"Behandlung der Negativsymptomatik bei Psychosen" Dr. rer. nat. Matthias Pillny Universität Hamburg — Transcript
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- 0:10so dann hoffe ich dass die Mägen gefüllt
- 0:13sind dass das Essen lecker war aber die
- 0:14Mägen nicht zu sehr gefüllt sind sondern
- 0:18noch gut Aufnahme bereit sind für den
- 0:19nächsten Vortrag ich freue mich sehr
- 0:22Herrn Dr Matthias pilni vorstellen zu
- 0:24dürfen und ankündigen zu dürfen ist aus
- 0:27Hamburg gekommen muss später leider auch
- 0:30äh Richtung München mit dem Zug deswegen
- 0:32wird er nicht die ganze Veranstaltung
- 0:34dabei sein können aus der Arbeitsgruppe
- 0:36von der Professor linkeln die vielen ja
- 0:39auch im Begriff sein wird gerade auch
- 0:42zum Thema S3 lelinie kognitive
- 0:44Verhaltenstherapie bei psychotischen
- 0:46Erkrankungen und auf direkte Empfehlung
- 0:49von ihr zum wirklich spannenden Thema
- 0:53negativsmptomatik weil wir hatten es
- 0:54eben gerade auch beim Mittagessen es
- 0:57stürzen sich alle so auf die
- 0:58positivsmptomatik
- 1:00und wenn die vorbei ist oder wenn die
- 1:02remitiert ist oder nicht mehr ganz so
- 1:05akut ist dann entschwindet oder
- 1:08schwindet so ein bisschen das
- 1:09Interesse aber die negativ Symptomatik
- 1:12ist halt auch noch da ne und das ist
- 1:13sehr schwer stellenweise auch als
- 1:15Therapeut oder insbesondere auch als
- 1:17Therapeut damit umzugehen und da gibt's
- 1:19wenig
- 1:21gute Ansätze bisher und wir hoffen auf
- 1:23Herrn her dr pilni der uns eines
- 1:26Besseren belehrt danke
- 1:36ja herzlich willkommen auch von meiner
- 1:37Seite mein Name ist Matthias pilln ich
- 1:39bin wissenschaftlicher Mitarbeiter und
- 1:41psychologischer Psychotherapeut am
- 1:43Lehrstuhl für Klinische Psychologie und
- 1:45Psychotherapie
- 1:47an der Universität Hamburg unter Leitung
- 1:49von Frau linkeln
- 1:52ähm der durchschnittliche Hamburger
- 1:54tendiert ja ein bisschen äh zur Reaktion
- 1:57mit Desinteresse auf alles was südlich
- 1:59von Köln
- 2:01passiert ich habe mich noch nie als
- 2:03durchschnittlichen Hamburger verstanden
- 2:05deswegen ist der Überraschungsmoment für
- 2:06mich nicht ganz so groß aber ich muss
- 2:08sagen
- 2:09so coole äh Fortbildungsveranstaltung
- 2:12mit einem so interessierten und großen
- 2:13Publikum die gibt es in Hamburg
- 2:15tatsächlich nicht und ich bin total
- 2:16begeistert dass so viele Menschen zu
- 2:18diesem so wichtigen Thema hier
- 2:20erschienen sind und sich dafür
- 2:21interessieren
- 2:23[Applaus]
- 2:30in meinem Vortrag soll's um die
- 2:33Behandlung von motivationaler
- 2:35negativsymptomatik im Rahmen unseres
- 2:37Ziele im fokusprogramm gehen das ist ein
- 2:39Programm was wir bei uns in der
- 2:41Arbeitseinheit entwickelt haben und
- 2:44gleich zu Beginn ganz wichtig
- 2:46das habe ich natürlich nicht alleine
- 2:48gemacht ganz im Gegenteil ich mache eher
- 2:50die wissenschaftliche Begleitung im
- 2:52Hintergrund Inhalt der Therapie oder der
- 2:55des behandlungsmanuals das kommt vor
- 2:57allem hier von der Kollegin Frau
- 2:58Schormann die das im Rahmen ihrer
- 3:01Doktorarbeit entwickelt hat und eben
- 3:03auch unter Anleitung von Frau
- 3:07linkel als Einstieg was ist eigentlich
- 3:10negativsymptomatik wovon reden wir
- 3:12manchmal bezeichnen wir es auch eher als
- 3:14amotivationale Psychopathologie weil es
- 3:17eben ein breiter Begriff ist für ein
- 3:18synddrom was sich typischerweise aus
- 3:20diesen fünf symptombereichen
- 3:22zusammensetzt dazu gehört die anhedonie
- 3:24die abolition der soziale Rückzug die
- 3:26allogie also das äh verringerte sprechen
- 3:30oder der reduzierte Ausdruck von
- 3:32Emotionen in Gestik Mimik oder auch
- 3:35inhaltlich in der gesprochenen
- 3:37Sprache zusammengefasst oder
- 3:39phänomenologisch was wir bei den
- 3:41Patienten hauptsächlich sehen ist eine
- 3:43signifikante Reduktion von
- 3:45zielgerichteten Verhalten ein Patient
- 3:47von mir der hat das mal beschrieben hat
- 3:49gesagt Herr pilni sie müssen sich
- 3:50vorstellen sie wollen eigentlich wieder
- 3:53genesen sie wollen dass es Ihnen besser
- 3:55geht sie wollen zurück in ihr altes
- 3:56Leben nach einer psychotischen Episode
- 3:59aber sie haben so ein Anzug an da sind
- 4:01ganz viele Bleitaschen drin und der
- 4:03liegt die ganze Zeit auf ih Tag ein Tag
- 4:04aus und je häufiger Sie versuchen
- 4:06dagegen anzukämpfen desto schwerer fällt
- 4:08ihn das und umso mehr verschwinden
- 4:11irgendwann die klaren Bilder von ihren
- 4:14Zielen die sie eigentlich haben in ihm
- 4:15leben und umso dramatischer wird es
- 4:18dagegen anzugehen also das ist
- 4:20amotivationale Psychopathologie im
- 4:22Rahmen von Schizophrenie oder anderen
- 4:23Psychosen tritt bei ungefähr 60% der
- 4:26Betroffenen auf mit einem Geschlecht
- 4:29chter Verhältnis von ungefähr 2 Z Z ein
- 4:33also eine deutlich häufigere
- 4:35Auftretenswahrscheinlichkeit bei
- 4:36männlichen
- 4:39Patienten das Vorlegen von
- 4:41aotivationaler Psychopathologie ist der
- 4:43stärkste Prädiktor für die langfristigen
