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Meistere jede Sprache in nur 180 Tagen: 5 Steps aus der Gehirnforschung — Transcript

by Henry Hildebrandt · 2,467 words · 418 segments · language en · Watch on YouTube

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  1. 0:00Warum sind wir eigentlich so schlecht
  2. 0:01darin, eine neue Sprache zu lernen? Wir
  3. 0:03alle haben es doch schon einmal
  4. 0:05geschafft als Babys. Die Antwort liegt
  5. 0:07in sieben einfach zu verfolgenden
  6. 0:10neurowissenschaftlichen Steps, die wir
  7. 0:12gleich nach und nach entschlüsseln. Und
  8. 0:13übrigens, falls du dich fragst, wer der
  9. 0:15Typ hier ist, ich bin Henry, größter
  10. 0:17Neuroscience Creator Deutschlands und
  11. 0:18trete zu den Themen auf internationalen
  12. 0:20Bühnen auf. Aber hier ist dein und mein
  13. 0:22Problem. Schule hat uns umerzogen,
  14. 0:25unsere natürlichen Mechanismen des
  15. 0:27Gehirns auszuschalten und stattdessen
  16. 0:30strickten Regeln zu folgen. Denn in der
  17. 0:32Schule lernen wir Regeln auswendig zu
  18. 0:35lernen, Grammatik zu analysieren und
  19. 0:37Fehler zu vermeiden. Aber Sprache
  20. 0:39funktioniert nicht so. Babys sind der
  21. 0:41beste Beweis dafür. Sie haben keinen
  22. 0:43Unterricht, keine Karteikarten, kein
  23. 0:45Druck und trotzdem werden sie innerhalb
  24. 0:47weniger Jahre fließen. Aber warum? Wenn
  25. 0:50Grammatik nicht der Schlüssel ist, was
  26. 0:53dann? Bevor wir diese Frage beantworten
  27. 0:55und in Step 1 springen, musst du die
  28. 0:58Neurowissenschaft hinter Sprachen
  29. 1:00verstehen. Das ist mindestens genauso
  30. 1:02wichtig wie die Action Steps, weil es
  31. 1:04uns die richtigen Grundpfeiler im
  32. 1:06Verständnis gibt. Der Grund, warum die
  33. 1:08klassischen Sprachkurse scheitern, ist,
  34. 1:10sie folgen alle demselben Muster.
  35. 1:12Grammatikregeln, Vokabellisten, Übungen,
  36. 1:15alles analytisch und ordentlich
  37. 1:17aufbereitet. Und genau hier liegt das
  38. 1:19erste Problem. Unser Gehirn lernt
  39. 1:20Sprache nicht über Analyse. Das heißt,
  40. 1:23es lernt nicht über den präfrontalen
  41. 1:25Cortex, also den Teil, der logisch denkt
  42. 1:28und plant, sondern über ein Netzwerk aus
  43. 1:30dem Brokerareal, dem auditiven Cortex,
  44. 1:32dem motorischen Cortex und vor allem dem
  45. 1:36limbischen System, also unserem
  46. 1:37emotionalen Zentrum. Wenn du dich also
  47. 1:39jemals gefragt hast, warum du nach 5
  48. 1:41Jahren Französisch unterricht war weißt,
  49. 1:43dass Lin Ari Alaga heißt der zu kommt
  50. 1:47an, sorry für die Aussprache, aber du
  51. 1:48trotzdem keinen einzigen Satz verstehst,
  52. 1:51wenn du in Paris in der Metro stehst,
  53. 1:54dann liegt das daran, dein Gehirn hatte
  54. 1:56keinen Grund, sich das zu merken, denn
  55. 1:59ohne emotionales Tagging, also ohne
  56. 2:01Beteiligung deiner Amdala, geht das
  57. 2:04meiste direkt wieder verloren. Ich kenne
