hier natürlich nicht um
- 1:35:30die einzelnen Polizeibeamten. Wenn ich
- 1:35:32mir diese Bilder angucke, in deren Haut
- 1:35:35will nun wirklich niemand stecken. Aber
- 1:35:37es geht um den Staat. Der Staat gibt ein
- 1:35:39Versprechen ab gegenüber seinen Bürgern.
- 1:35:41Dieses Versprechen ist in allererster
- 1:35:43Linie ein Schutzversprechen und dieses
- 1:35:45Schutzversprechen ist so überragend
- 1:35:46wichtig, erstens, weil wir dafür Steuern
- 1:35:49bezahlen. Das ist die sogenannte
- 1:35:51Daseinsvorsorge. In allererster Linie
- 1:35:54zahlen wir Steuern, damit der Staat uns
- 1:35:56schützt. Und der zweite wichtige Grund,
- 1:35:58es gibt in Deutschland, anders als z.B.
- 1:36:01in den USA, das Gewaltmonopol des
- 1:36:04Staates. Es gibt ein sehr strenges
- 1:36:06Waffenrecht in Deutschland, es ist quasi
- 1:36:08unmöglich, sich selbst zu verteidigen
- 1:36:10gegen solche Szenen wie am Wochenende.
- 1:36:12Umso wichtiger ist es, dass der Staat
- 1:36:14dieses Versprechen auch einlöst. Und das
- 1:36:16Gegenteil ist in Frankfurt passiert und
- 1:36:17das wollen wir uns jetzt im Detail
- 1:36:19einmal anschauen am Beispiel eines
- 1:36:22Angriffs dieses Mobs
- 1:36:24auf ein Schuhgeschäft, ein
- 1:36:25Damenschuhgeschäft für Frauen über und
- 1:36:29Untergrößen, also sehr große Schuhe und
- 1:36:31sehr kleine Schuhe. Fragt sich ein
- 1:36:32bisschen, was die Herrschaften mit so
- 1:36:34Pumps der Größe 23 oder was es dann da
- 1:36:37gibt wollten, vielleicht auch noch drei
- 1:36:38Linke davon, aber äh sei's drum, wir
- 1:36:41schauen uns einmal die Bilder an und
- 1:36:43dafür haben wir dieses eine Video aus
- 1:36:45der Nacht aufbereitet. Wir sehen es hier
- 1:36:47und hier geht es vor allem um die Frage,
- 1:36:49warum, warum greift die Polizei nicht
- 1:36:53ein? Und dafür wollen wir uns die Szene
- 1:36:54einmal ganz genau anschauen. Also, wir
- 1:36:56gehen jetzt in die Zeitlupe, wir sehen
- 1:36:58hier einen ganzen Zug der Polizei.
- 1:37:01Bilder etwas unscharf. Äh es werden so
- 1:37:03um die 20 Polizisten sein. Wir sehen
- 1:37:05alle in der klassischen Montur, also
- 1:37:08Helm auf, Schutzschild vorne hoch,
- 1:37:11Knüppel bereit. Hier befindet sich das
- 1:37:14Schuhgeschäft und dieser Mann, vermummt,
- 1:37:17äh mit Kapuze, benutzt einen Poller,
- 1:37:20also einen der Poller, den man benutzt,
- 1:37:22um Straßen zu sperren, der ist offenbar
- 1:37:24irgendwo geplündert worden, um über
- 1:37:27mehrere Sekunden, insgesamt haben wir
- 1:37:29zehn Schläge gezählt, hier auf diese
- 1:37:31Scheibe einzuschlagen. Wir sehen also
- 1:37:32hier die komplette Polizei. Es sind
- 1:37:36vielleicht 5 m, es sind vielleicht 6 m
- 1:37:39bis zum Zugriff auf diesen Mann und die
- 1:37:42Polizei steht hier
- 1:37:44und schaut der Zerstörung, der
- 1:37:47mutwilligen Zerstörung einer schweren
- 1:37:49Straftat, nämlich dem Versuch einer
- 1:37:51Plünderung, zu. Man hört auf dem Video
- 1:37:54dann noch einen Kanonenschlag, also eine
- 1:37:56Böller-Explosion. Im Moment dieser
- 1:37:59Böller-Explosion, Und sehen wir sie,
- 1:38:00zuckt der Polizeizug zusammen, drückt
- 1:38:03sich noch ein bisschen weiter an die
- 1:38:04Wand, aber wie gesagt, lässt diesen Mann
- 1:38:07gewähren. Das sind für mich, Pauline,
- 1:38:09die
- 1:38:10eindrücklichsten, aber auch
- 1:38:12verstörendsten Bilder aus dieser Nacht.
- 1:38:15Wir haben die Polizei natürlich auch
- 1:38:16angefragt, gibt es irgendeine
- 1:38:18Polizei-polizeitaktische
- 1:38:20Erklärung für dieses Verhalten? Also, 20
- 1:38:22Polizisten gegen einen Mann, gegen einen
- 1:38:25Mann, der dort eine schwere Straftat
- 1:38:27begeht. Was haben diese Bilder in dir
- 1:38:29ausgelöst?
- 1:38:30Für mich sind diese Bilder wie ein
- 1:38:32Symbolbild für Deutschland. Der Staat,
- 1:38:35der seinem Schutzversprechen gegenüber
- 1:38:37der eigenen Bevölkerung nicht mehr
- 1:38:38nachkommt. Und das ist was, was man
- 1:38:41natürlich nicht immer in diesem extremen
- 1:38:44Ausmaß, aber auch im Alltag erlebt.
- 1:38:46Also, warum tragen so viele Leute
- 1:38:50Pfefferspray oder Messer mit sich? Das
- 1:38:52sind nicht alles Gewalttäter, sondern
- 1:38:54ganz viele Leute haben mittlerweile im
- 1:38:56Alltag Angst vor dieser islamistischen
- 1:38:59Gewalt, die einfach unsere Straßen
- 1:39:01beherrscht, und wollen sich davor
- 1:39:03schützen. Das ist einfach das
- 1:39:04Schutzbedürfnis, was entstanden ist,
- 1:39:06weil der Staat sich zurückgezogen hat,
- 1:39:09gerade gegenüber diesen Leuten. Und
- 1:39:11deswegen sind diese Szenen so
- 1:39:12sinnbildlich. Und natürlich wissen diese
- 1:39:15Polizisten gleichzeitig, dass sie
- 1:39:17einerseits nicht nur die Gewalt gegen
- 1:39:19sich haben, sondern andererseits ein
- 1:39:21riesiges linkes Establishment, was jeden
- 1:39:25ihrer Einsätze
- 1:39:27genauestens überwacht. Die werden
- 1:39:29natürlich heutzutage auch immer von
- 1:39:30irgendwem, wie dieses Video ja auch
- 1:39:32zeigt, mitgefilmt. Und sobald sie
- 1:39:34irgendwo mal ernsthaft durchgreifen, ist
- 1:39:36halt sofort eine riesen mediale
- 1:39:38Berichterstattung, Polizeigewalt,
- 1:39:40Übergriffe, die Polizei war schuld.
- 1:39:41Hatten wir ja auch in den Fällen dieser
- 1:39:43Krawalle, dass ein, ich glaube,
- 1:39:45MDR-Reporter, ich weiß nicht genau, auf
- 1:39:46jeden Fall ein ein Reporter eines
- 1:39:48dritten Senders gesagt hat, ja, Schuld
- 1:39:50an der Eskalation war die Polizei, weil
- 1:39:52sie den den Wasserwerfer eingesetzt hat.
- 1:39:54Also, am Ende ist die Polizei immer
- 1:39:56schuld, auch wenn sie eingreift, weil
- 1:39:59dann die linken Medien sagen, es war
- 1:40:01Polizeigewalt. Deswegen sind sie
- 1:40:02natürlich in der schwierigen Lage, aber
- 1:40:04diese Szenen sind schon bedrückend, weil
- 1:40:06man denkt, eigentlich wäre man da ja in
- 1:40:07der Überzahl, könnte ganz leicht diesen
- 1:40:10Mann eigentlich stellen und trotzdem
- 1:40:12verstecken sie sich dort hinter diesen
- 1:40:13Säulen.
- 1:40:14Also, es sind vier, fünf Meter bis zu
- 1:40:16diesem Mann Zugriff wäre, ausweislich
- 1:40:19augenscheinlich der Bilder ohne weiteres
- 1:40:21möglich und natürlich, das muss man
- 1:40:23vielleicht hinzufügen, hat dieses Land
- 1:40:25nach Jahren der Corona-Pandemie und dem
- 1:40:27polizeilichen Vorgehen gegen vollkommen
- 1:40:30friedliche Bürger, Menschen, die ein
- 1:40:31Grundgesetz in der Hand hielten,
- 1:40:33Menschen, die teilweise nur in einem
- 1:40:35paar junge Menschen in dem Park
- 1:40:36rumstanden von der Polizei fast
- 1:40:38überfahren worden wären als
- 1:40:40Infektionsschutzmaßnahme.
- 1:40:42Ich erinnere mich an den Innocentiapark
- 1:40:44in Hamburg, da sind picknickende
- 1:40:45Familien mit der Polizeireiterstaffel
- 1:40:49quasi weggaloppiert worden. Ich erinnere
- 1:40:51mich an dramatische Aufnahmen von
- 1:40:53Kindern auf einem See, wo der See mit
- 1:40:55dem Polizeihubschrauber geräumt worden
- 1:40:57ist. Die Kinder sind auf einmal in Panik
- 1:40:59ausgebrochen, sind losgerannt. Was
- 1:41:01passiert, was kann passieren auf einem
- 1:41:02See, wenn Kinder auf einmal anfangen zu
- 1:41:05rennen? Lebensgefahr für diese Kinder.
- 1:41:07Da war man deutlich weniger zimperlich
- 1:41:10als jetzt im Umgang mit diesem dominant
- 1:41:12migrantischen Mob in Frankfurt. Gucken
- 1:41:14wir einmal auf die nächsten Bilder, auch
- 1:41:16noch eine interessante Szene, die, man
- 1:41:18muss sie einfach thematisieren, Fragen
- 1:41:20aufwirft. Wir sehen es hier rot
- 1:41:22eingekreist und gehen jetzt auch hier
- 1:41:24noch einmal in die Zeitlupe. Wie gesagt,
- 1:41:25wir hören da einen Kanonenschlag, sehen
- 1:41:27hier in der Zeitlupe, hier offenbar eine
- 1:41:30Polizeibeamtin,
- 1:41:32ähm, ausweislich Größe und Frisur, das
- 1:41:34ist alles, was man sagen kann, die sich
- 1:41:37hier hinter dieser Säule dann versteckt.
- 1:41:40Also, man sieht sehr deutlich, dass sie
- 1:41:43aus der vorderen Gruppe quasi flüchtet
- 1:41:46und sich in der hinteren Gruppe ihrer
- 1:41:48Kollegen zwischen zwei Säulen versteckt.
- 1:41:51Ist jetzt nicht gerade, wie gesagt, wir
- 1:41:53können nur auf diese Bilder blicken,
- 1:41:55aber es ist nicht gerade ein Ausweis
- 1:41:57eines starken Staates, der bereit ist,
- 1:42:01sich mit einem solchen Mob, wie gesagt,
- 1:42:03Plünderung vier, fünf Meter entfernt von
- 1:42:05dieser Polizistin, die dann in Deckung
- 1:42:06geht und sich hinter den Kollegen
- 1:42:08versteckt, der bereit ist, es mit diesem
- 1:42:10Mob aufzunehmen. Wir sehen hier noch
- 1:42:12einmal die Bilder. Gehen wir einmal
- 1:42:15weiter in die nächste Szene, auch die
- 1:42:19ist hochinteressant. Einschlag,
- 1:42:21Zweischlag,
- 1:42:22[schnauben]
- 1:42:22drei Schläge,
- 1:42:24vier Schläge,
- 1:42:27fünf Schläge,
- 1:42:29sechs Schläge,
- 1:42:31da hört es auf. Es kommen dann noch
- 1:42:34weitere zwei Schläge. Wir schauen uns
- 1:42:36das Ganze jetzt noch einmal in Zeitlupe
- 1:42:38an. Also, mindestens sechs Schläge, die
- 1:42:41wir auf Video sehen. Hier vorgelagert,
- 1:42:43vorgezogen zwei Polizisten, die auch
- 1:42:46noch so etwas wie möglicherweise
- 1:42:48taktische Zeichen geben. Zwei Polizisten
- 1:42:50dahinter noch ein dritter Polizist
- 1:42:51vorgezogen und das sind hier wirklich
- 1:42:53drei, vielleicht weniger als drei Meter
- 1:42:56zwischen den Polizisten, die einfach
- 1:42:58Spalier stehen, während dort ein
- 1:43:01Geschäft geplündert werden soll. Wie
- 1:43:02gesagt, vorgezogene Polizeieinheit,
- 1:43:04Pauline. Dahinter ein ganzer Zug
- 1:43:06Polizisten und nichts passiert. Da muss
- 1:43:08man schon sagen, wenn der Bundeskanzler
- 1:43:10sagt, vorbildlich, Innenminister
- 1:43:11vorbildlich, Landesinnenminister
- 1:43:13vorbildlich, das sieht einfach nicht
- 1:43:15vorbildlich, sondern nach Kapitulation
- 1:43:17aus.
- 1:43:18ja auch ein anderer Mann, der da hinten
- 1:43:20kommt und irgendwas auf dem Boden
- 1:43:21liegendes nimmt. Also, ich kann jetzt
- 1:43:22nicht erkennen, was, aber da ist ja
- 1:43:24offenbar einer, der womöglich zu dem
- 1:43:27Trupp der Randalierer gehört, der da
- 1:43:29irgendwas aufhebt. Das heißt, man kann
- 1:43:31sich ihm schon nähern, nur als Polizist
- 1:43:34muss man fürchten, sich ihm zu nähern
- 1:43:36oder fürchtet sich. In dem Fall ist es
- 1:43:38ja so, dann offenbar so, dass die
- 1:43:40Polizeiuniform,
- 1:43:41die besonders furchtsam macht, weil sie
- 1:43:43weil sie dann sagen, wir als Polizei
- 1:43:45haben Angst, dass wir eben wegen unserer
- 1:43:48Tätigkeit als Polizisten so sehr
- 1:43:50abgelehnt werden, dass wir besonders
- 1:43:51gefährdet sind. Und es sollte ja gerade
- 1:43:53umgekehrt sein. Also, wenn sich jemand
- 1:43:54diesem Mann nähert und ihn kalt stellt,
- 1:43:56dann muss es ja die Polizei sein und
- 1:43:58wenn man sich als Normalbürger ihm
- 1:44:00furchtlos nähern kann und irgendwas
- 1:44:02aufheben kann, aber als Polizei sagt,
- 1:44:04wir verstecken uns jetzt, weil wir so
- 1:44:05große Angst haben, das ist ja ein
- 1:44:07geradezu absurder Zustand der
- 1:44:10Sicherheit.
- 1:44:10Eine Umkehr des Schutzversprechens, dass
- 1:44:13der Staat gegenüber den Bürgern
- 1:44:14eigentlich abgibt, muss man sagen,
- 1:44:16vielleicht auch noch mal interessant,
- 1:44:18weil wir natürlich, wie gesagt, wir
- 1:44:19haben alle Anfragen an die Polizei
- 1:44:21gestellt, an die Behörden im Land Hessen
- 1:44:23gestellt, weil wir wissen wollten, gibt
- 1:44:25es irgendeine Erklärung? Hat man gesagt,
- 1:44:27na ja, wir wollen jetzt hier mal
- 1:44:29deeskalieren, während der Laden
- 1:44:31geplündert wird. Könnte ja sein. Könnte
- 1:44:33man immer noch über die Sinnhaftigkeit
- 1:44:35solcher Argumente sprechen. Wir haben es
- 1:44:36gefragt, wir haben bisher keine Antwort
- 1:44:38dazu bekommen. Dieses Verhalten des
- 1:44:40Staates bleibt also weiterhin unerklärt.
- 1:44:43Es ist tatsächlich, das muss man so
- 1:44:44sagen, nichts anderes als ein
- 1:44:45Staatsversagen, deswegen haben wir
- 1:44:46versucht, es uns selber zu erklären. Wie
- 1:44:48kann das sein, dass ich eine Scheibe
- 1:44:51einschlage? Wir alle wissen, was
- 1:44:53passiert, wenn man irgendwo mal in
- 1:44:54zweiter Reihe vom Supermarkt hält oder
- 1:44:56eine Pizza irgendwo rausholen will und
- 1:44:58die Polizei kommt. Die geht da deutlich
- 1:44:59energischer gegen einen vor, als dieser
- 1:45:02Zug von Polizisten gegen diesen
- 1:45:04Plünderer. Was könnte also der Grund
- 1:45:06sein? Und dabei sind wir auf diese
- 1:45:08Gruppe hier unten gekommen. Also, die
- 1:45:10Szene wird tatsächlich von einer großen
- 1:45:13Menschenansammlung
- 1:45:14gefilmt und beobachtet. Und es könnte ja
- 1:45:17jetzt sein, dass diese
- 1:45:19Menschenansammlung
- 1:45:21zu gefährlich ist, um hier eine Reaktion
- 1:45:25auszulösen. Also, Kalkül der Polizei
- 1:45:28könnte gewesen sein, wenn wir uns den
- 1:45:30schnappen, kriegen wir es mit denen zu
- 1:45:32tun. Erstens muss man da sagen, das
- 1:45:34sollte vielleicht nicht das polizeiliche
- 1:45:36Kriterium sein, dass man Straftäter
- 1:45:38gewähren lässt, weil da hinter junge
- 1:45:40Leute mit ihren Handys stehen und das
- 1:45:41filmen. Zweitens haben wir uns diese
- 1:45:44Gruppe, die hier vorne steht, mit allen
- 1:45:46Mitteln, die zur Verfügung stehen,
- 1:45:47angeschaut. Wir haben auf den
- 1:45:49verschiedenen Handyaufnahmen
- 1:45:50ausgewertet,
- 1:45:51wie wird da gesprochen, was wird da
- 1:45:53gesagt. Interessanterweise
- 1:45:56aus dieser Gruppe kommen Aufforderungen
- 1:45:58an diesen Mann: "Hör auf, Bruder, hör
- 1:46:01auf, Bruder, es reicht, lass es." Also,
- 1:46:03man muss sagen, die Schaulustigen-Gruppe
- 1:46:06hat mehr interveniert, ist auch nicht
- 1:46:08aggressiv aufgetreten in dem Fall nach
- 1:46:10allem, was wir beurteilen. Diese
- 1:46:11Schaulustigen Gruppe hat mehr
- 1:46:13interveniert, als am Ende die
- 1:46:15Polizeibeamten mit ihren Schlagstöcken,
- 1:46:18mit ihren Knüppeln. Wirklich bizarres
- 1:46:19Vorgehen, kann man nicht anders sagen.
