Alkoholkranke Eltern - Was die Sucht mit den Kindern macht | Die Ratgeber — Transcript
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- 0:02da will was aus mir raus
- 0:09Musik hat mir immer Geborgenheit
- 0:10gegeben wir müssen das Schweigegebot brechen das Sagen Erwachsene die als
- 0:20Kind mit Alkoholkranken Eltern aufgewachsen sind und eine von
- 0:24ihnen ist Tanja Sam mit etwa 13 Jahren wurde ihr bewusst dass ihre Mutter trink [Musik]
- 0:32sie hat ihre eigenen Tricks benutzt zum Trinken also sie hat ein eigenen Becher z.B gehabt ausd
- 0:39dem die sie getrunken hat der sehr unauffällig wirkt das war so so ein Plastik kinderbecher der
- 0:44das immer so ein bisschen kaschiert hat was da jetzt im Grunde drin war aber man wusste
- 0:47es eigentlich ganz genau ween man ja auch sehr sensibilisiert war mit der Zeit also man hat
- 0:52sehr schnell gerochen man hat heimlich dann immer wieder den Becher genommen und vielleicht einfach
- 0:56mal schnell verschwinden lassen oder aber war halt schneller neu me da als man denkt wie
- 1:02Sie damit umgegangen ist erzählt die 37-Jährige zum ersten Mal in einer Fotoausstellung Kindern
- 1:08Suchtkranke Eltern ein Gesicht geben das ist die Intention von Stefan Kosch er hat die Ausstellung
- 1:14konzipiert ich möchte Mut machen denjenigen die in der Situation noch stecken denjenigen die
- 1:20schon erwachsen sind und das alles hinter sich gelassen haben scheinbar hinter sich gelassen
- 1:24haben und doch wieder immer wieder merken irgendwas funktioniert noch nicht so richtig
- 1:28ich habe Probleme mit Nähe und Distanz ich habe da irgendwie immer wieder auch so ein betongefühl im
- 1:33Bauch ich weiß es einfach nicht denn das ist das große Problem unserer Gesellschaft dieses große
- 1:39Tabu Thema Sucht in all seinen Facetten das gilt für den erkrankten das gilt aber eben auch für
- 1:44seine Familie denn sucht ist stigmatisiert wird gleichgesetzt mit willenschwäche wird
- 1:49gleichgesetzt mit sozialem Abstieg was nicht immer so sein muss neben dem Schweigegebot
- 1:56stehen die Süchtigen auch immer im Vordergrund deshalb bekommt niemand mit welchen körperlichen
- 2:02und verbalen Attacken Tanja ausgesetzt war und dass ich die rollenverhältnisse zu Hause
- 2:07umgekehrt haben erst mit Mitte 20 erkennt sie wie sehr die Alkoholkrankheit ihrer Mutter ihr Leben
- 2:14gezeichnet hat ich glaube die Situationen die damals am schlimmsten waren und die bis heute
- 2:19prägend sind sind glaube ich die wo man sich so hoffnungslos alleine gefühlt hat mit seinen
- 2:24Ängsten mit seinen Problemen aber auch mit der mit der Art wenn eine Mutter einem gegenüber
- 2:30steht und einem ganz klar sagt ich habe dich nie geliebt und ich hätte dich nicht kriegen sollen
- 2:34dann dann ist das ja schon was wo man denkt wow also sorry Stopp was sagst du da eigentlich du
- 2:39musst doch die Person sein die mir jetzt gerade Halt gibt in schwierigen Situationen für Kinder
- 2:42in suchtbelasteten Familien geht es eigentlich ständig um Leben und Tod es geht tatsächlich um
- 2:49das Leben des Suchtkranken es geht bei schlimmen Gewalterfahrung auch um das eigene Leben aber es
- 2:54geht auch darum irgendwann selber das eigene Leben leben zu können und das ist natürlich etwas was
- 3:01ich verlerne wenn ich als Kind immer darauf gedrillt werde ich muss auf den Suchtkranken
- 3:05achten ich verliere den Kontakt zu meinen eigenen Gefühlen zu meinen eigenen Bedürfnissen ich lebe
