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"Behandlung der Negativsymptomatik bei Psychosen" Dr. rer. nat. Matthias Pillny Universität Hamburg — Transcript

by IVS-Nürnberg/Fürth · 5,574 words · 1,031 segments · language en · Watch on YouTube

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  1. 0:10so dann hoffe ich dass die Mägen gefüllt
  2. 0:13sind dass das Essen lecker war aber die
  3. 0:14Mägen nicht zu sehr gefüllt sind sondern
  4. 0:18noch gut Aufnahme bereit sind für den
  5. 0:19nächsten Vortrag ich freue mich sehr
  6. 0:22Herrn Dr Matthias pilni vorstellen zu
  7. 0:24dürfen und ankündigen zu dürfen ist aus
  8. 0:27Hamburg gekommen muss später leider auch
  9. 0:30äh Richtung München mit dem Zug deswegen
  10. 0:32wird er nicht die ganze Veranstaltung
  11. 0:34dabei sein können aus der Arbeitsgruppe
  12. 0:36von der Professor linkeln die vielen ja
  13. 0:39auch im Begriff sein wird gerade auch
  14. 0:42zum Thema S3 lelinie kognitive
  15. 0:44Verhaltenstherapie bei psychotischen
  16. 0:46Erkrankungen und auf direkte Empfehlung
  17. 0:49von ihr zum wirklich spannenden Thema
  18. 0:53negativsmptomatik weil wir hatten es
  19. 0:54eben gerade auch beim Mittagessen es
  20. 0:57stürzen sich alle so auf die
  21. 0:58positivsmptomatik
  22. 1:00und wenn die vorbei ist oder wenn die
  23. 1:02remitiert ist oder nicht mehr ganz so
  24. 1:05akut ist dann entschwindet oder
  25. 1:08schwindet so ein bisschen das
  26. 1:09Interesse aber die negativ Symptomatik
  27. 1:12ist halt auch noch da ne und das ist
  28. 1:13sehr schwer stellenweise auch als
  29. 1:15Therapeut oder insbesondere auch als
  30. 1:17Therapeut damit umzugehen und da gibt's
  31. 1:19wenig
  32. 1:21gute Ansätze bisher und wir hoffen auf
  33. 1:23Herrn her dr pilni der uns eines
  34. 1:26Besseren belehrt danke
  35. 1:36ja herzlich willkommen auch von meiner
  36. 1:37Seite mein Name ist Matthias pilln ich
  37. 1:39bin wissenschaftlicher Mitarbeiter und
  38. 1:41psychologischer Psychotherapeut am
  39. 1:43Lehrstuhl für Klinische Psychologie und
  40. 1:45Psychotherapie
  41. 1:47an der Universität Hamburg unter Leitung
  42. 1:49von Frau linkeln
  43. 1:52ähm der durchschnittliche Hamburger
  44. 1:54tendiert ja ein bisschen äh zur Reaktion
  45. 1:57mit Desinteresse auf alles was südlich
  46. 1:59von Köln
  47. 2:01passiert ich habe mich noch nie als
  48. 2:03durchschnittlichen Hamburger verstanden
  49. 2:05deswegen ist der Überraschungsmoment für
  50. 2:06mich nicht ganz so groß aber ich muss
  51. 2:08sagen
  52. 2:09so coole äh Fortbildungsveranstaltung
  53. 2:12mit einem so interessierten und großen
  54. 2:13Publikum die gibt es in Hamburg
  55. 2:15tatsächlich nicht und ich bin total
  56. 2:16begeistert dass so viele Menschen zu
  57. 2:18diesem so wichtigen Thema hier
  58. 2:20erschienen sind und sich dafür
  59. 2:21interessieren
  60. 2:23[Applaus]
  61. 2:30in meinem Vortrag soll's um die
  62. 2:33Behandlung von motivationaler
  63. 2:35negativsymptomatik im Rahmen unseres
  64. 2:37Ziele im fokusprogramm gehen das ist ein
  65. 2:39Programm was wir bei uns in der
  66. 2:41Arbeitseinheit entwickelt haben und
  67. 2:44gleich zu Beginn ganz wichtig
  68. 2:46das habe ich natürlich nicht alleine
  69. 2:48gemacht ganz im Gegenteil ich mache eher
  70. 2:50die wissenschaftliche Begleitung im
  71. 2:52Hintergrund Inhalt der Therapie oder der
  72. 2:55des behandlungsmanuals das kommt vor
  73. 2:57allem hier von der Kollegin Frau
  74. 2:58Schormann die das im Rahmen ihrer
  75. 3:01Doktorarbeit entwickelt hat und eben
  76. 3:03auch unter Anleitung von Frau
  77. 3:07linkel als Einstieg was ist eigentlich
  78. 3:10negativsymptomatik wovon reden wir
  79. 3:12manchmal bezeichnen wir es auch eher als
  80. 3:14amotivationale Psychopathologie weil es
  81. 3:17eben ein breiter Begriff ist für ein
  82. 3:18synddrom was sich typischerweise aus
  83. 3:20diesen fünf symptombereichen
  84. 3:22zusammensetzt dazu gehört die anhedonie
  85. 3:24die abolition der soziale Rückzug die
  86. 3:26allogie also das äh verringerte sprechen
  87. 3:30oder der reduzierte Ausdruck von
  88. 3:32Emotionen in Gestik Mimik oder auch
  89. 3:35inhaltlich in der gesprochenen
  90. 3:37Sprache zusammengefasst oder
  91. 3:39phänomenologisch was wir bei den
  92. 3:41Patienten hauptsächlich sehen ist eine
  93. 3:43signifikante Reduktion von
  94. 3:45zielgerichteten Verhalten ein Patient
  95. 3:47von mir der hat das mal beschrieben hat
  96. 3:49gesagt Herr pilni sie müssen sich
  97. 3:50vorstellen sie wollen eigentlich wieder
  98. 3:53genesen sie wollen dass es Ihnen besser
  99. 3:55geht sie wollen zurück in ihr altes
  100. 3:56Leben nach einer psychotischen Episode
  101. 3:59aber sie haben so ein Anzug an da sind
  102. 4:01ganz viele Bleitaschen drin und der
  103. 4:03liegt die ganze Zeit auf ih Tag ein Tag
  104. 4:04aus und je häufiger Sie versuchen
  105. 4:06dagegen anzukämpfen desto schwerer fällt
  106. 4:08ihn das und umso mehr verschwinden
  107. 4:11irgendwann die klaren Bilder von ihren
  108. 4:14Zielen die sie eigentlich haben in ihm
  109. 4:15leben und umso dramatischer wird es
  110. 4:18dagegen anzugehen also das ist
  111. 4:20amotivationale Psychopathologie im
  112. 4:22Rahmen von Schizophrenie oder anderen
  113. 4:23Psychosen tritt bei ungefähr 60% der
  114. 4:26Betroffenen auf mit einem Geschlecht
  115. 4:29chter Verhältnis von ungefähr 2 Z Z ein
  116. 4:33also eine deutlich häufigere
  117. 4:35Auftretenswahrscheinlichkeit bei
  118. 4:36männlichen
  119. 4:39Patienten das Vorlegen von
  120. 4:41aotivationaler Psychopathologie ist der
  121. 4:43stärkste Prädiktor für die langfristigen