- 1:46:21Schauen wir jetzt noch einmal in die
- 1:46:22letzte Szene, da wird es dann vollends
- 1:46:24absurd. Äh, und zwar sehen wir hier eine
- 1:46:27Frau im roten Mantel. Frau im roten
- 1:46:29Mantel kommt angestürmt.
- 1:46:31Und sie versucht
- 1:46:32sie versucht diesen Plünderer zu
- 1:46:34vertreiben. Sie klatscht ihn weg, wie
- 1:46:36man so ein wie man Hühner verscheucht.
- 1:46:37Klatscht in die Hände, verscheucht ihn.
- 1:46:39Frau im roten Mantel. So. Jetzt gehen
- 1:46:42wir in die Zeitlupe, denn da wird es
- 1:46:44noch mal besonders interessant und
- 1:46:45brisant. Warten noch einmal, bis die
- 1:46:47Szene anfängt. Da sehen wir sie
- 1:46:49verscheuchen. Tapfere, mutige Frau,
- 1:46:51Gratulation. So, hier kommt die Frau.
- 1:46:53Die Polizei versucht, der Frau den Weg
- 1:46:55abzuschneiden.
- 1:46:57[gelächter]
- 1:46:57Die Polizei geht also nicht zu dem
- 1:46:59Straftäter hin,
- 1:47:00sondern sie geht zu der Frau, die den
- 1:47:02Straftäter tapfer und mutig verscheuchen
- 1:47:05will. Sehen wir noch mal hier. Frau
- 1:47:06kommt, Polizei versucht ihr den Weg
- 1:47:09abzuschneiden. Zieht dann zurück. Frau
- 1:47:11flankiert sie auf der linken Seite, voll
- 1:47:13entschlossen. Entschlossener als die
- 1:47:14Polizei, muss man sagen.
- 1:47:16Warum könnte das passiert sein? Wie
- 1:47:18gesagt, wir haben die Polizei gefragt.
- 1:47:20Warum geht ihr gegen die Frau vor und
- 1:47:22nicht gegen den Straftäter? Keine
- 1:47:24Antwort von der Polizei. Jetzt könnte
- 1:47:26man natürlich höflicher und
- 1:47:27freundlicherweise unterstellen, na ja,
- 1:47:30die Polizei wollte diese Frau vermutlich
- 1:47:33schützen. Die Polizei hat erkannt, das
- 1:47:35ist eine gefährliche Situation, in die
- 1:47:37sich diese mutige Frau begibt. Die
- 1:47:39müssen wir schützen. Wäre eine mögliche
- 1:47:42und auch irgendwie plausible
- 1:47:43Argumentation. Dann stellt sich aber
- 1:47:45folgende Frage.
- 1:47:47Die Frau flankiert die Polizei, zieht
- 1:47:49links an den Beamten vorbei,
- 1:47:51die sie nicht aufhalten können,
- 1:47:53und geht dann zu einem ja bewaffneten
- 1:47:55Schwerststraftäter
- 1:47:57als Frau, alleine.
- 1:48:00Und an dem Punkt frage ich mich, wäre es
- 1:48:03nicht spätestens da, hier kann man ja
- 1:48:06noch sagen, Sachbeschädigung, auch nicht
- 1:48:08schön, ekelhafte Szenen, verstörende
- 1:48:10Szenen, aber man kann ja zu einer
- 1:48:13Güterabwägung kommen und sagen, na ja,
- 1:48:15es geht am Ende um eine
- 1:48:16Schaufensterscheibe, gefährden wir jetzt
- 1:48:18die Kollegen, wie gesagt, ich persönlich
- 1:48:20finde das zu kleinmütig das Vorgehen,
- 1:48:22aber man kann ja zu dieser Güterabwägung
- 1:48:24noch theoretisch kommen, Scheibe gegen
- 1:48:26Leib und Leben von Polizeibeamten, die
- 1:48:29wirklich keine leichte Nacht da in
- 1:48:30Frankfurt hatten, aber spätestens in
- 1:48:33dieser Szene, wo eine einzelne Frau sich
- 1:48:36einem Schwerststraftäter, einem
- 1:48:37bewaffneten Schwerststraftäter
- 1:48:40entgegenstellt, da hätte dann doch aller
- 1:48:42spätestens die Polizei, wie gesagt, mit
- 1:48:45den 20 Mann, die alle hier entlang
- 1:48:48dieser kleinen Kolonnade, dieser kleinen
- 1:48:50Säulenfassade aufgereiht steht, alle mit
- 1:48:52den Schutzschildern bereit, alle mit dem
- 1:48:54Knüppel, alle mit dem Helm auf,
- 1:48:55spätestens in dieser Szene hätte die
- 1:48:57Polizei dann doch zumindest hier rechts,
- 1:49:00während der Täter da ja auch abgelenkt
- 1:49:02war, mit einem kleinen Trupp zugreifen,
- 1:49:04den Mann zu Boden und zur Rechenschaft
- 1:49:06ziehen können. Das sind also die Szenen
- 1:49:08aus Frankfurt. Paulina, noch einmal
- 1:49:11deine Einschätzung dieser Bilder, weil
- 1:49:12ich habe das noch nie gesehen, die
- 1:49:14Polizei lässt bewaffneten
- 1:49:15Schwerststraftäter gewähren und wenn
- 1:49:17dann Bürger, Zivilisten sich dem
- 1:49:19entgegenstellen, sagt die Polizei weiter
- 1:49:21trotzdem, na ja, wir versuchen einmal
- 1:49:23die Frau aufzuhalten, aber wenn sie an
- 1:49:24uns vorbei läuft, dann gucken wir mal
- 1:49:26zu, schauen mal, was geschieht, weil der
- 1:49:27hätte ja auch einfach mit diesem Poller,
- 1:49:29mit diesem Stahlpoller ihr den Schädel
- 1:49:30einschlagen können. Dass der
- 1:49:32gewaltbereit und aufgepeitscht war,
- 1:49:34das war ja für jedermann erkennbar,
- 1:49:36oder?
- 1:49:36Und kurz sieht es ja auch so aus, er
- 1:49:38greift noch mal nach seinem Poller und
- 1:49:41lässt ihn dann aber glücklicherweise
- 1:49:42also fallen. Also natürlich muss man
- 1:49:44erstmal sagen, wahnsinnig mutig von
- 1:49:46dieser Frau, wir wissen nicht, wer sie
- 1:49:48ist, aber sich da so entgegenzustellen,
- 1:49:50finde ich erstmal extrem mutig, muss ich
- 1:49:52sagen. Hätte ich mich nicht getraut,
- 1:49:54weil ich glaube, solche solche
- 1:49:57gewaltbereiten Männer sind ja auch
- 1:49:59extrem gefährlich. Also ich würde es
- 1:50:00auch niemandem raten, aber hat sie toll
- 1:50:03gemacht in dem Fall. Interessanterweise
- 1:50:05hat sie womöglich ein besseres Gespür
- 1:50:07dafür, wie man ihn verjagt als die
- 1:50:09Polizei. Vielleicht ist sie schon in
- 1:50:11Straßenkämpfen geschult, vielleicht hat
- 1:50:13sie schon zwei, drei Mal in Frankfurt
- 1:50:14erlebt. Also ich meine, wir wissen alle,
- 1:50:15wie die Zustände in Frankfurt sind, da
- 1:50:17ist man einiges gewöhnt. Aber natürlich
- 1:50:20ist das Bild, dass die Polizei da
- 1:50:22abgibt, desaströs und ich finde diese
- 1:50:25gesamte Szene, wie wir sie sich uns
- 1:50:26jetzt hier angeschaut haben, illustriert
- 1:50:29einfach den Niedergang unseres Landes
- 1:50:32und den vor allem das Aussetzen unseres
- 1:50:34Schutzversprechens. Also mich erinnert
- 1:50:35das alles an diesen Begriff der Anarcho
- 1:50:38Tyrannei, nichts anderes kann man
- 1:50:40wirklich sagen. Anarcho Tyrannei, ein
- 1:50:42Begriff, der eben diesen Zustand
- 1:50:44beschreibt. Anarchie auf den Straßen,
- 1:50:47weil der Staat seinem Schutzversprechen
- 1:50:48nicht mehr nachkommt und gleichzeitig
- 1:50:50Tyrannei gegen die eigenen Bürger, das
- 1:50:52ist das einzige, was der Staat noch
- 1:50:54wirklich kann. Du hast die Corona
- 1:50:56Proteste angesprochen, das waren ja
- 1:50:58wirklich berechtigte Proteste gegen
- 1:51:00Grundrechtseingriffe, da ist man massiv
- 1:51:03vorgegangen als Staat, hat polizeilich
- 1:51:05wirklich Menschen drangsaliert,
- 1:51:07eingeschüchtert,
- 1:51:09teilweise eben bekämpft mit
- 1:51:10Wasserwerfern und dort, wo wirklich was
- 1:51:13passiert, da lässt der Staat komplett.
- 1:51:15Die Straftäter gewähren, zeigt sich
- 1:51:17komplett machtlos gegenüber dieser
- 1:51:20Gewalt und das ist das, was eben, was
- 1:51:23eben diese Proteste auch befeuert. Weil
- 1:51:26natürlich viele das auch im Vorhinein
- 1:51:28wissen. Also, wir haben ja auch vorher
- 1:51:30drüber geredet über diese Proteste von
- 1:51:33diesem Gen Z Regel, das war ja seit
- 1:51:35Wochen angekündigt und wir haben uns
- 1:51:37noch gefragt, sowas wie angekündigte
- 1:51:39Randale gibt es das überhaupt, weil der
- 1:51:42Staat hat dann ja Wochen Zeit, sich
- 1:51:43vorzubereiten und die. Tatsache, dass es
- 1:51:46ja trotzdem für diese Straftäter so gut
- 1:51:47geklappt hat, zeigt ja, dass A, der
- 1:51:50Staat überhaupt nicht fähig ist, mit
- 1:51:51Bedrohung umzugehen, selbst wenn man sie
- 1:51:53vorher groß ankündigt, also besser,
- 1:51:56leichter kann man es dem Staat ja nicht
- 1:51:57machen und B, dass die Straftäter auch
- 1:52:00genau wissen, dieser Staat tut nichts
- 1:52:01mehr gegen sie, sie können machen, was
- 1:52:03sie wollen, am Ende können sie die
- 1:52:04Straßen beherrschen, weil die Polizei
- 1:52:06eben kapituliert hat und genau das sieht
- 1:52:08man auf den Bildern.
- 1:52:09Und allerletzter Punkt vielleicht aus
- 1:52:11der Kategorie, wie Sie sehen, sehen Sie
- 1:52:13nichts, nicht zu sehen auf diesen
- 1:52:15Bildern und wir haben uns wirklich alle
- 1:52:17Bilder dieser Frankfurter
- 1:52:18Ausschreitungen und da war es
- 1:52:20tatsächlich eine Halloween Horrornacht
- 1:52:22haben uns all diese Bilder angeschaut,
- 1:52:24besonders von den Plünderungen
- 1:52:26Wasserwerfer zu sehen exakt null null
- 1:52:29Wasserwerfer und das muss man sagen,
- 1:52:30jeder der Erfahrung mit solchen
- 1:52:34Demonstrationen Ausschreitungen Gewalt
- 1:52:36Exzessen hat weiß Wenn man zwei
- 1:52:38Wasserwerfer nebeneinander stellt und
- 1:52:40nicht nur so ein bisschen berieseln
- 1:52:41lässt, sondern den Wasserstrahl
- 1:52:43tatsächlich auf die Kriminellen richtet,
- 1:52:45dann sind diese Plünderungen auch ganz
- 1:52:47schnell vorbei aus irgendeinem Grund hat
- 1:52:48man zu diesem Mittel nicht einmal
- 1:52:50ansatzweise gegriffen, warum das wissen
- 1:52:53wir noch nicht. Die Behörden in Hessen
- 1:52:54wollen es nicht
- 1:52:55nicht beantworten, wir werden dann
- 1:52:57natürlich weiter recherchieren, soviel
- 1:52:59erstmal zu dieser Auswertung dieses
- 1:53:01Videos, das tatsächlich symbolträchtig
- 1:53:03ist für die Lage in unserem Land und das
- 1:53:05glaube ich Millionen Menschen in diesem
- 1:53:07Land ein sehr sehr Sehr schlechtes
- 1:53:09Gefühl bei eben diesem so überragend
- 1:53:11wichtigen Thema Schutzversprechen des
- 1:53:13Staates bereitet.
- 1:53:14Ich hatte mir viele Videos angeschaut.
- 1:53:17Noch ein weiteres gefunden. Die Polizei
- 1:53:19hat dann doch noch versucht gegen
- 1:53:21Plünderer vorzugehen. Und zwar mit
- 1:53:23höflichen Bitten. Per Lautsprecher. Das
- 1:53:26fand ich auch noch interessant.
- 1:53:27wir auch noch drauf. Vielen Dank schon
- 1:53:28mal für diese Exegese hier und man sieht
- 1:53:31wieder einmal, man muss in die Details
- 1:53:33eindringen, wenn man das Ganze verstehen
- 1:53:35will. Das war wirklich jetzt
- 1:53:37erschütternd. Der Staat kommt hier
- 1:53:38seinem Schutzversprechen nicht nach. Wie
- 1:53:40soll man so einem Rechtsstaat noch
- 1:53:41trauen? Wie will ein solcher Rechtsstaat
- 1:53:42von uns den Bürgern Loyalität verlangen,
- 1:53:45wenn er diese Loyalität uns gegenüber
- 1:53:47nicht wahr
- 1:53:48Und ich habe den Eindruck, wir kennen ja
- 1:53:49auch viele Polizisten, denen wurden hier
- 1:53:51natürliche Reflexe abtrainiert, weil
- 1:53:53natürlich hat jeder Polizist zunächst
- 1:53:55einmal das Ansehen, Straftäter am
- 1:53:57Begehen einer Straftat zu abzuhalten.
- 1:54:00Vielleicht nur ganz kurz einen Punkt
- 1:54:01dazu, Alexander. Frankfurter Polizei hat
- 1:54:04das SEK, die besten Polizisten, die sie
- 1:54:07haben, abgeschafft und aufgelöst wegen
- 1:54:10einer Chatgruppe, einer angeblich
- 1:54:12extremistischen Chatgruppe, wo sich am
- 1:54:14Ende bei ungefähr 10.000 Nachrichten
- 1:54:18Neun als mögliche neun nicht 9000, neun
- 1:54:21von 10.000 als möglicherweise strafbar
- 1:54:24rausgestellt haben. Dafür hat man das
- 1:54:26SEK abgeschafft und aufgelöst und
- 1:54:29stattdessen eine Social-Media-Einheit
- 1:54:32eingesetzt, die diese Krawalle der Nacht
- 1:54:34dann live auf Social Media kommentiert
- 1:54:36hat. Für mich also gar nicht mehr zu
- 1:54:38fassen mit dem Satz Brandsätze auf
- 1:54:40unsere Kollegen, Brandsätze auf unsere
- 1:54:42Polizisten und dahinter allen Ernstes
- 1:54:44ein kleines Feuer-Emoji, damit man es
- 1:54:46auf Social Media einfach noch ein
- 1:54:47bisschen freudvoller versteht. Also die
- 1:54:50Social-Media-Einheit der Polizei statt
- 1:54:52SEK politisch vollkommen korrekt
- 1:54:54illustriert jetzt Molotow-Cocktails auf
- 1:54:56Polizeibeamte mit einem Feuer-Emoji. Da
- 1:54:58kann man halt nicht mehr von einem
- 1:55:00vorbildlichen Einsatz sprechen. Das war
- 1:55:02mindestens ein politisch katastrophal
- 1:55:04geführter Einsatz. Und oft ist ja das
- 1:55:06Ergebnis des
- 1:55:07klingt ja auch bei deinen Worten an von
- 1:55:08einer ideologischen Vorentscheidung, die
- 1:55:10sich dann entlädt in solchem, ich würde
- 1:55:12mal sagen, offensiven Wegschauen. Ja, du
- 1:55:14hast eben schon angesprochen, es gibt
- 1:55:16ein weiteres Video aus dieser
- 1:55:18Halloween-Horrornacht. Da geht es um ja,
- 1:55:21Ansagen der Polizei,
- 1:55:22Lautsprecherdurchsagen.
- 1:55:24Und diese Durchsage, ja, sie klingt
- 1:55:26schon sehr, sehr seltsam. Hören wir uns
- 1:55:29das mal an.
- 1:55:59Achtung, Achtung, nochmals eine
- 1:56:01Durchsage der Polizei.
- 1:56:04Entfernen Sie sich.
- 1:56:06Ja, das war eine freundliche Durchsage
- 1:56:09der der Polizei. Ähm, bitte halten Sie
- 1:56:11sich an Recht und Ordnung, mit meinen
- 1:56:12Worten. Ähm, statt hier über die Stränge
- 1:56:14zu schlagen. Also, da bin ich natürlich
- 1:56:16auch gleich wieder bei diesem großen
- 1:56:17Thema, ja, alles ist ein Diskurs,
- 1:56:19Kuscheltherapie.
- 1:56:20Man muss den Leuten nur gut zureden,
- 1:56:22dann begehen sie Sie Straftat.
