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James Bain - 35 Jahre unschuldig im Gefängnis — Transcript

by helmut becker · 2,117 words · 351 segments · language en · Watch on YouTube

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  1. 0:00James B, ein Mann, der 35 Jahre im
  2. 0:02Gefängnis gesessen hat, für eine Tat,
  3. 0:03die er nachweislich niemals begangen
  4. 0:06hat. Und da ist er. Herzlich willkommen,
  5. 0:08James B. Freue mich sehr, dass Sie da
  6. 0:10sind und auch seine Schwester Pes,
  7. 0:13herzlich willkommen bei uns in der
  8. 0:15Sendung.
  9. 0:22James, wir haben uns schon einmal
  10. 0:24gesehen. Das war drei Monate, nachdem
  11. 0:27Sie aus dem Gefängnis damals entlassen
  12. 0:28worden waren und wenn ich sie heute so
  13. 0:30sehe, sehe ich einen anderen Menschen.
  14. 0:32Wie geht's ihm?
  15. 0:36Alles in Ordnung?
  16. 0:38Es geht mir gut. Wie hat sich Ihr Leben
  17. 0:40seitdem verändert? Ich habe sehr, sehr
  18. 0:42oft an Sie gedacht, weil mir dieses
  19. 0:44Gespräch damals äh in sehr starke
  20. 0:46Erinnerung geblieben ist. äh und ähm ich
  21. 0:49immer wieder überlegt habe, was wäre
  22. 0:50passiert, wenn dieser Freispruch zu
  23. 0:53einem späteren Zeitpunkt gekommen wäre,
  24. 0:54aber er kam zu einem Punkt ihres Lebens,
  25. 0:57an dem man noch mal was Neues anfangen
  26. 0:59konnte, an dem man noch mal was aufbauen
  27. 1:01konnte, an dem man noch mal von vorne
  28. 1:03anfangen konnte.
  29. 1:10Ja, ich konnte damals
  30. 1:12äh in einen Ort gehen, wo eine meiner
  31. 1:15Schwestern arbeitete und ich habe dort
  32. 1:17all die anderen getroffen, getroffen,
  33. 1:19die kannten meinen Fall natürlich alle
  34. 1:21Einzelheiten. Und da muss ich heute noch
  35. 1:24Gott danken, denn dieser Weg heraus aus
  36. 1:27diesem Weg heraus aus dem
  37. 1:29Gefängnisgebäude habe ich meine
  38. 1:30zukünftige Frau kennengelernt, habe ich
  39. 1:32sie getroffen und wir haben danach
  40. 1:35darüber diskutiert und haben gesagt, wir
  41. 1:38treffen uns dann da und da und sprechen
  42. 1:40unsere Zukunft mal durch.
  43. 1:44Und dann haben wir uns erzählt äh
  44. 1:47gegenseitig, was wir gerne tun würden in
  45. 1:49der Zukunft und so weiter, wie wir uns
  46. 1:51das
  47. 1:52vorstellen. Und dieser eine Tag hat
  48. 1:55dafür gesorgt, dass wir drei Jahre
  49. 1:56später verheiratet waren.
  50. 1:59Pzi, was war das für Sie für ein Moment,
  51. 2:01wenn wir die Geschichte mal von hinten
  52. 2:02anfangen? der Tag, an dem ihr Bruder
  53. 2:05plötzlich wieder draußen war und sie ihn
  54. 2:06draußen in Freiheit in die Arme
  55. 2:08schließen
  56. 2:12konnten. Es war der beste Tag in meinem
  57. 2:18Leben, einfach zu sehen, wie er da
  58. 2:21rauskommt und dass er auf mich zukam.
  59. 2:24Das war so aufregend alles. Wir dachten
  60. 2:27ja nie, das würde jemals wahr werden.
  61. 2:29Und nicht nur sie haben äh im Grunde
  62. 2:32nicht mehr daran geglaubt, dass das
  63. 2:33jemals wahr werden würde, weil das, was
  64. 2:35vorausgegangen war, so unglaublich war.
  65. 2:38Sie waren bei der Verhaftung 19 Jahre
  66. 2:40alt, James. Was ist in der Nacht am 23.
  67. 2:43März
  68. 2:441974 tatsächlich
  69. 2:50passiert? Das alles war ganz komisch.
