Diabetes mellitus | Krankheitsbild — Transcript
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- 0:00In diesem Video beschäftigen wir uns mit
- 0:01Diabetes Melitus. Gemeinsam schauen wir
- 0:04uns das Krankheitsbild mit Ursachen und
- 0:06Symptomen genau an. Insbesondere die für
- 0:08die Praxis wichtigen Form
- 0:09Diabetesmelitus Typ 1 und Typ 2. Das
- 0:13Ganze einfach und verständlich erklärt,
- 0:15damit du gut für deine Prüfung und die
- 0:17Praxis vorbereitet bist. Und damit
- 0:20herzlich willkommen auf unserem Kanal
- 0:21Pflegerelevant. Wir erklären dir die
- 0:24wichtigsten Themen rund um den
- 0:25Pflegeberuf.
- 0:27Was bedeutet überhaupt der Begriff
- 0:29Diabetes Melitus? Diabetes Melitus ist
- 0:32umgangssprachlich auch als
- 0:34Zuckerkrankheit bekannt und kann vom
- 0:36altgriechischen Wort die Albanien
- 0:38abgeleitet werden, was dem Deutschen
- 0:40hindurchfließen entspricht, sowie dem
- 0:42lateinischen Wort Melitus, was mit Honig
- 0:45Süß übersetzt werden kann. Frei
- 0:47übersetzt ins Deutsche bedeutet
- 0:48Diabetesmelitus, also honigsüßer
- 0:51Durchfluss. Die Bezeichnung rührt daher,
- 0:54dass die Erkrankung zu einer vermehrten
- 0:56Urinausscheidung von über 3 lit täglich
- 0:58führt. Als Fachbegriff mit Polyrie
- 1:01bezeichnet. Zusätzlich hat der Urin bei
- 1:04Betroffenen einen süßlichen Geruch und
- 1:05einen zuckerähnlichen Geschmack, da
- 1:07darin Glucose, eine Form von Zucker,
- 1:09enthalten ist. Als Fachbegriff bedeutet
- 1:12dies Glucosorie.
- 1:14Es scheint also so, als würde übermäßig
- 1:16viel süße Flüssigkeit durch die
- 1:18erkrankten Menschen durchfließen. Und
- 1:20tatsächlich wurde der Geruch und der
- 1:22Geschmack des Urins in der Vergangenheit
- 1:24von Ärztinnen und Ärzten genutzt, um die
- 1:26Diagnose zu stellen. Eine Methode, die
- 1:28heute dank des medizinischen
- 1:29Fortschrittes nicht mehr angewendet
- 1:31werden muss, kommt die Erkrankung
- 1:34Diabetesmelitus häufig vor. Laut dem
- 1:37Bundesministerium für Gesundheit war in
- 1:39Deutschland im Jahr 2024 bei ca. 7,2%
- 1:43der Erwachsenen im Alter von 18 bis 79
- 1:45Jahren ein Diabetesmelitus als Diagnose
- 1:48bekannt, sodass aktuell mehr als 6
- 1:51Millionen erkrankte Menschen in
- 1:52Deutschland leben. Dazu kommen noch
- 1:54Kinder und Jugendliche und zahlreiche
- 1:56bisher unentdeckte Fälle. Es wird davon
- 1:58ausgegangen, dass die Häufigkeit und das
- 2:00Vorkommen der Erkrankung im Fachbegriff
- 2:03Prävalenz unter anderem in Deutschland
- 2:05in den nächsten Jahren weiter zunimmt.
- 2:07Es ist also eines der relevantesten
- 2:09Krankheitsbilder für die Praxis im
- 2:11Gesundheitswesen und dementsprechend ein
- 2:13wichtiger Teil deiner Ausbildung.
- 2:16Wie kann Diabetesmelitus definiert
- 2:18werden? Schauen wir uns die Definition
- 2:21im Detail an. Diabetes Melitus
- 2:23bezeichnet eine chronische
- 2:24Stoffwechselstörung, gekennzeichnet
- 2:27durch eine Erhöhung des
- 2:28Blutzuckerspiegels bei erniedrigter
- 2:30intrazellulärer Blutzuckerverfügbarkeit.
- 2:33Verursacht durch einen Insulinmangel und
- 2:36oder einer verminderten
- 2:37Insulinempfindlichkeit.
- 2:39Es ist eine chronische
- 2:40Stoffwechselstörung.
- 2:42Die Hauptbestandteile unserer Nahrung
- 2:44sind Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße.
- 2:47Vereinfacht gesagt wandelt unser Körper
- 2:49Nährstoffe durch Stoffwechselvorgänge
- 2:51zur Energiegewinnung um und scheidet
- 2:53nicht verwertbare Produkte über Urin und
- 2:55Stuhl wieder aus. Stell dir unseren
- 2:58Stoffwechsel als eine Fabrik vor, in der
- 3:00verschiedene Materialien verarbeitet und
- 3:02reguliert werden. Kommt es an einer
- 3:04Stelle zu Problemen, wirt sich dies
- 3:06gesamte Produktion aus.
- 3:09Bei Diabetesmelitus ist dieser
- 3:10Stoffwechsel gestört und es gibt
- 3:12Probleme bei der Umwandlung der Nahrung
- 3:14in Energie. Die Produktion läuft also
- 3:17nicht mehr richtig. Dadurch kommt der
- 3:19Körper in ein Ungleichgewicht und es
- 3:21zeigen sich Symptome. Die Erkrankung ist
- 3:24gekennzeichnet durch eine Erhöhung des
- 3:26Blutzuckerspiegels.