  122. 4:45funktionseinbosten und die reduzierte
  123. 4:47Lebensqualität der Betroffenen was eben
  124. 4:49auch verdeutlicht wie wichtig das ist
  125. 4:51dass wir unsere psychotherapeutische
  126. 4:53Brille eben auch auf die
  127. 4:55negativsymptomatik einstellen und nicht
  128. 4:57nur auf die Behandlung von und
  129. 5:01Halluzination wenn man jetzt in die
  130. 5:02Literatur schaut was kann man eigentlich
  131. 5:05da machen oder wie gut funktioniert
  132. 5:06eigentlich Psychotherapie zu Behandlung
  133. 5:08von
  134. 5:09negativsymptomatik dann finden sich
  135. 5:11zumindest bis zum letzten Jahr schon 31
  136. 5:13Metaanalysen die eine Gesamtstichprobe
  137. 5:16von 33 000 Patienten und Patientin
  138. 5:18umfassen und die grundsätzlich erstmal
  139. 5:21kleine bis moderate Effektstärken für
  140. 5:23psychologische Intervention auf
  141. 5:25negativsymptomatik
  142. 5:27zeigen ganz besonders gut untersucht und
  143. 5:30mit den besten Ergebnissen einerseits
  144. 5:32die kognitive Verhaltenstherapie
  145. 5:33kognitive remediation und
  146. 5:35achtsamkeitsbasierte
  147. 5:37Ansätze aber was auch auffällt ist wenn
  148. 5:39man sich das anschaut ist dass
  149. 5:41eigentlich total wenig zielgerichtete
  150. 5:43Ansätze gibt die explizit zu Behandlung
  151. 5:45von negativ Symptomatik entwickelt
  152. 5:47wurden meistens sind das Interventionen
  153. 5:49die aus anderen Behandlungen entliehen
  154. 5:50wurden oder die adaptiert wurden aber
  155. 5:52eigentlich nicht so richtig gut passen
  156. 5:55und die Idee die wir hier in Hamburg
  157. 5:57hatten war vielleicht ist das ja auch
  158. 6:00der Grund warum die Effektstärken nicht
  159. 6:01so richtig überzeugend sind weil wir
  160. 6:03machen zwar was Gutes und das hilft
  161. 6:05irgendwie aber so richtig am Kern der
  162. 6:08Problematik an setetzen tun wir mit den
  163. 6:10Sachen irgendwie
  164. 6:13nicht und damit möchte ich sie jetzt gar
  165. 6:15nicht
  166. 6:16im in der vollen Detailtiefe quälen es
  167. 6:19soll ja heute um die Behandlung gehen
  168. 6:21aber
  169. 6:22um sie auf den aktuellen Stand zu
  170. 6:24bringen unser etheologisches Verständnis
  171. 6:26der Mechanismen die negativ Symptomatik
  172. 6:28Zug Grunde lieg
  173. 6:30können Sie dieser Grafik entnehmen und
  174. 6:31zwar grundsätzlich hatte ich schon
  175. 6:33gesagt es geht phänomenologisch um eine
  176. 6:35Reduktion von zielgerichteten Verhalten
  177. 6:38das heißt wir sprechen von
  178. 6:40Problemen persönliche Ziele in die Tat
  179. 6:42umzusetzen Probleme mit der
  180. 6:44Zielverfolgung und dazu kommt eben
  181. 6:47kommen bestimmte Faktoren vor allem auf
  182. 6:49neurokognitiver Ebene die die Umsetzung
  183. 6:52dieser Ziele
  184. 6:54erschweren das eine ist eben dass
  185. 6:57Menschen mit negativ Symptomatik sich
  186. 6:58häufig sehr schwer darin tun Vorfreude
  187. 7:00auf etwas zu empfinden und
  188. 7:02dementsprechend sich auch schlecht
  189. 7:03motivieren können etwas umzusetzen es
  190. 7:07gibt offensichtlich Probleme in der
  191. 7:09belohnungsverarbeitung damit ist vor
  192. 7:10allem gemeint die Fähigkeit eine mentale
  193. 7:13Repräsentation also ein inneres Bild vor
  194. 7:15dem inneren Auge von positiven
  195. 7:17Erfahrungen zu bilden sich das vor dem
  196. 7:19inneren Auge
  197. 7:21vorzustellen einige zeigen auch Probleme
  198. 7:24mit sozialen Fertigkeiten oder
  199. 7:26allgemeinen problemlösefertigkeiten die
  200. 7:28das natürlich weiter erschweren Ziele
  201. 7:29und die Tat umzusetzen und dann eben der
  202. 7:32große Bereich der demotivierenden
  203. 7:34Kognition also negative automatische
  204. 7:37Gedanken und Schemata die die Umsetzung
  205. 7:40von Zielen irgendwie
  206. 7:44erschweren und die Idee auf der das Ziel
  207. 7:47im fokusprogramm basiert war zu sagen
  208. 7:50okay wenn das zentrale letztendlich die
  209. 7:52zielumsetzung ist dann wollen wir ein
  210. 7:56psychotherapeutisches Programm
  211. 7:57entwickeln was genau das in den rückt
  212. 8:00und gleichzeitig aber auch alle
  213. 8:02möglichen Probleme die in dem Prozess
  214. 8:03der zielumsetzung in der Therapie
  215. 8:06entgegenstehen könnten gleich
  216. 8:08antizipiert und hier diese zusätzlichen
  217. 8:11behandlungsmodule beinhaltet falscher
  218. 8:13Knopf diese
  219. 8:16hier und durch die würde ich sie jetzt
  220. 8:18gerne in einer Kurzversion einmal
  221. 8:21durchführen um ihn zu zeigen was ist
  222. 8:23eigentlich unsere Idee oder was machen
  223. 8:24wir eigentlich in Hamburg mit den
  224. 8:27Betroffenen von negativsymptomatik
  225. 8:31ganz grundsätzlich was sie sich
  226. 8:33vergegenwertigen sollten bevor sie
  227. 8:35anfangen mit Betroffenen von negativ
  228. 8:37Symptomatik zu arbeiten ist dass hier
  229. 8:39einige Besonderheiten in der Interaktion
  230. 8:41auftreten können sie müssen sich
  231. 8:44vorstellen sie haben es mit Patienten zu
  232. 8:46tun den es extrem schwer fällt sich zu
  233. 8:49motivieren oder überhaupt ein Termin
  234. 8:52wahrzunehmen den erstmal überhaupt zu
  235. 8:55vereinbaren die ganz große Vorbehalte
  236. 8:58dagegen haben sich lamieren zu können
  237. 9:00oder etwas nicht zu schaffen und das
  238. 9:03sollten Sie als Therapeut oder als
  239. 9:05Therapeutin auf jeden Fall antizipieren
  240. 9:08und zu versuchen das Setting ind dem sie
  241. 9:10den Leuten begegnen so angenehm wie
  242. 9:12möglich zu gestalten und da können sie
  243. 9:14auch unkonventionell werden indem Sie
  244. 9:15warme Getränke anbieten dass sie sagen
  245. 9:18wir verlassen das Therapiezimmer und
  246. 9:20besprechen ein paar Dinge erstmal bei
