Dauerbrenner Plastikmüll. Wer zahlt den Preis? | WeltWeit 10.07.2026 — Transcript
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- 0:07Rund 400 Millionen Tonnen Plastikmüll
- 0:10fallen jährlich an. Nur ein kleiner Teil
- 0:12wird recycelt. Auch Österreich ist
- 0:14meilenweit entfernt davon, die 50 %
- 0:17Vorgabe zu erfüllen. Wer zahlt den Preis
- 0:19für den Dauerbrenner Plastikmüll?
- 0:26In Kenia landet ein großer Teil unserer
- 0:28Altkleiderspenden. Patrick Hafner
- 0:30unterwegs auf Müllbergen, die als Folge
- 0:32billiger Massenproduktion stetig
- 0:34wachsen.
- 0:35Viele wollen es nicht verstehen, aber
- 0:37bei den meisten Textilien handelt es
- 0:39sich in Wahrheit um Plastik.
- 0:46Rumänien importiert riesige Mengen
- 0:48Plastikabfall aus EU- und Drittstaaten.
- 0:51Isabella Pokart über Müll, der statt in
- 0:53Recyclinganlagen auf wilden Deponien
- 0:55endet.
- 0:57Das bedeutet, dass die Verschmutzung
- 0:58hier noch hunderte Jahre bleiben wird.
- 1:03Auf den Philippinen ist Plastikmüll
- 1:05allgegenwärtig. In den Städten, auf den
- 1:07Stränden, im Meer. Eva Pöcksteiner
- 1:09taucht ein in ein vielversprechendes
- 1:11Zero-Waste-Projekt.
- 1:15Wir müssen sicherstellen, dass das Meer
- 1:16nicht nur sauber ist, sondern dass sich
- 1:18auch niemand hier verletzen kann.
- 1:23Wir sind für Sie unterwegs, fragen nach,
- 1:25tauschen uns aus, wollen Antworten
- 1:27finden. Eine Spurensuche in drei
- 1:29Ländern.
- 1:35Im Sortierlager der Caritas.
- 1:40Hier landet die Kleidung, die ausgedient
- 1:42hat.
- 1:45Secondhandware für den Verkauf im
- 1:47hauseigenen Geschäft, aber vor allem für
- 1:49den Export nach Afrika.
- 1:52Ich treffe Karolin Metzler von der
- 1:54Caritas Vorarlberg. Das Aussortieren von
- 1:58Textilmüll ist wichtig, damit er nicht
- 2:00im Ausland landet. Doch die
- 2:02Ausschussware wird ständig mehr. Die
- 2:05Altkleiderbranche kämpft mit
- 2:07synthetischer Billigmode aus China.
- 2:10Jeder, der irgendwie in den sozialen
- 2:12Medien ist, kennt das im Online-Handel
- 2:15wunderschöne Bilder daherkommen mit
- 2:17wunderschönen Kleidern zu unglaublich
- 2:20günstigen Preisen irgendwo aus China
- 2:23geliefert. Das fühlt man direkt, dass
- 2:25das 100 % Polyester ist. Und die
- 2:28einzigen, die da Freude haben, ist die
- 2:29Textilverbrennung. Das gibt einen
- 2:31wunderbaren Brennstoff.
- 2:33Sonja Lenz arbeitet seit 15 Jahren hier
- 2:36und kennt das Geschäft. Sie sortiert
- 2:38nach 200 verschiedenen Kriterien.
- 2:41Synthetische Kurzfasern, wie sie vor
- 2:43allem bei billiger Wegwerfmode verwendet
- 2:46werden, kommen bei ihr in den
- 2:48Müllbehälter.
- 2:49Sie merken das gleich, was das ist.
- 2:50Also, dass es sich hier um Kunststoff
- 2:52handelt.
- 2:52ist 100 % Polyester.
- 2:54Ist das mehr geworden in den vergangenen
- 2:56Jahren, dass mehr Kunststoffanteil
- 2:58einfach in der Kleidung ist?
- 2:59Ja, also das nimmt von Monat zu Monat
- 3:01nimmt es drastisch zu.
- 3:03Und was passiert denn damit?
- 3:05Also, das muss eigentlich zum größten
- 3:06Teil sofort in Textilmüll, weil zur
- 3:09Weiterverwertung geht es gar nicht. Und
- 3:11nach Afrika oder in andere
- 3:14Behälter geht es auch nicht,
- 3:16weil das ist ja von der Qualität her ist
- 3:18es so schlecht, dass man das äh
- 3:22nicht tragen kann eigentlich. Einmal und
- 3:25dann
- 3:27Also, das könnte man jetzt schon noch
- 3:28schon noch tragen.
- 3:29Tragen?
- 3:30Schlecht sieht das nicht aus.
- 3:32Nee, das ist
- 3:33Nicht kaputt, hat keine ist nicht
- 3:35verschmutzt.
- 3:35Genau, das ist ja das trügerische. Das
- 3:37schaut eigentlich ganz gut aus,
- 3:41aber
- 3:42wenn man das anfasst, das ist ein das
- 3:45ist einfach untragbar. Und gerade die
- 3:47Länder wie Afrika,
- 3:49wo es sehr heiß ist, ist das
- 3:53Das schwitzt man dann.