- 1:56:24einem Streit sind immer zwei Seiten
- 1:56:26Schuld, das heißt, vielleicht kann man
- 1:56:28sich einfach mal zusammensetzen und
- 1:56:30drüber reden. Das ist die Idee hier
- 1:56:33dieser Durchsage Achtung, Achtung,
- 1:56:34entfernen Sie sich.
- 1:56:35Genau.
- 1:56:35Es ist natürlich, es zeigt die ganze
- 1:56:37Hilflosigkeit, weil wir es doch mit
- 1:56:38einem Milieu zu tun haben, das Ansagen
- 1:56:41des Staates überhaupt nicht mehr
- 1:56:44beachtet, sondern im Gegenteil im
- 1:56:45Zweifel das Gegenteil macht. Also, wenn
- 1:56:47dieser Staat sagt, wenn diese Polizei
- 1:56:49sagt, entfernen Sie sich, dann ist es
- 1:56:50doch für die Leute ein Grund, da erst
- 1:56:52recht hinzugehen und das scheint man
- 1:56:53immer noch nicht verstanden zu haben.
- 1:56:55Man kommuniziert mit diesen Leuten noch,
- 1:56:58als würde ihnen der Rechtsstaat etwas
- 1:57:00gelten und das Gegenteil ist der Fall.
- 1:57:02Das ist die Absage an alles, was uns
- 1:57:05wichtig ist, an all unsere Regeln. Es
- 1:57:07ist eben der absolute Bruch mit dem
- 1:57:10Rechtsstaat, der da ja zelebriert wird.
- 1:57:12Also, das sind ja, wie gesagt, auch
- 1:57:13nicht Proteste, die irgendein höheres
- 1:57:17Ziel haben, sondern das Ziel dieser
- 1:57:19Proteste ist die Gewalt an sich. Die
- 1:57:22Gewalt selbst, der Widerstand gegen den
- 1:57:25Staat ist hier das Ziel und deswegen
- 1:57:27sind solche Durchsagen ja auch so
- 1:57:29absurd, weil sie eben nicht so sehr
- 1:57:31ablehnen diese Leute wie den Staat.
- 1:57:34Und man sagt ja so schön, das stimmt
- 1:57:35natürlich auch, Kern des Rechtsstaats
- 1:57:37ist das Gewaltmonopol, das eben beim
- 1:57:39Staat liege. Das heißt allerdings auch,
- 1:57:41wenn der Rechtsstaat herausgefordert
- 1:57:43ist, muss er bereit sein, auch Gewalt
- 1:57:45einzusetzen und nicht nur Durchsagen.
- 1:57:47wie Pauline das sagt, das ist ja eine
- 1:57:49Machtdemonstration.
- 1:57:51Das ist eine Machtdemonstration
- 1:57:53aus Hass auf diesen Staat, auf Hass auf
- 1:57:56dieses Land, auf diesen Staat und seine
- 1:57:58Repräsentanten. Und das Gewaltmonopol
- 1:58:02existiert, wie jegliches Recht, immer
- 1:58:04nur mit der Konsequenz der Durchsetzung.
- 1:58:07Und wenn der Staat aufhört, das Recht
- 1:58:09durchzusetzen und das Gewaltmonopol ist
- 1:58:11damit sicher der sensibelste
- 1:58:13Rechtsbestandteil, dann hört dieses
- 1:58:15Recht auf zu existieren und es geht
- 1:58:19quasi über das Recht zur Gewalt auf
- 1:58:21diejenigen, die es sich nehmen. Und wer
- 1:58:24in Deutschland bereit ist, sich das
- 1:58:25Recht auf Gewalt zu nehmen, das erleben
- 1:58:28wir inzwischen hier in der deutschen
- 1:58:29Hauptstadt. Also, es hat halt vorletzte
- 1:58:31Nacht in meiner Straße wieder eine
- 1:58:33Schießerei gegeben. Wurde aber nur in
- 1:58:35die Luft geschossen, also Entwarnung,
- 1:58:37ja? Nachts um 3:30 Uhr. Äh, das ist,
- 1:58:40glaube ich, jetzt die vierte oder fünfte
- 1:58:41Schießerei, die ich in den letzten, ich
- 1:58:43weiß nicht, vielleicht zwei Jahren in
- 1:58:45Berlin erlebe. Wir haben es mit einer
- 1:58:47illegal eingewanderten Klientel zu tun,
- 1:58:50die inzwischen Schusswaffen mitbringt.
- 1:58:52Es ist eine komplette Eskalation hier
- 1:58:54gerade in der deutschen Hauptstadt
- 1:58:56Die freuen sich schon, weil demnächst
- 1:58:57gibt's auch keine Polizei mehr. Äh, äh,
- 1:59:00in einer Situation, in der der Staat das
- 1:59:03Gewaltmonopol nicht durchsetzt, geht das
- 1:59:05Gewaltmonopol über auf die
- 1:59:07skrupellosesten, die stärksten und
- 1:59:09diejenigen, die am schwersten bewaffnet
- 1:59:11sind und diejenigen, die bereit sind,
- 1:59:13äh,
- 1:59:13vollkommen, äh, ja, skrupellos den
- 1:59:16größten Schaden an Leib und Leben
- 1:59:17anzurichten. Und wer das in Deutschland
- 1:59:19ist, ist ja vollkommen klar. Ist nicht
- 1:59:21mehr wie früher in Hamburg auf dem Kiez,
- 1:59:23äh, die Nutella-Bande, ja? Mit dem
- 1:59:25schönen, ich weiß nicht mehr genau, wie
- 1:59:27er hieß, schöner Ditlef oder irgendwie
- 1:59:28sowas, ja? Fünf, in Anführungsstrichen,
- 1:59:30ehrbare deutsche Kriminelle, die sich
- 1:59:32bisher den Kiez aufteilen. Das sind
- 1:59:34einfach islamistische Banden mit
- 1:59:36fließenden Übergängen zwischen
- 1:59:37Islamismus und organisierter
- 1:59:38Kriminalität. Von unten drückt eine neue
- 1:59:41Generation der 16, 17, 18-jährigen
- 1:59:43Auftragskiller. Die sind alle schwer
- 1:59:45bewaffnet, die haben alle eine
- 1:59:46Schusswaffe, die haben auch alle schon
- 1:59:47mal auf jemanden geschossen in ihrem
- 1:59:48Leben. Das ist die Realität in
- 1:59:50Deutschland. Friedrich Merz sieht das
- 1:59:51als positives Zeichen.
- 1:59:52unser Thema hier bei News Live, das
- 1:59:54Staatsversagen von Frankfurt am Main,
- 1:59:56wie Polizei und Rechtsstaat lieber
- 1:59:57zuschauen, während Migranten
- 1:59:59Deutschlands zerlegen. Gleich nach 8:00
- 2:00:01Uhr mit Tränen-Vorwürfen
- 2:00:03attackiert die ehemalige
- 2:00:04Arbeitsministerin Bärbel Bas den Kanzler
- 2:00:07wegen dessen angeblicher
- 2:00:09Unmenschlichkeit und Respektlosigkeit
- 2:00:12in ihrer Trauerphase. Ein spektakuläres
- 2:00:14Video. Und um kurz nach 8:30 Uhr haben
- 2:00:16wir für Sie einen speziellen Videobeweis
- 2:00:18ganz anderer Art. Ankla Merkel hat
- 2:00:20gesagt, das Volk sind alle deutschen
- 2:00:22Staatsbürger, egal ob Syrer mit
- 2:00:24deutschem Pass oder Ostdeutsche. Die
- 2:00:26wurden ja auch erst eingebürgert. Was
- 2:00:28ist davon zu halten? Damit ist es 8:00
- 2:00:30Uhr. Hier sind die Nachrichten mit
- 2:00:32Robert Nork.
- 2:00:36Nach den Gewaltexzessen am vergangenen
- 2:00:38Wochenende gibt es Kritik an
- 2:00:40Bundesinnenminister Dobrindt. Grund: Der
- 2:00:43CSU-Politiker hatte dafür vor allem
- 2:00:46Migranten verantwortlich gemacht. Die
- 2:00:48türkische Gemeinde in Deutschland nimmt
- 2:00:50nun genau diese Tätergruppe in Schutz.
- 2:00:53Ein Sprecher sagte, junge Menschen seien
- 2:00:55unabhängig von ihrer Herkunft
- 2:00:57unzufrieden mit der Politik.
- 2:00:59Migrantische Jugendliche seien aber noch
- 2:01:01einmal stärker betroffen, weil sie im
- 2:01:03Alltag diskriminiert würden, so die
- 2:01:05Behauptung.
- 2:01:07Linken-Chef Pantisano sprach von einem
- 2:01:09billigen Versuch der Hetze. Grünen-Chef
- 2:01:12Banaszak warf Dobrindt vor, er wolle
- 2:01:14einen Teil der Bevölkerung als nicht
- 2:01:16richtig zugehörig markieren.
- 2:01:20Bundeskanzler Merz hat sich nun
- 2:01:22offiziell auf eine Frau als nächste
- 2:01:24Staatsoberhaupt festgelegt. Laut
- 2:01:26übereinstimmenden Berichten Merz hatte
- 2:01:28sich der CDU-Chef entsprechend auf einer
- 2:01:30Konferenz in der Berliner
- 2:01:32Parteizentrale.
- 2:01:33Allerdings nannte Merz noch keinen
- 2:01:35Namen. Die CSU hatte bereits die
- 2:01:38bayerische Landtagspräsidentin Ilse
- 2:01:40Aigner für die Nachfolge von
- 2:01:41Bundespräsident Steinmeier
- 2:01:43vorgeschlagen. Aigner genießt
- 2:01:45Unterstützung auch bei CDU, SPD und
- 2:01:48Grünen.
- 2:01:50Zum geplanten sogenannten
- 2:01:51Spritpreisdeckel gibt es bereits erste
- 2:01:54Details. Wirtschaftsministerin Reiche
- 2:01:57hat einen Entwurf vorgelegt. Demnach
- 2:01:59soll er höchstens drei Monate lang
- 2:02:01gelten und nicht dauerhaft. Außerdem
- 2:02:04soll der Deckel nur greifen, wenn Benzin
- 2:02:06und Diesel in drei aufeinanderfolgenden
- 2:02:08Wochen mehr als 5 % über dem
- 2:02:10EU-Durchschnitt liegen. Auch soll der
- 2:02:13Preisdeckel ausgesetzt werden können,
- 2:02:15wenn Versorgungsprobleme drohen. Der
- 2:02:17Entwurf muss noch mit den anderen
- 2:02:19Ministerien abgestimmt werden. Die SPD
- 2:02:22forderte bereits Nachbesserungen.
- 2:02:25Wenige Wochen vor der Eröffnung der
- 2:02:27Weihnachtsmärkte warnte der Städte- und
- 2:02:29Gemeindebund vor einer wachsenden Gefahr
- 2:02:31durch Drohnen. Hauptgeschäftsführer
- 2:02:33Berghegger sagt in einem Interview, die
- 2:02:36Behörden und Veranstalter täten alles,
- 2:02:38um größtmögliche Sicherheit auf den
- 2:02:40Märkten zu erreichen. Klar sei aber
- 2:02:42auch, dass das Auftauchen von Drohnen
- 2:02:45die in den letzten Jahren bereits sehr
- 2:02:46angespannte Sicherheitslage noch einmal
- 2:02:48verschärfen werde.
- 2:02:50In den USA wird heute über die
- 2:02:52Zusammensetzung des Kongresses
- 2:02:54abgestimmt. Bei den Zwischenwahlen
- 2:02:56stehen alle Sitze im Repräsentantenhaus
- 2:02:59und gut ein Drittel der Sitze im Senat
- 2:03:01zur Wahl. Für US-Präsident Trump ist die
- 2:03:03Wahl ein wichtiger Stimmungstest. Seine
- 2:03:06Republikaner haben derzeit in beiden
- 2:03:08Kammern nur eine [musik] knappe
- 2:03:09Mehrheit. Laut Umfragen rechnen die
- 2:03:12Demokraten mit Zugewinnen. Verlieren die
- 2:03:15Republikaner ihre Mehrheit, wird es für
- 2:03:17Trump schwieriger, seine Politik
- 2:03:19durchzusetzen.
- 2:03:21Erste Ergebnisse der Zwischenwahlen
- 2:03:23werden in der kommenden Nacht erwartet.
- 2:03:26Das Wetter in Deutschland am Tage viele
- 2:03:28Wolken, im Norden etwas Sprühregen, im
- 2:03:31Westen und Südwesten bis in die Mitte
- 2:03:33freundlich bei Temperaturen zwischen 4
- 2:03:36und 11 Grad.
- 2:03:42[musik]
- 2:03:52Damit ist es 8:03 Minuten und einige
- 2:03:54Sekunden. Herzlich willkommen bei News
- 2:03:56Live am Dienstag, dem 3. November 2026.
- 2:03:58[musik]
- 2:04:00Morgens um 6 Uhr schon wissen, was einem
- 2:04:02abends um 8 verschwiegen wird. Und
- 2:04:05unsere Garanten für dieses Versprechen
- 2:04:07und dessen Einlösung sind an diesem
- 2:04:09Dienstagmorgen Pauline Foss, unsere
- 2:04:11stellvertretende News-Chefredakteurin.
- 2:04:13Schönen guten Morgen.
- 2:04:14Und unser [musik] News-Chefredakteur
- 2:04:16Julian Reichelt.
- 2:04:17Schönen guten Morgen.
- 2:04:17Schönen guten Morgen, Julian. Guten
- 2:04:19Morgen, Pauline. Ich bin Alexander
- 2:04:21Kissler. Schön, dass Sie bei uns sind.
- 2:04:23Kann ein Dienstag besser beginnen? Ich
- 2:04:25wüsste nicht. Das Thema, das wir nun
- 2:04:27haben, ja, Drohnenangriff auf den
- 2:04:29Kanzler.
- 2:04:30Die frühere Arbeitsministerin Bärbel Bas
- 2:04:32hat sich nach einem Trauerunfall in
- 2:04:34ihrem persönlichen Umfeld aus
- 2:04:36Spitzenpolitik und aus dem Ministeramt
- 2:04:38zurückgezogen, doch nun meldet sie sich
- 2:04:40sehr prominent zurück in einem großen
- 2:04:43Interview in der ARD erhebt sie Vorwürfe
- 2:04:46gegen den Kanzler und die Union und
- 2:04:48spart dabei mit Tränen nicht.
- 2:04:51Drei Wochen ist es her, dass Bärbel Bas
- 2:04:53ihren Rücktritt als SPD Chefin und
- 2:04:55Bundesarbeitsministerin verkündet hat.
- 2:04:58Auslöser war die Trauer um ihre nur
- 2:04:59wenige Jahre jüngere Stieftochter, die
- 2:05:01Ende September verstorben war. Doch
- 2:05:04schon ihre Rücktrittserklärung hatte Bas
- 2:05:06genutzt, um der Union persönliche
- 2:05:08Angriffe vorzuwerfen und eine SPD
- 2:05:10Kampagne loszutreten. Nun legt Bas nach
- 2:05:13und sagt:
- 2:05:15ja auch immer von Seiten der
- 2:05:17der Unions verschiedenen Kollegen immer
- 2:05:20diese Angriffe, ich würde meine Arbeit
- 2:05:22nicht machen und so weiter. Ich habe
- 2:05:23gesagt, das werde ich mir auch nicht
- 2:05:24mehr lange gefallen lassen.
- 2:05:26Es ist das zweite Mal, dass Bärbel Bas
- 2:05:28ihre persönliche Trauer mit schweren
- 2:05:30Vorwürfen gegen den Koalitionspartner
- 2:05:32verbindet. Bas Tränenvorwürfe gegen den
- 2:05:34Kanzler. Jetzt unser Thema bei News
- 2:05:37live.
- 2:05:43[schnauben]
- 2:05:43Ja, drei Wochen nach ihrem Rücktritt
- 2:05:45meldet sich Bärbel Bas also zurück im
- 2:05:48Interview mit Markus Feldenkirchen in
- 2:05:50der ARD den Tränen nah, spricht sie über
- 2:05:54den Abschied von ihrer fast
- 2:05:55gleichaltrigen Stieftochter, die Ende
- 2:05:57September gestorben war.
- 2:06:00Sie waren quasi die engste Angehörige?
- 2:06:04Ja.
- 2:06:06Und manchmal kommt im Leben ja auch viel
- 2:06:09Schicksalhaftes zusammen. Ich glaube,
- 2:06:11die Woche, in der sie dann verstorben
- 2:06:12ist, war dieselbe Woche, in der ihr
- 2:06:15Ehemann sowohl Geburtstag als auch
- 2:06:17Todestag hatte.
- 2:06:19War das einfach zu viel auf einmal?
- 2:06:23Ja, da kam viel zusammen, das muss man
- 2:06:24so sagen und am [räuspern] Ende war für
- 2:06:26mich klar, ich musste eine Entscheidung
- 2:06:28für mich selber treffen.
- 2:06:30Und das war
- 2:06:32ein radikaler Schnitt, den ich jetzt
- 2:06:33gemacht habe. Aber für mich war der
- 2:06:35notwendig. Und ähm, auf der anderen
- 2:06:38Seite
- 2:06:39ähm
- 2:06:42war klar, dass ich da auch wieder
- 2:06:43rauskomme. Ich habe das schon mal
- 2:06:44mitgemacht. Aber ich ähm
- 2:06:46ich brauche Zeit dafür. So, und ich
- 2:06:48wusste, diese Zeit wird mir keiner
- 2:06:50geben.
- 2:06:52Das ist halt so. Wenn man solche
- 2:06:53politischen herausragenden Ämter hatte,
- 2:06:55kann man nicht darauf hoffen, dass einem
- 2:06:57die Zeit gegeben wird. Und so war es
- 2:06:59dann auch. Und deswegen habe ich gesagt,
- 2:07:00gut, dann dann ist es so für mich.
- 2:07:03So, und dann brauche ich dann auch nicht
- 2:07:04mehr länger nachdenken. Es gab
- 2:07:06[räuspern] einige, die noch versucht
- 2:07:08haben, mich vom Gegenteil zu überzeugen.
