McKinsey-Manager Martin Wrulich: KI-Agenten, Risiko USA, Österreichs Standortproblem — Transcript
Full transcript
- 0:00Mein heutiger Gast arbeitet dort, wo
- 0:02Entscheidungen vorbereitet werden, die
- 0:04anschließend tausende Jobs und auch den
- 0:07Werdegang ganzer Unternehmen
- 0:08beeinflussen können. Martin Wulich ist
- 0:10Seniorpner bei McKinsey und damit der
- 0:13Österreichchef des
- 0:14Beratungsunternehmens. Wir sprechen
- 0:16heute über brennende Fragen, nämlich wie
- 0:18wettbewerbsfähig ist Österreich
- 0:20überhaupt noch und kann man Amerikas
- 0:23Techgiganten unter Donald Trump auch in
- 0:26Zukunft trauen oder sind die Amerikaner
- 0:28zum Sicherheitsrisiko geworden? Auch die
- 0:31Frage, wie schnell der Zeitpunkt kommt,
- 0:34dass KI Agenten unsere Jobs übernehmen.
- 0:37Das ist der CEO Podcast des Standard.
- 0:40Ich freue mich sehr, dass ihr mit dabei
- 0:42seid. Und in dieser zweiten Staffel gibt
- 0:44es uns nicht nur zum Hören, sondern auch
- 0:46zum Sehen auf dem YouTube Channel des
- 0:48Standard. Mein Name ist Gerold Riedmann.
- 0:50Ich freue mich sehr, dass ihr mit dabei
- 0:52seid. Und wir starten direkt los mit dem
- 0:54Gespräch mit Martin Fröhlich.
- 1:03Ja, Martin Wolig, herzlichen Dank, dass
- 1:04Sie da sind. Herzlich willkommen.
- 1:06Vielen lieben Dank. freut mich sehr zu
- 1:07sein.
- 1:08Die Situation der österreichischen
- 1:09Unternehmen, ähm wie viel Veränderung
- 1:12wäre Ihrer Einschätzung nach notwendig
- 1:14und wie viel Veränderungsbereitschaft
- 1:16ist da?
- 1:18Ähm, sehr gute Frage. Äh, viel
- 1:20Veränderung notwendig. Ähm, die
- 1:23Produktivität Österreichs ist äh in den
- 1:25letzten Jahren deutlich rückläufig
- 1:26gewesen. Äh, das sieht man natürlich auf
- 1:29verschiedenen Zahlen kann man
- 1:30unterschiedlich messen, GDP, allgemeine
- 1:32Umsatzentwicklung der österreichischen
- 1:34Industrien. Ähm, alles glaube ich nicht
- 1:36auf dem Niveau, auf dem wir uns das
- 1:37vorstellen, in Summe und wir das
- 1:40Vergnügen, durchaus mit einigen großen
- 1:42österreichischen Unternehmen arbeiten zu
- 1:44dürfen. Die Wettbewerbsintensität hat
- 1:47sich da deutlich verändert. allgemein
- 1:50natürlich globale Zusammenhänge auf der
- 1:51Lieferkette sind anders geworden.
- 1:54Aber das heißt jetzt, wenn wir genau bei
- 1:55dem Punkt bleiben für einen Moment, ähm
- 1:58die Wettbewerbsintensität und die
- 2:00anderen auch die GTB Vergleiche, äh
- 2:03Bruttoinlandsproduktvergleiche
- 2:05heißen ja nur, dass irgendwas passiert
- 2:07ist,
- 2:08wir arbeiten falsch. Man könnte jetzt
- 2:11auch in Rinkultur sagen, wir arbeiten zu
- 2:12wenig. Es hat sich was verändert bei der
- 2:14Produktivität am Standort. Ähm nutzen
- 2:16wir KI zu wenig? äh sind dir zu wenig
- 2:19mit dem Markt mitgegangen? Wie wä da
- 2:21gibt's da eine Möglichkeit, das auf eine
- 2:22einfache Formel zu bringen?
- 2:24Leider nein. Äh unserer Einschätzung
- 2:26nach zumindest hat sich das über die
- 2:28letzten 5 bis 10 Jahre eher schleichend
- 2:30ergeben. Und zwar was man immer vor
- 2:31Augen haben muss, ist was erzählt ist
- 2:34nicht so sehr nur das was man selbst
- 2:36macht im eigenen Kontext, sondern immer
- 2:38im internationalen Vergleich gesehen.
- 2:40und die Produktivitätssteigerungen
- 2:42von den USA, Indien, China und diverse
- 2:45anderer Regionen um Europa herum waren
- 2:47halt deutlich höher, so dass man im
- 2:49relativen Vergleich an
- 2:51Wirtschaftsleistungskraft verloren hat
- 2:54und nachdem Österreich im speziellen
- 2:56auch nahe an Deutschland dran hängt und
- 2:58Deutschland eben auch im internationalen
- 3:00Kontext eher stark zurückgefallen ist,
- 3:02sieht man insbesondere an an der
- 3:04Automobilbranche
- 3:06ähm haben wir da eingebüst. So, und
- 3:08jetzt die Gründe dafür, die sind sehr
- 3:11vielfältig. Die haben was zu tun mit
- 3:13Flexibilität in der Umorganisation von
- 3:15Unternehmen, was ein bisschen was mit
- 3:17Arbeits Themen zu tun hat, hat was mit
- 3:20Einsatz von Technologie zu tun, den
- 3:22Investitionen, die in den letzten Jahren
- 3:24stattgefunden haben und sind. Auch da
- 3:26gibt's irgendwie total spannende
- 3:27Vergleiche, wie hoch der
- 3:29Eigenkapitalvestmentanteil
- 3:31in Europa und in Österreich ist im
- 3:33Vergleich zu anderen Regionen. Ähm
- 3:36und das heißt, in Österreich ist zu
- 3:37niedrig. in Österreich hat zu niedrige,
- 3:39also allgemein finanzieren wir in Europa
- 3:41sehr stark Fremdkapital finanziert, was
- 3:43eher risikoaverse
- 3:45Wirtschafts risikoerverses
- 3:47Wirtschaftstreiben mit sich bringt. Ja,
- 3:49und wenn man jetzt die Gelegenheit hat
- 3:52in den USA ab und zu tätig zu sein mit
- 3:54allen Vor und Nachteilen, die man da
- 3:56gerade so sehen, sagen wir mal, was
- 3:58schon aus auffällt, ist, dass die
- 4:00Risikobereitschaft im Investment
- 4:03deutlich höher ist. Das heißt, für
- 4:04Hörerinnen und Hörer, die jetzt da nicht
- 4:06in allen Fachtermine drin sind, das
- 4:09hieß, dass man klassisch über Banken
- 4:11über Kredit finanziert oder dass andere
- 4:14Finanzierungshebel, andere Möglichkeiten
- 4:16äh in Amerika genutzt werden, die hier
- 4:18nicht Kapitalinstrumente, die hier nicht
- 4:20genutzt werden.
- 4:21Genau. Also grundsätzlich in der Tat,
- 4:24ja, Fremdkapitalfinanzierung, also
- 4:26sprich klassische Bankkredite sind eines
- 4:29der gängigsten Finanzierungsinstrumente
- 4:31für viele Themen, auch wenn ich
- 4:32Investments für Standortentscheidungen
- 4:34z.B. treffe. In den USA ist es deutlich
- 4:37stärker aus dem Eigenkapital oder
- 4:39Risikokapital. Sprich, ich habe private
- 4:42Equity, also die großen Fonds, die man
- 4:43kennt auf der privaten Seite, aber eben
- 4:46auch Staatsfonds. Ähm, es ist ja so, in
- 4:49Österreich und in Europa allgemein ist
- 4:52die Möglichkeit der Pensionskassen in
- 4:55Unternehmenswerte zu investieren
- 4:57regulatorisch sehr beschränkt.
- 4:58Und in Kalifornien ist bei jedem
- 4:59besseren Startup der Pensionsfond
- 5:01investiert.
- 5:02Genau, der kanische äh Staatspensionfond
- 5:05z.B. investiert ja sogar auch schon in
- 5:07Europa.
- 5:07Mhm. längere Zeit und die verfügbare
- 5:10Geldmenge, die sozusagen aus dem
- 5:12Eigenkapitalbereich kommt, ist da
- 5:13deutlich höher. Der Unterschied ist
- 5:16jetzt da subtil, ja, weil ich
- 5:19typischerweise bei einer
- 5:20Fremdkapitalkreditfinanzierung
- 5:21höhere Auflagen auf meine Rückzahlungen,
- 5:24zeitliche Streckung, avenance, wie man
- 5:26das nennt, habe äh und die führt dann
- 5:29einfach zu einem gewissen
- 5:30Managementverhalten. Ist aber wie gesagt
- 5:31nur einer der Gründe. Ich glaube, es ist
- 5:33eine Summe von verschiedenen Themen. Ja,
- 5:35oft schreibt man ja an der Stelle dann
- 5:37sagt die Politik muss man was ändern.
- 5:38Der Standort je nachdem wer
- 5:40Wirtschaftskammerpräsident ist, heißt
- 5:41entweder wir sind Mittelmaß oder wir
- 5:43sandeln ab und dann sind alle wieder
- 5:44sehr empört. Ähm die Politik, ich habe
- 5:47noch nie einen Unternehmen, eine
- 5:48Unternehmerin erlebt, die gesagt, die
- 5:49Politik soll mich jetzt retten oder nur
- 5:51in ganz ganz schlimmen Situationen. Äh
- 5:53vorher äh sollte das ja den
- 5:55unternehmerischen Entscheidungen
- 5:56obligen. Ähm was hat die Politik
- 5:59tatsächlich falsch gemacht und könnte
- 6:00sie was tun in dieser Situation? Ähm,
- 6:03was die Politik jetzt da konkret genau
- 6:05falsch gemacht hat, ist glaube ich eine
- 6:06schwierige Frage. Ich weiß auch gar
- 6:08nicht, ob ich da perfekt geeignet bin,
- 6:09weil viele politische Dinge auch nicht
- 6:11zwangsläufig was mit der ganz konkreten
- 6:14Fragestellung, sondern auch mit dem, ich
- 6:15sag mal, politischen Willen in Summe zu
- 6:18tun hat. Ähm, was ich schon spannend
- 6:21find, war der Punkt, den sie gemacht
- 6:23haben zum Thema Standortvorteil. Ja, aus
- 6:25unserer Sicht ist es schon so, dass man
- 6:28zumindest jetzt sieht, dass die
- 6:29Standortentscheidungen wieder aus einer
- 6:31Investmentlogik gesehen der Unternehmen
- 6:34nicht immer zugunsten oder selten
- 6:36zugunsten von Österreich und Deutschland
- 6:39auch führen. Äh und das geht auf ein
- 6:42paar Dinge zurück, nämlich äh a
- 6:44verfügbares Talent. äh wie gut war ich
- 6:47sozusagen
- 6:48ähm insbesondere natürlich
- 6:50naturwirtschaftliche, technische und so
- 6:52weiter Berufsbilder auszuprägen und da
- 6:54eine genügend große Menge an Personen zu
- 6:56haben, die jetzt für die aktuellen
- 6:57Herausforderungen
- 6:59und Anforderungen ausreichend sind. Äh
- 7:01da kann man glaube ich ja Fragezeichen
- 7:02dran machen, wie erfolgreich da der Weg
- 7:04war. spielen auch wieder viele Faktoren.
- 7:06Das zweite ist, wie sieht die
- 7:10regulatorische Umgebung aus, um
- 7:12Freigaben zu kriegen? Wie schnell kriege
- 7:14ich ein Erlaubnis, ein Windpark
- 7:16aufzustellen, diverse Anlagen umzubauen,
- 7:19Erneuerungen zu machen? Auch da hat sich
- 7:21das System, glaube ich, verkompliziert
- 7:24über Zeit.
- 7:26äh nicht immer zwangsläufig, deswegen
- 7:27schlecht, aber es wurde langsamer und
- 7:29dementsprechend, wenn ich
- 7:30Investitionsdruck habe im
- 7:31Wettbewerbsumfeld,
- 7:33will ich vielleicht nicht immer den
- 7:34Standort Österreich, wenn ich so anders
- 7:36schneller aufgebaut krieg. Ja, es wird
- 7:38sie jetzt als Kerntner natürlich hart
- 7:39treffen, aber das hat Sabine Herlitch
- 7:41kein, einer unserer letzten Podcast
- 7:43Folgen, die wir auch gerne in den
- 7:44Shownotes verlinken. An dieser Stelle
- 7:46erwähnt, dass es auch bei Ininion
- 7:50große Werke, die im Osten Deutschlands
- 7:51gebaut werden gibt und die Investitionen
- 7:54in Österreich in Kärtling jetzt auch
- 7:55schon paar Jahre zurück sozusagen. Ähm,
- 7:57wie sehen Sie das aus der
- 7:58Beratungstätigkeit? gibt's da momentan
- 8:00ganz viel in Vorbereitungen und es geht
- 8:01der Knopf für die Investitionen im Jahr
- 8:042026 und den kommenden Monaten, die wir
- 8:07da v uns haben dann auf in Zentraleuropa
- 8:11aktuell leider nein. Ich glaube, das ist
- 8:14die leider nicht so positive Nachricht.
- 8:17Die Investitionsentscheidungen
- 8:19sind im Moment da eher auf, wenn man
- 8:21jetzt da zentral Zentraleuropa nimmt,
- 8:23zurückgestellt. Ich glaub, die großen
- 8:25Dinge konzentrieren sich in der Tat auf
- 8:26Osteuropa, da ist einiges in Planung.
- 8:29äh eben wieder aus verschiedenen
- 8:30Gründen. Ähm
- 8:33äh ich glaube im im aktuell ist es so,
- 8:36dass sehr selektive Investment Themen
- 8:39noch gehen. Datenzentren Investments,
- 8:43wenn man jetzt an das Thema Sovereign
- 8:45Cloud und KI denkt, dass niemand mehr
- 8:47Daten in die USA verschieben kann oder
- 8:49will oder darf.