  70. 2:52Die klopften abends, lächelten, wir
  71. 2:55waren zu Hause, waren nett zu uns,
  72. 2:57klopften an die
  73. 3:00Tür und sagten: "Herr Ban, wir haben ein
  74. 3:02kleines Problem. Wenn es ihnen nichts
  75. 3:04ausmachen würde, einmal mit uns zu
  76. 3:05kommen, dann können wir das zusammen
  77. 3:07schnell
  78. 3:10aufklären. Aber ich habe nur einfach
  79. 3:14gedacht, so leicht ist das wirklich so
  80. 3:16einfach und habe Mama und Papa gar nicht
  81. 3:18geweckt und bin mit zur
  82. 3:20Erwacheln. Und
  83. 3:22äh dann haben die mich in ein
  84. 3:25Hinterzimmer gebracht und zwei Stunden
  85. 3:26sitzen lassen dort. Und dann kamen sie
  86. 3:28wieder und
  87. 3:30sagten: "Wir müssen sie über Nacht hier
  88. 3:32behalten." Habe ich gesagt, über Nacht?
  89. 3:35Denn sie haben mir nicht gesagt, warum,
  90. 3:38um was es ging, das haben sie mir viel
  91. 3:40später erzählt.
  92. 3:43Und
  93. 3:47äh dann wurde dieses Problem plötzlich
  94. 3:49auf einer viel höheren Ebene immer
  95. 3:52größer und äh ich hatte überhaupt keine
  96. 3:55Möglichkeit meine Eltern zu sehen, mit
  97. 3:57denen zu
  98. 3:59reden, wohl ich darum gebeten hat und
  99. 4:01dann bin ich vom äh örtlichen Gefängnis
  100. 4:04in das County Gefängnis gebracht worden
  101. 4:08und dann hat alles eigentlich erst
  102. 4:09richtig
  103. 4:11angefangen. Dann haben sie gesagt, warum
  104. 4:13ich da war. Was hat man ihnen
  105. 4:15vorgeworfen und wann haben Sie erfahren,
  106. 4:17was man ihnen vorwurft vorwirft?
  107. 4:25Als sie mich dann verlegt haben in das
  108. 4:27andere
  109. 4:28Gefängnis,
  110. 4:30äh wo die schwereren Kriminellen
  111. 4:33hinkommen, da hat man mich in einen Raum
  112. 4:35gesetzt und mir erklärt, mir die Anklage
  113. 4:39erläutert, Entführung, vergewaltig
  114. 4:45Vergewaltigung. Und dann habe ich
  115. 4:46gesagt, Moment, da sitzt der falsche vor
  116. 4:48euch. Wie kommt ihr auf meinen Namen?
  117. 4:55Und jemand anders hat die Vergewaltigung
  118. 5:00begangen. Irgendjemand hat das Kind aus
  119. 5:03einem Baseball Match heraus entführt,
  120. 5:07ihn gezwungen, sich auf den Bauch zu
  121. 5:10legen und äh auf den
  122. 5:16Rasen und äh ihn vergewaltigt.
  123. 5:22Und der Täter hat dann sein Glied
  124. 5:24herausgeholt und hat ihn dann von hinten
  125. 5:28vergewaltigt und dann hat er eben seinen
  126. 5:30Namen ins Ohr geflüstert. Ich bin Jamie
  127. 5:34Bane, hat er
  128. 5:39gesagt und dieser Name ist hingeblieben.