- 2:07:11Aber
- 2:07:12für mich war klar,
- 2:07:14es ist es für mein es ist mein Leben und
- 2:07:17ich muss entscheiden.
- 2:07:19Ja, wir schauen uns die verschiedenen
- 2:07:20Elemente dieses Interviews von Bärbel
- 2:07:22Bas im Ersten mit Markus Feldenkirchen
- 2:07:24gleich noch einmal genauer an. Die erste
- 2:07:26Frage, die sich hier natürlich stellt,
- 2:07:27ist ja durchaus bewegend. Pauline, sie
- 2:07:30kämpft hier mit den Tränen, sie
- 2:07:31berichtet vom Tod ihrer Stieftochter,
- 2:07:34die fast gleichaltrig war. Habe sich
- 2:07:36deshalb auch dann zurückgezogen, weil
- 2:07:38sie wusste, ich habe die Zeit, die ich
- 2:07:39zur Verarbeitung der Trauer habe, nicht
- 2:07:42im Amt. Dennoch fragt man sich
- 2:07:43natürlich, so kurz nach ihrem Rücktritt
- 2:07:45drängt es sie auf die große politische
- 2:07:48Bühne zurück, ja durchaus auch in
- 2:07:49rechtfertigender Absicht.
- 2:07:51Ja, also erstmal muss ich einfach sagen,
- 2:07:53wenn ich das sehe, tut sie mir natürlich
- 2:07:55leid, weil so ein äh Trauerfall im
- 2:07:57engsten Umfeld, der äh nimmt einen
- 2:08:00natürlich auch immer auf eine
- 2:08:02existenzielle Weise mit. Und das ist
- 2:08:03das, was sie ja hier zum Ausdruck
- 2:08:05bringt. Und das finde ich vollkommen
- 2:08:07legitim. Und ob man darüber nun äh nur
- 2:08:09im Privaten redet oder im Öffentlichen,
- 2:08:11finde ich auch äh beides berechtigte
- 2:08:14Wege. Das Interessante ist ja, dass sie
- 2:08:16diesen Trauerfall eben sofort ausgenutzt
- 2:08:20hat in ihrem Rücktrittsschreiben, um den
- 2:08:22politischen Gegner zu attackieren. Und
- 2:08:24das ist eigentlich das, was politisch
- 2:08:26relevant und interessant ist. Also über
- 2:08:28all das würde man quasi im politischen
- 2:08:31Kontext ja gar nicht reden, wenn sie
- 2:08:33nicht sofort diesen Rücktritt, diese
- 2:08:35Trauer um ihre Stieftochter verbunden
- 2:08:38hätte mit einem Vorwurf an den
- 2:08:40Koalitionspartner, ihr hättet mich nicht
- 2:08:42kritisieren dürfen. Und das schwingt ja
- 2:08:44hier auch schon so ganz leicht mit,
- 2:08:47indem sie eben sagt, sie hat diese Zeit,
- 2:08:49die sie gebraucht hätte, nicht bekommen.
- 2:08:51Da würde ich sagen, als Bundesministerin
- 2:08:53ist es nun mal so, also es gibt einfach
- 2:08:55gewisse Ämter, die damit verbunden sind,
- 2:08:58dass man eine solche Verantwortung für
- 2:09:00die gesamte Gesellschaft hat,
- 2:09:02und ja auch quasi diese Rolle übernommen
- 2:09:04hat, diese diese finanzielle
- 2:09:06Verantwortung auch trägt, dieses dieses
- 2:09:09und diesen unglaublichen Etat ja quasi
- 2:09:11ja ausgehändigt bekommt vom Volk. Und
- 2:09:14dann ist das eben damit verbunden, dass
- 2:09:16man in solchen Situationen nicht allzu
- 2:09:19lange ausfallen kann. Und wenn man
- 2:09:21merkt, man braucht mehr Zeit, dann ja
- 2:09:23immer die Möglichkeit hat, wie sie es ja
- 2:09:24auch getan hat, zurückzutreten, was ich
- 2:09:26wie gesagt vollkommen legitim finde. Was
- 2:09:28aber eben ungewöhnlich ist und meiner
- 2:09:30Ansicht eben nach auch nicht legitim,
- 2:09:32und das werden wir uns auch anschauen,
- 2:09:33und da sind auch diverse Widersprüche zu
- 2:09:35ihren früheren Aussagen aufgetreten, ist
- 2:09:37diese Instrumentalisierung des
- 2:09:38Todesfalls im Kampf gegen den
- 2:09:40politischen Gegner. Das ist das, was
- 2:09:42eben das Problem ist, und dort scheinen
- 2:09:45sich jetzt die Vorwürfe, die sie damals
- 2:09:47erhoben hat, nicht wirklich erhärten zu
- 2:09:49können. Sie rudert da sogar etwas zurück
- 2:09:52und sagt auf einmal, die Vorwürfe
- 2:09:53allgemein waren das Problem, und wären
- 2:09:56auch ein Problem gewesen, wenn es diesen
- 2:09:58Trauerfall nicht gegeben hätte. Also das
- 2:09:59gucken wir uns jetzt gleich noch an.
- 2:10:00Und der politische Gegner, muss man
- 2:10:02sagen, ist auch die CDU, ist auch
- 2:10:03letzten Endes Friedrich Merz.
- 2:10:05allem die CDU, genau. Zu Friedrich Merz
- 2:10:07und dessen Art der Kommunikation
- 2:10:09angesichts des Leidens und des
- 2:10:11Trauerfalls in der Familie von Bärbel
- 2:10:13Bas, wird sie eben auch gefragt von
- 2:10:15Markus Feldenkirchen. Bitte sehr.
- 2:10:18Haben Sie in den drei Wochen vor Ihrem
- 2:10:21Rücktritt eigentlich mal mit dem
- 2:10:23Bundeskanzler Friedrich Merz darüber
- 2:10:25gesprochen, ob es vielleicht auch
- 2:10:27Alternativen zum Rücktritt gibt?
- 2:10:29Nein, da ähm ich habe ja mit ihm über
- 2:10:31Rücktritt überhaupt nicht gesprochen,
- 2:10:33weil ich wusste, dass ich in der Phase
- 2:10:34noch nicht äh ich habe ihm nur äh
- 2:10:36gesagt, wie die Lage bei mir privat
- 2:10:37gerade ist.
- 2:10:39Und er hat mir signalisiert, ähm
- 2:10:42ich hätte ich soll mir die Zeit nehmen,
- 2:10:44die ich brauche.
- 2:10:45Ja.
- 2:10:45So, ich habe da auch zweimal mit ihm
- 2:10:46gesprochen. Es gab ja auch immer von
- 2:10:48Seiten der.
- 2:10:49Der Unions verschiedenen Kollegen immer
- 2:10:52diese Angriffe. Ich würde meine Arbeit
- 2:10:54nicht machen und so weiter. Ich habe
- 2:10:55gesagt, das werde ich mir auch nicht
- 2:10:56mehr lange gefallen lassen. Also, das
- 2:10:58war.
- 2:10:58dem Bundeskanzler gesagt?
- 2:10:59Das habe ich ihm gesagt, weil es auch.
- 2:11:02Unfair war,
- 2:11:04weil das war ja alles abgesprochen.
- 2:11:06Zeitpläne waren abgestimmt. Wir haben
- 2:11:08gemeinsam Koalitionsausschuss diese
- 2:11:10Dinge besprochen, die da alle. Standen.
- 2:11:12Ja, das war ja alles abgesprochen. Das
- 2:11:13sei unfair gewesen. Sie sei
- 2:11:15gewissermaßen als eine Frau dargestellt
- 2:11:18worden, die also nicht tue, wofür sie
- 2:11:19bezahlt und bestellt sei, nämlich sich
- 2:11:21um ihr Amt zu kümmern. Also, da fängt
- 2:11:23schon an. Wir haben gleich nachher noch
- 2:11:24ein anderes Beispiel. Die Stichelei
- 2:11:26gegen Friedrich Merz, der sich, so
- 2:11:27vermittelt es hier Frau Baas, in der
- 2:11:30Öffentlichkeit zum Kritiker ihrer Arbeit
- 2:11:32aufgeschwungen habe, die er intern.
- 2:11:35Durchaus geschätzt habe.
- 2:11:37Das ist ja hier die alles entscheidende
- 2:11:38Frage. Ist es. Ein emotionales,
- 2:11:42persönliches.
- 2:11:44Gewissermaßen privates, aber auf der
- 2:11:46öffentlichen Bühne aus. Getragenes,
- 2:11:48ausgelebtes Interview über einen
- 2:11:51privaten Schicksalsschlag.
- 2:11:54Oder ist es ein politisches Interview
- 2:11:56über den Koalitionspartner,
- 2:11:58der aus Sicht der SPD erkennbar zum
- 2:12:01härtesten politischen Gegner geworden
- 2:12:03ist, den es zu bekämpfen gilt? Und wer
- 2:12:05sich das ganze Interview mit Bärbel Baas
- 2:12:07anschaut. Der sieht ja einerseits. Eine
- 2:12:11emotionale Frau, mit der man jedes
- 2:12:13Mitgefühl hat. Das ist ja auch
- 2:12:14selbstverständlich.
- 2:12:17Kommt aber am Ende zu dem Schluss, es
- 2:12:18ist einfach ein politisches Interview.
- 2:12:20Ganz einfach. Und zum zweiten Mal. Nach
- 2:12:23[schnauben] ihrer Pressemitteilung wird
- 2:12:25hier, und da muss ich sagen, das ist mir
- 2:12:27innerlich richtig fremd. Ein
- 2:12:29persönlicher Schicksalsschlag
- 2:12:31instrumentalisiert.
- 2:12:33Für eine gewaltige Kampagne. Gegen den
- 2:12:36eigenen Koalitionspartner. Da hat man
- 2:12:39als Bürger, der ja dieser Koalition
- 2:12:41ausgeliefert ist. Natürlich ein
- 2:12:43schlechtes Gefühl.
- 2:12:44[schnauben]
- 2:12:44Wenn ich sage, die. bis vor kurzem SPD
- 2:12:47Parteivorsitzende und Ministerin mit der
- 2:12:49größten Etatverantwortung
- 2:12:52verachtet,
- 2:12:55kann man fast sagen, den politischen
- 2:12:57Partner so sehr, dass sie sagt, die
- 2:13:01mache ich fertig mit dem Segen meiner
- 2:13:03verstorbenen
- 2:13:05Stieftochter. Man ist ja
- 2:13:08so kann ich da nur spekulieren, in
- 2:13:10solchen Situationen
- 2:13:12immer in der Lage, sich selbst zu
- 2:13:14fragen, wäre der geliebte Mensch, der da
- 2:13:18verstorben ist, einverstanden mit meinem
- 2:13:20Vorgehen hier. Und [schnauben] ich
- 2:13:22möchte nicht unterstellen, dass Bärbel
- 2:13:24Bas so vorgehen würde, wenn sie zu der
- 2:13:27Einschätzung käme, das würde meine
- 2:13:29Stieftochter Gott hab sie selig nicht
- 2:13:32gut finden.
- 2:13:34Sie sieht sich also in einem, ja, fast
- 2:13:37heiligen Krieg gegen den
- 2:13:39Koalitionspartner, zu sagen, ich nehme
- 2:13:41jetzt meine verstorbene Stieftochter
- 2:13:45und wende sie gegen Friedrich Merz. Das
- 2:13:47ist ja das, was hier passiert. Es ist
- 2:13:49ein
- 2:13:50gestagetes, gut vorbereitetes,
- 2:13:53gut getimtes Interview, in dem es am
- 2:13:56Ende nur ein dominantes Thema gibt und
- 2:13:58das ist nicht die Stieftochter, das ist
- 2:14:01Friedrich Merz und die CDU. Und das muss
- 2:14:03ich sagen, erfüllt mich schon mit
- 2:14:05Befremden. Dieser
- 2:14:08ja, diese, diese, ich sag's mal neutral,
- 2:14:11Verwendung eines gestorbenen geliebten
- 2:14:14Menschen im politischen Kampf in einer
- 2:14:16Situation, in der Bärbel Bas ja
- 2:14:18eigentlich auch wissen müsste, was
- 2:14:19sollen wir Bürger denn denken? Was
- 2:14:21sollen wir denn von unserer Regierung
- 2:14:23denken, wenn die jetzt anfangen, sich
- 2:14:25gegenseitig vorzuhalten, dass ihre
- 2:14:26Lieben tot sind? Was sollen wir denn
- 2:14:29darüber denken? Man kriegt es doch mit
- 2:14:30der Angst zu tun. Was, was ist denn da
- 2:14:32los an der Spitze unseres Staates, wenn
- 2:14:35die sagen, ja gut, ich trauere und
- 2:14:37jeder, es gibt keinen Menschen in diesem
- 2:14:39Land, der dafür nicht jede, jedes
- 2:14:40Verständnis, jeden Respekt hat, der ja
- 2:14:42auch nicht jede Zeit gewähren würde. Sie
- 2:14:45kann sagen, ich brauch so und so viel
- 2:14:46Wochen, macht der Staatssekretär. Würde
- 2:14:48jeder sagen. Aber was sollen wir Bürger
- 2:14:50denn denken, wenn die an der Spitze
- 2:14:52unseres Staates jetzt.
- 2:14:55Am Grab mit der Trauer anfangen, ihre
- 2:14:58politischen Spiele und
- 2:15:00Auseinandersetzung zu führen. Ich muss
- 2:15:01sagen, er mir mir mir flößt das richtig
- 2:15:04Schrecken ein, weil es eine Form von am
- 2:15:08Ende ja politischer Skrupellosigkeit
- 2:15:10ist, die am.
- 2:15:13Zerstörerisch sich auswirkt auf. Das
- 2:15:16Leben der Menschen in diesem Land.
- 2:15:18Und Bärbel Bas hat ja genau dieses
- 2:15:20Podium, dieses Forum gesucht zur besten
- 2:15:22Sendezeit einem der bekanntesten
- 2:15:24Journalisten, politischen Journalisten
- 2:15:25Deutschlands gegeben. Markus
- 2:15:27Feldenkirchen im ersten und der Tenor
- 2:15:29haben wir eben in der in dem Ausschnitt
- 2:15:31gesehen ist. Es war mit dem Kanzler alle
- 2:15:32Zeitpläne abgesprochen. Intern war das
- 2:15:35klar. Ich nehme die Zeit, ich brauche
- 2:15:37die die Arbeit ist geregelt und dann
- 2:15:38hagelt dennoch Kritik auf mich ein. Das
- 2:15:41war ihr Vorwurf eben an Friedrich Merz.
- 2:15:43Du hast eben schon gesagt, Pauline, es
- 2:15:44gab ja auch diese Erklärung von
- 2:15:47dem Rücktritt, in dem sie von Angriffen
- 2:15:49auf sie sprach, die also das Maß
- 2:15:51überschritten hätten. Maß aus den Das
- 2:15:54Maß wurde überschritten durch Angriffe
- 2:15:55aus den Reihen der CDU. Wie kam es zu
- 2:15:58dieser Äußerung damals von Bärbel Bas?
- 2:16:01Wen hat sie denn genau damit treffen
- 2:16:03wollen? Auch diese entscheidende Frage
- 2:16:05hat Markus Feldenkirchen gestellt.
- 2:16:07Schauen wir uns an, welche Antwort er
- 2:16:08bekommen hat.
- 2:16:10Sie haben ihren Rücktritt auch in dem
- 2:16:12offiziellen Statement auch damit
- 2:16:14begründet, dass Zitat. Ich leider
- 2:16:17feststellen muss, dass die öffentlichen
- 2:16:20Angriffe auf mich leider auch aus den
- 2:16:22Reihen des Koalitionspartners CDU, CSU
- 2:16:25in dieser für mich persönlich
- 2:16:27schwierigen Zeit weiter forciert wurden.
- 2:16:31Was oder wen meinten Sie damit konkret?
- 2:16:35Erstens ist das jetzt Vergangenheit,
- 2:16:37aber damit habe ich in der Tat immer
- 2:16:38diese Anwürfe, egal von wem die kamen,
- 2:16:40immer ich würde meine Arbeit nicht
- 2:16:41machen. Das hat bei mir dazu geführt,
- 2:16:44dass ich gesagt das ist es ist war
- 2:16:46unfair, weil klar war, dass vor dem 20.
- 2:16:49Vor den Landtagswahlen sollte nichts ins
- 2:16:51Kabinett und das wussten auch alle, dass
- 2:16:53das im Oktober kommt.
- 2:16:54Ja.
- 2:16:55Das Paket.
- 2:16:56Und war.
- 2:16:56Trotzdem wurde jeden Tag gesagt, sie
- 2:16:58legt nichts vor, sie hätte das schon im
- 2:17:00Sommer machen sollen. Jeder wusste.
- 2:17:03Dass das im Sommer gar nicht geht, weil
- 2:17:04in Scheid die Entscheidung war, dass wir
- 2:17:06vor den Landtagswahlen mit dem Paket
- 2:17:08nicht ins Kabinett gehen.
- 2:17:09Und diese Entscheidung war nicht nur
- 2:17:11zwischen ihnen und Lars Klingbeil,
- 2:17:12sondern auch mit der Union, mit dem
- 2:17:14Bundeskanzler.
- 2:17:15Runde, das war das war die Runde,
- 2:17:17die wir im Koalitionsausschuss hatten.
- 2:17:19Es war vollkommen klar, dass vorher
- 2:17:20nichts rausgeht. Das war die Absprache.
- 2:17:24Haben [schnauben] die ihren Leuten das
- 2:17:25dann nicht vermittelt?
- 2:17:29Keine Ahnung.
- 2:17:31Was denken Sie?
- 2:17:33Ja, ich stell die Frage zurück. Was
- 2:17:35denken Sie?
- 2:17:39Ist das dann aufrichtig?
- 2:17:42Ich weiß es nicht. Also
- 2:17:44[räuspern]
- 2:17:44wie gesagt, mit dem mit dem Kanzler habe
- 2:17:45ich schon darüber gesprochen und er hat
- 2:17:48mir auch versichert, er kümmert. Sich.
- 2:17:50Es hat aber keinen Anklang gefunden,
- 2:17:52aber ich glaube, der Hintergrund ist
- 2:17:53auch eher.
