Meistere jede Sprache in nur 180 Tagen: 5 Steps aus der Gehirnforschung — Transcript
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- 0:00Warum sind wir eigentlich so schlecht
- 0:01darin, eine neue Sprache zu lernen? Wir
- 0:03alle haben es doch schon einmal
- 0:05geschafft als Babys. Die Antwort liegt
- 0:07in sieben einfach zu verfolgenden
- 0:10neurowissenschaftlichen Steps, die wir
- 0:12gleich nach und nach entschlüsseln. Und
- 0:13übrigens, falls du dich fragst, wer der
- 0:15Typ hier ist, ich bin Henry, größter
- 0:17Neuroscience Creator Deutschlands und
- 0:18trete zu den Themen auf internationalen
- 0:20Bühnen auf. Aber hier ist dein und mein
- 0:22Problem. Schule hat uns umerzogen,
- 0:25unsere natürlichen Mechanismen des
- 0:27Gehirns auszuschalten und stattdessen
- 0:30strickten Regeln zu folgen. Denn in der
- 0:32Schule lernen wir Regeln auswendig zu
- 0:35lernen, Grammatik zu analysieren und
- 0:37Fehler zu vermeiden. Aber Sprache
- 0:39funktioniert nicht so. Babys sind der
- 0:41beste Beweis dafür. Sie haben keinen
- 0:43Unterricht, keine Karteikarten, kein
- 0:45Druck und trotzdem werden sie innerhalb
- 0:47weniger Jahre fließen. Aber warum? Wenn
- 0:50Grammatik nicht der Schlüssel ist, was
- 0:53dann? Bevor wir diese Frage beantworten
- 0:55und in Step 1 springen, musst du die
- 0:58Neurowissenschaft hinter Sprachen
- 1:00verstehen. Das ist mindestens genauso
- 1:02wichtig wie die Action Steps, weil es
- 1:04uns die richtigen Grundpfeiler im
- 1:06Verständnis gibt. Der Grund, warum die
- 1:08klassischen Sprachkurse scheitern, ist,
- 1:10sie folgen alle demselben Muster.
- 1:12Grammatikregeln, Vokabellisten, Übungen,
- 1:15alles analytisch und ordentlich
- 1:17aufbereitet. Und genau hier liegt das
- 1:19erste Problem. Unser Gehirn lernt
- 1:20Sprache nicht über Analyse. Das heißt,
- 1:23es lernt nicht über den präfrontalen
- 1:25Cortex, also den Teil, der logisch denkt
- 1:28und plant, sondern über ein Netzwerk aus
- 1:30dem Brokerareal, dem auditiven Cortex,
- 1:32dem motorischen Cortex und vor allem dem
- 1:36limbischen System, also unserem
- 1:37emotionalen Zentrum. Wenn du dich also
- 1:39jemals gefragt hast, warum du nach 5
- 1:41Jahren Französisch unterricht war weißt,
- 1:43dass Lin Ari Alaga heißt der zu kommt
- 1:47an, sorry für die Aussprache, aber du
- 1:48trotzdem keinen einzigen Satz verstehst,
- 1:51wenn du in Paris in der Metro stehst,
- 1:54dann liegt das daran, dein Gehirn hatte
- 1:56keinen Grund, sich das zu merken, denn
- 1:59ohne emotionales Tagging, also ohne
- 2:01Beteiligung deiner Amdala, geht das
- 2:04meiste direkt wieder verloren. Ich kenne
- 2:06das noch von mir in der Schule. Ich habe
- 2:086 Monate versucht Spanisch zu lernen,
- 2:10hatte aber kein wirkliches Ziel. Das
- 2:13heißt, es wurde kein Dopin
- 2:15ausgeschüttet. Es gab keinen Grund für
- 2:17mich, die Sprache wirklich zu lernen. Es
- 2:18gab keinen Kontext dafür. Das heißt,
- 2:21mein Hippocampus wurde dadurch nicht gut
- 2:22angesprochen und am Ende hatte das Ganze
- 2:25keine persönliche Bedeutung und all
- 2:27diese Faktoren haben dafür gesorgt, dass
- 2:28ich nach 6ch Monaten einfach aufgehört