  129. 5:42Ich mach dem Opfer gar keine Vorwürfe,
  130. 5:43aber das Opfer hatte diesen Namen im
  131. 5:45Kopf und hat den dann
  132. 5:49weitergegeben. Und er hat gesagt, wenn
  133. 5:51ich absteige von dir und du schossst mir
  134. 5:53ins Gesicht, dann wirst du dich an mich
  135. 5:55erinnern. Er hat den ja vorher praktisch
  136. 5:57auf den Bauch
  137. 5:59gezwungen und am
  138. 6:02Ende hat er gesagt, wenn du mich jetzt
  139. 6:04noch mal anschaust, dann bringe ich dich
  140. 6:06um. ist also weg und das Opfer ist dann
  141. 6:09nach Hause gelaufen zur
  142. 6:13Familie, aber die hatten schon
  143. 6:15angefangen zu suchen, hatten paar
  144. 6:17Freunde bebeigeholt und haben gemeinsam
  145. 6:19nach ihm gesucht. Und dann kam er in der
  146. 6:22Situation äh kam er nach Hause zu seiner
  147. 6:26Familie, die Mutter, der Onkel, die
  148. 6:29Polizei war auch da. Die haben gesagt,
  149. 6:31wo warst du denn? Und dann äh hat er
  150. 6:34Ihnen erzählt, was geschehen war. Pzi,
  151. 6:37was haben Sie in der Familie gesprochen
  152. 6:40besprochen, als klar war, welcher
  153. 6:42Vorwurf da im Raum steht und wann haben
  154. 6:44Sie davon erfahren?
  155. 6:49Ja, ich habe noch denselben Abend davon
  156. 6:51erfahren. Meine Mutter hat angerufen und
  157. 6:54dann war es ja auch schon in der ganzen
  158. 6:56Stadt rum. Ich habe überhaupt nicht
  159. 6:58verstanden, was da passiert ist, denn
  160. 7:00man muss ja nur James kennen und wusste,
  161. 7:02das kann nicht sein. Nicht nur, weil er
  162. 7:04mein Bruder ist, wusste ich, er kann es
  163. 7:06nicht getan hat, sondern wir wussten, er
  164. 7:08würde das niemals einem äh kleinen
  165. 7:11Jungen antun. Wir mussten ihn ja immer
  166. 7:13schützen, weil er ja auch der Jüngste
  167. 7:14bei uns war und wir konnten es einfach
  168. 7:16nicht glauben. Wir wussten, es war ein
  169. 7:19Fehler und auch die Kinder in der
  170. 7:21Nachbarschaft, die kamen zu uns rüber
  171. 7:23und haben genau das gleiche gesagt,
  172. 7:24haben gesagt, Jim kann das niemals
  173. 7:26gewesen sein. Und er war ja auch da und
  174. 7:28wir haben Fernseh geschaut zu Hause. Das
  175. 7:30habe ich ja immer gesagt.
  176. 7:33nur weil jemand den Namen von ihm
  177. 7:36genannt hat und sein Onkel, der äh
  178. 7:40kannte ihn von der Schule her gesagt
  179. 7:41hat, das könnte er sein. Und
  180. 7:45deswegen haben wir auch diese Bilder,
  181. 7:49die sie ihm gezeigt haben, das konnte
  182. 7:52gar nicht Jamie sein, obwohl das Kind
  183. 7:53das sagen musste. Es war auf den
  184. 7:55Bildern. Das heißt, sie hatten ein
  185. 7:57Alibi. Warum hat man diesem Alibi nicht
  186. 7:59geglaubt? Und warum ist es ihrem Anwalt
  187. 8:01nicht gelungen, das Gericht davon zu
  188. 8:02überzeugen, dass das ein Hieb und
  189. 8:03Stichfest des Alibi tatsächlich
  190. 8:08war? Also, man muss sich daran erinnern,
  191. 8:11was damals möglich und unmöglich war.
  192. 8:13Die
  193. 8:14Kriminaltechnik damals, die nennt man
  194. 8:17heute steinzeitlich.
  195. 8:19äh wenn da noch ein Revolver geraucht
  196. 8:22hat oder wenn man ein Bild hatte oder
  197. 8:24wenn der ob das Opfer so etwas sagte,
  198. 8:26dann reichte
  199. 8:27das. Und
  200. 8:30äh als das Kind das Opfer davor gericht
  201. 8:34stand und man sagte: "Schau ihn an und"
  202. 8:37und er zeigte auf mich. War er das, der
  203. 8:40dir das angetan hat? Da hat der Jung
  204. 8:42gesagt:
  205. 8:43"Ja." Und
  206. 8:46äh da waren sie überzeugt und von dem
  207. 8:49Moment an haben sie mich verurteilt.
  208. 8:50Mhm.