- 8:50Korrekt und da auch in Österreich Daten
- 8:53Projekte geplant sind.
- 8:54Genau. Das glaube ich auch großes Thema.
- 8:56Ich glaub, wir haben einen wahnsinnigen
- 8:57Investitionsbedarf nach wie vor auf der
- 8:59Energieinfrastrukturseite, hat bisschen
- 9:00was mit der erneuerbaren Energiewende
- 9:02auch da wieder Deutschland zu tun. Ich
- 9:04muss in das Netzwerk investieren, um die
- 9:06Leitungskapazitäten zu haben. Ich
- 9:08brauche drumherum auch in der
- 9:10Energieerzeugung einiges. Österreich ist
- 9:12da ja eigentlich sehr, sehr gut, aber
- 9:14auch einiges zu tun. Mm.
- 9:16Ähm
- 9:17und dann gibt's glaube ich selektive
- 9:19Investments, äh was den die europäische
- 9:23Sicherstellung der Supply Chain rundum
- 9:26Medikamente und Basisversorgung
- 9:28betrifft. Glaub die technologischen
- 9:31Investments, wie sie es gerade
- 9:32angesprochen haben von der Hitka ähm das
- 9:36ist eher zurückgefahren. Ja. Ähm, also
- 9:38da ist im Moment einfach Posturopa
- 9:40attraktiv, bietet viele Möglichkeiten
- 9:43und äh auch andere Standorte in Europa.
- 9:45Sie haben die äh Thematik auch
- 9:47angesprochen und die Problematik der
- 9:49deutschen Automobilindustrie, wo wir als
- 9:51Zuliefer äh Nation eben zuliefern und
- 9:54wenn es gut läuft, uns freuen und jetzt
- 9:56läuft's aktuell äh eher für die Chinesen
- 10:00in diesem Bereich.
- 10:02Wie wie welche Branchen sind wie stark
- 10:05von Disruption aktuell betroffen? Wer
- 10:07steht hart am Wind und äh wo äh wel wer
- 10:10muss sich warm anziehen?
- 10:11Ja. Ähm ich glaube, also ich fokussiere
- 10:15jetzt primär immer so bisschen auf
- 10:16Österreich und Deutschland. Ist relevant
- 10:18für uns. Ja. Äh
- 10:20in Österreich ist ganz interessant. Me
- 10:21Tourismus finde ich total spannend. Ist
- 10:23natürlich ein Klassiker, sieht ja auch
- 10:24einiges an Wirtschaftswachstum sehen wir
- 10:26auch. Ja.
- 10:27Jammert über hohe Energiepreise.
- 10:29Jammert zwar über hohe Energiepreise,
- 10:30aber grundsätzlich ist da die
- 10:32Willingness to Pay, also wie viel die
- 10:34Leute bereit sind auszugeben, noch immer
- 10:35da. Ich glaube, man sieht's auch
- 10:36grundsätzlich an den Wachstumszahlen,
- 10:38wenn man jetzt so gesamtökonomisch drauf
- 10:39schaut. Bei den Industrien ist es dann
- 10:42schon ein bisschen spannender. Ja, also
- 10:44wir sehen in der äh klassischen
- 10:47Basismaterialindustrie,
- 10:49also Chemie. Das ist ein schöner Begriff
- 10:51für die Fürst, wollte ich gerade fragen.
- 10:53Ja, genau. Das ist, da zählt die Fürst
- 10:54rein. Stahl, aber auch äh Chemie, die
- 10:57Borealis und ähnliches. Ähm
- 11:00glaub das ist ein spannender
- 11:01Industriezweig, da sieht man auch
- 11:02einiges, was die Akquisition
- 11:04spannend heißt im Beratersprech
- 11:05schwierig.
- 11:06Ja, ich glaube hier wird viel verändert.
- 11:08Muss ja zwangsläufig schwierig sein,
- 11:10wird verändert.
- 11:11Ja, könnte gut sein.
- 11:13Also manchmal haben wir das Glück
- 11:14mithelfen zu dürfen. Ähm aber ich glaub,
- 11:16da sieht man Akquisitionstätigkeit ist
- 11:18hoch auch. Da gab's ja jetzt einige
- 11:22einige Themen. Da wird viel umgebaut.
- 11:25Äh, ich glaube, es werden Produkt
- 11:27Produktionskapazitäten verschoben,
- 11:29teilweise neu aufgebaut, neu
- 11:30ausgerichtet, ähm weil man eben äh
- 11:33versuchen möchte, die Produktivität
- 11:35hochzukriegen und sich auf die Dinge zu
- 11:37konzentrieren, die ich hier am Standort
- 11:38möglichst gut kann. Andere Dinge, die
- 11:40leichter und besser woanders produziert
- 11:41kriegt, woanders hinzulegen.
- 11:42Mhm. Automobil Zulfindustrie haben wir
- 11:45auch in Österreich mit Magna und
- 11:46ähnlichen. Auch super spannend, vor
- 11:48allem auch rund um Graz und in also das
- 11:50konzentriert sich auch lokal sehr
- 11:52konzentriert sich lokal. Das ist super
- 11:54schwierig. Hängt natürlich an
- 11:55Deutschland, was halt glaube ich da die
- 11:57große Herausforderung ist über die
- 12:00letzten Jahr ja das letzte Jahrzehnt hat
- 12:03sich die Herstellungskapazität und
- 12:05Fähigkeit sowohl in USA als auch China
- 12:07extrem weiterentwickelt.
- 12:09Ähm, die Herstellungsmöglichkeiten von
- 12:13Tesla und von BYD und Xiaomi und
- 12:15ähnlichen sind mittlerweile auf einem
- 12:17Niveau angekommen, die halt auch mit der
- 12:18klassischen
- 12:20Fertigungsfähigkeit äh in Europa
- 12:22mithalten können, zumindest in Teilen
- 12:24und auch Endfertigung gerade bei BYD
- 12:26hier im nahen Ausland und damit auch
- 12:28europäische Autos sozusagen.
- 12:30Genau. Und also da ist glaube ich da
- 12:32gibt's einfach die große Frage, kann man
- 12:34den Vorteil, den man in der Qualität und
- 12:37in der Fertigungsgenauigkeit hatte, so
- 12:39halten.
- 12:40Beantworten Sie diese Frage doch.
- 12:43Also, ich sehe es im Moment schwierig,
- 12:45muss ich sagen. Es ist ähm
- 12:47Wie der Wiener sagt, das geht sich nicht
- 12:49aus.
- 12:51Ähm, sagen wir es mal so, ähm
- 12:55die Investitionsmenge, die diese
- 12:57Unternehmen haben im Vergleich zum
- 13:00österreichischen Umfeld, ist einfach so
- 13:02groß, dass glaube ich zwangsläufig eine
- 13:05Spezialisierung stattfinden wird müssen.
- 13:07Ich kann mich nicht in der Breite
- 13:10dammessen.
- 13:10Mhm. Das heißt, einzelne Modellserien,
- 13:13bestimmte Kundensegmente, bestimmte
- 13:15Teile,
- 13:15Mhm.
- 13:16bestimmte Fertigungsschritte.
- 13:17Mhm.
- 13:18Ähm, ich glaube, da gibt's schon noch
- 13:20was zu tun. Der Ingenieurs äh, die
- 13:23Ingenieursqualität jetzt bei uns im
- 13:25Umfeld ist schon noch sehr hoch. Also,
- 13:27wir denken, das merkt man schon noch. Im
- 13:30Detail ist die Basis auch in der
- 13:32Ausbildung der Ingenieursausbildung sehr
- 13:34sehr gut.
- 13:35Ähm, deswegen
- 13:37schützen sich die deutschen
- 13:39Automobilbauer und die äh
- 13:41Zulieferbetriebe da nach wie vor noch
- 13:43auf den Talentpool, aber fairerweise,
- 13:47wenn man sich anschaut, was ZF, was
- 13:50Magner und so auch wirklich an
- 13:51Announcements auf den Capital Market
- 13:53Stay haben, äh da ist der
- 13:56Restrukturierungsdruck schon sehr hoch.
- 13:59mich erinnern an eine Werksbesichtigung,
- 14:01als Porsche dann auch in die
- 14:03Elektroportwagenproduktion
- 14:05eingestiegen ist, in das Werk in
- 14:07Sufenhausen, das lustigerweise 911 m
- 14:11genau lang ist. ähm und uns ihre
- 14:14Motorenproduktion, dass man in einem
- 14:15Teil des Werks V8 Motoren produzieren
- 14:17kann und im anderen Teil eben
- 14:18Elektromotoren. Und ich wusste nicht,
- 14:20weil im Tesla seit Jahrzehnt einem
- 14:21Jahrzehnt eigentlich Sägewerksmotoren
- 14:23verbaut sind sozusagen, ob man mit einem
- 14:25Elektromotor dann tatsächlich den
- 14:26richtigen Unterschied machen kann.
- 14:28Werden es Fragen wie diese, die die
- 14:30deutschen Hersteller betrifft, ob man ob
- 14:32jeder jetzt seinen eigenen Akku
- 14:33entwickeln muss, ob jeder jetzt seinen
- 14:35eigenen Motor braucht.
- 14:36Ja, ist glaube ich super spannend. Also
- 14:39was sie ansprechen ist ein bisschen so,
- 14:40wo sehe ich auf auf welchem Teil der des
- 14:43Gesamtprodukts gibt's Möglichkeiten der
- 14:45Konsolidierung? Muss ich alles selber
- 14:46machen. Wie viel
- 14:47Differenzierungsmöglichkeiten habe ich
- 14:49eigentlich?
- 14:50Das ist eine Frage, die da in der
- 14:52Industrie, glaube ich, groß bearbeitet
- 14:54wird. Übrigens nicht nur der
- 14:55Automobilindustrie, gilt auch für andere
- 14:57Industrien in der Technikumwelt, wenn
- 15:00man jetzt Nokia Ericson z.B. hernimmt.
- 15:03Auch da stellt sich die Frage,
- 15:04produziere ich jeden Chip noch selber,
- 15:06mache ich architekturseitig einen Switch
- 15:09oder einen Schritt Richtung Nvidia GPU
- 15:14statt selbst produzierter Chips? Auch
- 15:16das sind Fragen. Hab ich großes
- 15:18Announcement z.B. Nokia mit Nvidia
- 15:20diesbezüglich
- 15:21und weil falls jetzt jemand meint Nokia,
- 15:23was was habe ich hier für ein Podcast
- 15:25ist der von 2006? Nein, Nokia bzw. We
- 15:28auch Sony Ericson sind ja nach wie vor
- 15:30auch Netzwerke Ausrüst, also wir würden
- 15:31keine kein Telefonat mit keinem iPhone
- 15:33führen, wenn es die angesprochenen
- 15:35Firmen im Backhend nicht gäbe.
- 15:36Genau. Genau. Absolut. Die produzieren
- 15:39die Basisstationen und alles, was man
- 15:41Equipment braucht, damit die Handys dann
- 15:42funken können in der Tat. Ähm
- 15:45und aber die stellen sich genau die
- 15:46gleichen Fragen und das se interessant,
- 15:47weil Europa an der Stelle z.B. deutlich
- 15:50besser aufgestellt ist auch im
- 15:52internationalen Vergleich, weil Nokia
- 15:55und Ericson
- 15:56plus die Chinesen Huawei eigentlich die
- 15:58drei letzten großen verbleibenden
- 16:01Netzwerksteller sind, die es gibt. Sie
- 16:04haben vorher das Wort Digital
- 16:05Sovereignty fallen lassen und das ist ja
- 16:07eins, auf das ich raufhüpfen möchte und
- 16:10dass man auch erklären muss, weil
- 16:12während es in der Schweiz äh schon lange
- 16:14das Wort Wissiness gab, was meint, dass
- 16:17Schweizer Unternehmen mit Schweizer
- 16:18Unternehmen lieber zusammengearbeitet
- 16:20haben und in Paris die U-Bahn ja auch
- 16:23aus protektionistischen Gründen mit
- 16:25Gummireifen ausgestattet ist. Jedenfalls
- 16:27auf einer Linie würde ich meinen. Ähm um
- 16:29die Firma Michle zu fördern. ähm sehen
- 16:31wir jetzt das erste Mal, dass unter dem
- 16:33Begriff Digital Sovereignty auch
- 16:35Lösungen aus Österreich, Daten in
- 16:37Österreich, aber jedenfalls auch im
- 16:39EU-Raum ähm eine wichtige Rolle spielen.
- 16:41Ich habe kürzlich auf einer äh auf dem
- 16:43Börsejubiläum von 1, den Alexandro Plat
- 16:46sagen gehört. Er ist stolz darauf, dass
- 16:49in dieser Lösung kein amerikanisches
- 16:50Bauteil verbaut ist. Ist ja auch etwas,
- 16:52worauf man sich einstellen muss. Ähm
- 16:54dass es auch nicht gut ist, von Amerika
- 16:57abhängig zu sein, spüren viele aktuell.
- 16:59äh das mit China, weil sie Huawai
- 17:01erwähnt haben, ja auch welche Chancen
- 17:04haben wir eigentlich in diesem völlig
- 17:05globalisiert und das frage ich jetzt
- 17:07einen McKiny Senior Partner, aber welche
- 17:10Chancen gibt's denn da eigentlich der
- 17:11Illusion an Heim zu fallen? Das ist als
- 17:15Medien Austria
- 17:17Medien Austria wird ganz schwer. Ich Med
- 17:19in Europa, da kann man schon was draus
- 17:21machen.