  58. 2:06das noch von mir in der Schule. Ich habe
  59. 2:086 Monate versucht Spanisch zu lernen,
  60. 2:10hatte aber kein wirkliches Ziel. Das
  61. 2:13heißt, es wurde kein Dopin
  62. 2:15ausgeschüttet. Es gab keinen Grund für
  63. 2:17mich, die Sprache wirklich zu lernen. Es
  64. 2:18gab keinen Kontext dafür. Das heißt,
  65. 2:21mein Hippocampus wurde dadurch nicht gut
  66. 2:22angesprochen und am Ende hatte das Ganze
  67. 2:25keine persönliche Bedeutung und all
  68. 2:27diese Faktoren haben dafür gesorgt, dass
  69. 2:28ich nach 6ch Monaten einfach aufgehört
  70. 2:30habe. Das heißt, lernen an sich ist
  71. 2:32keine reine Datenspeicherung, es ist
  72. 2:34eine Art Belohnungsschleife. Und da gibt
  73. 2:36es ein ganz wichtiges Wort, das in dem
  74. 2:39Kontext ein Unterschied macht und das
  75. 2:41nennt man Value Prediction Error. Und
  76. 2:44wenn man diesen nicht hat, diese kleine
  77. 2:46Überraschung, wenn etwas plötzlich Sinn
  78. 2:48ergibt, dann passiert im Gehirn meistens
  79. 2:51leider zu wenig, dass Informationen sich
  80. 2:53abspeichern können. Das bedeutet, die
  81. 2:55ersten beiden Learnings hier schon ist
  82. 2:57die meisten scheitern, weil sie erstens
  83. 2:59keinen wirklichen Grund haben und
  84. 3:00zweitens, weil ihnen dieser Prediction
  85. 3:03Error fehlt. Und vielleicht denkst du
  86. 3:05jetzt, okay, dann muss ich einfach ins
  87. 3:06Ausland ziehen, dann habe ich meinen
  88. 3:07Grund und mein Prediction Error. oder
  89. 3:09andere sagen, ja, du lernst eine Sprache
  90. 3:11nur dann, wenn du sie auch wirklich
  91. 3:12sprichst, aber auch das ist ein Mythos,
  92. 3:15weil ztausende Menschen leben seit
  93. 3:17Jahren in Spanien, Italien, Frankreich
  94. 3:20und sprechen trotzdem kaum Wort. Warum
  95. 3:22ist das so? Ganz einfach, weil Immersion
  96. 3:25ohne verständlichen Input ins Gegenteil
  97. 3:27kippt, also in Dauerstress. Wenn du
  98. 3:29ständig hörst, was du nicht verstehst
  99. 3:31und keine Chance bekommst zu Folgen oder
  100. 3:33Fragen zu stellen, dann reagiert dein
  101. 3:35Gehirn eher mit Abwehr. Das heißt, je
  102. 3:37mehr Stress du ausgesetzt bist, je mehr
  103. 3:39Kortisol du ausschüttest, desto
  104. 3:40schneller stuft dein Gehirn, die
  105. 3:42folgende Sprache, als irrelevanten Reiz
  106. 3:45ein. Und das nennt man Selective
  107. 3:47Attention Collapse. Das bedeutet, wir
  108. 3:50sollten uns fragen, was stattdessen
  109. 3:51wirkt und da gibt's eine klare Antwort
  110. 3:53drauf. Input, der knapp über deinem
  111. 3:56Niveau liegt, also nicht zu leicht und
  112. 3:57nicht zu schwer. Und auch da gibt's
  113. 3:58wieder so ein Fremdbegriff für, nämlich
  114. 4:00nennt man das die Zone of Proximal
  115. 4:02Development. Und das ist quasi so die
  116. 4:04perfekte Zone, in der zu viel Anspruch
  117. 4:08und zu wenig Anspruch im Gleichgewicht
  118. 4:10liegt. Und das ist quasi so die
  119. 4:11Grundbedingung für Neuroplastizität.
