Adorno | Anmerkungen zum philosophischen Denken — Transcript
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- 0:01meine sehr verehrten damen und herren
- 0:05wenn ich mir den die thematik des zyklus
- 0:11der gegenwärtige den einzuleiten ich die
- 0:15vielleicht unverdiente ihrer habe dann
- 0:19sehe ich voraus dass sie etwas
- 0:22enttäuscht sein werden weil unmittelbar
- 0:25in wien was ich ihnen heute abend sagen
- 0:28möchte zwar viel von philosophie aber
- 0:31wenig von gesellschaft die rede sein
- 0:34wird denn die thematik bezieht sich ja
- 0:37auch philosophisches denken
- 0:40ich möchte aber sagen um vielleicht doch
- 0:46das was ich ihnen kommunizieren möchte
- 0:50in den richtigen zusammenhang zu stellen
- 0:54das natürlich implizit die dinge die ich
- 0:58ihnen vortrage alle auf
- 1:01gesellschaftliche fragen bezogen sind
- 1:04und es wird einige punkte geben bei
- 1:09denen ich annehme dass das offen
- 1:12hervortritt
- 1:14nun es scheint mir ist zunächst einmal
- 1:20ganz einfach ihnen zu sagen worum ich
- 1:26mich heute abend in meinen im übrigen
- 1:30keineswegs unmäßig langen ausführungen
- 1:36konzentrieren möchte nämlich ich stelle
- 1:40mir vor dass manche von ihnen sich
- 1:44fragen wie sieht es so etwas aus was
- 1:48heutzutage noch ein so des veraltet
- 1:54science verdächtiges handwerk wahrhaft
- 1:57ein handwerk das in den industriellen
- 2:01produktionsbedingungen zurückgeblieben
- 2:04ist wie die philosophie betreibt
- 2:07es liegt ja darin zunächst einmal etwas
- 2:12befremden dass und wenn man für solche
- 2:16dinge ein organ hat wird man leicht zu
- 2:19der er wird man leicht spüren dass
- 2:23inbegriff eines philosophen oder eines
- 2:27philosophisch denkenden etwas leicht um
- 2:31gemäß steckt das mit dem herrschenden
- 2:35geist überhaupt schwer sich vereinbaren
- 2:39lässt
- 2:40ein philosoph das bringt so ein bisschen
- 2:42wie wenn etwa jemand heutzutage als
- 2:44lehrer der tugend oder als irgend etwas
- 2:46dergleichen auftreten möchte wozu ich im
- 2:50übrigen nicht im mindesten ehrgeiz
- 2:52verspüren nun versetzen sie sich also in
- 3:00die situation einer solchen betra hinein
- 3:04die sich mit philosophie abgibt und
- 3:09versucht das nicht bloß in einem rezept
- 3:13eve historischen es oder in einem nicht
- 3:16bloß methodisch logischen sinn zu tun
- 3:20und überlegen sie sich was
- 3:22charakterisiert nun das denken und die
- 3:26verfahrensweise eines solchen menschen
- 3:30darauf möchte ich ihnen zunächst einmal
- 3:33als erstes sagen dass philosophisches
- 3:39denken nicht etwa eine spezielle art von
- 3:43denken ist nicht etwa jene berühmte
- 3:48anderen normalen oder gesunden menschen
- 3:51fehlende gehirnwindungen voraussetzt die
- 3:56die rankünen im allgemeinen den
- 3:59philosophen zu sprichst so ähnlich etwa
- 4:02wie unmusikalische mit einer gewissen
- 4:05rankünen denn von die rieder auf musik
- 4:08kommt zu sagen pflegen und ich zitiere
- 4:11dabei einen sehr berühmten man diese
- 4:14gehirn wendung diese gehirnwindungen
- 4:17die fehlt mir sondern es handelt sich
- 4:22bei philosophischen denken wirklich um
- 4:27etwas wie eine andere haltung des
- 4:31denkens und ich werde nachher nicht
- 4:34weniger mühe haben in dem ich das so
- 4:37über die lippen gebracht habe was mir
- 4:40gar nicht leicht wird diesen begriff
- 4:42einer anderen haltung des denkens nun
- 4:45abzugrenzen von den existenzialistischen
- 4:49vorstellungen von dem denken als eine
- 4:52haltung von denen ich allerdings auch
- 4:55nicht glaube dass sie an das
- 4:58heranreichen was ich versuchen möchte
- 5:02ihnen zu kassieren
- 5:05also ich meine zunächst vor deutend ganz
- 5:09einfach dass das ein philosophisches
- 5:13denken ein solches denken ist dass sich
- 5:17aus der unmittelbarkeit von jeweils
- 5:22herrschenden zweck mittel verhältnissen
- 5:25hinaus nimmt und anstett anstatt auf zu
- 5:31gehen indem betriebe zu dem getriebe sei
- 5:36es geschliffene methoden bei zu stellen
- 5:41oder sei es die kenntnis des
- 5:44verhältnisses von zwecken und mitteln zu
- 5:46fördern wie etwa max liebe es sich das
- 5:50vorgestellt hat etwa auf die zwecke
- 5:54reflektiert oder gar eine brotlose kunst
- 5:58betreibt wie das wie die wii nachdem zu
- 6:02fragen was hinter dies und ganzen
- 6:05getriebe nun eigentlich verborgen ist
- 6:08lassen sie nicht gleich sagen dass in
- 6:12dieser frage nach einem hinter dem
- 6:15betrieb der sich selbst erhaltenen
- 6:18lebens zu verborgenen wiesen oder
- 6:22unwesen zu fragen das das bereits ebenso
- 6:27eine gesellschaftliche
- 6:29eine philosophische frage ist so dass
- 6:33diejenigen die in derlei problemen ein
- 6:36bisschen sich auskennen in wirklichkeit
- 6:39schon hier finden werden dass die
- 6:42offizielle demarkationslinie etwa
- 6:45zwischen philosophie und soziologie
- 6:47nicht an das heranreichen was dabei
- 6:51gemeint ist in gewissem sinn verhält
- 6:57sich der philosoph während er auf der
- 7:01einen seite ganz univ ist darin dass er
- 7:05also wirklich nichts was so unmittelbar
- 7:08ihn vor augen bekommt als
- 7:10selbstverständlich hinnimmt vor
- 7:12krankheit nimmt wie man auf
- 7:14angelsächsisch sagt der in einem
- 7:17gewissen sinn ist eher naiv und jene
- 7:23eigentümliche ob soul sz das
- 7:25eigentümliche veralten von philosophie
- 7:29hängt wohl mit dieser naivität das
- 7:33sorgen haben diese leute zusammen ich
- 7:39erinnere mich daran an die erzählung
- 7:41meines engsten freundeskreises
- 7:44philosophen der bei hussel studierte und
- 7:48dessen vater ein großer industrieller es
- 7:52sich nach den fortschritten seines
- 7:54sohnes bei rusal erkundigt hat und wie
- 7:58er dann zurückkam und sein sohn in frack
- 8:01länder werden den usa gefunden habe
- 8:04sagte er und nicht ganz ohne ein moment
- 8:08des geringschätzigen naja er ist halt
- 8:12ein philosoph nun also von dieser art
- 8:17naivität und von dieser veränderten
- 8:21haltung des denkens der unmittelbarkeit
- 8:25des lebens gegenüber wird natürlich auch
- 8:29die fiber des denkens selbst betroffen
- 8:32und was ich nun versuchen möchte ihnen
- 8:35ein bisschen näher zu bestimmen das ist
- 8:38diese veränderung vielleicht darf ich
- 8:41immer hin
- 8:42soviel vorausschicken dass in dem was
- 8:47ich ihnen jetzt schon in ein paar
- 8:50historischen setzen angedeutet habe eine
- 8:55abgrenzung von dem existenzialismus
- 8:59insofern liegt als hier nicht die rede
- 9:03ist von radikalem fragen oder von einem