- 17:22Ob ich zwangsläufig, wenn man jetzt beim
- 17:23Thema Digital Sovereignity bleiben, auf
- 17:25der Hardwareebene jeden Teil selbst
- 17:27produzieren muss, da mache ich mal ein
- 17:28Fragezeichen dran. Die Skaleneffekte bei
- 17:31den Chips und so, die sind einfach so
- 17:33groß. Das ist auch der Grund, warum die
- 17:36Chipherstellung sehr globalisiert ist
- 17:38von den Unternehmen. Ja, also Herstellen
- 17:39so oder so mit DSMC und
- 17:43äh als als den großen äh Dominator äh
- 17:47neben Intel natürlich, wobei die sich
- 17:49auch gerade so bisschen reorganisieren,
- 17:50aber und die mit TMSC, das sind die
- 17:52Taiwanesen, da ist auch ein bisschen
- 17:54politisches Risiko mit verbunden.
- 17:55Genau. Exakt.
- 17:56Aber große Abhängigkeit.
- 17:57Große Abhängigkeit. Ja, die dominieren,
- 17:58also was heiß dominieren, die sind halt
- 18:00einfach der größte Spieler da in dem
- 18:01Markt ist halt sehr konsolidiert.
- 18:03Aber die Skaleneffekte sind riesig,
- 18:06deswegen hat sich der Markt auch in die
- 18:07Richtung bewegt, dass man jetzt in
- 18:09Europa Europa spezifische Chips
- 18:11produzieren. Ich glaub, das ist da
- 18:13machen mal würde ich zumindest ein
- 18:14Fragezeichen dran machen. Heißt aber
- 18:16nicht, dass ich nicht Datenzentren oder
- 18:19Soveränity spezifische Lösungen für
- 18:21Europa entwickeln kann.
- 18:23Äh, ich muss ja vielleicht nicht jede
- 18:25Schraube selber machen, aber ich kann
- 18:28das System selber desen. Und die große
- 18:30Frage, die sich da eigentlich aus meiner
- 18:32Sicht jedenfalls stellt, ist neben der
- 18:35Hardware, welche Software läuft da
- 18:37drauf? Wer hat eigentlich den Cloud
- 18:41Orchestration Stack gebaut? nehme ich
- 18:43dann ein bestehendes Open Source Modell,
- 18:46habe ich ein europäisches Modell,
- 18:47nämlich ein adaptiertes Modell von einem
- 18:50der amerikanischen Hyperskaler, das dann
- 18:51vielleicht geringfenced für Europa da
- 18:54steht.
- 18:55Geringfenced heißt noch mal
- 18:56abgekapselt.
- 18:57Okay.
- 18:57Total abgekapselt.
- 18:58Also eine Sandbox. Ein Sandkastenbox.
- 19:00Okay, das verstehe ich auch mitkasten.
- 19:02Sandkasten versteh ich
- 19:03genau. Ähm und dann die Applikationen
- 19:05genau das gleiche, weil es hilft mir ja
- 19:06nichts, wenn ich meine Cloud laufen
- 19:07lasse in Europa ganz eigenständig und
- 19:10dann nutze ich erst Microsoft Office 36.
- 19:13Wie ist das jetzt eigentlich mit
- 19:14Microsoft Office? Wir wir kriegen immer
- 19:15mehr Meldungen hier in der Redaktion von
- 19:18Verwaltungen, von Gemeinden, die jetzt
- 19:19mit, also ich weiß nicht, ob Libere
- 19:21Office wiederkommt, aber die mit Linux
- 19:22Lösungen anfangen ägen Microsoft Office
- 19:25ist zu gefährlich. Äh, gut. Die
- 19:27Schweizer haben kürzlich äh eine Meldung
- 19:29lanciert, dass mit Palantier das zu
- 19:31gefährlich wäre zusammenzuarbeiten. Das
- 19:32kann ich in bestimmten Punkten
- 19:33nachvollziehen. Ähm ist das tatsächlich
- 19:36auch, weil die allermeisten von uns am
- 19:38Büroarbeit an Microsoft Windows ä und
- 19:41darauf äh dann auch ä Office äh liegen
- 19:44haben oder damit arbeiten. Gerade in der
- 19:46Beratung hat man ja lang PowerPoint,
- 19:49nehme ich an, als Schlüsselprogramm
- 19:51verwendet. Äh ist es zu gefährlich? Äh,
- 19:54sind Unternehmen da äh in IT-Pjekten, um
- 19:56Microsoft rauszubekommen? Ist das ein
- 19:58Trend oder sind das nur einzelne
- 19:59Meldungen?
- 20:01Oh, ich kann das gar nicht in Summe
- 20:02beantworten, weil natürlich auch nicht
- 20:03jedes Unternehmen sehe. Ich persönlich
- 20:06von den Unternehmen, bei denen ich das
- 20:08Gelegenheit hatte, die Gelegenheit
- 20:09hatte, da eher reinzugucken, nehmen das
- 20:11jetzt nicht so intensiv wahr. Ja, also
- 20:13ich glaube, die Office Applikationsebene
- 20:16ist unkritisch,
- 20:18wird zumindest jetzt nicht so proaktiv
- 20:19bearbeitet. Die wird sicherlich einzeln
- 20:21geben. Ich gb spannender sind eher
- 20:22Kernprozesssysteme, die in der
- 20:24operativen Abwicklung hab oder bestimmte
- 20:27Datenbestände.
- 20:28Mhm.
- 20:29Da wird im Moment sehr großer, also eh
- 20:31schon immer, aber wird jetzt noch mehr
- 20:33Wert darauf gelegt. Man merkt auch
- 20:35fairerweise in den letzten zwei Jahren
- 20:37einen deutlichen Anstieg, dass mehr
- 20:39Diskussionen stattfinden. Ähm, wie mache
- 20:41ich meine Datensouveränität wirklich?
- 20:45Äh die die Nutzung von Cloud hat sich in
- 20:48den letzten Jahren ja da deutlich
- 20:49gesteigert in Österreich und allgemein
- 20:51natürlich in Europa und ist auch weiter
- 20:53am Steigen, weil es halt viele operative
- 20:55Vorteile hat. Die hat mehr
- 20:56Innovationsgeschwindigkeit, auch wenn
- 20:58ich gewisse Funktionalitäten nutzen
- 20:59möchte etc. Aber bei der Datenhaltung
- 21:03wird jetzt einiges hinterfragt. Ja, und
- 21:05das heiß die IT unter Abteilungen der
- 21:08Unternehmen beschäftigen sich da sehr
- 21:09intensiv damit. Wie entkoppel ich
- 21:11eigentlich sozusagen meine Nutzungs und
- 21:13Innovationsgeschwindigkeit, die ich
- 21:14durch Cloud und gegebenenfalls auch die
- 21:16Public Cloud habe von meiner
- 21:18Datenhaltung? Für alle, die sich jetzt
- 21:20gedacht haben, Hilfe, da ist ein
- 21:21oberster Unternehmensberater zu Gast,
- 21:23was könnte das werden? Wir reden jetzt
- 21:24eigentlich nur über Technologie. Ähm hat
- 21:27sich äh das Beschäftigungsfeld für viele
- 21:31Unternehmerinnen und Unternehmer auch
- 21:32insofern verändert, dass mittlerweile
- 21:34nahezu alle Technologieunternehmen sind.
- 21:38Äh, sagen mal so, die Technologie wird
- 21:40ein immer wichtigerer Teil, weil es halt
- 21:42so ein großer Produktivitätstreiber ist.
- 21:45Ähm, die Hoffnung liegt ja auch auf KI,
- 21:48also künstliche Intelligenz als nächstes
- 21:51großes Tool, um eine
- 21:53Produktivitätssteigerung zu ermögen.
- 21:54Da werden wir gleich noch ganz tief
- 21:55eintauchen. Äh,
- 21:57aber es ist, glaube ich, ganz allgemein
- 21:58so, auf der Vorstandsetage wird über
- 22:01Technologie so intensiv und ausgiebig
- 22:03diskutiert, wie ich es in meiner
- 22:06Karriere jedenfalls so noch nicht
- 22:08erlebt.
- 22:08Da verändern sich auch die Rollen. Mir
- 22:10ist aufgefallen, die früher total
- 22:12modisch seienden Chief Digital Officers,
- 22:15die gibt's nicht mehr, weil jetzt alle
- 22:16digital sind.
- 22:18Ja, das also ist spannende Beobachtung,
- 22:20das ist in der Tat so, da gab's so eine
- 22:22Welle an CDOs.
- 22:23Jeder braucht einen Chief Digital
- 22:24Officer.
- 22:25Gab's total viele. Ich glaub, man hat
- 22:26festgestellt, dass eine losgelöste
- 22:29eigene Vorstandsposition für
- 22:31Digitalisierung nicht immer oder eher
- 22:35selten zu der Umsetzungsgeschwindigkeit
- 22:37geführt hat, die man sich gewünscht hat.
- 22:38Und deshalb ist es jetzt toll in den
- 22:40Vorständen KI beauftragte zu machen aus
- 22:42diesem Learning heraus. Ja, wobei das
- 22:44nicht so viel passiert. Sie sehen ganz
- 22:46wenige Chief AI Officers jetzt, also es
- 22:49wird nicht wiederholt. Ich glaub das
- 22:50Learning war okay. Das heiß es wird mehr
- 22:51für die Pressemitteilung gemacht werden.
- 22:53Ja. Ja. Oder wo die Rolle genau
- 22:56aufgehängt ist, ist eben nicht
- 22:57zwangsläufig auf der Vorstandsebene,
- 22:59sondern eins drunter.
- 23:00Mhm. Wenn man festgestellt hat, das ist
- 23:03halt eine im Prinzip transformatorische
- 23:05Aufgabe, diese Technologie auszurollen,
- 23:08umzusetzen, im Unternehmen die
- 23:09Veränderung herbeizuführen.
- 23:10Veränderung herbeizuführen. Genau. Und
- 23:11das mache ich in den Linienfunktionen.
- 23:14Das heißt, ich muss am ersten Schritt
- 23:15mal dafür sorgen, dass meine
- 23:17Vorstandsbereiche,
- 23:19wie auch immer die geschnitten sind, KI
- 23:21und den technologischen die
- 23:23technologische Umwälzung daraus als
- 23:25Ziele in ihren jeweiligen
- 23:27Vorstandsbereichen
- 23:29haben.
- 23:30haben.
- 23:30Mhm.
- 23:31und dann in die Umsetzung bringen.
- 23:32Mhm.
- 23:33Und ich glaub, dafür brauche ich jetzt
- 23:35nicht zwangsläufig einen Chief AI
- 23:37Officer, der auf gleicher Ebene mit den
- 23:38Vorstandsbereichen sitzt, aber ich
- 23:41brauche eine IT-Abteilung, die mir dann
- 23:43die Tools zur Verfügung stellt, damit
- 23:44ich als Vorstands Bereicher
- 23:48die Agenda umgesetzt krieg. Ich hab mal
- 23:50einen Professor getroffen, der gesagt
- 23:51hat, wenn ich dich jen äh Unternehmen,
- 23:54in denen du arbeitest oder äh mit denen
- 23:56du arbeitest besuche, dann werde ich
- 23:58nicht mit dir reden, sondern nur mit den
- 23:59Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und
- 24:00werde dir hinterher sagen, was es für
- 24:01ein Unternehmen war. Also ich kann mir
- 24:03eh vorstellen, dass wenn der Vorstand
- 24:04denkt in KI, Mensch, wir haben so viele
- 24:06Projekte und sie es sind Random Acts of
- 24:08Innovation, ein bisschen was blinkt, es
- 24:10sieht total modern aus, dass der
- 24:11Vorstand dann bald zufrieden ist, aber
- 24:13die Frage ist ja, was sich tatsächlich
- 24:14im Unternehmen äh tut. Was ist denn der
- 24:17häufigste Irrtum von CEOs oder von
- 24:19Unternehmen, die man im Alltag antrifft
- 24:21äh in Sachen Veränderung, ähm
- 24:24Transformation, wie das ja so schön
- 24:26heißt?
- 24:27Super spannende Frage. Ich äh weiß
- 24:30nicht, ob es die Silver Bullet gibt,
- 24:31aber vielleicht ein paar Dinge, die
- 24:33aufgefallen sind.
- 24:35Dem absolut recht. Sehr häufig wird auf
- 24:38die rein technische Umsetzung geachtet.
- 24:41Wie viele Maßnahmen habe ich? Wie viel
- 24:43Geld habe ich der IT zur Verfügung
- 24:45gegeben, um IT
- 24:46Projekte
- 24:47Projekte umzusetzen, KI Projekte
- 24:48umzusetzen.
- 24:50Die Veränderung im Unternehmen findet
- 24:52dann ja aber nicht nur mit dem Tech mit
- 24:54der technischen Umstellung statt. Ich
- 24:56muss Prozesse adaptieren, ich muss
- 24:57Mitarbeiter noch ausbilden. Ich muss
- 24:59sicherstellen, dass die Tools auch
- 25:00genutzt werden. Wir als Mciny sagen da
- 25:03häufig, für jeden Euro, den ich
- 25:05investiere in eine IT Umstellung,
- 25:09wenn ich den Impact auf der
- 25:10unternehmerischen Seite dann holen
- 25:12möchte, brauche ich mindestens 1 € an
- 25:15Change Management, also Aufwand,
- 25:17umstellungen zu machen dazu. Und nicht
- 25:20nur die Gewerkschaften, sondern auch
- 25:22Mitarbeiterin Mitarbeiter würden dann
- 25:23fragen, sind das die 2 €os, die dann bei
- 25:25den Mitarbeitern eingespart werden?
- 25:27Nicht zwangsläufig, weil ähm vieler
- 25:30technologischen Umstellungen nicht dazu
- 25:31führt, dass sie in ein reines Abbauziel
- 25:33führen.
- 25:34Mhm.
- 25:35Auch da gibt's große große Unterschiede.