- 4:45funktionseinbosten und die reduzierte
- 4:47Lebensqualität der Betroffenen was eben
- 4:49auch verdeutlicht wie wichtig das ist
- 4:51dass wir unsere psychotherapeutische
- 4:53Brille eben auch auf die
- 4:55negativsymptomatik einstellen und nicht
- 4:57nur auf die Behandlung von und
- 5:01Halluzination wenn man jetzt in die
- 5:02Literatur schaut was kann man eigentlich
- 5:05da machen oder wie gut funktioniert
- 5:06eigentlich Psychotherapie zu Behandlung
- 5:08von
- 5:09negativsymptomatik dann finden sich
- 5:11zumindest bis zum letzten Jahr schon 31
- 5:13Metaanalysen die eine Gesamtstichprobe
- 5:16von 33 000 Patienten und Patientin
- 5:18umfassen und die grundsätzlich erstmal
- 5:21kleine bis moderate Effektstärken für
- 5:23psychologische Intervention auf
- 5:25negativsymptomatik
- 5:27zeigen ganz besonders gut untersucht und
- 5:30mit den besten Ergebnissen einerseits
- 5:32die kognitive Verhaltenstherapie
- 5:33kognitive remediation und
- 5:35achtsamkeitsbasierte
- 5:37Ansätze aber was auch auffällt ist wenn
- 5:39man sich das anschaut ist dass
- 5:41eigentlich total wenig zielgerichtete
- 5:43Ansätze gibt die explizit zu Behandlung
- 5:45von negativ Symptomatik entwickelt
- 5:47wurden meistens sind das Interventionen
- 5:49die aus anderen Behandlungen entliehen
- 5:50wurden oder die adaptiert wurden aber
- 5:52eigentlich nicht so richtig gut passen
- 5:55und die Idee die wir hier in Hamburg
- 5:57hatten war vielleicht ist das ja auch
- 6:00der Grund warum die Effektstärken nicht
- 6:01so richtig überzeugend sind weil wir
- 6:03machen zwar was Gutes und das hilft
- 6:05irgendwie aber so richtig am Kern der
- 6:08Problematik an setetzen tun wir mit den
- 6:10Sachen irgendwie
- 6:13nicht und damit möchte ich sie jetzt gar
- 6:15nicht
- 6:16im in der vollen Detailtiefe quälen es
- 6:19soll ja heute um die Behandlung gehen
- 6:21aber
- 6:22um sie auf den aktuellen Stand zu
- 6:24bringen unser etheologisches Verständnis
- 6:26der Mechanismen die negativ Symptomatik
- 6:28Zug Grunde lieg
- 6:30können Sie dieser Grafik entnehmen und
- 6:31zwar grundsätzlich hatte ich schon
- 6:33gesagt es geht phänomenologisch um eine
- 6:35Reduktion von zielgerichteten Verhalten
- 6:38das heißt wir sprechen von
- 6:40Problemen persönliche Ziele in die Tat
- 6:42umzusetzen Probleme mit der
- 6:44Zielverfolgung und dazu kommt eben
- 6:47kommen bestimmte Faktoren vor allem auf
- 6:49neurokognitiver Ebene die die Umsetzung
- 6:52dieser Ziele
- 6:54erschweren das eine ist eben dass
- 6:57Menschen mit negativ Symptomatik sich
- 6:58häufig sehr schwer darin tun Vorfreude
- 7:00auf etwas zu empfinden und
- 7:02dementsprechend sich auch schlecht
- 7:03motivieren können etwas umzusetzen es
- 7:07gibt offensichtlich Probleme in der
- 7:09belohnungsverarbeitung damit ist vor
- 7:10allem gemeint die Fähigkeit eine mentale
- 7:13Repräsentation also ein inneres Bild vor
- 7:15dem inneren Auge von positiven
- 7:17Erfahrungen zu bilden sich das vor dem
- 7:19inneren Auge
- 7:21vorzustellen einige zeigen auch Probleme
- 7:24mit sozialen Fertigkeiten oder
- 7:26allgemeinen problemlösefertigkeiten die
- 7:28das natürlich weiter erschweren Ziele
- 7:29und die Tat umzusetzen und dann eben der
- 7:32große Bereich der demotivierenden
- 7:34Kognition also negative automatische
- 7:37Gedanken und Schemata die die Umsetzung
- 7:40von Zielen irgendwie
- 7:44erschweren und die Idee auf der das Ziel
- 7:47im fokusprogramm basiert war zu sagen
- 7:50okay wenn das zentrale letztendlich die
- 7:52zielumsetzung ist dann wollen wir ein
- 7:56psychotherapeutisches Programm
- 7:57entwickeln was genau das in den rückt
- 8:00und gleichzeitig aber auch alle
- 8:02möglichen Probleme die in dem Prozess
- 8:03der zielumsetzung in der Therapie
- 8:06entgegenstehen könnten gleich
- 8:08antizipiert und hier diese zusätzlichen
- 8:11behandlungsmodule beinhaltet falscher
- 8:13Knopf diese
- 8:16hier und durch die würde ich sie jetzt
- 8:18gerne in einer Kurzversion einmal
- 8:21durchführen um ihn zu zeigen was ist
- 8:23eigentlich unsere Idee oder was machen
- 8:24wir eigentlich in Hamburg mit den
- 8:27Betroffenen von negativsymptomatik
- 8:31ganz grundsätzlich was sie sich
- 8:33vergegenwertigen sollten bevor sie
- 8:35anfangen mit Betroffenen von negativ
- 8:37Symptomatik zu arbeiten ist dass hier
- 8:39einige Besonderheiten in der Interaktion
- 8:41auftreten können sie müssen sich
- 8:44vorstellen sie haben es mit Patienten zu
- 8:46tun den es extrem schwer fällt sich zu
- 8:49motivieren oder überhaupt ein Termin
- 8:52wahrzunehmen den erstmal überhaupt zu
- 8:55vereinbaren die ganz große Vorbehalte
- 8:58dagegen haben sich lamieren zu können
- 9:00oder etwas nicht zu schaffen und das
- 9:03sollten Sie als Therapeut oder als
- 9:05Therapeutin auf jeden Fall antizipieren
- 9:08und zu versuchen das Setting ind dem sie
- 9:10den Leuten begegnen so angenehm wie
- 9:12möglich zu gestalten und da können sie
- 9:14auch unkonventionell werden indem Sie
- 9:15warme Getränke anbieten dass sie sagen
- 9:18wir verlassen das Therapiezimmer und
- 9:20besprechen ein paar Dinge erstmal bei