- 3:54Schwitzt man genau.
- 3:58Ich bin in Kenias Hauptstadt Nairobi auf
- 4:01dem Gikomba Markt.
- 4:03Ich möchte herausfinden, wo die
- 4:05Kleiderspenden landen.
- 4:08Ich finde sie in Ballen gepresst zu 25
- 4:11Kilo das Stück.
- 4:12Zwischenhändler schicken die Ware aus
- 4:14Europa und anderen Teilen der Welt vor
- 4:17allem nach Ostafrika.
- 4:19Hier soll die Kleidung ein zweites Leben
- 4:22bekommen.
- 4:27Was in den Ballen drin ist, hält viele
- 4:30Überraschungen bereit. Eigentlich sollte
- 4:32die Ware vorsortiert hier ankommen. Doch
- 4:35nach Schätzungen ist ein Drittel
- 4:38unbrauchbar. Es landet direkt auf dem
- 4:40Müll. Die Ware ist Abfall und genau
- 4:43genommen handelt es sich um
- 4:45Plastikabfall.
- 4:48Um die 200 Teile sind in einem [musik]
- 4:50Ballen zusammengepresst.
- 4:52Kunststofffasern aus Polyester, Acryl
- 4:54oder Nylon stehen an erster Stelle.
- 4:57Billigmode aus Plastik.
- 5:02Janet Chemitei ist Umweltaktivistin und
- 5:05Influencerin aus Nairobi. Sie will mir
- 5:08zeigen, wo sie jene Kunststoffkleidung
- 5:10findet, die bei uns keiner mehr haben
- 5:12will. Kenia importiert 180.000 Tonnen
- 5:16gebrauchte Textilien jedes Jahr, so viel
- 5:19wie kein anderes afrikanisches Land.
- 5:22Das ist Polyester.
- 5:24Und Nylon.
- 5:24Ja.
- 5:27Es sieht aus wie Baumwolle, aber es ist
- 5:28keine, wenn man genau hinschaut.
- 5:33Mir ist aufgefallen, dass sogar die
- 5:35Strickwaren synthetisch hergestellt
- 5:37sind.
- 5:41Strickwaren aus Wolle gibt es gar nicht
- 5:43mehr.
- 5:47Die Händlerin verkauft A-klassifizierte
- 5:50Secondhand-Kleidung und trotzdem es
- 5:53findet sich auch hier jede Menge
- 5:54Synthetik sowie unverkäufliches.
- 5:58Das ist Polyester.
- 6:01Die Sachen sind oft sehr schmutzig oder
- 6:02Synthetik.
- 6:04Das bedeutet, dass man sie hier in Kenia
- 6:06nicht tragen kann.
- 6:09Kleidung, die nicht zu gebrauchen ist,
- 6:10zerschneide ich zu Lumpen, die ich zum
- 6:12Kilopreis verkaufe.
- 6:14Damit werden dann Maschinen geputzt.
- 6:16Für mich ist das einfach nur Abfall.
- 6:28Die Dandora-Müllkippe ist eine der
- 6:30größten auf dem afrikanischen Kontinent.
- 6:34300 Millionen Kleidungsstücke werden
- 6:36hier jedes Jahr abgeladen, vermischt mit
- 6:39Hausmüll.
- 6:40Es sind die nicht aussortierten
- 6:42Textilien, die gar nicht hier landen
- 6:45dürften.
- 6:47Janet Temitay ist öfter hier. Sie zeigt
- 6:51Interessierten wie mir, welche Probleme
- 6:53unser Textilmüll in Empfängerstaaten wie
- 6:55Kenia verursacht. Eigentlich gilt in der
- 6:58EU seit vier Jahren ein Verbot,
- 7:01unsortierten oder schwer recyclebaren
- 7:03Plastikmüll nach Afrika zu exportieren.
- 7:09Eines der Probleme ist, dass wir die
- 7:11Materialien meist nicht mehr
- 7:13herausfinden können.
- 7:15Bei Secondhand-Kleidung ist in vielen
- 7:17Fällen das Etikett schon
- 7:18herausgeschnitten.
- 7:20Wenn ich jetzt bewusst nur Kleidung aus
- 7:22natürlichen Materialien wie Baumwolle,
- 7:24Leinen oder Wolle kaufen will, ohne
- 7:27Etikett kann ich das nicht herausfinden.
- 7:29Das lässt sich mit freiem Auge nicht
- 7:31erkennen.
- 7:38Was auf der Müllkippe landet, wird, wenn
- 7:41irgendwie möglich, weiterverwertet.
- 7:44Synthetische Kleidung besteht aus
- 7:45Kunststoffen, die aus Erdöl hergestellt
- 7:48werden, ein Rohstoff, der als
- 7:50Brennmaterial dient. Die toxischen
- 7:52Dämpfe bei der Verbrennung schädigen
- 7:54allerdings Mensch und Natur. Janet
- 7:57Chemitei zeigt mir, was die Müllsammler
- 8:00in hunderten Säcken hier lagern.