- 3:28Glucose ist ein Hauptenergienährstoff
- 3:30für unseren Körper und wird dabei über
- 3:32das Blut zu den Körperzellen
- 3:34transportiert.
- 3:36Glucose wird auch als Einfachzucker
- 3:38bezeichnet und kommt sowohl direkt
- 3:40beispielsweise in Traubenzucker als auch
- 3:42in Bestandteilen in Kohlenhydraten wie
- 3:44Brot vor. Der Blutzuckerspiegel
- 3:47bezeichnet die Menge an Glucose, welche
- 3:49im Blut eines Menschen vorhanden ist.
- 3:51Sie kann durch Blutzuckermessung
- 3:52bestimmt werden und ist bei
- 3:54Diabetesmelitus erhöht. Dadurch zeigt
- 3:57sich, dass der Körper die Glucose nicht
- 3:59mehr richtig verwerten kann. Bei
- 4:02erniedrigter intrazellulärer
- 4:03Blutzuckerverfügbarkeit.
- 4:05Bei einem gesunden Stoffwechsel
- 4:07verbrauchen Muskel und Fettzellen die
- 4:09Glucose zur Energiegewinnung.
- 4:11Obwohl der Blutzuckerspiegel zwar erhöht
- 4:13ist, also genügend Glucose im Blut
- 4:15transportiert wird, kommt diese Glucose
- 4:18nicht in den Zellen an. Dies meint die
- 4:21intrazelluläre Blutzuckerverfügbarkeit
- 4:23vom lateinischen Wort intra, was
- 4:25innerhalb bedeutet. Bei der Krankheit
- 4:28gibt es also ein Problem damit, die
- 4:29Glucose aus dem Blut, den Körperzellen
- 4:32zur Verfügung zu stellen. Dieses Problem
- 4:35wird verursacht durch einen
- 4:37Insulinmangel und oder einer
- 4:38verminderten Insulinempfindlichkeit.
- 4:42Damit die Zelltypen der Muskel und
- 4:44Fettzellen die Glucose aus dem Blut
- 4:45aufnehmen und verwerten, also verstoff
- 4:47wechseln können, wird das Hormon Insulin
- 4:50benötigt. Insulin wird normalerweise vom
- 4:53Körper selbst produziert. Ohne Insulin
- 4:56kann die Glucose nicht vom Blut in die
- 4:57Körperzellen gelangen. Dies erklärt,
- 5:00warum bei Diabetesmelitus der
- 5:01Blutzuckerspiegel, also der
- 5:03Glucosegehalt im Blut chronisch erhöht
- 5:04ist, während die Zellen jedoch keine
- 5:06Glucose erhalten. Der Grund liegt im
- 5:09Hormon Insulin, welches entweder im
- 5:11Körper nicht mehr ausreichend produziert
- 5:13wird, wodurch es zum absoluten
- 5:15Insulinmangel kommen kann, oder eine
- 5:18andereursache, wenn das Insulin seine
- 5:20Wirksamkeit verliert. Das bedeutet, die
- 5:22Fett und Muskelzellen des Körpers
- 5:24reagieren vermindert auf das Insulin.
- 5:27Dies wird auch relativer Insulinmangel
- 5:29genannt, da zwar noch Insulin vorhanden
- 5:31ist, dies aber aufgrund der
- 5:32Unempfindlichkeit relativ nicht mehr
- 5:34ausreicht. Es kann also verschiedene
- 5:37Ursachen geben, warum es zu dieser
- 5:39Stoffwechselstörung kommt. Deshalb wird
- 5:41Diabetes Melitus je nach Ursache bzw.
- 5:44Auslöser in unterschiedliche Typen
- 5:46eingeteilt.
- 5:48Welche unterschiedlichen Typen von
- 5:50Diabetes Melitus gibt es?
- 5:53Die beiden wichtigsten Typen, welche du
- 5:55kennen solltest, sind Diabetesmelitus
- 5:57Typ 1 und der Diabetesmelitus Typ 2. Die
- 6:01Einteilung ist sinnvoll, dass ich
- 6:03insbesondere die Ursachen und der
- 6:04Krankheitsverlauf und damit auch der
- 6:06Therapieansatz von Typ zu Typ
- 6:08unterscheiden. Aus der Definition haben
- 6:10wir gelernt, dass es zwei hauptsächlich
- 6:12unterschiedliche Ursachen geben kann,
- 6:14welche zu Diabetes Melitus führen.
- 6:17Erstens, ein absoluter Insulinmangel, da
- 6:20der Körper zu wenig oder kein Insulin
- 6:22mehr bildet. Dies ist ein wesentliches
- 6:24Kennzeichen von Diabetesmelitus Typ 1.
- 6:28Eine andere Ursache ist ein relativer
- 6:30Insulinmangel, bei dem das Insulin durch
- 6:32eine verminderte Insulinempfindlichkeit
- 6:34von Fett und Muskelzellen seine Wirkung
- 6:36verliert. Dies ist ein wesentliches
- 6:39Kennzeichen von Diabetes Melitus Typ 2.
