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Alkoholkranke Eltern - Was die Sucht mit den Kindern macht | Die Ratgeber — Transcript

by Hessischer Rundfunk · 1,537 words · 104 segments · language en · Watch on YouTube

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  1. 0:02da will was aus mir raus
  2. 0:09Musik hat mir immer Geborgenheit
  3. 0:10gegeben wir müssen das Schweigegebot  brechen das Sagen Erwachsene die als
  4. 0:20Kind mit Alkoholkranken Eltern  aufgewachsen sind und eine von
  5. 0:24ihnen ist Tanja Sam mit etwa 13 Jahren wurde  ihr bewusst dass ihre Mutter trink [Musik]
  6. 0:32sie hat ihre eigenen Tricks benutzt zum Trinken  also sie hat ein eigenen Becher z.B gehabt ausd
  7. 0:39dem die sie getrunken hat der sehr unauffällig  wirkt das war so so ein Plastik kinderbecher der
  8. 0:44das immer so ein bisschen kaschiert hat was  da jetzt im Grunde drin war aber man wusste
  9. 0:47es eigentlich ganz genau ween man ja auch sehr  sensibilisiert war mit der Zeit also man hat
  10. 0:52sehr schnell gerochen man hat heimlich dann immer  wieder den Becher genommen und vielleicht einfach
  11. 0:56mal schnell verschwinden lassen oder aber war  halt schneller neu me da als man denkt wie
  12. 1:02Sie damit umgegangen ist erzählt die 37-Jährige  zum ersten Mal in einer Fotoausstellung Kindern
  13. 1:08Suchtkranke Eltern ein Gesicht geben das ist die  Intention von Stefan Kosch er hat die Ausstellung
  14. 1:14konzipiert ich möchte Mut machen denjenigen die  in der Situation noch stecken denjenigen die
  15. 1:20schon erwachsen sind und das alles hinter sich  gelassen haben scheinbar hinter sich gelassen
  16. 1:24haben und doch wieder immer wieder merken  irgendwas funktioniert noch nicht so richtig
  17. 1:28ich habe Probleme mit Nähe und Distanz ich habe da  irgendwie immer wieder auch so ein betongefühl im
  18. 1:33Bauch ich weiß es einfach nicht denn das ist das  große Problem unserer Gesellschaft dieses große
  19. 1:39Tabu Thema Sucht in all seinen Facetten das gilt  für den erkrankten das gilt aber eben auch für
  20. 1:44seine Familie denn sucht ist stigmatisiert  wird gleichgesetzt mit willenschwäche wird
  21. 1:49gleichgesetzt mit sozialem Abstieg was nicht  immer so sein muss neben dem Schweigegebot
  22. 1:56stehen die Süchtigen auch immer im Vordergrund  deshalb bekommt niemand mit welchen körperlichen
  23. 2:02und verbalen Attacken Tanja ausgesetzt war  und dass ich die rollenverhältnisse zu Hause
  24. 2:07umgekehrt haben erst mit Mitte 20 erkennt sie wie  sehr die Alkoholkrankheit ihrer Mutter ihr Leben
  25. 2:14gezeichnet hat ich glaube die Situationen die  damals am schlimmsten waren und die bis heute
  26. 2:19prägend sind sind glaube ich die wo man sich  so hoffnungslos alleine gefühlt hat mit seinen
  27. 2:24Ängsten mit seinen Problemen aber auch mit der  mit der Art wenn eine Mutter einem gegenüber
  28. 2:30steht und einem ganz klar sagt ich habe dich nie  geliebt und ich hätte dich nicht kriegen sollen
  29. 2:34dann dann ist das ja schon was wo man denkt wow  also sorry Stopp was sagst du da eigentlich du
  30. 2:39musst doch die Person sein die mir jetzt gerade  Halt gibt in schwierigen Situationen für Kinder
  31. 2:42in suchtbelasteten Familien geht es eigentlich  ständig um Leben und Tod es geht tatsächlich um
  32. 2:49das Leben des Suchtkranken es geht bei schlimmen  Gewalterfahrung auch um das eigene Leben aber es
  33. 2:54geht auch darum irgendwann selber das eigene Leben  leben zu können und das ist natürlich etwas was
  34. 3:01ich verlerne wenn ich als Kind immer darauf  gedrillt werde ich muss auf den Suchtkranken