  247. 9:21einem Spaziergang da ist der Kreativität
  248. 9:24sozusagen keine Grenze gesetzt dazu ist
  249. 9:27es tatsächlich aber auch so dass sie
  250. 9:29ihre Haltung etwas verändern müssen
  251. 9:30während wir ja als kognitive
  252. 9:32Verhaltenstherapeuten typischerweise
  253. 9:34wenn es um Motivationsprobleme geht eher
  254. 9:35eine zurückhaltende Haltung einnehmen
  255. 9:38würden wir hier bei der
  256. 9:39negativsymptomatik sagen so viel
  257. 9:41Unterstützung wie möglich bieten
  258. 9:44Fahrkartenkauf Planung der Fahrt zum
  259. 9:46Therapie Erinnerung an Termine und so
  260. 9:49weiter und so fort also da kann man
  261. 9:51eigentlich gerade zum Anfang nicht zu
  262. 9:53viel unterstützen weil es eben darum
  263. 9:55geht erstmal die Betroffenen in die
  264. 9:58Behandlung einzu binden und erstmal
  265. 10:00dafür zu sorgen dass Sie wiederkommen
  266. 10:02und sich nicht überfordert
  267. 10:04fühlen und gleiches gilt natürlich auch
  268. 10:06mit dem Umgang der interaktionellen
  269. 10:08Auffälligkeiten wenn die Leute wenig
  270. 10:10sprechen verlangsamt Antworten achten
  271. 10:13Sie darauf dass Sie die Menschen nicht
  272. 10:15überforn sondern versuchen sich drauf
  273. 10:16einzustellen und wohlwollend und mit
  274. 10:19viel Geduld
  275. 10:20äh mit den Menschen
  276. 10:22umzugehen also passen sie ihr
  277. 10:25therapietempo vor allem an
  278. 10:30nach einer Vorbereitungsphase die die
  279. 10:32typischen Schritte beinhaltet eine
  280. 10:34Diagnostik Klärung des Settings und so
  281. 10:36weiter und so fort starte Ziele im Fokus
  282. 10:38vor allem mit der
  283. 10:42Zielsetzung und das passiert auf Basis
  284. 10:44von einem Wochenplan den kennen sie aus
  285. 10:46anderen Behandlungen den gibt es in
  286. 10:48unterschiedlichen auflösungsgraden von
  287. 10:50relativ grob bis hin zu stundenweisen
  288. 10:53Protokollen der Aktivitäten das dient
  289. 10:55einerseits dazu erstmal den Status Quo
  290. 10:58zu erheben um zu schauen okay was ist
  291. 10:59eigentlich im Alltag der Patienten und
  292. 11:01Patientin noch zu finden an Zielen und
  293. 11:03an Zielverfolgung und Aktivitäten um
  294. 11:05Eindruck davon zu bekommen und
  295. 11:07gleichzeitig ist dieser Wochenplan das
  296. 11:09werden Sie gleich sehen ein zentraler
  297. 11:11Bestandteil von Ziel im Fokus weil wir
  298. 11:13den nutzen um letztendlich persönliche
  299. 11:15Ziele
  300. 11:16äh dann in die Tat umsetzen zu
  301. 11:20können also es geht grundsätz sich
  302. 11:23erstmal darum persönlich relevante Ziele
  303. 11:25zu identifizieren vor allem mit dem
  304. 11:27Fokus auf die persönliche Relevanz es
  305. 11:29geht jetzt nicht darum einfach nur
  306. 11:31stumpf aktiv zu werden und positive
  307. 11:32Aktivitäten zu machen son es geht um die
  308. 11:34persönlich relevanten Lebensziele in den
  309. 11:37Bereichen Freizeit soziales Engagement
  310. 11:40also sowas wie möchte ich z.B mich in
  311. 11:42mein wgleben einbringen
  312. 11:44oder im Bereich Gesundheit und diese
  313. 11:47Ziele werden dann erstmal zeitlich
  314. 11:49spezifiziert in kurz mittel und
  315. 11:51langfristige Ziele und gleichzeitig in
  316. 11:54Form von annäherungszielen nach dem
  317. 11:57smartansatz formuliert und und ich zeige
  318. 11:59ihn jetzt gleich wie das
  319. 12:02aussieht wie kommen wir jetzt aber
  320. 12:05erstmal dahin überhaupt ein Ziel zu
  321. 12:06identifizieren mit den Patienten die
  322. 12:08vielleicht ihre Ziele auch so ein
  323. 12:09bisschen aus den Augen verloren haben im
  324. 12:11Laufe der letzten Jahre oder
  325. 12:13Jahrzehnte drei Möglichkeiten haben wir
  326. 12:15uns überlegt womit das geht um darüber
  327. 12:17ins Gespräch zu kommen das eine ist wir
  328. 12:19nehmen uns den Wochenplan vor und
  329. 12:20schauen was lässt sich da eigentlich
  330. 12:22noch an Zielen und an Aktivität
  331. 12:24entdecken wir können ein Gespräch
  332. 12:26initiieren darüber wie sah es eigentlich
  333. 12:28aus bevor ich diese
  334. 12:29motivationsschwierigkeiten hatte was
  335. 12:31habe ich da gemacht was war mir da
  336. 12:32wichtig und warum und wie kann ich das
  337. 12:34noch mal aktualisieren oder wir blicken
  338. 12:37in die Zukunft und äh Fragen nach
  339. 12:40Träumen und Visionen also was wäre in
  340. 12:42einer perfekten Welt für mich eigentlich
  341. 12:45wichtig oder das Ziel unabhängig davon
  342. 12:48was jetzt realistisch ist oder was
  343. 12:51nicht und wenn wir diese Ziele erstmal
  344. 12:54grob identifiziert haben geht es darum
  345. 12:56die zu spezifizieren das heißt
  346. 12:58einerseits wollen wir annäherungs
  347. 12:59anstatt vermeidungsziele das heißt wir
  348. 13:01wollen eine Aussage wie ich möchte
  349. 13:03morgens nicht mehr lange im Bett liegen
  350. 13:05bleiben umformulieren in ich möchte am
  351. 13:07Montag mit dem Weckerklingeln um 8 Uhr
  352. 13:10aufstehen das hört sich schon mal viel
  353. 13:12konkreter an und weiter spezifizieren
  354. 13:15wir das nach dem smartansatz das ist
  355. 13:17vielleicht auch einigen bekannt das
  356. 13:18haben wir uns gar nicht ausgedacht es
  357. 13:20geht aber darum die Ziele so spezifisch
  358. 13:22wie möglich zu formulieren sie sollten
  359. 13:24messbar sein also woran merke ich dass
  360. 13:26ich ein Ziel erreicht oder nicht
  361. 13:27erreicht habe sie sollten attraktiv sein
  362. 13:29also persönlich relevant realistisch und
  363. 13:33sie sollten auch terminierbar sein damit
  364. 13:35wir eben auch eine konkrete sogenannte
  365. 13:38zielbindung erreichen
  366. 13:41können zeitlich lässt sich das Ganze z.