- 2:17:54Dass ich sowieso im Feuer stand und zwar
- 2:17:56seit dem ersten Rentenpaket und das hat
- 2:17:58sich einfach über ein Jahr gehalten. Das
- 2:18:00hat mir lange nichts ausgemacht, wenn
- 2:18:03man die Kraft dafür hat, dagegen zu
- 2:18:05halten und die hatte ich lange, aber
- 2:18:07deshalb war der eine Satz jetzt in
- 2:18:08meiner Erklärung auch drin, weil ich
- 2:18:10gesagt habe, obwohl jetzt wirklich alle
- 2:18:12wussten, was los ist, hat das nicht
- 2:18:15aufgehört. Ansonsten, wenn man Kraft
- 2:18:17hat, kann man das alles ver. Ver.
- 2:18:19Verarbeiten. Das.
- 2:18:21Man ist in diesem politischen Geschäft,
- 2:18:23man das ist hart, das wissen wir alle.
- 2:18:26Und entweder man hält das aus oder man
- 2:18:28muss gehen.
- 2:18:29Das heißt, wäre die Situation bei ihrer
- 2:18:32Stieftochter nicht so gewesen, hätten
- 2:18:33Sie das den Rentenentwurf jetzt, jetzt
- 2:18:36reden wir Ende Oktober, bereits
- 2:18:38vorgelegt.
- 2:18:38Natürlich.
- 2:18:39Das ist auch wirklich sehr sehr
- 2:18:41bemerkenswert, was Bärbel Bas hier sagt.
- 2:18:42Das Format heißt übrigens Konfrontation
- 2:18:45im Ersten mit Markus Feldenkirchen. Zum
- 2:18:47einen sagt sie, das ist es schwer zu
- 2:18:49überprüfen. Es habe Absprachen gegeben,
- 2:18:51dass das sogenannte Rentenreformpaket
- 2:18:53erst nach den Landtagswahlen, also im
- 2:18:55Oktober in das Kabinett komme. In der
- 2:18:58Öffentlichkeit wurde meiner Wahrnehmung
- 2:19:00nach durchaus ein anderer Eindruck
- 2:19:02vermittelt. Und zum anderen hat sie ja
- 2:19:03auch am Schluss gesagt, ja, also, wenn
- 2:19:05man die Kraft hätte, wenn man die ich
- 2:19:07die Kraft gehabt hätte, hätte ich das
- 2:19:09durchgestanden. Also im Umkehrschluss
- 2:19:12folgt ja dann doch, es war die Kraft,
- 2:19:14die ich aufgrund meiner persönlichen
- 2:19:16Situation nicht hatte. Es war der
- 2:19:17Verlust dieser Kraft, die dazu geführt
- 2:19:19hat, dass ich meinen Job zur Verfügung
- 2:19:21gestellt habe.
- 2:19:22Na ja, also zum ersten Mal ist hier ein
- 2:19:25massiver, großer Vorwurf gegen Friedrich
- 2:19:28Merz in dieser Aussage versteckt, den
- 2:19:30man unter anderem an ihrem
- 2:19:32süffisanten Lächeln erkennen kann. Denn
- 2:19:34trotz aller Tränen hat sie über ein für
- 2:19:37ein gemeines Lächeln gegen Friedrich
- 2:19:38Merz dann doch noch die innere,
- 2:19:40emotionale Kraft, fällt einem hier auf.
- 2:19:43Und zwar der Vorwurf an Friedrich Merz,
- 2:19:45er hat seine eigenen Leute getäuscht.
- 2:19:47Das ist ja ein massiver Vorwurf, muss
- 2:19:49man sagen. Sie behauptet also, es habe
- 2:19:51Absprachen zwischen ihr, Lars Klingbeil
- 2:19:53und Friedrich Merz gegeben, dass man
- 2:19:56eben diese Rentenreform, das
- 2:19:58entscheidende Gesetz, erst nach den
- 2:20:00Landtagswahlen vorlegt.
- 2:20:03Gab es diese Absprache? Das können wir
- 2:20:04nicht überprüfen. Sie behauptet das.
- 2:20:07In der
- 2:20:08öffentlichen Kommunikation wurde eine
- 2:20:10solche Absprache nie erwähnt. Ich
- 2:20:13glaube, es ist beides denkbar. Es ist
- 2:20:14denkbar, dass Bärbel Bas das einfach
- 2:20:17erfindet, um die CDU zu schwächen. Ich
- 2:20:19glaube, würde sie da als skrupellos
- 2:20:21genug einschätzen. Es ist aber auch beim
- 2:20:23Kanzler möglich, dass er seinen eigenen
- 2:20:24Leuten nicht die Wahrheit erzählt und
- 2:20:26mit Klingbeil und Bas was vereinbart,
- 2:20:28was er seinen eigenen Leuten
- 2:20:30verschweigt. Das halte ich für durchaus
- 2:20:32auch plausibel, für plausibel, weil er
- 2:20:34das schon mehrmals gemacht hat. Also,
- 2:20:36wer da jetzt genau recht hat, ist sehr
- 2:20:39schwer zu ermitteln. Aber was ich eben
- 2:20:42finde, dieses gesamte Interview lässt
- 2:20:46noch mal den Verdacht aufkommen, dass
- 2:20:48Bärbel Bas eben diesen Trauerfall nicht
- 2:20:50nur gezielt genutzt hat, um hinterher
- 2:20:53der CDU zu sagen, ihr hättet nicht so
- 2:20:56unmenschlich mit mir umgehen dürfen. Wie
- 2:20:58es dann ja auch wörtlich hieß aus der
- 2:21:00SPD, sondern dass sie schon diesen
- 2:21:02Trauerfall genutzt hat als
- 2:21:04Verzögerungstaktik,
- 2:21:06denn wir wissen, dass Bärbel Bas immer
- 2:21:08wieder Gesetze absichtlich verzögert hat
- 2:21:10oder absichtlich Sachen reingeschrieben
- 2:21:12hat, quasi ins Kleingedruckte, die die
- 2:21:14Union komplett überrascht haben, also,
- 2:21:16dass sie immer unlautere Mittel beim
- 2:21:19Entwerfen, beim Schreiben der Gesetze
- 2:21:21angewandt hat, um durchzudrücken, was
- 2:21:23sie eigentlich will. Das Heißt, das ist
- 2:21:25ja nicht ein Vorwurf, den die CDU völlig
- 2:21:27aus der Luft gegriffen hat, sondern es
- 2:21:28ist immer und immer wieder passiert und
- 2:21:30dann war es plötzlich so, dass es bei
- 2:21:31dem Gesetz auch passiert ist, bei der
- 2:21:33Rentenreform, dass es eben verzögert
- 2:21:35wurde und dann begründet dann irgendwann
- 2:21:37öffentlich, noch nicht von Anfang an,
- 2:21:39mit diesem Trauerfall, also diese
- 2:21:41Instrumentalisierung
- 2:21:42kann durch auch auch durchaus auch schon
- 2:21:45quasi dann vor dem tatsächlichen
- 2:21:46Todesfall passiert sein, nämlich als sie
- 2:21:49eben noch Gekämpft hat um das Leben
- 2:21:51ihrer Stieftochter, aber auch da kann
- 2:21:53das schon instrumentalisiert worden
- 2:21:54sein, einfach um zu sagen, wir machen
- 2:21:56unsere Arbeit nicht mehr, wir verzögern
- 2:21:58dieses Gesetz, das wir ja ohnehin nicht
- 2:22:00haben wollen.
- 2:22:01Also für mich gibt es hier mehrere
- 2:22:02entscheidende Punkte in dieser Antwort.
- 2:22:03Erstens, Bärbel Bas hat ja vor wenigen
- 2:22:06Wochen ganz bewusst und absichtlich,
- 2:22:08willentlich und wissentlich eine
- 2:22:10Kampagne gegen den Koalitionspartner
- 2:22:11losgetreten. Das ist entscheidend, weil
- 2:22:13unser aller Leben hängt an dieser
- 2:22:15Bundesregierung. Diese Bundesregierung
- 2:22:17hat direkten Einfluss auf unser aller
- 2:22:18Leben unter der Überschrift
- 2:22:20unmenschlich. Unmenschlich ist ja ein
- 2:22:22Wort aus dem Bereich der Tyrannei. Wenn
- 2:22:25ich jemanden Unmenschlichkeit vorwerfe,
- 2:22:27das kann man sich direkt von Bärbel Bas
- 2:22:28aber es war erkennbar abgestimmt durch
- 2:22:29die ganze SPD, Dann sollte ich dafür
- 2:22:31vielleicht Beispiele oder gar Belege
- 2:22:33haben. Sie wird gefragt, was haben Sie
- 2:22:36denn nur gemeint mit Angriffen? Da sagt
- 2:22:38sie, na ja, das liegt ja in der
- 2:22:39Vergangenheit, da möchte ich nicht
- 2:22:41drüber reden. Das finde ich
- 2:22:44Unanständig von Bärbel Bas. Unanständig.
- 2:22:47Schlichtweg unanständig. Vollkommen
- 2:22:49unbenommen ihrer persönlichen Situation,
- 2:22:51zu der sie jedes Recht hat, Bärbel Bas
- 2:22:53ist hier einfach unanständig. Das ist
- 2:22:55der erste Punkt. Der zweite Punkt ist,
- 2:22:58Das Pauline ja gesagt, sie ja dem
- 2:23:00Kanzler hier vor unseriös zu sein und
- 2:23:02immer die eigenen Leute zu täuschen. Ja,
- 2:23:04da bin ich wieder bei dem Punkt um
- 2:23:06Gottes Willen, in wessen Hände sind wir
- 2:23:08denn da geraten, wenn die
- 2:23:10Bundesregierung sich gegenseitig
- 2:23:11Rosttäuscherei und und Vertragsbruch und
- 2:23:14all diese Dinge vorwirft, da muss man ja
- 2:23:16sagen, das das unseriöseste Konstrukt
- 2:23:19des Landes steht an der Spitze des
- 2:23:21Landes. Das ist doch der Eindruck, den
- 2:23:22ich als normaler Bürger gewinnen muss.
- 2:23:25Und der dritte Punkt, ich habe keine
- 2:23:26Ahnung, ob das stimmt, behauptet Bärbel
- 2:23:28Bas jetzt einfach, es war immer klar,
- 2:23:31dass das Gesetz, dieses Rentenpaket erst
- 2:23:33nach den Landtagswahlen am 20.
- 2:23:34September, also im Oktober
- 2:23:37ins Parlament kommt. Wenn ich jetzt das
- 2:23:40da das heutige Datum richtig erinnere,
- 2:23:42haben wir den 3. November. Das heißt,
- 2:23:44der Oktober ist ja rum. Wo ist denn
- 2:23:46dieses Rentenpaket? Also, wo ist hing
- 2:23:49das jetzt so sehr an Bärbel Bas? Muss
- 2:23:51man das jetzt ganz neu aufschnüren? Ich
- 2:23:53dachte, das wäre fertig und sollte
- 2:23:55eingebracht werden. Ja, wo ist es denn?
- 2:23:58Ich muss sagen, ich kann Bärbel Bas da
- 2:24:00einfach kein Wort glauben.
- 2:24:01Zumal ja Alexander Schweizer gesagt hat
- 2:24:03in der Nachfolge, da müssen wir über
- 2:24:04viele Dinge noch mal jetzt neu
- 2:24:05nachdenken und uns auch ins Benehmen
- 2:24:07setzen mit dem Koalitionspartner. Und
- 2:24:09das war es, klang eben an, ja, der
- 2:24:11Kernvorwurf der Kampagne der SPD,
- 2:24:13angeführt von Lars Klingbeil und Manuela
- 2:24:15Schwesig, der Bundeskanzler habe Bärbel
- 2:24:17Bas mit, das war wirklich die
- 2:24:19Formulierung, mit unmenschlichen
- 2:24:21Angriffen traktiert. Also, Merz habe
- 2:24:23sich gegenüber Bas unmenschlich
- 2:24:26verhalten. Das waren die Vorwürfe aus
- 2:24:28den Reihen der SPD und Bärbel Bas äußert
- 2:24:31sich auch dazu und sie sagt jetzt sehr
- 2:24:33überraschend, sie kenne solche Angriffe
- 2:24:35gar nicht. Bitte sehr.
- 2:24:37Haben Sie sich auch vom Bundeskanzler
- 2:24:39angegriffen gefühlt?
- 2:24:42Von ihm persönlich nicht. Also, wir
- 2:24:43hatten eigentlich immer ganz gute
- 2:24:45Gespräche. Allerdings war ich etwas
- 2:24:46irritiert, als ich im Nachgang jetzt
- 2:24:48nach meinem Rücktritt hörte, was so
- 2:24:49alles gesagt worden wäre. Also, ich habe
- 2:24:51es nur gelesen, dass er gesagt hat in
- 2:24:53einem Hintergrundgespräch, worüber man
- 2:24:55eigentlich nicht berichtet, dass er
- 2:24:56gesagt hat, ich wäre ja in Berlin nicht
- 2:24:57präsent, obwohl er meine Situation
- 2:24:59kannte. Ich Ich weiß nicht, ob das
- 2:25:01stimmt.
- 2:25:02Ich weiß nicht, ob das stimmt. Ja, du
- 2:25:03hast eben schon gesagt, Pauline,
- 2:25:04unmenschliche Angriffe. Das war der
- 2:25:06Vorwurf aus den Reihen der SPD gemünzt
- 2:25:08auf Friedrich Merz und sie sagt jetzt,
- 2:25:10ja, das kann ich eigentlich gar nicht
- 2:25:11bestätigen und die letzte Ausflucht ist
- 2:25:13dann gewisse Gerüchte und Geraune, dass
- 2:25:16sie gehört habe, wo sie sich allerdings
- 2:25:17auch nicht so äußern könne.
- 2:25:19Ja, also interessanterweise diese
- 2:25:21angeblich so unmenschlichen Angriffe,
- 2:25:23die sie da aus den Hintergrundgesprächen
- 2:25:25zitiert, das waren ja nur die
- 2:25:27Pappkameraden, die äh hilfreiche
- 2:25:30Journalisten dann aufgestellt haben,
- 2:25:33nachdem die SPD diese Vorwürfe erhoben
- 2:25:35hatte und die offenbar völlig
- 2:25:36substanzlos waren. Da sind ihnen eben
- 2:25:38einige Journalisten zu Hilfe gesprungen,
- 2:25:40haben gesagt, aber im
- 2:25:41Hintergrundgespräch XY, aus dem wir
- 2:25:43übrigens nicht zitieren dürfen, weil die
- 2:25:44normalen Bürger, die sind zu dumm, um
- 2:25:46darüber erfahren zu dürfen, aber wir als
- 2:25:48wichtige Journalisten haben eben diese
- 2:25:49Hintergründe und da haben wir erfahren,
- 2:25:51dass es durchaus unmenschliche Angriffe
- 2:25:53gab, nämlich die Frage, wie war das, ob
- 2:25:55sie denn, dass sie nicht da war, dass
- 2:25:56sie, dass sie, dass sie nicht
- 2:25:57weitermacht mit ihrem Gesetz. So, das
- 2:25:59ist also, das der unmenschliche Vorwurf
- 2:26:01von Friedrich Merz und den haben eben
- 2:26:03dann Journalisten in irgendwelchen
- 2:26:05Meinungsartikeln in die Welt gesetzt,
- 2:26:06damit die SPD eine eine Substanz hatte
- 2:26:09für diesen Vorwurf und ihr ist das dann
- 2:26:11aber erst angeblich dadurch zu Ohren
- 2:26:13gekommen und sie fühlt sich jetzt
- 2:26:14dadurch unmenschlich angegriffen. Also,
- 2:26:17ich muss auch sagen, wenn man sich
- 2:26:18dadurch unmenschlich angegriffen fühlt,
- 2:26:19dann ist man einfach auch zu schwach für
- 2:26:21die Politik. Es ist, es ist, gibt
- 2:26:23einfach gewisse Dinge, die muss man
- 2:26:25ertragen können und wenn man nicht
- 2:26:26erträgt, dass einem jemand sagt, sag
- 2:26:28mal, wo bleibt dein Gesetz eigentlich,
- 2:26:29was du angekündigt hast, dann sollte man
- 2:26:31es ganz lassen.
- 2:26:31Also, ich glaube, man kann nach diesem
- 2:26:33Interview, Bärbel Bas war ja die letzte
- 2:26:35Stimme, die noch ausstand, ja, alle
- 2:26:38anderen maßgeblichen Genossinnen und
- 2:26:39Genossen wurden ja schon gefragt, was
- 2:26:41waren denn die unmenschlichen Angriffe?
- 2:26:43Und sie haben alle gesagt, ja, können
- 2:26:44wir jetzt nicht so genau drüber reden,
- 2:26:45weil eher der Gesamteindruck, ja. Es gab
- 2:26:48bis zu diesem Interview keinen einzigen
- 2:26:50Beleg für einen unmenschlichen Angriff.
- 2:26:53Aber die Stimme von Bärbel Bas, der
- 2:26:54Betroffenen, stand noch aus. Diese
- 2:26:56Stimme ist nun da und ich denke, wir
- 2:26:58können hier heute quasi news-amtlich
- 2:27:01festhalten, die gemeinsame Existenz von
- 2:27:04Nessie, dem Yeti und Aliens ist deutlich
- 2:27:09wahrscheinlicher als die Existenz von
- 2:27:11unmenschlichen Angriffen gegenüber
- 2:27:13Bärbel Bas. Es gibt keine, niemand kann
- 2:27:15sie nennen. Bärbel Bas hat, nachdem, das
- 2:27:18sagt sie ja selber, nachdem sie von den
- 2:27:20schrecklichen Angriffen in ihrem
- 2:27:21Rücktrittstatement geschrieben hat, erst
- 2:27:23deutlich danach erfahren, dass es
- 2:27:25möglicherweise in Hintergrundgesprächen,
- 2:27:27aus denen aber gar nicht Bericht gibt,
- 2:27:28irgendwie den Satz gegeben haben könnte.