- 6:42Die beiden Typen treten sehr
- 6:44unterschiedlich häufig auf. Von den an
- 6:46Diabetesmelitus erkrankten Menschen in
- 6:48Deutschland haben 90 bis 95% Typ 2. Ein
- 6:53wesentlich geringerer Teil ist der Typ 1
- 6:55Diabetes mit ca. 5 bis 10 %. Alle Typen
- 6:59von Diabetes haben gemeinsam, dass es zu
- 7:01einer Störung des Glucosestoffwechsels
- 7:03kommt. Wie funktioniert der
- 7:05Gluosestoffwechsel?
- 7:07Zentrales Organ zur Regulierung unseres
- 7:09Glucosestoffwechsels, also des
- 7:11Blutzuckerspiegels, ist die
- 7:12Bauchspeicheldrüse als Fachbegriff
- 7:15Pankreas, welche sich im Oberbauch
- 7:17direkt hinter unserem Magen befindet.
- 7:20Die Bauchspeicheldrüse reguliert den
- 7:21Blutzuckerspiegel durch die Hormone
- 7:23Insulin, was den Blutzucker senkt und
- 7:26dem Gegenspieler dem Hormon Glukagon,
- 7:28das ihn langsam erhöht. Zum Verständnis
- 7:31hilft das Schlüsselschlossprinzip.
- 7:33Bei einem physiologischen, also gesunden
- 7:35Stoffwechsel wird die Glucose aus der
- 7:37Nahrung über das Blut den Zellen als
- 7:39Energie zur Verfügung gestellt. Gelangt
- 7:42vermehrt Glucose ins Blut, steigt der
- 7:44Blutzuckerspiegel.
- 7:46Das Hormon Insulin wird benötigt und
- 7:48schließt als Schlüssel die Körperzelle
- 7:50quasi auf, damit die Glucose in die Fett
- 7:53und Muskelzellen gelangen kann, worauf
- 7:55die Glucose verbraucht wird und der
- 7:56Blutzuckerspiegel wieder sinkt. Da es
- 8:00bei Diabetesmelitus jedoch zu einem
- 8:02absoluten oder relativen Insulinmangel
- 8:04kommt, kann die Zelle nicht mehr richtig
- 8:06aufgeschlossen werden. Beim absoluten
- 8:08Insulinmangel bildet die
- 8:09Bauchspeicheldrüse kein Insulin mehr und
- 8:12es stehen quasi keine Schlüssel zur
- 8:14Verfügung. Beim relativen Insulinmangel
- 8:17sind die Zellen unempfindlicher
- 8:18geworden. Das heißt, die Schlüssel
- 8:20passen nicht mehr richtig und es werden
- 8:22mehr Schlüssel benötigt. Die Fett und
- 8:24Muskelzellen können also ohne
- 8:26ausreichend Insulin die Glucose aus dem
- 8:28Blut nicht mehr aufnehmen. Die Glucose
- 8:31verbleibt im Blut und der
- 8:32Blutzuckerspiegel von Betroffenen steigt
- 8:34immer weiter an.
- 8:37Warum ist der Blutzuckerspiegel für den
- 8:39Menschen so wichtig? Der
- 8:41Blutzuckerspiegel ist für den Menschen
- 8:43essentiell, da Glucose die Hauptquelle
- 8:45der Energie für unsere Zellen, Organe
- 8:48und vor allem das Gehirn ist. Sowohl zu
- 8:51hohe als auch zu niedrige
- 8:52Blutzuckerwerte sind schädlich. Die
- 8:54Blutzuckerwerte eines Menschen schwanken
- 8:56über den Tagesverlauf.
- 8:58Nach der Aufnahme von Kohlenhydraten
- 9:00steigt der Blutzucker. Wie stark und
- 9:03schnell der Blutzuckerwert ansteigt, ist
- 9:05dabei abhängig, welche Form von
- 9:07Kohlenhydraten der Mensch zu sich nimmt.
- 9:10Bei gesunden Menschen sorgt die
- 9:11Bauchspeicheldrüse nach dem Anstieg für
- 9:13die Insulinausschüttung, wodurch Glucose
- 9:16in die Zellen gelangt und der Blutzucker
- 9:18wieder sinkt. Um zu überprüfen, ob die
- 9:20Blutzuckerregulation des Körpers
- 9:22funktioniert, ist insbesondere der
- 9:24nüchtern Blutzuckerspiegel wichtig.
- 9:27Mindestens 8 Stunden nach der letzten
- 9:29Mahlzeit, beispielsweise am Morgen vor
- 9:31dem Frühstück. Ein normaler Wert liegt
- 9:34zwischen 70 bis 99 mg Glucose pro
- 9:37Deziliter Blutplasma. International wird
- 9:40der Blutzuckerwert oft in Millimol pro
- 9:43Liter angegeben. In diesem Fall musst du
- 9:45den Wert umrechnen, indem du ihn durch
- 9:47die Zahl 18 teilst. Ein zu niedriger
- 9:50Blutzuckerspiegel wird auch als
- 9:52Hypoglykchemie oder umgangssprachlich
- 9:54als Unterzuckerung bezeichnet und tritt
- 9:56bei Werten von unter 55 mg Glucose pro
- 10:00Dezyliter Blutplasma auf, wobei
- 10:02individuell bereits Symptome bei unter
- 10:0470 mg auftreten können. Die Hypoglyukäie
- 10:07ist ein medizinischer Notfall, da das
- 10:09Gehirn dann nicht ausreichend mit
- 10:11Energie versorgt wird. Es ist also
- 10:13wichtig, dass stets genügend Glucose im
- 10:16Blut vorhanden ist.