  367. 13:44Beispiel an so einem Zeitstrahl
  368. 13:46spezifizieren wo wir hier rechts sehen
  369. 13:48Sie das ein langfristiges Ziel
  370. 13:51abgetragen haben wir z.B wieder im
  371. 13:53Fußball Verein aktiv sein und dann die
  372. 13:55einzelnen kleineren Teilziele hier im
  373. 13:58Zeit Verlauf eben mit aufgenommen haben
  374. 14:02ganz wichtig auch für die weitere
  375. 14:04Behandlung sie sehen hier an diesen
  376. 14:05roten Balken was wir an dieser Stelle
  377. 14:07auch schon machen ist gemeinsam mit den
  378. 14:08Patienten und patiente ins Gespräch
  379. 14:10darüber kommen was sind eigentlich so
  380. 14:12befürchtete Probleme die dabei auftreten
  381. 14:14könnten die mir das Ganze in der
  382. 14:15Umsetzung
  383. 14:17erschweren um einerseits unsere
  384. 14:19Behandlungsplanung natürlich
  385. 14:20voranzutreiben andererseits aber auch
  386. 14:22mit den Patienten schon darüber ins
  387. 14:24Gespräch zu kommen wie kann ich mit
  388. 14:25diesem Problem eigentlich umgehen ohne
  389. 14:26mein Ziel aus den Augen zu verlieren
  390. 14:31eine andere Möglichkeit für
  391. 14:33mittelfristige Ziele ist eine solche
  392. 14:34zieltreppe wo dann oben
  393. 14:37das mittelfristige Ziel abgetragen wird
  394. 14:39und dann in verschiedenen
  395. 14:40Schwierigkeitsstufen nach unten eben die
  396. 14:43Schwierigkeit verringert wird also wenn
  397. 14:45es jetzt hier darum geht zweimal pro
  398. 14:47Woche 2 km zu laufen oder zu joggen dann
  399. 14:49könnte z.B auf der untersten Ebene
  400. 14:51stehen ich fange erstmal damit an immer
  401. 14:53wenn möglich die Treppe anstatt den
  402. 14:54Fahrstuhl zu
  403. 14:57nehmen und dann geht's darum auszuwählen
  404. 14:59okay womit fangen wir jetzt eigentlich
  405. 15:01an und da ist die Daumenregel relativ
  406. 15:02einfach ähm wir lassen das die Patienten
  407. 15:05und Patientin auswählen was denen am
  408. 15:07wichtigsten ist und fangen dann an mit
  409. 15:09ihnen darüber zu reflektieren was genau
  410. 15:12ist daran eigentlich so wichtig für die
  411. 15:14jeweilige Person und was motiviert sie
  412. 15:15an diesem
  413. 15:18Ziel und damit befinden wir uns dann
  414. 15:21eigentlich im Hauptteil äh von Ziele im
  415. 15:23Fokus nämlich der Arbeit an den
  416. 15:25persönlich relevanten Zielen in diesen
  417. 15:27Bereichen die wir Stück für Stück
  418. 15:29durchgehen wie wir das machen zeige ich
  419. 15:31ihn gleich und dann zusätzlich eben
  420. 15:33diese vier behandlungsmodule mit der
  421. 15:37Zielverfolgung kombinieren
  422. 15:41können das klassische Vorgehen was Ziel
  423. 15:44im Fokus vorsieht für die Strukturierung
  424. 15:46der Zielerreichung ist das Verwenden
  425. 15:48dieser Wochen äh Pläne wo dann eben
  426. 15:51jeweils wochenziele gesteckt werden und
  427. 15:53da hatte ich gerade schon mal gesagt
  428. 15:54liegt nicht der Fokus auf dem reinen
  429. 15:56Aufbau von Aktivitäten sondern es geht
  430. 15:58um die direkt te unmittelbare Verfolgung
  431. 16:01von kurzfristig realisierbaren Zielen
  432. 16:03mit einer persönlichen
  433. 16:09Relevanz und dafür haben wir eine Reihe
  434. 16:11von Arbeitsmaterialien entwickelt die
  435. 16:13eben die Patienten und Patientin
  436. 16:15dadurchführen ein Ziel erstmal zu
  437. 16:18spezifizieren und dann angefangen bei
  438. 16:21der zielumsetzung eben die Umsetzung zu
  439. 16:23planen und das dann von Woche zu Woche
  440. 16:26jeweils in dem therapeutischen Setting
  441. 16:29zu
  442. 16:30besprechen und das ist letztendlich das
  443. 16:32wich die wichtige therapeutische Arbeit
  444. 16:35die regelmäßigen Rückblicke auf den
  445. 16:37zielerreichungsprozess und zwar alle
  446. 16:39spät spätestens alle fünf Sitzung und
  447. 16:43dabei sollte einerseits natürlich der
  448. 16:45aktuelle Stand abgeglichen werden also
  449. 16:46wo steht die jeweilige Person gerade in
  450. 16:48dem Prozess
  451. 16:51was war bisher besonders hilfreich oder
  452. 16:53weniger hilfreich was wurde auch über
  453. 16:54den Gesamtprozess eigentlich gelernt und
  454. 16:57ein Ausblick hat sich irgendwas an den
  455. 17:00Zielen oder ihre Relevanz verändert
  456. 17:02müssen wir neue Ziele aufnehmen sind
  457. 17:04alte erreicht oder nicht mehr so
  458. 17:06relevant und hierzu bietet es sich
  459. 17:08eigentlich immer an dass mit dem ersten
  460. 17:11zusätzlichen behandlungsmodul nämlich
  461. 17:13Erreichtes würding und belohnen zu
  462. 17:16kombinieren einfach um diesen Prozess
  463. 17:18positiv zu
  464. 17:23verstärken das ist eigentlich schon die
  465. 17:25ganze Kunst von der Idee der zielumsetz
  466. 17:29nach Ziel im Fokus aber Sie können sich
  467. 17:32sicherlich vorstellen das fällt den
  468. 17:33Betroffenen gar nicht so leicht und sie
  469. 17:35werden therapeutisch wahrscheinlich auch
  470. 17:37an die eine oder andere Grenze stoßen
  471. 17:40und für den Umgang damit sind diese
  472. 17:43Module
  473. 17:44hier entwickelt
  474. 17:47worden Erreichtes würdigen und belohnen
  475. 17:51was machen wir
  476. 17:52da einerseits geht es um die
  477. 17:55Nachbereitung der Zielerreichung oder
  478. 17:56die Bemühung der Zielerreichung also es
  479. 17:58geht geh nicht zwangsläuftig um den
  480. 18:00Erfolg sondern es geht erstmal um die
  481. 18:02Bemühung und dann eben die positiven
  482. 18:05Emotionen die damit mit dem Prozess
  483. 18:07nicht mit dem Ziel an sich als solch
  484. 18:09sondern mit dem Prozess in Verbindung
  485. 18:10stehen die erstmal zu
  486. 18:13belohnen und das kann gemacht werden in
  487. 18:15dem Übungen durch durchgeführt werden wo
  488. 18:17die Erfolge oder die Freude darüber mit
  489. 18:20anderen geteilt werden und ganz zentral
  490. 18:24ein geleitetes und bewusstes
  491. 18:25Wiedererinnern von positiven Emotionen
  492. 18:27und Situation Aspekten das heißt wir
  493. 18:29gehen tatsächlich in die reimagination
  494. 18:32mit den Patientinen und versuchen genau
  495. 18:35die positiven Momente der Zielverfolgung
  496. 18:38wieder zuerleben vor dem inneren Auge
  497. 18:40das schult einerseits natürlich die
  498. 18:42Fähigkeit diese mentalen Repräsentation
  499. 18:44zu bilden andererseits ist die Idee eben
  500. 18:47diese positiven Emotionen wiederholt und