- 2:27:31Wo ist denn Bärbel Bas? Aber ob das
- 2:27:33stimmt, sagt sie dann selber mit
- 2:27:34tränenerstickter Stimme, weiß sie gar
- 2:27:36nicht. Ich frag mich ein bisschen, warum
- 2:27:39die Stimme ihr da vor Tränen versagt, ob
- 2:27:41das die Ergriffenheit von ihrem eigenen
- 2:27:44Leid, von ihrem eigenen Schicksal ist,
- 2:27:46von dem sie nicht einmal weiß, ob es
- 2:27:47überhaupt existiert. Sie sagt ja selbst,
- 2:27:49ich ich kenne gar nicht. Im März war
- 2:27:51eigentlich, das war eigentlich alles in
- 2:27:53Ordnung. Dann kritisiert sie irgendwo in
- 2:27:55dem Interview noch mal Christian von
- 2:27:56Stetten, was auch vollkommen absurd ist,
- 2:27:57weil der wird ja noch sagen dürfen,
- 2:27:59Bärbel, wo ist das Gesetz? Also, wenn es
- 2:28:01einen Satz gibt, den man zu Ministern
- 2:28:03sagen kann, hat ja keiner gesagt
- 2:28:04Schwachkopf oder wie Harald Schmidt,
- 2:28:06lässt sich die Ärmel von ihrem Jacketts
- 2:28:09immer von Kinderarbeit in Indien
- 2:28:11ankleben oder sowas. Da kann man sagen,
- 2:28:12oh, ein ganz schön harter Satz, ja. Aber
- 2:28:15wo ist das Gesetz, Bärbel, ist halt
- 2:28:17einfach,
- 2:28:17[gelächter]
- 2:28:18ist einfach der legitimste Satz, den man
- 2:28:19zu einer Ministerin sagen kann.
- 2:28:22Insofern glaube ich, müssen wir ja jetzt
- 2:28:24einfach festhalten, die SPD war einfach
- 2:28:27in ihrer ganzen, man muss das einfach
- 2:28:29für den Charakter dieser Partei, den
- 2:28:31Charakter von Lars Klingbeil, den
- 2:28:33Charakter von Manuela Schwesig als
- 2:28:36maßgeblich ansehen. Die SPD war in ihrer
- 2:28:39ganzen niederträchtigen
- 2:28:41Charakterlosigkeit
- 2:28:43bereit zu sagen, oh, die Stieftochter
- 2:28:46von Bärbel ist tot. Na, das ist doch ein
- 2:28:47prächtiger Anlass, mal auf die Union
- 2:28:49loszugehen. Dann hat vielleicht noch
- 2:28:51irgendein Bedenkenträger, irgendjemand,
- 2:28:53der noch Restskrupel hat in dieser
- 2:28:54Partei gesagt, ja,
- 2:28:56aber streng genommen kann die Union
- 2:28:57nichts dafür, dass die Stieftochter von
- 2:28:59Bärbel tot ist. Was sagen wir denn da?
- 2:29:01Ja, sagen wir einfach unmenschliche
- 2:29:03Angriffe. Gab's die denn? Pap,
- 2:29:04Papalapap, ist doch egal, behaupten wir
- 2:29:07einfach. Das ist die SPD. Die SPD ist
- 2:29:10eine Partei der Unanständigkeit, der
- 2:29:13Skrupellosigkeit, die bereit sind, alles
- 2:29:15zu tun, alles zu tun, um ihre
- 2:29:18sozialistischen rot-rot-grünen
- 2:29:19Umsturz-Fantasien durchzusetzen.
- 2:29:21Ja, darüber haben wir eben gesprochen,
- 2:29:23über die Tränen-Vorwürfe der Bärbel Bas
- 2:29:26gegen den Kanzler, erhoben im Ersten zur
- 2:29:29besten Sendezeit im ARD-Format
- 2:29:32"Konfrontation mit Markus
- 2:29:34Feldenkirchen". Sie wusste keine Belege
- 2:29:36zu bringen für die angeblich
- 2:29:38unmenschlichen Angriffe des Kanzlers auf
- 2:29:41sie. Genau dieser Vorwurf allerdings war
- 2:29:43vorher von der SPD erhoben worden. Wir
- 2:29:45können ihn nun newsamtlich zu den Akten
- 2:29:48legen. Und um kurz nach halb neun haben
- 2:29:50wir für Sie einen wirklich, wirklich
- 2:29:52spannenden Videobeweis: Angela Merkels
- 2:29:55Skandalsatz: "Das Volk sind alle
- 2:29:57deutschen Staatsbürger, egal ob Syrer
- 2:29:59mit deutschem Pass oder Ostdeutsche." Es
- 2:30:02sind ja eigentlich nur zwei Arten von
- 2:30:04Migranten. Was sagt das aus über die
- 2:30:07[gelächter] Kanzlerin, was über
- 2:30:08Ostdeutschland, was aber auch über ihr
- 2:30:11Mindset? Darüber müssen wir sprechen und
- 2:30:13Sie finden hier bei uns und ich würde
- 2:30:14mal sagen, nur bei uns wirklich den
- 2:30:16Videobeweis: Merkels Skandalsatz über
- 2:30:19Syrer und Ossis. Und Sie wissen ja, sie
- 2:30:21stammt selbst aus Ostdeutschland. Das
- 2:30:23gibt diesem Satz noch eine ganz
- 2:30:24besondere Brisanz. Nun aber ist es 8:30
- 2:30:27Uhr und hier ist der erste Kommentar des
- 2:30:29Tages: Kistler kompakt.
- 2:30:37Hier ist Kistler kompakt, der erste
- 2:30:38Kommentar des Tages. Heute lautet unser
- 2:30:41Thema: Die Gefahr von links wächst. Die
- 2:30:44linke Gewalt eskaliert. Nicht nur der
- 2:30:47Linksterrorismus schreitet voran und
- 2:30:49begeht Anschläge auf Deutschlands
- 2:30:51Infrastruktur, auch der Linksextremismus
- 2:30:54und der Linksradikalismus sind aus dem
- 2:30:57Schatten auf die offene Bühne getreten.
- 2:30:59Die linke Gefahr steigt. In
- 2:31:02aktivistischen Zirkeln und
- 2:31:04sympathisierenden Medien, in Parteien,
- 2:31:06die im Bundestag vertreten sind, in
- 2:31:09Parteien, die demnächst das Bundesland
- 2:31:11Berlin radikal regieren und also radikal
- 2:31:14zugrunde richten könnten und natürlich
- 2:31:17auf den Straßen der Republik. Die
- 2:31:19Gewaltexzesse in der Nacht vor
- 2:31:21Allerheiligen waren womöglich nur ein
- 2:31:23Vorgeschmack. Das radikal-linke Milieu
- 2:31:26hat Deutschland den Krieg erklärt und
- 2:31:29Migranten zündeln mit.
- 2:31:32Der Horror an Halloween strafte die
- 2:31:34Voraussagen Lügen. Polizei, Parteien und
- 2:31:37Medien gaben Entwarnung, bevor die Nacht
- 2:31:39zu Ende war. Was für ein Trugschluss,
- 2:31:42was für eine vorzeitig verabreichte
- 2:31:44Beruhigungspille. Man beruhigte sich mit
- 2:31:46dem Hinweis, Deutschland sei nicht
- 2:31:48Frankreich, wo aus vermeintlichen
- 2:31:50Schülerprotesten Festspiele der Gewalt
- 2:31:53wurden. Frankfurt am Main, Berlin, Köln,
- 2:31:56Hamburg sei nicht Paris, wo migrantische
- 2:31:59Plünderer Jagd machten auf
- 2:32:01Lifestyle-Produkte und Luxusklamotten.
- 2:32:04In der [räuspern] Tat, es brannten in
- 2:32:06der Bundesrepublik weniger Straßenzüge
- 2:32:08als in Frankreich, es wurden weniger
- 2:32:10Geschäfte geplündert, weniger Polizisten
- 2:32:13attackiert, aber ist das ein Trost? Der
- 2:32:17Befund aus Frankfurt, Berlin, Köln,
- 2:32:19Hamburg ist traurig und eines
- 2:32:22Rechtsstaats unwürdig. Frankfurt war die
- 2:32:25Metropole der Gewalt. Mülltonnen wurden
- 2:32:27angezündet, Läden geplündert, darunter
- 2:32:30ein Waffengeschäft, Polizisten
- 2:32:31angegriffen und zum Teil schwer
- 2:32:33verletzt. Wasserwerfer mussten
- 2:32:35eingesetzt werden. In Berlin waren rund
- 2:32:381500 Polizisten im Einsatz, etwa 30
- 2:32:41wurden verletzt. In Köln wurden Häuser
- 2:32:44und Einsatzwagen attackiert, Polizisten
- 2:32:46angegriffen und jede Menge Pyrotechnik
- 2:32:49verwendet. Es brannte und knallte. In
- 2:32:52Hamburg schließlich wurden Barrikaden
- 2:32:54errichtet, Böller, Bauzäune und Steine
- 2:32:57auf Polizisten geworfen, Autos
- 2:32:59abgefackelt. Daneben gab es auch
- 2:33:02gewaltfreie Demonstrationen der
- 2:33:04sogenannten Gen Z, aber das Heft des
- 2:33:06Handelns hielt die gewaltbereite,
- 2:33:09gewalttätige Linke in der Hand,
- 2:33:11unterstützt von Zuwanderern. Die
- 2:33:14Migrantifa tobte sich aus. Der
- 2:33:17Islamomarxismus ließ die Muskeln
- 2:33:19spielen. Bundesinnenminister Alexander
- 2:33:22Dobrindt benennt die Herkunft der Täter.
- 2:33:25Es habe sich um Zitat gewaltbereite
- 2:33:27linke Gruppen und Chaoten aus dem
- 2:33:30migrantischen Milieu gehandelt. Auf den
- 2:33:32Landfriedensbruch, so Dobrindt, müssten
- 2:33:35harte Strafen folgen.
- 2:33:37Der hessische CDU-Innenminister spricht
- 2:33:39von Straftätern, Zitat, "weit
- 2:33:42überwiegend aus migrantischem Milieu".
- 2:33:44Doch da stellen sich Fragen. Es handelt
- 2:33:48sich nicht, wie es Dobrindt unterstellt,
- 2:33:50um Chaoten, die über die Stränge
- 2:33:52schlugen, sondern um Gewalttäter, die
- 2:33:55zum Brandschatzen gekommen waren.
- 2:33:57Niedere Instinkte verbinden sich mit
- 2:34:00ideologischer Verblendung. Polizisten
- 2:34:03sind das Hauptangriffsziel der
- 2:34:04Marodeure, denn Polizisten stehen für
- 2:34:07den verhassten Staat, für den
- 2:34:09Rechtsstaat Bundesrepublik. Dessen Feind
- 2:34:12steht links. Und daran müssen sich
- 2:34:15Altlinke, Medien, Professoren,
- 2:34:18Aktivisten und auch die CDU noch
- 2:34:21gewöhnen. Der Feind des Rechtsstaats
- 2:34:23steht links. Die Zeit der
- 2:34:25Verharmlosungen ist vorüber. In
- 2:34:28Frankfurt, Berlin, Köln, Hamburg und
- 2:34:31anderswo ging mehr zu Bruch als
- 2:34:33Geschäfte, Autos, Häuserfassaden.
- 2:34:36Gestorben ist eine doppelte Illusion.
- 2:34:39Zunächst das romantische Trugbild,
- 2:34:42hereingeströmte Menschen würden sich
- 2:34:44brav und zivil verhalten, weil sie
- 2:34:46dankbar sein. Oh, nein. Es kamen und
- 2:34:49kommen auch Barbaren zu uns, die ihr
- 2:34:52Gastland hassen und es ausbeuten wollen.
- 2:34:55Auch die mitverantwortliche CDU ist
- 2:34:58nicht bereit, ihre migrationspolitischen
- 2:35:01Scheuklappen abzulegen. Gestorben ist,
- 2:35:04zweitens, die Illusion, je linker sich
- 2:35:06ein Staat gebärde, desto staatstragender
- 2:35:10würden Linke. Oh, nein. Die neue
- 2:35:13Bewegungslinke will den Einheitsstaat.
- 2:35:17Darum, genau darum steht der Feind des
- 2:35:20Rechtsstaats links. Das war Kissler
- 2:35:23Kompakt, der erste Kommentar des Tages,
- 2:35:25Ausgabe 386.
- 2:35:28Nur selber denken macht schlau.
- 2:35:34Und damit ist es 8:35 Uhr und fürs
- 2:35:37selber denken bekannt und berühmt sind
- 2:35:39auch Pauline Foss, unsere
- 2:35:40stellvertretende Chefredakteurin. Guten
- 2:35:42Morgen.
- 2:35:42Schönen guten Morgen, ich gebe mein
- 2:35:43Bestes.
- 2:35:44Und natürlich Julian Reichelt, unser
- 2:35:46Chefredakteur.
- 2:35:47Schönen guten Morgen, vielleicht ganz
- 2:35:48kurz mit einer Eilmeldung aus der
- 2:35:50Wirtschaft. Äh, mit der es ja angeblich
- 2:35:53bergauf geht, traut man unserem
- 2:35:54Bundeskanzler Friedrich Merz. Da meldet
- 2:35:57Bild soeben als Eilmeldung Job-Schock.
- 2:36:00Autozulieferer Schäffler streicht 3460
- 2:36:05Stellen. Schäffler, einer der stolzesten
- 2:36:07Namen der deutschen
- 2:36:08Automobilzuliefererindustrie.
- 2:36:10Ich lese ganz kurz vor: Beim
- 2:36:11Automobilzulieferer Schäffler geht der
- 2:36:13Rotstift um. Der Konzern streicht
- 2:36:15weltweit 3460 Stellen und schließt vier
- 2:36:19Standorte in Deutschland. Vier Standorte
- 2:36:21in Deutschland. 2660 Jobs in Deutschland
- 2:36:25gehen verloren. Der Autozulieferer
- 2:36:27begründet den Schritt laut der
- 2:36:28Nachrichtenagentur Reuters Schäffler mit
- 2:36:30der Flaute im Autogeschäft. Doch nicht
- 2:36:32nur die schwache Nachfrage macht dem
- 2:36:33Konzern zu schaffen. In Deutschland
- 2:36:35seien die Personalkosten besonders hoch.
- 2:36:38Gleichzeitig sei die Organisation zu
- 2:36:40kompliziert mit zu vielen Führungsebenen
- 2:36:42und zu kleinen Verantwortungsbereichen.
- 2:36:44Der harte Sparkurs hat allerdings seinen
- 2:36:46Preis. Allein der Umbau kostet Schäffler
- 2:36:48rund 480 Millionen Euro. Mit den
- 2:36:50Einschnitten will Schäffler ab 2030
- 2:36:53jährlich rund 300 Millionen Euro sparen.
- 2:36:55Dazu noch die Aussage eines weiteren äh,
- 2:36:58Zulieferer-Chefs. Knorr war's, glaube
- 2:37:01ich, nicht die Suppen, sondern Bremsen
- 2:37:03sind das. Äh, der gesagt hat, wenn wir
- 2:37:05so weitermachen, dann gibt es uns in 15
- 2:37:07Jahren gar nicht mehr. Und das ist noch
- 2:37:09eine großzügig bemessene Timeline, aber
- 2:37:12auf jeden Fall die Automobilindustrie
- 2:37:14auf dem Weg in den Abgrund. Das ist die
- 2:37:16wirtschaftliche Realität. Ist immer
- 2:37:18wichtig, das noch mal reinzuholen anhand
- 2:37:20solcher, ja, am Ende auch menschlichen
- 2:37:22Meldungen. Vier Werke, 2.660 Jobs. Das
- 2:37:25ist brutal für Gemeinden in diesem Land,
- 2:37:28ähm, weil die Regierung uns ja erzählen
- 2:37:30will, jetzt mit diesem sogenannten
- 2:37:31Sondervermögen wird das alles in Ordnung
- 2:37:33kommen. Das Wachstum ist da. Das
- 2:37:34Gegenteil ist richtig. Die
- 2:37:36Deindustrialisierung schreitet rasant
- 2:37:38voran. Nur dass die Leute, die ihren Job
- 2:37:40verlieren, halt allzu oft eben nicht in
- 2:37:43die Arbeitslosigkeit gehen, sondern
- 2:37:45aufgrund äh der deutschen da sozialen
- 2:37:48Möglichkeiten sich in die Frühverrentung
- 2:37:51und der Demografie in die Frühverrentung
- 2:37:52verabschieden, in die Rentenkassen. Aber
- 2:37:54am Ende fehlen halt 2.600 Steuerzahler
- 2:37:57mehr. 12.000 Jobs verlieren wir im
- 2:38:00Moment. Sind alles haarsträubende
- 2:38:02Zahlen. Und äh
- 2:38:04wenn ich mir anschaue, was Friedrich
- 2:38:05Merz für einen großen Investitionsgipfel
- 2:38:08dort abhält. Ja, Investitionen sind
- 2:38:10wichtig. Bis heute kann er quasi keinen
- 2:38:12Cent nennen, der zusätzlich daraus
- 2:38:14hervorgekommen ist. Äh was wirklich
- 2:38:16wichtig wäre, wäre der Aufstand der
- 2:38:19Anständigen bei der deutschen
- 2:38:20Automobilindustrie. Wir lassen gerade
- 2:38:22unsere Wohlstandsindustrie
- 2:38:25verrecken. Politisch gewollt verrecken.
- 2:38:28Wir bringen sie um und schauen ihr beim
- 2:38:30Sterben zu. Das ist einfach kriminell,
- 2:38:33was da gerade passiert.
- 2:38:35Und viele mittelgroße Städte sind davon
- 2:38:37betroffen. Schweinfurt etwa, Erlangen.