- 25:37Ja, im Moment liest man natürlich viel
- 25:39und da ist schon was dran, dass
- 25:40auch da wieder, wer ist da am härtesten
- 25:41am Wind? Ich höre im Gespräch mit CEOs
- 25:43von Callcenter äh Kundenäh Dienst
- 25:47überall da, wo es in die Verelfältigung
- 25:49geht. Ja. Große Personalbereiche mit
- 25:52transaktionalen
- 25:54Tätigkeiten würden wir nennen. Was was
- 25:56heißt das jetzt wieder? Transaktionale
- 25:58Tätigkeiten. Bankschalter. Na ja, wie
- 26:00wie ersetzt den die KI, der hat eh nur
- 26:02noch vormittags offen, aber was sind
- 26:03transaktionale Tätigkeit?
- 26:05Terminologie. Äh, wir bezeichnen das
- 26:07alles, was eben Prozessabläufe sind, die
- 26:09wenig Variabilität haben. Also, wenn ich
- 26:12eine Rechnungs im
- 26:13immer noch, wenn ich eine als Beispiel,
- 26:15wenn ich eine äh Rechnung äh nachfragen
- 26:18muss,
- 26:19ja,
- 26:19dann ist das eine ganz klassische
- 26:21Auskunft. Ich guck mal die Rechnung an,
- 26:22gibt eine Erklärung, lege auf oder
- 26:25Buchhaltung. Ja,
- 26:27ich kriege eine Rechnung rein, verbuche
- 26:28die nach einem Prinzip im Schemaordnung
- 26:33Konstitut hoffentlich niemand mehr
- 26:34händisch, aber jedenfalls solche Dinge,
- 26:36also das alles was
- 26:38relativ klar beschreibbar innerhalb
- 26:41enger Grenzen mit wenig Variabilität
- 26:43abläuft, dafür eignet sich KI
- 26:45mittlerweile in der Automatisierung sehr
- 26:47stark. Mhm.
- 26:48Das sind auch Themen,
- 26:51da glaube ich wird zwangsläufig zu einer
- 26:53Steigerung der Produktivität und damit
- 26:56weniger Mitarbeiter bedarfen führen. Ich
- 26:58habe aber auf ganz vielen anderen
- 26:59Bereichen dafür die Möglichkeit andere
- 27:00Dinge zu tun. Ja, also wenn man bei dem
- 27:03Beispiel bleiben Kundenbetreuung,
- 27:07warum muss ich denn so viel Kapazität in
- 27:09Standardfragen investieren, anstatt
- 27:12meine Mitarbeiter im Callcenter dafür zu
- 27:14nutzen, proaktive Kunden Gespräche zu
- 27:16führen? Sind Sie interessiert an einem
- 27:19zusätzlichen Produkt? Ich habe gesehen,
- 27:22sie haben jetzt bei sind gerade
- 27:25umgezogen, brauchs vielleicht dann
- 27:26besseren Internetanschluss oder sind die
- 27:29sympathischen Fragen, die die man unter
- 27:31Abselling zusammenfasst. Genau.
- 27:33Aber wenn Sie von Standard Fragen
- 27:34stellen, ich habe auch noch ein paar
- 27:35Standardfragen, ähm die
- 27:38Beratungsprojekte,
- 27:40die sie machen, gibt's da eine klare
- 27:42Tendenz dazu, äh weil ja immer die
- 27:44Entscheidung in einem Unternehmen auch
- 27:46in der Vergangenheit war, das bauen wir
- 27:47selber, das kaufen wir zu, make or oder
- 27:50wir brauchen eine Standardlösung, kann
- 27:52alles von SAP zugekauft werden oder wir
- 27:53brauchen für unsere Branche ganz ein
- 27:55bestimmtes EAPSystem, wie das oft heißt.
- 27:58Ähm gibt's da müssen Sie da noch
- 28:00nachdenken und die bestehende Firma
- 28:02anschauen oder gibt's da einen klaren
- 28:03Hang zu Standard Software? Äh nichts
- 28:06selber programmieren möglichst wenig
- 28:08verändern? Äh die Richtung Richtung
- 28:11Standard Software, die ist da. Ähm ich
- 28:14glaub bei den wenigsten Unternehmen
- 28:15zahlt sich oder ist sinnvoll komplett
- 28:18alles selbst zu schreiben. Ähm auch da
- 28:21ist einfach die
- 28:21Innovationsgeschwindigkeit von
- 28:23verschiedenen Plattformanbietern
- 28:25oder Applikationsplattformanbietern
- 28:26so hoch. dass man besser bestehende
- 28:29Lösungen nimmt und leicht adaptiert. Das
- 28:30ist auch ein allgemeiner Trend. Das
- 28:31sieht man ganz viel. Wenn die
- 28:33Umstellungskosten von der Legacy IT auf
- 28:35die neue da nicht total dagegen stehen,
- 28:37gehen da auch alle Unternehmen sehr
- 28:38stark in die Richtung.
- 28:40Das heißt aber nicht, dass ich gar
- 28:41nichts selbst mache. Ähm, ich glaube,
- 28:43der Blick, der sich oft auszahlt ist, wo
- 28:45bin ich in meinen Abläufen im Geschäft?
- 28:48Wo Differenzierungsmöglichkeiten
- 28:51und zahlt sich dann dafür aus, selbst in
- 28:54die Entwicklung zu gehen.
- 28:55Mhm. weil ich damit an kompetitiven
- 28:57Vorteil mehr arbeiten kann.
- 28:59Mhm.
- 29:00Der Grund, warum SAP ja z.B. auch so
- 29:02groß ausgerollt ist, weil kann ich mir
- 29:04jetzt mit meinem EAP Prozess
- 29:06differenzieren?
- 29:07Wahrscheinlich nicht.
- 29:08Wahrscheinlich nicht. Ja. So, deswegen
- 29:10nutze ich dann natürlich Standard
- 29:11Software und mittlerweile gibt's halt
- 29:13viele Bereiche, die, weil die Welt sich
- 29:15weiterentwickelt hat, weil der
- 29:16Digitalisierungsgrad überall gestiegen
- 29:18ist, mehr nicht differenzierend sind.
- 29:20Mhm.
- 29:22Was hat sich eigentlich für euer
- 29:23Geschäft verändert? Ich habe vorher
- 29:25leicht spöttisch angemerkt, dass äh eine
- 29:28PowerPoint Präsentation später
- 29:29übermittelt zwei Stunden nach der
- 29:31Präsentation nochmals PDF für den
- 29:32Vorstand dann oft in die Umsetzung
- 29:34gegangen ist. Das war vor vielen, vielen
- 29:36Jahren so. Das hat sich natürlich äh
- 29:38verändert und würde äh eure Arbeit,
- 29:41nehme ich an, nicht vollfänglich
- 29:42beschreiben.
- 29:43Mhm.
- 29:43Aber doch, nehme ich an, hat KI auch
- 29:45viele der Tätigkeiten äh ja nicht
- 29:49hinwegt, aber deutlich verändert
- 29:51gegebenenfalls.
- 29:51Ja. Ja, sehr sogar. Ähm vielleicht ein
- 29:54Satz noch, bevor wir zum Thema KI in der
- 29:55Nutzung bei uns kommen.
- 29:58Schon seit längerem ist das Endprodukt
- 30:01nicht mehr zwangsläufig das PowerPoint
- 30:03F.
- 30:04Das ist lustig, dass ich mir das mal
- 30:05eingefangen habe. Genau. Die Umsetzung
- 30:07ist es nicht die Präsentation.
- 30:08Genau. Wir sind da äh wir haben uns auch
- 30:10im Geschäftsmodell da deutlich
- 30:11weiterentwickelt. auch sozusagen die Art
- 30:13der Verträge, die wir mit Klienten oder
- 30:15Unternehmen haben, sind da diesbezüglich
- 30:17anders geworden, weil wir äh sehr häufig
- 30:19sogenannte
- 30:21Performance based Verträge, also
- 30:24leistungsabhängige Vergütung haben, wo
- 30:27wir in der Umsetzungsunterstützung
- 30:29soweit gehen, dass unsere Professional
- 30:31Fees sich messen lassen am Erfolg in der
- 30:35G&V des jeweiligen Unternehmens. Was
- 30:37heißt, wenn 10 Millionen eingespart
- 30:40werden können, dann wollt sie ein Share
- 30:42von wie viel Prozent sind da normal?
- 30:44Gibt's ke Regel kann von bis sein. Ist
- 30:46wirklich wirklich ich weich der Frage
- 30:48nicht mal aus damit. Es ist
- 30:52äh
- 30:52kann sein, ja, es ist von bis, aber wir
- 30:54nehmen in der Tat dann typischerweise so
- 30:56ein Share, so von daher und das hat auch
- 30:58viele Implikationen gehabt auf die
- 31:00Profile, die wir haben, weil dann
- 31:01zwangsläufig nur den, ich sag mal,
- 31:04Uniabgänger brauche, der dann schnell
- 31:06das PowerPoint aufmalen kann und schnell
- 31:08ist
- 31:08total überzeugend präsentiert,
- 31:09total überzeugend präsentiert, sonder
- 31:10ich brauche Leute, die diesen Prozess
- 31:13mit dem Unternehmen begleiten können,
- 31:14die über längeren Zeitraum mit Menschen
- 31:17arbeiten können. Ich brauche mehr
- 31:19technische Implementierungskompetenz,
- 31:21also Leute, die programmieren können,
- 31:23auch Leute, die Dinge auch umsetzen
- 31:25können in bestehenden Abläufen.
- 31:28Ich schätze diesen Einwurf sehr und
- 31:30bleiben wir doch noch für eine Sekunde.
- 31:31Wir schieben die die KI noch ein
- 31:32bisschen in der Anwendung bei McKinsey
- 31:34vor uns her. Äh, ich vergesse das nicht.
- 31:37Wie wie schaut denn das konkret aus?
- 31:38Also, der Vorstand ist gekauft. M in dem
- 31:42Sinne Bin wollte ich schlecht übersetzen
- 31:44zugegebenermaßen.
- 31:46Der Vorstand hat gekauft, sagt Konzept
- 31:48ist wunderbar, bringen wir die
- 31:49Umsetzung. Der Aufsichtsrat hat auch
- 31:51nichts dagegen. Und dann geht's los. Wie
- 31:54arbeitet ihr mit einem Unternehmen, dass
- 31:55ihr bisher nur aus der Vorstandsetage
- 31:57oder aus einzelnen Gesprächen und und
- 31:59Messprojekten oder wie arbeiten die
- 32:01bisher? Erkennt, wie bringt man von
- 32:04extern Veränderung intern
- 32:06Ja. Ja, sehr gern. Also äh meistens ist
- 32:09es so, dass man wenn ein Thema sich in
- 32:12diese Richtung entwickelt, wir nicht nur
- 32:14mit dem Vorstand arbeiten. Das ist ich
- 32:16weiß, das ist so ein bisschen
- 32:17wahrscheinlich
- 32:18ich provoziere
- 32:18ein vor V vorurteil oder sagt man so ist
- 32:21aber nicht immer der Fall, aber that
- 32:22being said, wenn ich in der Umsetzung
- 32:24bin, dann ist d mal der erste Schritt,
- 32:26ich muss in der Organisation selbst eine
- 32:27gewisse Struktur schaffen, die auch aus
- 32:29Mitarbeitern des Unternehmens besteht.
- 32:31Die Leute von Mcin kommen, sitzen die
- 32:32doch alle mit verschränkten Armen da und
- 32:34sagen, schauen wir mal, die lass wir die
- 32:36lassen wir gegen die nächste Glastür
- 32:37rennen.
- 32:38Na, selbstverständlich nicht überhaupt
- 32:39nicht. Ja, das ist äh das läuft ganz
- 32:42also wirklich ganz anders. Meine ganze
- 32:44ähm das Unternehmen selbst möchte ja das
- 32:47Ding, was auch immer das Projekt ist,
- 32:49sagen wir mal, es geht um eine
- 32:50Kosteneinsparung. Bleiben wir einfach
- 32:51ein Beispiel ja mit umsetzen. So, jetzt
- 32:53muss sie dann z.B. in meinen äh Einkaufs
- 32:58Zielen Einsparungen liefern.
- 33:01He, ich muss z.B. Verträge neu
- 33:02verhandeln mit meinen Zulieferanten und
- 33:04etc. So, dann bildet man wirklich
- 33:07gemeinsame Teams. Also, da sitzt dann
- 33:08ein Mitarbeiter des Unternehmens mit
- 33:10einem Berater von Mciny und man überlegt
- 33:12sich ganz konkret, ich muss jetzt in dem
- 33:14Einkauf von iPads für das Unternehmen 5%
- 33:17spannen. Wie mache ich die
- 33:19Verhandlungsstrategie dafür? Dann
- 33:21arbeitet man gemeinsam an den Themen,
- 33:23die in der Vorbereitung braucht, setzt
- 33:25die Termine auf. Jetzt habt ihr nicht
- 33:27das erste Mal eine Verhandlung wegen
- 33:28iPad Preisen und kennt wahrscheinlich
- 33:30die Reseller ganz gut. Kann man diese
- 33:32Zahlen überhaupt äh Crossborder bei
- 33:35Projekten verwenden? Weiß man da ja, da
- 33:37müssten 12 % gehen, da habt ihr total
- 33:39schlechte Konditionen. Das ist ja auch
- 33:41Teil der Beratungsleistung, einen
- 33:43Marktüberblick zu bekommen.
- 33:44Ist es ja. Wir haben auch Benchmarks
- 33:46natürlich, also jedes Beratungshaus hat
- 33:48Benchmarks, dort wo es halt möglich ist.
- 33:50äh gewisse Dinge gehen dann aus äh
- 33:52Geimhaltungsgründen nicht, aber
- 33:54das was geht, dafür gibt's eben eigene
- 33:56Tools. Ähm
- 33:58gibt's von bis, also von Einkaufs
- 34:00Benchmarks bis hin zu wie viel Finance
- 34:05Controller brauchen Sie eigentlich für
- 34:06ein Unternehmen in der Industrie, um das
- 34:09Geschäftsvolumen bewältigen zu können.