  501. 18:49auch verstärkt erleben zu
  502. 18:54können ganz wichtig dabei unsere
  503. 18:57therapeutische Haltung ist selbst die
  504. 18:59kleinsten Schritte bedeuten für die
  505. 19:01Betroffenen in der Regel eine
  506. 19:02riesengroße Veränderung und das sollten
  507. 19:04wir anerkennen und zwar authentisch das
  508. 19:07sind riesige Schritte teilweise wenn die
  509. 19:10nur
  510. 19:10alleine zu Therapie kommen
  511. 19:13können und das Wichtige ist eben über
  512. 19:16diese positiven Emotionen zu sprechen es
  513. 19:18gibt dieses Sprichwort happiness is only
  514. 19:21real when shared das ist letztendlich
  515. 19:23der Spirit von Civ es muss darüber
  516. 19:25gesprochen werden wie positiv das ist
  517. 19:27wie viel Stol damit einhergeht wie viel
  518. 19:30Freude und so weiter und das wird vor
  519. 19:32allem durch das reimaginieren von
  520. 19:34erreichten
  521. 19:38umgesetzt wie machen wir das ganze mit
  522. 19:40der Vorfreude wenn die Leute Probleme
  523. 19:42haben Freude zu
  524. 19:44antizipieren auch hier arbeiten wir mit
  525. 19:46imaginationsübung und zwar in Bezug auf
  526. 19:48die Umsetzung geplanter zukünftiger
  527. 19:50Ziele und mit der Registrierung von
  528. 19:53Freude bei der zielumsetzung also
  529. 19:55ähnlich wie ein
  530. 19:56verhaltensexperimentschema das heißt wir
  531. 19:58schauen uns an was erwartet die Person
  532. 20:00wie viel Freude sie empfindet lassen die
  533. 20:02Person dann während der zielumsetzung
  534. 20:04das Protokollieren wie viel sie
  535. 20:05tatsächlich empfindet und schauen uns
  536. 20:07dann die Diskrepanz an und nutzen das
  537. 20:09dann letztendlich für ein Gespräch
  538. 20:10darüber wie aussagekräftig ist
  539. 20:13vielleicht meine relativ pessimistische
  540. 20:15Erwartungshaltung in Bezug auf die
  541. 20:17Freude die ich
  542. 20:20erwarte ja das habe ich ihnen eigentlich
  543. 20:23erklärt also es geht tatsächlich um die
  544. 20:24Imagination von einem äh von der
  545. 20:27Umsetzung und einen positiven Ausgang
  546. 20:30von einer Zielverfolgung und von der
  547. 20:33Registrierung von Freude und auch hier
  548. 20:35gilt wieder selbst kleine Veränderungen
  549. 20:37sind viel wert das heißt selbst bei
  550. 20:39einer Abweichung von
  551. 20:415% mehr Freude als erwartet haben wir
  552. 20:44immer noch eine Steigerung füron 5% und
  553. 20:46das sollten wir würdigen und auch
  554. 20:48darüber ins Gespräch
  555. 20:53kommen wie sieht das Ganze aus mit
  556. 20:55demotivierenden Überzeugungen das sind
  557. 20:57Interventionen die sollten oder die
  558. 20:59werden den meisten von ihnen ein Begriff
  559. 21:02sein das sind letztendlich
  560. 21:03Interventionen die stammen aus der
  561. 21:04klassischen kognitiven Therapie wie wir
  562. 21:06das beispielsweise auch bei Depression
  563. 21:08kennen nur eben in Bezug auf spezifische
  564. 21:11Annahmen und automatische Gedanken im
  565. 21:12Zusammenhang mit Negativs Symptomatik
  566. 21:15und ganz am Anfang steht natürlich die
  567. 21:17Identifikation von demotivierenden
  568. 21:18Gedanken dann geht es darum diese zu
  569. 21:21hinterfragen mit Hilfe von
  570. 21:22Verhaltensexperimenten Faktencheck
  571. 21:24sokratische Dialoge
  572. 21:26reattributionen da können Sie die den
  573. 21:28gamten Werkzeugkoffer der kognitiven
  574. 21:30Therapie eigentlich ausschöpfen und dann
  575. 21:33aber zusätzlich auch ein Modul einbauen
  576. 21:35zum Einüben neuer und motivierender
  577. 21:38Gedanken als
  578. 21:40bewältigungsfertigkeit und das zeige ich
  579. 21:42Ihnen gleich wie wir das
  580. 21:44umsetzen grundsätzlich was wir den
  581. 21:46Patienten an die Hand geben ist
  582. 21:48letztendlich ein klassisches kognitives
  583. 21:50Modell das heißt wir gehen davon aus
  584. 21:52dass eine Situation letztendlich zur
  585. 21:54Aktivierung von Grundannahmen oder
  586. 21:56Schemata führt die letzt lich dann zur
  587. 21:59Auslösung oder Aktivierung von
  588. 22:01automatischen Gedanken in diesem Falle
  589. 22:03negativen und demotivierenden Gedanken
  590. 22:04führt die dann auch unser unser
  591. 22:07emotionales Erleben und Verhalten
  592. 22:11bestimmen dafür setzen wir ganz normale
  593. 22:14gedankenprotokolle ein wie wir das auch
  594. 22:16in der Behandlung von Depressionen
  595. 22:18machen würden
  596. 22:20indem wir entweder die Erwartung oder
  597. 22:23den Gedanken in Bezug auf eine bestimmte
  598. 22:25Situation erstmal
  599. 22:27sammeln um diese dann wieder im
  600. 22:30therapeutischen Gespräch als kognitive
  601. 22:33Fehler
  602. 22:34zu markieren sozusagen und die
  603. 22:35einzusortieren in dichotomes denken
  604. 22:39über Generalisierung und so weiter und
  605. 22:42so
  606. 22:45fort und wenn die dann letztendlich
  607. 22:48kognitiv umstrukturiert wurden diese
  608. 22:50Gedanken ist ja bleibt ja letztendlich
  609. 22:52die Frage übrig okay wie mache ich das
  610. 22:53denn jetzt in Zukunft äh wenn ich
  611. 22:55festgestellt habe meine demotivierenden
  612. 22:57Überzeugungen sind nicht immer so
  613. 22:59zielführend
  614. 23:01eine Möglichkeit wäre das kognitive
  615. 23:03Probehandeln das heißt was wir da machen
  616. 23:05ist wir benutzen die Metapher von Profi
  617. 23:09oder
  618. 23:10extremsportlerinnen die vor einem
  619. 23:12wichtigen Wettkampf ihre Übung oder
  620. 23:14ihren Wettkampf vor dem inneren Auge
  621. 23:16geistig einmal durchgehen und wir wissen
  622. 23:19tatsächlich dass das hilfreich ist in
  623. 23:21der Umsetzung der jeweiligen Übung worum
  624. 23:24es dann auch immer gehen mag und was wir
  625. 23:27machen ist wir kombinieren das mit
  626. 23:28unseren imaginationsübung indem wir den
  627. 23:31Patienten sagen bitte stellen Sie sich
  628. 23:32die zielumsetzung vor wie sie das ganze
  629. 23:35machen und üben Sie dabei aber positive
  630. 23:38Gedanken zu haben und wenn sie merken da
  631. 23:40kommen die demotivierenden automatischen
  632. 23:42Gedanken auf versuchen Sie gleichzeitig
  633. 23:45oder direkt das umzuändern und versuchen
  634. 23:47Sie einen motivierenden Gedanken zu
  635. 23:48finden und den in ihre Imagination mit
  636. 23:51einzuarbeiten und die Idee dahinter ist
  637. 23:53dass das dann eben in der tatsächlichen