- 2:38:39Also es ist auch wirklich in der Fläche
- 2:38:40dann angekommen, dieser Abbau. Und es
- 2:38:43ist ja immer derselbe Tenor. Deutscher
- 2:38:45Industrie-Standort ist nicht hinreichend
- 2:38:46genug. Aber die Süddeutsche Zeitung ist
- 2:38:48bestimmt optimistisch, wird sagen,
- 2:38:50Kanzler halte Kurs, denn so titelt sie
- 2:38:52heute, KI soll deutsche Wirtschaft
- 2:38:55retten. Ja, KI soll deutsche Wirtschaft
- 2:38:56retten. Also bei Schäffler hat's schon
- 2:38:58mal nicht funktioniert und bei vielen
- 2:38:59anderen vermutlich auch nicht. Ähm
- 2:39:01dramatische Zahlen live bei uns hier auf
- 2:39:04den Sender gebracht. Bei uns erfahren
- 2:39:06Sie das Neueste am schnellsten und auch
- 2:39:08am besten eingeordnet. Das ist unser
- 2:39:10Versprechen. Was aber erfahren Sie da
- 2:39:13aus dem Mund der Kanzlerin, die im
- 2:39:14Moment an keinem Ort und an keinem Mikro
- 2:39:17vorbeigehen kann, ohne ihre eigene
- 2:39:19Erbschaft zu retten oder weißzuwaschen,
- 2:39:22wie manche sagen. Manche sagen, nun hat
- 2:39:24sie aufhorchen lassen am Sonntag mit
- 2:39:26einer Rede, bei der sie eingebürgerte
- 2:39:29Syrer und Ostdeutsche gleichermaßen zu
- 2:39:32den gleichen Bestandteilen des Volkes
- 2:39:34rechnete. Wir sind doch alles deutsche
- 2:39:36Staatsbürger, egal ob eingebürgerte
- 2:39:38Syrer oder Ausdeutsche, Ostdeutsche,
- 2:39:40Hauptsache Migranten offenbar. Das ist
- 2:39:42die Aussage von Angela Merkel am
- 2:39:44Wochenende und gleichzeitig warnte sie
- 2:39:46natürlich vor gesellschaftlicher
- 2:39:48Spaltung.
- 2:39:50Egal ob Ostdeutscher oder eingebürgerter
- 2:39:53Syrer, für Altkanzlerin Angela Merkel
- 2:39:56zählt allein die deutsche
- 2:39:58Staatsbürgerschaft. Wer zum deutschen
- 2:40:00Volk gehört, dürfe nicht von der Dauer
- 2:40:02einer Staatsbürgerschaft abhängig
- 2:40:04gemacht werden. Das sagte die
- 2:40:06Altkanzlerin am Sonntag in Leipzig.
- 2:40:09Aber das Volk sind alle deutschen
- 2:40:11Staatsbürger.
- 2:40:12Und da wird nicht gefragt, bist du erst
- 2:40:14erst da WDR später dazu gekommen oder
- 2:40:16bist du vielleicht als Syrer erst vor
- 2:40:18drei Jahren dazu gekommen?
- 2:40:19Außerdem warnt Angela Merkel auch vor
- 2:40:22Hass und Neid in der Gesellschaft.
- 2:40:24Populistische Parteien würden Menschen
- 2:40:26in unterschiedliche Gruppen aufteilen.
- 2:40:29Über Angela Merkels Verständnis des
- 2:40:31deutschen Volkes sprechen wir jetzt bei
- 2:40:33News Live.
- 2:40:39Ja, ob Syrer, ob ehemalige DDR-Bürger,
- 2:40:42Hauptsache deutsch. Ja, entscheidend ist
- 2:40:44allein die Staatsbürgerschaft. Hören wir
- 2:40:46mal genau hin, was konkret Angela Merkel
- 2:40:48da gesagt hat.
- 2:40:51Das Verfassungsgericht hat ganz früh
- 2:40:52gesagt, ja, es geht alle Macht vom Volke
- 2:40:54aus.
- 2:40:55Aber das Volk sind alle deutschen
- 2:40:57Staatsbürger.
- 2:40:59Und da wird nicht gefragt, bist du erst
- 2:41:00erst da WDR später dazu gekommen oder
- 2:41:02bist du vielleicht als Syrer erst vor
- 2:41:04drei Jahren dazu gekommen? Alle
- 2:41:07deutschen Staatsbürger sind das Volk.
- 2:41:13Ja, also erst sind dazugekommen, sagte
- 2:41:15sie, die Bürger aus der ehemaligen DDR.
- 2:41:17Dann sind dazugekommen die Menschen aus
- 2:41:20Syrien und alle sind das deutsche Volk.
- 2:41:23Da denke ich natürlich sofort, das weiß
- 2:41:24ich natürlich auch als Ostdeutsche an
- 2:41:26das Wort der Wende, die große Losung der
- 2:41:29Wende Bewegung 89, wir sind das Volk. Da
- 2:41:33hat man damals ganz gewiss nicht an
- 2:41:35Syrer gedacht.
- 2:41:36Ich denke zuerst an das große Wort der
- 2:41:38Wiedervereinigung, denn das war es ja,
- 2:41:41ein Volk, das mal eines war und dann
- 2:41:44geteilt wurde durch eine sozialistische
- 2:41:47Diktatur wurde wieder zu einem
- 2:41:49vereinigt. Und was Angela Merkel hier
- 2:41:52sagt, ist wirklich eine Beleidigung,
- 2:41:55muss man sagen, von allen Ostdeutschen,
- 2:41:57wenn sie so tut, als seien das Leute,
- 2:41:59die in unser Land gekommen seien, die
- 2:42:01gar nicht dazu gehört hätten. Man muss
- 2:42:03doch sagen, die Ostdeutschen haben sich
- 2:42:06die Demokratie erkämpft, mutig erkämpft,
- 2:42:09teilweise ihr Leben riskiert, manche
- 2:42:11sind geflohen aus dieser Diktatur,
- 2:42:13manche haben auf der Straße gekämpft,
- 2:42:15ohne zu wissen, ob sie das überleben
- 2:42:16werden, für das, was Angela Merkel ja so
- 2:42:19gerne beschwört, die Demokratie. Und all
- 2:42:21diesen Leuten
- 2:42:23wirft sie nun vor, dass sie eigentlich
- 2:42:25nicht mehr zu Deutschland gehören als
- 2:42:27ein Syrer, der hier seit ein paar Jahren
- 2:42:29lebt und dann vielleicht noch Turbo
- 2:42:31eingebürgert wurde. Und damit
- 2:42:33delegitimiert sie natürlich einerseits
- 2:42:36die Kritiker der Migrationspolitik und
- 2:42:38sagt ihnen, wenn ihr Ostdeutschen jetzt
- 2:42:40anfangt, mein Erbe der 2015 der
- 2:42:44Migrationspolitik zu kritisieren, dann
- 2:42:46zeige ich euch aber mal, dass ihr auch
- 2:42:47nicht mehr zu Deutschland gehört als
- 2:42:49diese Syrer, die ich hier ins Land
- 2:42:51geholt habe. Das ist
- 2:42:52eigentlich ein wahnsinniger Affront an
- 2:42:55alle ihre Kritiker.
- 2:42:57Und es ist natürlich gleichzeitig, würde
- 2:42:59ich sagen, auch Agitation für die
- 2:43:01Brandmauer. Denn wenn sie hier das
- 2:43:03Bundesverfassungsgericht auf ausruft und
- 2:43:06auf diesen Unterschied quasi der
- 2:43:09Staatsbürgerschaft hinweist, also sagt,
- 2:43:10jeder, der die Staatsbürgerschaft hat,
- 2:43:12ist Deutscher, dann geht es natürlich um
- 2:43:15diesen Kernvorwurf gegen die AfD, die
- 2:43:17immer wieder sagt,
- 2:43:19wir wollen Remigration und es ja eben
- 2:43:22teilweise umstritten ist, wie weit soll
- 2:43:24diese Remigration gehen, wobei ich sagen
- 2:43:26würde,
- 2:43:27es gibt mittlerweile innerhalb der AFD
- 2:43:29eine große Einigkeit, dass man das
- 2:43:31erstmal auf nicht deutsche Staatsbürger,
- 2:43:33auf tatsächliche Ausländer beziehen muss
- 2:43:36und Angela Merkel ruft hier eben wieder
- 2:43:38diesen Topos z.B. von der Korrektiv
- 2:43:41Recherche in Potsdam, also deutsche
- 2:43:43Staatsbürger millionenfach außer Landes
- 2:43:46schaffen, das war ja die Geschichte, die
- 2:43:47man damals verbreitet hatte, die
- 2:43:48mittlerweile von Gerichten einkassiert
- 2:43:51wurde, genauso wurde von Gerichten
- 2:43:53einkassiert aufgrund dieses Vorwurfs,
- 2:43:55die AFD als gesichert rechtsextrem zu
- 2:43:58bezeichnen. Also all diese
- 2:44:00Gerichtsurteile scheinen an Angela
- 2:44:02Merkel völlig vorbeigegangen zu sein.
- 2:44:04Das ist natürlich der Grund, warum sie
- 2:44:06so auf diese Staatsbürgerschaft beruht,
- 2:44:08weil das der Kernvorwurf ist gegen die
- 2:44:11AFD. Sie will einfach unbedingt an der
- 2:44:13Brandmauer festhalten und sie will ihr
- 2:44:15Erbe aufrechterhalten mit Blick auf die
- 2:44:16Migrationspolitik. Also es geht ihr
- 2:44:18darum, die Kanzlerschaft Angela Merkel
- 2:44:21weiter fortzusetzen und nicht zerstören,
- 2:44:23ihr Erbe nicht zerstören zu lassen durch
- 2:44:25eine neue Migrationspolitik.
- 2:44:27Also für mich ist dieser Satz die
- 2:44:28Offenbarung der Angela Merkel und wir
- 2:44:31als Deutsche blicken in den Abgrund der
- 2:44:34Wahrheit über den Menschen, der dieses
- 2:44:37Land dort 16 Jahre lang regiert hat.
- 2:44:39Also für Angela Merkel gibt es unser
- 2:44:43Vaterland nicht so, wie es das für
- 2:44:46Millionen Menschen in Deutschland gibt.
- 2:44:48Für Angela Merkel gibt es auch das Volk
- 2:44:50nicht so, wie es das für, würde ich
- 2:44:52sagen, die überwältigende Mehrheit der
- 2:44:53Menschen in diesem Land gibt, denn
- 2:44:55Angela Merkel sagt ja hier ausdrücklich,
- 2:44:59dass die Ostdeutschen
- 2:45:01erst durch die Wiedervereinigung zu
- 2:45:03Deutschen wurden. Dadurch, dass sie dann
- 2:45:07den gemeinsamen Reisepass der
- 2:45:09Bundesrepublik erhalten haben. Vorher
- 2:45:12waren das für Angela Merkel keine
- 2:45:14Deutschen und sie selber gehört ja dazu,
- 2:45:17war nach ihrem eigenen Bekunden offenbar
- 2:45:19keine Deutsche, sondern eine Zugereiste,
- 2:45:22die durch offene Grenzen hineingeströmt
- 2:45:25ist in dieses Deutschland und dann
- 2:45:27Deutschland deutsche wurde durch diesen
- 2:45:31roten, ich glaube er war damals schon
- 2:45:32roter, erinnere mich nicht mehr ganz
- 2:45:33genau oder vielleicht auch noch grün,
- 2:45:34Reisepass. Angela Merkel ist eine
- 2:45:36Reisepass Extremistin. Angela Merkel
- 2:45:39glaubt, dass Deutsch sein eine Frage des
- 2:45:41Reisepasses ist und dass die Ossis keine
- 2:45:44Deutschen waren. Das ist eine
- 2:45:45grundlegend andere Definition als die
- 2:45:50Definition, die einfach sozusagen die
- 2:45:52Mehrheits
- 2:45:54nicht Ansicht, sondern tiefe emotionale
- 2:45:56Empfindung der Menschen in diesem Land
- 2:45:58ist und vor allem
- 2:46:01habe ich das Gefühl, Angela Merkel will
- 2:46:04hier ihr eigenes Versagen in der
- 2:46:06Migrationskrise, das Öffnen der
- 2:46:08Schleusen, das Öffnen der Grenzen in
- 2:46:11eine historische Reihenfolge mit dem
- 2:46:13Mauerfall stellen. Also, das zweite
- 2:46:15große Ereignis, bei dem die Tore
- 2:46:18geöffnet wurden, die Menschen hinein
- 2:46:20strömen konnten und durch das
- 2:46:22unkontrollierte Strömen, vollkommen
- 2:46:25unbesehender Frage, ob das jetzt
- 2:46:27Deutsche sind, weil das waren ja keine
- 2:46:28Deutschen für Angela Merkel oder Syrer
- 2:46:30sind, durch das Hereinströmen und die
- 2:46:33dann nachgeordneten administrativen
- 2:46:35Prozesse Deutsche werden. Das ist das
- 2:46:38Weltbild der Angela Merkel. Angela
- 2:46:40Merkel kennt kein Deutschland. Die Frau,
- 2:46:43die uns 16 Jahre lang regiert hat, kennt
- 2:46:45kein Land, kennt keine festen Grenzen,
- 2:46:48kennt keine gemeinsame Tradition und
- 2:46:51Kultur. Sie sieht sich offenbar selber
- 2:46:53als hinzugeströmte, die durch das
- 2:46:55Strömen Deutsche geworden ist und da
- 2:46:57liegt natürlich auch ein ganz
- 2:46:58faszinierendes Recht drin, was Angela
- 2:47:00Merkel dann ja leider an der Spitze der
- 2:47:01Regierung 16 Jahre lang wahrnehmen
- 2:47:03durfte, allerdings legitimiert durch
- 2:47:04demokratische Wahlen, das muss man ihr
- 2:47:06natürlich lassen. Das Verändern des
- 2:47:08Zuzugsgebietes nach eigenem Gutdünken.
- 2:47:11Also, das ist ja erkennbar die Sicht von
- 2:47:14Angela Merkel auf das ganze
- 2:47:16philosophische Konstrukt Staat. Das ist
- 2:47:18ein geographischer Raum, da sind
- 2:47:20Grenzen, diese Grenzen gehen zu
- 2:47:22historischen Zeitpunkten auf. Sie sieht
- 2:47:24sich in einer Reihe mit Helmut Kohl auf
- 2:47:27der einen Seite und dem tapferen dem
- 2:47:29deutschen Volk auf der anderen Seite.
- 2:47:31Die Grenzen sind geöffnet. Sie hat die
- 2:47:32Grenzen geöffnet, der Zustrom beginnt
- 2:47:34und dann setzt die Veränderung ein und
- 2:47:36jeder, der sich auf dem Gebiet befindet,
- 2:47:38das ist so ein bisschen wie beim Run of
- 2:47:39Oklahoma, ja,
- 2:47:41wo bei Lucky Luke, wo die dann so alle
- 2:47:43losgaloppieren mit so einem
- 2:47:44Pistolenschuss und wer zuerst da ist,
- 2:47:45dem gehört's. So sieht Angela Merkel
- 2:47:47Deutschland. Noch allerletzter Punkt,
- 2:47:50ich finde das richtig beunruhigend, weil
- 2:47:52ich habe das Gefühl,
- 2:47:55ich habe das Gefühl, das sind die Worte
- 2:47:57einer Fremd Macht.
- 2:48:00So
- 2:48:01so spricht Angela, so argumentiert.
- 2:48:03Angela Merkel argumentiert wie eine
- 2:48:04Fremd Macht über Deutschland, nicht wie
- 2:48:06eine Deutsche. Und allerletzter Punkt,
- 2:48:09sie erinnert mich inzwischen in ihrer in
- 2:48:11ihrer zwanghaften Schwatzhaftigkeit
- 2:48:14irgendwie an an Jenny Elvers und Verona
- 2:48:16Pooth,
- 2:48:17Ende der 90er, wo die in jeder exklusiv
- 2:48:20und brisant und taff Sendung, es gab
- 2:48:21keine Sendung, Fernseher angemacht, bumm
- 2:48:23war da Jenny Elvers, bumm war da Verona.
- 2:48:25Und so ist es Angela Merkel, man fühlt
- 2:48:27sich geradezu verfolgt inzwischen, ja.
- 2:48:29ist so eine Art Preis
- 2:48:29Du machst den Fernseher an und da ist
- 2:48:30sie schon wieder. Und man fragt
- 2:48:31Art Preis Rally, ja, also wer kann sich
- 2:48:33den Preis hier kann ich abschnappen und
- 2:48:35jetzt in der neuen Rolle als No Borders
- 2:48:37No Nations Aktivistin.
- 2:48:38Da hat sie ihre neue Rolle gefunden, als
- 2:48:40Auftrags Häusel, als No Borders No
- 2:48:42Nations Aktivistin. Augen auf bei der
- 2:48:44Anschlussverwendung. Sie hat natürlich
- 2:48:46auch kritisiert und das kommt jetzt zu
- 2:48:48dem Punkt, den du vorhin schon
- 2:48:49angesprochen hast, Pauline,
- 2:48:51populistische Bewegungen, Parteien, die
- 2:48:54Alexander, darf ich noch ganz kurz eine
- 2:48:56eine eine ganz wichtiger Punkt, den mir
- 2:48:57gerade ehre wem ehre gebührt, Ralf
- 2:49:00Schuler hier reinschickt.
- 2:49:01Kanzlerbegleiter, ja.
- 2:49:03Äh
- 2:49:04der Unterschied zwischen den
- 2:49:05Ostdeutschen und der Wiedervereinigung
- 2:49:07und der illegalen Migration durch Angela
- 2:49:10Merkel lautet Grundgesetz, auf das sie
- 2:49:13sich da ja ausdrücklich bezieht. Die
- 2:49:15Wiedervereinigung stand im Grundgesetz.
- 2:49:18Die Bundesrepublik Deutschland hat immer
- 2:49:21alle Deutschen repräsentiert. Das war
- 2:49:24der grundgesetzlich, der
- 2:49:25Verfassungsauftrag dieses Landes war, 17
- 2:49:28Millionen Deutsche im Osten genauso zu
- 2:49:30repräsentieren, wie die 60, 62 Millionen
- 2:49:35Deutschen im Westen die
- 2:49:37Wiedervereinigung war der
- 2:49:38Verfassungsauftrag der der die
- 2:49:40Staatsräson dieses Landes, ja? Und und
- 2:49:43ich glaube nicht, dass der islamistische
- 2:49:46Massenzuzug irgendwo im Grundgesetz
- 2:49:48verewigt oder verankert war.