- 9:09einsatz oder sich aufs spiel setzen der
- 9:12person oder wie derlei phrasen ich muss
- 9:16schon so nennen sonst lauten mögen
- 9:19sondern dass das kriterium dass ich
- 9:23ihnen gegeben habe
- 9:25ganz einfach das ist ja ich möchte sagen
- 9:28dass sich nicht abspeisen lassen es mit
- 9:31den was dieses leben von dem wir ja alle
- 9:36spüren dass es nicht das richtige leben
- 9:39ist uns weismachen will dass es
- 9:43selbstverständlich und schlecht in
- 9:45gültig sei
- 9:46einen anderen unterschied also zu einem
- 9:50an zu anderen gestalten des denkens als
- 9:54diesen mache ich nicht und ich hielte es
- 9:57vor allem für höchst verhängnisvoll wenn
- 10:00der philosophisch denkenden sich selbst
- 10:04daraus dass er in der unmittelbarkeit
- 10:07der zweck nicht aufgeht ein privileg
- 10:11machen würde
- 10:12umso weniger als darin dass er das
- 10:15überhaupt darf dass er die freiheit dazu
- 10:17in dieser welt verfassung das sitzt
- 10:20selber bereits ein privileg steckt für
- 10:25das niemand weniger kann und niemand
- 10:29weniger lob verdient als eben der
- 10:32philosophierende nun soll man gleichsam
- 10:37auf einem bein bestehen etwas über
- 10:41philosophisches denken sagen und will
- 10:44man nicht ins unverbindliche abgleiten
- 10:47so muss man notwendig wie ich es in
- 10:50solchen fällen eigentlich meist als
- 10:53heilsam empfunden habe auf einen
- 10:55teilaspekt sich beschränkt ich bitte
- 10:59darum es mir zu verzeihen wenn ich nur
- 11:03einiges ihnen mitteile was ich in dieser
- 11:07dimension an dem eigenen denken glaube
- 11:11beobachtet zu haben ohne in die
- 11:14philosophische frage was denken
- 11:18überhaupt sei oder auch auf der anderen
- 11:21seite in die sogenannte denkt
- 11:23psychologie nicht hinein zu begeben
- 11:27dabei ist man nun gezwungen
- 11:30philosophisches denken von den gedachten
- 11:34vom inhalt der philosophie zunächst
- 11:38einmal zu trennen wenn ich diese hier
- 11:41sehr unbehaglich trennung nicht
- 11:45vollzogen
- 11:46dann müsste ich eben philosophieren
- 11:49anstatt ihnen zu sagen wie man oder
- 11:52ihnen anzudeuten wie man philosophiert
- 11:56oder wie ich jedenfalls es mir vorstelle
- 12:00nachdem was ich an mir beobachtet nun
- 12:04eine solche beschränkung bringt mich
- 12:08notwendig in konflikt mit der und
- 12:11überholten einsicht hügels in
- 12:14philosophisches denken denn die spaltung
- 12:18des vorüber und dessen was gedacht wird
- 12:23die ist hegel zufolge gerade das falsche
- 12:27gerade die schlechte abstraktion das
- 12:32laster oder pathetisch gesprochen die
- 12:35erbsünde der philosophie die mit ihren
- 12:39eigenen mitteln zu korrigieren deren
- 12:42aufgabe wäre
- 12:44ironischerweise erregt philosophie
- 12:48deshalb so leicht wut beim common sense
- 12:51weil sie mit eben der abstraktheit
- 12:55verwechselt wird gegen die sie wenn sie
- 12:59ihrem emphatischen begriff genügen will
- 13:02gerade auf begeben wo liszt
- 13:05wie in der philosophischen erkenntnis so
- 13:09in der philosophie ohne ein maß an
- 13:13verselbstständigung des denkens gegen
- 13:15die sache oder wie man das auf gebildet
- 13:18ausdruckt oder ein maß an methodologie
- 13:21nicht getan
- 13:24dieser verselbständigung des denkens
- 13:27gegenüber den gedachten also ihrer
- 13:30verwandlung in methode wie sie im
- 13:33europäischen denkens exemplarisch mit
- 13:36dem diskurs mit note von descartes
- 13:39eingesetzt hat verdankt die logische
- 13:43apparatur ihre unermessliche steigerung
- 13:46gegenüber dem areal shen bewusstsein in
- 13:51ihr in dieser verwandlung also dass
- 13:54denkens in methode vervielfacht sich
- 13:57inhaltlich die kraft der
- 14:00entmythologisierung welche die
- 14:03historische entwicklungstendenz der
- 14:06philosophie markiert aber denkt ist
- 14:11gleichzeitig mit seiner
- 14:13verselbständigung zu reparatur beute von
- 14:16verdinglichung geworden so dringlich wie
- 14:20eben nur ein apparat sein kann und die
- 14:23methode ist zu einem selbstherrlichen
- 14:26gewonnen zu einem das nur sich selbst
- 14:30genügen soll nur um seiner selbst willen
- 14:34da ist das fetischist ish ist fast alle
- 14:38von ihnen die mit wissenschaften in
- 14:41berührung gekommen sind würden ja irgend
- 14:45damit erfahrung gemacht haben dass der
- 14:48forderung nach sogenannter methodischer
- 14:51sauberkeit gediegenheit eindeutigkeit
- 14:55immer wieder dass sachliche interesse
- 14:58auf geopfert wird und ich glaube die
- 15:00enttäuschung ungezählte junger menschen
- 15:03an dem akademischen wiesen hängt genau
- 15:07mit jener verlagerung des interesses weg
- 15:11von dem was man eigentlich erkennen will
- 15:15auf die angebliche oder wie
- 15:17kliche zuverlässigkeit der mittel des
- 15:20erkennens des instrumentariums zusammen
- 15:24grob offenbart sich das worauf ich sie
- 15:29hier hinweise an den kybernetischen
- 15:32maschine
- 15:33sie stellen den menschen die nichtigkeit
- 15:36des formalisierten seiner sachverhalte
- 15:40and äußerten denkens insofern vor augen
- 15:44als sie manches von den woran die
- 15:48methode subjektiver vernunft also die
- 15:52bloße in sich selbst ablaufende
- 15:56apparatur des denkens ihren stolz hatte
- 16:00besser vermögen heute bereits als die
- 16:03denkenden subjekt machen die denkenden
- 16:08subjekte sich angestrengt zu
- 16:12vollzugsorgane solcher formalisierung zu
- 16:16hören sie virtuell auf überhaupt subjekt
- 16:20zu sein
- 16:21sie nähern sich den maschinen als ihr
- 16:25freilich unvollkommenes abbild
- 16:28philosophisches denken und das ist
- 16:31vielleicht eine erste annäherung an das
- 16:34worauf ich hinaus möchte philosophisches
- 16:38denken beginnt erst sobald es sich nicht
- 16:41begnügt mit erkenntnissen die sich
- 16:44absehen lassen und bei denen nicht mehr
- 16:47heraus schaut als man schon hinein
- 16:49steckte in wien wurde man sachen als man
- 16:52eh schon hinein steckte der
- 16:54menschenwürdige sind der computers wäre
- 16:57es das denken der lebendigen so sehr zu
- 17:02entlasten dass es freiheit gewinnt zudem
- 17:05nicht schon impliziten wissen
- 17:09stattdessen und das ist ein einigermaßen
- 17:11beängstigend das phänomen
- 17:13meine damen und herren möchten viele
- 17:16heute mit philosophie befasste soweit
- 17:20sie es nur vermögen sich selber an die
- 17:24computers anpassen oder man sagt
- 17:27vielleicht richtig sich den computers
- 17:30gleicht