- 2:30habe. Das heißt, lernen an sich ist
- 2:32keine reine Datenspeicherung, es ist
- 2:34eine Art Belohnungsschleife. Und da gibt
- 2:36es ein ganz wichtiges Wort, das in dem
- 2:39Kontext ein Unterschied macht und das
- 2:41nennt man Value Prediction Error. Und
- 2:44wenn man diesen nicht hat, diese kleine
- 2:46Überraschung, wenn etwas plötzlich Sinn
- 2:48ergibt, dann passiert im Gehirn meistens
- 2:51leider zu wenig, dass Informationen sich
- 2:53abspeichern können. Das bedeutet, die
- 2:55ersten beiden Learnings hier schon ist
- 2:57die meisten scheitern, weil sie erstens
- 2:59keinen wirklichen Grund haben und
- 3:00zweitens, weil ihnen dieser Prediction
- 3:03Error fehlt. Und vielleicht denkst du
- 3:05jetzt, okay, dann muss ich einfach ins
- 3:06Ausland ziehen, dann habe ich meinen
- 3:07Grund und mein Prediction Error. oder
- 3:09andere sagen, ja, du lernst eine Sprache
- 3:11nur dann, wenn du sie auch wirklich
- 3:12sprichst, aber auch das ist ein Mythos,
- 3:15weil ztausende Menschen leben seit
- 3:17Jahren in Spanien, Italien, Frankreich
- 3:20und sprechen trotzdem kaum Wort. Warum
- 3:22ist das so? Ganz einfach, weil Immersion
- 3:25ohne verständlichen Input ins Gegenteil
- 3:27kippt, also in Dauerstress. Wenn du
- 3:29ständig hörst, was du nicht verstehst
- 3:31und keine Chance bekommst zu Folgen oder
- 3:33Fragen zu stellen, dann reagiert dein
- 3:35Gehirn eher mit Abwehr. Das heißt, je
- 3:37mehr Stress du ausgesetzt bist, je mehr
- 3:39Kortisol du ausschüttest, desto
- 3:40schneller stuft dein Gehirn, die
- 3:42folgende Sprache, als irrelevanten Reiz
- 3:45ein. Und das nennt man Selective
- 3:47Attention Collapse. Das bedeutet, wir
- 3:50sollten uns fragen, was stattdessen
- 3:51wirkt und da gibt's eine klare Antwort
- 3:53drauf. Input, der knapp über deinem
- 3:56Niveau liegt, also nicht zu leicht und
- 3:57nicht zu schwer. Und auch da gibt's
- 3:58wieder so ein Fremdbegriff für, nämlich
- 4:00nennt man das die Zone of Proximal
- 4:02Development. Und das ist quasi so die
- 4:04perfekte Zone, in der zu viel Anspruch
- 4:08und zu wenig Anspruch im Gleichgewicht
- 4:10liegt. Und das ist quasi so die
- 4:11Grundbedingung für Neuroplastizität.
- 4:13Also Neuroplastizität ist quasi das
- 4:15Neubilden von Nervenzellen und das ist
- 4:18der Zustand, den wir beim Lernen
- 4:19erreichen wollen, weil Sprache ist am
- 4:21Ende nichts anderes als das neu
- 4:22Verbinden von Nervenzellen. Und bevor
- 4:24wir jetzt aus diesen Learnings unsere
- 4:26sieben Steps ableiten, wenn dir das hier
- 4:29schon gefällt und du ein bisschen was
- 4:30daraus mitnimmst, dann gefällt dir das
- 4:32Video in der Videobeschreibung
- 4:33garantiert noch besser. Dort entschlüsel
- 4:35ich mein gesamtes Lernsystem, wie ich
- 4:36mit minimalem Aufwand im Medizinstudium
- 4:38Bestnoten bekommen habe. Also schau dir
- 4:40das gerne an. Jetzt aber zu unserem
- 4:41Beispiel, wie Babys lernen und warum wir
- 4:44das vergessen haben. Babys an sich haben
- 4:46keine Kurse, wir haben keine Listen, sie
- 4:47haben kein systematisches Vorgehen und
- 4:49vor allem sie haben keinen Stress und
- 4:51dennoch lernen sie innerhalb von 2 d
- 4:54Jahren, wofür wir Jahrzehnte brauchen.