- 10:18Im Gegensatz dazu bezeichnet man eine
- 10:20chronische Erhöhung des
- 10:21Blutzuckerspiegels als Hyperglykchemie,
- 10:24welche bei nüchternen Werten von über
- 10:26126 mg auftritt. Dies deutet auf eine
- 10:30gestörte Insulinregulation hin, wie sie
- 10:32bei Diabetes Melitus vorkommt. Der
- 10:35Blutzuckerspiegel fällt also bei einer
- 10:37Hyperglykemie im nüchternen Zustand
- 10:39nicht wie erwartet in den normalen
- 10:41Bereich ab und es befindet sich
- 10:42dauerhaft zu viel Glucose im Blut, da
- 10:45diese nicht mehr ausreichend in die
- 10:46Muskel und Fettzellen gelangen kann. Was
- 10:50sind die typischen Symptome bei Diabetes
- 10:52Melitus?
- 10:54Die zentralen Merkmale von
- 10:55Diabetesmelitus sind die Hyperglykchemie
- 10:58und die erniedrigte intrazelluläre
- 11:00Blutzuckerverfügbarkeit.
- 11:02Dies führt zu zahlreichen Symptomen.
- 11:05Glucosorie und Polyorie. Der Körper
- 11:09versucht den erhöhten Glucosegehalt im
- 11:11Blut zu regulieren, indem er Glucose
- 11:13bzw. Zucker mit dem Urin ausscheidet.
- 11:16Der Fachbegriff Glucosorie und Polyorie.
- 11:20Das heißt, die Menge der Urinausschah
- 11:24auf über 3 l am Tag. Wir erinnern uns an
- 11:27die Namensherkunft Diabetesmelitus für
- 11:29honig süßer Durchfluss, welches genau
- 11:32diese beiden Symptome beinhaltet.
- 11:35Poldypsie und Dehydratation.
- 11:37Durch die vermehrte Ausscheidung von
- 11:39Urin verlieren die Betroffenen viel
- 11:41Flüssigkeit. Dadurch entwickelt sich ein
- 11:43starkes Durstgefühl als Fachbegriff
- 11:46Polypsie. Obwohl Betroffene übermäßig
- 11:49viel und häufig trinken, verliert der
- 11:52Körper mehr Flüssigkeit, als er
- 11:53aufnimmt, was im Fachbegriff
- 11:55Dehydratation bedeutet.
- 11:58Gleichzeitig gelangt zu wenig Glucose in
- 12:00die Zellen. Dadurch entstehen Symptome
- 12:02wie Müdigkeit und Schwäche. Dies kann
- 12:06sich beispielsweise in Leistungsverlust,
- 12:08Konzentrations und Sprachstörung oder
- 12:10auch in Bewusstseinsstörung zeigen.
- 12:13Gewichtsverlust. Da der Körper zu wenig
- 12:15Glucose zur Verfügung hat, verbraucht
- 12:17der andere Energiereserven aus Fett und
- 12:20Muskelgewebe. Obwohl sie ausreichend
- 12:22Nahrung zu sich nehmen, verlieren
- 12:24Betroffene daher häufig rasch an
- 12:26Gewicht.
- 12:27Was passiert, wenn Diabetesmelitus
- 12:29unzureichend behandelt wird? Wird ein
- 12:32Diabetesmelitus nicht erkannt oder
- 12:35unzureichend behandelt, können
- 12:36Langzeitschäden und Folgeerkrankung
- 12:38entstehen. Besteht über längere Zeit
- 12:41eine Hyperglykämie, werden durch den
- 12:43vermehrten Glucosegehalt im Blut,
- 12:45Organe, Gefäße und Nerven des Körpers
- 12:47geschädigt. Insbesonderen Unterschenkel
- 12:50und Füßen können Wundheilungsstörung
- 12:52oder Sensibilitätsstörung durch
- 12:53geschädigte Gefäße auftreten. Es kann
- 12:56dadurch zu zahlreichen Folgeerkrankung
- 12:58und Komplikationen im gesamten Körper
- 13:00wie vermehrten Infektionen,
- 13:02Nierenschäden, Arteriosklerose oder
- 13:05schweren Augenschäden mit der Blindung
- 13:07kommen. Neben den Langzeitschäden können
- 13:09auch akute Komplikationen durch eine
- 13:11Stoffwechselentgleisung entstehen. Wenn
- 13:13der Blutzuckerspiegel unkontrolliert
- 13:15weiter ansteigt, kann es zu einer
- 13:17Stoffwechselgleisung kommen. Das heißt,
- 13:19der Stoffwechsel des Körpers gerät aus
- 13:21dem Gleichgewicht und kann dies nicht
- 13:23mehr kompensieren, was im schlimmsten
- 13:25Fall zu einem diabetischen Koma führt.