- 3:09um den Suchtkranken herum deshalb wurde nakoa gegründet der Verein ist seit 2004 eine der
- 3:16wenigen Interessensvertretungen für Kinder und auch Erwachsene Kinder aus Suchtfamilien derzeit
- 3:22wachsen in Deutschland allein über 2,65 Millionen Kinder mit Alkoholkranken Eltern auf das ist jedes
- 3:30bis seste Kind die Forschung geht davon aus dass etwa ein Drittel von ihnen halbwegs unbeschadet
- 3:35durch diese Zeit kommt etwa zwe Drittel können als Erwachsene ebenfalls eine Sucht entwickeln
- 3:41oder eine andere psychische Krankheit sowie soziale Störungen haben die spannende Frage ist
- 3:47was lässt diese sogenannten erwachsenen Kinder stark werden Tanja hatte ihre Oma zum Anlehnen
- 3:53aber und das zeigt die Ausstellung sie hat auch im Fußballstadion ihren Ausgleich gefunden
- 4:02was Herter mir am meisten gegeben hat war der Punkt du kommst in in ein VI rein das war schon
- 4:08mal schon alleine erhebend weil man ist jetzt nicht mehr alleine man ist mit vielen zusammen
- 4:12für etwas aber auch dieses Emotionen raus ich konnte brüllen ich konnte toben wenn es gut lief
- 4:20konnte ich Leuten in in den also konnte man sich in die Arme fallen abklatschen etc das also man
- 4:26hat Emotionen die man sonst sehr versteckt hat bzw gar nicht mehr wusste dass man die
- 4:30hat ausgelassen mittlerweile hat die dreifache Mutter ihren Weg im Leben gefunden sie ist stolz
- 4:37darauf dass sie den Glauben an die Menschen nicht verloren hat mit der Vergangenheit abzuschließen
- 4:42ist aber ein lebenslanger Prozess mit ihrer Geschichte möchte sie anderen Betroffenen Mut
- 4:48machen ja tolle Geschichte und auch wir möchten gerne noch ein bisschen helfen dr Anne Kopmann
- 4:54vom Zentralinstitut für seelische Gesundheit aus mannhheim ist bes schön guten Abend hallo guten
- 4:58Abend hallo Zeit haben wir haben es im Beitrag gehört zwei Drittel derer die in einer Familie mit
- 5:03Suchterkrankung aufgewachsen sind können auch als Erwachsene dann ähm ja sucht entwickeln oder auch
- 5:10andere psychische Erkrankungen welche sind das ja also erstmal ist es ganz wichtig dass eben nicht
- 5:15jeder von den Kindern die in suchtbelasteten Familien aufwachsen eine psychische oder
- 5:19eine Suchterkrankung entwickelt sondern dass ein Drittel eben auch gar keine Erkrankung entwickelt
- 5:25und das sind in der Regel die die außerhalb der Familie oder innerhalb der Familie einen nichts
- 5:30suchtbelasteten Erwachsenen Bezugspunkt haben mit dem sie das normale Leben erleben die die
- 5:35betroffen sind von psychischen Erkrankungen leiden in der Regel an Symptomen einer Angsterkrankung
- 5:40oder einer Depression oder entwickeln selbst eine Suchterkrankung oder entwickeln ein ADHS
- 5:47jetzt gibt's ja auch noch diejenigen die ich sage mal High Performer sind also die irgendwie super
- 5:52leistungsorientiert und erfolgreich auch im Beruf sind wie wie kommt das das sind in der Regel sind
- 5:57diese Kinder die in den suchtbelasteten Familen aufwachsen versuchen auch zu kompensieren was
- 6:02die Eltern an Elternrolle nicht übernehmen können und ein Teil dieser Kinder kommt so in so einen
- 6:08Funktionsmodus das sind in der Regel die ältesten Kinder aus den Familien und die werden dann
- 6:14später auch im Beruf die diejenigen die versuchen durch Leistung sehr viel überzukompensieren und
- 6:18teilweise eben den Zugang zu den eigenen Gefühlen dabei verlieren großes Thema haben wir auch im