- 4:56Wie funktioniert das Ganze? Das
- 4:58Hauptkonzept eigentlich ist, dass Babys
- 5:00über Spiegelneuronen lernen, also durch
- 5:03Beobachtung und Nachahmung und aber auch
- 5:05durch Jointention, also den gemeinsamen
- 5:07Fokus mit den Eltern. Dazu kriegen sie
- 5:10ständig Feedback ohne bewertet zu werden
- 5:12und sie verknüpfen hören, sehen und
- 5:15fühlen zu einem Gesamtbild. Und am Ende
- 5:18des Tages das allerwichtigste ist, sie
- 5:21sprechen nicht auswendig gelernte
- 5:23Sachen, sondern sie bewegen sich beim
- 5:25Sprechen. Also Motorik ist immer mit
- 5:28Sprache verbunden. Und da gibt's so eine
- 5:30Theorie, die nennt sich Embody
- 5:32Simulation Theorie. ist sehr sehr
- 5:34spannend. Könnt ihr auch mal nachlesen.
- 5:35Was die sagt ist, dass Sprache im Körper
- 5:38simuliert wird, also nicht nur gedacht
- 5:40wird. Genau. Deshalb ist so trockenes
- 5:42Lernen am Schreibtisch, wenn du so eine
- 5:44Vokabelliste versuchst durchzugehen, so
- 5:46ineffektiv, weil es seinen Körper nicht
- 5:48mit einbezieht und damit den wichtigsten
- 5:50Hebel für tiefes Lernen ignoriert. Also
- 5:53all diese Erkenntnisse, die waren jetzt
- 5:55bisschen ungeordnet, geben dir fünf
- 5:57Grundprinzipien über das natürliche
- 6:00Sprachenlernen und du kannst sie
- 6:01betrachten wie physikalische Gesetze,
- 6:03nach denen du handeln solltest. Und die
- 6:05Prinzipien nutzen wir gleich, um einen
- 6:07konkreten Sieben Step Ablaufplan zu
- 6:09schaffen. Prinzip Nummer 1 ist Relevanz.
- 6:12Das heißt, du lernst nur das, was für
- 6:14dich auch Bedeutung hat. Wenn etwas
- 6:16emotional relevant ist, aktiviert es
- 6:18dein limbisches System und den
- 6:20Hippocampus speichert die Information
- 6:22langfristig. Regel Nummer 2:
- 6:24Comprehensible input. Du musst
- 6:26verstehen, bevor du sprechen kannst. Das
- 6:28bedeutet, bevor du versuchst dir etwas
- 6:30zu merken, springe über in die Anwendung
- 6:32und versuch das Ganze zu verstehen.
- 6:34Drittens, use it as a tool. Sprache ist
- 6:37nicht unbedingt ein Fach oder etwas, was
- 6:39man so lernt. Es ist ein Werkzeug. Wenn
- 6:42du sie nutzt, um wirklich Dinge zu tun,
- 6:45Dinge zu erledigen, Nachrichten zu
- 6:46schreiben, Witze zu machen, Probleme zu
- 6:48lösen, dann wird sie direkt mit Dopin
- 6:50und Serotonin belohnt. Was du machen
- 6:52kannst, ist im Alltag tatsächlich zu
- 6:54versuchen in dieser Sprache auch etwas
- 6:57zu lösen. Es quasi als Notwendigkeit zu
- 6:59sehen, die Sprache zu haben, um über
- 7:01irgendein Problem in deinem Alltag
- 7:03nachzudenken. Und das sind immer so
- 7:04Gründe, die dir mehr Relevanz geben.
- 7:06Punkt Nummer 4, der emotionale Zustand.