- 34:11typische Anzahl von Vorfällen gerechnet
- 34:14auf wie viel wie groß sind die aber
- 34:17jetzt konkret, wir haben also Bereiche
- 34:18in dem Projekt, die werden Hand in Hand
- 34:21begleitet, man zieht gemeinsam zum
- 34:23Kunden, man macht Verhandlung gemeinsam,
- 34:24gewinnt damit auch noch Hauttransferheit
- 34:26etc.
- 34:27Genau. Ähm,
- 34:28wie passiert es in anderen
- 34:29Unternehmensbereichen, wo die Dinge
- 34:30nicht alle gemeinsam, weil beim
- 34:32Kundenservice melden Sie nicht zu zweit
- 34:33am Telefon etc. Gibt's da dann ein Sch
- 34:36Fix System? Ist das überhaupt noch
- 34:38modern? Gibt's da andere Möglichkeiten
- 34:39der Zusammenarbeit? ist man einen Teams
- 34:41Channel gemeinsam. Wie wie wie wird sein
- 34:43Projekt aufgesetzt?
- 34:44Ja, also das ist glaube ich so bisschen
- 34:47der Segen und der Fluch von unserem
- 34:48Geschäftsmodell, dass es wirklich sehr
- 34:51divers
- 34:52Kundencorecenter bleiben.
- 34:54Ein Thema mag z.B. sein, wie erhöhe ich
- 34:57die Effizienz der ähm Gespräche der
- 35:00Callcenter Mitarbeiter? Wie schnell sind
- 35:01in der Lage ein Problem zu lösen?
- 35:03Mhm. Wenn sie anrufen und sagen, mein
- 35:05Handy geht nicht, wie schnell ist der
- 35:07Mitarbeiter in der Lage zu KBI bei
- 35:09Callcentern oder diese wie heißt Problem
- 35:11solved oder so irgendwie die Genau, da
- 35:13gibt's first time right. Ja, wie viele
- 35:16wie viel Prozent der Anrufe schaffe ich
- 35:18beim ersten Mal gelöst zu haben
- 35:19und da ist jetzt die neue KPI, wie viel
- 35:22schafft man mit einer KI Lösung, bevor
- 35:24es überhaupt eine jetzt wird dann auch
- 35:26gefragt, wie groß ist die Deflection
- 35:27Rate in der Tat, also wie viel schaffe
- 35:29ich durch die KI schon vorher gelöst zu
- 35:30haben und dann haben wir halt noch
- 35:31average Handling time, also wie lange
- 35:33brauche ich dann um ein alles
- 35:34Fachbegriffe, ich lern halt so viel
- 35:36dazu.
- 35:37Ja. Ja. Call Center ist auch ein eigener
- 35:38Bereich, aber aber wenn man bei dem
- 35:40Beispiel bleiben jetzt angenommen, sie
- 35:42hätten ein Thema, sie würden gerne die
- 35:44Average Handling, also die
- 35:46durchschnittliche Dauer eines Gesprächs
- 35:48verbessern. Ich würde die Wartezeit
- 35:50verringern wollen oder gerne no die
- 35:52Wartezeit. Wobei das würde man wirklich
- 35:54mit KI angehen. Können wir auch kön wir
- 35:55auch nehmen.
- 35:55Ja. Pressen Sie drücken Sie die oder
- 35:58bzw. Aber es ist immer besser geworden,
- 36:00richtig. Ich bin erstaunt darüber, was
- 36:02auch bei Fluglinien oder auch bei
- 36:05Transportunternehmen in Sachen Umbuchung
- 36:07mit Chatbots zwischenzeitlich geht.
- 36:09Die KI ist da wirklich gut geworden, ne?
- 36:11Es gab, es gibt sogar eine Untersuchung
- 36:12jetzt vor kurzem. Äh, ich glaub bin in
- 36:14USA, mir fällt jetzt das Unternehmen
- 36:16leider nicht ein, wurde unten die
- 36:18Umfrage gemacht, telefonieren Sie lieber
- 36:19mit einem echten Mitarbeiter oder mit
- 36:21der KI? Und das haben mehr Personen
- 36:23gesagt, sie telefonieren lieber mit der
- 36:25funktioniert
- 36:25auch mit WhatsApp, wie man sieht, bei
- 36:26vielen Unternehmen mittlerweile nachlos
- 36:29geht viel. Ich glaube, die Frage ist
- 36:30immer, man muss ja nicht auf 100%
- 36:32schießen und sagen, ich muss alles mit
- 36:33der KI KI gelöst kriegen, sondern ich
- 36:35muss nur den Teil abgreifen, der in der
- 36:37Tat sehr repetitiv, transaktional, wie
- 36:39wir im Vorhang sagen ist. Ja, dann
- 36:41schaffe ich da eigentlich ein Mehrwert
- 36:42und spiel mir auch Zeit der Mitarbeiter
- 36:44frei, sich um die Dinge zu kümmern, die
- 36:45bisschen komplexer sind, auch vielleicht
- 36:47mehr Interaktion benötigen und
- 36:49ähnliches. Ja, ich wollte aber zu KI
- 36:52Anwendung bei McKinsia auch fragen und
- 36:55ähm jetzt ist es ja grundsätzlich ähm
- 36:58so, dass äh bei McKinsey, bei PWC, bei
- 37:02Boston Consulting zu arbeiten, das sind
- 37:04die Highflyer Rinnen und Highflyer, die
- 37:06aus dem Studium hochgebildet auser
- 37:08kämen, das sind ja nicht die lockeren
- 37:09Jahre. sondern das sind Jahre, die äh
- 37:12legendär intensiv sind. Ähm weiß nicht
- 37:15immer, ob die Arbeitszeitenregulierungen
- 37:17auch für ihren Geschäftsbereich gelten,
- 37:19aber ähm wie kann man in diesem Bereich
- 37:22und was ändert in diesem Bereich, der
- 37:24schon traditionell mit sehr viel Druck,
- 37:26mit sehr viel Stress auch verbunden ist,
- 37:28was ändert sich äh da jetzt durch KI
- 37:30aktuell äh wirklich extrem viel. Mcinsey
- 37:34hat ähm jetzt in den letzten drei Jahren
- 37:37wirklich intensiv investiert in eine
- 37:39Lösung, die wir Lilli nennen. Quasi
- 37:41unser internes LM Chatbot System. Ähm
- 37:46übrigens äh Funny side Story, das Ding
- 37:49heißt deswegen Lilli, weil Lilli die
- 37:51erste weibliche Beraterin war vor fast
- 37:53100 Jahren. Wir werden nächstes
- 37:54Jahrhundert.
- 37:55Mhm.
- 37:56Ähm und Lilli ist unser internes Chatbot
- 37:59Knowledge Management System. Das heißt,
- 38:00sie haben wirklich Wienen Experten. Viel
- 38:04unseres Wissens ist ja auch auf die
- 38:05Personen verteilt und wenn ein Team ein
- 38:08Thema bearbeitet, dann nutzt natürlich
- 38:10die das Expertenwissen, das in der Firma
- 38:11vorhanden ist. Jetzt habe ich eine KI an
- 38:13der Seite, die mir als erster
- 38:15Ansprechpartner dienen kann. Das heißt,
- 38:17bin jetzt nicht mehr daran gebunden, mit
- 38:19dem Amerikaner den Termin auszumachen,
- 38:21dass er am nächsten Tag mit dem zu
- 38:22passenden Zeit reden kann. Ich kann
- 38:24jederzeit 24 Stunden mich
- 38:25vorinformieren.
- 38:26Ich meine, es sollen ja auch alle
- 38:27Unternehmen Knowledge Basis und Wiki
- 38:29Tools haben und trotzdem ist es im
- 38:31Alltag unglaublich schwierig, sich darum
- 38:33zu kümmern, weil du willst ja keine
- 38:34ganze Archivabteilung anstellen, die
- 38:36dein Firmen wissen. Ist es auch bei euch
- 38:38so, dass man dann einen Berater äh
- 38:40anpinkt oder mit dem spricht, der ein
- 38:42ähnliches Projekt in der Branche schon
- 38:43hatte, war das bis vor Lilli Gang und
- 38:46gäbe? Ja, das ist schon ein Teil, aber
- 38:49Wissen ist eben ein ganz großer Teil
- 38:52unseres Geschäftsmodells. Also, wir
- 38:54haben dedizierte Leute und Strukturen,
- 38:56die dieses Wissen codifizieren.
- 38:57Mhm.
- 38:59Das was man dürfen, auch da gilten
- 39:00gewisse Geheimhaltungsregeln, gibt's
- 39:01halt Vereinbarungen mit den Klienten,
- 39:03was man da nutzen darf, was wir weiter
- 39:05verwenden können. Teilweise haben wir
- 39:06auch eigene IP, wenn man so möchte. Aber
- 39:07das heißt, eure Daten und eure
- 39:09Kenntnisse sind heute vektorisiert,
- 39:10nehme ich an, äh entsprechend abgelegt
- 39:13und könnten von einem jeden
- 39:14Mitarbeiterin, jeden Mitarbeiter
- 39:16angefragt werden, was mache ich? Wir
- 39:18bleiben noch einmal im Callcenter an der
- 39:20und der Stelle mit dem und dem Problem.
- 39:21Was ist das Standard Framework, mit dem
- 39:23man das analysiert? Wie sehen die
- 39:24Benchmarkergebnisse dazu aus? Was wäre
- 39:26eine Empfehlung für erste Hebelideen,
- 39:30wenn ich da die Performance so und so
- 39:31sehe?
- 39:32Genau diese Vorinformationen kann das
- 39:33System liefern.
- 39:35äh plus eben in der Tat, wer wären in
- 39:38der Firma dann die Ansprechpartner, mit
- 39:40denen man den nächsten Schritt dann
- 39:41gehen kann? Ja, also die Erfahrung, die
- 39:43wir gemacht haben, ist du kommst mit dem
- 39:45System bis zu einer gewissen
- 39:46Eindringtiefe.
- 39:48Ähm in der echten Umsetzung beim
- 39:50Unternehmen selbst zählen dann aber
- 39:53viele Dinge, die
- 39:55der Unternehmen spezifisch sind. Sie
- 39:57haben unterschiedliche Setups von
- 39:59Callcentern. Wie viele Lokationen
- 40:01gibt's? Welche davon sind im
- 40:03Eigenbesitz, welche sind angesteuert
- 40:05über ein Outsourcing Vertrag?
- 40:08Ähm ist das ein Callcenter, das die
- 40:10ganze Welt bedient mit unterschiedlichen
- 40:11Sprachen oder ist das irgendwie
- 40:13aufgeteilt? Und da ist die Variabilität
- 40:16schon sehr groß bei den Unternehmen. Die
- 40:18strategische Wichtigkeit von Callcenter
- 40:20kann auch sehr unterschiedlich sein.
- 40:21Hängt wieder vom jeweiligen von der
- 40:23Strategie des jeweiligen Unternehmens in
- 40:25der jeweiligen Industrie ab. Auch da
- 40:26sind die Unterschiede sehr, sehr groß.
- 40:30Ähm, das heißt, wir sehen das als sehr
- 40:32relevantes effizienzsteigerndes Tool.
- 40:36Ähm, es löst auch einige Aufgaben, die
- 40:38Zeit gefressen haben bei unseren
- 40:39Beratern. Ähm, klassische Research
- 40:41Tätigkeiten äh die immer wieder
- 40:43aufkommen, wie sieht die GDP Entwicklung
- 40:46von den folgenden fünf Staaten in den
- 40:48letzten 20 Jahren aus. Und sie glauben
- 40:50das, was da immer rauskommt, weil die
- 40:53also das Miseraps, das normale Volk, hat
- 40:56ja nur die KI Antworten von Google parat
- 40:58und die Antworten sind immer mal wieder
- 41:01trollig, also und die äh
- 41:03Sicherheitsrichtlinien unserer Redaktion
- 41:05würden das nicht ungesehen durchgehen
- 41:06lassen. Das absolut so. Deswegen ist
- 41:09auch das System bei uns
- 41:11oder da ist extrem viel Aufwand
- 41:14reingegangen, diese
- 41:15Quellennachverfolgung,
- 41:17also nur eigene Quellen, nicht das
- 41:18offene Internet etc. Genau. Also es gibt
- 41:20natürlich im offenen Internet auch auch
- 41:23verlässliche Quellen, also wenn man
- 41:24jetzt an die Weltbank oder IWF oder
- 41:26diverse andere Quellen äh denkt.
- 41:30Ähm, also das gibt's aber genau diese
- 41:32kuratierte Quellenliste inklusive der
- 41:34Abbildung dessen bei uns im System, das
- 41:36ist eben eine der wesentlichen Elemente.
- 41:38Was noch dazu kommt, ist ähm es gibt
- 41:40natürlich im Finanzenalystenbereich
- 41:42äh auch verschiedene Standard Themen.
- 41:44Bloomberg ist ja so ein Klassiker. Äh
- 41:47McKinsey hat da auch ihr eigenes Ding,
- 41:49das halt im Prinzip eine erweiterte
- 41:51Capital IQ Datenbank ist. Ähm, die wird
- 41:53auch von uns eigenständig kuratiert.
- 41:55Gibt's ein eigenes Team in USA, die das
- 41:56machen, äh die es erlaubt,
- 41:59Unternehmenspezifische Informationen auf
- 42:01sehr gut aggregierten Niveau zu
- 42:02bekommen.
- 42:03Mhm.