- 8:0294 % Das hier besteht aus 94 % Acryl und
- 8:056 % Polyester. und Polyester.
- 8:10Es ist Ground Zero der Modeindustrie,
- 8:13Endstation Müllhalde.
- 8:16Mit diesen synthetischen Fasern, die
- 8:17hier auf der Müllhalde landen, sind die
- 8:19durch die Synthetikfasern, die hier auf
- 8:21der Deponie landen, größer geworden?
- 8:27Es wird ein immer größeres Problem, weil
- 8:29Ja, die Probleme hier sind analog zur
- 8:31Massenproduktion der Modeindustrie und
- 8:34unserem übermäßigen Konsum angewachsen.
- 8:38Es dringen ständig neue Marken auf den
- 8:40Fast-Fashion-Markt.
- 8:42Und diese Unternehmen verwenden
- 8:44vorrangig synthetische Fasern, einfach,
- 8:46weil sie billig sind.
- 8:50Und wir haben dann als Folge, dass diese
- 8:52Billigkleidung am Ende unsere Umwelt
- 8:54verschmutzt und so das Leben der
- 8:56Menschen schwer beeinträchtigt.
- 9:05Während Patrick erlebt, wie unser
- 9:07Kaufverhalten Kenias Müllberge in den
- 9:09Himmel wachsen lässt, erfährt Isabella
- 9:12in Rumänien, dass Plastikmüll immer
- 9:14öfter auch in Europa Mensch und Umwelt
- 9:16belastet.
- 9:19In den vergangenen 10 Jahren hat
- 9:21Rumänien den Import wiederverwertbarer
- 9:23Materialien verdoppelt, um die eigenen
- 9:25[musik] Recyclinganlagen auszulasten.
- 9:28Vieles kommt jedoch illegal ins Land.
- 9:31Die rumänische Grenzpolizei wollte mir
- 9:33kein Interview zu dem Thema geben. Wenn
- 9:35ich mir ihre Presseausendungen anschaue,
- 9:37dann sehe ich aber regelmäßig Fälle von
- 9:39beschlagnahmtem Müll, der illegal über
- 9:41die Grenze gebracht werden sollte.
- 9:44Mit Rumäniens Schengen-Beitritt [musik]
- 9:45Anfang des Jahres fallen die bisherigen
- 9:47Grenzkontrollen weg. Das könnte illegale
- 9:50Mülltransporte begünstigen. [musik]
- 9:53Ich bin mit dem ehemaligen Leiter der
- 9:55rumänischen Umweltbehörde [musik]
- 9:56Octavian Berceanu und Dragoș Popescu,
- 9:59einem früheren Politiker, verabredet.
- 10:01[musik] Beide kämpfen seit Jahren gegen
- 10:04die Müllkrise im Land.
- 10:06So, how come that um Wie kommt es dazu,
- 10:07dass so viel Müll, darunter Plastikmüll,
- 10:09in Rumänien landet?
- 10:11It's a simple basic Es ist ein simples
- 10:14Geschäftsmodell. Ein Unternehmer
- 10:16transportiert Waren nach Westeuropa.
- 10:18Wenn der LKW zurück nach Rumänien fährt,
- 10:21soll er nicht leer unterwegs sein,
- 10:23sondern wieder Geld einbringen. Also
- 10:26wird dieser LKW auf dem Rückweg mit
- 10:29verschiedenen Dingen beladen. In unserem
- 10:32Fall eben mit Müll.
- 10:40Abgeladen wird der Müll oft auf wilden
- 10:42Deponien. Wir finden Autoteile, Reifen,
- 10:45Kleidung, alle Arten von Plastikmüll.
- 10:48Was aus dem Ausland kommt und was aus
- 10:50der Umgebung stammt, lässt sich nicht
- 10:52mehr erkennen.
- 10:54Jetzt ist das Gelände vergleichsweise
- 10:56leer. [musik] Ein Großteil des Mülls
- 10:58wurde verbrannt.
- 11:01Es hat drei Monate lang gebrannt.
- 11:03Drei ganze Monate?
- 11:05Ja, die Feuerwehr ist jeden Tag
- 11:06gekommen, um das Feuer zu löschen, aber
- 11:08sie konnten nichts ausrichten, weil es
- 11:11tief im Inneren des Müllbergs weiter
- 11:13gebrannt hat.
- 11:18Solche Brände werden oft bewusst gelegt.
- 11:21Sie lassen die Spuren von illegalem
- 11:22Abfall verschwinden und schaffen Platz
- 11:25für neuen Müll.
- 11:32Diese Art von Müllsäcken sieht man
- 11:34überall in Europa, in Frankreich,
- 11:36Deutschland, Italien, Österreich,
- 11:38Ungarn, auch in Rumänien. Sie werden
- 11:41benutzt, um den Müll mit LKWs zu
- 11:43transportieren.