- 7:09Lernen braucht Sicherheit. Wenn du dich
- 7:10sicher fühlst, produziert dein Gehirn
- 7:12mehr Alphawellen und das ist der
- 7:13perfekte Zustand für fokussierte und
- 7:16entspannte Aufmerksamkeit. Und genau
- 7:18dann in diesem Moment ist dein Gehirn
- 7:20einfach am formbarsten. Das bedeutet, du
- 7:23solltest dir immer eine Umgebung
- 7:24schaffen, in der scheitern sinnvoll ist
- 7:27und du du sogar danach suchst. Das
- 7:28heißt, dich nicht davor versteckst,
- 7:30etwas falsch zu machen. Und Punkt Nummer
- 7:325, wahrscheinlich so der wichtigste, was
- 7:34die Action Steps gleich angehen wird. Du
- 7:36solltest nicht ständig übersetzen, weil
- 7:38wenn du alles übersetzt, was du lernen
- 7:40willst und direkt immer die richtige
- 7:42Antwort weißt, dann machst du einen
- 7:43Umweg durch das Sprachzentrum. Das
- 7:45heißt, statt Sprache direkt als mentales
- 7:47Modell abzuspeichern, sollte das Ziel
- 7:49sein, du hörst ein Wort, du siehst ein
- 7:51Bild, fühlst ein Gefühl und dann
- 7:53verstehst du dadurch die Bedeutung und
- 7:55das quasi ohne den Weg über deine
- 7:58eigentliche Muttersprache. Jetzt könnst
- 7:59du denken, schön und gut, das sind alles
- 8:01jetzt irgendwelche Theorien, aber was
- 8:02bedeuten diese ganzen Grundregeln
- 8:05konkret? Und hier kommen sieben
- 8:07Lernaktionen neurowissenschaftlich
- 8:09erklärt, die du bei jeder Sprache
- 8:11durchlaufen kannst, sodass du sie so
- 8:12schnell wie möglich einprägen kannst.
- 8:14Punkt Nummer eins, den ich immer immer
- 8:16machen würde, ist das sogenannte Brain
- 8:18Soaking. Das heißt massiven Input
- 8:21auditiv erhalten. Auch wenn er
- 8:23unverständlich ist, ist es ganz egal,
- 8:25was passiert im Gehirn, wenn du dir
- 8:27super viel Videos anguckst, super viel
- 8:30Fernsehen guckst, meinetwegen in der
- 8:31Sprache, was auch immer, dein
- 8:33auditorischer Cortex aktiviert sich und
- 8:35dadurch entsteht rhythmisches Muster
- 8:38lernen in unseren Basalgangen. Wir
- 8:40lernen quasi, wie wir Musik lernen über
- 8:42Pattern Recognition. Also statt quasi
- 8:44Grammatik auswendig zu lernen, kannst du
- 8:46dir es vorstellen, wie wenn du ein Lied
- 8:48dir anhörst und dadurch entstehen so
- 8:50leichte Muster in deinem Gehirn, die du
- 8:52dann mit der Zeit unterbewusst
- 8:55prozessierst. Das heißt, das wäre das
- 8:56erste, was ich machen würde, wenn ich
- 8:58eine neue Sprache lerne. Punkt Nummer 2:
- 9:00Bedeutung vor Grammatik. Wenn du eine
- 9:02neue Sprache lernen willst, dann hör auf
- 9:05zuerst zu schauen, wie die
- 9:06Grammatikregeln davon sind. Was du
- 9:09machen solltest, ist dich darauf zu
- 9:10fokussieren, dass die Message ankommt.
- 9:12Das heißt, wenn du lernst, denke nicht
- 9:14in den Mustern der Sprache und versuch
- 9:16alles reinzuordnen, sondern versuche
- 9:19sehr intuitiv vorzugehen und zuerst
- 9:22einfach zu schauen, dass der Kontext
- 9:23klar ist. Selbst wenn der Satzbau nicht
- 9:25stimmt oder egal was, das kannst du mit
- 9:28der Zeit anpassen. Aber das allererste
- 9:30ist, die Bedeutung sollte stimmen. Da
- 9:32gibt's Studien zu, die das untersucht
- 9:33haben und am Ende rausgefunden haben,
- 9:35dass Lernende langsamer sprechen und
- 9:38mehr Fehler machen, die zuerst die
- 9:40Grammatik gelernt haben. Punkt Nummer 3:
- 9:42Mixen und kombinieren. Das unterliegt im
- 9:44Prinzip der rekombinatorischen
- 9:46Explosion. Klingt jetzt kompliziert, ist
- 9:48aber relativ einfach. Wenn du dir
- 9:49vorstellst, du lernst jetzt Spanisch und
- 9:51du weißt, okay, du bist in zwei Monaten
- 9:53in Spanien und willst so viel wie
- 9:55möglich können, dann solltest du so
- 9:57vorgehen, dass du dir Sprachenkluster
- 9:59rausnimmst. Das heißt z.B.