  638. 23:55zielumsetzung in der daraufolgenden
  639. 23:56Woche eben hilft auch leichter eben an
  640. 23:59die Veränderung auf kognitiver Ebene zu
  641. 24:07gelangen als weiteren Punkt haben wir
  642. 24:10das
  643. 24:11Training von sozialen und Problemen
  644. 24:12lösefähigkeiten oder das Stärken der
  645. 24:15vorhandenen Fertigkeiten das ist
  646. 24:19m für Sie wahrscheinlich auch nicht
  647. 24:21großartig was Neues also das was wir
  648. 24:23letztendlich machen ist wir bedienen uns
  649. 24:25an Interventionen aus dem sozialen
  650. 24:27Kompetenztraining und an dem klassischen
  651. 24:30problemlöserschema wie wir es aus der
  652. 24:32Verhaltenstherapie kennen aber
  653. 24:36was wir machen ist wir gehen hier sehr
  654. 24:39kleinschrittig und strukturiert vor und
  655. 24:41immer in Bezug auf die Umsetzung von
  656. 24:44einem persönlich relevanten Ziel s dass
  657. 24:46die dass der Anwendungsbezug klar ist
  658. 24:49wir würden niemals bei Ziel im Fokus
  659. 24:52basale Fertigkeiten trainieren sondern
  660. 24:53wir beziehen uns immer auf die Umsetzung
  661. 24:56von einem konkreten Wochenziel
  662. 24:58und wenn uns eine ein Patient oder eine
  663. 25:01Patientin zurückmeldet ich weiß gar
  664. 25:03nicht wie ich das machen soll da jetzt
  665. 25:04in meiner WG z.B anzusprechen
  666. 25:07dass die anderen jetzt mal dran sind mit
  667. 25:09einz mit allem einzukaufen dann würden
  668. 25:12wir sagen das ist der Moment wo wir
  669. 25:14anfangen eben genau in Bezug auf diese
  670. 25:17Situation die soziale Fertigkeit zu
  671. 25:19trainieren
  672. 25:24ähnlich wie beim
  673. 25:26problemlöseefertigkeits trining das
  674. 25:28problemlöschema das dürften sie kennen
  675. 25:30also es geht erstmal darum ein Problem
  676. 25:33zu beschreiben also vor allem dann wenn
  677. 25:35uns Patientin zurückmelden sie wissen
  678. 25:37nicht so richtig genau wo Sie anfangen
  679. 25:39sollen ihnen ist nicht klar wie sie das
  680. 25:41Problem umsetzen sollen oder wie Sie mit
  681. 25:42auftretenden Schwierigkeiten dann im
  682. 25:44Alltag mit der Umsetzung umgehen sollen
  683. 25:46es geht darum den Zielzustand zu
  684. 25:48definieren alle möglichen Lösungs
  685. 25:51Möglichkeiten erstmal zu sammeln die
  686. 25:53einem einfallen die zu prüfen die beste
  687. 25:57Lösungsmöglichkeit auswählen umsetzen
  688. 26:00und austesten und dann eben eine Bilanz
  689. 26:02ziehen wie hilfreich war das jetzt
  690. 26:03eigentlich muss ich noch mal was anderes
  691. 26:05ausprobieren oder genügt das
  692. 26:10ganze ja und zu guter Letzt geht es dann
  693. 26:13natürlich darum erstmal dann nach diesem
  694. 26:17sehr strukturierten Programm wieder die
  695. 26:18Selbstständigkeit der
  696. 26:21Patienten und Patientin zu fördern also
  697. 26:23das Modul aktiv bleiben geht
  698. 26:24letztendlich um den Transfer in den
  699. 26:26Alltag und auch die rückfah Prophylaxe
  700. 26:29und die Verselbständigung der
  701. 26:32Patientin das heißt hier bedienen wir
  702. 26:35uns zwei Techniken einerseits wollen wir
  703. 26:37noch mal den Status Quo erheben was
  704. 26:38wurde jetzt eigentlich erreicht und
  705. 26:40gleichzeitig aber mit den Patienten
  706. 26:41gemeinsam einen positiven Ausblick
  707. 26:44entwickeln auf die
  708. 26:45Zukunft ohne Ziel im
  709. 26:49Fokus und das was hier ganz zentrales
  710. 26:51ist vor allem der Werkzeugkoffer
  711. 26:53nützlicher
  712. 26:57Strategien was machen wir
  713. 26:59ähm einerseits wollen wir wie ich gerade
  714. 27:02schon gesagt habe wir wollen mit den
  715. 27:03Patienten gemeinsam zuversichtlich in
  716. 27:06die Zukunft blicken können und die
  717. 27:07erreichten Ziele vor allem beibehalten
  718. 27:09können und das machen wir vor allem
  719. 27:12einerseits durch die Bilanz also wir
  720. 27:13fragen uns was wurde eigentlich erreicht
  721. 27:16im Vergleich zum
  722. 27:17Therapiebeginn ähm und das würden wir
  723. 27:20auch konkret auf einer Skala einschätzen
  724. 27:22so wie viel Prozent ist das jeweilige
  725. 27:24Ziel erreicht äh wie hat sich der
  726. 27:26Wochenplan eigentlich verändert im
  727. 27:27Verlauf der letzten Sitzung und dann ein
  728. 27:31versuchen ein Resumee zu ziehen über den
  729. 27:33Umgang mit motivationalen
  730. 27:35Schwierigkeiten und der Blick nach vorne
  731. 27:39da geht's dann eben um die
  732. 27:40Verselbständigung in der
  733. 27:41Weiterverfolgung von alten aber auch
  734. 27:43neugesetzten Zielen die vielleicht jetzt
  735. 27:45noch zusätzlich entwickelt werden und da
  736. 27:48geht es vor allem um den Werkzeugkoffer
  737. 27:50und bei der Entwicklung von diesem
  738. 27:52Werkzeugkoffer da kann man sich ganz
  739. 27:54vielen Fragen widmen um letztendlich
  740. 27:57herauszufen was war da jetzt eigentlich
  741. 27:59hilfreich das sind so fragen wie welche
  742. 28:01Strategien waren besonders hilfreich
  743. 28:03worauf bin ich besonders stolz da haben
  744. 28:05wir wieder die positiven
  745. 28:07Emotionen welche positiven Gedanken
  746. 28:09möchte ich mir öfter ins Gedächtnis
  747. 28:11rufen was habe ich allgemein über
  748. 28:13Motivation gelernt was habe ich über
  749. 28:15meine Zielerreichung die
  750. 28:16zielverfolgungen gelernt was sind
  751. 28:19Probleme die mir im Weg stehen was gibt
  752. 28:21es für Stärken was habe ich an Stärken
  753. 28:23über mich gelernt und das ist sozusagen
  754. 28:27dann
  755. 28:28die Idee wie wir das Ziele im
  756. 28:30fokusprogramm abschließen mit den
  757. 28:35Patienten und damit bin ich am Ende
  758. 28:37meiner Präsentation ich hoffe ich konnte
  759. 28:39Ihnen einen kleinen Eindruck vielen Dank
  760. 28:42für den schönen
  761. 28:44Vortrag gibt es Fragen oder
  762. 28:52Kommentare
  763. 28:54Bön ich habe Frage was ist das Setting
  764. 28:57also wahrscheinlich Mitte
  765. 29:01Mitte der Setting also wahrscheinlich
  766. 29:03ambulant und auf was für ein Zeitraum
  767. 29:05also das würde mich noch interessieren
  768. 29:08also das Programm wie ich es jetzt hier
  769. 29:10heute vorgestellt habe hat sich die
  770. 29:13letzten drei Jahre in einer
  771. 29:14Pilotstudie Befunden wo wir
  772. 29:16grundsätzlich erstmal schauen