- 11:45Was in dem Sack [räuspern] gewesen ist,
- 11:47ist wahrscheinlich schon verbrannt oder
- 11:49liegt hier auf dem Feld, bedeckt mit
- 11:52Schlamm und Erde.
- 11:55Offiziell gelten viele Importe als
- 11:57Recycling oder Gebrauchtwaren.
- 11:59Tatsächlich handelt es sich aber meist
- 12:01um nicht verwertbare Plastikabfälle.
- 12:03[musik]
- 12:03Wenn
- 12:06man als Unternehmer Abgaben und
- 12:09Entsorgungsgebühren vermeidet, bringt
- 12:11das deutlich mehr Gewinn als ein legales
- 12:14Geschäft.
- 12:17Deshalb umgehen viele die Gesetze und
- 12:20legen illegale Deponien rund um die
- 12:22großen Städte wie Bukarest, Craiova oder
- 12:26Iași.
- 12:29Doch die Folge ist, dass der Müll, wie
- 12:31hier, noch in 100 Jahren da liegen wird.
- 12:35Die Behörden wissen ganz genau, was hier
- 12:37passiert, aber sie tun nichts. Im
- 12:39Gegenteil, sie decken solche illegalen
- 12:41Geschäfte sogar.
- 12:48Man scheint sich hier keine große Mühe
- 12:50zu geben, illegales Müllverbrennen zu
- 12:52verstecken. Hinter mir sind schwarze
- 12:55Rauchschwaden. Man riecht es bis
- 12:57hierher, also das stinkt ziemlich.
- 13:02Mit einer Drohne wollen wir der Sache
- 13:04auf den Grund gehen.
- 13:06[musik]
- 13:07Was wir sehen, ist eine Praxis, die in
- 13:09mehreren Dörfern Rumäniens üblich ist.
- 13:13Der
- 13:15Rauch zieht über das Dorf. Dort werden
- 13:17Teile von Autos und Motoren verbrannt,
- 13:19viel Plastik und Reifen. Dieser Rauch
- 13:22ist hochgiftig.
- 13:25Sehr toxisch.
- 13:27verbrennen sie das Plastik und die
- 13:28Reifen?
- 13:32Sie wollen die Plastikteile der Autos
- 13:33loswerden, die sie auseinanderbauen. Sie
- 13:36nutzen nur die Eisen- und Metallteile
- 13:38der Fahrzeuge. Der Rest wird dann eben
- 13:40verbrannt, weil sie nichts damit
- 13:42anfangen können. Es lohnt sich nicht.
- 13:49Der Rest hat keinen wirtschaftlichen
- 13:50[räuspern]
- 13:51Nutzen.
- 13:56Nur ein sehr geringer Anteil des eigenen
- 13:58Abfalls wird in Rumänien getrennt. Es
- 14:00fehlt dem ganzen Land an
- 14:02Entsorgungsstrukturen.
- 14:05Da die Müllentsorgung besonders auf
- 14:06Inseln aufwendig und teuer ist, setzt
- 14:09man auf Siquijor auf eine Zero Waste
- 14:11Politik.
- 14:13Freundliche Menschen, malerische
- 14:15Palmenstrände, historische Kirchen.
- 14:18Heute ist Siquijor ein Urlauber-Hotspot,
- 14:21doch das war nicht immer so.
- 14:24Lange Zeit wurde die Insel Siquijor von
- 14:27Reisenden gemieden, weil sie den Ruf
- 14:29hatte, dass es hier ein Zentrum der
- 14:31Hexerei gibt. Dann hat man allerdings
- 14:34aus der Not eine Tugend gemacht und
- 14:36bietet jetzt spirituelle Behandlungen
- 14:38oder Touren der schwarzen Magie an.
- 14:41Seither sind dann viele Touristen
- 14:42gekommen, die aber auch viel Müll
- 14:44hinterlassen haben, der nicht so einfach
- 14:47wegzuberzaubern war.
- 14:49Deshalb hat die Stadtverwaltung viele
- 14:52Initiativen ins Leben gerufen, um den
- 14:54Müll zu beseitigen. Mitarbeiter und
- 14:57Mitarbeiterinnen der Küstenwache und
- 14:59viele Freiwillige reinigen den Strand
- 15:01regelmäßig. Ich bin mit der Leiterin der
- 15:04Truppe verabredet und versuche mich auch
- 15:06selbst gleich nützlich zu machen.
- 15:15Die Zigarettenfilter muss man extra
- 15:17geben. Die sind giftig.
- 15:22Wie Wie wird der Strand gereinigt?
- 15:25Regelmäßig, denn wir müssen auch
- 15:27sicherstellen, dass man sich hier nicht
- 15:29verletzen kann.
- 15:31Hier gehen viele Leute ins Meer
- 15:32schwimmen und darum versuchen wir zu
- 15:34gewährleisten, dass der Strand sicher
- 15:37ist.
- 15:44Doch nicht nur der Strand wird
- 15:46gereinigt. Zweimal im Jahr wird allem
- 15:49voran Plastik auch unter Wasser bei
- 15:51einer großen Tauchaktion gesammelt.