- 9:21einem Spaziergang da ist der Kreativität
- 9:24sozusagen keine Grenze gesetzt dazu ist
- 9:27es tatsächlich aber auch so dass sie
- 9:29ihre Haltung etwas verändern müssen
- 9:30während wir ja als kognitive
- 9:32Verhaltenstherapeuten typischerweise
- 9:34wenn es um Motivationsprobleme geht eher
- 9:35eine zurückhaltende Haltung einnehmen
- 9:38würden wir hier bei der
- 9:39negativsymptomatik sagen so viel
- 9:41Unterstützung wie möglich bieten
- 9:44Fahrkartenkauf Planung der Fahrt zum
- 9:46Therapie Erinnerung an Termine und so
- 9:49weiter und so fort also da kann man
- 9:51eigentlich gerade zum Anfang nicht zu
- 9:53viel unterstützen weil es eben darum
- 9:55geht erstmal die Betroffenen in die
- 9:58Behandlung einzu binden und erstmal
- 10:00dafür zu sorgen dass Sie wiederkommen
- 10:02und sich nicht überfordert
- 10:04fühlen und gleiches gilt natürlich auch
- 10:06mit dem Umgang der interaktionellen
- 10:08Auffälligkeiten wenn die Leute wenig
- 10:10sprechen verlangsamt Antworten achten
- 10:13Sie darauf dass Sie die Menschen nicht
- 10:15überforn sondern versuchen sich drauf
- 10:16einzustellen und wohlwollend und mit
- 10:19viel Geduld
- 10:20äh mit den Menschen
- 10:22umzugehen also passen sie ihr
- 10:25therapietempo vor allem an
- 10:30nach einer Vorbereitungsphase die die
- 10:32typischen Schritte beinhaltet eine
- 10:34Diagnostik Klärung des Settings und so
- 10:36weiter und so fort starte Ziele im Fokus
- 10:38vor allem mit der
- 10:42Zielsetzung und das passiert auf Basis
- 10:44von einem Wochenplan den kennen sie aus
- 10:46anderen Behandlungen den gibt es in
- 10:48unterschiedlichen auflösungsgraden von
- 10:50relativ grob bis hin zu stundenweisen
- 10:53Protokollen der Aktivitäten das dient
- 10:55einerseits dazu erstmal den Status Quo
- 10:58zu erheben um zu schauen okay was ist
- 10:59eigentlich im Alltag der Patienten und
- 11:01Patientin noch zu finden an Zielen und
- 11:03an Zielverfolgung und Aktivitäten um
- 11:05Eindruck davon zu bekommen und
- 11:07gleichzeitig ist dieser Wochenplan das
- 11:09werden Sie gleich sehen ein zentraler
- 11:11Bestandteil von Ziel im Fokus weil wir
- 11:13den nutzen um letztendlich persönliche
- 11:15Ziele
- 11:16äh dann in die Tat umsetzen zu
- 11:20können also es geht grundsätz sich
- 11:23erstmal darum persönlich relevante Ziele
- 11:25zu identifizieren vor allem mit dem
- 11:27Fokus auf die persönliche Relevanz es
- 11:29geht jetzt nicht darum einfach nur
- 11:31stumpf aktiv zu werden und positive
- 11:32Aktivitäten zu machen son es geht um die
- 11:34persönlich relevanten Lebensziele in den
- 11:37Bereichen Freizeit soziales Engagement
- 11:40also sowas wie möchte ich z.B mich in
- 11:42mein wgleben einbringen
- 11:44oder im Bereich Gesundheit und diese
- 11:47Ziele werden dann erstmal zeitlich
- 11:49spezifiziert in kurz mittel und
- 11:51langfristige Ziele und gleichzeitig in
- 11:54Form von annäherungszielen nach dem
- 11:57smartansatz formuliert und und ich zeige
- 11:59ihn jetzt gleich wie das
- 12:02aussieht wie kommen wir jetzt aber
- 12:05erstmal dahin überhaupt ein Ziel zu
- 12:06identifizieren mit den Patienten die
- 12:08vielleicht ihre Ziele auch so ein
- 12:09bisschen aus den Augen verloren haben im
- 12:11Laufe der letzten Jahre oder
- 12:13Jahrzehnte drei Möglichkeiten haben wir
- 12:15uns überlegt womit das geht um darüber
- 12:17ins Gespräch zu kommen das eine ist wir
- 12:19nehmen uns den Wochenplan vor und
- 12:20schauen was lässt sich da eigentlich
- 12:22noch an Zielen und an Aktivität
- 12:24entdecken wir können ein Gespräch
- 12:26initiieren darüber wie sah es eigentlich
- 12:28aus bevor ich diese
- 12:29motivationsschwierigkeiten hatte was
- 12:31habe ich da gemacht was war mir da
- 12:32wichtig und warum und wie kann ich das
- 12:34noch mal aktualisieren oder wir blicken
- 12:37in die Zukunft und äh Fragen nach
- 12:40Träumen und Visionen also was wäre in
- 12:42einer perfekten Welt für mich eigentlich
- 12:45wichtig oder das Ziel unabhängig davon
- 12:48was jetzt realistisch ist oder was
- 12:51nicht und wenn wir diese Ziele erstmal
- 12:54grob identifiziert haben geht es darum
- 12:56die zu spezifizieren das heißt
- 12:58einerseits wollen wir annäherungs
- 12:59anstatt vermeidungsziele das heißt wir
- 13:01wollen eine Aussage wie ich möchte
- 13:03morgens nicht mehr lange im Bett liegen
- 13:05bleiben umformulieren in ich möchte am
- 13:07Montag mit dem Weckerklingeln um 8 Uhr
- 13:10aufstehen das hört sich schon mal viel
- 13:12konkreter an und weiter spezifizieren
- 13:15wir das nach dem smartansatz das ist
- 13:17vielleicht auch einigen bekannt das
- 13:18haben wir uns gar nicht ausgedacht es
- 13:20geht aber darum die Ziele so spezifisch
- 13:22wie möglich zu formulieren sie sollten
- 13:24messbar sein also woran merke ich dass
- 13:26ich ein Ziel erreicht oder nicht
- 13:27erreicht habe sie sollten attraktiv sein
- 13:29also persönlich relevant realistisch und
- 13:33sie sollten auch terminierbar sein damit
- 13:35wir eben auch eine konkrete sogenannte
- 13:38zielbindung erreichen
- 13:41können zeitlich lässt sich das Ganze z.