  773. 29:17funktioniert das Ganze eigentlich und
  774. 29:18wir haben es jetzt angewendet in einem
  775. 29:20ambulanten Setting mit 24 Sitzungen das
  776. 29:23war das Ziel die kompletten Ergebnisse
  777. 29:27die liegen noch nicht vor bzw sind noch
  778. 29:28nicht ausgewertet aber so viiel kann ich
  779. 29:30schon
  780. 29:31verraten das klassische Setting einmal
  781. 29:34wöchentlich 50 Minuten im Einzelkontakt
  782. 29:36über 24 Sitzungen das hat sich als nicht
  783. 29:39ganz praktikabel herausgestellt und das
  784. 29:42wird definitiv eine Überarbeitung von
  785. 29:43Ziel im Fokus sein dass wir das Anpassen
  786. 29:47ähm nachdem wir noch mal auch mit den
  787. 29:49Betroffenen ins Gespräch gegangen sind
  788. 29:50um noch mal genauer zu verstehen was
  789. 29:52waren da jetzt eigentlich
  790. 29:52Schwierigkeiten wie könnte man das
  791. 29:54ansprechender gestalten ja
  792. 29:59ja
  793. 30:02kürzere5 wäre eine Option und ein das
  794. 30:05ist die Richtung in die ich im Moment
  795. 30:07denke ein aufsuchendes Konzept also
  796. 30:08tatsächlich in die Wohneinrichtung zu
  797. 30:11gehen in die Pias zu gehen auf die
  798. 30:13Station zu gehen und da vor Ort wo man
  799. 30:15die Patienten antrifft da vor Ort das
  800. 30:17dann eben durchzuführen
  801. 30:21ja fragen wir haben hier aus dem Chat
  802. 30:24eine Frage falls im Nachgang möglich ist
  803. 30:28möglich noch mal ein kurzes Statement zu
  804. 30:31Imagination und Psychose höre oft dass
  805. 30:34für Psychose erkrankte Imagination
  806. 30:38kontraindiziert sind jetzt waren hier
  807. 30:41viele Beispiele bzw auch teilweise
  808. 30:43zentrale Baustelle Bausteine aktueller
  809. 30:47Vortrag ist diese Sicht veraltet bzw
  810. 30:50gilt das nur für Phasen mit akuter
  811. 30:55positivsymptomatik ich würde sagen das
  812. 30:57ist ein eines der einer der Vorbehalte
  813. 31:00die sich hartnäckig halten in der
  814. 31:01Literatur oder in der Versorgung dass es
  815. 31:04da spezifische Kontraindikation bei
  816. 31:06Psychosen gebe
  817. 31:07sicherlich hier der zentrale Bestandteil
  818. 31:09hier sprechen wir über Patienten die
  819. 31:11nicht in einer akuten Psychose sind und
  820. 31:12von denen wir wissen dass sie spezifisch
  821. 31:15Probleme haben darin sich Sachen
  822. 31:16lebendig vor ihr im inneren Auge
  823. 31:18vorzustellen und genau das wollen wir
  824. 31:19fördern auf der anderen Seite haben wir
  825. 31:22aber auch keine Anhaltspunkte dafür dass
  826. 31:24Menschen die in einer akuten Psychose
  827. 31:25sind Schaden davon tragen würden wenn
  828. 31:28sie imaginationsübung machen ganz im
  829. 31:30Gegenteil es gibt die Arbeiten aus den
  830. 31:31niederländischen Arbeitsgruppen die
  831. 31:33machen
  832. 31:34die machen prolongierte Exposition mit
  833. 31:36traumainhalten mit akutpsychotischen
  834. 31:38Patienten und haben da ganz
  835. 31:40hervorragende Effekte auf das
  836. 31:42Wohlbefinden der Leute deswegen würde
  837. 31:44ich sagen ist das eigentlich eine
  838. 31:45veraltete Sicht zu sagen dass man das
  839. 31:46nicht machen sollte den denken wir auch
  840. 31:50jeder imaginiert ja es kann man gar
  841. 31:54nicht verhindern ist was tief
  842. 31:56menschliches äh ich denke das ist
  843. 32:00so schön weitere Fragen bitte schön
  844. 32:09ähm mich würde interessieren m wie der
  845. 32:14Persönlichkeitsstil der Patienten oder
  846. 32:16des Patienten auch mit diesen
  847. 32:18Interventionen Zusammenhängen weil ich
  848. 32:21finde schon es also wenn ich das als ich
  849. 32:24mir das angehört habe habe ich mir
  850. 32:26gedacht also das ist schon sehr sehr
  851. 32:28viel Anstrengung für den Patienten
  852. 32:31insbesondere jetzt und es geht
  853. 32:32ausgerechnet jetzt um negative
  854. 32:34Symptomatik also was ist noch
  855. 32:36anstrengender machen deshalb haben sie
  856. 32:38gesagt so 5% ist schon mal gut
  857. 32:41ja aber ich kann mir ich so Psychose ist
  858. 32:44nicht gleich Psychose weil jeder Mensch
  859. 32:46trotzdem einzigartig bleibt also es
  860. 32:48heißt
  861. 32:49was was würden Sie dazu sagen zu den
  862. 32:52persönlichkeitsselen für die Compliance
  863. 32:55oder für die
  864. 32:56Gestaltung dieser Interventionen wie das
  865. 32:58aussieht
  866. 32:59Hürden was was gut ist was schlecht ist
  867. 33:02was müsste man verändern also sehr
  868. 33:04bereit die frage mich einfach für ihre
  869. 33:06Meinung interessiert ja
  870. 33:09ähm ich finde es ist ein sehr wichtiger
  871. 33:11Punkt äh ich würde sagen das wichtigste
  872. 33:14ist einerseits die die therapeutischen
  873. 33:17Ansprüche äh maximal zu
  874. 33:19individualisieren ne es gibt sicherlich
  875. 33:22Patienten mit einem besseren
  876. 33:23Funktionsniveau auch auf bessere
  877. 33:26Genesungschancen wo man eine ein höheres
  878. 33:29therapeutisches Ziel stecken würde als
  879. 33:31bei Patienten die seit 40 Jahren
  880. 33:33chronisch eine Psychose haben und auch
  881. 33:36negativ Symptomatik haben die im
  882. 33:38Betreuten Wohnen sind da geht es um ein
  883. 33:41ganz anderes Maß an Selbständigkeit was
  884. 33:42wir beabsichtigen zu erzielen
  885. 33:45ne das andere war ja noch mal in Bezug
  886. 33:48wie spielender Persönlichkeitszüge mit
  887. 33:50rein habe ich das richtig
  888. 33:54verstanden ich glaube da würde ich fast
  889. 33:56ähnlich drauf antworten also
  890. 33:58letztendlich was unsere Aufgabe ist es
  891. 34:00uns individuell auf die Patienten und
  892. 34:02ihre Bedürfnisse einzustellen und was
  893. 34:04wir berücksichtigen müssen ist dass es
  894. 34:06das ist wahrscheinlich die Gruppe der es
  895. 34:08am schwersten fällt überhaupt sich auf
  896. 34:10so ein Setting einzulassen das heißt was
  897. 34:12wir machen müssen ist wir
  898. 34:15müssen uns maximal darauf einstellen auf
  899. 34:18die Bedürfniss der Patienten und dafür
  900. 34:19sorgen dass sie gerne zu uns kommen und
  901. 34:21dass sie darin ein Nutzen für sich
  902. 34:23erkennen und das kann aber sehr
  903. 34:25individuell sein
  904. 34:28hat es beantwortet piermk
  905. 34:32okay ist die Frage beantwortet
  906. 34:35piermark bites schön ich habe eine Frage
  907. 34:39zu den Zielsetzungen also ich kenne so
  908. 34:43dass die Patienten eher sehr schwierig