- 15:56Am Nachmittag kann ich mir ein weiteres
- 15:58Umweltprojekt aus der Nähe ansehen, ein
- 16:00Korallenaufzuchtprogramm.
- 16:03Ich darf Jayness Tubiano mit dem Boot
- 16:05zum Riff begleiten, das hier vor der
- 16:07Küste der Inselhauptstadt liegt.
- 16:11Viele Korallen sind durch die starken
- 16:13Stürme und Taifune, die in den
- 16:15vergangenen Jahren hier gewütet haben,
- 16:17zerstört worden. Entlang der Küste gibt
- 16:20es vor allem viele sogenannte Branch
- 16:22Corals. Das sind Korallen mit vielen
- 16:24Ästen, die sind sehr filigran. Deshalb
- 16:27sind wir sehr froh über dieses
- 16:29Aufzuchtprojekt.
- 16:32Beim Riff angekommen, mache ich mich
- 16:34fertig, um zu den Korallen in die
- 16:37Unterwasserwelt abzutauchen.
- 16:50Die Sicht ist leider nicht [musik] so
- 16:52klar, aber ich kann dennoch gut sehen,
- 16:55dass viele Korallen abgestorben sind.
- 17:02Mit durchschnittlich 18 bis 20 Taifunen
- 17:05pro Jahr sind die Philippinen eines der
- 17:08am schwersten betroffenen Länder der
- 17:10Welt.
- 17:13Auf Eisengestellen werden hier Korallen
- 17:15gezüchtet. So kann sich die
- 17:17Unterwasserwelt wieder erneuern.
- 17:21Denn weniger Korallen, das bedeutet auch
- 17:24weniger Fische und der Fischfang ist für
- 17:26die Philippinen ein wichtiger
- 17:28Wirtschaftsfaktor.
- 17:35Und Kike gibt's diese Aufzuchtstätte,
- 17:38weil da kommen jetzt ganz viele kleine
- 17:41unter Korallen nach. Also, das sieht für
- 17:43mich sehr interessant.
- 17:47Aus den Tiefen des Meeres zurück in die
- 17:49Untiefen von Kenias Müllhalden.
- 17:54Rund 500 Menschen wühlen jeden Tag im
- 17:56Abfall, auf der Suche nach verwertbaren
- 17:59Materialien. Das ist ihre
- 18:01Lebensgrundlage.
- 18:03Was kein Händler kaufen will, wird
- 18:05vergraben oder verbrannt. Zurück bleiben
- 18:08Toxine und Mikroplastik im Boden.
- 18:12Salomon Njoroge ist im Vorstand der
- 18:14Müllsammlervereinigung.
- 18:16Er fordert mehr Ehrlichkeit beim Export
- 18:19von Secondhandware.
- 18:23Wenn die Materialien getrennt werden
- 18:25könnten, könnten wir sie besser
- 18:27recyceln.
- 18:28Wir könnten Polyester oder Baumwolle
- 18:30entsprechend weiterverwenden und so
- 18:33könnten sie zur Wertschöpfung beitragen.
- 18:36Viele wollen es nicht verstehen, aber
- 18:38bei den meisten Textilien handelt es
- 18:40sich in Wahrheit um Plastik.
- 18:43Wir sollten sie als Einwegplastik
- 18:45kategorisieren und nicht als
- 18:47Textilabfall.
- 18:48Dann hätten wir eine klare Definition
- 18:51und könnten auch die Umweltbelastungen
- 18:53durch diesen Müll klarer benennen.
- 18:57Das ganze Ausmaß der Verschmutzung wird
- 18:59mir am Ufer des Nairobi River bewusst.
- 19:02Das zweite Leben unserer weggeworfenen
- 19:04Kleidung entpuppt sich als
- 19:06Umweltdesaster.
- 19:08Am Fluss wird Secondhandware neu
- 19:10aufbereitet, abgeändert oder umgefärbt
- 19:13für den neuerlichen Verkauf. Die Reste
- 19:16der Chemikalien und die synthetischen
- 19:19Fasern landen im Fluss.
- 19:22Esther Meiner ist Naturschutzexpertin.
- 19:25Sie bringt das Ausmaß der
- 19:27Umweltbelastung durch Secondhandware auf
- 19:29den Punkt. Wer denkt, dass Afrika und
- 19:32seine Probleme weit weg sind, den
- 19:34belehrt sie eines Besseren.
- 19:43Dieser Abfall verrottet nicht. Er
- 19:46sondert Mikroplastik ins Wasser ab. Von
- 19:48hier gelangt es bis in den Indischen
- 19:50Ozean. Und aus dem Indischen Ozean
- 19:54landen die Meeresfrüchte in aller Welt
- 19:56auf dem Esstisch.
- 19:59Leute, die denken, dass sie sich des
- 20:01Problems entledigen können, indem sie
- 20:03den Abfall in den globalen Süden
- 20:05schicken, verursachen nicht nur
- 20:07Umweltprobleme bei uns. Die Probleme
- 20:09kommen wieder zurück zu denen, die diese
- 20:12Kleidung produzieren.