- 13:44Beispiel an so einem Zeitstrahl
- 13:46spezifizieren wo wir hier rechts sehen
- 13:48Sie das ein langfristiges Ziel
- 13:51abgetragen haben wir z.B wieder im
- 13:53Fußball Verein aktiv sein und dann die
- 13:55einzelnen kleineren Teilziele hier im
- 13:58Zeit Verlauf eben mit aufgenommen haben
- 14:02ganz wichtig auch für die weitere
- 14:04Behandlung sie sehen hier an diesen
- 14:05roten Balken was wir an dieser Stelle
- 14:07auch schon machen ist gemeinsam mit den
- 14:08Patienten und patiente ins Gespräch
- 14:10darüber kommen was sind eigentlich so
- 14:12befürchtete Probleme die dabei auftreten
- 14:14könnten die mir das Ganze in der
- 14:15Umsetzung
- 14:17erschweren um einerseits unsere
- 14:19Behandlungsplanung natürlich
- 14:20voranzutreiben andererseits aber auch
- 14:22mit den Patienten schon darüber ins
- 14:24Gespräch zu kommen wie kann ich mit
- 14:25diesem Problem eigentlich umgehen ohne
- 14:26mein Ziel aus den Augen zu verlieren
- 14:31eine andere Möglichkeit für
- 14:33mittelfristige Ziele ist eine solche
- 14:34zieltreppe wo dann oben
- 14:37das mittelfristige Ziel abgetragen wird
- 14:39und dann in verschiedenen
- 14:40Schwierigkeitsstufen nach unten eben die
- 14:43Schwierigkeit verringert wird also wenn
- 14:45es jetzt hier darum geht zweimal pro
- 14:47Woche 2 km zu laufen oder zu joggen dann
- 14:49könnte z.B auf der untersten Ebene
- 14:51stehen ich fange erstmal damit an immer
- 14:53wenn möglich die Treppe anstatt den
- 14:54Fahrstuhl zu
- 14:57nehmen und dann geht's darum auszuwählen
- 14:59okay womit fangen wir jetzt eigentlich
- 15:01an und da ist die Daumenregel relativ
- 15:02einfach ähm wir lassen das die Patienten
- 15:05und Patientin auswählen was denen am
- 15:07wichtigsten ist und fangen dann an mit
- 15:09ihnen darüber zu reflektieren was genau
- 15:12ist daran eigentlich so wichtig für die
- 15:14jeweilige Person und was motiviert sie
- 15:15an diesem
- 15:18Ziel und damit befinden wir uns dann
- 15:21eigentlich im Hauptteil äh von Ziele im
- 15:23Fokus nämlich der Arbeit an den
- 15:25persönlich relevanten Zielen in diesen
- 15:27Bereichen die wir Stück für Stück
- 15:29durchgehen wie wir das machen zeige ich
- 15:31ihn gleich und dann zusätzlich eben
- 15:33diese vier behandlungsmodule mit der
- 15:37Zielverfolgung kombinieren
- 15:41können das klassische Vorgehen was Ziel
- 15:44im Fokus vorsieht für die Strukturierung
- 15:46der Zielerreichung ist das Verwenden
- 15:48dieser Wochen äh Pläne wo dann eben
- 15:51jeweils wochenziele gesteckt werden und
- 15:53da hatte ich gerade schon mal gesagt
- 15:54liegt nicht der Fokus auf dem reinen
- 15:56Aufbau von Aktivitäten sondern es geht
- 15:58um die direkt te unmittelbare Verfolgung
- 16:01von kurzfristig realisierbaren Zielen
- 16:03mit einer persönlichen
- 16:09Relevanz und dafür haben wir eine Reihe
- 16:11von Arbeitsmaterialien entwickelt die
- 16:13eben die Patienten und Patientin
- 16:15dadurchführen ein Ziel erstmal zu
- 16:18spezifizieren und dann angefangen bei
- 16:21der zielumsetzung eben die Umsetzung zu
- 16:23planen und das dann von Woche zu Woche
- 16:26jeweils in dem therapeutischen Setting
- 16:29zu
- 16:30besprechen und das ist letztendlich das
- 16:32wich die wichtige therapeutische Arbeit
- 16:35die regelmäßigen Rückblicke auf den
- 16:37zielerreichungsprozess und zwar alle
- 16:39spät spätestens alle fünf Sitzung und
- 16:43dabei sollte einerseits natürlich der
- 16:45aktuelle Stand abgeglichen werden also
- 16:46wo steht die jeweilige Person gerade in
- 16:48dem Prozess
- 16:51was war bisher besonders hilfreich oder
- 16:53weniger hilfreich was wurde auch über
- 16:54den Gesamtprozess eigentlich gelernt und
- 16:57ein Ausblick hat sich irgendwas an den
- 17:00Zielen oder ihre Relevanz verändert
- 17:02müssen wir neue Ziele aufnehmen sind
- 17:04alte erreicht oder nicht mehr so
- 17:06relevant und hierzu bietet es sich
- 17:08eigentlich immer an dass mit dem ersten
- 17:11zusätzlichen behandlungsmodul nämlich
- 17:13Erreichtes würding und belohnen zu
- 17:16kombinieren einfach um diesen Prozess
- 17:18positiv zu
- 17:23verstärken das ist eigentlich schon die
- 17:25ganze Kunst von der Idee der zielumsetz
- 17:29nach Ziel im Fokus aber Sie können sich
- 17:32sicherlich vorstellen das fällt den
- 17:33Betroffenen gar nicht so leicht und sie
- 17:35werden therapeutisch wahrscheinlich auch
- 17:37an die eine oder andere Grenze stoßen
- 17:40und für den Umgang damit sind diese
- 17:43Module
- 17:44hier entwickelt
- 17:47worden Erreichtes würdigen und belohnen
- 17:51was machen wir
- 17:52da einerseits geht es um die
- 17:55Nachbereitung der Zielerreichung oder
- 17:56die Bemühung der Zielerreichung also es
- 17:58geht geh nicht zwangsläuftig um den
- 18:00Erfolg sondern es geht erstmal um die
- 18:02Bemühung und dann eben die positiven
- 18:05Emotionen die damit mit dem Prozess
- 18:07nicht mit dem Ziel an sich als solch
- 18:09sondern mit dem Prozess in Verbindung
- 18:10stehen die erstmal zu
- 18:13belohnen und das kann gemacht werden in
- 18:15dem Übungen durch durchgeführt werden wo
- 18:17die Erfolge oder die Freude darüber mit
- 18:20anderen geteilt werden und ganz zentral
- 18:24ein geleitetes und bewusstes
- 18:25Wiedererinnern von positiven Emotionen
- 18:27und Situation Aspekten das heißt wir
- 18:29gehen tatsächlich in die reimagination
- 18:32mit den Patientinen und versuchen genau
- 18:35die positiven Momente der Zielverfolgung
- 18:38wieder zuerleben vor dem inneren Auge
- 18:40das schult einerseits natürlich die
- 18:42Fähigkeit diese mentalen Repräsentation
- 18:44zu bilden andererseits ist die Idee eben
- 18:47diese positiven Emotionen wiederholt und