- 42:04Ähm und das ist für uns natürlich sehr
- 42:07wichtig, wenn man als Berater die
- 42:09Möglichkeit hat in einem Unternehmen
- 42:10aktiv zu werden, ja die
- 42:11Erwartungshaltung des Unternehmens auch,
- 42:13dass wir
- 42:15ähm up to speed sind, wissen, was das
- 42:18Unternehmen gemacht hat, selbst wenn wir
- 42:19da noch nie tätig waren. Das heißt, ich
- 42:21brauche auch Datenbanken, die es mir
- 42:22erlauben, insbesondere natürlich bei
- 42:24Public Unternehmen, also solchen, die
- 42:26öffentlich gelistet sind. Was war in der
- 42:28letzten Analystenkonferenz? Welche
- 42:30Fragen sind da gestellt worden? Was
- 42:31haben die ander die Jahresabschlüsse in
- 42:33der Historie gezeigt? Diese Infos, die
- 42:36kriegen wir jetzt deutlich effizienter
- 42:39vorbereitet in den Formen, in denen wir
- 42:41es wir brauchen mit KI gestützt aus der
- 42:43Maschine. Frühmal war das halt ganz viel
- 42:45manuelle Aufwand.
- 42:46Mhm.
- 42:46Haben sich die Durchlaufzeiten von
- 42:49Beratungsprojekten durch den Faktor und
- 42:51zusammen mit dem, dass ihr immer mehr in
- 42:53der Umsetzung seid, verändert oder sind
- 42:54die über die letzten Jahre gleich
- 42:56geblieben? das eine auch sehr gute
- 42:58Frage. Ich glaube, das
- 42:59Standardstategieprojekt,
- 43:02ja, also das, was man so wahrscheinlich,
- 43:04wenn man jetzt an Mcin BCG und so weiter
- 43:06denkt, so im Kopf hat, das ist
- 43:08tendenziell etwas kürzer geworden.
- 43:09Mhm.
- 43:11Ähm, die Fragestellungen sind noch
- 43:12spitzer geworden. Man konzentriert sich
- 43:14da auf selektive Themen und beantwortet
- 43:16die dann auch effizienter, weil der die
- 43:19klassischen Research Aufgaben, die für
- 43:21ein Strategieprojekt hab, die sind
- 43:23kürzer geworden. Bei den
- 43:25Umsetzungsprojekten ist das ganz
- 43:27beschwert zu sagen. Ich glaub, da gibt's
- 43:28das nicht so. Es hängt von den Themen
- 43:30ab. Aktuell ist eben dieser Trend viel
- 43:32Richtung KI Umsetzung äh und technische
- 43:35Implementierung.
- 43:37Ich
- 43:38glaube, das ist über die letzten, also
- 43:40ferweise über die letzten 5 10 Jahre
- 43:42wird es an Ziel gleich geblieben. Ja,
- 43:44also man
- 43:44sie sind ja auf einer gewissen Ebene.
- 43:46Dazu werden wir auch noch zum Abschluss
- 43:48dann kommen äh äh
- 43:50bei McKinsey eingestiegen. Ähm ich kann
- 43:53mir vorstellen, dass auch nicht
- 43:55Berufsneulinge zum besten Kunden gleich
- 43:58gelassen werden, an die größten Projekte
- 44:00herangelassen werden. Ähm es heißt ja
- 44:02auch, dass durch KI hauptsächlich auch
- 44:03äh Berufseinsteigerpositionen
- 44:05sich verändern bzw. in Gefahr äh geraten
- 44:08oder weniger geworden sind. Wie hat sich
- 44:09das Berufsbild von Leuten, die uns jetzt
- 44:11hören und e sagen, ich bin in meinem
- 44:13Studium eigentlich, ich möchte mal bei M
- 44:14Kiny arbeiten. Ähm wie hat sich das
- 44:17Einsteigerprofil verändert?
- 44:19Das ähm gar nicht so sehr auf der
- 44:22Beraterseite. Ähm vielleicht da kurzer
- 44:25Schritt zurück. Wir stellen ja nicht nur
- 44:27Berater ein, sondern eben auch
- 44:29Researcher, Practice Manager, Knowledge
- 44:32Manager und viele
- 44:35Themen oder Berufsbilder oder Profile,
- 44:38die man jetzt vielleicht so nicht direkt
- 44:39im Kopf hat, weil wir eben diese
- 44:40Wissensdatenbanken brauchen und etc.
- 44:44Da hat sich schon ein bisschen was
- 44:44geändert. Ja, also jetzt im klassischen
- 44:47Research, also sprich, ich muss Zahlen
- 44:48zusammentragen, um dann zur Verfügung zu
- 44:50stellen, da ist unser Backoffice
- 44:53sicherlich nicht mehr mit den
- 44:54Wachstumsraten an im Hiring, in der
- 44:57Einstellung, wie es früher war. Bei den
- 44:59Beratern zählt aber eigentlich immer was
- 45:01anderes eben. Und das ist dann aber auch
- 45:03die wichtige Frage, was zählt so Google
- 45:04wurden ja ganze Bücher geschrieben, wie
- 45:06man sich dort bewirbt. Wie sieht ein
- 45:08Bewerbungsprozess bei euch aus und
- 45:10gibt's vielleicht auch eine Frage, auf
- 45:11der sich die eine oder der andere
- 45:12vorbereiten kann? Ja, na, gibt's
- 45:14absolut. Ähm, also der Bewerbungsprozess
- 45:18bei uns, der hat eigentlich drei Phasen,
- 45:20wenn man so möchte. Es gibt den
- 45:21klassischen Bewerbungsprozess. Man
- 45:22schreibt uns an mit Lebenslauf und
- 45:25Bewerbungs schreiben. Nachdem findet ein
- 45:27Screening statt. Wir sind natürlich
- 45:28dafür bekannt, wie Sie ja schon selber
- 45:29gesagt haben, eher die äh Kollegen mit
- 45:33den besseren Noten zu nehmen. Ja, obwohl
- 45:34es da auch jetzt keine ganz klaren
- 45:37harten Cuts gibt, aber wir sind d
- 45:39natürlich schon eher nach oben
- 45:39orientiert.
- 45:41Dann gibt's ein äh Assessment Center.
- 45:45Ja, das läuft dann im Prinzip in zwei
- 45:47Bereichen ab. Hab Reihe von Interviews.
- 45:51Ähm
- 45:51ist das eine zweistellige Anzahl von
- 45:53Video Calls am Ende?
- 45:54Na ja, es könnt sein. Ja, es könnt sein.
- 45:56Ja. Äh, also typischerweise haben wir so
- 45:58vier Interviews am Vormittag und dann
- 46:00gibt's den dritten Teil, das ist das
- 46:01sogenannte Final Interview, wo indem wir
- 46:04dann auch in der Tat ein Angebot
- 46:06aussprechen. Also in unserem
- 46:08Bewerbungsprozess haben s den riesen
- 46:09Vorteil im Vergleich, glaube ich, zu
- 46:11vielen anderen Unternehmen, wenn sie bei
- 46:13uns zum Assessment Center eingeladen
- 46:15werden, dann wissen sie, sie gehen da
- 46:16entweder mit einem Angebot raus oder
- 46:19auch nicht, weil sie müssen dann nicht
- 46:20warten. Ist dann an dem Tag entschieden.
- 46:22Mhm.
- 46:23So, was zählt? ähm
- 46:25Problemstrukturierungsfähigkeit,
- 46:28das ist ein wesentliches Element. Wie
- 46:30wie sehr sind Sie in der Lage flexibel
- 46:32Probleme zu erfassen und zu
- 46:33strukturieren? Es wird auch immer
- 46:35wichtiger, weil die Komplexität eher
- 46:37zunimmt.
- 46:38KI löst zwar den Wissensteil und erlaubt
- 46:41mir einfach global verfügbares Wissen
- 46:44leichter nutzbar zu machen, aber löst
- 46:47nicht zwangsläufig die
- 46:48Problemstrukturierung. Auf was wende ich
- 46:49eigentlich was an?
- 46:50Mhm.
- 46:51Ähm, Motivation ist für uns sehr
- 46:54wichtig. Sie haben sie auch schon
- 46:55erwähnt, äh wir sind jetzt nicht dafür
- 46:57bekannt, äh ruhige Arbeitsstunden zu
- 47:00haben. Äh, und Motivation ist ein sehr
- 47:03großes ähäh Thema für uns. Ja, wie wie
- 47:07interessiert ist man, wie neugierig, wie
- 47:09viel möchte man selber weiterbewegen,
- 47:10welchen Anspruch hat man an sich selbst?
- 47:12Äh und das dritte Thema ist vielleicht,
- 47:14wie gut ist man in der Lage zuzuhören,
- 47:17auf Themen zu reagieren, zu
- 47:19reflektieren,
- 47:20äh wie sehr ist meiner Lage einen Dialog
- 47:22zu führen?
- 47:23Wie viele Bewerbungsgespräche haben Sie
- 47:24schon gehabt? Ich meine irgendwann
- 47:26werden die Highfly auch zu Ihnen kommen.
- 47:28Äh wo Sie dacht haben, der hat jetzt das
- 47:30Handy mit Ji BT daneben laufen. Wir
- 47:33machen das ja persönlich, also der mit
- 47:35Handy Nutzung nebenbei schwierig. Okay.
- 47:37Ja,
- 47:38aber also ich habe jetzt in meiner Ke
- 47:41150 Leute interviewt. Äh würde jetzt mal
- 47:44schätzen.
- 47:45Ähm mittlerweile mache ich wieder
- 47:47bisschen weniger. Das machen jetzt die
- 47:48Kollegen, aber ähm ja, das ist ein
- 47:51wesentliches Element und fairerweise ich
- 47:53fand das immer total spannend. Äh ich
- 47:55glaube, wir suchen nach einem gewissen
- 47:58Profil äh das ist auch gar keine Wertung
- 48:00oder so. aus, selbst wenn es jemand bei
- 48:01uns nicht schafft, ich habe da wirklich
- 48:02das Vergnügen, unfassbar spannende
- 48:04Persönlichkeiten kennenzulernen,
- 48:05unabhängig davon, ob sie dann bei unser
- 48:07Angebot gekriegt haben oder nicht. Echt
- 48:09ein wirkliches Privileg, die Jungen,
- 48:12teilweise sind sie auch nicht so junge
- 48:13Kollegen kennenzulernen, haben alle
- 48:15wahnsinnig spannende Lebensläufe. Es ist
- 48:17wirklich, also war das jetzt ganz
- 48:20ehrlich, ist wirklich toll. Ja. Ähm ähm
- 48:23ja und bei manchen passt's dann, weil
- 48:25der Fit für uns halt gut ist und bei
- 48:26manchen halt nicht. Aber
- 48:30beim
- 48:32lassen Sie uns noch kurz zur KI noch mal
- 48:34eine Vertiefung machen. Äh beim
- 48:35Weltwirtschaftsforum in der Wos schon
- 48:37vor einem Jahr äh hieß es es ist das
- 48:40letzte Jahr hat der Sales vor CEO äh
- 48:43gesagt, es ist das letzte Jahr in dem
- 48:45CEOs, die Anwesen sind, nur menschliche
- 48:48Arbeitskräfte einstellen. soll sich
- 48:50davor dafür einrichten, dass eben auch
- 48:53die Mitarbeiterverwaltung, die die
- 48:57verschiedenen Active Directories auch
- 48:59eben verschiedene Agents Lilli in ihrem
- 49:02Fall ansprechbar machen. Das am Schluss
- 49:04eine Mischung aus menschlichen
- 49:05Arbeitskräften und aus Agents oder
- 49:08Robotern oder wie auch immer man dann
- 49:10Language Agents man dazu sagen will,
- 49:13aber dass das die Veränderung ist, die
- 49:14dieses Jahr mit sich bringt. Jetzt ähm
- 49:17ist das vergangene Jahr vorbeigezogen
- 49:18und ich weiß nicht, ob das nicht immer
- 49:20noch ein bisschen zukunftsträchtig
- 49:22klingt bzweise äh futuristisch klingt.
- 49:26Wie wie ist ihre Einschätzung der des
- 49:28aktuellen Statusses von Agents in
- 49:31österreichischen Unternehmen? Und ist es
- 49:33tatsächlich schon, dass es eine Human
- 49:34Workforce und eben eine Robotic
- 49:36Workforce gibt? Na ja, soweit sind wir
- 49:38in Österreich noch nicht. Wir hatten ja
- 49:40das Vergnügen ähm und dann recht
- 49:42intensiven Maturity Check, also wie hoch
- 49:46ist die Maturität der österreichischen
- 49:47Unternehmen im Thema KI zu machen. Haben
- 49:50wir auch veröffentlicht mit 70
- 49:52Unternehmen gesprochen. Ich glaube
- 49:55enttic ist noch sehr in den
- 49:57Kinderschulen.
- 49:58Ähm
- 50:00es ist s dann, dass es programmierte
- 50:02oder verschiedene Promts gibt, die
- 50:03ständig auf der Suche sind, um irgendwas
- 50:05zu sei es recherchieren oder irgendwas
- 50:07zu erledigen.
- 50:08Genau. Ähm, ich glaub da gibt genau
- 50:10exakt. Also entweder ich habe was etwas,
- 50:12das was dauernd läuft oder ich habe
- 50:13wirklich konkrete
- 50:16Prozessabläufe inem Unternehmen, die
- 50:19durch ein Mix von Human, also von
- 50:22Menschen und solchen Agenten erledigt
- 50:24werden. Und ich kann diese Agenten
- 50:26wirklich konkrete Aufgaben geben. Es
- 50:28gibt schon Beispiele, wo das eingesetzt
- 50:30wird. Ähm, eines, dass wir im Moment
- 50:32recht intensiv sehen, eben äh, dass es
- 50:35an Skalierung gewinnt und mehr
- 50:38Unternehmen einsetzen, ist man kann
- 50:40mittlerweile aus Agenten Teams bauen,
- 50:42die bestehende IT Software umschreiben.
- 50:48Das machen die Banken z.B. sehr gern.
- 50:50Banken haben ja auch sehr häufig alte
- 50:52Systeme aus den 90er Jahren noch in
- 50:55keiner der menschlichen Mitarbeiter mehr
- 50:57angreifen will.
- 50:58Genau, weil sie in Kobold z.B.