  909. 34:46große Schwierigkeit haben sich Ziele zu
  910. 34:48setzen gehe ich da als Therapeut dann
  911. 34:51sehr direktiv mit vor und schaut dass
  912. 34:53ich zusammen ein Ziel find ein
  913. 34:54Wochenziel also die langfristigen meine
  914. 34:56ich jetzt gar nicht und die andere Frage
  915. 34:58wie gehe ich damit um wenn das
  916. 34:59Wochenziel aus meiner Sicht viel zu hoch
  917. 35:02gesetzt ist also nicht realisierbar ist
  918. 35:05also darf ich da dann gemeinsam quasi in
  919. 35:08der Richtung schieben oder ja nicht ja
  920. 35:14finde ich ist eine sehr wichtige Frage
  921. 35:16das eine ist die eine Frage ist ja wie
  922. 35:18komme ich an die Ziele wenn keine
  923. 35:20genannt werden spontan
  924. 35:23das einfachste wäre sich den Wochenplan
  925. 35:25von der vorherigen Woche anzuschauen und
  926. 35:27zu schauen was ist da eigentlich an
  927. 35:29Aktivität da was ich wiedererkennen kann
  928. 35:30und darüber ins Gespräch zu kommen warum
  929. 35:32mache ich das eigentlich und dann in so
  930. 35:36einem iterativen Prozess irgendwann doch
  931. 35:38zu einem Ziel zu kommen was irgendwie
  932. 35:40persönliche Relevanz hat und in dem Fall
  933. 35:43wenn zu hoch gesteckte Ziele da sind
  934. 35:46dann würde ich das definitiv ansprechen
  935. 35:48und gemeinsam mit den Patienten darüber
  936. 35:50reflektieren was könnte ein Problem sein
  937. 35:53wenn ich mir vornehme bis zur nächsten
  938. 35:55Woche Marathon zu laufen obwohl ich
  939. 35:57gerade immer wenn es geht den fahstuhl
  940. 35:59nehme als Beispiel ne
  941. 36:00ähm und dann zu schauen okay es geht ja
  942. 36:03darum dass sie sich Erfolgserlebnisse
  943. 36:05schaffen in welche kleinen kleineren
  944. 36:08Schritte können wir das eigentlich
  945. 36:10einteilen und dann eben kleinschrittig
  946. 36:12vorgehen aber das würde ich definitiv
  947. 36:14dann auch aus therapeutischer Sicht
  948. 36:16versuchen zu korrigieren wenn sowas
  949. 36:20kommt weitere
  950. 36:24Fragen s hast du was im Chat im Chat
  951. 36:29gibt's ah jetzt kommt gerade eine Frage
  952. 36:32noch rein in der Literatur liest man
  953. 36:35immer wieder dass einige neuroleptiker
  954. 36:38einen negativen Einfluss auf die
  955. 36:41negativsymptomatik haben können wie
  956. 36:44gehen sie in ihrem therapeutischen
  957. 36:46Setting mit dieser möglichen
  958. 36:48Wechselwirkung um ja
  959. 36:51das ist tatsächlich der Fall nicht bei
  960. 36:53allen Antipsychotika aber gerade bei den
  961. 36:55älteren kann das sein dass die
  962. 36:57tatsächlich zu einem ähnlichen Syndrom
  963. 36:59führen die aussehen wie negativ
  964. 37:00Symptomatik aber medikamentös bedingt
  965. 37:02sind was Ziel im Fokus in der
  966. 37:05Vorbereitungsphase beinhaltet ist eine
  967. 37:07diagnostische Sitzung wo das Thema
  968. 37:09Medikation besprochen wird und da wird
  969. 37:11mit den Patienten gemeinsam erarbeitet
  970. 37:13sind die eigentlich gerade zufrieden mit
  971. 37:15der Medikation ist die ausreichend
  972. 37:17hilfreich wie ist das
  973. 37:19Nebenwirkungsprofil und würde dann äh
  974. 37:22und würde darüber sprechen gibt es
  975. 37:24Wünsche etwas daran zu verändern erstmal
  976. 37:25nur aus Patientensicht und würde dann
  977. 37:28gegebenenfalls wenn das so ist in
  978. 37:29Absprache mit den behandelnden
  979. 37:31ärztlichen Kollegen und Kolleginnen
  980. 37:33schauen können wir daran etwas ändern
  981. 37:34oder ist das jetzt ein Fall wo man
  982. 37:36lieber sagt da lassen wir die Finger von
  983. 37:38der Medikation nichtdestotrotz würden
  984. 37:40wir d mit Ziele im Fokus erstmal
  985. 37:42weiterarbeiten auch wenn wir nichts an
  986. 37:44der Medikation Händern können
  987. 37:47ja weitere fragen
  988. 37:52Kommentare ja bitte
  989. 37:54schön Kollegin sie kriegen gleich ein
  990. 37:58Mikro
  991. 38:04äh können Sie bitte ein paar Worte zur
  992. 38:07Differentialdiagnostik zu depressiver
  993. 38:09Symptomatik und negativ Symptomatik
  994. 38:11schreiben ich habe ich habe befürchtet
  995. 38:14dass diese Frage kommt das ist extrem
  996. 38:17schwierig und ein sehr heiß debattiertes
  997. 38:19Thema in der Literatur bisin dazu dass
  998. 38:22es Kollegen und Kolleginnen gibt die
  999. 38:24behaupten würden es gibt gar keine
  1000. 38:25negativsymptomatik das ist eine
  1001. 38:27postschizophrene Depression
  1002. 38:30differentialdiagnostisch ist das extrem
  1003. 38:31schwer auseinanderz halten weil wir auch
  1004. 38:33wissen dass es natürlich syndromal die
  1005. 38:35Überlappungen gibt die ganz eklatant
  1006. 38:37sind als
  1007. 38:39Daumenregel finde ich immer ganz gut
  1008. 38:41differenzierend die Frage nach negativer
  1009. 38:45Stimmung weil Menschen mit einer reinen
  1010. 38:48schizophrenen negativsymptomatik in
  1011. 38:50Anführungsstrichen weniger unter
  1012. 38:52negativer Stimmung leiden oder davon
  1013. 38:54berichten als das jetzt typische
  1014. 38:56Patienten und ptiente mit Depressionen
  1015. 38:58tun das nächste ist die Frage der
  1016. 39:01anhedonie was auch sehr typisch ist für
  1017. 39:03negativ Symptomatik sind Probleme mit
  1018. 39:06der Antizipation von Freude also
  1019. 39:07umgangssprachig gesagt Vorfreude
  1020. 39:09empfinden was bei Depression weniger der
  1021. 39:11Fall ist was nicht heißt dass es nie
  1022. 39:14Auftritt aber eindrücklicher würde ich
  1023. 39:16sagen ist es auf Seite der
  1024. 39:19negativsymptomatik ist wahrscheinlich
  1025. 39:21nicht so super befriedigend die Antwort
  1026. 39:23aber mehr hat die Forschung leider nicht
  1027. 39:25zu bieten
  1028. 39:29weitere
  1029. 39:31Fragen
  1030. 39:34okay dann bedanken wir uns ganz herzlich
  1031. 39:37bei dir Matthias pilni danke vielen Dank

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This page contains the full transcript of "Behandlung der Negativsymptomatik bei Psychosen" Dr. rer. nat. Matthias Pillny Universität Hamburg by IVS-Nürnberg/Fürth, generated from the public captions YouTube serves with the video. The transcript has 5,574 words across 1,031 segments, with the original timestamps preserved so you can click any line to jump to that moment in the embedded player.

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