- 18:49auch verstärkt erleben zu
- 18:54können ganz wichtig dabei unsere
- 18:57therapeutische Haltung ist selbst die
- 18:59kleinsten Schritte bedeuten für die
- 19:01Betroffenen in der Regel eine
- 19:02riesengroße Veränderung und das sollten
- 19:04wir anerkennen und zwar authentisch das
- 19:07sind riesige Schritte teilweise wenn die
- 19:10nur
- 19:10alleine zu Therapie kommen
- 19:13können und das Wichtige ist eben über
- 19:16diese positiven Emotionen zu sprechen es
- 19:18gibt dieses Sprichwort happiness is only
- 19:21real when shared das ist letztendlich
- 19:23der Spirit von Civ es muss darüber
- 19:25gesprochen werden wie positiv das ist
- 19:27wie viel Stol damit einhergeht wie viel
- 19:30Freude und so weiter und das wird vor
- 19:32allem durch das reimaginieren von
- 19:34erreichten
- 19:38umgesetzt wie machen wir das ganze mit
- 19:40der Vorfreude wenn die Leute Probleme
- 19:42haben Freude zu
- 19:44antizipieren auch hier arbeiten wir mit
- 19:46imaginationsübung und zwar in Bezug auf
- 19:48die Umsetzung geplanter zukünftiger
- 19:50Ziele und mit der Registrierung von
- 19:53Freude bei der zielumsetzung also
- 19:55ähnlich wie ein
- 19:56verhaltensexperimentschema das heißt wir
- 19:58schauen uns an was erwartet die Person
- 20:00wie viel Freude sie empfindet lassen die
- 20:02Person dann während der zielumsetzung
- 20:04das Protokollieren wie viel sie
- 20:05tatsächlich empfindet und schauen uns
- 20:07dann die Diskrepanz an und nutzen das
- 20:09dann letztendlich für ein Gespräch
- 20:10darüber wie aussagekräftig ist
- 20:13vielleicht meine relativ pessimistische
- 20:15Erwartungshaltung in Bezug auf die
- 20:17Freude die ich
- 20:20erwarte ja das habe ich ihnen eigentlich
- 20:23erklärt also es geht tatsächlich um die
- 20:24Imagination von einem äh von der
- 20:27Umsetzung und einen positiven Ausgang
- 20:30von einer Zielverfolgung und von der
- 20:33Registrierung von Freude und auch hier
- 20:35gilt wieder selbst kleine Veränderungen
- 20:37sind viel wert das heißt selbst bei
- 20:39einer Abweichung von
- 20:415% mehr Freude als erwartet haben wir
- 20:44immer noch eine Steigerung füron 5% und
- 20:46das sollten wir würdigen und auch
- 20:48darüber ins Gespräch
- 20:53kommen wie sieht das Ganze aus mit
- 20:55demotivierenden Überzeugungen das sind
- 20:57Interventionen die sollten oder die
- 20:59werden den meisten von ihnen ein Begriff
- 21:02sein das sind letztendlich
- 21:03Interventionen die stammen aus der
- 21:04klassischen kognitiven Therapie wie wir
- 21:06das beispielsweise auch bei Depression
- 21:08kennen nur eben in Bezug auf spezifische
- 21:11Annahmen und automatische Gedanken im
- 21:12Zusammenhang mit Negativs Symptomatik
- 21:15und ganz am Anfang steht natürlich die
- 21:17Identifikation von demotivierenden
- 21:18Gedanken dann geht es darum diese zu
- 21:21hinterfragen mit Hilfe von
- 21:22Verhaltensexperimenten Faktencheck
- 21:24sokratische Dialoge
- 21:26reattributionen da können Sie die den
- 21:28gamten Werkzeugkoffer der kognitiven
- 21:30Therapie eigentlich ausschöpfen und dann
- 21:33aber zusätzlich auch ein Modul einbauen
- 21:35zum Einüben neuer und motivierender
- 21:38Gedanken als
- 21:40bewältigungsfertigkeit und das zeige ich
- 21:42Ihnen gleich wie wir das
- 21:44umsetzen grundsätzlich was wir den
- 21:46Patienten an die Hand geben ist
- 21:48letztendlich ein klassisches kognitives
- 21:50Modell das heißt wir gehen davon aus
- 21:52dass eine Situation letztendlich zur
- 21:54Aktivierung von Grundannahmen oder
- 21:56Schemata führt die letzt lich dann zur
- 21:59Auslösung oder Aktivierung von
- 22:01automatischen Gedanken in diesem Falle
- 22:03negativen und demotivierenden Gedanken
- 22:04führt die dann auch unser unser
- 22:07emotionales Erleben und Verhalten
- 22:11bestimmen dafür setzen wir ganz normale
- 22:14gedankenprotokolle ein wie wir das auch
- 22:16in der Behandlung von Depressionen
- 22:18machen würden
- 22:20indem wir entweder die Erwartung oder
- 22:23den Gedanken in Bezug auf eine bestimmte
- 22:25Situation erstmal
- 22:27sammeln um diese dann wieder im
- 22:30therapeutischen Gespräch als kognitive
- 22:33Fehler
- 22:34zu markieren sozusagen und die
- 22:35einzusortieren in dichotomes denken
- 22:39über Generalisierung und so weiter und
- 22:42so
- 22:45fort und wenn die dann letztendlich
- 22:48kognitiv umstrukturiert wurden diese
- 22:50Gedanken ist ja bleibt ja letztendlich
- 22:52die Frage übrig okay wie mache ich das
- 22:53denn jetzt in Zukunft äh wenn ich
- 22:55festgestellt habe meine demotivierenden
- 22:57Überzeugungen sind nicht immer so
- 22:59zielführend
- 23:01eine Möglichkeit wäre das kognitive
- 23:03Probehandeln das heißt was wir da machen
- 23:05ist wir benutzen die Metapher von Profi
- 23:09oder
- 23:10extremsportlerinnen die vor einem
- 23:12wichtigen Wettkampf ihre Übung oder
- 23:14ihren Wettkampf vor dem inneren Auge
- 23:16geistig einmal durchgehen und wir wissen
- 23:19tatsächlich dass das hilfreich ist in
- 23:21der Umsetzung der jeweiligen Übung worum
- 23:24es dann auch immer gehen mag und was wir
- 23:27machen ist wir kombinieren das mit
- 23:28unseren imaginationsübung indem wir den
- 23:31Patienten sagen bitte stellen Sie sich
- 23:32die zielumsetzung vor wie sie das ganze
- 23:35machen und üben Sie dabei aber positive
- 23:38Gedanken zu haben und wenn sie merken da
- 23:40kommen die demotivierenden automatischen
- 23:42Gedanken auf versuchen Sie gleichzeitig
- 23:45oder direkt das umzuändern und versuchen
- 23:47Sie einen motivierenden Gedanken zu
- 23:48finden und den in ihre Imagination mit
- 23:51einzuarbeiten und die Idee dahinter ist
- 23:53dass das dann eben in der tatsächlichen