- 51:00geschrieben sind und so eine alte
- 51:01Programmiersprache immer funktioniert,
- 51:03wenn man sie angreift. Ja,
- 51:04oder das, weil es auch teilweise
- 51:05schlecht dokumentiert ist. Früher hat
- 51:06man Softwarecode ja auch noch nicht so
- 51:07gut dokumentiert wie jetzt, war auch
- 51:09einfach anders programmiert und für das
- 51:12lasst sich ein Set an verschiedenen
- 51:14Agenten wirklich sehr gut einsetzen, um
- 51:16diese Software zu erneuern. Also das
- 51:18heißt Vibecoding, wie der Begriff ja
- 51:20auch in der Branche heißt, nicht nur für
- 51:23neue Softwarepjekte, die man schnell auf
- 51:25den Boden bringt, sondern auch Teile
- 51:26davon, die uralte Softwareen.
- 51:30Wobei
- 51:30Weibecoding würde als Begriff ganz
- 51:32passen, aber aber aber ja genau. Alsoide
- 51:34ist wirklich, ich kann ja z.B. einen
- 51:35Agenten mir bauen oder eine Reihe von
- 51:38Agenten, deren Aufgabe es ist den
- 51:40bestehenden Code zu analysieren und zu
- 51:42dokumentieren.
- 51:42Mhm. Wenn ihr das mal habt, kann ich die
- 51:44nächste Gruppe an Agenten beauftragen
- 51:46und sagen, nimm die Dokumentation des
- 51:47Codes und überführ die mal in eine
- 51:50Architekturdarstellung, was der Code
- 51:51überhaupt kann. Dann hab die nächste
- 51:53Gruppe, die sagt, nimm diese
- 51:55Architekturdarstellung und überlegt er,
- 51:56wie das in einer neuen
- 51:57Programmiersprache aussehen sollte. Und
- 52:00das ist das Spannende bei Agenten. Wir
- 52:02sprechen da gerne auch von jetzt im
- 52:05Moment solchen Agent Factories, also äh
- 52:10Fabriken von Agenten, in denen ich 100
- 52:14oder mehrere hundert von solchen Agenten
- 52:17gemeinsam zusammenschalte, um eine
- 52:19komplexe Aufgabe zu lösen. Da gibt's
- 52:21dann Agenten, die kontrollieren das, was
- 52:24die eine Gruppe zuerst gemacht hat,
- 52:26anderen Agenten, der für gewisse
- 52:28Umsetzungsthemen verantwortlich ist und
- 52:31ich bilde wirklich Teamstrukturen ab und
- 52:34jetzt auf ihren Punkt, das fand ich
- 52:35nämlich ganz spannend, wie sieht da die
- 52:36Welt in Zukunft aus und ich glaube, dass
- 52:38der Sales vor CEO das damals auch in die
- 52:40Richtung erwähnt hat, wenn ihr das Zitat
- 52:41richtig im Kopf hab,
- 52:44dass man in der Zukunft
- 52:45Organisationsstrukturen haben wird, die
- 52:47aus Menschen und aus Agenten bestehen.
- 52:50Also so wie man jetzt ein
- 52:51Organisationschart hat,
- 52:54wo dann im Prinzip die Leute drunter
- 52:55hängen,
- 52:57ähm werde dann in Zukunft Menschen und
- 52:59Agenten in der Kombination haben. Aber
- 53:01das klingt jetzt verdammt nach der
- 53:03Richtung, die äh
- 53:06der der Kerl heißt Dario Armode, der äh
- 53:09Gründer von Antropic, dieser Firma, die
- 53:13sich von Open AI
- 53:15abgespalten hat oder bzw. We die eine
- 53:17neue Firma gegründet haben und die den
- 53:18Clot dieses AI Modell rausbringen. Der
- 53:22sprech spricht immer von einem Country
- 53:23of Geniuses in a data center, also dass
- 53:25es ein ganzes Land an eben den besten
- 53:28Agenten so etwas in einem Rechenzentrum
- 53:30gibt. Und wer das hat, habe irgendwie
- 53:32die Macht auch über die Welt. Also da
- 53:34wird's ja sehr schnell sehr sehr
- 53:36politisch auch. Das heißt mit einer AI
- 53:40Factory im Hinblick auf Agents
- 53:43wäre das ja ein Weg dorthin. Oh. Ja, das
- 53:47eine philosophische Frage, aber
- 53:49aber es macht ja auch mit uns was als
- 53:50Gesellschaft.
- 53:51Ja, ich glaube schon. Also natürlich
- 53:53gibt's diese diese Diskussion, aber
- 53:54richtet ihr diese Datensätt
- 53:57sie dabei oder ist es eigentlich auch
- 53:59ein Ziel, dass McKin sie so ein äh
- 54:02aantic, weil das wäre eigentlich noch
- 54:04besser, dann könnte die Minuten
- 54:05hinterher verkaufen, die arbeiten. Na,
- 54:07das machen wir nicht. Ähm, also unser
- 54:08Geschäftsmodell ist wirklich für die
- 54:10Klienten etwas zu bauen, was sie
- 54:12benutzen können. Wir sind jetzt nicht im
- 54:15äh wir sind kein Betreiber von einem
- 54:17Datenzentrum oder verkaufen jetzt äh
- 54:19Software Lösungen als Lizenzmodell.
- 54:22Wenn wir über so eine Agent Factory
- 54:24sprechen, dann ist das wirklich eine
- 54:27eine Lösung, in der ein Klient von uns
- 54:30eine Reihe von Agenten für eine für ein
- 54:33für eine Problemstellung nutzen kann.
- 54:35Ja, also bei dem Bankenbeispiel bleiben
- 54:37zum die diese Agenten würden auf
- 54:40Datenzentren in der Bank laufen. Ja, da
- 54:43der ist ja typischerweise
- 54:44Datenzentrumskapazität zur Verfügung,
- 54:46aber ich muss das System schon so
- 54:49einstellen und diese Teams von Agenten
- 54:50so wählen, dass sie für die jeweilige
- 54:52Bank das Problem genau lösen können.
- 54:54Mhm. und das helfen mit aufzubauen.
- 54:57Übrigens ist es so, die IT-Teams der
- 54:59Bank selbst haben ja dann ein Interesse,
- 55:01dieses System auch zu nutzen, um nicht
- 55:05nur die eine Applikation zu erneuern,
- 55:06sondern die nächste und die nächste und
- 55:07die nächste. Und wir haben vielleicht
- 55:09bei der ersten Applikation geholfen, das
- 55:11System damit mit aufgebaut, aber oft
- 55:13nimmt das Unternehmen selbst dann es in
- 55:15die Hand, die nächsten Applikationen zu
- 55:16erneuern.
- 55:17M mhm.
- 55:18Ähm, das glaube ich jetzt für uns
- 55:22sprechend eine der wesentlichen
- 55:23Elemente. Wir sind vom Setup immer so
- 55:27aufgesetzt, nicht dauerhaft beim
- 55:29Unternehmen vor Ort Betrieb zu machen.
- 55:31Das ist einfach nicht unser
- 55:32Geschäftsmodell. Ja, wir kommen um etwas
- 55:34zu lösen und aufzubauen, was dann weiter
- 55:36verwendet werden kann. Unser
- 55:37Geschäftsmodell hieß ja auch hier, dass
- 55:39wir an einer Stelle 12 schnelle Fragen
- 55:41haben in diesem Podcast. einen kleinen
- 55:43Wordrap zur Auflockung mit der Bitte um
- 55:45kurze Antworten. Würde ich gleich
- 55:47beginnen, vier Tage Woche oder 7 Tage
- 55:49Woche? Ähm für mich persönlich
- 55:53fünhalb.
- 55:55Äh allgemein glaube ich total flexibel.
- 55:57Hängt davon ab für wen? Äh ich glaube
- 55:59die Wahrheit liegt wahrscheinlich
- 56:02für die, wenn man jetzt in Summe denkt,
- 56:04in der Mix.
- 56:05Sport vor oder nach der Arbeit?
- 56:06Boah.
- 56:07Führen Sie ihren Terminkalender selbst?
- 56:09Nein.
- 56:10Auf welche Eigenschaften, weil wir
- 56:12gerade die Bewerberinnen und Bewerber
- 56:14hatten, achten Sie am meisten?
- 56:16Äh Motivation, Problemlösungsfähigkeit,
- 56:19Neugier. Gibt's eine gute Art zu
- 56:21kündigen, ähm transparent.
- 56:24Und weil wir sehr viel über
- 56:25Leistungsparameter und KPI und
- 56:28Beratungstätigkeit gesprochen haben, ähm
- 56:31was ist ihr wichtigster Softskill? Ja,
- 56:34ich glaube Neu Gear und ähm ich kann
- 56:38sehr
- 56:41konsistent bei der Umsetzung sein.
- 56:43Lästig.
- 56:44Ja. Okay. Welches Networking Event ist
- 56:47für Sie das Wichtigste?
- 56:49Eines, wo man Leute trifft, mit denen
- 56:51man Dinge diskutiert, die man vorher
- 56:53noch nicht wusste. Und das gibt's
- 56:57das Event sehr gut. Ähm, müssen wir
- 56:59später noch drüber sprechen oder
- 57:00vielleicht haben Sie einen Tipp für
- 57:01unsere Zuhörer. Office, Homeoffice oder
- 57:04Hybrid? Ich bin ein großer Office
- 57:06Verfechter, ich glaube in Summe ist aber
- 57:08eine Hybridlösung, die sich etablieren
- 57:10wird. Ist das mit dem Office derzeit
- 57:13auch in Österreich großes Thema wieder
- 57:14das Zurückholen?
- 57:16Ja, ich glaube, das ist ein Thema. Ähm
- 57:18bei uns jedenfalls so oder so. Ich
- 57:20bemühe mich da selber für unseren
- 57:21Standort, wir haben wir so ungefähr 150
- 57:23Mitarbeiter ähm dass die wieder mehr ins
- 57:26Office kommen.
- 57:27Die Berater selbst sind sehr viel
- 57:28unterwegs. Ja, aber wir haben natürlich
- 57:30auch Leute eben aus der Buchhaltung, aus
- 57:31der Finanz, aus den Assistentinnen und
- 57:33so weiter. Ein großes Thema ist wichtig.
- 57:35Ja,
- 57:36warum?
- 57:37Weil es zu einem besseren
- 57:39Kulturzusammengefüge
- 57:41führt und man sich mehr mit dem
- 57:42Unternehmen identifiziert.
- 57:44Mhm.
- 57:45So, die letzten vier Fragen mit bitte
- 57:47kurz Antwort. Welche Eigenschaft hat sie
- 57:49an die Spitze gebracht?
- 57:51Ähm, ich glaube Durchhaltungsvermögen.
- 57:53Gibt's sowas wie eine Work Life Balance?
- 57:56Ähm, ja, ich glaube, sie wird nur falsch
- 58:00ausgelegt im Moment.
- 58:01Was ist für sie ein gutes Unternehmen?
- 58:04Oh, eines, das ähm
- 58:07veränderungsbereit ist und Risiko äh
- 58:11bereit ist zu nehmen.
- 58:13Und ihr an junge Menschen, die
- 58:14erfolgreich werden wollen, an sich
- 58:16selbst zu arbeiten. Das haben sie lange
- 58:19Zeit auch insofern getan, dass sie an
- 58:22der TU Wien äh promoviert haben ähm und
- 58:26da eigentlich im Bereich der
- 58:27Telekommunikation geforscht haben,
- 58:29hauptsächlich und ähm sie haben nicht
- 58:33irgendwie abgeschlossen, sondern ihren
- 58:35Doktor äh Sub auspizis abgeschlossen vom
- 58:37Bundespräsidenten verleih. Das ist in
- 58:38Österreich so ungefähr die beste
- 58:40Auszeichnung. ähm wahrscheinlich nach
- 58:43einer guten Bewertung im McQinsy
- 58:45Assessment Center, aber die man eben
- 58:46bekommen kann mit seinem
- 58:47wissenschaftlichen Abschluss. Wie hat
- 58:49sie es also als Brain nicht weiter in
- 58:51die Forschung verschlagen, sondern in
- 58:54einer Beraterkarriere?
- 58:56GB a ähm ich habe ein Hintergrund. Meine
- 58:59Eltern hatten einen Betrieb und da aus
- 59:01selbständigen Verhältnissen und ähm
- 59:05dieser Drang etwas umzusetzen, etwas zu
- 59:08bewegen in der realen Welt, das fand ich
- 59:12immer spannend. Mir hat die akademische
- 59:14Karriere sehr viel Spaß gemacht, aber
- 59:16sie ist dann halt sehr theoretisch, also
- 59:17im Doktorat, vor allem wenn man in der
- 59:19Technik oder Naturwissenschaft unterwegs
- 59:20ist, man dann irgendwann mal an ein
- 59:22Punkt angekommen, wo die Anzahl der
- 59:24Personen, die sich mit dem speziellen
- 59:25Thema noch beschäftigen, sehr klein wird
- 59:28und es ist halt
- 59:30inhaltlich spannend, herausfordernd,
- 59:32aber dann doch etwas einsamer, so ist es
- 59:37mir vorgekommen. Und ihr habt dann
- 59:39irgendwie beschlossen, ich muss oder ich
- 59:41möchte gerne etwas mehr machen als das.
- 59:44Was noch dazu kam, war, wie ich im
- 59:46Doktorat die Gelegenheit hatte in
- 59:48Stanford so ein Visiting Researcher
- 59:51Besuch zu machen. Ähm zwar knapp am
- 59:54Anfang der Finanzkrise.
- 59:56Da haben sich auch einfach gewisse Dinge
- 59:57geändert. Ich habte hatte die
- 59:59Gelegenheit da im Startup Umfeld von
- 1:00:01einem Professor von mir tätig zu sein.
- 1:00:03Das hat sich dann dort äh sozusagen
- 1:00:06nicht so positiv entwickelt. Ging
- 1:00:07den Bach hinunter.