- 13:28Wie kann Diabetesmelitus behandelt
- 13:30werden? Der Therapieansatz hängt sehr
- 13:33von der Ursache, also dem Typ, des
- 13:35Diabetes ab. Schauen wir uns zunächst
- 13:37Diabetesmelitus Typ 1 an, bei dem es zum
- 13:40absoluten Insulinmangel kommt. Was ist
- 13:44Diabetes Melitus Typ 1? Wir haben
- 13:47bereits gelernt, dass das wichtige
- 13:48Hormon Insulin in der Bauchspeicheldrüse
- 13:51gebildet und ausgeschüttet wird, genauer
- 13:54in den Betaellen der Bauchspeicheldrüse.
- 13:57Diabetestyp 1 entsteht, wenn diese
- 13:59insulinproduzierenden Betaellen zerstört
- 14:01werden. Es gilt als Autoimmunerkrankung.
- 14:05Dies ist eine Art Fehlfunktion unseres
- 14:07Immunsystems, bei dem körpereigene
- 14:09Zellen vom Immunsystem als schädlich
- 14:11eingestuft und folglich bekämpft bzw.
- 14:14zerstört werden. Infolge kann die
- 14:17Bauchspeicheldrüse kein Insulin mehr
- 14:19bilden und es kommt zum absoluten
- 14:21Insulinmangel.
- 14:23Dabei ist es wissenschaftlich nicht
- 14:24geklärt, warum die Zerstörung der
- 14:26Betazellen genau ausgelöst wird. Eine
- 14:29Kombination verschiedener Faktoren wie
- 14:31Umweltfaktoren beispielsweise
- 14:33Virusinfekte sowie im geringen Maße auch
- 14:36eine erbliche Veranlagung erhöhen das
- 14:38Risiko an Diabetes Melitus Typ 1 zu
- 14:40erkranken. Da sich das Immunsystem in
- 14:43jungen Jahren am stärksten entwickelt,
- 14:45tritt Typ 1 häufig schon früh im Leben
- 14:48auf. oftmals schon im Kindes oder
- 14:50Jugendalter, seltener bei Erwachsenen.
- 14:53Durch den absoluten Insulinmangel kann
- 14:55es zu einem schnellen Fortschreiten der
- 14:57Erkrankung innerhalb von Tagen bis
- 14:59Wochen mit stark ausgeprägten Symptomen
- 15:01kommen und es besteht ein hohes Risiko
- 15:04der Stoffwechselentgleisung in Form des
- 15:06ketoazidotischen Komas.
- 15:09Um die Diagnose zu sichern, kann neben
- 15:11den sichtbaren Symptomen durch
- 15:13verschiedene Untersuchungen die
- 15:14Stoffwechsellage eines Menschen
- 15:15untersucht werden, um Hinweise zu
- 15:17finden. Hier eignen sich
- 15:19Blutuntersuchung wie Blutzuckermessung
- 15:22zum Nachweis einer Hyperglykämie, der
- 15:24Nachweis von Autoantikörpern, welche für
- 15:26die Zerstörung der Betazellen
- 15:28verantwortlich sind, oder die Messung
- 15:30des sogenannten C-peptids, welches bei
- 15:32der Produktion von Insulin entsteht und
- 15:35so Rückschlüsse darüber gibt, wie viel
- 15:36Insulin der Körper produziert, sowie
- 15:39Urinuntersuchung auf Glucosegehalt oder
- 15:42Ketonkörper, welche beim Abbau von Fett
- 15:45entstehen. Zur Therapie und Behandlung
- 15:48Diabetes Melitus Typ 1 ist eine
- 15:50chronische und aktuell nicht heilbare
- 15:52Stoffwechselerkrankung.
- 15:53Die Zerstörung der Betazellen der
- 15:55Bauchspeicheldrüse kann nicht mehr
- 15:57rückgängig gemacht werden. Somit sind
- 15:59Betroffene ein Leben lang darauf
- 16:01angewiesen, ihre Stoffwechsellage zu
- 16:03kontrollieren und Insulin von außen
- 16:05zuzuführen mit dem Ziel, den
- 16:07Blutzuckerwert stets im normalen Bereich
- 16:09zu halten, um lebensbedrohliche
- 16:11Komplikationen und Folgeerkrankung zu
- 16:14vermeiden. Da dies eine schwierige
- 16:16Aufgabe ist, gibt es sogenannte Diseas
- 16:18Management Programme, in denen
- 16:20Betroffene professionelle Beratung
- 16:22erhalten und lernen mit der Erkrankung
- 16:24zu leben und Komplikationen frühzeitig
- 16:26wahrzunehmen. Wichtige Bausteine der
- 16:29Therapie sind die regelmäßige
- 16:31Blutzuckerkontrolle.
- 16:33Der Blutzuckerspiegel muß regelmäßig
- 16:35überprüft und gegebenfalls angepasst
- 16:38werden. Aufgrund der häufigen
- 16:39Blutzuckermessung haben viele betroffene
- 16:41Menschen mit Typ 1 Sensor zur
- 16:43Blutzuckerspiegelmessung im Oberarm,
- 16:46welcher insbesondere Alarm schlägt,
- 16:47falls der Blutzuckerspiegel zu stark
- 16:49abfällt und eine Hypoglykemie droht.
- 16:52Insulintherapie.