- 10:01Sprachenkluster Essen und Trinken
- 10:03Cluster, okay, Supermarkt Shopping. So
- 10:05baust du diese Kluster auf. Je nach
- 10:07Wichtigkeit priorisierst du die ganzen
- 10:09und dann nimmst du dir aus jedem Kluster
- 10:11zehn Nomen, zehn Verben und zehn
- 10:14Adjektive. Was das bedeutet ist 1000
- 10:16Sätze miteinander kombiniert. Was du
- 10:18dadurch schafftest ist, du aktivierst
- 10:20kreative Zentren im Default Mode
- 10:22Network. Das ist ein Teil deines Gehirns
- 10:24und dadurch schaffst du es über diese
- 10:26Sätze hinaus andere Vokabeln einzubinden
- 10:28und lernst den gesamten Teil der Sprache
- 10:30besser. Punkt Nummer 4: Suche dir High
- 10:33Frequency Vocabs. Was das bedeutet ist,
- 10:36die Top 1000 Wörter der Sprache erzeugen
- 10:3985% der Relevanz. Das heißt, wenn du
- 10:42eine neue Sprache lernst, leg den Fokus
- 10:44auf die Core Language. Also statt
- 10:46irgendwelche komischen exotischen
- 10:47Begriffe zu lernen, sicher dir den
- 10:49Zugang, schnellen Zugang zu funktionalen
- 10:51Gebrauch bei den Wörtern, die am
- 10:53häufigsten vorkommen. Kannst du einfach
- 10:54in Chat GPT eingeben, dir das rausziehen
- 10:56lassen und dann gehst du die durch.
- 10:58Fünftens, das ist etwas, was jetzt
- 10:59keineen neurowissenschaftlichen Bezug
- 11:01hat, aber ich mache das gerne so. Wenn
- 11:02ich etwas Neues lernen will, dann frage
- 11:05ich mich erst immer, okay, was sind die
- 11:08Toolbox Wörter oder was sind Sätze, die
- 11:11ich in meine Toolbox packen würde, um
- 11:13etwas zu erreichen? Das heißt, die
- 11:15Dinge, die wir im Alltag am häufigsten
- 11:16machen. Wie bestelle ich etwas? Wie
- 11:19mache ich X, Y, Z? Diese Sätze würde ich
- 11:21von Anfang an als Stück lernen. Dadurch
- 11:23entsteht Interaktion und wenn man sich
- 11:26das vorstellt wie so ein großes
- 11:27Puzzleteil die ganze Sprache, dann ist
- 11:30es ja das Beste, was man schaffen kann,
- 11:31wenn man in diesem Puzzle immer kleine
- 11:34verschiedene Teile zur Verknüpfung
- 11:36erstellt und dann neues Wissen, neue
- 11:40Vokabeln an diese Punkte andocken kann,
- 11:42die man schon weiß. Und da helfen mir
- 11:44einfach solche Toolbox Aussagen sehr und
- 11:46vor allem auch es macht ein von Anfang
- 11:47an handlungsfähiger und dadurch ist man
- 11:49auch motivierter durchzuziehen. Punkt
- 11:51Nummer 6 und den hatten wir vorhin schon
- 11:53kurz angesprochen, Facecopying, also
- 11:55visuelle und motorische Nachahmung ist
- 11:58super wichtig, weil wenn du dich
- 11:59erinnerst, Babys lernen vor allem
- 12:01dadurch und diesen Mechanismus haben wir
- 12:03immer noch in uns drin. Das heißt, wenn
- 12:05du dir jemanden anguckst, der spanisch
- 12:07spricht, dann schau darauf, wie
- 12:08gestikuliert die Person, wie ist ihre
- 12:11Mimik, versucht das Ganze nachzuarahmen
- 12:13und das hilft dir dich besser
- 12:15reinzufühlen und es intuitiv besser zu
