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02 Wahlrechtsgrundsätze in Österreich — Transcript

by Österr. Gesellschaft für Politische Bildung ÖGPB · 667 words · 135 segments · language en · Watch on YouTube

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  1. 0:10allgemein frei gleich unmittelbar
  2. 0:13persönlich und geheim die sechs
  3. 0:15Wahlrechtsgrundsätze gelten in
  4. 0:17Österreich bei allen staatlichen Wahlen
  5. 0:19was aber genau sagen diese
  6. 0:20Wahlrechtsgrundsätze aus schauen wir sie
  7. 0:22uns im Einzelnen
  8. 0:25an allgemein bedeutet dass das Wahlrecht
  9. 0:30einer Demokratie allen zusteht also
  10. 0:33unabhängig von Geschlecht ethnischer
  11. 0:35Zuschreibung Sprache Einkommen Bildung
  12. 0:39Beruf stand Klasse oder Konfession wir
  13. 0:43wissen natürlich dass das in Österreich
  14. 0:45wie in vielen anderen Staaten nicht der
  15. 0:48Fall war das Wahlrecht war stark
  16. 0:50eingeschränkt Frauen waren ebenso
  17. 0:53ausgeschlossen wie Arbeiter
  18. 0:55besitzlose oder Personen mit geringem
  19. 0:58Einkommen das Wahlrecht war also alles
  20. 1:01andere als ein allgemeines Wahlrecht
  21. 1:03sondern stand nur einer privilegierten
  22. 1:04Minderheit zu die Geschichte des
  23. 1:07Wahlrechts ist daher verknüpft mit der
  24. 1:09Auseinandersetzung um seine
  25. 1:11Ausweitung das zeigt do die Frage nach
  26. 1:14dem Wahlalter bei der Einführung des
  27. 1:16Wahlrechts in Österreich 1848 lag das
  28. 1:18Wahlalter bei 24 Jahren seitdem wurde es
  29. 1:22schrittweise gesenkt und heute kann man
  30. 1:24schon ab 16 wählen das heißt was ganz
  31. 1:27konkret als allgemein gilt unterliegt
  32. 1:30dem Wandel der Zeit den größten
  33. 1:33Ausschlussgrund von Wahlrecht stellt
  34. 1:34heute die Staatsbürgerschaft
  35. 1:37da nur auf kommunaler Ebene und beim
  36. 1:40Europäischen Parlament sind auch
  37. 1:42unionsbürgerinnen
  38. 1:43wahlberechtigt
  39. 1:45Drittstaatsangehörige also nicht
  40. 1:47EU-BürgerInnen sind bei keinen Wahlen in
  41. 1:49Österreich wahlberechtigt so sind mehr
  42. 1:52als 13% der österreichischen Bevölkerung
  43. 1:54über 16 Jahre vom Wahlrecht zu den
  44. 1:56Nationalratswahlen ausgeschlossen so
  45. 1:58stellt sich die Frage ob hier
  46. 2:00tatsechlich noch von einem allgemeinen
  47. 2:02Wahlrecht gesprochen werden
  48. 2:06kann gleich sagt aus dass nicht nur jede
  49. 2:10Person eine Stimme hat sondern dass jede
  50. 2:12Stimme auch gleich viel zählt one person
  51. 2:15one vote eine Person eine Stimme auch
  52. 2:19das gleiche Wahlrecht musste in
  53. 2:21Österreich erst erkämpft werden das
  54. 2:23sogenannte Kurien Wahlrecht bis zu
  55. 2:25Beginn des 20 Jahrhunderts noch gegolten
  56. 2:27hat hat eines extrem iche
  57. 2:30Stimmgewichtung vorgesehen Berufsstand
  58. 2:32Steuerleistung oder formaler
  59. 2:34Bildungsgrad haben über den Wert der
  60. 2:36Stimme entschieden die Stimme eines
  61. 2:38Großgrundbesitzers hat um ein Vielfaches
  62. 2:40mehr gezählt als die Stimme eines
  63. 2:45Arbeiters direkt bedeutet dass
  64. 2:47Wählerinnen und Wähler unmittelbar für
  65. 2:49eine bestimmte Partei oder einen
  66. 2:51Kandidaten oder eine Kandidatin Stimmen