- 16:54Da die Regulation mittels Insulin über
- 16:56die Bauchspeicheldrüse nicht mehr
- 16:58funktioniert und dem Körper kein Insulin
- 17:00mehr zur Verfügung steht, kann der
- 17:01Blutzuckerspiegel nach ärztlicher
- 17:03Bewertung und Anordnung über Zufuhr von
- 17:05Insulin von außen reguliert werden. Die
- 17:08Injektion des benötigten Insulins
- 17:10geschieht über sogenannte Insulinpens
- 17:12durch eine subkutane Injektion oder wird
- 17:15automatisch durch Insulinpumpen am
- 17:17Körper übernommen. Eine Insulintherapie
- 17:20ist schwierig, da der Blutzuckerspiegel
- 17:22und die benötigte Menge und Art des
- 17:24Insulins von der Ernährung und Aktivität
- 17:26eines Menschen abhängen. Durch eine
- 17:29falsch angepasste Insulintherapie kann
- 17:31der Blutzuckerspiegel zu stark abfallen
- 17:33und es besteht das Risiko einer
- 17:35Hypoglykemie. Deshalb ist bei Symptomen
- 17:37von Menschen mit Insulintherapie zuerst
- 17:40an die Möglichkeit einer Hypoglykemie zu
- 17:42denken und diese ist unbedingt zu
- 17:44vermeiden.
- 17:46Angepasste Ernährung. Welche Nahrung wir
- 17:49zu uns nehmen, hat einen großen Einfluss
- 17:51auf unseren Stoffwechsel und den
- 17:52Glucosegehalt im Blut. Hier ist
- 17:54insbesondere die Menge und die Art der
- 17:56Kohlenhydrate in der Nahrung wichtig, da
- 17:59der Körper diese unterschiedlich schnell
- 18:00in Glucose aufspaltet.
- 18:03Betroffene Menschen benötigen eine
- 18:05spezielle Ernährungsberatung, in der sie
- 18:07lernen, wie unsere Ernährung sich auf
- 18:08den Blutzuckerspiegel auswirkt. Im
- 18:11sogenannten gllykämischen Index bzw. der
- 18:14gllyukäischen Last wird bestimmt, wie
- 18:17stark und schnell ein kohlenhydratiges
- 18:19Lebensmittel den Blutzuckerspiegel
- 18:20ansteigen lässt. Ein ähnliches System
- 18:23die Auswirkung von Kohlenhydraten auf
- 18:25unseren Blutzuckerspiegel zu bestimmen,
- 18:27sind die Broteinheiten. Durch eine
- 18:29bewusste Ernährung und Erfahrung können
- 18:31Betroffene sich ihren Insulinbedarf
- 18:33durch die Ernährung so ungefähr
- 18:35ausrechnen.
- 18:37Angepasste körperliche Aktivität.
- 18:40Sport und Bewegung sind gesund. Jedoch
- 18:42sollten Aktivitäten gut eingeplant und
- 18:44bei der Insulintherapie stets
- 18:46berücksichtigt werden. Durch Aktivitäten
- 18:48wie Bewegung, Sport oder körperliche
- 18:51Anstrengung werden unsere Körperzellen
- 18:53empfindlicher für Insulin und folglich
- 18:55benötigen wir in diesem Fall weniger
- 18:57davon. Riskante Sportarten wie Klettern
- 19:00können eventuell nicht durchgeführt
- 19:02werden, wenn das Risiko einer
- 19:03Hypoglykämie und Bewusstseinseintrübung
- 19:06besteht. Betroffene sollten im Alltag
- 19:09daer stets zuckerhaltige Nahrung oder
- 19:11Notfallmedikamente wie Gluagoninjektion
- 19:14bei sich tragen, um eine Hypoglykämie
- 19:16rasch behandeln zu können. Damit haben
- 19:19wir das Krankheitsbild Diabetesmelitus
- 19:21Typ 1 abgeschlossen und gelernt, dass
- 19:24der absolute Insulinmangel durch eine
- 19:26Autoimmunerkrankung,
- 19:27bei der die eigenen Immunzellen die
- 19:29Insulinproduzierenden Betaellen der
- 19:31Bauchspeicheldrüse zerstören, ausgelöst
- 19:33wird.
- 19:34Der Verlauf ist bei diesem Typ eher
- 19:36schnell. Sobald die Betaellen zerstört
- 19:39sind, steht dem Körper kein Insulin mehr
- 19:41zur Verfügung, wodurch es zu einer
- 19:43raschen Stoffwechselgleisung kommen
- 19:45kann. Durch den absoluten Insulinmangel
- 19:47wird eine lebenslange Insulintherapie
- 19:49erforderlich. Typ 1 tritt weitaus
- 19:52häufiger schon im Kindes oder
- 19:53Jugendalter auf.
- 19:56Kommen wir nun zum am häufigst
- 19:57verbreiteten Diabetesmelitus Typ 2, an
- 20:00dem 90 bis 95% aller Betroffenen
- 20:03erkrankt sind.
- 20:04Was ist Diabetesmelitus Typ 2?
- 20:08Kennzeichnend für Typ 2 Diabetes ist
- 20:10eine verminderte Insulinempfindlichkeit
- 20:12von Fett und Muskelzellen. Die
- 20:15Rezeptoren dieser Zellen werden also
- 20:17zunehmend resistent gegenüber dem
- 20:19Insulin. Das heißt vereinfacht
- 20:21ausgedrückt. Das Insulin verliert seine
- 20:23Wirkung und es wird mehr Insulin
- 20:25benötigt, um die Glucose in die Zellen
- 20:27zu bekommen. Um entgegenzuwirken,
- 20:30schüttet die Bauchspeicheldrüse zu
- 20:31Beginn der Erkrankung noch mehr Insulin
- 20:34aus. Im Verlauf erschöpfen sich jedoch
- 20:37die Betaellen und die Insulinproduktion
- 20:39nimmt ab. Es kommt dann zu einem
- 20:41relativen Insulinmangel im Körper.