  35. 3:05achten ich verliere den Kontakt zu meinen eigenen  Gefühlen zu meinen eigenen Bedürfnissen ich lebe
  36. 3:09um den Suchtkranken herum deshalb wurde nakoa  gegründet der Verein ist seit 2004 eine der
  37. 3:16wenigen Interessensvertretungen für Kinder und  auch Erwachsene Kinder aus Suchtfamilien derzeit
  38. 3:22wachsen in Deutschland allein über 2,65 Millionen  Kinder mit Alkoholkranken Eltern auf das ist jedes
  39. 3:30bis seste Kind die Forschung geht davon aus dass  etwa ein Drittel von ihnen halbwegs unbeschadet
  40. 3:35durch diese Zeit kommt etwa zwe Drittel können  als Erwachsene ebenfalls eine Sucht entwickeln
  41. 3:41oder eine andere psychische Krankheit sowie  soziale Störungen haben die spannende Frage ist
  42. 3:47was lässt diese sogenannten erwachsenen Kinder  stark werden Tanja hatte ihre Oma zum Anlehnen
  43. 3:53aber und das zeigt die Ausstellung sie hat  auch im Fußballstadion ihren Ausgleich gefunden
  44. 4:02was Herter mir am meisten gegeben hat war der  Punkt du kommst in in ein VI rein das war schon
  45. 4:08mal schon alleine erhebend weil man ist jetzt  nicht mehr alleine man ist mit vielen zusammen
  46. 4:12für etwas aber auch dieses Emotionen raus ich  konnte brüllen ich konnte toben wenn es gut lief
  47. 4:20konnte ich Leuten in in den also konnte man sich  in die Arme fallen abklatschen etc das also man
  48. 4:26hat Emotionen die man sonst sehr versteckt  hat bzw gar nicht mehr wusste dass man die
  49. 4:30hat ausgelassen mittlerweile hat die dreifache  Mutter ihren Weg im Leben gefunden sie ist stolz
  50. 4:37darauf dass sie den Glauben an die Menschen nicht  verloren hat mit der Vergangenheit abzuschließen
  51. 4:42ist aber ein lebenslanger Prozess mit ihrer  Geschichte möchte sie anderen Betroffenen Mut
  52. 4:48machen ja tolle Geschichte und auch wir möchten  gerne noch ein bisschen helfen dr Anne Kopmann
  53. 4:54vom Zentralinstitut für seelische Gesundheit aus  mannhheim ist bes schön guten Abend hallo guten
  54. 4:58Abend hallo Zeit haben wir haben es im Beitrag  gehört zwei Drittel derer die in einer Familie mit
  55. 5:03Suchterkrankung aufgewachsen sind können auch als  Erwachsene dann ähm ja sucht entwickeln oder auch
  56. 5:10andere psychische Erkrankungen welche sind das ja  also erstmal ist es ganz wichtig dass eben nicht
  57. 5:15jeder von den Kindern die in suchtbelasteten  Familien aufwachsen eine psychische oder
  58. 5:19eine Suchterkrankung entwickelt sondern dass ein  Drittel eben auch gar keine Erkrankung entwickelt
  59. 5:25und das sind in der Regel die die außerhalb der  Familie oder innerhalb der Familie einen nichts
  60. 5:30suchtbelasteten Erwachsenen Bezugspunkt haben  mit dem sie das normale Leben erleben die die
  61. 5:35betroffen sind von psychischen Erkrankungen leiden  in der Regel an Symptomen einer Angsterkrankung
  62. 5:40oder einer Depression oder entwickeln selbst  eine Suchterkrankung oder entwickeln ein ADHS
  63. 5:47jetzt gibt's ja auch noch diejenigen die ich sage  mal High Performer sind also die irgendwie super
  64. 5:52leistungsorientiert und erfolgreich auch im Beruf  sind wie wie kommt das das sind in der Regel sind
  65. 5:57diese Kinder die in den suchtbelasteten Familen  aufwachsen versuchen auch zu kompensieren was
  66. 6:02die Eltern an Elternrolle nicht übernehmen können  und ein Teil dieser Kinder kommt so in so einen
  67. 6:08Funktionsmodus das sind in der Regel die ältesten  Kinder aus den Familien und die werden dann
  68. 6:14später auch im Beruf die diejenigen die versuchen  durch Leistung sehr viel überzukompensieren und