  120. 4:13Also Neuroplastizität ist quasi das
  121. 4:15Neubilden von Nervenzellen und das ist
  122. 4:18der Zustand, den wir beim Lernen
  123. 4:19erreichen wollen, weil Sprache ist am
  124. 4:21Ende nichts anderes als das neu
  125. 4:22Verbinden von Nervenzellen. Und bevor
  126. 4:24wir jetzt aus diesen Learnings unsere
  127. 4:26sieben Steps ableiten, wenn dir das hier
  128. 4:29schon gefällt und du ein bisschen was
  129. 4:30daraus mitnimmst, dann gefällt dir das
  130. 4:32Video in der Videobeschreibung
  131. 4:33garantiert noch besser. Dort entschlüsel
  132. 4:35ich mein gesamtes Lernsystem, wie ich
  133. 4:36mit minimalem Aufwand im Medizinstudium
  134. 4:38Bestnoten bekommen habe. Also schau dir
  135. 4:40das gerne an. Jetzt aber zu unserem
  136. 4:41Beispiel, wie Babys lernen und warum wir
  137. 4:44das vergessen haben. Babys an sich haben
  138. 4:46keine Kurse, wir haben keine Listen, sie
  139. 4:47haben kein systematisches Vorgehen und
  140. 4:49vor allem sie haben keinen Stress und
  141. 4:51dennoch lernen sie innerhalb von 2 d
  142. 4:54Jahren, wofür wir Jahrzehnte brauchen.
  143. 4:56Wie funktioniert das Ganze? Das
  144. 4:58Hauptkonzept eigentlich ist, dass Babys
  145. 5:00über Spiegelneuronen lernen, also durch
  146. 5:03Beobachtung und Nachahmung und aber auch
  147. 5:05durch Jointention, also den gemeinsamen
  148. 5:07Fokus mit den Eltern. Dazu kriegen sie
  149. 5:10ständig Feedback ohne bewertet zu werden
  150. 5:12und sie verknüpfen hören, sehen und
  151. 5:15fühlen zu einem Gesamtbild. Und am Ende
  152. 5:18des Tages das allerwichtigste ist, sie
  153. 5:21sprechen nicht auswendig gelernte
  154. 5:23Sachen, sondern sie bewegen sich beim
  155. 5:25Sprechen. Also Motorik ist immer mit
  156. 5:28Sprache verbunden. Und da gibt's so eine
  157. 5:30Theorie, die nennt sich Embody
  158. 5:32Simulation Theorie. ist sehr sehr
  159. 5:34spannend. Könnt ihr auch mal nachlesen.
  160. 5:35Was die sagt ist, dass Sprache im Körper
  161. 5:38simuliert wird, also nicht nur gedacht
  162. 5:40wird. Genau. Deshalb ist so trockenes
  163. 5:42Lernen am Schreibtisch, wenn du so eine
  164. 5:44Vokabelliste versuchst durchzugehen, so
  165. 5:46ineffektiv, weil es seinen Körper nicht
  166. 5:48mit einbezieht und damit den wichtigsten
  167. 5:50Hebel für tiefes Lernen ignoriert. Also
  168. 5:53all diese Erkenntnisse, die waren jetzt
  169. 5:55bisschen ungeordnet, geben dir fünf
  170. 5:57Grundprinzipien über das natürliche
  171. 6:00Sprachenlernen und du kannst sie
  172. 6:01betrachten wie physikalische Gesetze,
  173. 6:03nach denen du handeln solltest. Und die
  174. 6:05Prinzipien nutzen wir gleich, um einen
  175. 6:07konkreten Sieben Step Ablaufplan zu
  176. 6:09schaffen. Prinzip Nummer 1 ist Relevanz.