- 20:21Die Europäische Union verhandelt derzeit
- 20:23darüber, welchen Preis die
- 20:25Modehersteller für eine fachgerechte
- 20:27Entsorgung ihrer Ware bezahlen müssen.
- 20:30Textilien sollen künftig sortenrein
- 20:32getrennt und recycelt werden. Außerdem
- 20:35soll die Beimischung von
- 20:36Recyclingkunststoffen zur Pflicht
- 20:38werden.
- 20:41Es sind gute Nachrichten für Afrika.
- 20:51Zurück in Rumänien, wo die Nachrichten
- 20:53nicht so gut sind, wie Isabella in der
- 20:55Nähe der Hauptstadt erfährt.
- 20:59Vor mir ragt einer der größten Müllberge
- 21:02Rumäniens in die Höhe, die Deponie Vidra
- 21:04südlich von Bukarest.
- 21:07Rumänien hat die niedrigste
- 21:08Recyclingquote innerhalb der
- 21:10Europäischen Union. Der meiste Müll, der
- 21:12landet auf Deponien, so wie hier.
- 21:15Boah, das stinkt echt bis hierher.
- 21:21Die Deponie ist überlastet. Es kommt
- 21:23immer wieder zu Bränden.
- 21:26Durch Verstöße gegen Umweltauflagen
- 21:28können Gase wie Methan oder
- 21:30Schwefelwasserstoff ungefiltert in die
- 21:32Luft gelangen.
- 21:37Ein großes Problem für die Bewohner und
- 21:39Bewohnerinnen der umliegenden Dörfer.
- 21:47Johana Banciu ist vor einem Monat von
- 21:49hier weggezogen.
- 21:51Warum haben Sie sich entschieden zu
- 21:52gehen?
- 21:56Wegen der Luftverschmutzung und des
- 21:58Gestanks, der fast immer in der Luft
- 22:01liegt.
- 22:03Das hat mir mit der Zeit Atemprobleme
- 22:06bereitet.
- 22:10Es war ein schleichender Prozess.
- 22:14Ich habe angefangen zu husten.
- 22:17Ich bin immer empfindlicher geworden.
- 22:20Nach fünf Jahren ist der Husten sehr
- 22:22lästig geworden.
- 22:24Ich bin fast jedes Jahr zum
- 22:25Lungenfacharzt gegangen.
- 22:27Bei meinem letzten Besuch hat er mir
- 22:29einen Inhalator verschrieben.
- 22:34Nicht nur Menschen, auch Tiere leiden
- 22:36unter den Folgen der Luftverschmutzung.
- 22:44Es ist eine Form von asthmatischer
- 22:46Bronchitis. Sie musste ebenfalls eine
- 22:48Behandlung machen und inhalieren, so wie
- 22:50ich.
- 22:54Johana, hallo, was machst du denn hier?
- 22:57Bist du wegen der ganzen Sauerei
- 22:58gekommen?
- 23:04Johanas Weg Nachbarin, kennt die
- 23:06Probleme mit der Deponie nur zu gut.
- 23:11Nico, fünf Tage, nachdem ich von hier
- 23:14weg bin, habe ich abends den Inhalator
- 23:16abgesetzt. Einfach so.
- 23:18In den ersten Tagen habe ich ihn in der
- 23:19Früh noch benutzt, weil den mir der Arzt
- 23:21verschrieben hat.
- 23:22Aber am Abend habe ich ihn einfach
- 23:24vergessen. Ich habe ihn vergessen, weil
- 23:25ich ihn nicht mehr gebraucht habe.
- 23:32Als Johanna vor zehn Jahren in den Ort
- 23:34gezogen ist, war die Deponie noch
- 23:36kleiner.
- 23:39Zuerst dachte ich, dass hier ein Berg
- 23:41langsam aus dem Boden wächst. Ich habe
- 23:44mich gefragt, was ein Berg überhaupt
- 23:46hier in der Ebene zu suchen hat.
- 23:48Dann hat mir mein Mann gesagt, das ist
- 23:50kein Berg, das ist eine Mülldeponie.
- 23:54Erst da habe ich begriffen, wie nah wir
- 23:56an der Deponie wohnen. Ich war
- 23:58schockiert.
- 24:01Es macht mir Angst, dass dieser Hügel
- 24:03immer weiter wächst.
- 24:05Ich frage mich, wie er in einem Jahr
- 24:07aussehen wird oder in zwei.
- 24:13Bewohnerinnen und Bewohner der
- 24:15umliegenden Dörfer haben sich in der NGO
- 24:17"Iarmirouase", auf Deutsch "Es stinkt
- 24:20wieder", zusammengeschlossen.
- 24:22Wir besuchen Loredana Dobre, die noch
- 24:24immer in der Nähe der Mülldeponie wohnt.
- 24:28[musik]
- 24:31Manchmal möchte ich einfach draußen
- 24:33sitzen und meine Terrasse und den Garten
- 24:35genießen.
- 24:37Aber der Gestank ist so schlimm.
- 24:40Dann schließe ich die Türen und Fenster
- 24:41und verschanze mich im Haus.