- 23:55zielumsetzung in der daraufolgenden
- 23:56Woche eben hilft auch leichter eben an
- 23:59die Veränderung auf kognitiver Ebene zu
- 24:07gelangen als weiteren Punkt haben wir
- 24:10das
- 24:11Training von sozialen und Problemen
- 24:12lösefähigkeiten oder das Stärken der
- 24:15vorhandenen Fertigkeiten das ist
- 24:19m für Sie wahrscheinlich auch nicht
- 24:21großartig was Neues also das was wir
- 24:23letztendlich machen ist wir bedienen uns
- 24:25an Interventionen aus dem sozialen
- 24:27Kompetenztraining und an dem klassischen
- 24:30problemlöserschema wie wir es aus der
- 24:32Verhaltenstherapie kennen aber
- 24:36was wir machen ist wir gehen hier sehr
- 24:39kleinschrittig und strukturiert vor und
- 24:41immer in Bezug auf die Umsetzung von
- 24:44einem persönlich relevanten Ziel s dass
- 24:46die dass der Anwendungsbezug klar ist
- 24:49wir würden niemals bei Ziel im Fokus
- 24:52basale Fertigkeiten trainieren sondern
- 24:53wir beziehen uns immer auf die Umsetzung
- 24:56von einem konkreten Wochenziel
- 24:58und wenn uns eine ein Patient oder eine
- 25:01Patientin zurückmeldet ich weiß gar
- 25:03nicht wie ich das machen soll da jetzt
- 25:04in meiner WG z.B anzusprechen
- 25:07dass die anderen jetzt mal dran sind mit
- 25:09einz mit allem einzukaufen dann würden
- 25:12wir sagen das ist der Moment wo wir
- 25:14anfangen eben genau in Bezug auf diese
- 25:17Situation die soziale Fertigkeit zu
- 25:19trainieren
- 25:24ähnlich wie beim
- 25:26problemlöseefertigkeits trining das
- 25:28problemlöschema das dürften sie kennen
- 25:30also es geht erstmal darum ein Problem
- 25:33zu beschreiben also vor allem dann wenn
- 25:35uns Patientin zurückmelden sie wissen
- 25:37nicht so richtig genau wo Sie anfangen
- 25:39sollen ihnen ist nicht klar wie sie das
- 25:41Problem umsetzen sollen oder wie Sie mit
- 25:42auftretenden Schwierigkeiten dann im
- 25:44Alltag mit der Umsetzung umgehen sollen
- 25:46es geht darum den Zielzustand zu
- 25:48definieren alle möglichen Lösungs
- 25:51Möglichkeiten erstmal zu sammeln die
- 25:53einem einfallen die zu prüfen die beste
- 25:57Lösungsmöglichkeit auswählen umsetzen
- 26:00und austesten und dann eben eine Bilanz
- 26:02ziehen wie hilfreich war das jetzt
- 26:03eigentlich muss ich noch mal was anderes
- 26:05ausprobieren oder genügt das
- 26:10ganze ja und zu guter Letzt geht es dann
- 26:13natürlich darum erstmal dann nach diesem
- 26:17sehr strukturierten Programm wieder die
- 26:18Selbstständigkeit der
- 26:21Patienten und Patientin zu fördern also
- 26:23das Modul aktiv bleiben geht
- 26:24letztendlich um den Transfer in den
- 26:26Alltag und auch die rückfah Prophylaxe
- 26:29und die Verselbständigung der
- 26:32Patientin das heißt hier bedienen wir
- 26:35uns zwei Techniken einerseits wollen wir
- 26:37noch mal den Status Quo erheben was
- 26:38wurde jetzt eigentlich erreicht und
- 26:40gleichzeitig aber mit den Patienten
- 26:41gemeinsam einen positiven Ausblick
- 26:44entwickeln auf die
- 26:45Zukunft ohne Ziel im
- 26:49Fokus und das was hier ganz zentrales
- 26:51ist vor allem der Werkzeugkoffer
- 26:53nützlicher
- 26:57Strategien was machen wir
- 26:59ähm einerseits wollen wir wie ich gerade
- 27:02schon gesagt habe wir wollen mit den
- 27:03Patienten gemeinsam zuversichtlich in
- 27:06die Zukunft blicken können und die
- 27:07erreichten Ziele vor allem beibehalten
- 27:09können und das machen wir vor allem
- 27:12einerseits durch die Bilanz also wir
- 27:13fragen uns was wurde eigentlich erreicht
- 27:16im Vergleich zum
- 27:17Therapiebeginn ähm und das würden wir
- 27:20auch konkret auf einer Skala einschätzen
- 27:22so wie viel Prozent ist das jeweilige
- 27:24Ziel erreicht äh wie hat sich der
- 27:26Wochenplan eigentlich verändert im
- 27:27Verlauf der letzten Sitzung und dann ein
- 27:31versuchen ein Resumee zu ziehen über den
- 27:33Umgang mit motivationalen
- 27:35Schwierigkeiten und der Blick nach vorne
- 27:39da geht's dann eben um die
- 27:40Verselbständigung in der
- 27:41Weiterverfolgung von alten aber auch
- 27:43neugesetzten Zielen die vielleicht jetzt
- 27:45noch zusätzlich entwickelt werden und da
- 27:48geht es vor allem um den Werkzeugkoffer
- 27:50und bei der Entwicklung von diesem
- 27:52Werkzeugkoffer da kann man sich ganz
- 27:54vielen Fragen widmen um letztendlich
- 27:57herauszufen was war da jetzt eigentlich
- 27:59hilfreich das sind so fragen wie welche
- 28:01Strategien waren besonders hilfreich
- 28:03worauf bin ich besonders stolz da haben
- 28:05wir wieder die positiven
- 28:07Emotionen welche positiven Gedanken
- 28:09möchte ich mir öfter ins Gedächtnis
- 28:11rufen was habe ich allgemein über
- 28:13Motivation gelernt was habe ich über
- 28:15meine Zielerreichung die
- 28:16zielverfolgungen gelernt was sind
- 28:19Probleme die mir im Weg stehen was gibt
- 28:21es für Stärken was habe ich an Stärken
- 28:23über mich gelernt und das ist sozusagen
- 28:27dann
- 28:28die Idee wie wir das Ziele im
- 28:30fokusprogramm abschließen mit den
- 28:35Patienten und damit bin ich am Ende
- 28:37meiner Präsentation ich hoffe ich konnte
- 28:39Ihnen einen kleinen Eindruck vielen Dank
- 28:42für den schönen
- 28:44Vortrag gibt es Fragen oder
- 28:52Kommentare
- 28:54Bön ich habe Frage was ist das Setting
- 28:57also wahrscheinlich Mitte
- 29:01Mitte der Setting also wahrscheinlich
- 29:03ambulant und auf was für ein Zeitraum
- 29:05also das würde mich noch interessieren
- 29:08also das Programm wie ich es jetzt hier
- 29:10heute vorgestellt habe hat sich die
- 29:13letzten drei Jahre in einer
- 29:14Pilotstudie Befunden wo wir
- 29:16grundsätzlich erstmal schauen
- 29:17funktioniert das Ganze eigentlich und