  69. 6:18teilweise eben den Zugang zu den eigenen Gefühlen  dabei verlieren großes Thema haben wir auch im
  70. 6:24Beit schon gehört ist auch so ein bisschen dieses  Schamgefühl was dann viele entwickeln also wenn
  71. 6:29ich in der irgendwie so eine Geschichte hab wie  wie geht man damit um ja dieses Schamgefühl ist
  72. 6:33leicht erklärbar dadurch dass die Kinder schon  sehr früh in der Kindergartenzeit oder in der
  73. 6:37Schulzeit merken dass in ihrer eigenen Familie  etwas anders ist als bei den Freunden die Mutter
  74. 6:43versteckt die die Alkoholflaschen wenn sie trinkt  oder sie versteckt die Drogen die Kinder merken
  75. 6:48dass die Eltern versuchen dieses abnormale  Familienleben VM Umfeld fernzuhalten auch
  76. 6:53vor engen Verwandten wie Großeltern oder Tanten  und Onkel und übernehmen solche Verhaltensweisen
  77. 6:59ziehen sich also sozial zurück schämen sich für  das was da ist und kommen so in einen Modus wo sie
  78. 7:05denken sie müssen alles immer alleine ja schaffen  alles alleine bewältigen aber es ist eben eine
  79. 7:11Größe und das ist mir ganz wichtig zu sagen es  ist kein wenn man sich eingestehen kann dass man
  80. 7:17Hilfe benötigt dann ist das etwas was eine Größe  ist und was ganz ganz wichtig ist im erwachsenen
  81. 7:22Alter um ein gesunden Umgang wieder damit zu  finden mit seiner Lebensgeschichte was würden
  82. 7:27Sie den Erwachsenen raten die in der Familie  jetzt auf aufgewachsen sind groß geworden sind
  83. 7:30wo es eben Alkoholkranke gab es ist ganz wichtig  immer nach sich selbst zu schauen wenn sie aus
  84. 7:37so einer belasteten Familie kommen dann sind sie  eine Risikogruppe dafür dass sie seelisch selbst
  85. 7:42aus dem Gleichgewicht geraten können und dabei  ist es eben wichtig im Alltag immer wieder zu
  86. 7:46schauen wo stehe ich gerade Wie geht's mir gerade  sich selbst auch immer wieder was Gutes zu tun
  87. 7:52auch die in den kleinen Sachen wie z.B mal  5 Minuten die Sonne genießen an so Tagen wie
  88. 7:57heute kann man sich seelisch wieder auf Laden  mit meinen Patienten spreche ich da immer mit
  89. 8:01dem Bild einer Wippe auf dem Spielplatz nämlich  das dass man versucht sozusagen die Belastungen
  90. 8:06immer in den Ausgleich der Selbstfürsorge zu  tragen und nur so kleine aus wippenbewegungen zu
  91. 8:12registrieren okay also ein positiven Ausgleich  zu schaffen wo wo finden betroffen überhaupt
  92. 8:18hilfe wo könn ich hinwenden ja also es ist ein  schwieriges Thema nach Hilfe zu suchen weil
  93. 8:22unser deutsches Versorgungssystem nicht sehr viele  Experten die sich mit dem Themenkreis sucht belast
  94. 8:29Familien auseinandersetzen haben aber Sie  können immer bei lokalen und örtlichen
  95. 8:35Gesundheitsämtern und gesundheitstreffpunkten  fragen welche Selbsthilfegruppen und welche
  96. 8:40Hilfsangebote es lokal gibt die sind gut  vernetzt andere Ansprechpartner sind z.B
  97. 8:45klinikambulanzen die vielleicht nicht selbst  etwas anbieten aber die sich eben Lokal gut
  98. 8:50in der Versorgungslandschaft auskennen  und dort eben Hilfen anbieten können und
  99. 8:54auch wissen wo es Selbsthilfegruppen gibt  zu diesem Thema wenn sie selbst bei einem
  100. 8:59Therapeuten Anfragen dann ist es mir ganz  wichtig dass sie schon früh im Prozess Ihr
  101. 9:03Anliegen schildern so dass sie nicht erstmal auf  einer Warteliste stehen und dann am Ende kommt
  102. 9:08raus dass dieser Therapeut gar nicht dafür  spezialisiert ist ja guter Tipp vielen Dank
  103. 9:13Frau rupmann dass sie da waren dass sie die  Zeit hatten und für diese Ratschläge vielen
  104. 9:16Dank

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