- 24:44Zwei oder drei Mal pro Woche riecht es
- 24:46morgens wirklich übel. Manchmal auch
- 24:48abends, später am Abend oder mitten am
- 24:51Nachmittag. Das ist ganz
- 24:52unterschiedlich. Es gibt keinen festen
- 24:54Rhythmus. Ich vermute, sie arbeiten
- 24:56genau dann, wenn keine Kontrollen
- 24:58stattfinden oder niemand von den
- 25:00Behörden hinschaut.
- 25:09Vor Gericht [musik] wollen sie
- 25:10erreichen, dass der Betrieb eingestellt
- 25:12wird, bis die Anlage alle Umweltauflagen
- 25:14erfüllt. [musik]
- 25:16Rumäniens Deponien sind überlastet.
- 25:19Trotzdem kommt weiter Müll aus dem
- 25:20Ausland hierher.
- 25:24Ich finde, jedes Land sollte sich um
- 25:26seinen eigenen Müll kümmern. Wir sollten
- 25:28nicht die Verantwortung dafür
- 25:29übernehmen, was andere Menschen durch
- 25:31ihren Konsum erzeugen. Warum sollten wir
- 25:34dafür verantwortlich sein? Wenn wir
- 25:37irgendwann die Kapazitäten und Anlagen
- 25:39haben, anderen Ländern bei ihrer
- 25:40Müllverarbeitung zu helfen, ja, dann
- 25:42können wir das tun, aber im Moment haben
- 25:44wir diese Möglichkeiten selbst nicht.
- 25:50Solange man mit dem illegalen Import von
- 25:52Müll Geld verdienen kann, werden
- 25:54Rumäniens Deponien weiter wachsen.
- 25:59Auch die Philippinen kennen illegale
- 26:01Mülleinfuhr und Abfallprobleme. Die
- 26:04Insel Siquijor sticht dabei als
- 26:06Vorzeigebeispiel heraus.
- 26:102018 hat die Insel mit ihren knapp
- 26:13100.000 Einwohnern per Gesetz
- 26:15festgelegt, dass man die erste Zero
- 26:18Waste Island werden will, also die erste
- 26:20müllfreie Insel des Landes. Zuerst wurde
- 26:23die Mülltrennung eingeführt und nun soll
- 26:26nach und nach Plastik zur Gänze
- 26:28eliminiert werden.
- 26:33Wir erklären den Leuten die Bedeutung
- 26:35des Projekts und versuchen sie dafür zu
- 26:37gewinnen. Viele akzeptieren es, weil sie
- 26:39merken, es ist nicht schwer mitzumachen.
- 26:42Aber wir streichen immer nur ein
- 26:44Plastikprodukt nach dem anderen, nicht
- 26:47alles auf einmal. Da wäre der Widerstand
- 26:49zu groß.
- 26:52Ich schaue mich in den Geschäften auf
- 26:54der Insel um und will herausfinden, wie
- 26:57es den Betreibern damit geht, auf
- 26:59Plastik zu verzichten. Für den Inhaber
- 27:02dieses Cafés am Stadtrand war sofort
- 27:04klar, dass er mitmacht.
- 27:10Wir benutzen Strohhalme aus Nudelteig
- 27:12statt aus Plastik. Wir haben
- 27:14Papiersackerl für die Sachen zum
- 27:16Mitnehmen und wir verwenden auch
- 27:18Papierbecher für die heißen Getränke.
- 27:25Und wir trennen auch unseren Müll. Jeden
- 27:27Freitag oder Samstag wird er abgeholt.
- 27:31Ich hoffe, dass die Mülltrennung weiter
- 27:33ausgebaut wird auf der gesamten Insel.
- 27:39Der Müll wird sonst ein großes Problem
- 27:41für uns.
- 27:45Siquijor ist entschlossen, den Weg in
- 27:48eine müllfreie Zukunft [musik] zu gehen.
- 27:50Wenn sich der Tag dem Ende zuneigt,
- 27:53verlagert sich das Leben vom Strand in
- 27:55die [musik] Stadt. Der sogenannte
- 27:57Boulevard verwandelt sich jeden Abend in
- 27:59einen großen Nachtmarkt und man setzt
- 28:02auch hier auf Müllvermeidung, erfahre
- 28:05ich. Es gibt weder Teller, Becher noch
- 28:07Besteck aus Plastik.
- 28:13Alle Verkäufer halten sich an das
- 28:15Plastikverbot. Hier gibt es auch keine
- 28:17alkoholfreien Getränke in
- 28:18Plastikflaschen. Was macht den
- 28:20Nachtmarkt am Boulevard so besonders?
- 28:26Einzige Ausnahme: Wasser darf in
- 28:29Plastikflaschen verkauft werden. Ich
- 28:31habe das Gefühl, das Zero Waste Ziel hat
- 28:35hier noch ein wenig Luft nach oben und
- 28:37nicht alle haben es so ganz
- 28:38verinnerlicht.