- 20:45Diese Abnutzung der Insulinrezeptoren
- 20:47und der Betaellen der Bauchspeicheldrüse
- 20:49geschieht überwiegend durch ein
- 20:51Überangebot von Glucose, bedingt durch
- 20:53ungesunde Ernährung, Übergewicht und
- 20:56Bewegungsmangel, aber auch durch eine
- 20:58genetische Veranlagung. Diabetes Melitus
- 21:01Typ 2 hängt also in erster Linie mit
- 21:03einer ungesunden Lebensweise zusammen
- 21:05und wird zum metabolischen Syndrom
- 21:07gezählt. Dies ist eine Kombination von
- 21:10Risikofaktoren, welche häufig zu
- 21:12schwerwiegenden
- 21:12Herzkreislauferkrankungen führt. Zum
- 21:15metabolischen Syndrom zählen ein
- 21:17erhöhter Nüchternblutzuckerwert, ein
- 21:19erhöhter Bauchumfang, Hypertonie und
- 21:22ungesunde Fettwerte im Blut.
- 21:25Aufgrund des hohen Einflusses des
- 21:27Lebensstils Typ 2 häufiger in
- 21:30Industrieländern und meist erst im
- 21:32mittleren bis höheren Lebensalter ab 40
- 21:34Jahren auf, wobei die Anzahl jüngerer
- 21:37Menschen mit Typ 2 Diabetes in den
- 21:39letzten Jahren ebenfalls ansteigt.
- 21:42Typ 2 verläuft er langsam und
- 21:44fortschreitend, da der Stoffwechsel die
- 21:46ungesunde Lebensweise zunächst noch
- 21:48kompensieren kann, während die Fett und
- 21:50Muskelzellen langsam unempfindlicher
- 21:52gegenüber dem Insulin werden. Der
- 21:55Krankheitsverlauf kann somit über Monate
- 21:57bis zum Teil Jahre verlaufen, in denen
- 21:59der Blutzuckerspiegel bereits chronisch
- 22:01erhöht ist, der Stoffwechsel des Körpers
- 22:04dies aber noch ausgleichen kann und
- 22:05nicht entgleißt. Dies kann zu vielen
- 22:08Folgeerkrankungen führen. Die ersten
- 22:11Symptome sind meist noch unauffällig.
- 22:13Durch die anhaltende Hyperglykemie kann
- 22:15es zu vermehrten Hautinfektionen kommen,
- 22:17da ein erhöhter Blutzuckerwert das
- 22:19Wachstum von Bakterien und Pilzen
- 22:20begünstigt und der natürliche
- 22:22Säureschutz der Haut verloren geht.
- 22:25Ebenso kann es aufgrund von Austrocknung
- 22:27und Nervenschädigung der Schweißdrüsen
- 22:29zu einem Juckreiz kommen. Erst im
- 22:31fortgeschrittenen Verlauf von Typ 2
- 22:33treten die Diabetesmelitussymptome
- 22:35wie Glucosorie und Polyorie sowie ein
- 22:38unerklärlicher Gewichtsverlust auf.
- 22:40Da die Symptome bei Typ 2 erst spät
- 22:42auftreten, wird die Erkrankung häufig
- 22:45per Zufallsbefund in Routineuntersuchung
- 22:47entdeckt.
- 22:49Zur Diagnose wird bei Verdacht ein
- 22:51Blutzucker Tagesprofil durchgeführt,
- 22:54also drei nüchtern Blutzuckermessungen
- 22:56am Tag jeweils vor den Mahlzeiten, um
- 22:58eine Hyperglykemie nachzuweisen. Weiter
- 23:01können in einer Blutuntersuchung der
- 23:03sogenannte HBA1C Wert bestimmt werden.
- 23:07Dieser Wert gibt Aufschluss über den
- 23:09Langzeitblutzwert der letzten zwei
- 23:11Monate und in einer Urinuntersuchung
- 23:14geschaut werden, ob Glukosorie vorhanden
- 23:16ist.
- 23:17Bei dem sich eher langsam entwickelnden
- 23:19und fortschreitenden Typ 2 Diabetes
- 23:22besteht die Krankheit unter Umständen
- 23:24schon einen längeren Zeitraum, das heißt
- 23:26über Monate oder Jahre, weshalb nach der
- 23:28Diagnose auch immer die Gefäße und
- 23:30Organe von Betroffenen genau auf
- 23:33Folgeschäden durch Hyperglykchämie
- 23:34untersucht werden.
- 23:37Der Therapieansatz wird individuell für
- 23:39jeden einzelnen Menschen gewählt und ist
- 23:41abhängig von Alter und den Ressourcen
- 23:43der Betroffenen sowie dem
- 23:44Krankheitsverlauf.
- 23:46Ziel ist es, den Gluosestoffwechsel zu
- 23:48fördern und den Blutzuckerspiegel zu
- 23:51normalisieren.