- 17:32bei kann erscheint denkt seinem engeren
- 17:37subjektiven begriff also abgesehen von
- 17:41den objektiven denkt gesetzen der logik
- 17:43die er ja stillschweigend voraus setzt
- 17:47und nicht ihrerseits transzendentale
- 17:50reduziert wie fußball das versucht hat
- 17:53unter dem namen der spontanität denken
- 17:58sei demzufolge zunächst eine tätigkeit
- 18:03sowie das naive bewusstsein es
- 18:06registriert wenn es die anschauen also
- 18:09die eindrücke welche dem einzelnen zu
- 18:12teil zu werden scheinen ohne dass er
- 18:14sich anstrengen musste oder gar wieder
- 18:17lärm gegen seinen willen von der
- 18:19erfahrung des anstrengenden tools
- 18:22unterscheidet die mitdenken verbunden
- 18:26ist ganz großer jedoch eine der
- 18:29kritischen beharrlichkeit auch gegenüber
- 18:33den eigenen sogenannten grundpositionen
- 18:37hat sich nicht zuletzt daran bewährt
- 18:40dass er dem tatbestand denken höchst
- 18:44angemessen die spontaneität die ihm
- 18:47denken ist nicht einfach mit bewusster
- 18:52tätigkeit gleichsetzte die maßgeblichen
- 18:56konstitutiven leistungen des denkens
- 18:59waren ihm nicht dasselbe wie denkt akte
- 19:03innerhalb der bereits konstituierten
- 19:06welt ihr vollzug ist dem
- 19:09selbstbewusstsein kaum gegenwärtig ich
- 19:13erinnere sie um ihnen allen das ganz
- 19:15deutlich zu machen an den einfachen
- 19:18worten des begriffs spontan wenn wir
- 19:21etwa sagen ein mensch verhält sich
- 19:24spontan so meinen wir damit ja gerade
- 19:26nicht eine bewusste tätigkeit oder nicht
- 19:30allein eine bewusste tätigkeit sondern
- 19:32eine tätigkeit in der menschen
- 19:34unmittelbar etwa auf eine situation die
- 19:38ihnen unerträglich ist und gegen die sie
- 19:41rebelliert
- 19:43reagieren und in dem kantischen begriff
- 19:46der spontanität der verlust der bei ihm
- 19:49also der oberste begriff des denkens ist
- 19:52ist diese uhr dieses moment des
- 19:56unwillkürlichen ganz richtig
- 19:59phänomenologische ganz präzis mit
- 20:02eingegangen der schein des naiven
- 20:06realismus die ansicht man habe es in der
- 20:10erfahrung mit dingen an sich zu tun
- 20:13gründet es so wäre ausgang herauszulesen
- 20:16auch darin die akte durch welche das
- 20:21bewusstsein die sinnes materialien
- 20:23vorweg formt seien ihm als solche nicht
- 20:28bewusst geben das ist ihre tiefe passive
- 20:32sturz aus und deren resultat bewirkt
- 20:36jenen schein von selbstverständlichkeit
- 20:39der in der von kant ja bekanntlich
- 20:42kritisierten lehrer von den dingen an
- 20:46sich seinen ausdruck gefunden hat sie
- 20:52charakterisiert sich als systemimmanent
- 20:55dadurch dass das kann tische ich denke
- 20:59dass alle meine vorstellungen muss
- 21:01begleiten können seiner formel für die
- 21:05spontaneität bei ihm selber nicht mehr
- 21:09sagen will
- 21:10als dass ein taktisch kant in der
- 21:13einheit der subjektiven bewusstseins und
- 21:16zwar das persönlichen also in der
- 21:19kontinuität des bewusstseins verlaufs
- 21:22eines jeden einzelnen von uns sich finde
- 21:26das ist also mit allen schwierigkeiten
- 21:29die das involviert meine vorstellung sei
- 21:34meiner heißt hier die eines jeden
- 21:37einzelnen muss die keines anderen
- 21:40individuums zu ersetzen
- 21:42keiner kann etwa den schmerz eines
- 21:45anderen in der eigenen einbildungskraft
- 21:49reproduzieren darauf auf dieses im
- 21:53grunde sehr passt
- 21:54sie wischen grund verhältnis läuft die
- 21:57ganze scheinbar so aktive konstruktion
- 22:01der ganz zentralen aktion bei kant
- 22:04hinaus mit dieser bestimmung die
- 22:08allerdings auch nicht ganz vollständig
- 22:12ist sondern die ein aktives moment ein
- 22:15moment von arbeit konnte man sagen
- 22:18ebenso involviert mit dieser bestimmung
- 22:22durch zugehörigkeit zu dem
- 22:25bewusstseinsstrom wie man später gesagt
- 22:27hätte wird das ich denke selber zu einem
- 22:31passivischen ganz unterschieden von der
- 22:34aktiven reflexion auf ein nein
- 22:37kant hat dies passive für moment an der
- 22:41aktivität des denkens so treu getroffen
- 22:45wie seine imponierende redlichkeit loch
- 22:49in den exponiertesten setzen stets
- 22:52achtet was in den phänomenen vorliegt
- 22:56schon die kritik der reinen vernunft ist
- 22:59als was dann die hägele bewusstseins
- 23:02analyse sich betitelte einer
- 23:06phänomenologie des geistes denken im
- 23:10konventionellen sinn der tätigkeit ist
- 23:14nur ein aspekt von spontaneität und
- 23:17wirklich kaum der tiefste
- 23:19es geschieht eigentlich nur im bereich
- 23:22des bereits konstituierten also relativ
- 23:27zur die welt in der schicht die kant als
- 23:31die transzendentale also die die
- 23:33wirklichkeit überhaupt in gewisser weise
- 23:36erst konstituierende galt wird aktivität
- 23:39und passivität keineswegs derart von der
- 23:44art administrativ voneinander getrennt
- 23:47wie es nach der außen architektur des
- 23:49werkes zu erwarten wäre nicht so scharf
- 23:53voneinander getrennt wie es wenn sie mir
- 23:55die saloppe wenn du nicht verübeln im
- 23:58kantischen becker steht und es wäre noch
- 24:02nicht die schlechteste darstellung des
- 24:05kantischen denkens
- 24:07so zeigen wie er immerzu unablässig sich
- 24:11bemüht widerhaken anzubringen durch die
- 24:15eben diese grundarchitektur oder diese
- 24:19grund architekt dieses grundschema
- 24:21seiner eigenen philosophie erschüttert
- 24:25und gewissermaßen an die sache selber
- 24:29heran gebracht wird
- 24:31hinter jenem passivischen moment
- 24:34verbirgt sich ohne dass das nun freilich
- 24:37von kant er ortet würde eine
- 24:40abhängigkeit noch des scheinbar
- 24:43unabhängigsten der ursprünglichen aktion
- 24:46von jenem wie immer auch unbestimmten
- 24:50objektiven das in kantischen system in
- 24:54die lehre von dem erfahrungs jenseitigen
- 24:58ding an sich den intelligenten ding an
- 25:02sich flüchtet keine objektivität des
- 25:06denkers als eines aktes wäre überhaupt
- 25:09möglich wäre denken nicht in sich selber
- 25:14der eigenen gestalt nach immer auch
- 25:18gebunden an das was nicht selbst denken
- 25:23ist und darin ist das geheimnis
- 25:27jedenfalls von philosophischen denkens
- 25:30zu vermuten wo denken wahrhaft produktiv
- 25:35wird wo es wie man so sagt erzeugt ein
- 25:40problematischer begriff übrigens und
- 25:42dort ist es immer auch ein reagieren
- 25:46passivität steckt im kern des aktiven
- 25:50ein sich an bilden des ichs nicht ich