  177. 6:12Das heißt, du lernst nur das, was für
  178. 6:14dich auch Bedeutung hat. Wenn etwas
  179. 6:16emotional relevant ist, aktiviert es
  180. 6:18dein limbisches System und den
  181. 6:20Hippocampus speichert die Information
  182. 6:22langfristig. Regel Nummer 2:
  183. 6:24Comprehensible input. Du musst
  184. 6:26verstehen, bevor du sprechen kannst. Das
  185. 6:28bedeutet, bevor du versuchst dir etwas
  186. 6:30zu merken, springe über in die Anwendung
  187. 6:32und versuch das Ganze zu verstehen.
  188. 6:34Drittens, use it as a tool. Sprache ist
  189. 6:37nicht unbedingt ein Fach oder etwas, was
  190. 6:39man so lernt. Es ist ein Werkzeug. Wenn
  191. 6:42du sie nutzt, um wirklich Dinge zu tun,
  192. 6:45Dinge zu erledigen, Nachrichten zu
  193. 6:46schreiben, Witze zu machen, Probleme zu
  194. 6:48lösen, dann wird sie direkt mit Dopin
  195. 6:50und Serotonin belohnt. Was du machen
  196. 6:52kannst, ist im Alltag tatsächlich zu
  197. 6:54versuchen in dieser Sprache auch etwas
  198. 6:57zu lösen. Es quasi als Notwendigkeit zu
  199. 6:59sehen, die Sprache zu haben, um über
  200. 7:01irgendein Problem in deinem Alltag
  201. 7:03nachzudenken. Und das sind immer so
  202. 7:04Gründe, die dir mehr Relevanz geben.
  203. 7:06Punkt Nummer 4, der emotionale Zustand.
  204. 7:09Lernen braucht Sicherheit. Wenn du dich
  205. 7:10sicher fühlst, produziert dein Gehirn
  206. 7:12mehr Alphawellen und das ist der
  207. 7:13perfekte Zustand für fokussierte und
  208. 7:16entspannte Aufmerksamkeit. Und genau
  209. 7:18dann in diesem Moment ist dein Gehirn
  210. 7:20einfach am formbarsten. Das bedeutet, du
  211. 7:23solltest dir immer eine Umgebung
  212. 7:24schaffen, in der scheitern sinnvoll ist
  213. 7:27und du du sogar danach suchst. Das
  214. 7:28heißt, dich nicht davor versteckst,
  215. 7:30etwas falsch zu machen. Und Punkt Nummer
  216. 7:325, wahrscheinlich so der wichtigste, was
  217. 7:34die Action Steps gleich angehen wird. Du
  218. 7:36solltest nicht ständig übersetzen, weil
  219. 7:38wenn du alles übersetzt, was du lernen
  220. 7:40willst und direkt immer die richtige
  221. 7:42Antwort weißt, dann machst du einen
  222. 7:43Umweg durch das Sprachzentrum. Das
  223. 7:45heißt, statt Sprache direkt als mentales
  224. 7:47Modell abzuspeichern, sollte das Ziel
  225. 7:49sein, du hörst ein Wort, du siehst ein
  226. 7:51Bild, fühlst ein Gefühl und dann
  227. 7:53verstehst du dadurch die Bedeutung und
  228. 7:55das quasi ohne den Weg über deine
  229. 7:58eigentliche Muttersprache. Jetzt könnst
  230. 7:59du denken, schön und gut, das sind alles
  231. 8:01jetzt irgendwelche Theorien, aber was
  232. 8:02bedeuten diese ganzen Grundregeln
  233. 8:05konkret? Und hier kommen sieben
  234. 8:07Lernaktionen neurowissenschaftlich
  235. 8:09erklärt, die du bei jeder Sprache
  236. 8:11durchlaufen kannst, sodass du sie so
  237. 8:12schnell wie möglich einprägen kannst.