  209. 8:52Wenn es dann zu diesem Urteil kommt äh
  210. 8:55lebenslänglich und möglicherweise steht
  211. 8:57auch eine Todesstrafe im Raum, wie
  212. 9:01schafft man es als Familie
  213. 9:03zusammenzustehen, nicht zu verzweifeln
  214. 9:05und denjenigen, um den es geht, so zu
  215. 9:08motivieren und auch am Leben zu halten,
  216. 9:10schlicht und ergreifend, dass er nicht
  217. 9:11verzweifelt.
  218. 9:16Ja, da gab es zwei Teile. Er und meine
  219. 9:19Mutter. Als er verurteilt wurde, da
  220. 9:22waren wir im Gericht und meine Mutter,
  221. 9:25die ist hier
  222. 9:27zusammengebrochen. Ich
  223. 9:29vergesse nie, hat sich umgedreht bei dem
  224. 9:31Urteilspruch und hat meine Mutter
  225. 9:32angesehen, was machen wir denn jetzt?
  226. 9:35Und äh
  227. 9:37sie ja, wir hatten den Anwalt, aber wir
  228. 9:41konnten mit ihm nichts machen. Wir haben
  229. 9:43uns einfach um unsere Mutter geschart.
  230. 9:44Er war ja unser kleiner Bruder. Also
  231. 9:47standen wir zusammen als Familie und
  232. 9:49mussten sehen, was können wir tun,
  233. 9:51Mutter trösten und ihm helfen. Das war
  234. 9:54nicht leicht, aber wir haben es
  235. 9:56geschafft. Wir mussten unsere ganze
  236. 9:59Lebensweise
  237. 10:01ändern und wenn sie ihn besuchen wollte,
  238. 10:05wenn wir arbeiten mussten, mussten wir
  239. 10:07Urlaub einreichen, um ihn besuchen zu
  240. 10:10können. Das war schon alles schwierig.
  241. 10:12Wie haben Sie die Zeit im Gefängnis
  242. 10:14erlebt? Sie haben mal gesagt, die
  243. 10:15härtesten Jahre waren die ersten 15.
  244. 10:22Das war auch so, denn du musst dich ja
  245. 10:25völlig neu anpassen an ein anderes
  246. 10:28Leben. Du bist in einem anderen Leben
  247. 10:29entrissen worden. Ich bin herausgestoßen
  248. 10:32worden aus der Gesellschaft und das kann
  249. 10:35man gar nicht erklären, was man da
  250. 10:37empfindet. eine solche Strafe, solche
  251. 10:40Sühne und die ersten 15 Jahre waren auch
  252. 10:43eben sehr sehr schwierig zu versuchen,
  253. 10:45ein Mensch zu bleiben, irgendwo an einer
  254. 10:47anderen Stelle in der Gesellschaft zu
  255. 10:50bleiben. Aber Gott sei Dank, ich muss es
  256. 10:52noch einmal sagen, ist mir das gelungen,
  257. 10:55diese ersten 15 zu überstehen und auch
  258. 10:57den Rest dann bis zur Freilassung. Man
  259. 11:00steht ja auch in der Hierarchie im
  260. 11:02Gefängnis selbst als verurteilter
  261. 11:04Vergewaltiger eines kleinen Jungen,
  262. 11:06vermutlich ganz ganz
  263. 11:11unten. Ganz klar. Und ich kann mir
  264. 11:13vorstellen, dass das nicht nur in den
  265. 11:15USA so ist. Da wirst du zum Ziel zur
  266. 11:21Zielscheibe auch die Anwälte, die
  267. 11:24Juristen im Gefängnis haben eine
  268. 11:26entsprechende Einstellung zu dir. Kannst
  269. 11:28dich damit dem Anwalt unterhalten, äh
  270. 11:31nicht mit ihm übereinstimmen und er
  271. 11:33braucht das nur zu einem weiter zu sagen
  272. 11:36und dann eskaliert das dann im
  273. 11:38Gefängnis. Aber ich musste natürlich da
  274. 11:40gewisse Risiken eingehen, sonst wäre ich
  275. 11:43dort verendet.
  276. 11:47lange bevor Innocent Project dieses
  277. 11:50Projekt dann kam, die mir geholfen
  278. 11:52haben, die eingegriffen haben. Jetzt
  279. 11:54kann man den direkt schreiben, heute
  280. 11:56jeder andere auch, aber damals ging das
  281. 11:58überhaupt nicht.