- 25:56davon strahlt noch etwas auf die
- 25:59empirische gestalt philosophischen
- 26:02denkens aus um produktiv zu sein musst
- 26:06es immer von seiner sache her
- 26:08determiniert werden
- 26:10das ist seine passivität seine
- 26:13anstrengung fällt zusammen mit der
- 26:16fähigkeit zu solcher passivität die
- 26:20psychologie nennt das objekt beziehung
- 26:23oder objekt besetzung die analytische
- 26:27psychologie die mir die einzige
- 26:29fortgeschrittene heute erscheint sie
- 26:32reicht aber weit hinaus über die
- 26:35psychologische seite des denk vorgangs
- 26:39objektivität die wahrheit der gedanken
- 26:42hängt an ihrer relation zur sache
- 26:46subjektiv betrachtet ist philosophisches
- 26:49denken ohne pause mit der forderung
- 26:52konfrontiert konsequenz logisch sich
- 26:56zufällig in sich zu verhalten und
- 26:58dennoch das in sich zu empfangen
- 27:03was es nicht selber ist und was sich
- 27:07apriori seiner eigenen gesetzmäßigkeit
- 27:11nicht unter wir denken als subjektive
- 27:15akt muss erst recht der sache sich über
- 27:19antworten wo es wie kann und die
- 27:22idealisten es lehrern die sache
- 27:25konstituieren oder gar produzieren soll
- 27:29von ihr von dieser sache hängt denken
- 27:35dort wobei ich den begriff der sache mit
- 27:39bedacht hier unbestimmt lasse weil ich
- 27:42ja nur vom denken handeln und von der
- 27:44beziehung des denkens auf eine sache
- 27:47aber von einer solchen sache hängt
- 27:50denken doch noch ab wo ihm wie in der
- 27:54gesamten philosophisch krieg kritischen
- 27:56philosophie der begriff einer sache
- 27:59problematisch ist und denken sich
- 28:02anheischig macht die sache erst zu
- 28:05bestimmen kaum ein stärkeres argument
- 28:08für den zerbrechlichen und einzig in der
- 28:12wechselseitigen vermittlung von subjekt
- 28:16und objekt zu fassenden vorrang des
- 28:19objekts über das objekt bietet sich an
- 28:23als das denken einem objekt sich
- 28:27anschmiegen muss
- 28:28auch wenn es ein soll auch wenn es einen
- 28:33soll ein solches objekt noch gar nicht
- 28:36hat und gar ist zu erzeugen meint was ja
- 28:41nun wohl eine illusion von ihm ist
- 28:44solche sachlichkeit der methode hat bei
- 28:47kant ihren niederschlag in gehalt zwar
- 28:51ist das kann tische denken gerüstet auf
- 28:55die formen des subjekts es sucht aber
- 28:58sein ziel
- 28:59und das wird in der landläufigen kant
- 29:02interpretation unendlich unterschätzt in
- 29:06der bestimmung von objektivität trotz
- 29:10der kopernikanischen wendung und durch
- 29:13diese hindurch bestätigt kant ungewollt
- 29:18den vorrang des objektes denken meine
- 29:22damen und herren erschöpft sich so wenig
- 29:25im psychologischen vorgang wie in der
- 29:28zeitlos reinen formalen logik es ist
- 29:33eine verhaltensweise und ihr ist
- 29:35unabdingbar die beziehung zu dem wozu es
- 29:40sich verhält das aktive moment des
- 29:44denkenden verhaltens ist konzentration
- 29:48sie sträubt sich gegen alle ablenkung
- 29:52von ihrer sache die konzentration durch
- 29:56concentra in konzentration wird die
- 29:59anspannung des ichs vermittelt durch ein
- 30:03ihm entgegengesetztes denkt eigentlich
- 30:07ist die gier der abgelenkte blick zum
- 30:11fenster hinaus der möchte dass nichts
- 30:14ihm entgeht theologische überlieferungen
- 30:18wie die des talmud haben davor gewarnt
- 30:22konzentration des denkens verleiht
- 30:25produktiven eine eigenschaft welche das
- 30:28klischee ihn gerade aberkennt es lässt
- 30:32sich darin dem sogenannten
- 30:34künstlerischen ein fall nicht unähnlich
- 30:37kommandieren insofern
- 30:39von der sache es ab zieht sie öffnet
- 30:43sich der geduld als der tugend des
- 30:46denkens der satz reni sein fleiß hat
- 30:50seine wahrheit nicht an der kärnerarbeit
- 30:53sondern an der geduld zur sache der
- 30:56passive oberton des wortes geduld drückt
- 31:00nicht schlecht aus wie jene
- 31:02verhaltensweise beschaffen sei nämlich
- 31:05weder emsiges sich tummeln noch stures
- 31:09sich verloren sondern der lange und
- 31:12gewaltlose blick auf den gegenstand die
- 31:16gängige wissenschaftliche disziplin
- 31:18verlangt vom subjekt dem primitiven
- 31:21vorrang der sache zu liebe seine selbst
- 31:24ausschaltung dem genau diesem akt
- 31:28widerspricht philosophie denken darf
- 31:31sich nicht auf methode reduzieren
- 31:34die wahrheit ist nicht der rest der nach
- 31:38ausmerzung des subjekts zurück bleibt
- 31:41vielmehr muss es alle innovation und
- 31:45erfahrung in die betrachtung der sache
- 31:48hinein nehmen um seinem ideal nach in
- 31:53ihr zu verschwinden
- 31:55misstrauen dagegen ist die gegenwärtige
- 31:59gestalt von denk feindschaft übrigens
- 32:03können sie das was ich meine dass sich
- 32:06wieder sehr simpel vergegenwärtigen etwa
- 32:10wenn man in irgendeiner geistigen
- 32:13tätigkeit sehr konzentriert ist sich
- 32:16auch in sich versenkt so werden kinder
- 32:19die neigung haben einen immerzu
- 32:23aufzuspüren und aus diesen kindern
- 32:26spricht der weltgeist oder der welt
- 32:29ungeist sie fühlen darin dass man indem
- 32:34man dergestalt es sich ab sentiert von
- 32:37dem getriebe man an ein tabu rührt
- 32:41nämlich an die unbedingte und ungefragte
- 32:44vorherrschaft dessen wie es nun einmal
- 32:47ist und wie es sein und bleiben soll das
- 32:50geht sogar soweit wenn sie mir
- 32:53die abschweifung gestatten dass wenn man
- 32:56etwa wie man so sagt über die straße in
- 32:59gedanken geht das dann unweigerlich man
- 33:02von irgendeinem lästigen mann
- 33:04angesprochen wird der nein fragt wie man
- 33:08nun diese oder jene straße die einem
- 33:11dann regelmäßig selber unbekannt ist auf
- 33:13die kürzeste weise erreichen können nun
- 33:17also um diese art denkt feindschaft
- 33:20heftet sich ans nachdenken im engeren
- 33:24sinn das vermögen seines passivischen
- 33:28und konzentrierten moment nicht durch
- 33:32als nützlich sich qualifiziert seine
- 33:36ruhe bewahrt etwas von dem glück auf
- 33:39welches der konventionellen vorstellung
- 33:42vom denken unerträglich ist das
- 33:46amerikanische verfügt dafür über einen
- 33:49eigenen und zwar sehr aktiven ausdruck
- 33:53ranking die verhaltensweise dessen der
- 33:57bequem im lehnstuhl sitzt wie ein
- 33:59freundlich überflüssiger großvater auf
- 34:02dem altenteil zu allem unglück hat die
- 34:06heimischen kühen gegen den der da sitzt
- 34:09und denkt auch noch einiges recht
- 34:13vielfach gebärdet sich solches denken