  238. 8:14Punkt Nummer eins, den ich immer immer
  239. 8:16machen würde, ist das sogenannte Brain
  240. 8:18Soaking. Das heißt massiven Input
  241. 8:21auditiv erhalten. Auch wenn er
  242. 8:23unverständlich ist, ist es ganz egal,
  243. 8:25was passiert im Gehirn, wenn du dir
  244. 8:27super viel Videos anguckst, super viel
  245. 8:30Fernsehen guckst, meinetwegen in der
  246. 8:31Sprache, was auch immer, dein
  247. 8:33auditorischer Cortex aktiviert sich und
  248. 8:35dadurch entsteht rhythmisches Muster
  249. 8:38lernen in unseren Basalgangen. Wir
  250. 8:40lernen quasi, wie wir Musik lernen über
  251. 8:42Pattern Recognition. Also statt quasi
  252. 8:44Grammatik auswendig zu lernen, kannst du
  253. 8:46dir es vorstellen, wie wenn du ein Lied
  254. 8:48dir anhörst und dadurch entstehen so
  255. 8:50leichte Muster in deinem Gehirn, die du
  256. 8:52dann mit der Zeit unterbewusst
  257. 8:55prozessierst. Das heißt, das wäre das
  258. 8:56erste, was ich machen würde, wenn ich
  259. 8:58eine neue Sprache lerne. Punkt Nummer 2:
  260. 9:00Bedeutung vor Grammatik. Wenn du eine
  261. 9:02neue Sprache lernen willst, dann hör auf
  262. 9:05zuerst zu schauen, wie die
  263. 9:06Grammatikregeln davon sind. Was du
  264. 9:09machen solltest, ist dich darauf zu
  265. 9:10fokussieren, dass die Message ankommt.
  266. 9:12Das heißt, wenn du lernst, denke nicht
  267. 9:14in den Mustern der Sprache und versuch
  268. 9:16alles reinzuordnen, sondern versuche
  269. 9:19sehr intuitiv vorzugehen und zuerst
  270. 9:22einfach zu schauen, dass der Kontext
  271. 9:23klar ist. Selbst wenn der Satzbau nicht
  272. 9:25stimmt oder egal was, das kannst du mit
  273. 9:28der Zeit anpassen. Aber das allererste
  274. 9:30ist, die Bedeutung sollte stimmen. Da
  275. 9:32gibt's Studien zu, die das untersucht
  276. 9:33haben und am Ende rausgefunden haben,
  277. 9:35dass Lernende langsamer sprechen und
  278. 9:38mehr Fehler machen, die zuerst die
  279. 9:40Grammatik gelernt haben. Punkt Nummer 3:
  280. 9:42Mixen und kombinieren. Das unterliegt im
  281. 9:44Prinzip der rekombinatorischen
  282. 9:46Explosion. Klingt jetzt kompliziert, ist
  283. 9:48aber relativ einfach. Wenn du dir
  284. 9:49vorstellst, du lernst jetzt Spanisch und
  285. 9:51du weißt, okay, du bist in zwei Monaten
  286. 9:53in Spanien und willst so viel wie
  287. 9:55möglich können, dann solltest du so
  288. 9:57vorgehen, dass du dir Sprachenkluster
  289. 9:59rausnimmst. Das heißt z.B.