- 1:00:08Ging den Bach hinunter und ich hab dann
- 1:00:10gesagt, okay, Technik ist spannend und
- 1:00:12super relevant, aber ich muss auf jeden
- 1:00:14Fall mein Wirtschaftswissen auch
- 1:00:16aufbauen. Bin dann zurück nach Europa zu
- 1:00:19Mcin hab mal gedacht, ah okay, spannend,
- 1:00:21die nehmen auch Naturwissenschaftler,
- 1:00:22das ja interessant und die machen ganz
- 1:00:23viel Wirtschaft. So habe ich mir das
- 1:00:25naiv vorgestellt mit dem ursprünglichen
- 1:00:27Plan, drei Jahre dabei zu bleiben und äh
- 1:00:30ja, es blieb halt spannend und ich bin
- 1:00:32dann doch ein bisschen länger geblieben
- 1:00:33als anfangs gedacht,
- 1:00:36dass der Berufensiv ist, äh das haben
- 1:00:39wir jetzt mehrfach gehört. Wie gehen Sie
- 1:00:41eigentlich selber mit Stress um? Haut
- 1:00:43man da persönliche Resilienz auf, wie es
- 1:00:45im Handbuch heißt oder aber was ist ihre
- 1:00:48Methode, Drucktempo, Komplexität unter
- 1:00:51einen Hut zu bringen?
- 1:00:52Ähm,
- 1:00:54ich glaube das eine ist guten Blick auf
- 1:00:57die Priorisierungen zu haben. Ich ähm
- 1:01:00jeder zu, also meine persönliche meiner
- 1:01:02Havits ist halt am Montag in der Früh,
- 1:01:06vor die Arbeit wirklich losgeht, mir
- 1:01:07immer die Frage zu stellen, was will ich
- 1:01:08die Woche wirklich weiterkriegen?
- 1:01:10Mhm.
- 1:01:10Das hilft mir als Anhaltspunkt.
- 1:01:12Also Montag früh heißt beinn
- 1:01:13Sonntagabend.
- 1:01:15Na, ist wirklich Montag früh, ich stehe
- 1:01:16bisschen früher auf diesbezüglich äh und
- 1:01:19manchmal sitzt man ja auch früh im
- 1:01:20Flieger. Das ist auch so ein guter
- 1:01:21Zeitpunkt, sich die Gedanken zu machen.
- 1:01:23Was will ich eigentlich wird wirklich
- 1:01:24weiterbekommen die Woche? Das andere
- 1:01:26ist, man gewöhnt sich dran, sage ich,
- 1:01:28ganz offen. Also äh auch bei uns, es ist
- 1:01:31zwar am Anfang auch schon vielleicht
- 1:01:33bisschen stressiger wie im
- 1:01:34Durchschnittsberuf, aber äh das ja nicht
- 1:01:36von ersten Tag gleich und man wächst
- 1:01:38dann damit. Ähm
- 1:01:41und ich glaube, ich bin einfach nicht
- 1:01:42sehr stressempfindlich. Gibt's ein gutes
- 1:01:44System für Tod-Doos, damit einem bei X
- 1:01:47Klienten und einigen Sachen, die meim
- 1:01:49eigenen Unternehmen dann auch noch
- 1:01:50machen sollte, nichts runterfällt?
- 1:01:52Bestimmt. Wenn Sie es haben, bitte mir
- 1:01:53gern geben.
- 1:01:54Ich wollte gerade auch fragen, also wir
- 1:01:56probieren jetzt mit der Asana, ob das
- 1:01:58funktioniert, aber es ist es ist es
- 1:02:00bleibt ein Herausforderung.
- 1:02:01Ja, ich habe Notion.
- 1:02:02Ja, okay. Und das Zauberding macht alles
- 1:02:04dann auch mit KI.
- 1:02:05Na, ich glaube, das wäre schön. Also wir
- 1:02:07arbeiten dran, aber wäre eine Startup
- 1:02:08Idee. Wir könnten könnten was gem
- 1:02:10inklusive dem Startup, dass es
- 1:02:11verlässlich schafft Bildschirminhalte
- 1:02:13auf ein Präsentationsdisplay zu
- 1:02:15bekommen.
- 1:02:15Genau, das wäre das zweite. Ja.
- 1:02:17Ohne VGA Stärke, dann wären wir reich.
- 1:02:19Ähm ja, die wir reden jetzt so locker
- 1:02:24und im echten Leben, dass sie gerade
- 1:02:25angesprochen haben, ist es ja so, dass
- 1:02:27sie Entscheidungen vorbereiten, die
- 1:02:29später tausende Jobs beeinflussen, auch
- 1:02:33bedeuten können, dass Menschen gekündigt
- 1:02:34werden, dass Milliarden an Investitionen
- 1:02:37getätigt werden, dass ganze Branchen
- 1:02:38sich verändern. Gibt's denn da Dinge,
- 1:02:40die Sie falsch eingeschätzt haben in der
- 1:02:42Vergangenheit? Äh, wir sind ja immer
- 1:02:44wieder in so Zyklen äh, die die als Hype
- 1:02:48gelten müssen, so wie es momentan alle
- 1:02:49reden über KI, wir haben hier sehr lange
- 1:02:51über auch über KI geredet und die
- 1:02:53tatsächlichen Produktivitätsgewinne
- 1:02:56sind momentan auch ein bisschen Petit.
- 1:02:59Ja, äh super spannende Frage und ja, ich
- 1:03:03würde selbstreflektierend sagen,
- 1:03:06man schätzt nicht immer alles richtig
- 1:03:08ein. Ähm
- 1:03:10persönlich vielleicht nur ein Beispiel
- 1:03:12rausgreifend ohne das Unternehmen nennen
- 1:03:14zu wollen, aber ich hatte mal die
- 1:03:15Gelegenheit mit einem mittelständischen
- 1:03:17Unternehmen zu arbeiten in einer Phase,
- 1:03:21wo es eine Betriebs Betriebsübergang gab
- 1:03:23vom
- 1:03:25vom Gründer an seine drei Söhne.
- 1:03:27Vom Gründer an einen seiner Söhne.
- 1:03:28Ja.
- 1:03:30Und ähm das
- 1:03:34war anfangs als strategisches Projekt
- 1:03:36aufgesetzt. Äh, also eine Empfehlung,
- 1:03:38wie kommt man zu weiterem Wachstum?
- 1:03:41Äh, obwohl schon erkennbar war,
- 1:03:45zumindest dann nach ein etwas Zeit, die
- 1:03:47man d mit dem Unternehmen verbringen
- 1:03:48konnte, dass die Liquidität und die
- 1:03:50finanzielle Stabilität des Unternehmens
- 1:03:51nicht so gut ist.
- 1:03:54Und
- 1:03:56ich persönlich glaube, ich hätte da
- 1:03:58schneller reagieren müssen und sagen,
- 1:04:01wir lösen das falsche Problem. Redflag
- 1:04:05und ähm es ist so, wie sie sagen, man
- 1:04:08hat schon eine gewisse Verantwortung.
- 1:04:11Ich würde mich da persönlich auch nicht
- 1:04:13rausziehen. Ich habe leider Gottes eben
- 1:04:15das Unternehmen meiner Eltern selber mit
- 1:04:18abwickeln dürfen. Mein Vater hat das
- 1:04:20dann verkauft, nachdem ich es nicht
- 1:04:21übernehmen durfte. Ich weiß, was es
- 1:04:23bedeutet Menschen zu kündigen, die 20
- 1:04:26Jahre ihres Lebens in ein Unternehmen
- 1:04:28verbracht haben. Das ist eine große
- 1:04:31Verantwortung und ich glaube, als
- 1:04:32Berater muss man da schon immer Hambel
- 1:04:34bleiben. Ja,
- 1:04:35weil sie da das zweimal jetzt
- 1:04:36angesprochen haben, was war das für ein
- 1:04:38Unternehmen, weil sie jetzt gesagt
- 1:04:39haben, nicht unternehmen durfte.
- 1:04:41Äh, nein, ich wollte es nicht
- 1:04:42übernehmen, aber wir haben automatische
- 1:04:44Dün und Tore gemacht.
- 1:04:45Ja,
- 1:04:46wenn es äh das Leopolds Museum oder das
- 1:04:49Museum od eine Kunst. Die Eingänge
- 1:04:50hatten wir gemacht, Ringstraßengalerien,
- 1:04:52die Eingänge
- 1:04:53waren so ein
- 1:04:54mittelständisches Unternehmen. 35, 40
- 1:04:56Mitarbeiter haben halt so selektive
- 1:05:00automatische Türen Mhm.
- 1:05:01gebaut. Ganz klassischer
- 1:05:03Handwerksbetrieb, Vater selber
- 1:05:04aufgebaut, Meister
- 1:05:07selber noch gelernt im Eltern im
- 1:05:09elterlichen Betrieb, kann Schweißen
- 1:05:11drehen, Portalbau, Autocut. Also, wenn
- 1:05:15alles daneben geht mit der
- 1:05:16Beratungsleistung, dann
- 1:05:19genau, dann zurück zu Roots.
- 1:05:22Aktuell beschäftigen mehr mit meinem
- 1:05:23Sohn damit, wie man eine Seifenkiste
- 1:05:25baut, aber ja, man könnte es vielleicht
- 1:05:27wieder
- 1:05:29äh zum Abschluss noch die Frage, weil
- 1:05:31sie gerade auch den die die Beratung
- 1:05:33eines Unternehmers, der bei der Übergabe
- 1:05:37äh was machen will und das und das das
- 1:05:39Unternehmen übergeben muss, angesprochen
- 1:05:41haben. Äh, wie gehen Sie eigentlich
- 1:05:43damit um, wenn ein CEO etwas will, wo
- 1:05:45Sie wissen, ist 100% falsch, dass der
- 1:05:47das immer noch will. Was machen wir
- 1:05:49jetzt? Und dann ist er ja der
- 1:05:50Auftraggeber.
- 1:05:51Mhm.
- 1:05:51Da können Sie noch so persistent sein,
- 1:05:53wie Sie möchten, aber irgendwann wird er
- 1:05:55sagen, äh da kommen wir nicht zusam
- 1:05:58Ja,
- 1:05:58und dann kommen man nicht zusam.
- 1:06:00Mhm.
- 1:06:01Ähm, ich schätze das ähm sehr bei uns,
- 1:06:06dass die dass McKinsy zumindest so wie
- 1:06:10ich kennengelernt habe und so wie wir
- 1:06:12das Leben die Möglichkeit gibt bei
- 1:06:14Projekten nein zu sagen, wenn wir
- 1:06:16wirklich der Meinung sind, der findet
- 1:06:18ein Fehler statt.
- 1:06:19Wir sind interessanterweise sogar im in
- 1:06:22der eigenen Innenwahrnehmung dazu
- 1:06:24angehalten von unseren Kollegen in
- 1:06:26solchen Situationen die Entscheidung zu
- 1:06:28treffen. Das wird unter den Kollegen
- 1:06:32sehr positiv gesehen.
- 1:06:34Kriegen wir das immer richtig hin? sein.
- 1:06:36Ich glaub äh jedes Unternehmen macht
- 1:06:39manchmal etwas, was man vielleicht im
- 1:06:41Nachhinein gesehen, aber im Nachhinein
- 1:06:42ist immer leichter. Aber wir haben
- 1:06:44eigentlichen, wir legen großen Wert auf
- 1:06:46die Kultur Themen zu erkennen, wo wir
- 1:06:50nicht helfen können, dann nein zu sagen.
- 1:06:54Dann freue ich mich, dass Sie ja zu
- 1:06:55unserer Einladung in den CEO Podcast
- 1:06:57gesagt haben und dass Sie sich die Zeit
- 1:06:59genommen haben und dass wir zankommen
- 1:07:00sind sozusagen.
- 1:07:01Freut mich auch total. War super
- 1:07:03spannend. Danke. Vielen Dank.
- 1:07:05Wenn euch diese Folge gefallen hat,
- 1:07:07abonniert uns auf der Podcast Plattform
- 1:07:09eures Vertrauens oder auf YouTube. Wir
- 1:07:12freuen uns über euer Feedback, über
- 1:07:13Kommentare. Wenn ihr unsere Arbeit
- 1:07:16unterstützen wollt, dann tut ihr das am
- 1:07:17besten mit einem Abo des Standards. Mehr
- 1:07:20Informationen dazu gibt's im Internet
- 1:07:23und abo.standstandard.
- 1:07:26Ich bedanke mich sehr herzlich bei
- 1:07:27unserem Produktionsteam. Allen voran
- 1:07:29Tobias Holup und Christoph Neuwiert.
- 1:07:31Schold Wilhelm ist unser Chef vom
- 1:07:33Dienst. Die Musik kommt von Maximilian
- 1:07:35Blä. Mein Name ist Gerold Riedmann und
- 1:07:37ich bedanke mich sehr herzlich fürs
- 1:07:39dabei sein. Bis zum nächsten Mal.
About this transcript
This page contains the full transcript of McKinsey-Manager Martin Wrulich: KI-Agenten, Risiko USA, Österreichs Standortproblem by DER STANDARD, generated from the public captions YouTube serves with the video. The transcript has 11,021 words across 2,014 segments, with the original timestamps preserved so you can click any line to jump to that moment in the embedded player.
What you can do with it
Use the transcript to take notes, quote the speaker, build a study guide, generate a summary with ChatGPT or Claude via the YouTube Summary tool, or export it as a timed subtitle file with YouTube to SRT. You can also re-open it in the transcriber to translate the transcript into 100+ languages.
Free YouTube transcript tool
YouTube2Text is a free YouTube transcript generator — no signup, no daily limit. Paste any YouTube link and get the full transcript instantly, with timestamps, click-to-jump, translation to 100+ languages, AI prompts for ChatGPT, Claude, and Gemini, and exports to TXT, SRT, VTT, or Markdown.