- 34:16als hätte es kein material es versenkt
- 34:20sich in sich selbst als in eine sphäre
- 34:22des vermeintlich reinen jene sphäre die
- 34:27hegel als leere tiefe die lehre tiefe
- 34:30des seins denunziert hat die schimäre
- 34:33eines von keinem gegenständlichen
- 34:37beschlagnahmten und verschandelten
- 34:39science ist dann schließlich nichts
- 34:42anderes als die spiegelung des ganz
- 34:45bestimmung slogan und formalen denkens
- 34:49an sich sie verurteilt denken zur
- 34:52parodie des seinen nabel beschauen weise
- 34:57er verfällt einem ach ja es muss der in
- 35:00dem ihr den philosophischen denkens
- 35:03seinen spezifischen die
- 35:05stand der nun um keinen preis gegenstand
- 35:09heißen soll zu retten unternimmt das
- 35:12moment der sache des nicht identischen
- 35:16einbüßt
- 35:17es ist charakteristisch für diese lage
- 35:21des philosophischen denkens dass man so
- 35:25wenig wie nach valeries einsicht von der
- 35:28tugend etwa auch noch von weisheit reden
- 35:30kann und dass ein mensch der gar als
- 35:33waise sich erfüllte oder gebärdete damit
- 35:37unweigerlich oder mit recht der
- 35:40lächerlichkeit für viele weisheit heute
- 35:44fingierte eine geschichtlich
- 35:47unwiederbringliche agrarische gestalt
- 35:50des geistes vom gleichen schlag wie jene
- 35:53plastiken wir haben in der halle unserer
- 35:56universität in frankfurt so ein ding
- 35:58herum stehen die ursprünglichkeit mimen
- 36:02indem sie frühgeschichtliche
- 36:04unbeholfenheit nachahmen und von der
- 36:07veranstaltung das alte ware sich
- 36:10erhoffen dass es selber nie gewesen ist
- 36:13und heute die steht industrielle welt
- 36:16nur allzu treu ergänzt dem synthetischen
- 36:20atheismus des philosophierens wird es
- 36:23nicht besser ergehen als dem dips
- 36:25klassizismus der canova und tor walzen
- 36:28gegenüber taktischen klassizität ebenso
- 36:32wenig aber wäre nachdenken in einer art
- 36:35in direkter praktischer tätigkeit zu
- 36:38transformieren
- 36:39sie diente nur gesellschaftlich der
- 36:42verdrängung von denken charakteristisch
- 36:46dass man reaktiv eigene akademische
- 36:49städten eingerichtet hat die den dorthin
- 36:53berufenen die gelegenheit zum meditieren
- 36:56fast möchte man sagen die gelegenheit
- 36:59über auch zum nachdenken ergeben wollen
- 37:02was andererseits wieder ein licht darauf
- 37:04wirft wie wenig der etablierte
- 37:07akademische betrieb für das denken raum
- 37:10gewährt ohne kontemplatives moment
- 37:14achtet die praxis in begriffs losen
- 37:18betrieb aus
- 37:19meditation als gehegte sonders wäre
- 37:23jedoch von möglicher praxis
- 37:25abgeschnitten führe schwerlich besser
- 37:29sie sehen also wie man es auch macht hat
- 37:32man es schwer
- 37:33oder um es gebildet auszudrücken die
- 37:35philosophie befindet sich wirklich in
- 37:38einer aporie wenn sie sich nicht von dem
- 37:42betrieb abzieht ist sie in einer fast
- 37:45unwiderstehlichen versuchung sich selber
- 37:49zu einem moment des betriebs zu machen
- 37:51und wenn sie sich wenn philosophisches
- 37:54denken überhaupt davon sich abzieht dann
- 37:57ist es in der gefahr eben jener lehrern
- 38:01tiefe und selbstbefriedigung die dann
- 38:05wiederum nur vor allem ihrer
- 38:07harmlosigkeit wegen weil sie eben in die
- 38:10kritik der realität licht sich
- 38:13verstrickt weil sie nicht eingreift mit
- 38:15dem betrieb also eine besonders feine
- 38:18sparte nur allzu leicht und allzu gut
- 38:21sich vereinbaren lässt wie man mit
- 38:24dieser aporie fertig wird ja dafür habe
- 38:26ich keine anweisung und man macht halt
- 38:29so gut wie man kann nun nicht genau
- 38:32genau genug hat man wohl das nachdenken
- 38:36beschrieben
- 38:37am ehesten wäre es erweiternde
- 38:41konzentration zu nennen indem sie ihre
- 38:45sache und sie allein visiert gewahrt sie
- 38:49in ihr was übers vor gedachte hinausgeht
- 38:53und damit den fixierten umkreis der
- 38:56sache sprengt
- 38:58diese kann ihrerseits auch höchst
- 39:01abstrakt und vermittelt sein ihre
- 39:04beschaffenheit ist nicht durch einen
- 39:07erschlichenen begriff von konkretion zu
- 39:10präjudizieren aller vorbehalt geburt
- 39:13vollends dem klischee vom denken als
- 39:17purer konsequenz logische entwicklung
- 39:20aus einer einzel setzung ich glaube der
- 39:24satz von hofmannsthal um den genius loci
- 39:28zu huldigen
- 39:30eine sehr scharfe intelligenz
- 39:32eine der gefährlichsten formen der
- 39:35dummheit ist zwar ein bisschen
- 39:38rationalist ish getönt und man sollte
- 39:42ihn nicht unbesehen akzeptieren aber
- 39:45etwas von den worauf ich hier ziele hat
- 39:50der österreicher dabei doch sehr genau
- 39:55enerviert den sogenannten gedankengang
- 39:59den mann ungebrochen von denken erwartet
- 40:03hätte philosophische reflexion gerade zu
- 40:07brechen
- 40:08gedanken die wahl sind müssen unablässig
- 40:12sich aus der erfahrung der sache
- 40:14erneuern die gleichwohl in ihnen erst
- 40:18sich bestimmt ich erinnere mich daran
- 40:22wie ich einmal in einem examen dass sich
- 40:25abzuhalten hatte einen kandidaten der
- 40:29mir die überlegungen der beiden ersten
- 40:32meditationen von descartes höchst
- 40:35flüssig zu exponieren wusste vollkommen
- 40:39aus dem konzept brachte als ich ihn bei
- 40:42der und jener stelle war ja stimmt denn
- 40:44das auch ist denn das auch wirklich so
- 40:46verhält sich denn das auch wirklich so
- 40:48ist dass nicht nur geschlossen sondern
- 40:50entspricht dem der sachverhalt und ich
- 40:53habe das immer irgendwo drucken lassen
- 40:56er wusste darauf dann nichts anderes
- 40:58mehr zu entgegnen als ja es gibt
- 41:00schließlich auch die echte begegnung nun
- 41:03also da wäre mir wieder die logik von
- 41:05der caf liebe gewachsen
- 41:08also ich meine gedanken die war sind
- 41:12müssen unablässig sich aus der erfahrung
- 41:15der sache erneuern die gleichwohl in
- 41:18ihnen erst sich bestätigt die kraft dazu
- 41:23nicht das abschnüren der flüsse ist das
- 41:27wiesn philosophischer konsequenz
- 41:29wahrheit ist werdende konstellation kein
- 41:34automatisch durch laufendes in dem das
- 41:37subjekt von der last die es zu tragen
- 41:40hat zwar erleichtert wird aber in der
- 41:44eben durch diese erleichterung das
- 41:47subjekt selber zugleich auch entbehrlich
- 41:50würde das kein philosophisches denken
- 41:53von wirklichem ram sich resümieren lässt
- 41:57man versuche einmal einen text von hegel