- 28:44Plastik ist sehr nützlich, aber es hat
- 28:46auch negative Folgen und andere
- 28:48Phänomene.
- 28:49[gelächter]
- 28:57Und dennoch, [musik] dass das Geschirr
- 28:59hier gespült wird und nicht tausende
- 29:02Plastikteller am Ende jeder Nacht im
- 29:04Müll landen, ist ein großer Schritt in
- 29:06die richtige Richtung.
- 29:11Am nächsten Morgen bin ich im Zentrum
- 29:13der Hauptstadt auf dem Markt unterwegs.
- 29:15Hier werden, wie auf fast allen Märkten
- 29:18in Asien, neben jeder [musik] Menge
- 29:20Haushaltsartikel, vor allem Lebensmittel
- 29:22angeboten. Frisches Brot, Obst, Gemüse,
- 29:26Fleisch und Fisch. Und auch hier wird
- 29:29eine weniger Plastik-Initiative
- 29:31umgesetzt, erfahre ich von den
- 29:32Verkäuferinnen. Es darf nun nicht mehr
- 29:35als ein Plastiksackerl verwendet werden
- 29:38und auch nur dann, wenn es sich nicht
- 29:40vermeiden lässt. Aber auf keinen [musik]
- 29:43Fall mehrere übereinander, wie früher.
- 29:51Die vielen Plastiksackerl sind dann
- 29:53überall weggeworfen worden und der Wind
- 29:55hat sie in alle Richtungen getragen.
- 29:58Jetzt ist es deutlich besser.
- 30:00Diese Regeln sind zwar für uns
- 30:02vielleicht manchmal mühsam, aber das
- 30:04sind wir unseren Kindern schuldig.
- 30:09Es scheint mir, dass die Umweltbehörde
- 30:12offenbar viele Marktverkäuferinnen und
- 30:14Verkäufer vom Sinn ihrer Ideen
- 30:16überzeugen konnte.
- 30:22Was halten Sie vom Plastikverbot auf der
- 30:24Insel?
- 30:27Für gewisse Dinge, die sonst ausrinnen
- 30:29würden oder so, müssen wir einfach
- 30:31weiterhin Plastik verwenden. Da gibt es
- 30:33keine bessere Lösung.
- 30:36Aber für den Rest, da sind wir
- 30:38angehalten, Alternativen zu finden. Wie
- 30:41z.B. Papiersackerl.
- 30:44Oder die Leute kommen mit einem
- 30:46Behälter, den man wieder verwenden kann.
- 30:51Öko-Bags sind die jüngste Einführung.
- 30:54Diese Stoffsackerl werden von der
- 30:56Inselregierung gefördert. Alle
- 30:58Bewohnerinnen und Bewohner für die
- 31:00Initiative zu gewinnen, ist nicht
- 31:02leicht. Die Mitarbeiterinnen der
- 31:04Umweltbehörde halten Vorträge in Schulen
- 31:07und Dörfern mit viel Engagement und
- 31:09Enthusiasmus.
- 31:13Die Umwelt zu schützen ist nicht Aufgabe
- 31:16der Regierung,
- 31:17nicht Aufgabe meiner Behörde und es ist
- 31:19auch nicht meine Aufgabe. Wir alle sind
- 31:22verantwortlich dafür.
- 31:24Wir müssen gemeinsam daran arbeiten,
- 31:27denn Siquijor ist unsere Insel, unser
- 31:30Zuhause.
- 31:34Dieses kleine Paradies im Indischen
- 31:36Ozean davor zu bewahren, im Müll zu
- 31:39versinken,
- 31:40[musik]
- 31:40wird für die Menschen hier immer
- 31:42selbstverständlicher.
- 31:43Das Zentrum der Hexerei zeigt, [musik]
- 31:46dass ein Müllproblem nicht durch
- 31:48Zauberhand verschwindet, sondern durch
- 31:50viele kleine Initiativen.
- 31:53Manche Maßnahmen, wie etwa die
- 31:55Mülltrennung oder keine
- 31:56Plastikstrohhalme, die wirken vielleicht
- 31:59lächerlich für unsere Verhältnisse, aber
- 32:01für philippinische sind sie eine große
- 32:03Errungenschaft. Dennoch kann man
- 32:05natürlich nicht von einer Zero Waste
- 32:08Island sprechen, also keinen Müll gibt
- 32:10es natürlich nicht, aber er ist schon
- 32:12deutlich weniger geworden als anderswo.
- 32:17Bei rund 400.000 [musik] t Plastikmüll
- 32:20im Jahr weltweit und einer
- 32:22Recyclingquote von knapp 9 % kann unsere
- 32:25Umwelt mit jeder auch noch so kleinen
- 32:27Initiative eigentlich nur gewinnen.
- 32:31[musik]
- 32:44Ja.
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This page contains the full transcript of Dauerbrenner Plastikmüll. Wer zahlt den Preis? | WeltWeit 10.07.2026 by ORF Kontext, generated from the public captions YouTube serves with the video. The transcript has 3,657 words across 738 segments, with the original timestamps preserved so you can click any line to jump to that moment in the embedded player.
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