- 12:17verstehen. Und übrigens, hier gibt's
- 12:18auch Studien, die zeigen, dass die
- 12:20Gesichtsmotorik damit korreliert, wie
- 12:23phonologisch klar du vorgehst. Das
- 12:25heißt, wie gut kannst du die Sachen
- 12:26aussprechen, wie gut kannst du
- 12:28artikulieren? Hängt's mit deiner
- 12:29Gesichtsmotorik zusammen? Und Punkt
- 12:31Nummer 7, und das ist unglaublich
- 12:33wichtig, unser Gehirn denkt lieber in
- 12:36Bildern als alles andere. Das bedeutet,
- 12:38bevor du etwas übersetzt und die
- 12:40deutsche Version und keine Ahnung, die
- 12:43spanische Version siehst, schau, dass du
- 12:45bildlich repräsentierst. Das heißt von
- 12:48Anfang an ein Bild vorstellen statt das
- 12:50Wort. Dadurch entsteht einfach eine viel
- 12:52stärkere synaptische Verankerung. Und
- 12:55vor allem bei abstrakten Begriffen ist
- 12:57es super wichtig. Hier noch ein paar
- 12:59Add-ons zu diesen sieben Steps, die du
- 13:02immer bei jeder Sprache durchfolgen
- 13:03kannst. Erstens, Neuroplastizität, also
- 13:05die Bildung von neuen Verbindungen ist
- 13:07zustandsabhängig. Das bedeutet, es gibt
- 13:09Lernfenster über den Tag, an denen es
- 13:11sinnvoller und weniger sinnvoller ist zu
- 13:13lernen. Zweitens, deine Schlafqualität,
- 13:16deine Ernährung und auch dein
- 13:17Fokuszustand entscheidet, ob du in einer
- 13:20Stunde etwas lernen kannst, wofür andere
- 13:2210 Stunden brauchen. Das heißt, bevor du
- 13:24dich einfach hinsetzt random, um zu
- 13:25lernen, schau erstmal, ob die Qualität
- 13:28und die Grundlage dafür stimmt. Und ganz
- 13:30wichtig, haben wir vorhin kurz
- 13:31angesprochen, Lernen von Sprachen ist
- 13:34mit Motorik verknüpft. Das heißt, du
- 13:36kannst z.B. äh Spaziergänge mit
- 13:38einbinden, irgendetwas, was dir hilft,
- 13:40deine Motorik mit einzubinden und dabei
- 13:42die Sprache zu lernen. Und noch mal der
- 13:44letzte Punkt, emotionales Tagging macht
- 13:46echt einen Unterschied. Also Angst z.B.
- 13:48blockiert eher das Lernen, aber Humor
- 13:51oder Überraschung oder irgendetwas
- 13:52Skoriles, das fördert es extrem. Das
- 13:55heißt, auch Eselsbrücken und all diese
- 13:57Sachen, die machen echten Unterschied.
- 13:58Also, wenn dir das gefallen hat und du
- 14:00jetzt nicht nur Sprachen lernst, sondern
- 14:02auch generell im Studium für Prüfung und
- 14:05du willst eigentlich direkten Plan haben
- 14:07mit Umsetzung, damit du ganz klar weißt,
- 14:10welche Lernmechanismen du wann anwenden
- 14:12kannst für Bestnoten mit minimalem
- 14:13Aufwand, dann kannst du einfach mein
- 14:15Lernframework dafür verwenden. Das ist
- 14:17der erste Link in der Videobeschreibung.
- 14:20neues Video kannst du dir angucken, wie
- 14:22mein Lernframework entstanden ist und äh
- 14:25ansonsten kannst du auch hier klicken.
- 14:26Und ja, wir sehen uns in diesem nächsten
- 14:28Video. Bis dann. Ciao.
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