  290. 10:01Sprachenkluster Essen und Trinken
  291. 10:03Cluster, okay, Supermarkt Shopping. So
  292. 10:05baust du diese Kluster auf. Je nach
  293. 10:07Wichtigkeit priorisierst du die ganzen
  294. 10:09und dann nimmst du dir aus jedem Kluster
  295. 10:11zehn Nomen, zehn Verben und zehn
  296. 10:14Adjektive. Was das bedeutet ist 1000
  297. 10:16Sätze miteinander kombiniert. Was du
  298. 10:18dadurch schafftest ist, du aktivierst
  299. 10:20kreative Zentren im Default Mode
  300. 10:22Network. Das ist ein Teil deines Gehirns
  301. 10:24und dadurch schaffst du es über diese
  302. 10:26Sätze hinaus andere Vokabeln einzubinden
  303. 10:28und lernst den gesamten Teil der Sprache
  304. 10:30besser. Punkt Nummer 4: Suche dir High
  305. 10:33Frequency Vocabs. Was das bedeutet ist,
  306. 10:36die Top 1000 Wörter der Sprache erzeugen
  307. 10:3985% der Relevanz. Das heißt, wenn du
  308. 10:42eine neue Sprache lernst, leg den Fokus
  309. 10:44auf die Core Language. Also statt
  310. 10:46irgendwelche komischen exotischen
  311. 10:47Begriffe zu lernen, sicher dir den
  312. 10:49Zugang, schnellen Zugang zu funktionalen
  313. 10:51Gebrauch bei den Wörtern, die am
  314. 10:53häufigsten vorkommen. Kannst du einfach
  315. 10:54in Chat GPT eingeben, dir das rausziehen
  316. 10:56lassen und dann gehst du die durch.
  317. 10:58Fünftens, das ist etwas, was jetzt
  318. 10:59keineen neurowissenschaftlichen Bezug
  319. 11:01hat, aber ich mache das gerne so. Wenn
  320. 11:02ich etwas Neues lernen will, dann frage
  321. 11:05ich mich erst immer, okay, was sind die
  322. 11:08Toolbox Wörter oder was sind Sätze, die
  323. 11:11ich in meine Toolbox packen würde, um
  324. 11:13etwas zu erreichen? Das heißt, die
  325. 11:15Dinge, die wir im Alltag am häufigsten
  326. 11:16machen. Wie bestelle ich etwas? Wie
  327. 11:19mache ich X, Y, Z? Diese Sätze würde ich
  328. 11:21von Anfang an als Stück lernen. Dadurch
  329. 11:23entsteht Interaktion und wenn man sich
  330. 11:26das vorstellt wie so ein großes
  331. 11:27Puzzleteil die ganze Sprache, dann ist
  332. 11:30es ja das Beste, was man schaffen kann,
  333. 11:31wenn man in diesem Puzzle immer kleine
  334. 11:34verschiedene Teile zur Verknüpfung
  335. 11:36erstellt und dann neues Wissen, neue
  336. 11:40Vokabeln an diese Punkte andocken kann,
  337. 11:42die man schon weiß. Und da helfen mir
  338. 11:44einfach solche Toolbox Aussagen sehr und
  339. 11:46vor allem auch es macht ein von Anfang
  340. 11:47an handlungsfähiger und dadurch ist man
  341. 11:49auch motivierter durchzuziehen. Punkt
  342. 11:51Nummer 6 und den hatten wir vorhin schon
  343. 11:53kurz angesprochen, Facecopying, also
  344. 11:55visuelle und motorische Nachahmung ist
  345. 11:58super wichtig, weil wenn du dich
  346. 11:59erinnerst, Babys lernen vor allem
  347. 12:01dadurch und diesen Mechanismus haben wir
  348. 12:03immer noch in uns drin. Das heißt, wenn
  349. 12:05du dir jemanden anguckst, der spanisch
  350. 12:07spricht, dann schau darauf, wie
  351. 12:08gestikuliert die Person, wie ist ihre
  352. 12:11Mimik, versucht das Ganze nachzuarahmen
  353. 12:13und das hilft dir dich besser
  354. 12:15reinzufühlen und es intuitiv besser zu
  355. 12:17verstehen. Und übrigens, hier gibt's
  356. 12:18auch Studien, die zeigen, dass die
  357. 12:20Gesichtsmotorik damit korreliert, wie
  358. 12:23phonologisch klar du vorgehst. Das