- 2:49:50Ganz wichtiger Hinweis, das Grundgesetz
- 2:49:52war für alle Deutschland hatte die
- 2:49:53Aufgabe die Wiedervereinigung
- 2:49:55voranzutreiben, ganz wichtiger Hinweis,
- 2:49:57da stand nicht drin
- 2:49:58Aleppo muss an der Spree liegen.
- 2:50:01Angela Merkel geht noch einen Schritt
- 2:50:02weiter, sie kritisiert, um das noch mal
- 2:50:04aufzugreifen, sogenannte populistischen
- 2:50:06Parteien und Bestrebungen, die zwischen
- 2:50:08verschiedenen Gruppen deutscher
- 2:50:09Staatsbürger unterscheiden würden.
- 2:50:12Und auch dieses Versprechen der
- 2:50:14Demokratie steht unter Druck.
- 2:50:16Einmal durch populistische Parteien,
- 2:50:19die einfach versuchen, die Würde der
- 2:50:21Menschen noch ein bisschen aufzukreilen.
- 2:50:24Da gibt es das Volk und dann gibt es die
- 2:50:25Elite
- 2:50:27und dann gibt es die, die sind erst ganz
- 2:50:28kurz Staatsbürger und dann gibt es die,
- 2:50:30die sind schon ganz lange Staatsbürger
- 2:50:32und man versucht abzuschichten, man
- 2:50:33versucht Hass zu schüren, man versucht
- 2:50:35zu unterscheiden und damit Neid zu
- 2:50:39hervorzurufen. Und dem müssen wir uns
- 2:50:41von Anfang an entgegenstellen.
- 2:50:44Also, wer unterscheidet, wer wie wie es
- 2:50:46wie sie sagt abschichtet, der schürt
- 2:50:49Hass und sorgt dafür, dass Neid
- 2:50:51entstehe. Ja, man muss ja keine großen
- 2:50:54Fantasie haben, das ist gegen die AfD
- 2:50:56gerichtet.
- 2:50:57Das ist natürlich gegen die AfD
- 2:50:58gerichtet in einer so plumpen Sprache
- 2:51:01und ja auch argumentativ auf einem so
- 2:51:04plumpen Niveau.
- 2:51:05Merkel in einfacher Sprache.
- 2:51:06Wirklich, sie ist also, das ist
- 2:51:08intellektuell
- 2:51:10wirklich so ein Tiefflug, dass man
- 2:51:13erstens denkt, wer hat uns da regiert,
- 2:51:14dass man zweitens denkt, wie kann jemand
- 2:51:16ernsthaft noch als
- 2:51:18intellektuelle Galionsfigur auch für die
- 2:51:21Linken gelten, also auch als Linke muss
- 2:51:22man sich doch fragen, wenn jemand so
- 2:51:25redet und sagt, die Populisten wollen
- 2:51:27Neid schüren. Das kann doch nicht
- 2:51:29ernsthaft das Niveau unserer Debatte
- 2:51:31sein und gerade dieser Begriff der
- 2:51:33Eliten, da muss ich dann auch sagen,
- 2:51:35ähm, niemand steht so so sehr für die
- 2:51:38Herrschaft einer Elite wie Angela
- 2:51:40Merkel. Ihre Kanzlerschaft hat ja
- 2:51:42geradezu dieses Prinzip der Elite, die
- 2:51:45sich über den Wunsch und den Willen der
- 2:51:47Bevölkerung hinwegsetzt, par excellence
- 2:51:50repräsentiert und eingeführt. Also, wie
- 2:51:53sie Deutschland regiert hat, das war ja
- 2:51:55konsequent am Willen des Volkes vorbei.
- 2:51:57Sie hat die Deindustrialisierung
- 2:51:59herbeigeführt, indem sie alle grünen
- 2:52:01Ideen umgesetzt hat, von denen die
- 2:52:03Grünen schon immer geträumt haben. Sie
- 2:52:05[schnauben] hat 2015 die Grenzen
- 2:52:07geöffnet und eine islamistische
- 2:52:09Massenmigration ermöglicht. Also, sie
- 2:52:12hat wirklich diese Herrschaft der Elite,
- 2:52:15gemeinsam mit einer medialen Elite, die
- 2:52:17sie eben immer bespielt hat, die sie
- 2:52:19auch sehr klug und natürlich
- 2:52:20machttaktisch sehr klug bespielt hat,
- 2:52:23ähm, geprägt wie keiner vor ihr. Äh, und
- 2:52:26gerade weil sie ja eben machttaktisch so
- 2:52:29klug oft vorgegangen ist, fragt man sich
- 2:52:31jetzt, wenn sie da spricht, sind das
- 2:52:33wirklich ihre Gedanken oder ist sie
- 2:52:36nicht die wahre Populistin, die einfach
- 2:52:38ganz einfache Sätze aneinander reiht, an
- 2:52:41die sie selbst gar nicht glaubt, weil
- 2:52:43sie weiß, wenn sie die wirkliche
- 2:52:44Wahrheit sagen würde, dann würde alles
- 2:52:46in sich zusammenbrechen, was sie äh
- 2:52:48gemacht hat in ihrer Kanzlerschaft, wenn
- 2:52:50sie wirklich Klartext sprechen würde.
- 2:52:52Und deswegen versteckt sie sich hinter
- 2:52:53solchen linken Floskeln, die wirklich
- 2:52:55ähm intellektuell so äh so ein
- 2:52:58Armutszeugnis sind, dass man sich darauf
- 2:53:00kaum noch beziehen
- 2:53:01Ja, sie fing da an mit dem Holzhammer
- 2:53:02der Menschenwürde. Also, wer von der
- 2:53:04Elite spricht, einen Unterschied macht
- 2:53:06zwischen Elite und nicht Elite, ja, der
- 2:53:07vergeht sich an der Menschenwürde. Also,
- 2:53:09wie kommt man denn darauf? Also,
- 2:53:11Vor allem betreibt sie auch hier bei
- 2:53:13dieser Laudatio auf sich selbst, das
- 2:53:15sind äh ist die Laudatio, die sie am
- 2:53:17allerliebsten hält, Laudatio auf sich
- 2:53:19selbst und ihre eigene Politik. Kann man
- 2:53:21auch irgendwie verstehen, weil äh allzu
- 2:53:23viele andere würden diese Laudatio nicht
- 2:53:25mehr halten.
- 2:53:26Hendrik Wüst?
- 2:53:26Äh, Hendrik Wüst vielleicht noch.
- 2:53:28Sarah Bosetti.
- 2:53:30Also, [schnauben] auch hier bei dieser
- 2:53:32Laudatio auf sich selbst, lässt Angela
- 2:53:34Merkel das deutsche Volk, die Deutschen
- 2:53:37ja rhetorisch verschwinden. Löscht sie
- 2:53:40gleichsam rhetorisch aus. Angela Merkel
- 2:53:44verbietet sogar die Unterscheidung
- 2:53:46zwischen Leuten, die gerade erst
- 2:53:49Staatsbürger geworden sind und dann
- 2:53:50kommen die Deutschen in ihrem Satz. Die
- 2:53:51heißen aber nicht mehr Deutsche, sondern
- 2:53:53Menschen, die schon etwas länger
- 2:53:55Staatsbürger sind. Also, ja, ich bin
- 2:53:57auch schon etwas länger Staatsbürger.
- 2:53:59Nächstes Jahr werden 47 Jahre sein und
- 2:54:02man nennt mich Deutscher. Ja, und damit
- 2:54:04ganz viel, geht ganz viel einher. Ganz
- 2:54:07viel,
- 2:54:08ganz viel verinnerlichte Geschichte,
- 2:54:11ganz viel soziale Prägung, ganz viele
- 2:54:14Erinnerungen,
- 2:54:16ganz viel
- 2:54:18Stolz auf auf dieses Land, auf die Wende
- 2:54:22dieses auf auf zwei Wenden dieses
- 2:54:24Landes, eine habe ich miterlebt, eine
- 2:54:26haben meine Großeltern gewisser Weise
- 2:54:28gestaltet, ganz viel Scham für den
- 2:54:31Schrecken dieses Landes. Ich bin einfach
- 2:54:33Deutscher und ich bin einfach mehr
- 2:54:34Deutscher als einer, der vor zwei Jahren
- 2:54:36illegal über die Grenze gelaufen ist und
- 2:54:38jetzt durch irgend so ein Blitz
- 2:54:39Einbürgerungsprogramm, wo es um neue
- 2:54:41Wähler geht, ja, was inzwischen sogar
- 2:54:43das politische die politische Elite
- 2:54:45sagt, einen deutschen Pass hinterher
- 2:54:48geworfen bekommen hat. Ja, da bin ich
- 2:54:49halt einfach mehr Deutscher. Ich finde
- 2:54:51auch, dass ich mehr Deutscher bin als
- 2:54:52einer, der gar kein Deutsch kann und
- 2:54:54einen gefälschten Deutschtest vorlegt
- 2:54:56bei der Einbürgerung und bei mögen Sie
- 2:54:58Juden dann ja ankreuzt, obwohl er
- 2:55:00eigentlich nein meint. Ja, finde ich
- 2:55:02einfach, bin ich mehr Deutscher. Und und
- 2:55:05das ist das überhaupt gibt, dass das
- 2:55:06überhaupt existiert. Das lässt Angela
- 2:55:08Merkel verschwinden hinter der
- 2:55:10Formulierung, diejenigen, die schon ein
- 2:55:11bisschen länger Staatsbürger sind. Diese
- 2:55:14Frau hasst einfach dieses Land.
- 2:55:16Und sie impliziert, dass diese Aussage
- 2:55:18von dir, deine Ansicht gegen die
- 2:55:20Verfassung ist, denn das ist ja das, was
- 2:55:21sie mit dem Begriff Würde aufruft. Die
- 2:55:23Würde des Menschen ist unantastbar, ist
- 2:55:25nun mal der erste Satz unseres
- 2:55:27Grundgesetzes, ein sehr wichtiger, ein
- 2:55:29sehr schöner Satz, der aber mittlerweile
- 2:55:31permanent instrumentalisiert wird.
- 2:55:33Jeder, der irgendwas sagt, was einem
- 2:55:35nicht passt, ist dann gegen die
- 2:55:36Menschenwürde. Das heißt, diese von dir
- 2:55:38finde ich legitime Ansichten, die ich
- 2:55:40sogar teilen würde, würde Angela Merkel
- 2:55:42sagen, grundgesetzwidrig.
- 2:55:44ganz kurzen Ausschnitt haben wir noch,
- 2:55:46aber den sollten wir uns noch gönnen.
- 2:55:48Sie waren für eine Spaltung der
- 2:55:49Gesellschaft und wer ist schuld daran,
- 2:55:51die sozialen Medien. Dort würden und das
- 2:55:52gab es schon Jahrhunderte nicht mehr.
- 2:55:54Wahrheit und Gefühle vermischt, bitte.
- 2:55:57Die sogenannten sozialen Medien.
- 2:56:00Ermöglicht es in einem Maße, wie wir es
- 2:56:03seit den Zeiten der Aufklärung nicht
- 2:56:05mehr kannten. Fakten und Gefühle
- 2:56:08durcheinander zu mischen, Lügen und
- 2:56:10Wahrheiten unkenntlich zu machen. So
- 2:56:14dass man zum Schluss nicht mehr weiß,
- 2:56:16was ist was.
- 2:56:17Ja, es ist historisch einfach komplett
- 2:56:18falsch. Seit den Zeiten der Aufklärung
- 2:56:20gab es das nicht mehr. Wahrheit und
- 2:56:21Gefühle zu vermischen.
- 2:56:22dann historisch falsch, wenn Angela
- 2:56:24Merkel und selbst daran kann man ja
- 2:56:26inzwischen Zweifel bekommen, die
- 2:56:27Aufklärung als ein positives Ereignis
- 2:56:29sehen würde. Es wäre richtig, wenn man
- 2:56:32die Aufklärung als etwas Negatives,
- 2:56:33nämlich den Zusammenbruch der Herrschaft
- 2:56:35der Kirche, die die Wahrheit festgelegt
- 2:56:37hat und mit der Inquisition skrupellos
- 2:56:39verfolgt hat, betrachtet. So klingt es
- 2:56:41ja ein bisschen. Mit dieser komischen
- 2:56:42Aufklärung durfte auf einmal jeder
- 2:56:44sagen, was er will und Wahrheit und
- 2:56:45Fakten, wie die allein selig machende,
- 2:56:47in dem Fall Merkel nicht katholische
- 2:56:49Kirche, das erklärt hat, ist uns da
- 2:56:51irgendwie verloren gegangen. Ich glaube,
- 2:56:52das ist hier quasi der freudsche
- 2:56:54Verdreher der Angela Merkel. Waren das
- 2:56:56nicht schöne Zeiten, als wir noch im
- 2:56:59vollen Ornat festlegen durften, was die
- 2:57:01Wahrheit ist und der Pöbel da draußen
- 2:57:03nicht widersprochen hat. Insofern waren
- 2:57:05es sehr
- 2:57:05Auf Deutsch, dieses sogenannte Social
- 2:57:07Media. Das ist ja auch dieses sogenannte
- 2:57:10ist auch, das ist nämlich auch so ein
- 2:57:12Tyrannei Wort, ja. Die das ist ja wie
- 2:57:14die sogenannte Meinungsfreiheit. Also,
- 2:57:16Social Media ist ja im Prinzip ein ein
- 2:57:19Synonym geworden für die
- 2:57:20Meinungsfreiheit. Social Media heißt
- 2:57:21einfach, ich kann mich mit großer
- 2:57:23Reichweite äußern und ich brauche halt
- 2:57:25auch keine Zeitung, um Nachrichten zu
- 2:57:27verbreiten, kein Gatekeeper oder so.
- 2:57:29Social Media ist ein Synonym für
- 2:57:31Meinungsfreiheit. Was Angela Merkel hier
- 2:57:32übersetzt sagt, ja, diese sogenannte
- 2:57:34Meinungsfreiheit, wo man da einfach
- 2:57:36seine eigenen Gefühle mit reinbringen
- 2:57:39darf, damit muss jetzt aber mal wieder
- 2:57:40Schluss sein.
- 2:57:41Das war unser Thema eben, Angela Merkels
- 2:57:42Verständnis vom deutschen Volk, ob
- 2:57:44Ostdeutsche, ob Syrer, der deutsche Pass
- 2:57:46entscheidet. Wir sind doch alle
- 2:57:48Zugewanderte. Und heute Abend zuwandern
- 2:57:50ins Studio wird wieder Andreas Dorfmann
- 2:57:53zu News Live am Abend. Andreas, was
- 2:57:55gibt's denn?
- 2:57:56Einen wunderschönen guten Morgen, 8:57
- 2:57:58Uhr live und in Farbe, lieber Alexander
- 2:58:00und meine Damen und Herren. Meine Gäste
- 2:58:02sind heute Abend der Historiker Rainer
- 2:58:04Zitelmann und Berlins Ex-Innensenator
- 2:58:07Frank Henkel. Ein Thema bei uns bei News
- 2:58:09Live am Abend, die CDU-Fraktion in
- 2:58:12Sachsen-Anhalt und kein Ende. Kommt
- 2:58:14heute der Showdown von Sven Schulze. Ab
- 2:58:1718:00 Uhr gibt es das Wichtigste vom
- 2:58:19Tage, über das ganz Deutschland spricht,
- 2:58:21bei News das Radio, YouTube, X, news.de
- 2:58:24und in unserer News-App. Und damit
- 2:58:26zurück auf das schöne weiße Sofa der
- 2:58:28Mehrheit.
- 2:58:30Tja, vielen Dank, Andreas. Ein
- 2:58:32wunderbares Trio auch heute Abend. Und
- 2:58:34wer Dr. Dr. Zitelmann verfolgt bei X,
- 2:58:37der meint, er hat bekommt einen Eindruck
- 2:58:39in die Verzweiflung eines liberalen
- 2:58:42Menschen angesichts der zukünftigen
- 2:58:43Machtverhältnisse in Berlin und
- 2:58:45vielleicht darüber hinaus. Das ist
- 2:58:46bestimmt auch Thema heute Abend. Wir
- 2:58:48waren hier auch zu dritt zugange. Drei
- 2:58:50Stunden, schwupps, schon sind sie
- 2:58:52vorbei.
- 2:58:53Vielen herzlichen Dank.
- 2:58:54Herr Flögen, einfach so verflogen.
- 2:58:55Einfach so verflogen, schwupps.
- 2:58:57Vielen Dank, Julian Reichelt.
- 2:58:58Danke euch.
- 2:58:59Unser Chefredakteur. Vielen Dank unserer
- 2:59:01stellvertretenden Chefredakteurin
- 2:59:02Pauline Foss. Schön, dass du da warst.
- 2:59:04Danke euch.
- 2:59:05Vielen Dank natürlich auch unserem
- 2:59:06fabelhaften Publikum, dass Sie bei uns
- 2:59:08waren, dass Sie uns so stark die Treue
- 2:59:10halten, dass Sie sogar uns auch immer
- 2:59:11mehr unterstützen. Da möchte ich noch
- 2:59:13mal ermuntern bei news.de/ausliebe,
- 2:59:16wenn Sie doch unser Unterstützer mit 5
- 2:59:18Euro im Monat sind Sie dabei. Ja, und
- 2:59:21morgen gibt es auch hier wieder sehr
- 2:59:22viel zu besprechen. Die Midterms stehen
- 2:59:25ja vor der Tür. Darüber werden wir
- 2:59:26sprechen mit jemandem, der es in den
- 2:59:27Vereinigten Staaten genauso auskennt wie
- 2:59:29die [musik] CDU. Andreas Röder.
- 2:59:32Moderieren wird Alexander Puschl das.
- 2:59:34Das wird morgen hochspannend sein. Seien
- 2:59:36Sie dabei. Verpassen Sie es nicht, denn
- 2:59:38Sie wissen ja, der Tag beginnt mit News.
- 2:59:40Adieu.
- 2:59:48[musik]
- 2:59:57[musik]
- 3:00:12[musik]
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