  67. 2:53und kein anderes Gremium dazwischen
  68. 2:55geschaltet
  69. 2:58ist mit persönlich ist gemeint dass
  70. 3:00Wählerinnen und Wähler selbst wählen
  71. 3:02müssen man kann sich bei der Wahl nicht
  72. 3:04vertreten lassen und man kann seine
  73. 3:06Stimme auch niemanden anderen übertragen
  74. 3:08das schließt aber nicht aus dass sich
  75. 3:11ältere Personen oder
  76. 3:12sebehinderte bei der Wahl durch eine
  77. 3:14Person ihres Vertrauens unterstützen
  78. 3:16lassen
  79. 3:19können fehlen also noch frei und geheim
  80. 3:23was ist damit gemeint das Prinzip des
  81. 3:25freien Wahlrechts bedeutet zweierlei zum
  82. 3:28einen die Freiheit der Wahlwerbung die
  83. 3:30auch durch staatliche Wahlkampf und
  84. 3:31Parteienfinanzierung unterstützt wird
  85. 3:34damit soll der freie Wettbewerb von
  86. 3:35Ideen Ideologien und Personen garantiert
  87. 3:38werden das freie Wahlrecht bedeutet aber
  88. 3:40auch dass sich die Wählerinnen und
  89. 3:42Wähler frei entscheiden können es muss
  90. 3:45also gewährleistet sein dass auf sie
  91. 3:47kein Druck oder gar Zwang ausgeübt
  92. 3:49werden kann dass ihnen wegen ihrer
  93. 3:51Wahlentscheidung keine persönlichen
  94. 3:53Nachteile angedroht werden der
  95. 3:56Verfassungsgerichtshof hat in seinem
  96. 3:57letzten Urteil zur bundespräsidentschaft
  97. 4:00festgehalten dass auch die vorzeitige
  98. 4:02Veröffentlichung von Teilergebnissen
  99. 4:04eine Einschränkung des freien Wahlrechts
  100. 4:07bedeutet andere Wählerinnen und Wähler
  101. 4:09könnten dadurch in ihrem Wahlverhalten
  102. 4:11beeinflusst werden unter anderem auch
  103. 4:13deshalb hat der Verfassungsgerichtshof
  104. 4:15die Bundespräsidentschaftswahl
  105. 4:17aufgehoben das freie Wahlrecht geht
  106. 4:19engen her mit dem Prinzip des geheimen
  107. 4:22Wahlrechts das geheime Wahlrecht soll
  108. 4:24garantieren dass niemand auch die
  109. 4:26Behörde nicht erkennen kann wie jemand
  110. 4:29gewählt hat die geheime Wahl soll also
  111. 4:32die freie Wahl garantieren das
  112. 4:33inkludiert undurchsichtige wahlkouvs
  113. 4:36wahlsprengel mit einer gewissen
  114. 4:38Mindestgröße und natürlich wahlzellen
  115. 4:41zum Ausfüllen der Wahlzettel das
  116. 4:43Ausfüllen der Wahlzettel in der
  117. 4:45Wahlzelle ist übrigens nicht nur Recht
  118. 4:47sondern auch Pflicht eine Wählerin oder
  119. 4:50ein Wähler kann sich nicht entscheiden
  120. 4:52öffentlich zu wählen und die
  121. 4:54Wahlentscheidung sichtbar zu machen
  122. 4:55damit kann auch niemand anders unter
  123. 4:57Druck gesetzt werden das zu tun
  124. 4:59allgemein frei gleich unmittelbar
  125. 5:02persönlich und geheim die sechs
  126. 5:05Wahlrechtsgrundsätze gelten in
  127. 5:06Österreich bei allen staatlichen Wahlen
  128. 5:08also bei den Wahlen zum Nationalrat zum
  129. 5:10Europäischen Parlament bei den
  130. 5:12Landtagswahlen bei den
  131. 5:13Gemeinderatswahlen bei den Wahlen zu den
  132. 5:16Bezirksvertretungen bei den Wahlen der
  133. 5:18Bürgermeisterinnen und Bürgermeister und
  134. 5:20bei den
  135. 5:28bundespräsidentschaftswahlen

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