- 29:18wir haben es jetzt angewendet in einem
- 29:20ambulanten Setting mit 24 Sitzungen das
- 29:23war das Ziel die kompletten Ergebnisse
- 29:27die liegen noch nicht vor bzw sind noch
- 29:28nicht ausgewertet aber so viiel kann ich
- 29:30schon
- 29:31verraten das klassische Setting einmal
- 29:34wöchentlich 50 Minuten im Einzelkontakt
- 29:36über 24 Sitzungen das hat sich als nicht
- 29:39ganz praktikabel herausgestellt und das
- 29:42wird definitiv eine Überarbeitung von
- 29:43Ziel im Fokus sein dass wir das Anpassen
- 29:47ähm nachdem wir noch mal auch mit den
- 29:49Betroffenen ins Gespräch gegangen sind
- 29:50um noch mal genauer zu verstehen was
- 29:52waren da jetzt eigentlich
- 29:52Schwierigkeiten wie könnte man das
- 29:54ansprechender gestalten ja
- 29:59ja
- 30:02kürzere5 wäre eine Option und ein das
- 30:05ist die Richtung in die ich im Moment
- 30:07denke ein aufsuchendes Konzept also
- 30:08tatsächlich in die Wohneinrichtung zu
- 30:11gehen in die Pias zu gehen auf die
- 30:13Station zu gehen und da vor Ort wo man
- 30:15die Patienten antrifft da vor Ort das
- 30:17dann eben durchzuführen
- 30:21ja fragen wir haben hier aus dem Chat
- 30:24eine Frage falls im Nachgang möglich ist
- 30:28möglich noch mal ein kurzes Statement zu
- 30:31Imagination und Psychose höre oft dass
- 30:34für Psychose erkrankte Imagination
- 30:38kontraindiziert sind jetzt waren hier
- 30:41viele Beispiele bzw auch teilweise
- 30:43zentrale Baustelle Bausteine aktueller
- 30:47Vortrag ist diese Sicht veraltet bzw
- 30:50gilt das nur für Phasen mit akuter
- 30:55positivsymptomatik ich würde sagen das
- 30:57ist ein eines der einer der Vorbehalte
- 31:00die sich hartnäckig halten in der
- 31:01Literatur oder in der Versorgung dass es
- 31:04da spezifische Kontraindikation bei
- 31:06Psychosen gebe
- 31:07sicherlich hier der zentrale Bestandteil
- 31:09hier sprechen wir über Patienten die
- 31:11nicht in einer akuten Psychose sind und
- 31:12von denen wir wissen dass sie spezifisch
- 31:15Probleme haben darin sich Sachen
- 31:16lebendig vor ihr im inneren Auge
- 31:18vorzustellen und genau das wollen wir
- 31:19fördern auf der anderen Seite haben wir
- 31:22aber auch keine Anhaltspunkte dafür dass
- 31:24Menschen die in einer akuten Psychose
- 31:25sind Schaden davon tragen würden wenn
- 31:28sie imaginationsübung machen ganz im
- 31:30Gegenteil es gibt die Arbeiten aus den
- 31:31niederländischen Arbeitsgruppen die
- 31:33machen
- 31:34die machen prolongierte Exposition mit
- 31:36traumainhalten mit akutpsychotischen
- 31:38Patienten und haben da ganz
- 31:40hervorragende Effekte auf das
- 31:42Wohlbefinden der Leute deswegen würde
- 31:44ich sagen ist das eigentlich eine
- 31:45veraltete Sicht zu sagen dass man das
- 31:46nicht machen sollte den denken wir auch
- 31:50jeder imaginiert ja es kann man gar
- 31:54nicht verhindern ist was tief
- 31:56menschliches äh ich denke das ist
- 32:00so schön weitere Fragen bitte schön
- 32:09ähm mich würde interessieren m wie der
- 32:14Persönlichkeitsstil der Patienten oder
- 32:16des Patienten auch mit diesen
- 32:18Interventionen Zusammenhängen weil ich
- 32:21finde schon es also wenn ich das als ich
- 32:24mir das angehört habe habe ich mir
- 32:26gedacht also das ist schon sehr sehr
- 32:28viel Anstrengung für den Patienten
- 32:31insbesondere jetzt und es geht
- 32:32ausgerechnet jetzt um negative
- 32:34Symptomatik also was ist noch
- 32:36anstrengender machen deshalb haben sie
- 32:38gesagt so 5% ist schon mal gut
- 32:41ja aber ich kann mir ich so Psychose ist
- 32:44nicht gleich Psychose weil jeder Mensch
- 32:46trotzdem einzigartig bleibt also es
- 32:48heißt
- 32:49was was würden Sie dazu sagen zu den
- 32:52persönlichkeitsselen für die Compliance
- 32:55oder für die
- 32:56Gestaltung dieser Interventionen wie das
- 32:58aussieht
- 32:59Hürden was was gut ist was schlecht ist
- 33:02was müsste man verändern also sehr
- 33:04bereit die frage mich einfach für ihre
- 33:06Meinung interessiert ja
- 33:09ähm ich finde es ist ein sehr wichtiger
- 33:11Punkt äh ich würde sagen das wichtigste
- 33:14ist einerseits die die therapeutischen
- 33:17Ansprüche äh maximal zu
- 33:19individualisieren ne es gibt sicherlich
- 33:22Patienten mit einem besseren
- 33:23Funktionsniveau auch auf bessere
- 33:26Genesungschancen wo man eine ein höheres
- 33:29therapeutisches Ziel stecken würde als
- 33:31bei Patienten die seit 40 Jahren
- 33:33chronisch eine Psychose haben und auch
- 33:36negativ Symptomatik haben die im
- 33:38Betreuten Wohnen sind da geht es um ein
- 33:41ganz anderes Maß an Selbständigkeit was
- 33:42wir beabsichtigen zu erzielen
- 33:45ne das andere war ja noch mal in Bezug
- 33:48wie spielender Persönlichkeitszüge mit
- 33:50rein habe ich das richtig
- 33:54verstanden ich glaube da würde ich fast
- 33:56ähnlich drauf antworten also
- 33:58letztendlich was unsere Aufgabe ist es
- 34:00uns individuell auf die Patienten und
- 34:02ihre Bedürfnisse einzustellen und was
- 34:04wir berücksichtigen müssen ist dass es
- 34:06das ist wahrscheinlich die Gruppe der es
- 34:08am schwersten fällt überhaupt sich auf
- 34:10so ein Setting einzulassen das heißt was
- 34:12wir machen müssen ist wir
- 34:15müssen uns maximal darauf einstellen auf
- 34:18die Bedürfniss der Patienten und dafür
- 34:19sorgen dass sie gerne zu uns kommen und
- 34:21dass sie darin ein Nutzen für sich
- 34:23erkennen und das kann aber sehr
- 34:25individuell sein
- 34:28hat es beantwortet piermk
- 34:32okay ist die Frage beantwortet
- 34:35piermark bites schön ich habe eine Frage
- 34:39zu den Zielsetzungen also ich kenne so
- 34:43dass die Patienten eher sehr schwierig