- 6:24Beit schon gehört ist auch so ein bisschen dieses Schamgefühl was dann viele entwickeln also wenn
- 6:29ich in der irgendwie so eine Geschichte hab wie wie geht man damit um ja dieses Schamgefühl ist
- 6:33leicht erklärbar dadurch dass die Kinder schon sehr früh in der Kindergartenzeit oder in der
- 6:37Schulzeit merken dass in ihrer eigenen Familie etwas anders ist als bei den Freunden die Mutter
- 6:43versteckt die die Alkoholflaschen wenn sie trinkt oder sie versteckt die Drogen die Kinder merken
- 6:48dass die Eltern versuchen dieses abnormale Familienleben VM Umfeld fernzuhalten auch
- 6:53vor engen Verwandten wie Großeltern oder Tanten und Onkel und übernehmen solche Verhaltensweisen
- 6:59ziehen sich also sozial zurück schämen sich für das was da ist und kommen so in einen Modus wo sie
- 7:05denken sie müssen alles immer alleine ja schaffen alles alleine bewältigen aber es ist eben eine
- 7:11Größe und das ist mir ganz wichtig zu sagen es ist kein wenn man sich eingestehen kann dass man
- 7:17Hilfe benötigt dann ist das etwas was eine Größe ist und was ganz ganz wichtig ist im erwachsenen
- 7:22Alter um ein gesunden Umgang wieder damit zu finden mit seiner Lebensgeschichte was würden
- 7:27Sie den Erwachsenen raten die in der Familie jetzt auf aufgewachsen sind groß geworden sind
- 7:30wo es eben Alkoholkranke gab es ist ganz wichtig immer nach sich selbst zu schauen wenn sie aus
- 7:37so einer belasteten Familie kommen dann sind sie eine Risikogruppe dafür dass sie seelisch selbst
- 7:42aus dem Gleichgewicht geraten können und dabei ist es eben wichtig im Alltag immer wieder zu
- 7:46schauen wo stehe ich gerade Wie geht's mir gerade sich selbst auch immer wieder was Gutes zu tun
- 7:52auch die in den kleinen Sachen wie z.B mal 5 Minuten die Sonne genießen an so Tagen wie
- 7:57heute kann man sich seelisch wieder auf Laden mit meinen Patienten spreche ich da immer mit
- 8:01dem Bild einer Wippe auf dem Spielplatz nämlich das dass man versucht sozusagen die Belastungen
- 8:06immer in den Ausgleich der Selbstfürsorge zu tragen und nur so kleine aus wippenbewegungen zu
- 8:12registrieren okay also ein positiven Ausgleich zu schaffen wo wo finden betroffen überhaupt
- 8:18hilfe wo könn ich hinwenden ja also es ist ein schwieriges Thema nach Hilfe zu suchen weil
- 8:22unser deutsches Versorgungssystem nicht sehr viele Experten die sich mit dem Themenkreis sucht belast
- 8:29Familien auseinandersetzen haben aber Sie können immer bei lokalen und örtlichen
- 8:35Gesundheitsämtern und gesundheitstreffpunkten fragen welche Selbsthilfegruppen und welche
- 8:40Hilfsangebote es lokal gibt die sind gut vernetzt andere Ansprechpartner sind z.B
- 8:45klinikambulanzen die vielleicht nicht selbst etwas anbieten aber die sich eben Lokal gut
- 8:50in der Versorgungslandschaft auskennen und dort eben Hilfen anbieten können und
- 8:54auch wissen wo es Selbsthilfegruppen gibt zu diesem Thema wenn sie selbst bei einem
- 8:59Therapeuten Anfragen dann ist es mir ganz wichtig dass sie schon früh im Prozess Ihr
- 9:03Anliegen schildern so dass sie nicht erstmal auf einer Warteliste stehen und dann am Ende kommt
- 9:08raus dass dieser Therapeut gar nicht dafür spezialisiert ist ja guter Tipp vielen Dank
- 9:13Frau rupmann dass sie da waren dass sie die Zeit hatten und für diese Ratschläge vielen
- 9:16Dank
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