- 42:00zu resümieren dass es den üblichen
- 42:03wissenschaftlichen unterschied von
- 42:05prozess und resultat nicht akzeptiert
- 42:09hegel hat wie man weiß die wahrheit als
- 42:12prozess und resultat in 1 sich
- 42:15vorgestellt dass übersetzt jene
- 42:18erfahrung ins hand greift philosophische
- 42:21gedanken die auf ihr skelett oder wie
- 42:24ich das nennen ihren netto profit zu
- 42:27bringen sind taugenichts das basische
- 42:31ungezählte philosophische abhandlungen
- 42:34die darum nicht sich scheren ist mehr
- 42:37als bloß ästhetische unzulänglichkeit
- 42:40sondern index ihre eigene falschheit wo
- 42:44der philosophische gedanken sogar in
- 42:46bedeutenden texten zuweilen hinter das
- 42:49ideal unablässiger erneuerung aus der
- 42:53sacra zurückfällt unterliegt er
- 42:56philosophisch denken ist so viel wie
- 43:00intermeat enzen denken gestört werden
- 43:03durch das was der gedanke nicht selber
- 43:07ist im nachdrücklichen denken werden die
- 43:10analytischen urteile wären es doch
- 43:13unvermeidlich sich bedienen muss zu
- 43:16jenem
- 43:17schon als das hegel bereits in seine
- 43:21frühe schrift über die differenz das
- 43:24fichte schelling systems die
- 43:28analytischen bruchteile scheinbar so
- 43:30paradoxe weise bezeichnet hat die kraft
- 43:35des denkens nicht mit dem eigenen strom
- 43:39zu schwimmen ist die des widerstands
- 43:42gegen das vorgedacht empathisches denken
- 43:46fordert und ich spreche dabei rein von
- 43:48seiner eigenen struktur und gar nicht
- 43:51von etwas moralischem fordert
- 43:53zivilcourage
- 43:54man konnte das auch so ausdrücken dass
- 43:57die moral den denken selbst immanent ist
- 44:00das also denken ohne courage eben auch
- 44:05dem prozess der verdummung unterlegt
- 44:08der einzelne denkende muss es riskieren
- 44:12darf nichts unbesehen eintauschen oder
- 44:16abkaufen
- 44:17das ist der erfahrungs kern der al zu
- 44:20pathetischen idealistischen lehre von
- 44:24der autonomie ohne risiko ohne die
- 44:28präsenten möglichkeit von irrtum ist
- 44:32objektiv keine wahrheit die meiste
- 44:35dummheit des denkens formiert sich dort
- 44:39wo jener courage die dem denken immer
- 44:42nennt ist und sie stets wieder in sich
- 44:46trägt unterdrückt war dummheit ist
- 44:49nichts privat iwes nicht einfach die
- 44:52abwesenheit von denkkraft sondern die
- 44:55narbe von deren verstümmelung nietzsches
- 44:59pathos wusste dass seine imperialistisch
- 45:03abenteuern de parole vom gefährlichen
- 45:06leben wollte im grunde wohl liebe
- 45:08gefährlich denken nämlich den gedanken
- 45:12anspornen aus der erfahrung der sache
- 45:15heraus vor nichts zurückzuschrecken von
- 45:18keinem kurven des vor gedachten sich
- 45:22hängen zu lassen
- 45:23die auch tische konsequenz logik die
- 45:26sich selbst genügt also diese konsequenz
- 45:29logik hat im gegensatz
- 45:30dazu nach ihrer gesellschaftlichen seite
- 45:33nicht zum letzten die funktion den
- 45:36gedanken eben daran zu verhindern
- 45:40ihn zu verteidigen auf das schon
- 45:43vorgedacht dass in dem abschneiden der
- 45:48schlüsse die sich selbst genügen
- 45:51gleichsam auf seine äußerste abstraktion
- 45:54gebracht ist nun meine damen und herren
- 45:57ich sagte ihnen schon zu anfang um die
- 46:02richtung tendenz dessen zu bestimmen was
- 46:06ich ihnen ausführen wollte dass die
- 46:09diese erwägungen die sich auf die
- 46:12haltung von philosophischen banken
- 46:15beziehen nicht existenzialistisch
- 46:19misszuverstehen seien nicht so also als
- 46:23ob es rein aufs denkender verhalten
- 46:26ankäme und licht auf den inhalt des
- 46:29denkens
- 46:30ich hoffe wenigstens im umriss und in
- 46:34der technischen in der behaupteten
- 46:36andeutung und auf mehr kann man in einem
- 46:39vortrag wie diesem selbstverständlich
- 46:42gar nicht erhoffen ihnen bereits
- 46:46deutlich gemacht zu haben dass gerade
- 46:49das was ich den vorrang des objekts
- 46:51nennen also die abhängigkeit des denkens
- 46:56von seiner sache einer solchen
- 46:59subjektives tischen illusion einhalt tut
- 47:04nur es steht nicht nur kann
- 47:10er besteht diese nicht dem denken als
- 47:15ein ding an sich äußerlich gegenüber
- 47:19sondern man hat sie unter umständen
- 47:22schon ehe darüber explizit nachgedacht
- 47:27wird dieser umstand übrigens ich glaube
- 47:31das wäre philosophie historisch nicht
- 47:34ganz relevant dem einmal nachzugehen
- 47:37dass das denken das philosophische
- 47:40denken im gegensatz etwa zu dem
- 47:44sogenannten forschenden denken in einer
- 47:47gewissen weise in sich schon hat schon
- 47:51vorfindet wurfes die ist wenn ich mich
- 47:55nicht täusche eine der größten
- 47:58verführungen des denkens gewesen dazu
- 48:02überzugehen zu behaupten dass es die
- 48:06gegenstände aus sich selbst heraus
- 48:08erschaffen
- 48:09während er in wirklichkeit der
- 48:11sachverhalt den ich berühre das gerade
- 48:14gegenteil meine nämlich dass das gerade
- 48:17deshalb weil das denken es nicht aus
- 48:20sich erzeugt ist in einer sehr tiefen
- 48:23schicht es immer schon hat als das den
- 48:28denken gegenüber anderer nun alle
- 48:33menschen wissen
- 48:35demgegenüber natürlich und ich möchte
- 48:39diesen einwand nicht unterdrücken
- 48:42diesen einwand dem gegenüber was ich
- 48:44ihnen gesagt habe
- 48:46der auf den inhalt der den inhalt zur
- 48:50geltung bringt gegenüber der bloßen
- 48:52haltung alle wissen die mit diesen
- 48:55dingen überhaupt es sich abgegeben haben
- 48:57wie problematisch philosophischer
- 49:01einzelresultate also die sogenannten
- 49:04hauptthesen oder hauptthemen der
- 49:07abendländischen metaphysik sind wie
- 49:10wenig also es mir möglich etwa ist oder
- 49:13nur für ich möchte sachen konnte konvent
- 49:16ekelhafte vereine möglich ist noch
- 49:19platonische ideen lehre zu zelebrieren
- 49:24oder meinetwegen leibnitz monate locken
- 49:28oder sonst irgend solche hauptthemen
- 49:33oder haube solche hauptthesen der
- 49:37philosophie aber ich glaube man sollte
- 49:41sich damit nicht so einfach machen wie
- 49:44es etwa manche der logischen positivsten
- 49:48ich denke etwa an
- 49:49reichenbach
- 49:50getan haben die eben jenen prozess der
- 49:55fortschreitenden kritik in dem ja zum
- 49:58teil zum teil sage ich die
- 50:01philosophiegeschichte auch besteht so
- 50:04interpretiert als ob er dazu ermächtigen
- 50:08nun einfach alle solchen theorien aller
- 50:13solchen resultat etwa wie der ubs mit