- 34:46große Schwierigkeit haben sich Ziele zu
- 34:48setzen gehe ich da als Therapeut dann
- 34:51sehr direktiv mit vor und schaut dass
- 34:53ich zusammen ein Ziel find ein
- 34:54Wochenziel also die langfristigen meine
- 34:56ich jetzt gar nicht und die andere Frage
- 34:58wie gehe ich damit um wenn das
- 34:59Wochenziel aus meiner Sicht viel zu hoch
- 35:02gesetzt ist also nicht realisierbar ist
- 35:05also darf ich da dann gemeinsam quasi in
- 35:08der Richtung schieben oder ja nicht ja
- 35:14finde ich ist eine sehr wichtige Frage
- 35:16das eine ist die eine Frage ist ja wie
- 35:18komme ich an die Ziele wenn keine
- 35:20genannt werden spontan
- 35:23das einfachste wäre sich den Wochenplan
- 35:25von der vorherigen Woche anzuschauen und
- 35:27zu schauen was ist da eigentlich an
- 35:29Aktivität da was ich wiedererkennen kann
- 35:30und darüber ins Gespräch zu kommen warum
- 35:32mache ich das eigentlich und dann in so
- 35:36einem iterativen Prozess irgendwann doch
- 35:38zu einem Ziel zu kommen was irgendwie
- 35:40persönliche Relevanz hat und in dem Fall
- 35:43wenn zu hoch gesteckte Ziele da sind
- 35:46dann würde ich das definitiv ansprechen
- 35:48und gemeinsam mit den Patienten darüber
- 35:50reflektieren was könnte ein Problem sein
- 35:53wenn ich mir vornehme bis zur nächsten
- 35:55Woche Marathon zu laufen obwohl ich
- 35:57gerade immer wenn es geht den fahstuhl
- 35:59nehme als Beispiel ne
- 36:00ähm und dann zu schauen okay es geht ja
- 36:03darum dass sie sich Erfolgserlebnisse
- 36:05schaffen in welche kleinen kleineren
- 36:08Schritte können wir das eigentlich
- 36:10einteilen und dann eben kleinschrittig
- 36:12vorgehen aber das würde ich definitiv
- 36:14dann auch aus therapeutischer Sicht
- 36:16versuchen zu korrigieren wenn sowas
- 36:20kommt weitere
- 36:24Fragen s hast du was im Chat im Chat
- 36:29gibt's ah jetzt kommt gerade eine Frage
- 36:32noch rein in der Literatur liest man
- 36:35immer wieder dass einige neuroleptiker
- 36:38einen negativen Einfluss auf die
- 36:41negativsymptomatik haben können wie
- 36:44gehen sie in ihrem therapeutischen
- 36:46Setting mit dieser möglichen
- 36:48Wechselwirkung um ja
- 36:51das ist tatsächlich der Fall nicht bei
- 36:53allen Antipsychotika aber gerade bei den
- 36:55älteren kann das sein dass die
- 36:57tatsächlich zu einem ähnlichen Syndrom
- 36:59führen die aussehen wie negativ
- 37:00Symptomatik aber medikamentös bedingt
- 37:02sind was Ziel im Fokus in der
- 37:05Vorbereitungsphase beinhaltet ist eine
- 37:07diagnostische Sitzung wo das Thema
- 37:09Medikation besprochen wird und da wird
- 37:11mit den Patienten gemeinsam erarbeitet
- 37:13sind die eigentlich gerade zufrieden mit
- 37:15der Medikation ist die ausreichend
- 37:17hilfreich wie ist das
- 37:19Nebenwirkungsprofil und würde dann äh
- 37:22und würde darüber sprechen gibt es
- 37:24Wünsche etwas daran zu verändern erstmal
- 37:25nur aus Patientensicht und würde dann
- 37:28gegebenenfalls wenn das so ist in
- 37:29Absprache mit den behandelnden
- 37:31ärztlichen Kollegen und Kolleginnen
- 37:33schauen können wir daran etwas ändern
- 37:34oder ist das jetzt ein Fall wo man
- 37:36lieber sagt da lassen wir die Finger von
- 37:38der Medikation nichtdestotrotz würden
- 37:40wir d mit Ziele im Fokus erstmal
- 37:42weiterarbeiten auch wenn wir nichts an
- 37:44der Medikation Händern können
- 37:47ja weitere fragen
- 37:52Kommentare ja bitte
- 37:54schön Kollegin sie kriegen gleich ein
- 37:58Mikro
- 38:04äh können Sie bitte ein paar Worte zur
- 38:07Differentialdiagnostik zu depressiver
- 38:09Symptomatik und negativ Symptomatik
- 38:11schreiben ich habe ich habe befürchtet
- 38:14dass diese Frage kommt das ist extrem
- 38:17schwierig und ein sehr heiß debattiertes
- 38:19Thema in der Literatur bisin dazu dass
- 38:22es Kollegen und Kolleginnen gibt die
- 38:24behaupten würden es gibt gar keine
- 38:25negativsymptomatik das ist eine
- 38:27postschizophrene Depression
- 38:30differentialdiagnostisch ist das extrem
- 38:31schwer auseinanderz halten weil wir auch
- 38:33wissen dass es natürlich syndromal die
- 38:35Überlappungen gibt die ganz eklatant
- 38:37sind als
- 38:39Daumenregel finde ich immer ganz gut
- 38:41differenzierend die Frage nach negativer
- 38:45Stimmung weil Menschen mit einer reinen
- 38:48schizophrenen negativsymptomatik in
- 38:50Anführungsstrichen weniger unter
- 38:52negativer Stimmung leiden oder davon
- 38:54berichten als das jetzt typische
- 38:56Patienten und ptiente mit Depressionen
- 38:58tun das nächste ist die Frage der
- 39:01anhedonie was auch sehr typisch ist für
- 39:03negativ Symptomatik sind Probleme mit
- 39:06der Antizipation von Freude also
- 39:07umgangssprachig gesagt Vorfreude
- 39:09empfinden was bei Depression weniger der
- 39:11Fall ist was nicht heißt dass es nie
- 39:14Auftritt aber eindrücklicher würde ich
- 39:16sagen ist es auf Seite der
- 39:19negativsymptomatik ist wahrscheinlich
- 39:21nicht so super befriedigend die Antwort
- 39:23aber mehr hat die Forschung leider nicht
- 39:25zu bieten
- 39:29weitere
- 39:31Fragen
- 39:34okay dann bedanken wir uns ganz herzlich
- 39:37bei dir Matthias pilni danke vielen Dank
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This page contains the full transcript of "Behandlung der Negativsymptomatik bei Psychosen" Dr. rer. nat. Matthias Pillny Universität Hamburg by IVS-Nürnberg/Fürth, generated from the public captions YouTube serves with the video. The transcript has 5,574 words across 1,031 segments, with the original timestamps preserved so you can click any line to jump to that moment in the embedded player.
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