- 23:52Je nachdem, wie fortgeschritten die
- 23:54Erkrankung bereits ist, sind
- 23:55unterschiedliche Therapieansätze
- 23:57möglich. Wichtige Bausteine der Therapie
- 24:00bei Typ 2 sind insbesondere eine
- 24:03Anpassung des Lebensstils. Dazu zählen
- 24:06eine gesunde Ernährung, weshalb auch
- 24:08hier eine Ernährungsberatung sinnvoll
- 24:10sein kann, um Überernährung und
- 24:12ungesunde Lebensmittel zu vermeiden. Bei
- 24:14Übergewicht eine Reduktion des
- 24:16Körpergewichts
- 24:18sowie ausreichend Bewegung und
- 24:19körperliche Aktivität, um die
- 24:21Insulinempfindlichkeit der Körperzellen
- 24:23wieder zu erhöhen und den Stoffwechsel
- 24:25zu unterstützen.
- 24:27Da die Bauchspeicheldrüse bei Typ 2 noch
- 24:29in der Lage ist, Insulin zu produzieren,
- 24:31kann es sein, dass Betroffene hier durch
- 24:33einen gesunden Lebensstil nicht zwingend
- 24:36auf eine Insulingabe angewiesen sind.
- 24:38Dennoch sollte der Blutzuckerspiegel
- 24:40regelmäßig kontrolliert werden, um eine
- 24:42Hyperglykchemie zu vermeiden. Lässt sich
- 24:44der Blutsuckerwert nicht durch
- 24:46Lebensstiländerung in einen normalen
- 24:47Bereich senken, wird zunächst mit oralen
- 24:50Antidiabetiker häufig dem Wirkstoff mit
- 24:53Formin versucht, den Blutzuckerspiegel
- 24:55zu normalisieren. Erst wenn die oralen
- 24:58Antidiabetiker nicht ausreichen, wird
- 25:00mit einer Insulintherapie begonnen. Die
- 25:02Insulintherapie, welche bei Typ 1
- 25:04zwingt, erforderlich ist, ist bei Typ 2
- 25:06also das letzte Mittel der Wahl, da
- 25:09diese Gefahr einer lebensbedrohlichen
- 25:11Hypoglyukäie, also Unterzuckerung birgt,
- 25:14falls zu viel Insulin gegeben wird.
- 25:17Damit haben wir auch Diabetes Melitus
- 25:19Typ 2 gelernt. Hier ist der
- 25:21Krankheitsverlauf eher langsam und
- 25:23fortschreitend.
- 25:25Die Fett und Muskelzellen werden
- 25:26zunehmend unempfindlicher gegenüber dem
- 25:28Insulin. In der weiteren Folge kommt es
- 25:31zum relativen Insulinmangel.
- 25:33Diabetesmelitus Typ 1 und Typ 2 sind die
- 25:36beiden für die Pflegepraxis wichtigsten
- 25:38Formen, welche du unbedingt kennen
- 25:40solltest.
- 25:41Der Vollständigkeit halber möchten wir
- 25:43kurz die zwei weiteren Formen von
- 25:45Diabetesmelitus erwähnen. Eine spezielle
- 25:48Form ist der Typ 4, auch Gestations bzw.
- 25:51Schwangerschaftsdiabetes genannt. Dieser
- 25:54Typ tritt bei ca. 5% aller Frauen in der
- 25:57Schwangerschaft in Deutschland auf.
- 25:58Ähnlich dem Typ 2 verringert sich die
- 26:00Insulinempfindlichkeit von Muskel und
- 26:02Fettzellen, jedoch ausgelöst durch die
- 26:04veränderte Hormonlage während der
- 26:06Schwangerschaft.
- 26:08Obwohl Typ 4 Diabetes nach der
- 26:09Schwangerschaft meist wieder
- 26:10verschwindet, zeigen Mütter, die
- 26:12zeitweise ein Gestationsdiabetes hatten,
- 26:15ein erhöhtes Risiko im Laufe ihres
- 26:17Lebens an einem Typ 2 Diabetes zu
- 26:19erkranken. Für seltene Formen des
- 26:21Diabetes Melitus, welchem keinem anderen
- 26:23Typ zugeordnet werden können, gibt es
- 26:25den Typ 3. Dieser Typ betrifft weniger
- 26:28als 5% der an Diabetesmelitus erkrankten
- 26:30Menschen in Deutschland. Die Ursachen
- 26:32können hier unterschiedlich sein.
- 26:34Beispielsweise können durch Erkrankung
- 26:36der Bauchspeicheldrüse, des
- 26:38Hormonsystems oder als unerwünschte
- 26:40Medikamentennebenwirkung,
- 26:41Störung des Glucosestoffwechsels
- 26:43verursacht werden. Damit kennst du jetzt
- 26:46das Krankheitsbild Diabetes Melitus.
- 26:49Alle Typen haben gemeinsam, dass es zu
- 26:51einer Störung des Glucosestoffwechsels
- 26:53kommt, was sich in einer Hyperglykemie
- 26:55zeigt.
- 26:58Wir von Pflegerelvant bedanken uns für
- 27:00deine Aufmerksamkeit und wünschen dir
- 27:01noch ganz viel Erfolg und Freude beim
- 27:03Lernen. Wenn du uns unterstützen
- 27:05möchtest, lass uns gerne ein Abo da. Bis
- 27:08zum nächsten Mal. Mögen Pflege und
- 27:10Sonnenschein stets mit dir sein.
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