- 50:18den köpfen der von ihm behaupten macht
- 50:21also sie in den orkus hinab zu stoßen
- 50:26einmal ist es mit der geschichte der
- 50:28philosophie eine sehr merkwürdige sache
- 50:31während es auf der einen seite da nichts
- 50:35was der geschichte schlechterdings
- 50:38enthoben wäre gibt es andererseits auch
- 50:41nichts was nicht eine tendenz kette
- 50:44bietet zu kehren die ganze dimension der
- 50:47geschichte der philosophie ist eine
- 50:49andere als die des einfachen sc and i
- 50:53fischen ford schweiz dann aber um auf
- 50:57etwas um es etwas weniger anspruchsvoll
- 51:00zu begründen
- 51:01gibt es ohne derartige bestimmte thesen
- 51:06oder resultate nicht die bewegung der
- 51:10philosophie die nach riedels wort zu
- 51:14recht oder unrecht eine entfaltung der
- 51:17wahrheit sein soll so wenig denken bloß
- 51:21beweis und gar ein für allemal gültiger
- 51:25beweis von philosophien ist so wenig ist
- 51:29es bloße haltung denn er ohne jenes
- 51:34moment des festen das an den in den
- 51:37resultaten der einzelnen philosophien es
- 51:41sich niederschlägt gäbe gäbe es eine
- 51:44solche bewegung überhaupt nicht und
- 51:47deshalb halte ich den satz von jaspers
- 51:50dass das das philosophisches denken oder
- 51:54jedenfalls dass das er lehrt überhaupt
- 51:57kein resultat hätte für in seiner weise
- 52:01genauso
- 52:03fragwürdig und unzuverlässig wie auf der
- 52:06anderen seite also jene art
- 52:09enzyklopädische philosophen die nun
- 52:12wirklich glauben es beruhigt nach hause
- 52:15tragen zu können
- 52:17die beiden positionen sind würde ich
- 52:20sagen nicht dialektisch durcheinander
- 52:23vermittelt und gerade ein solches bloßes
- 52:28haltungs denken wie das ja special wird
- 52:31sich damit sehr leicht zum eigenen zweck
- 52:35zum selbstzweck und verfällt damit genau
- 52:41einer moralischen problematik die die
- 52:45moralische selbstzufriedenheit die
- 52:48dieses denken atem lügen straft
- 52:52ich darf vielleicht ohne unbescheiden zu
- 52:55sein hier sagen dass die dinge die ich
- 52:59selbst versuche trotz des radikalen
- 53:03dialektischen bestand punkt den sie
- 53:06beziehen also trotz ihrer durchaus
- 53:10dynamischen struktur sich keineswegs um
- 53:14sogenannte resultate oder thesen herum
- 53:18und drücken eine von diesen thesen
- 53:21nämlich die vom vorrang des objekts habe
- 53:25ich heute abend vielleicht
- 53:27legitimerweise eingeschmuggelt während
- 53:30über ihre legitimität oder nicht
- 53:33legitimität die negative dialektik
- 53:35allein befinden kann also es gibt schon
- 53:40resultate aber eben nicht so dass man
- 53:43sie aus dem zusammenhang herausnehmen
- 53:46abstrahieren und nach eigentums
- 53:50kategorien beschlagnahmen kann es
- 53:53sondern sie sind war nur nach dem maß
- 53:57des prozesses der in ihnen des
- 54:00denkprozesses der in ihnen sich sehr
- 54:03dementiert hat und den sie in sich
- 54:07tragen
- 54:08nun das besagt allerdings sehr viel
- 54:11es besagt dass die wahrheit nicht wie
- 54:14man sich das plateau nie sie rund
- 54:16vorstellt dass alle gediegen tzte feste
- 54:19und sicherste sei sondern dass wahrheit
- 54:22selbst ein zerbrechliches ist dass sie
- 54:27nicht in der zeit ist sondern zeit in
- 54:31ihr also ich meine mit anderen worten
- 54:35philosophisches denken hat resultate
- 54:38aber diese resultate sind nicht zu
- 54:42unterlag easy das im philosophischen
- 54:46denken meine damen und herren das
- 54:48verhältnis von prozess und sacher
- 54:51qualitativ ab reicht von dem in den
- 54:54positiven wissenschaftlichen disziplinen
- 54:57das tangiert seinen modus in gewisser
- 55:01weise versucht philosophisches denken
- 55:03stets erfahrungen auszudrücken
- 55:07sie werden freilich keineswegs vom
- 55:10empirischen erfahrungs begriff gedeckt
- 55:14man konnte sagen in einem gewissen sinn
- 55:17für zahlen sind das philosophisches
- 55:21denken geradezu die anstrengung sei
- 55:24gegen den herrschenden empirismus den
- 55:28begriff der erfahrung zu retten da er
- 55:31das empirische denken eigentlich lupus
- 55:34annon luzenko eben das denken ist das
- 55:38erfahrung nicht duldet in dem es weder
- 55:41ein subjekt kennt das erfahren kann
- 55:43denn das objekt soll ja eine tabula rasa
- 55:46sei noch die kontinuität in der
- 55:50erfahrung überhaupt es sich er stellt
- 55:53das ist ja gänzlich punktuell und
- 55:55allenfalls nur dann eine nachträgliche
- 55:58kombination punktueller einsichten in
- 56:02der das eigentlich erfahrungs hafte der
- 56:06erfahrung nicht verloren geht vor allem
- 56:09aber wird von dem gesamten offiziellen
- 56:14empirismus das denken so sehr auf
- 56:19erfahrung
- 56:20regeln gebracht so sähe alles um
- 56:23reglementierte denken verhindert dass
- 56:26darüber schließlich das was einmal
- 56:29überhaupt in dem frühen bürgertum das
- 56:33pathos des begriffs der erfahrung
- 56:35ausmacht nämlich das offene die
- 56:38schrankenlose fähigkeit das was anders
- 56:42ist als das subjekt dem subjekt zu
- 56:46konfrontieren und mit dem subjekt
- 56:49womöglich zu versöhnen dass das gerade
- 56:52dadurch verschwindet und in diesem sinne
- 56:57bilde ich mir also allerdings ein dass
- 57:00der begriff von philosophischen denkens
- 57:03den ich ihnen heute also mehr
- 57:07programmatisch entwickler als dass ich
- 57:09ihn zu lindern könnte dem begriff der
- 57:12erfahrung im ziel gerechter wird als der
- 57:16offizielle und approbierte erfahrungs
- 57:19begriff der logischen positivsten wobei
- 57:22ich allerdings hinzufügen möchte dass
- 57:24nach den letzten entwicklungen gerade
- 57:27also an diesem begriff der innezuhalten
- 57:30spielregeln der logische positivismus
- 57:33selber bereits in seinen
- 57:35fortgeschrittensten exponenten ihre
- 57:38geworden ist aber man fragt sich dann
- 57:41was von dieser ganze richtung übrig
- 57:44bleibt wenn sie keine verbote keine
- 57:47tabus mehr kennt und es zeichnet sich
- 57:51dann vor allem in dem positivismus fast
- 57:55unwiderstehlich die tendenz ab dass in
- 57:59dieser richtung die daraus zog die
- 58:01philosophie auszurotten nun die gesamte
- 58:05problematik der philosophie es sich
- 58:08reproduziert dass das ausgerottete
- 58:10wiederkehrt aber ich möchte darauf jetzt
- 58:13nicht allzusehr eingehen also wie
- 58:20philosoph philosophie verstehen heißt
- 58:25jena erfahrungen sich zu versichern die
- 58:28in den philosophischen texten
- 58:30inkorporiert oder verschlüsselt sind in