  282. 11:59Sie haben eben gerade gesagt, ich wäre
  283. 12:01sonst eingegangen, ich ich wäre schlicht
  284. 12:03und ergreifend gestorben. Womit
  285. 12:05motiviert man sich? Wie hält man sich am
  286. 12:06Leben, wenn man da drin sitzt und merkt,
  287. 12:09es ist aussichtslos und du weißt, ich
  288. 12:12war das nicht, ich habe das nicht
  289. 12:13gemacht, aber keiner glaubt
  290. 12:19mir. Man kann nur von einem Tag auf den
  291. 12:22anderen leben und überleben und weiter
  292. 12:25hoffen, dass der Tag kommt. Man ist
  293. 12:27bereit am nächsten Tag und für den
  294. 12:29nächsten Tag. Die Tage werden zu Monaten
  295. 12:31und diese zu Jahren. Und du musst weiter
  296. 12:34nach vorn schauen und ich danke Gott,
  297. 12:36dass er mich durch diese Jahre geführt
  298. 12:39hat, denn ich habe dann natürlich auch
  299. 12:40alles mögliche gesehen. Ja, ein Stoß,
  300. 12:45ein Schlag, ein Blick. Die Spannung ist
  301. 12:47ja schon da, wenn die Leute wissen, du
  302. 12:50hast das angeblich getan und die
  303. 12:52Spannung dort, alle sind unter Stress,
  304. 12:54alle sind aggressiv und wenn du ein
  305. 12:56Problem hast, musst du es direkt
  306. 13:03angehen. Da gibt es überhaupt keine
  307. 13:05Umwege. Natürlich habe ich mich auch
  308. 13:07geschützt, verteidigt, das muss man ja,
  309. 13:10denn sonst im Gefängnis, dann bist du
  310. 13:13der letzte, auf den sich alle stürzen.
  311. 13:15Da bist du die Beute, die Schwache und
  312. 13:17jeder wird sich an dir reichen. Und äh
  313. 13:20ich habe versucht den klar zu machen,
  314. 13:22dass ich da nicht die richtige Beute
  315. 13:24bin. Und da muss ich auch dem Herrn
  316. 13:25wieder danken. Und ich würde gerne zum
  317. 13:28Schluss einen Satz von Ihnen noch
  318. 13:30loswerden. Den haben Sie irgendwo in
  319. 13:31einem Interview gesagt. Sie haben
  320. 13:32gesagt, egal was da passiert ist und
  321. 13:35egal wie hart das war, ich bin nicht
  322. 13:38bitter deshalb.
  323. 13:42Nein, ich bin wirklich nicht
  324. 13:44verbittert, denn als ich im Gefängnis
  325. 13:48saß, bin ich doch sehr gläubig geworden
  326. 13:51und äh ich muss das immer wieder
  327. 13:54erzählen, denn am ersten Tag äh haben
  328. 13:57die Medien mich natürlich bombardiert,
  329. 14:00verfolgt mit der Familie und das war
  330. 14:02nicht so einfach.
  331. 14:05Die wollten natürlich wissen, äh wie
  332. 14:07sieht's aus in ihnen? Das konnte sich
  333. 14:09auf dieser Welt niemand vorstellen, aber
  334. 14:11Gott hat da geholfen. Kein andere hätte
  335. 14:13das können. Und das ist mir da
  336. 14:15gedämmert, warum ich hier
  337. 14:18bin. Nur er war das. Und ich sage es
  338. 14:22gerne immer wieder, ich bin nicht als
  339. 14:24Christ eingerückt, aber ich bin dem dann
  340. 14:27näher gekommen bei diesem Versuch zu
  341. 14:31überlegen. Und dann eines Tages ist mir
  342. 14:33klar geworden, was Gott und seine Macht
  343. 14:35wirklich bedeutet. 35 Jahre hat er mich
  344. 14:38hochgehalten und durchgetragen.
  345. 14:40So kann man
  346. 14:43das. Er muss es gewesen sein, niemand
  347. 14:46anders. Und seitdem ist er bei mir und
  348. 14:48ich bei ihm, wo ich auch Vorträge halte,
  349. 14:51wo ich auch rede, ich erwähne es immer
  350. 14:55wieder. Studenten, Kirchen, Colleges,
  351. 14:59überall sage ich das.

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