  359. 12:25heißt, wie gut kannst du die Sachen
  360. 12:26aussprechen, wie gut kannst du
  361. 12:28artikulieren? Hängt's mit deiner
  362. 12:29Gesichtsmotorik zusammen? Und Punkt
  363. 12:31Nummer 7, und das ist unglaublich
  364. 12:33wichtig, unser Gehirn denkt lieber in
  365. 12:36Bildern als alles andere. Das bedeutet,
  366. 12:38bevor du etwas übersetzt und die
  367. 12:40deutsche Version und keine Ahnung, die
  368. 12:43spanische Version siehst, schau, dass du
  369. 12:45bildlich repräsentierst. Das heißt von
  370. 12:48Anfang an ein Bild vorstellen statt das
  371. 12:50Wort. Dadurch entsteht einfach eine viel
  372. 12:52stärkere synaptische Verankerung. Und
  373. 12:55vor allem bei abstrakten Begriffen ist
  374. 12:57es super wichtig. Hier noch ein paar
  375. 12:59Add-ons zu diesen sieben Steps, die du
  376. 13:02immer bei jeder Sprache durchfolgen
  377. 13:03kannst. Erstens, Neuroplastizität, also
  378. 13:05die Bildung von neuen Verbindungen ist
  379. 13:07zustandsabhängig. Das bedeutet, es gibt
  380. 13:09Lernfenster über den Tag, an denen es
  381. 13:11sinnvoller und weniger sinnvoller ist zu
  382. 13:13lernen. Zweitens, deine Schlafqualität,
  383. 13:16deine Ernährung und auch dein
  384. 13:17Fokuszustand entscheidet, ob du in einer
  385. 13:20Stunde etwas lernen kannst, wofür andere
  386. 13:2210 Stunden brauchen. Das heißt, bevor du
  387. 13:24dich einfach hinsetzt random, um zu
  388. 13:25lernen, schau erstmal, ob die Qualität
  389. 13:28und die Grundlage dafür stimmt. Und ganz
  390. 13:30wichtig, haben wir vorhin kurz
  391. 13:31angesprochen, Lernen von Sprachen ist
  392. 13:34mit Motorik verknüpft. Das heißt, du
  393. 13:36kannst z.B. äh Spaziergänge mit
  394. 13:38einbinden, irgendetwas, was dir hilft,
  395. 13:40deine Motorik mit einzubinden und dabei
  396. 13:42die Sprache zu lernen. Und noch mal der
  397. 13:44letzte Punkt, emotionales Tagging macht
  398. 13:46echt einen Unterschied. Also Angst z.B.
  399. 13:48blockiert eher das Lernen, aber Humor
  400. 13:51oder Überraschung oder irgendetwas
  401. 13:52Skoriles, das fördert es extrem. Das
  402. 13:55heißt, auch Eselsbrücken und all diese
  403. 13:57Sachen, die machen echten Unterschied.
  404. 13:58Also, wenn dir das gefallen hat und du
  405. 14:00jetzt nicht nur Sprachen lernst, sondern
  406. 14:02auch generell im Studium für Prüfung und
  407. 14:05du willst eigentlich direkten Plan haben
  408. 14:07mit Umsetzung, damit du ganz klar weißt,
  409. 14:10welche Lernmechanismen du wann anwenden
  410. 14:12kannst für Bestnoten mit minimalem
  411. 14:13Aufwand, dann kannst du einfach mein
  412. 14:15Lernframework dafür verwenden. Das ist
  413. 14:17der erste Link in der Videobeschreibung.
  414. 14:20neues Video kannst du dir angucken, wie
  415. 14:22mein Lernframework entstanden ist und äh
  416. 14:25ansonsten kannst du auch hier klicken.
  417. 14:26Und ja, wir sehen uns in diesem nächsten
  418. 14:28Video. Bis dann. Ciao.

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This page contains the full transcript of Meistere jede Sprache in nur 180 Tagen: 5 Steps aus der Gehirnforschung by Henry Hildebrandt, generated from the public captions YouTube serves with the video. The transcript has 2,467 words across 418 segments, with the original timestamps preserved so you can click any line to jump to that moment in the embedded player.

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