- 58:33dem man autonom und doch im engsten
- 58:37kontakt mit dem jeweils vorgezeichneten
- 58:40über es reflektiert mit allem
- 58:43notwendigen vorbehalt wird man sagen
- 58:46dürfen
- 58:47der philosophische gehalt sei es so
- 58:49beschaffen dass er tendenziell ist
- 58:52deutete das bereits an seine resultate
- 58:55früher hat als er gedacht wird man mag
- 58:58der heidecker shen bindestrich
- 59:00philologie gründlich misstrauen und wird
- 59:04sich doch nicht die erinnerung daran
- 59:06verbieten das nachdenken gegenüber
- 59:10denken sprachlich auf die idee
- 59:13philosophischen vollzugs als eines
- 59:16nachvollzug verweist darin liegt
- 59:19zugleich die ärgste versuchung die das
- 59:23apollo genetischen der rationalisierung
- 59:26der rechtfertigung blind vorgegebener
- 59:29überzeugung und meinung das thema
- 59:32probanden ist ebenso wahrheit wie
- 59:36unwahrheit des denkens gleichermaßen
- 59:39seiner unwahrheit and schlägt es sich
- 59:42sofern es den versuch seiner erfahrung
- 59:45zu folgen das denken nämlich durch
- 59:48negation durch unzulängliches
- 59:51philosophisches denken ist kritisch
- 59:54nicht allein gegenüber dem bestehenden
- 59:57und seinem ding haften abguss im
- 59:59bewusstsein sondern gleichermaßen gegen
- 1:00:02sich der erfahrung die es besät wird es
- 1:00:06gerecht nicht durch willfährige
- 1:00:09qualifikation sondern durch objektive
- 1:00:11nation philosophisch denkt wer geistiger
- 1:00:15erfahrung erhärtet an der gleichen
- 1:00:18konsequenz logik deren gegenpol erinner
- 1:00:21hat sonst bliebe geistiger erfahrung
- 1:00:24absurde so allein wird nachdenken zu
- 1:00:28mehr als wiederholender darstellung des
- 1:00:31erfahrenen als kritische ist seine
- 1:00:35rationalität
- 1:00:36mehr als rationalisierung gleichwohl
- 1:00:39scheint philosophisches denken dem der
- 1:00:43es an sich zu kontrollieren meint
- 1:00:46erkennen zu können was er erkennen will
- 1:00:49sofern er nur recht weißwasser erkennen
- 1:00:52will dieses selbsterfahrung des denkens
- 1:00:57widerspricht der kantischen begrenzung
- 1:01:00widerspricht der kantischen absicht
- 1:01:03denke durchdenken zu ent mächtige weil
- 1:01:09die disziplin des philosophischen
- 1:01:11denkens vorab in der formulierung des
- 1:01:14problems sich realisiert ist in der
- 1:01:16philosophie die darstellung ein
- 1:01:19unabdingbares moment der sache
- 1:01:21wahrscheinlich denn auch das stringente
- 1:01:24lösungen die dem denkenden einfallen
- 1:01:28nicht herausspringen wie summen einer
- 1:01:31angestrengten addition nach dem hinter
- 1:01:34die posten der schlussstrich gezogen
- 1:01:36wurde so viel ist an idealismus legitim
- 1:01:40nur verzerrt er das eigentümliche des
- 1:01:44philosophischen gedanken zur hybris er
- 1:01:47sei weil die wahrheit nicht äußerlich zu
- 1:01:51ihm hinzu tritt mit dieser wahrheit
- 1:01:53identisch was an philosophie bildet ihr
- 1:01:57glück ist dass sogar der verzweifelte
- 1:02:01gedanken etwas von dieser gewissheit des
- 1:02:05gedachten in sich trägt letzte spur des
- 1:02:09onkologischen gottes beweises wenn nicht
- 1:02:12gar das unauslöschliche an ihm die
- 1:02:15vorstellung von dem der sie hinsetzt und
- 1:02:18über etwas nachdenkt um zu eruieren dass
- 1:02:22er noch nicht wusste ist so schief wie
- 1:02:24die umgekehrte von den angeflogenen
- 1:02:27intuitionen denken gerät in der arbeit
- 1:02:31an einer sache und an formulierungen
- 1:02:34sie sorgen für sein passives element
- 1:02:38extrem gesagt ich denke nicht und das
- 1:02:43ist wohl denken kein schlechtes
- 1:02:46sinnliches zeichen dafür
- 1:02:49wäre der bleistift oder füllfederhalter
- 1:02:51den einer beim denken in der hand hält
- 1:02:54so wie es von simmel überliefert wird
- 1:02:57oder von hus der offenbar anders als
- 1:03:00schreibend überhaupt kaum denken konnte
- 1:03:03sowie manchem schriftsteller die besten
- 1:03:06gedanken über unterschreiben kommen der
- 1:03:10instrumente die man gar nicht praktisch
- 1:03:12zu benutzen braucht mahnen daran dass
- 1:03:16man nicht drauflos denken soll sondern
- 1:03:19an etwas zu interpretierende und zu
- 1:03:23kritisierende texte stützen darum
- 1:03:26unschätzbare die objektivität des
- 1:03:29gedankens benjamin hat einmal darauf
- 1:03:32angespielt mit dem diktum zu einem
- 1:03:34ordentlichen gedanken gehöre eine
- 1:03:36ordentliche portion dummheit dazu weicht
- 1:03:40der gedanke der schimäre seiner
- 1:03:42ursprünglichkeit zum liebe dem aus
- 1:03:45wittert er in jeglichem gegenstand
- 1:03:48sogleich die gefahr von ver
- 1:03:51gegenständlichem so geht er nicht nur
- 1:03:54der zukunft verloren das wäre kein
- 1:03:56einwand und ist beinahe das gegenteil
- 1:03:59sondern wird in sich und trifft ich umso
- 1:04:02entscheidender aber dass die aufgaben
- 1:04:05von deren fruchtbarkeit die des
- 1:04:08gedankens abhängt autonom sind dass sie
- 1:04:12nicht gefällt werden sondern sich
- 1:04:15stellen schwelle von denken digel über
- 1:04:19geistiger technik des parat muss der
- 1:04:22gedanke hindurch steuern zwischen
- 1:04:25technik und amateurhaft auf los
- 1:04:28amateurhaft ist denken dass die geistige
- 1:04:31arbeitsteilung einzig ignoriert anstatt
- 1:04:34sie zu achten und zu übersteigen
- 1:04:38kloser neubeginn verdunkeln gedanken
- 1:04:41nicht weniger als die eifrige anpassung
- 1:04:45an die arbeitsteilung philosophie die
- 1:04:48mit kant zu reden ihrem welt begriff
- 1:04:51gerecht würde
- 1:04:52erhöhte sich über ihre konzeption als
- 1:04:55spezial wissenschaft nach kant über
- 1:04:58ihren schul begriff der vorweg
- 1:05:01unvereinbar
- 1:05:02mit ihrem eigenen nicht weniger als über
- 1:05:06das weltanschauliche gewäsch dass der
- 1:05:09schein seiner superior i tät aus der
- 1:05:11armen kargheit des und sieht was
- 1:05:15spezialisiertes wissen als spezialität
- 1:05:18philosophie übrig ließ widerstand gegen
- 1:05:22den niedergang der vernunft wäre fürs
- 1:05:26philosophische denken ohne achtung vor
- 1:05:29der etablierten autorität zumal der
- 1:05:32geisteswissenschaften sich in die
- 1:05:34sachverhalte zu versenken um in ihnen
- 1:05:38nicht über ihnen des wahrheitsgehalts
- 1:05:41ihnen zu werden
- 1:05:43das wäre heute freiheit des denkens war
- 1:05:48würde es wo es befreit ist vom fluch der
- 1:05:52arbeit und in seinem objekt zur ruhe
- 1:05:56käme ich danke ihnen für ihre arbeit
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